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Rezensionen verfasst von
Steffi K.

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Monuments Men: Auf der Jagd nach Hitlers Raubkunst
Monuments Men: Auf der Jagd nach Hitlers Raubkunst
von Robert M. Edsel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,90

5.0 von 5 Sternen Monuments Men, 10. Februar 2013
Inhalt:
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Nationalsozialisten organisieren den „größten Diebstahl der Geschichte“ und lassen aus den besetzten Gebieten Europas mehr als fünf Millionen Kunstobjekte für das „Führermuseum“ ins Reich schaffen.
Als die Alliierten in der Normandie landen, ist unter ihnen eine Sondereinheit: die „Monuments Men“. ihr Auftrag: bedeutende Kulturgüter vor der Zerstörung zu schützen, geraubte und verschollene Kunstwerke aufzuspüren – Gemälde von Leonardo, Vermeer und Rembrandt, Skulpturen von Michelangelo.
Robert M. Edsel erzählt die atemberaubende Schatzsuche anhand von persönlichen Briefen und Tagebüchern der Schlüsselfiguren – bis zum dramatischen Showdown im Salzbergwerk von Altaussee …
Das Buch wurde bereits in 19 Sprachen übersetzt und ist die Vorlage zum Film von und mit George Clooney, Kate Blanchett, Matt Damon und Daniel Craig.

Autor:
Robert M. Edsel widmet sich seit Ende der 1990er Jahre intensiv der Erforschung der „Monuments Men“, erwarb bislang unveröffentlichte private Dokumente, gründete die „Monuments of Men Foundation for the Preservation of Art“, die 2007 mit der National Humanities Medal ausgezeichnet wurde, und war Co-Produzent von „The Rape of Europa“, eines preisgekrönten Dokumentarfilms über die Plünderung der kulturellen Schätze Europas durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs. Er ist Autor von „Rescuing Da Vinci“, eines Fotobands über die Nazi-Raubzüge und die Bemühungen der Monuments Men. Robert M. Edsel lebt in Dallas, Texas.

Meinung:
Die "Monuments Men" waren eine Sondereinheit, die mit dem Ziel beauftragt wurde bedeutende Kulturgüter wie Gemälde und Skulpturen vor der Zerstörung zu schützen, sowie geraubte und verschollene Kunstwerke auszuspüren und zurückzuholen. Es handelt sich hierbei um einen Teil des Zweiten Weltkrieges der womöglich nur wenigen Menschen bekannt ist, aber dennoch eine sehr große Rolle spielt. Ohne diese Sondereinheit wären wohl viele bedeutende Kunstwerke für immer verloren gegangen.

Das Buch beginnt mit einer Einführung über die Monuments Men und einem kurzen Steckbrief der 10 Hauptpersonen, in dem neben einem Bild der jeweiligen Person Alter und bisherige Tätigkeiten vermerkt sind, teilweise auch eine kurze Information zu weiteren Hintergründen der Person.

Es ist in 5 große Abschnitte aufgeteilt, die jeweils einen zum Inhalt des Abschnittes passenden Titel tragen.
Das Buch basiert auf Tatsachen, welche durch Dokumente wie Kriegsberichte, Feldtagebücher und Briefe erfasst wurden.
Oft ist am Ende eines Kapitels ein Brief eines Monuments Man, z.B. an die Liebste abgedruckt, was mir sehr gefiel.
Anhand dieser Dokumente rekonstruierte der Autor die Geschichte und ließ dabei auch die Sichtweise der betreffenden Personen nicht außer Acht. Diese werden durch wahrheitsgetreue Dialoge dargestellt.

Auch an Karten und reichlich Bildmaterial mangelt es nicht, was meiner Meinung nach zu einem guten Geschichtsbuch dazugehört.

Die Sprache ist sehr sachlich gehalten, der Text flüssig zu lesen, auch die vielen geschichtlichen Daten sind mir positiv aufgefallen.

Nicht nur das „Innere“ des Buches ist ansprechend gestaltet, sondern auch der Umschlag. Auf diesem ist ein Foto abgedruckt. Drei Soldaten halten lächelnd Gemälde in ihren Händen und im Hintergund sieht man den Monuments Man James Rorimer.

Von diesem Buch bin ich absolut begeistert, es ist gut recherchiert, sehr informativ und man bekommt einen guten, alles umfassenden Einblick in dieses Thema. Mit den Monuments Men konnte ich bei ihrer Suche nach den Kunstwerken richtig mitfiebern, aber auch privates dieser Menschen kam nicht zu kurz. Besonders die Geschichte um Harry Ettlinger hat mich sehr berührt.

