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Persönliches Profil

Beiträge von Dimitar Stoykow
Top-Rezensenten Rang: 24.117
Hilfreiche Bewertungen: 699

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Rezensionen verfasst von
Dimitar Stoykow "frododendron" (Görlitz)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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VOX amPlug-2 Bass | Gitarren-Kopfhörervorverstärker | NEU
VOX amPlug-2 Bass | Gitarren-Kopfhörervorverstärker | NEU
Wird angeboten von japanese samurai sell
Preis: EUR 38,50

5.0 von 5 Sternen Hammer, 28. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bin begeistert.
Spiele einen aktiven 5-Saiter. Sound kommt satt, über den Fox.
Eingang für den MP3-Player ist vorhanden (Klinke) und dann gibt es noch Rythmusfunktionen (naja, aber die sind nicht so der Bringer, aber an sich als Idee ganz nett, da wäre mehr drin gewesen. Rythmus-Editor vllt.?)
Verarbeitung ist gut. Ich nutze das Teil nun schon 6 Monate, und alle ist heil und nix ist ausgenuddelt.

Fazit:
Perfekt zum Um-23-Uhr-Bass-spielen-während-die-Frau-Bollywoodfilme-guckt und zum Silent-but-Jamming-Bass-Ninjutsu! ^^


Ridge Skateboards Big Brother Nickel Mini Cruiser Board Skateboard, komplett, 69cm
Ridge Skateboards Big Brother Nickel Mini Cruiser Board Skateboard, komplett, 69cm
Preis: EUR 54,07

5.0 von 5 Sternen Leider kein Hoverboard ..., 28. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... aber trotzdem genial.
Ich bin beim Skaten ja blutiger Anfänger (mit 38), aber bin früher Snowboard gefahren. Das ist aber nun schon 15 Jahre her, also hab ich mir mal gedacht, bevor die große 40 kommt, probier ich's mal, mit dem Skaten. Nun. Ich lebe noch. Das Board übrigens auch.

Das Material ist ja nun mal Plastik, aber das Board ist dafür echt leicht.
Die Rollen sind jetzt keine Highspeed-Rollen, ich glaube es sind 7er Lager(?), aber für das Cruisen in der Stadt völlig ausreichend.
Die Achsen waren für mich persönlich zu weich voreingestellt (aber ich wiege auch 82 kg) aber das ließ sich beheben, nachdem mir ein paar Jungs vom Parkplatz nebenan geholfen haben. Seitdem sind ganz paar Stunden vergangen und ich habe echt Spaß mit dem Board.

Einziger Wermutstopfen:
Plastik ist halt glatt. Ich habe auf dem Deck überhaupt keinen Grip. Mit den passenden Schuhen ist das halbwegs zu händeln, aber es ist halt kein Schleifpapier. Falls da wer einen Tipp hat, wie man den Grip auf dem Deck erhöhen kann, ohne es kaputt zu machen, wäre ich wirklich dankbar dafür. ;)

Tja, gutes Teil, das Penny Board. Für den Preis allemal. Mein Sohn ist schon ganz scharf drauf. Dann muss wohl noch ein zweites her. ^^


Ultrasport Damen Inlineskates U-Turn, Schwarz/Türkis, 40, 320000000040
Ultrasport Damen Inlineskates U-Turn, Schwarz/Türkis, 40, 320000000040
Preis: EUR 69,99

4.0 von 5 Sternen Meine Frau liebt sie ..., 28. Oktober 2015
... diese Rollerblades. Passen perfekt, die Verabeitung ist für den Preis sehr gut. Das Einzige, das ein bisschen fummelig ist, ist die Plastik-"Ratsche". Schöne Teile, ich werde die Rezension noch mal ergänzen, wenn sie zwei-drei Monate in Benutzung sind. Aber so far so top. ^^


Parkour & Freerunning: Entdecke deine Möglichkeiten!
Parkour & Freerunning: Entdecke deine Möglichkeiten!
von Jan Witfeld
  Broschiert
Preis: EUR 22,95

5.0 von 5 Sternen Bin begeistert, was für ein Buch!, 28. Oktober 2015
Nach langjähriger Trainertätigkeit (allerdings nicht Parkour, sondern eine gewisse koreanische Kampfsportart) und vielen, vielen Stunden Fortbildungen und Sporttheorie muss ich wirklich sagen, das Buch hätte ich mir für Taekwondo, Canne, Langes Schwert und einigem mehr gewünscht. Didaktisch wirklich, wirklich sehr gut und das beste so weit, dass ich bisher in Sachen Parkour gelesen habe (nur der Fairness halber, ich habe erst 4 davon, dieses ist das fünfte). Die Geschichte und auch die graphischen Zusammenfassungen sind sehr anschaunlich dargestellt, die Sporttheorie danach für mich zur Vermittlung sehr, sehr gut. Ich finde die didaktische Aufbereitung der Übungen mit Vorbereitung, verschiedenen Lern-(nicht Lehr ^^)-methoden, Fehlererfassung, -ursachen sowie -behebung großartig und musste in der Vergangenheit - gerade in Bezug auf Taekwondo sowas selbst ausarbeiten, hier ist es dabei.

Die einzige Kritik:
Die Fotos. Naja, die Fotos sind nicht wirklich immer aussagekräftig, ich komme klar damit, aber (ich habe es getestet) andere nicht zwangsläufig. Da hätte ich mir wirklich eine Reduzierung gewünscht mit einer Akzentuierung der wichtigen Punkte. Aber, auch ein Buch ist ja nicht immer fix. Vllt. kommt das ja noch in der nächsten Auflage.

Freerunning:
Ich gebe zu, der Part Freerunnig interssiert mich persönlich nicht so, weil ich Parkour an sich als den Weg sehe, der mir liegt, aber dennoch ist er sehr informativ und rundet das Buch ab. Und was mir nicht taugt, muss ja nicht stellvertretend für Alle stehen.

