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Rezensionen verfasst von
Zilpzalp

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Krafttraining: Muskelaufbau - Fitness - Gesundheit
Krafttraining: Muskelaufbau - Fitness - Gesundheit
von Derek Groves
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, 5. Juli 2013
Das Buch beschreibt endlich einmal die exakten Muskelgruppen, die pro Übung trainiert werden. So ist es ein Leichtes, sich einen Trainingsplan zusammenzustellen. Das Buch ist sehr übersichtlich strukturiert, sehr detailgetreue Zeichnungen veranschaulichen die beanspruchte Muskulatur, ein Schritt-für-Schritt Guide die genaue Ausführung. Genau so etwas habe ich gesucht, da ich ungern darauf höre, was andere mir für einen Trainingsplan aufschwatzen wollen. Die Übungen sind genau nach Muskelgruppen geordnet und jederzeit abrufbar, da es auch einen Index gibt. So kann man leicht Übungen für dieselbe Muskelpartie tauschen. Hervorragend. Das Buch richtet sich gleichermaßen an Männer und Frauen und zeigt damit, dass es für Frauen unnötig ist, immer nur mit Ein-Kilo-Hanteln rumzuwedeln, sondern dass sich ein richtiges Training lohnt.

Leider sind die möglichen Trainingsprinzipien meiner Meinung nach unzureichend erklärt. Dinge wie Periodisierung etc. werden nur angerissen. Ist aber wohl auch eher nicht Anspruch des Buches, hier geht es wohl vor allem darum, die Übungen darzustellen.

Für Sporttreibende, die bereits athletisch sind und sich zusätzlich fit für ihre Sportart machen möchten, ist das Buch sehr geeignet, denn darauf wird sehr genau eingegangen (welche Übung ist gut für Tennis etc.) Für mich ist das nur insofern interessant, da ich beruflich körperlich sehr gefordert bin und gewisse Übungen auch mir helfen, in bestimmten Muskelgruppen fitter zu werden.

Leider merkt man dem Buch auch an, dass Geräte nur als Ergänzung angesehen werden. Es kommen sehr viele Übungen mit freien Gewichten oder dem eigenen Körpergewicht zum Tragen, was natürlich wichtig ist, da diese Übungen den Körper nicht isoliert, sondern ganzheitlich trainieren. Wichtige Geräte wie der Butterfly Reverse, der ja gerade für Personen mit Haltungsfehlern vorteilhaft sein kann, werden aber nicht erwähnt. Dafür wird der Klimmzug in allen möglichen Varianten aufgezählt. Ist aber für den Einsteiger natürlich eher bedingt geeignet.

Der Kritikpunkt, den ich daher habe, ist der, den ich auch für fast alle anderen Fitnessbücher anbringe. Das Buch richtet sich an den gesunden Durchschnittsbürger, der eh nicht viel falsch machen kann. Leute, die möglicherweise einen Haltungsfehler korrigieren wollen (oder von ihrem Haltungsfehler noch gar nichts wissen oder sich den Haltungsschaden durch falsches Training antrainieren), werden durch das Buch auch nicht schlauer. Verletzungsrisiken bei bestimmten Übungen werden auch nicht erläutert. So muss man sich immer halbgares Wissen aus dem Internet ziehen, da Bücher diese Aspekte vernachlässigen. Nicht jeder sollte Kreuzheben machen, meiner Meinung nach. Schulterrotatorentraining wird zwar mit mehreren Übungen sehr anschaulich erwähnt, aber nicht, wofür es angewendet werden sollte - im Gegenteil, es wird gesagt, das sei für Leute, die Schulterverletzungen haben. Viele von uns sind aber Büromenschen, die genau solche Übungen wie Rotatorentraining gut gebrauchen können.

Fazit: Es werden fast alle gängigen Übungen mit Geräten und Gewichten vorgestellt. Für mich ein top Nachschlagewerk. Zwei drei wenige Übungen vermisse ich, doch das ist rein subjektiv. Die enthalten Zeichnungen veranschaulichen die Wirkung auf die Muskeln. Es sollte daher jedem möglich sein, sich die passenden Übungen zusammenzustellen, wenn man bestimmte Muskelgruppen trainieren möchte. Leider musste ich mir dafür Vorkenntnisse woanders besorgen - welche Muskeln man etwa bevorzugt trainieren sollte, wenn man individelle Schwächen korrigieren möchte. Doch nach dieser Vorrecherche ist das Buch der bislang geeignetste Helfer, den ich finden konnte und würde es daher weiterempfehlen.


ERIMA Damen Polyesterjacke Razor Line,  weiß/schwarz/weiß, 40 (M)(5)
ERIMA Damen Polyesterjacke Razor Line, weiß/schwarz/weiß, 40 (M)(5)
Preis: EUR 33,00

4.0 von 5 Sternen Schöne Jacke, aber warm, 28. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Jacke sieht in der Farbe Weiß toll aus, ich hätte sie gern behalten, doch leider war mir die zugehörige Hose zu lang. Ich bin 1,74 groß mit normaler Figur und die Jacke hat in Größe 40 reichlich gepasst, war eventuell auch etwas zu lang. Sie ist recht warm gefüttert und daher eher etwas für jemanden, der sich draußen beim Sport auch an kühleren Tagen warm halten will. Ansonsten Design und Material toll.


