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Rezensionen verfasst von
Saeda

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Space Police - Defenders of the Crown
Space Police - Defenders of the Crown
Preis: EUR 17,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anschluss an "Hellfire Club" endlich gefunden!, 27. April 2014
Ich habe nie ein geheimnis darum gemacht: „Age of the Joker“ war nicht „mein“ EDGUY Album. Das mag aber auch der Erwartung geschuldet sein, denn die Presse versprach eine Rückkehr zum Melodic Metal und weg vom etwas erwachsenerem Hard Rock wie er auf der „Tinnitus Sanctus“ zu hören war. Leider hielt das Album Vergleichen wie „Mandrake“, „Hellfire Club“ oder „Theater of Salvation“ nicht stand, zu erzwungen wirkte vieles – Die Messlatte war aber auch sehr hoch.

Umso skeptischer ging ich an „Space Police – Defenders of the Crown“, wobei mich schon der Titel und das Cover optimistisch stimmten. Nein, EDGUY soll keine ernsthafte Band sein, hier soll mit gehörig Ironie ein Unterhaltsames Album geliefert werden, dessen Hooks nach dem ersten Durchlauf im Ohr hängen und dessen Lyrics sofort vom ganzen Fanchor mitgegrölt werden können.

Und zu meiner Freude ist die Musik auch so ausgefallen. „Sabre & Torch“ ist ein toller Opener, auf den ich mich live sehr freue, „Defenders of the Crown“ hat ganz geniale Melodien und eine erhöhte Geschwindigkeit, die mich stark an die Frühzweitausender erinnern, das könnte genausogut von der „Hellfire Club“ stammen. Schnelle, Melodiegeprägte Stücke, und man beginnt fast unweigerlich mitzusingen. Keine Einzelfälle, es geht so weiter: Teils rockig („Love Tyger“), teils mit tollen, hymnischen Gitarrenstücken („The Realms of Baba Yaga“ (Tolles Riffing), „Shadow Eaters“), eine Tolle Ballade mit „Alone in Myself“ und der überragende Abschluss mit dem 9-minuten Track „The Eternal Wayfarer“, der an die überlangen Stücke der Vergangenheit Edguys erinnert. Es sind genau solche Songs, die minutenlang fesseln und auf sich selbst aufbauen, die hervorragende von guten Alben abheben, wie es Tobi schon mit AVANTASIA zuletzt schaffte.

Das Ganze dargeboten fast stets in erhöhtem Midtempo mit einer Menge Spass die sich über die Musik direkt an den Höhrer überträgt und ganz automatisch ein Lachen auf die Gesichter zeichnet. Das, was ich mir vom Joker gewünscht habe, kommt hier also endlich.

Wer sich auf die stärksten Titel des Albums konzentriert, wird kaum glauben, dass 10+ Jahre zwischen „Mandrake/Hellfire“ und „Space Police“ liegen. Der Sound ist moderner, die Songs jedoch schliessen Nahtlos an die Klassiker an. Bravo, EDGUY, genau DAS erwarte ich von euch, genau in dieser Art und Weise, und genau diese Vorfreude auf den Livegig, der vor Jahresfrist in Bern überhaupt nicht vorhanden war, will ich nach einem neuen EDGUY Album spüren. Für Leute, die einfach unterhaltsame Musik hören wollen ist dies eines der bisher besten Alben 2014.

Anspieltipps: „Sabre & Torch“, „Defenders of the Crown“, „Love Tyger“, „The Realms of Baba Yaga“, „The Eternal Wayfarer“


Risen - [PC]
Risen - [PC]
Wird angeboten von online-shop
Preis: EUR 9,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Gothic, kein starkes RPG, 7. März 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Risen - [PC] (Computerspiel)
Immer wieder höre ich positives von Risen, es sei ein RPG mit Gothic Feeling (und ich bin ein grosser Fan von Gothic 1 und 2) und grosser Abwechslung. Keine Frage, Risen war für mich ein Pflichtkauf.

