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Beiträge von Jameson
Top-Rezensenten Rang: 1.717
Hilfreiche Bewertungen: 352
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Rezensionen verfasst von Jameson "Jameson" (Birstein)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Verrat an allen Ecken, 18. März 2011
Die Rückkehr nach Gilead ist geprägt von der Jagd auf Farsons Männer. Dies führt zu einer überraschenden Wendung. In Gilead steht Roland nach wie vor in psychischer Abhängigkeit zur Pampelmuse. Er ist von ihr förmlich besessen. Die Stimmung zu Beginn von Band # 2 ist düster sowie von Neid und Missgunst geprägt. Der Krieg hat längst begonnen, aber die Revolvermänner sind noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um die Gegenseite effektiv bekämpfen zu können. Dies beginnt allein schon damit, dass der Nachwuchs neidisch ist, weil Roland und seine Freunde so früh und ohne weitere Prüfung zu Revolvermännern ernannt werden. Diese negativen Stimmungen und Schwingungen unter den Revolvermännern bereiten den Boden für den Verrat, der innerhalb der Gruppierung herrscht. Roland ist so abhängig von der Pampelmuse, dass er vor sich selbst rechtfertigt, sie nicht herauszugeben. Argwöhnisch beobachten die Nachwuchs Revolvermänner Aileen, die Nichte des Ausbilders. Sie dringt in eine Männerdomäne ein und beeindruckt mit ihren Schießkünsten. Dieser Subplot um Aileen ist noch völlig offen. Ebenso darf man als Leser gespannt sein, ob Roland und Aileen ein Paar werden. Der Weg ist ihnen eigentlich vorbestimmt, aber Roland trauert noch seiner toten Freundin nach. Darüber hinaus muss er noch verwinden, dass seine Mutter seinen Vater und damit auch Gilead verraten hat. Geschickt haben die Autoren sorgfältig den Handlungsbogen um die Bewohner Gileads aufgebaut, die durchweg so mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie die eigentlich deutlichen Anzeichen für einen Verrat übersehen oder gar ignoriert haben. Hierzu zählt auch Roland, der sich nach wie vor intensiv mit der Pampelmuse beschäftigt. Gerade die Vielschichtigkeit um den Verrat rechtfertigt nicht nur den Titel, sondern ist auch das Leitthema des vorliegenden Bandes. Roland beichtet schließlich seinen Verrat, weil er die Pampelmuse bei sich verborgen hatte. Das Timing hierfür ist perfekt, da zu diesem Zeitpunkt Rolands Story mit der und um die Pampelmuse erzählt und ausgereizt war. Dies setzt auch sogleich neue Entwicklungen in Gang. Mit den beiden Schlusskapiteln steigern die Autoren das Erzähltempo deutlich. Dies liegt auch daran, dass mehr und mehr Intrigen aufgedeckt werden. Gerade hiermit erzeugen die Autoren eine ungemein dichte Atmosphäre, die den Leser mitnimmt. Gleichzeitig werden zwei Verräter aus dem nahen Umfeld Rolands und seines Vaters entlarvt. Der Cliffhanger ist intelligent gesetzt und perfekt getimt. Wie bereits auch aus den ersten beiden Teilen bekannt, sind die Textanhänge für das tiefere Verständnis der Handlung wichtig. Unbedingt erwähnt werden sollte, dass die Handlung des vorliegenden Bandes in den Romanen im vierten Band als Flashback erzählt. Für die Comic-Adaption bietet sich eine chronologische Erzählwiese an und ist sinnvoll. Allerdings ist es aus diesem Grund auch nicht abzuschätzen, wie viele Bände es einmal geben wird. Auf dem deutschen Markt hat man die Wahl zwischen zwei Veröffentlichungsformen. Heyne veröffentlicht im klassischen Softcover in Heftchengröße, Splitter veröffentlicht als Hardcover im übergroßen Alben Format. Das Format des Splitter Verlags verleiht dem Artwork Jae Lees natürlich eine besondere Wirkung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Beklemmende Fortsetzung, 14. März 2011