Ich vergebe 5 Sterne!


Der Thron der Welt
Der Thron der Welt
von Robert Lyndon
  Broschiert
Preis: EUR 18,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Thron der Welt, 6. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt (Broschiert)
Inhalt:
Man schreibt das Jahr 1072 nach Christi Geburt. Der fränkische Krieger Vallon hat nichts mehr zu verlieren. In den Alpen begegnet er dem jungen Gelehrten Hero, unterwegs mit seinem Meister. Als dieser stirbt, bittet Hero Vallon um seine Begleitung nach England, wo er einem normannischen Ritter die Lösegeldforderung des türkischen Sultans für seinen Sohn überbringen soll. Doch der Preis für die Freiheit des jungen Sir Walter Olbec ist unermesslich hoch:
vier weiße Gerfalken, kostbare Vögel, die überaus selten sind. Nur hoch im Norden, im ewigen Eis, hat man schon Exemplare davon gesehen. Für Vallon, Hero und ihre Gefährten beginnt eine atemberaubende Odyssee durch die entlegensten Länder der Welt – von Grönland über Russland bis nach Konstantinopel, über das tobende Nordmeer und blutgetränkte Schlachtfelder. Grausame Wikingerkrieger und rachsüchtige Normannen stellen sich ihnen in den Weg, wilde Flüsse und unweg¬same Pfade gilt es zu überwinden, bis sie endlich ans Ziel kommen – und die Welt plötzlich nicht mehr so ist, wie sie einmal war …

Autor:
Robert Lyndon beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Falknerei und Geschichte. Einige Szenen aus Der Thron der Welt gründen sich auf seine eigenen Erfahrungen als Falkner, Kletterer und Reisender.

Eigene Meinung:
Die Geschichte ist absolut fesselnd! Selten konnte ich so in eine Erzählung versinken, dass ich alles um mich herum vergaß. Die Protagonisten, vor allem Wayland und Syth, wurden für mich wie Freunde und nach beinahe 1000 Seiten war es sehr schwer sie gehen zu lassen. Ich hoffe es wird einen zweiten Teil geben in dem ich die beiden wieder sehe.
Die Personen wirken lebendig und haben alle unterschiedliche Gründe warum sie an dieser Reise teilnehmen. Es war spannend im Laufe der Geschichte zu entdecken was die einzelnen Personen mit dieser Reise bezwecken wollen. Besonders Wayland hat mich dabei überrascht.
Die Beschreibungen zum Thema Falknerei fand ich sehr interessant und da der Autor selbst Falkner ist dürften diese auch der Realität entsprechen.
Insgesamt ist das Buch doch sehr blutig, was natürlich bei einem historischen Roman der in dieser Zeit spielt auch dazugehört, da es damals viele kriegerische Stämme, wie z.B. die Wikinger gab, die nicht besonders zimperlich mit ihren Opfern umgingen.
Es kommen einige Begriffe vor, die ich erst einmal nachschlagen musste (wie Waräger, Seldschuken, Rus). Dabei handelt es sich um historische Bezeichnungen, aus dem 11. Jahrhundert. Es war spannend zu lesen wie die Menschen in den unterschiedlichen Ländern auf die Reisegruppe reagieren. Bei einer Reise durch ganz Europa begegnet man dabei natürlich so einigen Völkern.
Mitgefiebert habe ich besonders bei der Jagd auf die Gerfalken, hoch im Norden und später auch beim Wettkampf gegen den Gegner, da dies schließlich der Hauptgrund war warum sie auf die Reise gingen.
Gestört und negativ aufgefallen sind mir jedoch einige Tippfehler.
Wer Abenteuergeschichten gerne mag und sich auch für historische Hintergründe interessiert, dem würde ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.
Alles in allem ist dieses Werk dem Autor Robert Lyndon wirklich sehr gut gelungen.


Am Horizont das rote Land: Roman
Am Horizont das rote Land: Roman
von Kylie Fitzpatrick
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Horizont das rote Land, 21. Dezember 2012
Inhalt:
Als die junge Irin Rhia 1840 nach London kommt, stirbt kurz nach ihrer Ankunft ihr einziger Verwandter in der Großstadt. Sie glaubt nicht an seinen Selbstmord und beginnt, Fragen zu stellen. Damit sticht sie in ein Wespennest.
Man verurteilt sie wegen Diebstahls und schickt sie auf einem Gefangenenschiff nach Australien. Wer hat ihr das angetan? Obwohl alle Hoffnung verloren scheint, gibt es einen Mann, der um Rhia kämpft. Reicht seine Liebe bis ans andere Ende der Welt?