Zufrieden? Leider nein. Tatsächlich bin ich von Risen nicht überzeugter als von Gothic 3, und ich habe das starke Gefühl, die vielen positiven Meinungen rühren daher, dass die Spielerschaft an Risen nur begrenzte Anforderungen hatte. Aber eins nach dem anderen:

1. Story
Für mich das mit gewaltigem Abstand wichtigste Element. Geradlinig, sympathische Charaktere, spannend, mit dem entsprechenden Witz, das sind die Elemente die für mich eine starke Story ausmachen. Der neue Held wird an einen Strand einer scheinbar verlassenen Insel geschwemmt. Scheinbar gibt es drei Grundfraktionen, die Inquisition (Stabkämpfer mit Grundsätzlichen Magiekenntnissen), Die Banditen (starke Kämpfer ohne Magie) und die Magier (einfache Stabkämpfer mit grosser Magie). Geradlinig ist die Story eindeutig, aber Spannung hat sie bei mir nie hervorgerufen. Schon in Kapitel 2 war das Ende vorhersehbar, etwas das nicht einmal auf die schlecht ausgearbeitete Story von Gothic 3 zutraf. Die Charaktere sind nicht schlecht gemacht, aber alles in allem wirkt es sehr simpel gehalten. Gut sind jedoch die zahlreichen Pointen in den Dialogen, die teilweise auch Referenzen auf Gothic ("Tetriandoch") sind. Aber eine Story die ich beim ersten Versuch auf mittlerer Schwierigkeit in nicht einmal 20 Stunden durchgespielt habe, obwohl ich regelmässig Nebenquests gemacht habe, ist viel, viel zu wenig. Also eine Enttäuschung.

2. Grafik
Nicht das wichtigste Argument, wichtiger als moderne Grafik ist eine lebhafte Gestaltung und eine atmosphäre, in der man selbst gerne leben würde. Allerdings muss man schon sagen, die Grafik von Risen ist vorletzte Generation, wirkt überholt, und teilweise auch nicht ganz korrekt (Der Held hat sich wohl mehrfach die Beine gebrochen...). Aufgeholt wird dies mit der trotzdem schönen Atmosphäre, gerade am Meer, wieder gutgemacht. Dass die Flora mehr oder weniger gekünstelt wirkt, ist dabei Nebensache. Für mich ein wichtiger Aspekt ist die Darstellung der Waffen in Fantasy RPGs. Hier scheitert Risen allerdings erneut, mit sehr wenigen Ausnahmen sind die Waffen 08-15 oder ausgefallene Spezialwaffen, die nicht nur unrealistisch sondern auch nicht sonderlich gut aussehen. Auch in Sachen Grafik mehr oder weniger eine Enttäuschung.

3. Gameplay
Hierbei sind die Grundsätze die gleichen wie in jedem Rollenspiel: Klicken für Aktivieren oder Kämpfen, Rechtsklick für Blocken, Bewegen mit der Tastatur. Interessant ist hingegen die Tatsache, dass man im Kampfsystem von Risen deutlich taktischer vorgehen muss. Totklicken geht nicht. Ausserdem nutzen die Gegner eine offene Deckung gekonnt aus. Etwas schlecht finde ich die Tatsache, dass sich der Gegner augenblicklich von einem Treffer erholen kann, und zum Gegenangriff übergehen kann. Etwas, das der Spieler nicht kann. Umso wichtiger ist eine gute Deckung und selbst eine offene Deckung sofort mit einer kurzen Kombo auszunutzen. Hier ist Risen ein Beispiel für gutes Gameplay in einem RPG. Hier kann das Spiel punkten.

4. Zuverlässigkeit
Auch bekannt als Buganfälligkeit. Ein Hauptkritikpunkt an Gothic 3 - was ich nie verstanden habe, SO viele Bugs habe ich nicht gefunden und Abstürze waren selten. Risen soll massiv weniger haben. Das habe ICH aber anders erlebt. Kaum ein Tag ohne Absturz, den mir auch die Community nicht erklären konnte. Zudem gibt es Fehler in der Story, also wenn man eine Quest zu früh in falscher Reihenfolge absolviert, kann man sie nicht beenden. Ich habe schon schlimmere Spiele gesehen, aber auch schon viel bessere.

Der Hauptkritikpunkt, den ich an Risen habe, ist aber, dass es viel zu klein ist. Die Welt habe "Die Grösse von Gothic 2". Damit dies stimmt, muss man aber das Minental und das Addon ausschliessen. In 10 Minuten kann man die ganze Insel überqueren, etwa die selbe Zeitspanne, die man benötigt, um Khorinis zu überqueren. Mit der fehlenden Abwechslung im Spiel und der vorhersehbaren Storyline wird Risen für mich zu einem Spiel, das den Anforderungen nicht annähernd gerecht wird. Risen ist ein durchschnittliches Spiel, das Spielern die sich gute RPGs gewöhnt sind, keinen langzeit Spielspass bieten wird. Leider.

