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Beiträge von Santa Claws
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Rezensionen verfasst von
Santa Claws (Rheinland-Pfalz, Deutschland)

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Ghosts and Ballyhoo: Memoirs of a Failed L.A. Music Journalist
Ghosts and Ballyhoo: Memoirs of a Failed L.A. Music Journalist
von Thomas Wictor
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,52

5.0 von 5 Sternen Für Bassisten und Flammenwerfer-Experten ein Augenöffner, 11. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zur Info: Thomas Wictor, seines Zeichens Bassist, Musikjournalist, Fan von Scott Thunes (ehemaliger Bassist von Frank Zappa und in gewisser Weise Co-Autor dieses Buches) und Ray Shulman (Gentle Giant), hat nach eigenem Ermessen auf ganzer Linie versagt: in seinem Job und privat, vor allem was seine Beziehungen anbelangt. Schlechtes Karma? Vielleicht. Was jedoch im Mittelpunkt steht, ist die Tatsache, dass gerade in Los Angeles das Musikgeschäft erbarmungslos, ungerecht, selbstgerecht und absolut musikerfeindlich ist. Sachverstand und eine Veranlagung, nett und verbindlich zu sein, rächen sich bitter. Selbst sein zeitweiliger Abschied aus der Musikszene und die Hinwendung zu einem so abwegigen Thema wie die Flammenwerfer im 1. Weltkrieg erweisen sich als Sackgasse, in der finstere Typen lauern. Und wer sich im Internet jemandem anvertraut, ist sowieso rettungslos verloren.

Thomas Wictor beschreibt dies anhand seiner eigenen Memoiren mit trockenem Humor, sehr wenig Selbstmitleid und so detailliert, dass man am Ende glaubt, ihn zu kennen. Als professioneller Versager macht er sich jedenfalls hervorragend, als Schriftsteller noch besser. Unbedingt empfehlenswert für alle, die es in L.A. schaffen wollen. Ihr werdet euch noch umschauen!


Bettie Page Spielkarten Olivia
Bettie Page Spielkarten Olivia
Wird angeboten von Camiseto
Preis: EUR 6,37

5.0 von 5 Sternen Bettie Page at her best, 24. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bettie Page Spielkarten Olivia (Spielzeug)
Die Lieferung hat zwar ewig gedauert, aber das Warten hat sich gelohnt. Die Künstlerin hat Pinup-Legende Bettie Page perfekt und absolut heiß in Szene gesetzt. Jede Spielkarte von der 2 bis zum As ist künstlerisch gestaltet. Eigentlich fast zu schade, um damit zu pokern.


The Grifter's Hymnal
The Grifter's Hymnal
Preis: EUR 19,83

5.0 von 5 Sternen Grandioser Trip ins amerikanische Hinterland, 3. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grifter's Hymnal (Audio CD)
Einfachheit sei die höchste Stufe der Vollendung, soll Leo da Vinci mal gesagt haben. Demnach ist Ray Wylie Hubbard der Vollendung mit seinem Album The Grifter's Hymnal schon sehr nahe gekommen. Kein Ton, kein Akkord zu viel, der die Songs stören könnte, die von einer großartigen Mischung aus Blues, Folk, Rock und Country geprägt sind. Trockener Humor, Melancholie aber auch Energie prägen die Lieder, die den Hörer auf eine Reise quer durch die amerikanische Seele schicken.

Meine Anspieltipps: New Year's Eve at the Gates of Hell, Count My Blessings, Mother Blues. Aber eigentlich sind alle Songs stark.


Eleven,Eleven
Eleven,Eleven
Preis: EUR 14,47

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roots Rock, der unter die Haut geht, 27. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eleven,Eleven (Audio CD)
Ok, ich geb's zu: Die TV-Serie Justified hat mich zu Dave Alvin geführt, genauer gesagt der Song "Harlan County Line". Als Opener des Albums stimmt er perfekt auf das ein, was danach folgt. Unaufgeregter aber dennoch emotionaler Roots Rock, mit Gänsehautmomenten und trockenem Humor. Dave Alvin gelingt es mit jedem Song, ein Szenario im Kopf des Hörers entstehen zu lassen: Die einsame Landstraße bei "Harlan County Line", die verrauchte Atmosphäre im Backstage-Bereich eines Blues Clubs in "Johnny Ace is dead", der Boxring in "Run Conejo Run", die Farm in Kalifornien und die gesattelten Pferde in "Murietta's Head" usw. Keine billige Effekthascherei oder Geklimber auf der Gitarre, jeder einzelne Ton da wo er hingehört, und nicht mehr als für den jeweiligen Song gebraucht wird.

Meine Anspieltipps außer "Harlan County Line": "Run Conejo Run" (energisch perkussiv), "Black Rose of Texas" (schöne Ballade) und "Johnny Ace is Dead". Aber eigentlich ist jeder Song klasse. Wer auf Americana und/oder Roots Rock steht, hat hier die Chance, die ausgetretenen Pfade ein wenig zu verlassen und sich auf eine musikalische Reise ins amerikanische Hinterland zu begeben.