ERIMA Damen Polyesterhose Razor Line
ERIMA Damen Polyesterhose Razor Line
Preis: EUR 18,50 - EUR 32,87

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu lang und zu dick gefüttert, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das muss ich schweren Herzens sagen, da ich ein großer Fan von Erima bin. Aber die Hose passt leider gar nicht. Ich bin 1,74 groß und habe damit schon relativ lange Beine. Trotzdem hatte ich den Eindruck, ich könnte mir den Hosenbund unter dem Kinn zusammenschnüren. Ich trage die Hose gern normal auf Hüfte oder maximal auf Taille, aber sie reicht bis über den Bauchnabel. Allerdings sitzt sie dann sehr komisch und trägt links und rechts durch die Reißverschlusstaschen noch einmal zusätzlich auf. Normalerweise trage ich eine 40 und meist passt das, aber in diesem Fall nicht. Hinzu kommt, dass sie sehr warm gefüttert ist und ich eher drinnen Sport mache. Ich würde die Hose also jemandem empfehlen, der groß gewachsen ist und eher draußen bei schlechterem Wetter was Gutes sucht. Qualitativ und optisch ist die Hose top, daher gibts die zwei Sterne. Sie hat unten Reißverschlüsse an den Waden und an den Seitentaschen, was ich eigentlich super finde. Die Hose ist auch gut verarbeitet und die weißen Streifen an der Seite sehen toll aus. Eine bessere Passform wäre aber echt super. Muss auf einen anderen Trainingsanzug umsteigen, obwohl mir die zugehörige Trainingsjacke aus Polyester auch sehr zugesagt hat - diese ist jedoch ebenfalls recht lang, doch damit kann man besser leben als bei der Hose. Möglich wäre, dass eine Nummer kleiner besser passt, aber durch die dicke Fütterung kommt sie für mich eh nicht in Frage.


CamelBak Trinkflasche Podium, frost-carbon, 700ml
CamelBak Trinkflasche Podium, frost-carbon, 700ml
Wird angeboten von 21cycles
Preis: EUR 8,40

4.0 von 5 Sternen Sehr gute Flasche, 18. April 2013
Auf die Camelbak bin ich gekommen, weil ich eine schadstofffreie und zugleich schicke Flasche suchte. Ich brauche sie fürs Fitnessstudio und für die Rückenschule. Dafür ist sie prima geeignet.

Plus:
- Wasser ist durch leichtes Drücken leicht zugänglich, nerviges Aufschrauben entfällt
- Flasche ist laut Hersteller schadstofffrei, das ist mir bei etwas, das ich mehrmals die Woche benutze, sehr wichtig
- was andere Rezensenten über Undichtigkeit geschrieben haben, kann ich nun doch nicht bestätigen. Einmal hatte ich das Problem. Habe aber festgestellt, dass man noch mal ca. eine Vierteldrehung am Deckel machen kann, bis sie so richtig zu ist. Dann läuft nichts mehr aus bei mir. Könnte sein, dass das bei anderen das Problem war, leider weiß ich das nicht.
- Flasche tropft auch bei offener Trinkdüse nicht, super, so kann sie auch mal umfallen
- Reinigung funktioniert in der Spülmaschine hervorragend. So kann auch die offenliegende Trinkdüse immer gleich gereinigt werden und verdreckt nicht
- wer sicher gehen will, es gibt eine Deckelvorrichtung für alle Podiumflaschen zu kaufen, so sollte sie nicht verdrecken, werde ich mir noch besorgen
- bin kein Designfetischist, aber die Flasche sieht schick aus. Habe sie in durchsichtig mit schwarzem Druck. So sehe ich, wieviel noch da ist.
- ich trinke stilles Wasser aus der Flasche und das geht super. Andere Getränke habe ich nicht probiert, aber andere Rezensenten schreiben von leichten Verfärbungen
- sie ist leicht und handlich

Minus
- sie hat auch nach fünfmal Spülmaschine noch leichten Plastikgeschmack. Ich kann zwar damit leben, aber wenn ein Hersteller mit Geschmacksneutralität wirbt und das noch sogar auf die Flasche druckt, dann geht das gar nicht und ist Grund für den Stern Abzug. In meinem Fall kann ich den leichten Geschmack vernachlässigen, aber kann mir vorstellen, dass es manche stört
- den letzten Schluck kann man nur mit viel Luft rauspressen, aber das ist ein Luxusproblem und man kann die Flasche dann auch aufschrauben

FAZIT
Von meiner Seite aus Kaufempfehlung, für mich eine ideale Flasche. Ich freu mich, mal etwas gefunden zu haben, was so gut auf den Sport abgestimmt ist. Würde sie auch zum Fahrradfahren nehmen oder zum Wandern.


PUMA Damen Trainingsshirt ESS Studio Logo Crew, cabaret-white, S, 509657 04
PUMA Damen Trainingsshirt ESS Studio Logo Crew, cabaret-white, S, 509657 04
Preis: EUR 19,57

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Shirt, 30. März 2013
Ich hatte ein Shirt gesucht, das bei der Gymnastik in der Gruppe endlich mal da bleibt, wo es hingehört - am Körper. Der Stoff ist weich und fließend und liegt angenehm auf der Haut. Ich habe es bisher drei oder viermal gewaschen, und es hat im Gegensatz zu vielen anderen Shirts nichts an Farbe, Form, Größe oder Weichheit eingebüßt. Stoff wirft auch nach dem Waschen so gut wie keine Knitter. Bin sehr zufrieden. Trage in der Regel Größe 40/L und es passt und liegt locker am Körper an ohne einzuschnüren.