Fazit:
Großartiges Buch mit sehr gut strukturiertem Inhalt, viel, viel Sport-Knowhow (bin wirklich beeindruckt, tatsächlich gab es sogar zwei-drei Fakten, die ich anders gelernt habe, aber die Forschung schläft ja nicht ^^) und wirklich guter didaktischer Aufbereitung. Wer es ernst meint mit dem Parkour, hat damit eine wirklich umfassende Parkour/Freerunning-Bibel in der Hand. Top!


(Scott Pilgrim's Precious Little Boxset) By Bryan Lee O'Malley (Author) Paperback on (Nov , 2010)
(Scott Pilgrim's Precious Little Boxset) By Bryan Lee O'Malley (Author) Paperback on (Nov , 2010)
von Bryan Lee O'Malley
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Exactly what the picture shows, 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
One of the most entertaining comics I've ever read, printed on 6 fine paperback books in a paper wrapper.
The price is unbeatable. Thanks Mr O'Malley and Fourth Estate for hours and hours of fun and joy.


Streuner: Roman
Streuner: Roman
von Manuel Charisius
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht Fisch, nicht Fleisch, aber trotzdem recht schmackhaft (3,5 Sterne), 2. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Streuner: Roman (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Kurz und knapp:

Positives:
- schönes Setting (à la Erben der Erde)
- schön geschriebene Passagen mit guten Bildern (erzählerische Bilder sind gemeint)
- interessante Story (als Idee, nicht vom Verlauf her)
- kaum Längen, recht kurzweilig

Negatives:
- teilweise abgedroschene und aufgesetzt wirkende Motive und wenig überraschender Handlungsverlauf
- oftmals wird der Deus ex machina rausgekehrt: "Tataaa... die Kavallerie ist da..."
- obwohl man mit den Figuren durchaus mitfiebert, so bleibt die Geschichte doch etwas blass und wirkt nicht rund
- einige unbefriedigenderweise unabgeschlossene Handlungsfäden

Fazit:
- für die kalte Jahreszeit bestimmt keine falsche Buchwahl
- das Setting ist durchaus erfrischend, allerdings ist die Geschichte teilweise zu hektisch erzählt - da haut was mit der Dynamik nicht hin - und die Motivationen der Charaktere sind teilweise an den Haaren herbeigezogen
- wirkt an manchen Stellen unfertig und auch die oftmals durchblitzende (Vor)Geschichte wirkt immer ein bißchen wie zum puren Selbstzweck geschrieben
- trotzdem durchaus lesenswert, es gibt viiiiel weniger gute Bücher auf dem Markt
- macht auf alle Fälle Lust auf mehr

Diese Rezension, oder eher stichpunktartige Nennung von subjektiv-objektiven Fakten erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültig- und Vollständigkeit ^^


The Book of Eli
The Book of Eli
DVD ~ Gary Oldman
Preis: EUR 5,55

403 von 472 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Sache des Blickwinkels und der eigenen (Vor-)Eingenommenheit., 2. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Book of Eli (DVD)
Hallo liebe Leser und potentielle Käufer,

zu allererst: ich finde den Film gut. Tolle Optik, gute Hauptdarsteller, universelle Geschichte, überraschend angemessender Schluß.
Natürlich handelt es sich wieder um eine subjektiv objektive Meinung, nichts für ungut.

Erwartung:

Als ich vor Monaten den Trailer zu TBoE gesehen habe, dachte ich nur: "Den Film musst Du sehen, endlich mal wieder ein Kinofilm mit dem Thema Postapokalypse."
So weit, so gut, leider lief der Film nicht im Kino bei uns und so musste ich auf die Erscheinung der DVD warten. Zwischendurch hatte ich den Film ganz vergessen und - und jetzt kommt das eigentlich Wichtige an der Vorgeschichte - ich hat so GAR KEINE Erwartungen an den Film. Ich habe mir weder Making-ofs angeschaut noch irgendetwas zur Handlung durchgelesen. Ich wusste nur Gary Oldman und Denzel Washington spielen mit. Ich hatte keine Ahnung um welches Buch, welchen Helden, welche Geschichte es geht.

Optischer Eindruck:

Die DVD musste also nach dem Erscheinen her. Der große Tag kam und mit ihm die DVD: Kinoabend zu Hause auf dem Sofa.
Ja nun, was soll ich sagen. Der erste Eindruck - optischerweise - war: "Gut gemacht, Jungs." Endlich mal wieder ein schlüssiges Konzept, wo die Optik die Geschichte bedient und nicht nur Mittel zum Selbstzweck ist; passt, wie die Faust auf's Auge. Die Landschaft, die Kamerawinkel, die Art und Weise der Erzählung und die damit einhergehende Kohärenz von Optik, Sound und Geschichte, für mich ein wahrer Augenschmauß. Allein die Eingangsszene, die einen ganz, ganz absichtlich in eine andere Richtung führt. Fallout, blau-grau und düster, kaum Hintergrundgeräusche und dann der Revolver und... na ja, nicht zu viel, sonst würde ich ja vorweg greifen. Jedenfalls geht es danach ganz anders weiter, anders als erwartet (wenn man die Trailer nicht gesehen hat). Der Film bleibt dann auch bis zum Ende seiner Linie treu und mir sind keine Schwächen oder Makel an der so geschaffenen fiktiven Realität aufgefallen. Man spürt die Hitze, kneift automatisch die Augen ein bisschen zu, wenn unsere Protagonisten in das gleißende Sonnenlicht hinaustreten.

Die Extras behaupten zwar, das die Optik was ganz Tolles und Einzigartiges ist und so noch nie dagewesen sei, aber das kann man ruhig unter Hype verbuchen. Natürlich gab es schon andere Filme mit ähnlicher Optik, nehmen wir nur einmal Mad Max, oder die Juggers oder beispielsweise Slipstream (der Film mit Mark 'Luke Skywalker' Hamill). Trotzdem, nach wie vor, tolle visuelle Leistung!