Autorin:
Kylie Fitzpatrick wurde 1964 in Kopenhagen geboren und wuchs in Australien auf. Sie arbeitete für Spiel- und Dokumentarfilmproduktionen in England und Los Angeles und lebt heute als freie Drehbuchautorin in Bristol.

Eigene Meinung:
Das Cover: Der Rahmen, das Pflanzenblatt links oben, sowie der Titel glänzen und auch das Motiv ist schön, jedoch finde ich dass es nicht besonders gut zum Inhalt des Buches passt. Der Buchrücken ist nicht besonders stabil, umso mehr hat es mich überrascht dass er beim Lesen nicht knickt, was im Regal immer etwas unschön aussieht.
Rhia ist die Tochter eines Tuchhändlers. Sie ist eine sehr eigenwillige junge Frau. Während des Lesens wurde sie mir immer sympathischer und vor allem ihre rebellische Art gefällt mir. So zeigt sie z.B. ihrem Vater, der sie mit einem Kaufmann verheiraten möchte, dass sie nicht wie Ware behandelt werden will.
Der Leser merkt im Laufe der Erzählung wie sie sich verändert und sie London mit ihren Augen anders zu sehen beginnt .
Das Buch ist in 66 Kapitel unterteilt die nicht besonders lang sind, was ich als angenehm empfinde da man nicht mitten in einem ellenlangen Kapitel abbrechen muss um sich mal eben kurz etwas zu trinken zu holen und ich das gerne am Ende eines Kapitel tue.
Die Kapitel tragen Überschriften wie „Paisley“, „Bordeauxrot“oder auch „Kreuzstich“. Die Überschriften spiegeln den Inhalt des Textes wieder, in dem es immer wieder um Farben und Stoffe geht.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, ich konnte mir alles bildlich vorstellen und richtig in die Geschichte eintauchen. Ich habe mich gefühlt als wäre ich mit Rhia und den anderen auf dem Schiff, konnte das salzige Meerwasser schmecken und riechen und spürte die Bewegung der Wellen unter mir.
Die damaligen Standesunterschiede und auch die den Männern etwas untergeordnete Rolle der Frauen werden im Buch deutlich.
Gut gefallen hat mir außerdem, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. So gab es vom Jahre 1788, bis in die 1850-er Jahre eine Menge britischer Häftlinge die übers Meer in die „Sträflingskolonie Australien“ gebracht wurden. Den Quilt, der von den Frauen auf dem Gefangenenschiff im Buch genäht wird, gibt es wirklich. Er befindet sich heute in der „National Gallery of Australia“ in Canberra (Australien).
Die Beschreibungen über die photogene Zeichnung, die tatsächlich zu diesem Zeitraum ihren Beginn fand, sind authentisch, sowie auch die Reaktionen der Menschen darüber. Auch die Ereignisse um die Droge Opium entsprechen der Wahrheit.


Elsas Küche: Roman
Elsas Küche: Roman
von Marc Fitten
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Elsas Küche, 27. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Elsas Küche: Roman (Taschenbuch)
Elsas Küche

Inhalt:
Die ›Tulpe‹, das einzige gehobene Restaurant in Delibab, ist ein voller Erfolg. Elsa, die Chefin, genießt gesellschaftliches Ansehen und finanzielle Sicherheit, am Abend liegen ihr die Gäste zu Füßen, nachts teilt sie das Bett mit einem Liebhaber.
Und dennoch: Glück schmeckt anders. Elsa beschließt, sich um die ›Silberne Suppenkelle‹, die höchste gastronomische Auszeichnung Ungarns zu bemühen. Auf dem Weg zur Starköchin jedoch kommt ihr allerhand in die Quere: eine junge talentierte Konditorin, eine Bande kleiner Roma-Kinder und vor allem der hochanspruchsvolle Gaumen eines einsamen Restaurantkritikers ...
Elsa träumt davon, aus den Zutaten des Lebens ein feineres Gericht zu erschaffen. Fingerspitzengefühl ist dabei jedoch nicht immer ihre Stärke. Und so schmeckt das Leben mitunter bitter - bis sie begreift, dass das, was wir haben, manchmal schon das Glück ist.
Der Autor:
Marc Fitten wurde am 23. Mai 1974 in Brooklyn geboren und wuchs in der Bronx auf. Seine Eltern sind Immigranten aus Panama. 1993 entschied er sich, nach Europa zu ziehen und lebte bis 1998 in Ungarn, bis er wieder in die USA zurückkehrte. Er publizierte in verschiedenen amerikanischen Zeitschriften, u.a. eine Kolumne im Esquire. Die Georgia State University gewährte ihm das Paul Bowles Fellowship For Fiction. Derzeit ist er Herausgeber der Chattahoochee Review, Atlantas ältestem literarischen Magazin. Sein erster Roman, ›Valerias letztes Gefecht‹ erscheint im Mai 2009 gleichzeitig in USA, Großbritannien und Deutschland und wurde in zahlreiche weitere Länder verkauft. Heute lebt er mit seiner Familie in Atlanta.