Ich sage daher das exakte Gegenteil dessen, was viele hier erwähnen: Gothic Spieler sollten die Finger davon lassen (Was sie wohl nicht tun werden), während Neueinsteiger im RPG Genre gerne zugreifen dürfen.


Legend of the Shadowking
Legend of the Shadowking
Preis: EUR 19,21

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freedom Call erhebt sich aus den Ruinen, 1. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Legend of the Shadowking (Audio CD)
Wenn eine Band mit einem Lineup aufmarschieren kann, wie dies bei Freedom Call der Fall ist, dann erwartet man viel von den Alben. Ausnahmesänger Chris Bay und Drummer Daniel Zimmermann schafften es dabei durchaus, ihre Band über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen, wirklich in den Vordergrund treten konnte die Band jedoch nie. Der für deutschen Power Metal typische, melodische Sound mit der fröhlichen Atmosphäre wurde oft als Happy Metal belächelt und nur bedingt ernst genommen.

Legend of the Shadowking heisst nun die nächste Platte, mit der Freedom Call versuchen, die Kritiker zu überzeugen. Und weiter als bis Track 1 muss man auch nicht gehen, um zu wissen, dass sich die Anschaffung dieses Albums absolut lohnt. "Out of the Ruins" heisst dieser Opener, der sich zu einem der besten Power Metal Songs der letzten Jahre entwickelt, je länger er dauert. Kraftvolle Chöre, gallopierende Gitarren, Doublebass und ein Chorus der jedem Liebhaber melodischen Metals die Freudentränen in die Augen treiben wird. Ich stelle mir vor, wie bei dem Chorus 5000 Metalheads lauthals Mitsingen, und freue mich allein bei diesem Gedanken bereits auf die kommende Tour. Fakt ist aber auch, dass der Stil sich nach wie vor auf der Spur befindet, die von erwähnten Kritikern wohl erneut abgetan werden wird. Doch Tatsache ist, Out of the Ruins ist eingängig, Kraftvoll und melodisch und bietet somit alles, was man sich wünschen kann als Fan deutschen Power Metals.

Doch es bleibt keinesfalls dabei, dass nur ein Song heraussticht. Beim folgenden "Thunder God" fiel mir anhand des Riffs unmittelbar "Sweet Child o' Mine" von den Guns N Roses ein. Herausragend sind auch die beiden Merlin Songs. Während "Merlin - Legend of the Past" in die gleiche Kerbe schlägt wie "Out of the Ruins", also Kraftvollen Power Metal mit Chören und überaus melodisch, so ist "Merlin - Requiem" sehr ruhig. Die Ballade konzentriert sich auf Chris, der absolut zu Glänzen im Stande ist. Der wunderschöne chorus ist beide Male der gleiche und gefällt mir vor allem bei Requiem sehr gut, denn Chris bringt ungemein viel Emotion in den Song. Songs wie "Dark Obsession" sind dann der Schritt heraus aus dem Happy Metal, und betreten neuen Boden für Freedom Call. Düster kommt der Song daher. Ich habe mehrfach gehört, dass man sich dieses Experiment hätte sparen können, für mich hat es sich durchaus gelohnt, denn es generiert auch Abwechslung.

Fazit: Ein absolut gelungenes Konzeptalbum, das nur teilweise als solches daherkommt und mit einigen bemerkenswerten Stücken und einem Absoluten Kracher mit "Out of the Ruins" glänzen kann. Freedom Call haben mich mit diesem Album trotz den hohen Erwartungen sehr beeindruckt und sind für mich ein heisser Kandidat für das Album des Monats Januar. Für so einen Titel wird die Konkurrenz aber wohl zu gross sein, doch wer Freedom Call früher schon mochte oder allgemein auf melodischen Power Metal und Chöre steht, der kann bedenkenlos zugreifen und wird viel Spass an dieser Scheibe haben. Und wer den Stil von Freedom Call jetzt noch belächelt, dem ist nicht mehr zu helfen, denn trotz des melodiösen Stiles ist Legend of the Shadowking ein seriöses und sehr starkes Power Metal Album und bislang das beste, was Freedom Call geschaffen hat.

Anspieltipps: Out of the Ruins (!), Thunder God, Merlin - Legend of the Past, Merlin - Requiem, Dark Obsession, Remember


Pandeamonium
Pandeamonium
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Kurz aber Herausragend, 23. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Pandeamonium (Audio CD)
Ich habe mir zwar beide Scheiben der vier Schweden auf einmal gekauft, jedoch von beiden nur je einen Song gekannt, und mich daher entschieden, sie auch in Erscheinungsreihenfolge zu hören. "In Shadows Lost From The Brave" setzte den Massstab allerdings gleich sehr hoch, kann da ein gerade mal ein Jahr später erschienener Silberling das Debüt toppen?