Ballereien und andere Effekte:

Wunderbar gemacht. Ich mag es, wenn sich Effekte demütig der Geschichte unterordnen. Natürlich gibt es das eine oder andere Feuerwerk. Ich würde mir z.B. gut überlegen, mir ein einsam gelegenes Haus in der Wüste zuzulegen, jetzt, da ich den Film gesehen habe. Lieber zahle ich für etwas stabileres mehr, man weiß einfach nie, wer klingeln kommt. Aber, was soll's, Filme dürfen Spezialeffekte haben, und wenn sich diese so schlüssig in den Film einbetten lassen, dann profitiert der Film auch davon.

Schauspieler:

Mein lieber Scholli, das hätte ich nicht gedacht: Denzel Washington als einsamer, wettergegerbter und schweigsamer Suchender und Wanderer. Weniger ist hier eindeutig mehr und so ist sehr ertragreich gewesen, dass die Sprüche und Dialoge dieses Herren bei den Dreharbeiten zusammengestrichen worden sind, wohl von ihm selbst. Ich war ganz erschrocken, als er dann doch sprach. Da sieht man mal wieder bewiesen, was alles nicht unbedingt nötig ist, wenn man andere Mittel nutzen kann. Und das liefert uns eine sehr überzeugende Darstellung von Seiten Herrn D.W. Gestik und Mimik, beide harmonieren fast ausnahmslos mit dem Drumherum und dem, das erzählt werden soll. Ich habe ihm die Rolle abgekauft und mir persönlich hat Herr D.W. eine seiner bisher stärksten Leistungen abgegeben.

Der Gute ist nur so gut, wie der Böse. Hand drauf. Mr. Gary Oldman hat es mal wieder geschafft, mich zu verblüffen. Ich gebe zu, er war auch einer der Gründe, mir diesen Film anzuschauen. Allerdings spielt er den Bösen ' und das ist nur ein Cliché in diesem Film, denn wirklich gut oder böse gibt es nicht, sondern "nur" menschlich ' bravourös. Klug, gebildet, skrupellos, menschlich und seiner eigenen Hybris verfallen. Was will man mehr. Es gab Momente wo ich gehofft habe, dass sich Protagonist und Antagonist am Ende zusammenraufen. Dass das nicht machbar war, war mir zwar klar, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Einfach köstlich: in seiner ersten Szene liest er ein Buch über Mussolini, damit war (mir) alles klar.

Überhaupt ist die Ambivalenz der beiden oben Genannten ein zentrales, wenn auch unterschwelliges Thema der gesamten Geschichte und hat mich die ganze Zeit in ihrem Bann gehabt. Jede Figur in diesem Film hat diese mindestens zwei Facetten. Das hat sehr zur Glaubwürdigkeit beigetragen. Vielen Dank dafür.

Jennifer Beals und Mila Kunis waren in Ordnung. Jennifer Beals kenne ich eigentlich nur aus Flashdance und es war mir ein angenehmes Wiedersehen, sie hat ihre Sache gut gemacht, ich hätte gern etwas mehr von ihr gesehen und von ihrem Charakter erfahren. Dasselbe gilt für Mila Kunis, die sicherlich die meisten von 'Die wilden Siebziger' kennen werden. Sie war stellenweise etwas blass (es geht hier nicht um die Hautfarbe!) neben Herrn D.W., aber sie hat sich redlich bemüht, Schritt zu halten und das ist ihr stellenweise gelungen.

Plot: (Achtung: SPOILER!!!)

Die Grundzüge des Plots sind an sich nichts Neues. Ich sehe Parallelen zu manchem Italo-Western oder manchem Sience-Fiction-Film, gerade den etwas älteren. Was hier jedoch zu sagen ist, ist dass die Geschichte sehr gut umgesetzt wurde. Wir haben hier eine einfach gestrickte Erzählung welche die eine oder andere Tiefgründigkeit durchblicken lässt. Ich behaupte hier sogar, dass uns einiges an Geschichte bzw. Plot vorenthalten worden ist, dass hin und wieder die Akteure unverhofft und teilweise zwar erahnbar aber doch nicht genau nachvollziehbar reagieren, ist ein Indiz dafür, dass hier etwas rausgeschnitten worden ist.

Symbolik: (Achtung: wieder SPOILER)#

Ja, es ist die Bibel, und wisst Ihr was? Es ist mir Wurscht. Ich hätte es zwar besser gefunden, die Leute im unklaren darüber zu lassen, welches religiöse Buch es ist, aber da hätte man so universelle Stellen nehmen müssen, dass es viele nicht verstanden hätten. Egal welches Buch es nun sonst gewesen wäre, immer wären Leute auf die Barrikaden gesprungen und hätten gewettert. Dieser Film ist beileibe keine Predigt. Dass ein Mensch anderen nicht hilft, die in Bedrängnis sind und Gef
ahr laufen, getötet und vergewaltigt zu werden, und das nur um auf seinem Weg zu bleiben, wie er meint, ist keine gute Werbung für eine Religion.
Dass das Buch am Ende erst einmal seinen Platz neben anderen religiösen Büchern findet, finde ich angemessen und ich will mich gar nicht erst darauf einlassen herum zu diskutieren, warum das eine Buch dicker als das andere oder edler gebunden ist. Das können gerne die 'Kirchengelehrten' und Kirchengelehrten übernehmen. Die Aussage des Filmes bleibt dieselbe: Religion hat Macht und man braucht Menschen, um sie zu nutzen.

Was ich wirklich schade finde ist, dass die Bibel in dem DVD-Menü durch das Kreuz klar als solche erkennbar ist. Da hätte ich mir lieber ein blankes Cover gewünscht. Das ist ein unnötiger Vorweggriff. Im Film wurde das Buch ja lange Zeit aus entsprechend günstigen Kamerawinkeln gezeigt, welche kaschierten, dass das Buch die Bibel ist und was wie darin geschrieben steht. Und diese Doppeldeutigkeit der Brailleschrift war einfach fantastisch. Eine wirklich elegante Lösung, welche mich sehr überrascht hat.