Eigene Meinung:
Von der Leseprobe war ich sehr begeistert, doch das hielt leider nicht lange an. Auch weiß ich nicht in welche Kategorie man es einordnen könnte. Auf der Buchrückseite wird die Geschichte als „Komödie“ bezeichnet, doch lachen konnte ich an keiner Stelle des Buches. Die Protagonistin wurde mir immer unsympatischer und in einigen Situationen konnte ich ihre Gedankengänge und Handlungen nicht nachvollziehen, machten mich sogar wütend. Die Beschreibungen der Gerichte machten Appetit, aber das war auch schon das einzig besondere an diesem Buch. Insgesamt wirkte es auf mich etwas traurig und deprimierend.
Nach Beenden des Buches hatte ich das Gefühl, dass der Autor die Handlung nicht richtig durchdacht hat und einfach nur drauflos geschrieben hat. Als wäre ihm schon nach einigen Seiten die Lust die Erzählung zu schreiben vergangen.


Der Himmel ist ein Fluss
Der Himmel ist ein Fluss
von Anna Kaleri
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Himmel ist ein Fluss, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist ein Fluss (Gebundene Ausgabe)
Der Himmel ist ein Fluss

Autorin:
Anna Kaleri wurde 1974 im Ostharz geboren. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2002 arbeitet sie als freie Autorin und Journalistin. "Der Himmel ist ein Fluss" ist ihr drittes Buch. Anna Kaleri lebt mit ihrer Familie in Leipzig.

Inhalt:
„Meine masurische Großmutter konnte ich nicht kennen, weil sie im Januar 1945 erschossen wurde. Ich habe nie ein Foto gesehen, lange wusste ich nicht einmal ihren Vornamen. Es gibt keinen Kirchenbucheintrag, keinen Grabstein. Es ist, als hätte es sie nicht gegeben.“
Minna ist eine junge masurische Landarbeiterin, die den anderen hochmütig erscheint, weil sie davon träumt, der Enge des Dorflebens zu entkommen. Eines Tages, noch vor dem Krieg, lernt sie auf einem ihrer Streifzüge durch die Wälder den Vogelkundler Gwidon kennen. Er ist polnisch, katholisch und verheiratet. Trotzdem üben die beiden aufeinander eine immer stärker werdende Faszination aus.
Um dauerhaft in seiner Nähe zu sein, zieht Minna schließlich nach Allenstein, wo Gwidon lebt, und nimmt dort eine Stelle als Kindermädchen an. Wieder beginnen die beiden, sich heimlich zu treffen: in verlassenen Gärten am wilden Ufer der Alle. Sie begeben sich dabei in große Gefahr, denn die Liebe zwischen einer Deutschen und einem Polen ist zu diesen Zeiten unmöglich…
Anna Kaleri erzählt eine tragische Liebesgeschichte, wie sie sich zugetragen haben könnte. Sie beleuchtet damit ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte und erschafft zugleich eine berührende Romanfigur.

Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist wunderschön. Ich konnte mir beim Lesen der Geschichte alles sehr gut vorstellen und mich richtig in die Geschichte vertiefen, welche ich in einem Rutsch weggelesen habe.
Von der Geschichte selbst war ich sehr überrascht, da ich etwas anderes erwartet habe. Mir kam es so vor, als wären die beiden kaum nachdem sie sich kennen gelernt haben schon wieder voneinander getrennt worden. Das Buch handelt hauptsächlich von der Straftat die Minna und Gwidon begehen und wie Minna ihre Zeit im Gefängnis absitzt. Ich hätte sehr gerne mehr über die Liebe der beiden gelesen, doch leider war der Großteil der Geschichte sehr traurig. Auch war mir der Verlauf der Erzählung manchmal etwas zu sprunghaft, was mich an einigen Stellen etwas irritiert hat.
Sehr schön sind die kurzen Berichte der Autorin am Anfang jedes Buchabschnitts.