Jack Wolfskin Damen Outdoor-Bluse Athena, blue pacific checks, L, 1400151-7150004
Jack Wolfskin Damen Outdoor-Bluse Athena, blue pacific checks, L, 1400151-7150004

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Luftig und leicht, 30. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorweg, ich habe diese Bluse nicht selbst für mich gekauft sondern für meine Freundin. Sie wollte eine atmungsaktive Bluse zum Wandern und auch für andere Touren. Diesen Zweck erfüllt sie. Sie ist leicht, anschmiegsam und lässt sich bequem tragen. Beim Waschen hat man auch keinen Ärger, die Farben bleiben und Bügeln ist nicht nötig. Ein wenig klein fällt sie unserer Meinung nach aus, wir haben sie in eine Nummer größer umgetauscht, also Anprobieren.


Die Elenden von Lódz: Roman
Die Elenden von Lódz: Roman
von Steve Sem-Sandberg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos, aber unverzichtbar auf der Liste hervorragender Literatur, 30. Mai 2012
Im Vorfeld einer Reise nach Krakau und Auschwitz habe ich dieses Buch gelesen. Die meisten wissen ungefähr, was in den Gettos geschah und in den Vernichtungslagern, aber aus einer solch schonungslosen Nähe wie in Die Elenden von Lodz ist es selten gelungen, den alltäglichen Horror zu beschreiben. Und es ist nicht der Horror in den KZs, der später folgt, sondern es ist der Horror im Getto, den manch einer vielleicht mit einer Handbewegung abtun will, das sei längst nicht so schlimm dort gewesen. Doch, war es. Krankheit, Folter und Tod waren dort bereits Alltag, wie der Autor aus verschiedenen Perspektiven beschreibt.

Die bildreiche, wortgewaltige, jammerschöne Sprache ist dem Autor ins Herz und in die Hand gewoben, so scheint es. Wäre das Thema des Buches nicht ein solch schreckliches, wäre seine Sprache zum Hineinlegen. Bücher über den Holocaust sind zumeist Autobiographien oder Sachbücher. Natürlich geben diese Bücher besonders wichtige Einblicke und sind unverzichtbar, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, aber geschrieben sind sie zwangsläufig in einfacher oder wissenschaftlicher Sprache. Sem-Sandberg kann schreiben und es ist ein wenig wie in Herta Müllers Atemschaukel - auch das Schlimme, das Schreckliche kann in einer guten Sprache erzählt werden. Der Realitätsnähe des Buches kommt es zugute, dass der Autor bei Liedern, Versen und Alltagssprache ein wenig ins Jiddische fällt (wird übersetzt und ist gut verständlich).

Ich weiß, dass im Zusammenhang mit Die Elenden von Lodz diskutiert wurde, ob man das DARF: Fiktion und Wahrheit derart vermengen. Ich finde, man darf, wenn man wie der Autor in weiten Teilen bei sachlicher und gründlicher Recherche bleibt und der Wahrheit damit immer dicht auf den Fersen ist und dennoch Geschichten wie diese schafft. Sie lassen mitleiden, weil sie eindringlich sind, schonungslos, aus der Distanz des Autors heraus dennoch ungewöhnlich nah und intensiv.

Es stimmt schon: Das Buch ist aufgrund des Inhalts nicht leicht zu lesen, in den ersten ein oder zwei Nächten tat ich mich schwer mit dem Einschlafen. Die gute Sprache trägt einen jedoch durch das Buch und man sollte sich nicht vor dem Lesen drücken, nur weil es grausam ist. Nach diesem Buch versteht man den Unterdrückungsapparat der Nazis besser, die es hervorragend verstanden haben, Opfer zum Täter am eigenen Volk werden zu lassen. Das Buch zeigt auf, wie sich inmitten all des Hungers eine Gettoelite bilden konnte, der es offensichtlich ganz gut ging, was ihr nur am Ende nichts nutzte. Man versteht das Leid der übrigen Gettobewohner (die wasserdünne Suppe, obwohl wagenvolle Lieferungen mit Gemüse ankommen), die Hoffnung (wenn ich wegsehe, erwischt es mich nicht), die Hoffnungslosigkeit (Arbeit im Osten? Warum kommen dann die Koffer mit den Kleidern zurück? Warum holen sie dann die Alten, die Kranken, die Kinder zuerst?)