Ich habe schlechte Erfahrungen mit zu überhastet herausgegebenen CDs gemacht, was sich auch hier in vor allem einer Zahl zeigt: Knappe 40 Minuten nur ist "Pandeamonium lang, eine Spielzeit die wohl auch aufgrund der schnellen Veröffentlichung um für meinen Geschmack sicher 10 Minuten zu kurz ausgefallen ist. Doch Spieldauer ist natürlich nicht das wichtigste, daher widme ich mich nun dem, was wirklich zählt: Der Musik.

Und da machen Ronny, Jan Thore, Toya und Nobby genau da weiter, wo sie aufgehört haben. Dieses Mal ohne Intro geht es mit "Deception" sofort mit einem Klassetrack mit Doublebass los. Insbesondere die Ausdrucksstarke Stimme von Jan Thore fällt sofort wieder auf. Erneut ist auch ein kraftvoller und eingängiger Refrain ein Stilelement, welchem sich Saint Deamon bedienen, und genau wie im Vorgänger wird man auch hier zum Mitsingen richtig gehend angestiftet.

Der Titeltrack ist dann eher ein ruhiger Song. Wer mein Review von "In Shadows..." gelesen hat, weiss, dass mir die Jungs vor allem bei Uptempo Songs sehr gefallen haben. Doch Pandeamonium, welches auch derzeit als Intro für die Homepage der Band dient, überzeugt mit viel Emotion, ohne dabei aber kitschig zu werden. An diesem schmalen Grat sind schon viele deutlich namhaftere Bands gescheitert, Saint Deamon schafft diesen Spagat aber souverän und liefert ein Highlight ab, welches vor allem die oft geforderte Innovation bringt, denn der Song bedient sich zwar bekannter Elemente, klingt dabei aber frisch und lässt durch und durch vergeblich nach passenden Vergleichen suchen. Auch das ist für mich ein Zeichen, dass Saint Deamon zu grösserem als zu einem Mitläufer der grossen auserkoren sind.

Im zweiten Teil des Albums kommen dann mehr schnellere Tracks. "Fallen Angel" und "The Deamon Within" schlagen dabei in die selbe Kerbe wie die schnelleren Songs des Vorgängers, Kraftvolles Riffing, welches Einflüsse die Einflüsse der Band zeigt. In den Soli sind sie dann jedoch wieder sehr innovativ, denn diese lassen sich nur schwer zuordnen, gefallen aber mit ausgefeilten Melodien, die man doch meist noch nicht gehört hat. Daumen Hoch.

"Oceans of Glory" heisst dann aber der für mich beste Track des Albums. Das Keyboard Intro, das genau richtige Tempo, die Ausdrucksstarken Vocals, Riffs die mich als Gitarrist richtig dazu auffordern, den Track zu lernen, und ein Chorus, bei dem man einfach mitgrölen muss, egal ob man singen kann oder nicht - beim ersten Mal rate ich aber, das Jan Thore zu überlassen, denn dieser gehört definitiv zu den ganz starken Sängern. Auch das Solo zeigt den Stil, den ich bereits erwähnt habe, bekannt, aber doch in der Form noch nie dagewesen und kann inzwischen als Typisch Saint Deamon beschrieben werden. Der Track fesselt mich, und zwar von der ersten bis zur letzten Sekunde und zeigt ganz grossen Power Metal.

Saint Deamon schaffen das gleiche wieder, was ich schon vom Vorgänger sage: Kein Song fällt wirklich ab. Nicht jeder ist ein Highlight, doch die durchschnittliche Qualität ist sehr hoch, und wird von richtigen Hits wie "Deception", "Pandeamonium" und "Oceans of Glory" noch zusätzlich angehoben. Saint Deamon hat mich schwer beeindruckt, und ich kann erneut jedem Fan von Hardrock, Heavy Metal und Power Metal nur dazu Raten, sich die Scheibe zu kaufen, denn was ihr darauf hören werdet, zeigt, dass Saint Deamon schon deutlich weiter sind als es ihr Ruf ist. Die Band ist ein Juwel von grosser Qualität und man wird definitiv noch viel von ihnen hören.