Fazit:

Ich kann diesen Film gerne weiterempfehlen. Er hat seine Wahrheiten, er hat seine Clichés, er hat seine Qualitäten und er hat mich die ganze Zeit an die Mattscheibe gefesselt. Ich habe nicht zwangsläufig an das Christentum oder an die Bibel gedacht, sondern war einfach nur erstaunt, wie ähnlich die Prozesse nach dem Niedergang einer Gesellschaft sein müssen und mich gefragt, ob nicht auch der Glaube an die menschliche Vernunft und deren Möglichkeiten, in das Reich der Religionen gehören. Starker Tobak, huiuiui. (*schmunzel*)
Es ist ein guter Film mit einer stark erzählten Geschichte, die zu unterhalten weiß. Die Schauspieler sind gut gecastet, die technichen Möglichkeiten und Effekte bedienen den Film in einer angenehmen und sehr dienlichen Weise, die dem ganzen Filmerlebnis hier allemal zugute kommt.

Bestes Zitat:

'Es hat schon einmal funktioniert!'

Lieben werden ihn:
Leute, die dystopischer Geschichten mögen
Leute, die Italo-Western lieben
Leute, die auch mal einer Geschichte mit stellenweise wenigen Worten folgen mögen
Leute, die kritischen Betrachtungen zum Thema Religion nicht aus dem Weg gehen

Und nun bedanke ich mich für Eure/Ihre Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen und verbleibe mit den Worten von Herrn Robert E. Howard (Autor von 'Conan'): 'Auf Zivilisation folgt stets die Barbarei, welche die natürliche Lebenform des Menschen ist.'*

*Bitte nagelt mich nicht auf den genauen Wortlaut fest.
Kommentar Kommentare (40) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2014 3:01 PM MEST


Franklyn
Franklyn
DVD ~ Eva Green
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 7,11

61 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiegespalten... wie im Film, 31. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Franklyn (DVD)
Ja, nun, zu allererst: Ich hätte gern mehr Punkte gegeben.

Eines vorab: der Film ist in der Tat von der Idee sowie von etlichen Szenen und gerade der Atmosphäre in Meanwhile-City her tatsächlich in diesen Momenten ein kleines Meisterwerk.
Die Eröffnung ist bombastisch, grandios, toll und faszinierend. Und genau da fängt das Problem an... der Film ist einfach nicht rund und er hält leider nicht das, was er verspricht.
Er weckt Erwartungen, die er leider für mich (und nur für mich kann ich hier sprechen) nicht erfüllen konnte.

Pros & Contras

Die Szenen in Meanwhile-City sind einfach fantastisch. Ich wünschte, der ganze Film hätte sich dort abgespielt. Die Atmosphäre ist zum Schneiden. Die Off-Stimme passt super. Die Idee mit den Religionen ist einfach - ich kann es nicht anders sagen - köstlich. Die ganze Ausstattung eigentlich perfekt, mir ist nichts Gegenteiliges aufgefallen. Auch der dezente Einsatz neuzeitlicher Detail (z.B. die Ampeln) weckt das Interesse daran, wo sich die Handlung abspielt, was die Geschichte dieser dystopischen Welt ist, die sich in keinster Weise ver der Kulisse in einem Klassiker wie Blade Runner verstecken braucht.

Diese Qualitäten, diese erzählerische Dichte werden dann abrupt unterbrochen. Von der Optik her - fasst schon an eine in kühle Farben gedrehte Kriminalserie erinnernd - geht es weiter. Radikaler Schnitt. Das erste AHA! Interesse ist immer noch da, wenn auch etwas Wehmut, dass ich nicht mehr in Meanwhile-City bin. Später merke ich, das ist erst der 2. Handlungsstrang von 3 (oder 4), je nach Sichtweise. Denn wir haben noch eine weitere Handlung, die eingeflochten ist, die ebenfalls ihre eigene Bildsprache hat. Noch ein AHA!

Bis jetzt ist alles noch gut, wenn auch die Falten vom ständigen Stirnrunzeln noch etwas tiefer werden. Und so jagt ein AHA! das nächste, wobei es aber eher überrascht-verwundete Ausrufe sind in die sich mit der Zeit ein leicht verwirrter Unterton mischt. Aus keinesfalls triumphierenden AHA!s werden dann jedoch immer mehr HÄ!s und so jagt eine Szene die andere und selbst nach 1 Stunde (ich möchte mich da nicht genau festlegen) hat man immer noch keinen Plan, was für einen Sinn hinter diesem Film stecken mag. Da hat wohl jemand zuviel gewollt, denn auch einen Spannungsbogen kann man überspannen, was meiner Meinung hier der Fall ist. Und wenn der Bogen überspannt ist, dann kann er nichts mehr treffen, höchstens, man würfe ihn. Denn der Film bietet leider - auch hier kann ich wieder nur für mich sprechen - keine kleinen, perfiden (weil fälschlich) und doch so geliebten "Jetzt hab ich's"-Momente. Nein, er lässt einen im Dunkeln tappen, bis es eigentlich nur noch anstrengend ist, von einer erkennbaren Meta-Handlung oder Master-Plan kaum zu sprechen.

Und dann - Halleluja! - schließt sich der Kreis, aber macht es Knall? Fehlanzeige. Stattdessen wird das ganze so zum Erbrechen erklärt mit Hinweisen und Hinweisen und Hinweisen, dass man sich dann fragt, im Gegensatz zur ersten Stunde des Filmes mit dem Gefühl einfach nicht intelligent genug zu sein, der Handlung folgen zu können (es könnte durchaus auch länger gewesen sein), ob man nicht nun veräppelt wird, ob einem nicht nun eine gewissen Grundintelligenz abgesprochen wird. Dieser Prozess ist dabei so dermaßen schleichend, dass es nur noch enervierend ist, und da tut mir wirklich die Mühe der Schauspieler leid, weil dieser Zustand des Betrachters nicht deren Schuld ist, wirklich nicht, es ist die Schuld des Regisseurs, des Cutters oder der Produzenten.