Nichts anderes als ein Täter ist Chaim Rumkowski, eine der Hauptfiguren des Buches und Judenältester im Getto. Er ist gründlich naiv und geistig einfach gestrickt, wie historische Dokumente belegen und so glaubt er, die Juden als Volk retten zu können, wenn er nur einen emsigen Ameisenstaat aus dem Getto macht und die Wehrmacht und ausgebombte Deutsche beliefert. Er hält sogar dem Warschauer Getto während einer "Dienstreise" Vorträge über sein Konzept der Arbeiterstadt, die bei völliger Hingabe an die Nazis ein Zukunftsmodell der Juden sein soll. Mag man ihm diese Naivität noch verzeihen, so wird es schwieriger, wenn man an die Abgründe seines Charakters herangeführt wird: er ist ein Kinderschänder, ein Mörder, ein wollüstiger und der Völlerei verfallener dummer alter Mann ohne Courage. Er reißt seinen Adoptivsohn in den Abgrund des Wahnsinns statt ihm ein guter Vater zu sein. Am Ende trifft es Rumkowski wie alle anderen, die er zuvor in den Tod geschickt hat. Die Frage taucht auf, wieviel Fiktion im Buch dabei ist, jedoch ist überliefert, dass er sich tatsächlich an Kindern vergriff. Seine Reden, die er im Buch hält ("Gebt mir eure Kinder!") sind aus Gedächtnisprotokollen der Gettochronik überliefert. Insofern ist viel wahr von der Handlung, mehr als man sich wünschen würde. Menschliche Abgründe, aber auch der Mut des Einzelnen sowie die Frage, wozu Menschen fähig sind (zu Gutem wie zu Schlechtem) sind der rote Faden des Buches.

Erzählt wird auch aus der Perspektive anderer Gettobewohner und so ergibt sich ein rundes Bild von den Zuständen im polnischen Getto. Der Autor führt den Leser, wenn es um die Deportationen der Gettobewohner geht, meistens nicht bis zum Ende, nicht bis zum Tod selbst, aber man spürt den Tod und weiß, dass er kommt, und das ist schmerzhaft und schwer zu ertragen. Manche Momente bleiben im Buch schemenhaft, wie im bösen Traum, so dass man sich die Handlung selbst zusammenreimen muss. Meist gelingt das jedoch gut, weil die Andeutungen vom Autor exakt genug sind, um sich den Fortlauf der Geschichten zu denken. Wenn der Autor schemenhaft wird in seiner Sprache, wird der Hungertaumel der Gefangenen erst richtig deutlich, der Schwebezustand zwischen Leben und Tod.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende des Buches (wer es nicht wissen will, hier nicht weiterlesen). Nur so viel: Nach all dem Leid im Buch hatte man auf ein gutes Ende wenigstens für den letzten Protagonisten gehofft - ist leider nicht so. Das hat mich sehr leer zurückgelassen, war aber sicher auch die Absicht vom Autor - warum sollte uns die Freude eines guten Endes gegönnt sein, wenn die Menschen damals das Glück nicht hatten.

Ich kann das Buch empfehlen und freue mich über die Buchkritiken hier, die sich sehr intensiv damit auseinander setzen, auch wenn die Meinungen darüber, was geht und was nicht geht, auseinander driften. Aber das macht ein gutes Buch aus, wenn es so detailliert diskutiert wird.


Mit den Augen eines Kindes sehen lernen Bd.1: Zur Entstehung einer Frühtraumatisierung bei Pflege- und Adoptivkindern
Mit den Augen eines Kindes sehen lernen Bd.1: Zur Entstehung einer Frühtraumatisierung bei Pflege- und Adoptivkindern
von Bettina Bonus
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch aus der Sicht des Kindes - sehr gut, 4. Oktober 2011
Die Autorin hat es geschafft, sich in die Pflege- und Adoptivkinder hineinzuversetzen. Das ist das erste Buch, das ich lese, was das hinbekommt (zugegeben, alle Bücher zu dem Thema habe ich natürlich nicht gelesen).

Frau Bonus beginnt recht plakativ mit einigen "schlimmen" Fallbeispielen, die mir als künftige Adoptivmutter das Blut in den Adern gefrieren lassen. Die Fallbeispiele löst sie am Ende des Buches als zumeist "besser geworden" wieder auf. Dazwischen plädiert sie immer und immer wieder dafür, sich in die Kinder hineinzuversetzen, mit ihren Augen zu sehen, mit ihrer Haut zu fühlen. Die Autorin neigt dazu, ihre Überzeugungen wie ein Mantra zu wiederholen, was ab und an anstrengend wird, denn man denkt, das Buch wäre halb so dick gewesen, wenn sie nicht alles wiederholt hätte. Andererseits prägen sich so auch wieder Dinge ein, die man sonst vielleicht schnell überlesen hätte.

Dass die Kinder, die anfangs so schwer belastet und verhaltensauffällig sind, durch ihre schwere und schlimme Vergangenheit solche Verhaltensweisen entwickelt haben, ist ein wichtiger Aspekt. Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam, wie verletzt eine Kinderseele sein kann, nach der Trennung von der leiblichen Mutter, während schlimmer Zeiten in der leiblichen Familie, während des Hin- und Herschiebens zwischen Pflegefamilien, Heim und Krankenhaus. Je mehr dieser Dinge passieren, desto verhaltensauffälliger das Kind. Sehr einfühlsam wird geschildert, weshalb ein Kind solch schrecklichen Schaden nehmen kann.

Man braucht Mut zu diesem Buch. Zwar sagt die Autorin immer wieder, dass sie ihr Buch für traumatisierte, verhaltensauffällige Kinder geschrieben hat und dass dies nicht für alle Pflege- und Adoptivkinder gilt. Mut braucht es dennoch, da man nicht weiß, ob es das eigene Kind auch so hart trifft. Betrachtet man den Lebensweg eines Heimkindes (etwa im Ausland), sind große seelische Verletzungen einfach sehr wahrscheinlich und man sollte wissen, was einem Kind und seinen Eltern psychisch passieren kann (auch nach einer unauffälligen Kindheit in der Pubertät noch, wie die Autorin immer wieder betont). Und einiges davon kann an die Grenze des Belastbaren führen.