Fazit:
Ein ergreifendes und sehr schön geschriebenes Buch. Ich vergebe vier Sterne.


Goldmacher
Goldmacher
von Gisela Stelly
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel zu kurz!, 2. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Goldmacher (Gebundene Ausgabe)
Stelly, Gisela: Goldmacher
Arche Verlag

Information zur Autorin:
Die Schriftstellerin, Filmerin und Autorin Gisela Stelly ist im Berlin der fünfziger und sechziger Jahre aufgewachsen, hat Anfang der siebziger Jahre für Die Zeit (Redaktion Modernes Leben) geschrieben, in den siebziger und achtziger Jahren Dokumentar- und Spielfilme gedreht (Drehbuch und Regie), Anfang der neunziger Jahre ihren ersten Roman veröffentlicht und war von 1972 bis 1992 mit Rudolf Augstein verheiratet. Gisela Stelly Augstein lebt in Hamburg und in Berlin.

Kurzbeschreibung:
1924: Ein Jahr nach der Großen Inflation kommen Franz und Anton zur Welt, der eine in München, der andere nahe Hannover. In dieser Zeit, in der die Verheißung, die Wunden des Ersten Weltkriegs durch ein Wunder zu heilen, auf einen immer fruchtbareren Boden fällt, werden ihre Familien schicksalhaft durch einen veritablen Goldmacher verbunden.
Franz, Sohn eines Bankiers, wächst im Dunstkreis vom Wunderglauben und Okkultismus des Dritten Reichs auf, während Anton, Sohn eines Papierfabrikanten, durch den Bankrott des Vaters infolge des Goldmacherbetrugs von der Mutter lernt, im Wunderglauben die Werke des Teufels zu erkennen. In kindlichem Allmachtsgefühl schwört Anton, Franz durch die Wahrheit zu vernichten. In der Hitlerjugend treffen sie aufeinander, der aufklärungsbesessene Bücherwurm Anton Bluhm und der wettkämpferische Wunderweltenbauer Franz Münzer. Es ist der Beginn einer lebenslangen Freundschaft voller Ambivalenzen und Rivalitäten, voll von Liebesbegehren und familiären Brüchen und Aufbrüchen in Zeiten der Beschleunigung und der Lust auf Leben .
Gisela Stelly erzählt die Geschichte zweier Familien und
einer Freundschaft, erzählt von der Sucht und der Sehnsucht nach Liebe, Freundschaft, Geld und Macht.

Eigene Meinung:
Die Autorin verknüpft hier die Geschichte zweier Familien, den Bluhms und den Münzers, mit aktuellen politischen Ereignissen. Diese Verknüpfung gelingt ihr sehr gut, jedoch erschienen mir die knapp über 400 Seiten als nicht ausreichend um alles detailliert zu schildern und um sich komplett in die Erzählung vertiefen zu können. Ich finde dies sehr schade, da mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen hat und die Geschichte wirklich toll war. Gisela Stelly hat ihr Potential meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft, daraus hätte man noch so viel mehr machen können. Besser hätte es mir gefällen, wenn die vier Kapitel auf vier Bücher aufgeteilt worden wären. Aus dieser Geschichte hätte eine tolle Tetralogie werden können. Es kam mir vor als wären die Ereignisse, die komplette Erzählung und das Leben der zwei Protagonisten nur so an mir vorbeigeflogen. Ein großes Ereignis reihte sich an das nächste, es war wie ein einziges, rießiges Feuerwerk. Mir fehlte etwas Ruhe und Tiefgang dabei.
Der Schutzumschlag ist schön gestaltet. Man sieht darauf kleine Goldstücken, welche sich auf den Titel und natürlich auch auf den Inhalt beziehen, denn dabei geht es ja auch um Gold. Im Hintergrund sieht man dicke Wolken in Weiss und verschiedenen Grautönen. Diese könnten für die guten, sowie auch die schlechten Zeiten stehen, die die beiden Familien in diesem Buch erleben. Die ersten und letzten Seiten enthalten jeweils einen Stammbaum der Familien Bluhm und Münzer. Dieses Detail gefällt mir besonders gut. Man bekommt dadurch einen besseren Überblick über die Verbindungen in den Familien. Durch die Handschrift wirkt es persönlicher, individueller und einfach nur liebevoll gestaltet.

Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, doch leider viel zu kurz. Das ist wirklich schade! Darum vergebe ich nur 3 Sterne.


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