Zuerst wird die aufkommende Spannung durch eine lange Tortur an unterschiedlichsten Szenen dreier Handlungsstränge abgetötet und dann, als man endlich triumphierend die Faust gen Wohnzimmerdecke hebt und ein erleichtertes "Jahahaaa, ich weiß es, ich weiß es" über die Lippen sprudelt, wie die Niagarafälle über den Abhang, dann wird immer und immer wieder erklärt. Das ist alles redlich bemüht und wirklich engagiert, aber Filmgenuss - und der wurde doch verdammich nochmal am Anfang geweckt (auf den Tisch hau) - stelle ich mir anders vor. Und das trotz so vieler - für sich alleine - guter Szenen und Ideen. Der Film krankt an seinen Ambitionen, etwas ganz besonderes sein zu wollen. Leider, leider und nochmals: leider!

Und das alles führt dann dazu, dass man das Finale dann nicht mehr ordentlich greifen kann. Weil man sich vorher durch diese ständigen Hochs und Tiefs geschaut hat. Das Finale fängt übrigens auch wieder genauso an wie der Film, nämlich sehr atmospährisch und eigentlich auch spannend und dann... dann wird es in den Sand gesetzt. Warum? Weil es tatsächlich das abspult, was man nach einem Standard-Drehbuch erwarten könnte. Es ist klar, wer sterben wird - und das auf wirklich plumpe Art und Weise -, wer wenn bekommt und wer wen verliert.

Das Schlimme ist, der Film ist trotzdem noch gut! Warum es schlimm ist? Ha! Weil der Film immer wieder durchblicken lässt, was er hätte leisten können. Und das bekommt ihm gar nicht gut, und mir auch nicht (hust).

Fazit:
Ich bin zwiegespalten, da der Film durch seine Anfangssequenz wirklich die Messlatte sehr hoch angelegt hat und sie dann doch nicht übersprungen hat.
Schade, denn er hätte das Potenzial für einen Knaller gehabt. Aber zu sehr holpern Handlung und Spannung dahin; der Film stellt sich quasi selbst ein Bein.
Dennoch ist er in jedem Falle sehenswert, gerade für Leute, denen es nichts ausmacht, wenn ein Film auch seine Längen hat (nicht im negativen Sinne), also ruhigere Passagen und nicht immer nur Action, Action, Action. Aber, er ist kein leichter Film, er fordert und gibt leider nicht das zurück, was er nimmt, und am Ende bleibt traurigerweise das unbefriedigende Gefühl, dass er irgendwie nicht das gezeigt hat, was er hätte zeigen können. Das Dumme dabei ist, man kann noch nicht mal den Finger drauflegen und sagen: "Daran ist's konkret gescheitert!"
Also, schmeist den Kamin an, bei dem Sauwetter gerade (es ist kalt und feucht und so gar nicht bunt-herbstlich), holt Euch 'nen Grog oder 'nen Tee und schaut Euch den Film unbedingt mit anderen Leuten an, damit Ihr, sollte Bedarf sein, was höchstwahrscheinlich der Fall sein wird, auch mal darüber diskutieren könnt, was da gerade auf Euer Flimmerkiste abläuft.

Mein Herz sagt: "Ich will aber, dass der Film toll ist. Ich gebe 5 Sterne."
Mein Bauch sagt: "Ist mir egal, mir passt er nicht. Ich gebe 2."
Mein Kopf sagt: "Vielleicht versteh ich es einfach nicht. Dabei hab ich mich doch so bemüht. 3 Sterne sind meine Wahl."

Auf jeden Fall, ist der Film einen zweiten Blick wert, und wer weiss, vielleicht kann ich dann die Wertung noch verbessern...?

Vielen Dank für Eure Geduld und Aufmerksamkeit.

Lest Euch ja die anderen Rezensionen zum Film durch!
Leiht Euch den Film vielleicht besser erst mal aus, bevor Ihr ihn kauft.
Wenn Ihr den Film mögt, dann schaut Euch "The Fall" und UNBEDINGT "Pans Labyrinth" an.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 20, 2010 11:18 PM CET


ARN - Der Kreuzritter (Special Edition) [2 DVDs]
ARN - Der Kreuzritter (Special Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Joakim Natterqvist
Wird angeboten von media-store
Preis: EUR 11,49

105 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Überraschung..., 17. Januar 2009
... war dieser Film für mich, eine sehr positive.

Preludium:

Gestern war Freitagabend, meine Frau ist übers Wochenende zu ihren alten Schulfreundinnen gefahren und ich habe nun die Quahl der Freizeitwahl gehabt: Film gucken, Playstation spielen, Buch lesen oder Nix machen.
Das Ende vom Lied, ich habe mir "Arn" aus der Videothek ausgeliehen.

Ganz, ganz ehrlich und Hose runter, mein Gedanke beim Ausleihen des Film war:

"Naja, es ist eh schon spät und wenn der Film langweilig ist (was ich eh vermute) dann schlaf ich halt friedlich ein, die Covertexte und Bilder halten eh nie das, was sie versprechen..."

So kann man sich irren.

2 Punkte:

1. Ich bin sowohl Mitglied einer Reenactorgruppe, als auch Trainer für's Lange Schwert. Was ich damit sagen will ist nicht, dass ich eine Koryphäe in Sachen authentische Darstellung des Lebens im Mittelalter jedoch sensibilisiert auf fehlerhafte oder gar widersprüchliche Darstellung derselbigen bin.

2. Ich kenne die Bücher nicht und habe nur durch die DVD von Ihnen erfahren. Mir ist klar, dass ganz selten Filme mit den jeweiligen Büchern gleichziehen können und dass die Bücher noch seltener getoppt werden können. Deswegen kann ich auch nicht den Film gemessen am Buch bewerten, das wäre unredlich.

Zum Film:

++++++++++++++++++++

Positives:

+ Gute Geschichte mit einer großen Zeitspanne
(Die Bücher hole ich mir als nächstes.)