Im zweiten Teil der King-Adaption konzentriert sich der Autor Roberto Aguirre-Sacasa darauf, weitere Charaktere einzuführen. Um aufzuzeigen, dass es sich um ein nationales Problem handelt, wird deutlich darauf hingewiesen, dass die Charaktere in den unterschiedlichsten Teilen der USA leben. Auch die ländliche Gegend ist betroffen, so dass es sich um ein echtes Endzeit Szenario handelt. Die Charaktere sind meistens mit wenigstens einem Charakterzug extrem ausgeprägt, was nicht weiter verwunderlich ist. Schließlich befinden sie sich in einer extremen Situation. So ist es auch nicht verblüffend und für den Leser nachvollziehbar geschildert, dass sich Notgemeinschaften bilden, um wieder auseinanderzufallen. Jeder ist sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt, so dass die Pflege oder der Aufbau von Beziehungen eher schwierig ist. Larry und Rita stellen einen Gegenpol dar, denn erst als sich die Situation noch weiter verschlimmert, wachsen sie zu einer Einheit zusammen. Die Tatsache, dass jeder mit der Epidemie und ihren Folgen ein wenig anders umgeht, lässt den Schluss zu, dass Roberto Aguirre-Sacasa Strukturen und Charaktere für die fortlaufende Handlung anlegt. Gleichzeitig erhalten die vielen Charaktere etwas Individuelles, so dass ihnen der Leser leichter folgen und sie besser identifizieren bzw. differenzieren kann. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass es in diesem Endzeit Szenario schwierig ist, Vertrauen zu fassen. Der zweite Band setzt konsequent die Schilderung eines Endzeit Szenarios fort und konzentriert sich auf Charaktere und ihr Verhältnis zu- und miteinander. Man erfährt als Leser noch nicht, warum einzelne Menschen von dem Virus verschont wurden. Dies ist aber auch zum jetzigen Zeitpunkt der Handlung nicht wichtig, denn diese Unwissenheit verstärkt nicht nur die Spannung, sondern erzeugt auch eine Art beklemmendes Gefühl, das im vorliegenden Band seinen Höhepunkt im Tunnel zwischen New York und New Jersey findet. Insgesamt wird mit diesem Band deutlich, wie deprimierend und einsam eine Welt sein kann, in der 90% der Menschen tot sind. Um dies zum Leser transportieren zu können, muss Roberto Aguirre-Sacasa das Erzähltempo etwas verlangsamen. Dafür konzentriert er sich auf weitere Facetten, auf kleine Unfälle und Missgeschicke, die tödlich verlaufen und so noch einmal verdeutlichen, dass die komplette Infrastruktur samt Krankenhäuser, Ärzte, usw. nicht mehr vorhanden ist. Gleichzeitig erhält die Handlung so einen zynischen Touch. Auch hier bietet Panini wiederum gleich drei Varianten an. Es ist eine Softcover Ausgabe, je eine reguläre Hardcover und eine auf 222 Exemplare limitierte Hardcover Ausgabe mit Druck erhältlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Spannender Desberg Thriller, 14. März 2011