Einen Stern aber behalte ich mir bis zur vollen Punktzahl vor. Zwar kündigt die Autorin an, dass das Buch zum Verständnis des Kindes beitragen soll, und Erziehungstipps erst mal nicht oder nur am Rande gegeben werden. Aber genau die brauche ich. Ein paar Tipps bekommt man an die Hand, etwa, wie man einen Teenager im Tobsuchtsanfall behandelt (nämlich gar nicht, sondern sich in Sicherheit bringen und die Konsequenz erst folgen lassen, wenn sich alles beruhigt hat). Diese Tipps sind eine erste Hilfestellung, reichen aber bei weitem nicht. Man ist gezwungen, die Folgebücher der Autorin zu kaufen, die detailierter auf einzelne Verhaltensweisen eingehen. Die Folgebücher sind (momentan noch) stark überteuert. Lieber wäre es mir, das erste Buch wäre dicker und meinetwegen auch teurer und dafür mit mehr Tipps für die Eltern ausgestattet.

Ein weiterer Kritikpunkt: Wenn am Ende die Fallbeispiele aufgelöst werden, ist meist die Rede von einer Intensivbetreuerin, die das Kind wieder "hingekriegt" hat. Das ganze Buch lang dachte ich, dass es an den Eltern wäre, dem Kind zu helfen und dann kommt auf einmal eine Intensivbegleiterin ins Spiel, von der vorher nicht die Rede war. Es bleibt offen, ob besagte Betreuerin die Autorin selbst ist oder eine ihrer Kolleginnen. Es bleibt auch offen, wo man eine solche Beraterin herbekommt, die sich mit hoch verhaltensauffälligen, traumatisierten Kindern auskennt. Vom Jugendamt? Eine Therapeutin? Die Autorin selbst? Und kann man ein Kind nur mit Hilfe einer solch monate- oder jahrelangen Begleitung heilen? Können das die Eltern selbst auch und wenn ja, wie? An der Stelle fehlen mir Informationen.

Weiterhin hätte ich mir mehr Ausführungen zum Thema Heim gewünscht. Dem Thema widmet die Autorin nur eineinhalb Seiten und sagt darin eigentlich nur, dass Heime besser vermieden werden sollten. Das mag auf Deutschland ja zutreffen, meist kommt das Kind in eine Pflege- oder Adoptivfamilie und nicht ins Heim. Aber im Ausland sieht das anders aus, verlassene Kinder landen nun mal im Heim. Ich hätte mir gewünscht, dass Frau Bonus auf dieses Thema genauso intensiv eingeht, wie sie andere Dinge beschreibt. Kinder aus dem Heim bringen noch einmal ganz andere Päckchen mit als ein Kind, das auf dem Weg zu seiner endgültigen Familie vielleicht eine Bereitschaftspflegestelle in Deutschland durchlaufen musste.

Im Großen und Ganzen aber bin ich von dem Buch sehr angetan.

Das Buch hilft, auch die unmöglichsten Annahmen als möglich anzusehen und die wahre Ursachenforschung zu machen. Zum Beispiel, dass ein riesiges, perfekt inszeniertes Lügengebilde des Kindes inklusive Arzttermin und Schlechtmachen der Adoptiveltern bloß darauf abzielte, die Hausaufgaben am Nachmittag zu umgehen (Anstrengungsverweigerung). Dinge werden als Ursachen benannt, an die man nie gedacht hätte.

Die Autorin dringt darauf, dass man durchhalten sollte, egal, wie schwierig es wird. Ein Kind kann ihrer Meinung nach nicht gesund werden, wenn Eltern monate- und jahrelang mit ihm arbeiten und es dann wieder weggeben. Möglicherweise steht die Heilung des Kindes dann unmittelbar bevor und ist bloß noch nicht für das Auge des Erwachsenen sichtbar, nach der Weggabe aber muss das Kind wieder von vorne anfangen, wurde wieder einmal verletzt und wird den Heilungsprozess ein weiteres Mal vielleicht nicht schaffen. Das Buch zeigt, dass die Kinder viel Unterstützung brauchen, manchmal übers 18. Lebensjahr hinaus. Dass aber auch die schönen Momente zählen, zwischen Eltern und Kind, und dass die nicht so gering ausfallen, und dass am Ende auch eine teilweise oder völlige Heilung stehen kann - all das stellt sie als Ansporn in Aussicht.

Fazit: Ich würde dieses Buch allen Adoptiv- und Pflegeeltern ans Herz legen, auch allen Pädagogen und Therapeuten, die mit solchen Kindern zu tun haben. Es muss nicht so kommen wie im Buch beschrieben. Aber ich fühle mich wesentlich besser darauf vorbereitet, was Traumata im Kind anrichten können. Es ist besser, vorbereitet zu sein und dann (hoffentlich) von diesen Dingen verschont zu bleiben, als zu glauben, dass schon alles gut wird und man dann ins kalte Wasser gestoßen wird. Die Kinder können nichts dafür. Sie sind nicht böse, sie haben nur Böses erlebt. Nach der Lektüre des Buches versteht man das besser.