Anspieltipps: Deception, Pandeamonium, The Deamon Within, Oceans of Glory


In Shadows Lost from the Brave
In Shadows Lost from the Brave
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 47,25

5.0 von 5 Sternen Debüt mit grossem Potential, 23. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: In Shadows Lost from the Brave (Audio CD)
Um heute aus der Flut von Veröffentlichungen herauszustechen, bedarf es schon einigem. Was haben die "Heiligen Dämonen" aus Skandinavien vorzubringen, um nicht auch nur ein weiterer Name im grossen Metal Universum zu sein?

Nun, als erstes sind da sicher die Bandmitglieder, welche allesamt schon bei grossen Namen Erfahrungen sammeln konnten. Individuell müssen also Sänger Jan Thore Grefstad, Gitarrist Toya Johansson, Bassist Nobby Noberg und Ronny Milianowicz an den Drums also sicher etwas drauf haben. Auch die Produktion, ausgeführt durch Jens Bogren, liess auf etwas hoffen, denn dieser hat ja schon mit Namen wie Hammerfall, Amon Amarth oder Paradise Lost u.a. zusammengearbeitet.Die Verpackung stimmt also - im wahrsten Sinne des Wortes, denn auch das Cover ist sehr sehenswert und wird somit auch Leuten, die ihre Spontankäufe anhand von Covern tätigen, zusagen.

Und nach dem wohlgemerkt überflüssigen Intro geht es auch so los, wie ich es hören wollte: "My Judas" beginnt dunkel und wird beim Einsatz schonmal sehr Hart, wobei ein hervorragendes Power Metal Riff darüber liegt. Die Strophen erinnern dann etwas an im Hardrock beliebte Stilmittel, während Jan Thore seine Stimme unter Beweis stellt, welche auch schnell überzeugt. Der Refrain mit Ohrwurm Potential rundet dies dann ab.

Und es ist nicht etwa so, dass die Schweden ihr bestes Pulver gleich zu Beginn verschiessen, "My Judas" ist nur der Auftakt zu einem durch und durch einfach nur hervorragenden Album. Denn es geht in gleicher Weise weiter, wobei Saint Deamon vor allem bei Uptempo Nummern wie dem Titeltrack oder "The Brave never Bleeds", welches nach einem etwas verspielten Intro zu einem der besten Songs auf dem Silberlin heranwächst. Egal, auf welches Instrument man sich konzentriert, viel Kritik gibt es nicht zu üben, die Junge beherrschen ihre Geräte und Stimmen und spielen auch hervorragend zusammen.

Ich rate aber davon ab, von Track zu Track zu springen, um den persönlichen Favorit zu finden, die Auswahl ist zu gross, denn kein Song fällt wirklich ab. Für mich findet sich der Höhepunkt am Ende, denn der Bombastische und eingängige Chorus von "Run For Your Life" war einer der Gründe warum ich mir die Scheibe zugelegt habe. Ein Hymnenhafter Midtempo Track, der ein Debüt abrundet, das die altbekannten Elemente mit neuem verbindet. Wirken die Strophen oft ruhig, so wird die Intensität beim Refrain sofort wieder erhöht, die Soli sind Extraklasse und man merkt auch, dass mit Ronny ein wirklich hervorragender Drummer die Band vorantreibt.

Wer Heavy Metal und Power Metal mag, bei dem sage ich sofort: Das ist ein Pflichtkauf. Saint Deamon zeigt alles, um zu einer wirklichen Grösse heranzuwachsen. "In Shadows Lost From The Brave" Zeigt auf, was die Jungs können, und das ist einiges, und mehr als genug, um sie von der breiten Masse abzuheben. Auch das Songwriting ist stark, denn wie erwähnt, kein Song fällt ab und alle haben ihre Highlights, und man will am liebsten jeden einzelnen Song gleich wieder hören.

Anspieltipps: My Judas, In Shadows Lost from the Brave, The Brave Never Bleeds, Run for your Life


The Crucible of Man (Something Wicked Part II)
The Crucible of Man (Something Wicked Part II)
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durchschnitt mit Lichtblicken, 3. Dezember 2009
Eines gleich zum vorneherein: Trotz der Rückkehr von Matt Barlow zu Iced Earth wird man keine Wunderdinge erwarten dürfen, und ich glaube das ist ein Hauptgrund für das Scheitern des Albums bei vielen Fans und Kritikern. Ich muss allerdings sagen dass der Silberling gar nicht so übel ist, auch wenn ein Klassiker ala "Ten Thousand Strong" wie im Vorgänger fehlt. Dafür muss ich aber sagen dass der auch gleich das einzige war, was mir an "Framing Armageddon" gefallen hat.