Im Auftrag des Nazi-Regimes soll Dr. Bergholm die Überlegenheit der Arier gegenüber dem Rest der Menschheit beweisen, aber er scheitert. Stattdessen findet er heraus, dass der Mensch ein Fehler der Natur ist. Doch Zeugen und Verwickelte in die damaligen Vorfälle haben überlebt. Der Reporter Sébastien Christie hat sie aufgespürt, was weitere Ereignisse auslöst. Desberg ist bekannt für Thriller wie IR$ oder Empire USA. Mit der vorliegenden Serie erzählt Vielschreiber" Desberg von der Verbindung eines untergegangenen, krankhaften Regimes mit einem Weltkonzern. Diesen politischen Aspekt verlinkt er mit geheimnisvollen Superwesen, die zumindest über außergewöhnliche Selbstheilungskräfte verfügen. Typische Versatzstücke des Agenten-Genres wie Doppel-Agenten und mysteriöse Charaktere fehlen natürlich ebenso wenig wie die Spannung, die Desberg beim Leser erzeugt. Nur langsam und allmählich lüftet Desberg den Nebel um die geheimnisvollen Vorgänge und liefert so gute Unterhaltung ab. Damit hält Desberg das, was man als Leser von ihm erwartet. Mehr davon!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wunderschöne Story, 14. März 2011
Shaun Tan weiß immer wieder mit ganz besonderen Stories zu gefallen. Neben dem vorliegenden Band wurden bei Carlsen bereits Ein neues Land und Geschichten aus der Vorstadt des Universums veröffentlicht. Mit der Verfilmung der vorliegenden Story hat Shaun Tan einen Oscar in er Kategorie Best Short Film (Animated) gewonnen. Ein Junge möchte seine Kronkorkensammlung komplettieren. Dabei findet er einen Gegenstand bzw. ein Lebewesen, das nicht so recht identifizierbar ist. Doch da es sich einsam fühlt, nimmt der Junge es mit nach Hause. Hiervon sind seine Eltern gar nicht begeistert. Der Junge versteckt es für eine Nacht im Schuppen, um es am nächsten Tag zu einer Behörde zu bringen, die für solche Fundsachen zuständig ist. Eine Reinigungskraft, die in dieser Behörde tätig ist, warnt den Jungen aber davor, sie dort abzugeben und gibt ihm eine Visitenkarte für einen besseren Ort. Der Junge sucht lange, bevor er diesen Ort finden kann. Er erweist sich aber als eine gute Wahl. Die vorliegende Story ist ein Appell, dass man in einer schnelllebigen Zeit, sich mehr Zeit nimmt, auf die Kleinigkeiten des Lebens und auf das, was außerhalb des Alltags geschieht, zu achten. Dass dies nicht leicht ist, räumt Tan indirekt am Ende der Story ein. Schließlich räumt der Junge ein, dass er solche Dinge nicht mehr so häufig findet wie früher. Auch den Jungen hat der Alltag eingeholt. Für diesen Alltag stehen die Eltern des Jungen, die kurz von der Fundsache Notiz nehmen, sie ablehnen, ohne sich wirklich mit ihr auseinanderzusetzen oder gar zu beschäftigen und sich dann wieder ihrem Fernsehprogramm zuwenden. Die Fundsache selbst erinnert ein wenig an Omas bauchige Kaffeekanne aus dem guten Sonntags-Geschirr und tut dies doch auch wieder nicht. Tan hat sich bei der Gestaltung der Fundsache wirklich etwas einfallen lassen und viel Fantasie bewiesen. Doch Tan wäre er nicht er selbst, wenn hinter der Fundsache nicht noch mehr stecken würde. Spätestens mit dem Besuch bei der Bundesbehörde offenbart sich, dass sie auch für Respekt, vor der Achtung der Anderen und auch Andersartige sowie Rücksicht steht. Somit wird auch klar, dass das Aussehen der Fundsache nachrangig ist, denn sie könnte schlichtweg jedermann sein, der, je nach Ort oder Kontext, mal Hilfe benötigt oder verloren gegangen ist. Das Bundesamt, das solche Fundsachen aufnimmt, ist ein unpersönlicher Kasten mit sehr sachlichem Personal. Sie deutet an, dass man im Alltag dazu neigt, ein Schubladendenken und Gleichmachen zu entwickeln, so dass man einzelnen Dingen in ihrer Bedeutung nicht mehr gerecht wird. Hieraus entsteht wiederum eine gewisse Oberflächlichkeit, die einen eben solche Fundsachen vergessen lassen. Es geschieht also genau das, was einem selbst nie passieren sollte. Somit hat Tan seiner Story mehrere Betrachtungsweisen verliehen, die doch zu einem