Canon EOS 7D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, LiveView, FullHD-Movie) Gehäuse
Canon EOS 7D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, LiveView, FullHD-Movie) Gehäuse
Wird angeboten von M&M Photo-Discount
Preis: EUR 999,99

134 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn, 13. Oktober 2010
Ich bin Umsteigerin von der 1000D auf die 7D. Nach zwei Monaten Nutzung kann ich sagen, diese Kamera macht jede Sekunde Spaß und erschwert es, schlechte Bilder zu machen.

Ich bin ein Jahr lang um diese Kamera herumgeschlichen. Zum einen, weil mir damals noch der Preis zu hoch war und zum anderen, weil ich eine gute Kamera hatte mit der 1000D. Für mich stand aber immer fest, dass die 7D meine Traumkamera ist und irgendwann auch meine sein wird. Als der Preis für den Body stimmte, habe ich sie mir geholt und habe es nicht eine Sekunde lang bereut. Sie hält, was sie verspricht und sie ist ihr Geld wert.

Menü/Bedienung:
Umsteiger, die von einer Canon-Einsteigerkamera kommen, brauchen keine Angst zu haben, dass sie den "komplizierten" Autofokus oder die anderen Einstellungen nicht verstehen. Ich empfehle aber (mindestens) einen Tag Urlaub zum Kennenlernen und die (gut verständliche) Bedienungsanleitung wälzen. Nach einem Tag habe ich die 7D recht gut bedienen können und in den folgenden Wochen noch mehr. Ich kenne sie mittlerweile nach zwei Monaten wie im Schlaf. Wenn man von einer Canon-Spiegelreflex kommt, arbeitet man sich rasch in die Menüstruktur und die Bedienelemente ein. Vorausgesetzt, man hat vorher schon manuell fotografiert, aber ich denke, nur für die Vollautomatik leistet sich niemand eine 7D. Im Notfall gibt es derzeit einige Bücher auf dem Markt, die Näheres erläutern. Verständlich ist die Kamera aber auch ohne. Die Kamera lässt sich ausgesprochen individuell konfigurieren, wenn man das möchte. Das ist gut, da jeder andere Ansprüche im Alltag hat.

Bildqualität:
Haut mich immer wieder vom Hocker. Ich bin kein Pixelzähler und habe keine umfangreichen Tests veranstaltet. Ich kann nur rein subjektiv sagen, dass ich von der Bildqualität begeistert bin. Die 1000D hat mich schon begeistert und ich dachte nicht, dass die 7D das noch mal toppen würde. Aber die Bilder sind aufgrund der 18MP noch detailreicher. Die Farben sind satt und erfordern weniger Nachbearbeitung am Bildschirm. Die Weißabgleicheinstellungen sind genauer als an der 1000D, ich kann mich sogar mal auf den automatischen Weißabgleich verlassen, dem ich früher nie vertraut habe. Der Ausschuss hat sich stark verringert, es ist schwer, mit der 7D Fotos komplett zu "vergeigen". Ich muss dazu sagen, dass ich mir bereits für die 1000D das Canon 17-55mm angeschafft hatte, was aus der 7D wunderbare Bilder herausholt. Mein Kollege aber hat die Kamera gemeinsam mit dem 18-135mm-Objektiv geholt und auch hier stimmen Schärfe und Bildqualität. Es ist also nicht so, dass die 7D nur mit Höchstleistungsobjektiven sehr gute Bilder liefert.

Ausstattung
Man kann als gewöhnlicher Nutzer, der überwiegend in der Freizeit und selten mal beruflich fotografiert, gar nicht alles nutzen, was die 7D bietet. Für den Ernstfall ist es aber schön zu wissen, was sie kann. Ich habe sie auch gar nicht gekauft, um ständig alles zu nutzen, was sie hat. Natürlich eignet sie sich hervorragend für Sport durch die hohe Serienbildgeschwindigkeit. Ich nutze sie aber überwiegend für Landschaftsfotografie. Hier ist eigentlich keine 7D erforderlich. Durch ihre Robustheit, ihren hohen Bedienkomfort, ihren Detailreichtum, ihre gute Farbwiedergabe und ihre 19 Autofokusfelder ist sie für mich aber trotzdem ideal. Es ist eine Wonne, das Autofokusfeld auszuwählen, das man haben will. Der Autofokus sitzt fast immer perfekt, da es sich um 19 Kreuzsensoren handelt. Der Verfolgungsmodus AI Servo ist sehr gut nutzbar bei sich bewegenden Motiven - auch hier ist der Ausschuss gering. In den Individualeinstellungen lässt sich sehr gut festlegen, auf welche Situationen der Autofokus wie reagieren soll (z. B. soll er sich durch ein neu ins Bild kommendes Motiv ablenken lassen oder auf dem alten Motiv bleiben?)