Nürnberg - Im Namen der Menschlichkeit [2 DVDs]
Nürnberg - Im Namen der Menschlichkeit [2 DVDs]
DVD ~ Jill Hennessy
Preis: EUR 18,99

4.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema, mit kleinen Schwächen umgesetzt, 22. Januar 2014
Die Geschichte des Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozesses dürfte bekannt sein. Der TV-Mehrteiler bereitet das Thema dramaturgisch gelungen auf und beleuchtet anhand von Einzelschicksalen gut die Selbstverleugnungstaktiken der angeklagten Nazi-Verbrecher. Allen voran brilliert Brian Cox in der Rolle von Hermann Göring. Für seine schauspielerische Leistung erhielt Cox zu Recht einen Emmy. Herbert Knaups Leistung als Albert Speer verblasst daneben deutlich, zumal die Rolle zu sehr analog der Mär vom "guten" Nazi angelegt ist. Ebenso füllt Alec Baldwin seine zentrale Rolle als Chefankläger eher mäßig aus, zumal die Liebesgeschichte vollkommen überflüssig ist. Dafür sind andere Nebenrollen hervorragend besetzt und auch die Dialoge sind pointiert und exzellent. Der zentrale Satz kommt von dem Psychologen, der die Angeklagten betreut und der sich auf die Suche nach der Ursache des Bösen begeben hatte: Das Böse ist die Abwesenheit von Mitgefühl, etwas das alle Angeklagten gemeinsam haben.

Vieles in dem Mehrteiler erinnert an den Klassiker "Das Urteil von Nürnberg". Während dieser seine Authentizität aus den Originalaufnahmen des zerstörten Nürnberg, aber auch der Darstellung der deutschen Bevölkerung bezieht, gründet die Wahrhaftigkeit von "Nuremberg" auf den historischen Ereignissen und Protokollen. Der heimliche Rückzug auf das Argument "Ist ja nur ein Film" zieht hier nicht. Ich empfehle parallel zu beiden Filmen das Buch "Die zweite Schuld" von Ralph Giordano.


Human Remains
Human Remains
Preis: EUR 13,98

5.0 von 5 Sternen Besser spät als nie: Debüt mit Kultfaktor, 3. Januar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Human Remains (Audio CD)
Hell waren für mich DIE Entdeckung auf dem Rock Hard Festival 2012. Normalerweise stehe ich nicht auf theatralische Bühnenshows, pathetische Gesten und Texte über Hölle, Tod und Teufel. Aber irgendwie stimmte die Mischung. Und genau die stimmt auch auf dem Album-Debüt, das mit fast 30 Jahren Verspätung erscheint. Wer jetzt aber 80er-Jahre Nostalgie erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Zwar ist diese fruchtbarste Ära des Heavy Metal im Songwriting immer präsent. Doch Hell waren damals ihrer Zeit voraus und klingen deshalb heute absolut frisch und unverbraucht. Die Produktion ist Andy-Sneap-typisch glasklar und transparent, was bei den ausgefeilten Riffs und Hooks auch absolut notwendig ist. Von "überproduziert" überhaupt keine Spur. Die ausgedehnten Song-Intros, die vereinzelt kritisiert werden, lassen das Album IMHO wie aus einem Guss erscheinen. Am sehr theatralischen - und technisch einwandfreien - Gesang mögen sich die Geister scheiden. Ich persönlich komme aber mit der Stimme von David Bower deutlich besser klar als mit der von King Diamond. Der (und seine Ex-Band Merciful Fate) ist im übrigen die Referenz für Hell - und da schneiden die Briten keineswegs schlechter ab. Und wer Texte über Satan, die Pest oder Macbeth mit der nötigen ironischen Distanz über sich ergehen lassen kann, wird mit diesem Album viel und lange Spaß haben. Auch nach dem 10. Hören konnte ich keine Abnutzungsspuren entdecken.


Furiosity (Dig)
Furiosity (Dig)
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht dem Albumtitel alle Ehre, 26. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: Furiosity (Dig) (Audio CD)
Als Furios kann man das Monster Truck-Album durchaus bezeichnen. Fette, rifforientierte Gitarren, eine mächtige Schweineorgel, pumpender Bass, straighte Drums und aggressive aber stets melodische Vocals sind die Grundzutaten dieses Hammeralbums. Der Sound ist modern und wuchtig, dabei aber stets transparent. Dazu mehr als nur eine Prise Blues und Rock und fertig ist der Hard Rock Geheimtipp der Saison. Retro ist ja momentan schwer angesagt, gerät aber bereits wieder ins Kreuzfeuer der Kritik, weil viele Bands sich zu offensichtlich an ihre 70s-Vorbilder anhängen, statt ihr eigenes Ding zu machen. Wenn Monster Truck in dieser Hinsicht ein Vorwurf zu machen ist, dann der, dass sie den Spiritual Beggars zu deren Glanzzeiten sehr ähnlich sind.