gemeinsamen Ziel führen. Dabei kommt er mit knappen Dialogen aus. Manche Panel sind auch nur erklärend beschrieben, so dass der vorliegende Band einmal mehr primär mit seinen eindrucksvollen Bildern zum Leser spricht und ihn auf eine Reise in Tans bunte Fantasiewelt mitnimmt. Dies geschieht jedoch ungemein intensiv, ohne den Leser jedoch zu überfordern, weil die Panel an keiner Stelle überfrachtet sind. Wie man es als Leser von Shaun Tan bereits kennt, ist allein das Front und Back-Cover ein Erlebnis für sich und lässt den Leser verweilen, bevor er den Band öffnet bzw. nach dem Lesegenuss wieder ins Regal stellt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Harte Western Serie, 10. März 2011
Wanted! Am besten mit dem Zusatz Dead or Alive! Welcher Western Fan kennt diesen Terminus nicht? So handelt Splitters neue Western Serie von einem knallharten Kopfgeldjäger, der Wanted genannt wird und sich im ersten Teil der sechsteiligen Serie zwischen dem Drang, seinem Beruf nachzugehen oder für Gerechtigkeit zu sorgen, entscheiden muss. Gleich mit den ersten Panels wird klar, dass Wanted alles Andere als zart besaitet ist. Er gibt einem gesuchten Verbrecher zwar die Chance, sich zu ergeben, aber schießt ihn dann doch relativ ungerührt nieder, weil dieser nicht sofort nachgibt. Anschließend rasiert er noch den Leichnam, damit man ihn besser erkennt und er so das Kopfgeld kassieren kann. Auf seinem Weg in die Stadt findet Wanted einen Mann, der dem Tod näher ist als dem Leben. Seine indianische Familie wurde von Skalpjägern brutal ermordet, um mit den Skalps leichtes Geld zu verdienen. Wanted kümmert sich um den Mann, der ihn um Hilfe bittet, sich zu rächen. Wanted muss sich entscheiden. Diese Serie ist durch die Hände einiger Verlage gegangen, ohne dass sie lizenziert wurde. Sie war diesen Verlagen zu brutal. Ja, diese Serie hat eindeutig ihre harten Momente, aber Gewalt wird von Rocca nicht eingesetzt, um Effekthascherei zu betreiben. Sie passt sich in die Handlung ein und ist sogar ein Bestandteil von ihr. Schließlich war der Wilde Westen kein Ponyhof. Wanted selbst ist ein knallharter Kerl. Seinen wahren Namen erfährt der Leser zumindest im vorliegenden Band noch nicht. Ferner merkt man als Leser deutlich, dass er rein äußerlich schon ein wenig an Durango angelehnt ist. Kein Wunder, Girod hat auch diesen Western-Klassiker gezeichnet. Daher sieht auch Wanted ein wenig Clint Eastwood und Franco Nero ähnlich. Die Handlung selbst verläuft keineswegs einlinig, sondern weiß mit der einen oder anderen überraschenden Wendung zu gefallen. Dabei nutzt Rocca die klassischen Versatzstücke des Westerns wie einen Sheriff, der zwar für Recht und Ordnung in seiner Stadt sorgen, aber sich dafür auch nicht wirklich verausgaben will, einen Salon mit einem Pokerspiel und einer attraktiven Bardame. Doch auch diese bekannten Elemente des Westerns setzt Rocca nicht klischeehaft, sondern baut sie geschickt in die Handlung ein. Wanted selbst ist nicht der große Sympathieträger, wie man das vielleicht als Leser erwartet und von einem Blueberry, aber sein innerer Zwiespalt zwischen dem Willen, Geld zu verdienen, und die feigen Skalpjäger doch zu stellen, ist nachvollziehbar geschildert, so dass der Leser Wanted folgen kann. Und genau diesen Zwiespalt nutzt Rocca, um Wanted dem Leser näherzubringen. Wanted selbst ist scheinbar eiskalt und als Leser glaubt man gern, dass in seinen Adern Blei und kein Blut fließt. Wanted ist ein Muss für jeden Western Fan.