Die Knöpfe und Rädchen sind absolut auf den Fingerdruck optimiert. Es ist in den ersten Minuten eine Umstellung von einer Einstiegskamera auf diese. Die Knöpfe sind gut zu erreichen und haben angenehme Druckpunkte, da hat sich Canon wirklich Gedanken gemacht. Die Tasten sind relativ logisch belegt, wer will, kann die Tasten auch mit anderen Funktionen belegen. Das habe ich aber nur bei wenigen Tasten gemacht, die ich nicht brauche (etwa die Abblendtaste), sonst kommt man schnell durcheinander. Die Doppelbelegung der Tasten hat mich etwas Eingewöhnungszeit gekostet, nun möchte ich sie aber nicht mehr missen. So habe ich immer gleich zwei Funktionen, die miteinander verwandt sind, auf einer Taste. Zusätzlich gibt es die Q-Taste, die es ermöglicht, die wesentlichen Parameter auf dem Monitor sofort umzustellen ohne großes Herumsuchen. Der Joystick ist die einzige Taste, die ich nicht leiden kann. Er ist nicht so angenehm zu bedienen wie die übrigen Tasten, eher fummelig und schwergängig. Da ich ihn selten benutze, sondern öfter die beiden Einstellräder, ist das nicht besonders tragisch.

Die Gummierung am Griff hat mich vorher eigentlich nicht interessiert, da die 1000D so etwas nicht hat und ich auch ohne gut klar gekommen bin. Jetzt bin ich aber froh darüber, sie sorgt dafür, dass die Kamera noch besser in der Hand liegt.

Man muss gewillt sein, das Gewicht der 7D mit sich herumzutragen, mit dem 17-55mm ist sie ein echter Bolide. Auf Tour hänge ich sie mir aber mit einem Gurt, den man ins Stativgewinde schrauben kann, quer um. So merkt man ihr Gewicht kaum. Außerdem habe ich lieber eine gut zu umfassende, schwere Kamera in der Hand. Die kann ich leichter halten, ohne zu verwackeln.

Der Sucher ist wunderbar. Hell und groß, danach hat mich der Sucher der 1000D richtiggehend enttäuscht. Es ist leichter, ein Bild zu konzipieren. Durch die 100-Prozent-Sicht hat man hinterher auch keine Überraschungen mehr im Bild, wie hereinragende Äste, Autos etc. Der Monitor ist ebenfalls eine Offenbarung. Groß (wobei er an der großen 7D schon wieder klein wirkt) und das Bild lässt sich relativ gut beurteilen. Relativ, weil es am PC natürlich doch noch mal ganz anders aussieht, als in der kleinen Voransicht. Heranzoomen des Bildes bringt aber nun wesentlich mehr Aufschluss über die tatsächliche Schärfe des Bildes, als es noch mit der 1000D möglich war.

Ich habe die Kamera vor allem wegen der angeblichen Staub- und Spritzwassergeschütztheit und der 3D-Wasserwaage gekauft. Ersteres kann ich schwer beurteilen, weil ich sie natürlich keinen extremen Witterungsbedingungen aussetze. Einen leichten Nieselregen hält sie aber gut aus, bei Unwetter wandert sie eh in die Tasche. Ob die Gummiabdichtungen an der Seite einem Wasserschwall standhalten, weiß ich nicht und werde ich auch hoffentlich nicht ausprobieren müssen. Die Wasserwaage nutze ich leider fast gar nicht, obwohl ich genau so etwas mir immer gewünscht habe. Sie ist nur im LiveView-Modus als Wasserwaage einsetzbar, den ich aber so gut wie nie nutze. Im Sucher ist sie nur über die Autofokuspunkte sichtbar und das Handling ist mir zu nervenaufreibend, zumal es ohne Stativ wenig Sinn macht. Lieber nehme ich mir nachträglich die Zeit, am PC das Bild gerade zu rücken. Aber auch hier gilt - wenn es mal darauf ankommt, kann man darauf vertrauen, dass man dieses nützliche Feature hat.

Zur Haltbarkeit des Akkus: es reicht aus. Für den Notfall werde ich mir irgendwann noch mal ein Zweitakku zulegen, der Preis für das Original ist allerdings jenseits von Gut und Böse. Der Akku ist gemessen an den vielen Funktionen und den zwei Prozessoren der Kamera trotzdem absolut ausreichend für Tagesausflüge mit einer hohen Fotoquote. Es empfiehlt sich vor allem ein Zweitakku, wenn man viel blitzt, viel mit LiveView arbeitet oder beruflich fotografiert.

Video
Es ist nichts für das schnelle Video zwischendurch mit der Familie und den Freunden. Dafür ist dann doch eine Videokamera sinnvoller. Aber man muss sich vor Augen halten, dass die sensationelle Fotoqualität auch aufs Video übertragbar ist, etwa, was das Freistellen angeht. Mein Kollege hat fürs Fernsehen Ritterspiele damit gedreht und man hatte hinterher das Gefühl, in einem Kinofilm zu sitzen. Mittlerweile beschäftigen sich auch zahlreiche Drittanbieter damit, umfangreiches Zubehör anzubieten für die professionelle Filmproduktion. Im Netz kann man sich die Ergebnisse dieser Aufnahmen einverleiben, entsprechende Zubehörausstattung und professionelle Ambitionen der Filmemacher vorausgesetzt. Ich nutze die Kamera aber hauptsächlich zum Fotografieren und werde mich erst in naher Zukunft noch mehr mit dem Video befassen. Ich freu mich aber schon drauf.

Fazit
Eine Kamera, in die ich schwer verliebt bin. Dem, der sich mit ihr und ihrem Können auseinander setzen möchte, dem sei sie wärmstens empfohlen. Sie überrascht einen jeden Tag auf Neue und ist eine gute Begleiterin in allen Fotosituationen.