+ Durchweg gut besetzte Hauptrollen
(Ich bin wirklich begeistert. Arn, wirklich gut, wunderbar die Mischung aus Pflichtbewusstsein, Heimweh und Sehnsucht nach Cecilia. Man sieht seinen Zwiespalt, man spürt, wenn er glücklich ist, grandios seine Liebe zu Cecilia. Er erinnert mich ein bisschen an Camaris-s'Vinitta aus der Osten Ard Saga von Tad Williams. Cecilia, ebenfalls fantastisch, ihre Blick, ihre Bewegungen. Bei dieser Frau könnte man auch alles Licht ausmachen und sie würde trotzdem noch strahlen. Salahadin weiss ebenfalls zu überzeugen, wie auch einige der Tempelbrüder. Bibi Andersons Leistung als Äbtissin Rikkissa ist ebenfalls hervorzuheben. Ich habe sie während des Film wirklich gehasst; wenn das kein Kompliment ist, dann weiss ich auch nicht.)

+ Gute Erzählstruktur
(zu den Holperern komme ich noch, das was ich hier meine, ist der Aufbau der Geschichte und des zeitlichen Rahmens (ebenfalls nicht mit Zeitfortschritt bei den negativen Sachen weiter unten zu verwechseln, s.u.))

+ Sehr gute und passende Filmmusik
(Stellenweise hervorragend, mal zurückhaltend, mal vordergründig. An ein oder zwei Stellen war sie jedoch an der Schmerzgrenze in Sachen epischer Überladung, jedoch hat sie diese Grenze glücklicherweise nie erreicht oder überschritten.)

+ Gute Dialoge und sehr gute redefreie Szenen
(Keine ehrtriefenden und aufgesetzt wirkenden Reden, die Dialoge wirken sehr glaubwürdig, kein moralisches Geheuchel für die politische Korrektheit im Fernsehen.)

+ Gute Bildqualität

+ Guter Farbtonus der Szenen
(Ich mag es, wenn Szenen oder Handlungsabschnitte ihren eigenen Tonus haben. Man kann das sicherlich auch übertreiben, aber Farbe kann neben Licht jede Stimmung unterstreichen: die Frühlings oder Sommenszenen mit dem satten Grün, die tristen Winterszenen in Graublau, die Wüstenszenen in kräftigen Orange und Gelb, fantastisch, sehr impressiv und nie übertrieben)

+ Sehr gute Einstellungen und Kamerafahrten
(Dazu muss man sich selbst ein Bild machen, einfach mal den Trailer anschauen, der ist schon aussagekräftig für den ganzen Film, wie ich finde.)

+ Clever gelöste Schlachtszenen
(Das meine ich wie folgt: weite Einstellungen mit vielen Statisten und wenn es dann ans Geplänkel geht, werden die Einstellungen feiner und kleiner. Durch den geschickten Wechsel dieser beiden Positionen kommt trotzdem das Gefühl auf, an einer großen Schlacht teilzuhaben. Das wir durch Schlachtenszenen à la Helms Klamm oder Kingdom of Heavens verwöhnt sind, braucht sicherlich keiner zu bestreiten, und trotzdem schafft es der Film mit viel, viel geringeren Mitteln eine akzeptable Schlachtatmosphäre zu schaffen.)

+ Sehr gute Schauplätze
(Wow. Was für Landschaften, was für Panoramen. Da bekommt man Lust, seinen Rucksack zu packen und sich alles vor Ort anzuschauen.)

++++++++++++++++++++

Weniger Positives (Negatives klingt immer so... ja, negativ!)

- manchmal etwas farblose Nebendarsteller
(Naja, der Sohn von Arn macht jetzt nicht wirklich viel her, Knut der König wirkt auch etwas farblos, fast schon scheint es, als ob Birger der König wäre, von den Ordenschwestern möchte ich gar nicht erst sprechen die manchmal schauen wie aufgeschreckte Eichhörnchen und wo man Angst haben möchte, dass die Augen gleich aus dem Gesicht fallen. Das fällt um so mehr ins Gewicht durch die wirklich gut besetzten und gespielten Hauptrollen.)

- teilweise holprige Handlung
(Ich schreibe es noch einmal, ich wusste bis gestern nicht, dass es eine Buchtrilogie ist, und ich wusste bis heute nicht, dass es eigentlich zwei Filme sind, die zu einem zusammengeschnitten worden sind. Trotzdem, unbeeinflusst davon, sind mir ziemlich große Holperer aufgefallen. Es tauchen da Charaktere auf, die viel mehr Tiefe in der Geschichte vermuten lassen, aber so plötzlich sie auftauchen, so plötzlich verschwinden sie wieder, Beispiele: die "peitschende Ordensschwester", die Königin, die ohne jede weitere Erklärung plötzlich im Film eingeführt wird, das Verschwinden des zuerst gezeigten Großmeisters der Tempelritter im Film und der plötzlich als Großmeister announcierte andere Tempelritter, der vorher kein Großmeister war und schließlich Arns Knappe(?))

- Zeitlicher Fortschritt bei den Charakteren
(Mal ehrlich, die Charakter altern nicht wirklich 20 Jahre. Die Rückblenden mit der Kindheit Arns, seine Entwicklung zum jungen Manne und schließlich zum reifen Kriegsveteranenen funktionieren und sind de facto für mich die große Ausnahme. Birger hingegen scheint, wie auch Cecilia oder die Äbtissin, nicht wirklich 20 Jahre zu altern, sieht man einmal von einer gewissen Sterbeszene im Kloster ab. Das ist nicht zwangsläufig störend, jedoch war ich ein paar Mal überrascht, dass angeblich eine so großen Zeitspanne vergangen ist.)

++++++++++++++++++++

Fazit:

Ich könnte noch viel mehr zu diesem Film schreiben, aber irgendwann verliert man die Übersicht.