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Vamps
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von Elaine Lee Broschiert |
| Preis: EUR 16,95 |
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Emanzipierte Vampirinnen, 3. März 2011
Das Horror-Genre wird grundsätzlich von 2 Themen beherrscht, Vampire und Zombies. Da die vorliegende Miniserie aus dem Jahr 1995 stammt und Zombies noch nicht den aktuellen Popularitätsgrad erreicht hatten, stehen Vampire im Vordergrund. Howler, Screech, Whipsnake, Skeeter und Mink sind 5 Vampire oder besser Vampirinnen die ihren Meister töten. Auf Harleys reisen sie durch die USA und genießen in jeder Hinsicht ihre neu gewonnene Freiheit. Wenn man sich als Autor dem Mythos Vampir" nähern will, muss man seiner Story etwas Neues und Einzigartiges verleihen, um nicht in der Menge an Vampirstories unterzugehen. Im vorliegenden Band handelt es sich um 5 Vampirinnen, die ihre Freiheit nutzen, um Männer zu verführen und anschließend ihr Blut zu trinken, also sie zu töten. Dies steht im Gegensatz zu den bekannten und klassischen Vampir-Stories, in denen die Rollenverteilung umgekehrt erfolgt. Howler, die Anführerin, wird näher vorgestellt. In ihrem alten leben hatte sie ein Kind, das ihr von einem geldgierigen Richter weggenommen und zur Adoption freigegeben wurde. Howler tut alles, was in ihrer Macht steht, um diesen Umstand zu korrigieren und bedient sich hierzu ihrer Zwillingsschwester, bei der das Kind künftig aufwachsen soll. Als dann auch noch der getötete Dave zurückkehrt, ist die Verwirrung komplett und die Vampirinnen und die Frauen werden auf eine Probe nach der anderen gestellt. Die Autorin macht in ihrem Nachwort keinen Hehl daraus, dass ihre Story die Leserschaft gespalten hat. Ihre Serie wurde als sexistisch und gar diskriminierend bezeichnet. Natürlich gehen die Vampirinnen mit den Männern nicht gerade zimperlich um, aber man würde als Leser oder Rezensent doch zu weit gehen, um zu behaupten, dass dies sexistisch oder gar gewaltverherrlichend wäre. Vampire leben nun einmal vom Blut der Menschen. Frauenrechtlerinnen haben dagegen die Story gefeiert. Ferner wird diese Thematik von Howlers Sorge um ihr Kind durchbrochen und dieser Subplot, der mit Fortschreiten der Serie immer enger mit dem Plot verwoben wird, hat sogar eine gewisse Tiefe und Sozialkritik. Es bleibt eine gut ausgearbeitete Story, die sowohl feine Unterhaltung, als auch einen gewissen Tiefgang vermittelt. Jeder, der Vampir-Stories mag, wird auch an Vamps Spaß haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Zweiter Teil der Origins, 2. März 2011
Ausgelöst durch das Vorhaben, Filme über die Origins diverser X-Men zu drehen, ziehen sich nunmehr auch One Shots über die Origins einzelner X-Men durch das Mutanten-Universum. Erster Film der Origins Serie war übrigens Wolverine. Panini hat bereits in Marvel Exklusiv # 83 einen ersten Teil dieser Origins One Shots veröf-fentlicht und lässt nunmehr mit dem vorliegenden Band # 90 weitere folgen. Bobby Drake ist ein ganz normaler Teenager mit den ganz normalen Sorgen und Nöten eines Teenagers, bis er eines Tages zufällig das Wasser im Swimming Pool der Eltern gefrieren lässt. Für eine Weile kann er dem Rat seiner Eltern folgen und seine Kräfte verbergen. Doch dann kommt es zu einer folgenschweren Auseinandersetzung mit einer Bande. Grundsätzlich