NACHTRAG NACH EINEINHALB JAHREN:
Die Liebe besteht immer noch und ich gebe diese Kamera erst her, wenn ihr Verschluss die Hufe hochmacht und dann werde ich weinen. Ganz im Ernst, sie hat mich nie im Stich gelassen. Inzwischen hat sie ein Fußballspiel fotografiert, Pressetermine, Outdoor, Tiere, Länder, Städte und Landschaften, Porträts, Videos für kleinere Produktionen gedreht und demnächst steht ihr Fotodebüt in einer Diskothek an. Sie hat immer mitgemacht, ist nie ausgestiegen und auf alle Situationen vorbereitet. Ihr Zusammenspiel mit dem 17-55mm ist nach wie vor eine hervorragende Sache.

Ich würde sie immer wieder kaufen. Viele meiner Freunde haben die 5DII und deren Rauscharmut und Freistellungskünste sind nicht von der Hand zu weisen. Das Rauschen der 7D hält sich jedoch in Grenzen und mit einem lichtstarken Objektiv stellt sie hervorragend frei. Davon abgesehen ist sie technisch bereits besser ausgestattet als die 5DII. Es muss jeder selbst wissen, wofür das Herz eher schlägt. Die 7D braucht sich hinter den übrigen Profimodellen nicht verstecken, das wäre falsche Bescheidenheit.

Inzwischen wird sie härter beansprucht als zu Zeiten meiner ersten Rezension und so musste ein zweiter Akku her und es steht die Frage im Raum, ob ich doch noch einen Batteriegriff hole.

Ich hoffe, dass die 7D-Serie nicht ausläuft bei Canon, für mich füllt sie eine wichtige Lücke zwischen 60D und 5D. Sie passt genau in dieses Fenster für professionelles Arbeiten und Freizeitspaß.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 8, 2013 8:38 AM CET


Wunschkind: Geschichte einer Adoption
Wunschkind: Geschichte einer Adoption
von Marion Gaedicke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für mich schwierig, 2. September 2010
Ich will mich nicht gegen die 14 außerordentlich positiven Bewertungen hier stellen, denn jeder erlebt solche Bücher anders. Meine Kritik, die vorwiegend inhaltlicher Natur ist, möchte ich dennoch loswerden. Ich stecke selbst mitten im Adoptionsprozess und habe mir daher das Buch gekauft - zumal damals Russland für uns noch zur Debatte stand. Wer in Russland adoptieren will, KANN hier einiges über den Verfahrensablauf wiederfinden. Ich würde dennoch von der Lektüre abraten, weil das Buch extrem verunsichern kann. Es ist bei dieser Familie gründlich schief gegangen und ich denke, man macht sich nach dem Lesen über den eigenen Adoptionsprozess noch viel mehr Sorgen als eh schon.

Zunächst dennoch ein paar positive Bemerkungen: Die Ängste der Frau sind gut nachvollziehbar, wenn man selbst Eltern werden möchte. Ihre Gefühlsregungen beschreibt die Autorin sehr gut und man kann sich gut in diese Teile des Buches hineinversetzen. Auch zeigt das Buch auf, dass man nicht immer kampflos aufgeben sollte und dass es sich lohnt, für eine kleine Kinderseele alles zu geben, was man hat.

Dass bei der Familie am Ende alles gut wird, freut mich. Allerdings, und das ist mein großer Kritikpunkt an dem Buch, kann diese Familie am Ende nur gewinnen, weil sie sehr viel Zeit und sehr viel Geld hat. Vor allen Dingen die Protagonistin, die es sich leisten kann, den Job aufzugeben, um sich ganz der Adoption hinzugeben. Als die Richter den Eltern das Kind vorenthalten, hat sie wiederum sehr viel Zeit, sich darum zu kümmern, dass am Ende doch wieder alles gut wird. Und unendlich viel Geld, um Anwälte etc. zu bezahlen. Man muss sich vor Augen führen, dass eine Adoption in Russland mindestens 20 000 Euro kostet (wenn sie beim ersten Mal funktioniert). Das ist für viele Menschen enorm viel Geld und manche können sich aus diesem Grund gar keine Auslandsadoption leisten und bleiben mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch allein. Die es sich leisten können, hoffen, dass alles gut geht, weil sonst kein Geld mehr für einen zweiten Anlauf da ist. Kurzum, ich vermisse in dem Buch diese nur allzu menschliche Komponente. Die Protagonisten machen sich zwar unendlich viele Sorgen, was mit ihrem Kind (und ihrem zweiten Kind) wird, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Nicht einmal jedoch wird eine Gefühlsregung beschrieben, die aufzeigt, dass alles enorm viel Zeit und Geld kostet. Im Gegenteil, man kann es sich sogar noch leisten, den armen Heimerzieherinnen ihr Gehalt auszubezahlen. Darüber hinaus tritt die adoptierende Frau immer sehr forsch und selbstgerecht auf.

Es ist aus diesen Gründen sehr schwer für mich, Sympathie für die beiden Eltern aufzubringen. Das mag jeder anders sehen. Davon abgesehen hat uns das Buch restlos entmutigt, es überhaupt in Russland zu versuchen, wir sind jetzt auf ein anderes Land umgeschwenkt.
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