Großes Kino in großem Format und mit großartigen Hauptdarstellern. Ich habe mich während der zwei Stunden Laufzeit prächtig unterhalten lassen, habe mitgefiebert, dass alles gut wird, hab an Stellen das eine oder andere Tränchen in den Augen gehabt (Salahadins Abschied von Arn und die Abreise waren der Overkill für mich) und habe einen wirklich guten Film ohne diese Vielzahl an gängigen Cliches über die Zeit der Kreuzzüge mit einer wirklich angemessenen Darstellung der Charaktere als auch der Lebensumstände und Mentalität gesehen. Die Dynamik war wirklich gut umgesetzt, bis auf die Handlungsholperer. Es wurde nie langweilig und die langen und redefreien Einstellungen haben mich den Geist jener Zeit mehr spüren lassen, als so manch andere Großproduktion, was wirklich auch zum Großteil an der Glaubwürdigkeit der Hauptcharakter liegen mag. Kleinere Schwächen - Mängel wäre ein zu starkes Wort - sind zwar vorhanden, s.o., aber diese schmälern den Filmspaß nur sehr wenig, um nicht zu schreiben gar nicht.

Top für:

- Leute, die es authentischer mögen.
- Leute, die nicht eine Actionszene nach der anderen brauchen, damit ein Film sehenswert wird.
- Leute, die weite, lange Einstellung mögen.
- Leute, die auch ohne Dialog einem Film folgen können/wollen.
- Leute, die sich mit dem Thema Kreuzfahrerei beschäftigen.
- Leute, die Historienfilme mögen.
- Leute, die "Die Kreuzritter" vom polnischen Autor Henryk Sienkiewicz mögen.

Hut ab!
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2013 1:24 AM MEST


Mirror's Edge
Mirror's Edge
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 19,95

129 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich 4,5 Sterne...., 17. November 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Mirror's Edge (CD-ROM)
... aber die gibt es ja bekanntlich nicht.

Hier in Kurzform, warum nur 4 Sterne und nicht 5.

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Das Gute dabei mal zuerst:

+ geniale Soundkulisse, saugeiler Soundtrack
+ tolle Weitsicht im Aussenbereich
+ genial einfaches Steuerungskonzept
+ gutes optisches Konzept (Farbwahl, Licht, Unschärfe etc.)
+ sehr gute Umsetzung des räumlichen Proportionen (schwindelerregend hoch ist WIRKLICH schwindelerregend hoch)
+ tolle Spielidee/-konzept
+ gute Lösung für die Zwischensequenzen
+ sehr gutes Leveldesign im Außenbereich
+ gute Idee mit den Ghosts und dem Speedrun
+ freischaltbare Daten (ich bin ein großer Artwork-Fan)

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So, nun die weniger guten Dinge:

- obwohl das absolut stimmige und puristische Grafikkonzept wirklich gut umgesetzt ist, so mangelt es doch an der letzten Konsequenz: wo ist das AA (anti alias = Weichzeichnung der Kanten, damit diese nicht abgetreppt wirken) abgeblieben, das IST de facto wirklich nur ein kleiner Klacks im Gegensatz zur ganzen Entwicklung des Spiele-Looks.

- ganz miserables Leveldesign in den Innenbereichen, da haben sich die Leveldesigner selbst ein Bein gestellt: außen wirklich, wirklich hui und größtenteils glaubwürdig und schlüssig, innen dafür pfui: das ist öfters wirklich hochgradig unübersichtlich und zudem teilweise total unlogisch (komme aus der Planungsbranche und weiß wirklich wovon ich da rede), tiefste Schluchten im Hochhaus wo quasi freitragende Lüftungskanäle als Landefläche für Drei- oder Viermetersprünge dienen? Geschmackssache. Aber das sei dahin gestellt, viel schlimmer ist die unübersichtlichkeit.

- ganz miserable KI der Gegner: "Mist, die wissen wo ich bin, obwohl ich doch hinter den Kisten rumschleiche. Warum folgt mir der Laser trotzdem?" , Gegner bleiben einfach stehen, beharken einen stur weiter, statt selbst mal in Deckung zu gehen, das ist alles nicht wirklich motivierend. Tricksen kann man hier wirklich nicht, und es läuft auf ein stupides "Gegner-isolieren-dann-kaputtmachen-und-sich-erholen-dann-nächsten-gegner-suchen-gegner-isolieren-dann-kaputt-machen..." etc. hinaus. Empfinde ich persönlich nicht wirklich als das, was in den Tests bzw. in den Artikeln und der Werbung angepriesen wurden: "Es gibt immer eine gewaltfreie Alternative. (Siehe z.B. Tiefgarage, da MUSSTE mann die 3 Kerle und dann den einen, stark gepanzerten erledigen, weil man sonst keine Zeit hat, die Tür zu öffnen, da man vorher ins Nirvana befördert wird.)

- teilweise wirklich unfaire Spielsituationen: um selbst hierbei jedoch fair zu bleiben (tolles Wortspiel), muss ich vorher loswerden, dass ich das Spiel das erste Mal im Modus "Normal" gespielt habe, d.h. ich hatte keine Runner-Vision, dementsprechend hektisch wurde es besondern im Innenbereich, wenn ich von 4 oder 5 oder 6 Polizisten beharkt wurde, und dass ich keine Waffen eingesetzt habe, d.h. alles an Konfrontationen im Nahkampf gelöst habe. Was meine ich nun mit unfair: zum einen die manchmal (wirklich nur manchmal, denn größtenteils funktioniert es gut) wirklich bescheiden gelegten Speicherpunkte; ein Beispiel: die Geschichte mit der Scherbe, nachts, dort wo man im Außenbereich gegen zig Scharfschützen spielt , ich glaube es ist das 8. Kapitel. Stirbt man kurz vor der erlösenden, roten Türe, die wieder ins Innere führt, BÄNG, los geht's, wieder ganz am Anfang. Alternative Routen? Fehlschlag. Gegner austricksen? Fehlschlag. Somit läuft es oftmals auf entweder Glück-Haben oder Kein-Glück-haben hinaus. Das muss nicht unbedingt, kann aber sehr frustran sein, besonders, wenn mann es zum 30. oder 40. mal probiert.