Meiner Meinung nach kommen Monster Truck trotz des Bandnamens deutlich leichtfüßiger und auch atmosphärisch abwechslungsreicher daher als ihre skandinavischen Vorgänger. Meine persönlichen Anspieltipps: "Sweet Mountain River", "Boogie" und "My Love is True". Für Fans klassischen Hard Rocks, der seine Blueswurzeln nicht verleugnet, absolut empfehlenswert!


American Trash
American Trash
Wird angeboten von apesound
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Staub, Dreck und Motoröl, 12. Juni 2013
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Rezension bezieht sich auf: American Trash (Audio CD)
Gaggle of Cocks kennt hierzulande leider keine Sau, höchstens Fans der Reality-TV-Sendung "Dog - der Kopfgeldjäger" dürften die dreckigen Rock-Klänge des New Yorker Power-Trios bekannt sein. Aber wer Heavy Rock in seiner rohen ungeschliffenen Fassung liebt, sollte sich von dem gewöhnungsbedürftigen Namen nicht abschrecken lassen und GOC unbedingt ein Ohr leihen. Fans von Black Label Society oder Down dürften hier auf ihre Kosten kommen. Anspiel-Tipp: King Mr. Porno Cock, bei dem der Bass des ex-Widowmaker-Tieftöners Freddy Villano so richtig grollen darf.


Venomous Rat Regeneration Vendor
Venomous Rat Regeneration Vendor
Preis: EUR 7,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide, bewährte, bekannte Rob Zombie Trademarks, 8. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Venomous Rat Regeneration Vendor (Audio CD)
Eines muss man Rob Zombie lassen: Was er macht, macht er gut. Das neue Album rockt gut nach vorn, das Sleeve-Design ist mal wieder erste Sahne und Fans werden garantiert nicht durch Unvorhergesehenes aus der Bahn geworfen. Alle Trademarks von Mädchen mit Vorliebe für Untote, völligen Nonsens-Texte, Samples aus alten Horrorstreifen, Industrialklänge bis zu den typischen 3-Akkorde-Riffs sind vorhanden. Nur einmal habe ich beim Zuhören gestutzt und musste dann erst mal in die Songliste schauen: Ah ja, die Coverversion "We're an American Band" wo - zwar immer noch im traditionellen Rock-Rahmen - aber immerhin tatsächlich ein paar Akkordwechsel vorkamen, die für Zombie-Verhältnisse geradezu inflationär waren. Nach mehrmaligem Hören gingen mir einige dieser bewährten Trademarks dann doch ein bisschen auf den Keks, zu offensichtlich hat Rob sich da selbst kopiert.

Im Prinzip kann man sowieso sagen, dass Rob die ersten beiden Alben seiner Solokarriere immer wieder unter neuem Titel aufnimmt und auf den Markt wirft. Um Rob Zombie kennenzulernen, ist dieses Album gut geeignet. Wer sich indes Innovation erhofft, kann es getrost links liegen lassen. Seine musikalische Kreativität ist halt leider etwas begrenzt, aber Spaß macht das Album trotzdem.


A Hard Day's Night - The Beatles. Die einzige autorisierte Biographie. Update 2002
A Hard Day's Night - The Beatles. Die einzige autorisierte Biographie. Update 2002
von Hunter Davies
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Nostalgie-Trip, nicht ohne Wermutstropfen, 3. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Teenie habe ich die Beatles-Biografie von Davies verschlungen. Das Exemplar der Warendorfer Stadtbücherei befand sich streckenweise öfter auf meinem Nachttisch als im Büchereiregal. Und das, obwohl die Band zu der Zeit schon seit über 10 Jahren nicht mehr existierte. Da ich die Musik der Beatles nach wie vor liebe, habe ich mir - zugegeben auch aus nostalgischen Gründen - jetzt das Update von 2002 gekauft. Nach der etwas langen Einleitung stellte sich auch sogleich das Gefühl der Vertrautheit ein.

Doch etwas war anders. Viele "Fakten" von damals scheinen in späteren Biografien, die mit größerer persönlicher Distanz des jeweiligen Autors entstanden, korrigiert worden zu sein. Zumindest in der deutschen Übersetzung liest sich der Sprachduktus von Davies zudem streckenweise recht naiv. Was damals die sicher tiefschürfendste Biografie der Band war, wirkt heute teilweise recht oberflächlich. Auf die Songs wird nur selten eingegangen, vielmehr liegt ein starker Fokus auf dem Alltag der Beatles, inklusive einiger Trivia, die heute irgendwie nicht mehr relevant erscheinen. Dabei ist mir allerdings bewusst, dass nicht die best agers von 2013 die Zielgruppe des Autors sind, sondern die Fans von 1966.

Als Zeitdokument und auch als Einstieg in die Welt der Beatles ist das Buch nach wie vor hochinteressant, aber was den Informationsgehalt anbelangt, sollte man nicht die Enthüllung der absoluten Wahrheit über die Fab Four erwarten, auch wenn dies durch den Untertitel "Die einzig autorisierte Biographie" suggeriert wird.


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