ist diese Story vorhersehbar, da sie ja auch bekannt ist und nicht so viele neue Aspekte mit sich bringt. Doch das ist nicht wichtig. Die Story ist schnörkellos und mit den typischen Versatzstücken einer Teenagerstory erzählt. Dabei manipuliert Professor X die Gehirne von Menschen, wenn dies auch zum Wohle der Mutanten geschieht und natürlich auch um die Continuity zu wahren, denn die Identitäten der ersten X-Men bleiben im 616 Universum lange geheim. Auch Iceman passt sich optisch in die Continuity ein, denn er prä-sentiert sich hier noch eher als Schneemann. Auch die zweite Story um Cyclops ist weitgehend bekannt und beginnt mit dem Fallschirm-absprung aus dem abstürzenden Flugzeug seiner Eltern. Bei ihrer ersten Begegnung erkennt Magneto das Potential von Cyclops und versucht, ihn auf seine Seite zu ziehen. Doch die X-Men können dies als Team vermeiden. Typisch für diese Story, wie insgesamt für die frühen X-Men Stories insgesamt, ist, dass Pro-fessor X das Team aus dem Off leitet und lenkt. Inhaltlich fügt sich diese klassische Story an die erste Auseinandersetzung der X-Men mit Magneto ein, geht etwas tiefer auf das Verhältnis zwischen Cyclops und Magneto ein und legt gleichzeitig Cyclops Position als zweiter Mann hinter Professor X fest. Kurt Szados ist eine Zirkusattraktion. Diese Rolle missfällt ihm deutlich, aber aus Angst vor den Menschen, ergibt er sich in sein Schicksal, obwohl er in dem Zirkus schlecht behandelt wird. Schließlich ergreift er doch die Flucht und sucht Zuflucht in einer Kirche, was sich als folgenschwer erweisen soll. Diese recht tiefgründige Story nimmt den Leser in jeder Hinsicht mit. Kurt entdeckt nicht nur seine Kräfte als Teleporter, sondern auch den Glauben, der sich als roter Faden durch die Nightcrawler Stories zieht. Ebenso wird erklärt, wie aus Kurt Szados Kurt Wagner wird. Emma Frost ist ein schüchternes Mädchen, das immer wieder von ihrem Vater zu schuli-schen Höchstleistungen angetrieben wird. So klettert sie auf der Karriereleiter immer weiter empor, bis sie zur White Queen des Hellfire Club und zur unbarmherzigen Direktorin einer Mutantenschule aufsteigt. Wie sollte es auch anders sein, ist die Story um Emma Frost sehr psychologisch ausgerichtet. Man erhält als Leser Einblicke in Emmas Gedankenwelt und sogar eine Erklärung, warum sie eben nicht direkt zu Professor X ging und seine Schülerin wurde. Sogar die Affäre mit Sebastian Shaw wird für den Leser glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt. Er ist einerseits eine Vaterfigur, andererseits fördert er auch ihr Talent. Des Weiteren schadet er auch nicht wirklich ihrer Karriere, was für die ehrgeizige Emma Frost immanent wichtig ist. Deadpool möchte einen Film über sich drehen lassen. Die ersten beiden Drehbuchautoren legen ihm Entwürfe vor, die ihm nicht gefallen, was er auch deutlich zum Ausdruck bringt. Erst der dritte Drehbuchautor überzeugt ihn - zumindest anfangs. Mit dieser Story wird nicht nur Deadpools Origin, sondern auch sein Talent" für schlechte Witze erklärt. Im Gegensatz zu den vielen Deadpool Serien, die mittlerweile veröffentlicht werden, bemüht sich der Autor dieser Story, Deadpool als Charakter zu ergründen und ihm so einen gewissen Tiefgang zu verleihen. Insgesamt enthält der Band 5 abwechslungsreiche, gut erzählte Stories, denen es gelingt neue Aspekte mit der bekannten und bestehenden Continuity des komplexen Mutanten-Universums zu verbinden. Somit ist der vorliegende Band nicht nur für Fans der Mutanten, sondern auch für diejenigen geeignet, die dies erst noch werden wollen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Meisterhafter Abschluss, 1. März 2011