- die Story. Mal ehrlich, die Story macht nicht viel her, muss sie auch nicht, ABER: wenn die Story schon nix wirklich Neues oder Überraschendes ist, so kann man sie doch wenigsten packend und fesselnd rüberbringen; die Dialoge sind manchmal wirklich dermaßen lustlos dahergeplappert (gerade die ###SPOILER### NICHT WEITERLESEN, WER DIE GESCHICHTE NICHT KENNT ### StErBeSzEnE mIt FaItH uNd MeRc ##################SPOILER ENDE###) dass ich das Gefühl hatte, mir die Synchronisation eines C-Movies aus Kasburgistan anzuhören. Schade, schade. Die Atmosphäre im Spiel kommt in den Zwischensequenzen leider nicht rüber, obwohl die Trickfilm-Idee wirklich sehr gelungen ist.

- teils ungenaue Kolisionsabfragen bzw. Aktionsabfragen: die Steuerung ist (theoretisch) so genial wie einfach: eine Taste für Oben, eine für Unten, eine für's Umdrehen, eine für's Schlagen/Schießen, das war's eingentlich fast schon. Schnell erlernbar und doch in der Kombination fordernd. Das Problem bei der Sache ist die Abfrage zu den anvisierten Dingen: auch ein Beispiel: Kabel(rutschen), ich hab echt ein paar mal (und das gerade in Passagen, wo es keine Speicherpunkte gab) daneben gegriffen, obwohl ich echt und wahrhaftig direkt, also nix mit schräg von der Seite etc. darauf zu gesprungen bin. Schlimmer ist dies jedoch bei den Hangelaktionen gewesen, an Stellen, die man selbst als Normalsterblicher in RL (real life) bewältigt hätte. Das sind jedoch kleinere Krankheiten, die vllt. in der PC-Version nochmal überarbeitet werden(?) P.S.: die Figur dreht sich zu langsam, gerade das lässt den Nahkampf oft recht hektisch werden.

- das Spiel ist kurz, ja, aber tatsächlich ist das auch zum Großteil die Schuld der Umsetzung der Story, die meines Wissens nach auch noch gekürzt ist (es gibt da wohl eine herausgeschnittenen Befragungsszene und den herausgeschnittenen Gefängnistrack, siehe freischaltbares Zusatzmaterial).

- kein echter Multiplayer-Modus, was wirklich EINMALIG gewesen wäre, in so einer Kulisse zu zweit oder zu viert über die Dächer zu jagen auf der Such nach z.B. eine Koffer etc., sehr bedauerlich. Vllt. gibt es ja bald einen Patch, zu wünschen wäre es, am besten plattformübergreifend, DAS wäre noch genialer

- leider kein Leveleditor. Das ist auch so eine Sache, die das Spiel noch mehr aufgewertet hätte. Ich bitte diesen Gedanken und die damit verbundenen Möglichkeiten mal in Ruhe in Gedanken Revue passieren zu lassen. Aber der Punkt ist nun wirklich nur zweitrangig.

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So, langer Schreiberei kurzer Sinn:

Mirror'e Edge ist ein geniales Spiel.

(Nun fragt sich sicherlich der eine oder andere Leser, warum ich dann die weniger guten Seiten so ausführlich weiter oben beschrieben habe, während die guten Seiten wirklich nur stichpunktartik abgehandelt wurden. Das hat eigentlich 2 Gründe:
1. Die guten Seiten sind ja nun schon ausführlich besprochen bzw. rezensiert worden
2. Die weniger guten Seiten werden gerade bei einem wirklich guten Produkt immer störender wahrgenommen als bei einem - ich schreib mal frei - schrottigen Produkt. Gerade Kritik verlangt oftmals nach einer weiterführenden Erklärung, da Kritik ja etwas konstruktives sein soll.
Warum ich nun so ausführlich die negativen Punkte beschrieben habe, hat einfach den Grund, dass Kritik ja (fast) immer etwas subjektives ist - selbst wenn sie objektiv zu sein scheint. Damit die Kritikpunkte aus meiner Sicht heraus nachvollziehbar für den Leser dieser Rezension sind, MUSSTE ich nunmal mehr bzw. ausführlicher darüber schreiben.)

Es hat Stil (den hat es wirklich), Charakter und einen sehr puristischen Charme. Die Idee an sich ist genial, ebenso die grafische Umsetzung (bis auf das AA) und der Sound.

Weniger toll ist die Story und deren Präsentation, die nicht wirklich dem eigentlichen Niveau des Spiels entspricht. Wäre die Story emotionaler präsentiert worden, dann hätte die eh schon kurze Spielzeit davon - zumindest subjektiv - sehr profitiert. (Hierfür der halbe Stern Abzug, das es das Spiel in seiner Gesamtheit leider schmälert.)

Die Steuerung ist sehr gut, allerdings haut die Abfrage mit der Umwelt manchmal nicht so ganz hin. Trotzem ist gerade das Erleben aus der Ich-Perspektive so einmalig und sehr atmosphärisch umgesetzt worden.

Die Freiheit komplett waffenlos vorzugehen nun zwar gegeben ist, der Schwierigkeitesgrad hierbei aber jedoch um einiges anzieht und teil unfair wird, geraden bei Gruppen.

Fazit:

Wer es anspruchsvoller - weil ohne Waffen spielbar - mag oder einfach über den Dächern der wundervoll puristischen Stadt seinen Parkour-Fantasien freien Lauf lassen will, dem sei Mirror's Edge ans Herz gelegt. Tolle Stimmung, tolle Grafikidee, toller Sound und eine einzigartige Ich-Perspektive.

Enttäuscht dürften gerade diejenigen sein, die es taktischer mögen bzw. "stealthier". Diejenigen sollten sich das Spiel erst ausleihen und dann für sich selbst entscheiden. Zu schematisch sind die Kämpfe und wirken im späteren Spielverlauf eher störend den zur Atmospäre beitragend.

Zum Wiederspielwert vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts zu schreiben, da ich es erst einmal durchgespielt habe. Jedoch, es wird sicherlich nicht das letzte mal gewesen sein. Als nächstes stehen Speedrun und Time-Trials an.

Viel Spaß an alle Spieler dieses tollen Unikats
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 3, 2013 11:36 AM MEST


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