Allein der Titel zeigt, dass es im letzten Teil der Zusammenarbeit zwischen Frank Miller und Dave Gibbons, zweier Größen im Comic-Business, um alles geht. Martha kehrt mit ihrer Besatzung auf die Erde zurück. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre verursacht die allumfassende Software, Venus, aus Rache Chaos an Bord. Um Martha eine Lektion zu erteilen, muss folglich der Großteil der Besatzung sterben. Während eines Urlaubs wird Martha zu einer neuen Mission von Wasser gerufen. Sie folgt dem Ruf, obwohl sie verwundert ist. Gleich zu Beginn des Abschlussbandes werden Protagonist und Antagonist zweifelsfrei defi-niert. Martha ist die einzige, die erkennt, dass Venus mittlerweile eine globale Gefahr darstellt. Miller ist kein Autor leiser Töne. Deutlich warnt er, sich nicht zu sehr der Technik hinzu und sich so in ihre Obhut zu begeben. Miller hat seine Kritik schon sehr früh angebracht. Heute ist dieses Thema eigentlich aktueller denn je. Martha muss sich immer wieder im Kampf gegen die Maschine beweisen. Planung prallt da-bei ständig auf Improvisation. Als Leser verfolgt man natürlich das Geschehen aus der Sicht der Soldatin, so dass man sich fragt, was der geheimnisvolle Plan B von Venus ist. Gibbons erweist sich einmal mehr als Meister seines Fachs. Seine Panels sind mal klein gehalten und beziehen sich dann sehr auf die Charaktere, dann wieder groß als Splash Page aufgezogen, um das All oder Raumschiffe zu zeigen. Gerade die sehr detaillierten Dar-stellungen der Raumschiffe lassen den Leser auf dem jeweiligen Panel verweilen, weil sie einfach Spaß machen. Darüber hinaus bestimmt Gibbons so das Erzähltempo der Story mit, dass für den Leser selten berechenbar ist. So führen Autor und Künstler den Leser sicher und gekonnt zum Showdown zwischen Venus und Martha. Die Schlussstory ist fast 10 Jahre später entstanden. Gibbons und Miller hatten sich wegen anderweitiger Verpflichtungen eigentlich aus den Augen verloren. Dennoch war ihnen klar, dass sie noch einmal zu Martha Washington zurückkehren werden. Der Plot ist daher in einer apokalyptischen Welt ohne Ordnung sehr melancholisch gehalten. Er entmystifiziert das Leben und ist doch auch zugleich ein Appell für das Leben und den Frieden zugleich. Der Band wird durch sehr schönes Zusatzmaterial abgerundet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Hommage an Migration, 28. Februar 2011
Shaun Tan hat 2009 auf der Buchmesse den Jugendbuchpreis für Geschichten aus der Vorstadt des Universums gewonnen. Mit der Verfilmung seines Comics Die Fundsache ist er in der Kategorie Best Short Film (Animated) für einen Oscar nominiert. Ein neues Land ist das erste Werk des australischen Künstlers, das von Carlsen veröffentlicht wurde. Ein Mann muss seine Familie und seine Heimat verlassen. Er wandert in ein neues Land aus und stößt dabei auf Schwierigkeiten, in diesem neuen Land Fuß zu fassen. Tans Comic kommt gänzlich ohne Worte aus. Der Protagonist drückt sich in Gestik, Mimik und seiner Körpersprache aus. Die Atmosphäre im Heimatland ist bedrohlich. Hierfür stehen drachenähnliche Wesen, deren Erscheinen am Himmel düster und bedrohlich wirkt. Einmal im neuen Land angekommen muss der Mann erniedrigende Untersuchungen über sich ergehen lassen. Die Stadt, an der ankommt, sieht New York ähnlich. Bei der Ankunft werden die Einwanderer von einem Denkmal begrüßt und gleich hinter dem Hafen erstreckt sich eine Skyline in die Höhe. Der Ort der Untersuchung erinnert durchaus an Ellis-Iland, jene berühmte Quarantäne Insel. Der Mann stellt sich den Herausforderungen des Alltags. Alles ist ihm fremd - egal, ob es sich um fremde Gebräuche, Nahrung, Sprache, Hinweisschilder, sogar Badezimmeramaturen oder die fremde Währung handelt. Gerade wegen des Verzichts auf Sprache und der detailgetreuen Schilderung erlebt und leidet der Leser nahezu mit. Hierzu zählt auch die Einsamkeit, bis der Mann erste Bekanntschaften macht und Freundschaften schließt. Ihm läuft sogar ein skurril aussehendes Haustier zu. Seine erste Arbeitsstelle hilft ihm, weitere Kontakte zu knüpfen, und ist mit der Hoffnung verbunden, seine Familie nachzuholen. Natürlich hat die Geschichte auch einen biografischen Hintergrund. Tans Vater wanderte 1960 in Australien an, Shaun wurde dort 1974 geboren. Zu der Geschichte hat er sich darüber hinaus von alten Bildern und diversen Erzählungen inspirieren lassen. Diese Erzählungen baut er als Rückblenden in die vorliegende Story ein, die als eine Hommage an die Migration und für einen Neuanfang stehen. Generell ist seine Erzählung nicht linear, sondern ahmt vielmehr das wirkliche Leben mit seinen Irrungen und Wirrungen nach. Obwohl oder gerade weil Tan komplett auf Sprache verzichtet, ist die Story ungemein fesselnd. Daneben wird man als Leser bei jedem Lesen oder besser Betrachten des Bandes neue Details entdecken. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass der Band nicht gerade ein Schnäppchen ist, aber allein der Einband ist liebe- und kunstvoll gestaltet, so dass Ein neues Land auch eine Augenweide in jeder Sammlung ist.
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4.0 von 5 Sternen
Die Serie nähert sich ihrem ende, 21. Februar 2011
Der Dämon ist gefallen und hat sich in ein Energiewesen verwandelt, um so die Apokalypse herbeizuführen. Derweil wird Ji-A, Yius Bruder, operiert. Grundsätzlich verbindet man diese Serie mit jeder Menge Action. Doch der vorletzte Teil dieser Serie konzentriert sich zunächst auf erzählerische Momente, aber wer diese Serie vorrangig wegen der Action liest, wird nicht enttäuscht. Obwohl Yiu verfolgt und verletzt wird, ist sie entschlossen, ihrem Bruder während seiner Operation beizustehen. Der Titel des vorliegenden Albums, Buch des Lichts, birgt auch den Schlüssel zum Plot, der in einer Schlüsselsequenz als Buch über die Seele des Menschen metaphorisch und wunderschön erzählt wird. Gerade wegen des Kontrasts zu den Actionsequenzen können diese Panels ihre besondere Wirkung auf den Leser entfalten. Ein weiterer Unterschied zu den bereits vorliegenden Bänden besteht darin, dass Yiu diesmal nicht im Vordergrund steht. Vielmehr werden die Operation ihres Bruders, das Buch des Lichts sowie die noch immer drohende Apokalypse thematisiert, so dass man als Leser das Gefühl hat, dass die Autoren Spieler und Gegenspieler für den Abschlussband positioniert haben.
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