Was hat das Album drauf? Nun, Viele der Songs sind simpel gehaltene Midtempo Stücke. Diese Art Song hat die Pflicht, sofort ins Ohr zu gehen und dort zu bleiben, fehlende Eingängigkeit wirft ihn dagegen sofort aus der Playlist. Leider sind das nur zu viele geworden. Hätte man Framing Armageddon und The Crucible of Man zu einem Album zusammengelegt und nur das beste aus den beiden genommen, es wäre ein hervorragendes Werk geworden, aber gut 2/3 der Scheibe sind gefühlte Füller.

Dabei fängt alles noch gut an, "Behold the Wicked" hat eben jene Eingängigkeit. Doch als Gitarrist muss ich sagen, dass der Song sich bei mir nicht hält, ich werde ihn nicht nachspielen weil er spätestens nach einer Minute langweilig wird. Da hofft man aber vielleicht noch, dass das Songwriting noch bessert, wobei die charismatische Stimme von Matt auch hier bereits einen Qualitätsschub gibt. Hoffnung aber wird gerne vergehen bei vielen der kommenden Songs. Ein weiterer Lichtblich ist dann "I walk alone". Hier zeigt sich, dass Schaffer es doch kann mit dem Songwriting, obwohl auch dieser Song die Eingängigkeit vermissen lässt, wirkt er nach mehrfachem Anhören immer besser. Man sollte nicht jeden Song nach dem ersten Mal abschreiben. Nicht schlecht, nach fünf gefühlten füllern.

Es folgen aber 4 weitere durchschnittssongs, von denen mich keiner begeistern kann. "Divide, Devour" erhöht dann nicht nur das Tempo, sondern gibt auch deutlich mehr Härte in das bislang doch recht sanfte Gemisch, bedenkend dass es sich doch um eine Band handelt die von Härte lebt. Und bereits beim zweiten Chorus fühlte ich das Bedürfnis, "I will devour, I will devide" mitzugrölen. Ein gutes Zeichen, denn plötzlich macht die Scheibe spass.

Wenn es auf dem Album aber einen Song gibt, der wirklich als sehr gut einzustufen ist, dann ist es "Come what may". Hier stimmt es nun endlich, und als hätte Schaffer dies gewusst, es ist der längste Song auf der Scheibe und jede Sekunde wert. Bereits beim Hauptriff wird klar, dieser Song hebt sich deutlich vom Rest ab. Die gallopierenden Gitarren während der Strophen untermalen Matts hervorragende Stimme hier sehr gut, immer wieder wird mit hartem Zwischenspiel noch etwas Intensität eingefügt. Doch ohne Matt wäre auch dieser Song nicht weit über den anderen anzusiedeln. Während des Chorus oder nach einem ruhigen Mittelteil liefert der Song dann auch ein sehr würdiges Finale, die im hintergrund spielenden Gitarren während der Überleitung, in welcher Matt einfach nur brilliert, klingen einfach nur hervorragend. Die letzten drei Minuten des Songs könnte ich in Endlosschleife hören, sie würden nicht langweilig, doch auch als ganzes ist der Song sehr gut gelungen und gefällt mir persönlich sogar besser als "Ten Thousand Strong".

Es ist letztlich "Come What May", welches den vierten Stern holt. Mehr noch, vielleicht rettet es den Song sogar vor dem verlust des dritten, denn gerade mal 4 brauchbare Songs über rund 20 Minuten auf einem Album, welches 60 Minuten spielt, das ist zu wenig. Gerade wenn nur ein Song wirklich stark ist. Iced Earth hat auch auf dem zweiten Teil der Something Wicked Saga ein paar Glanzmomente, die herausstechen. Aber davon abgesehen ist es doch nicht mehr als Durchschnitt geworden. Wenn euch die paar Songs das Album wert sind, dann kann ich definitiv die Kaufempfehlung abgeben, ich rate aber von diesen abgesehen die Erwartungen stark zu drosseln, sonst werdet ihr euch unter den enttäuschten Fans einreihen. Ich denke, Schaffer sollte sich mehr mit dem schreiben guter Songs und Riffs abgeben als mit dem erfinden einer Konzeptstory, die dann doch nur in den Hintergrund gerät. Primäres Ziel sollte gute Musik sein, die findet man hier leider viel zu selten.

Anspieltipps: "Behold the Wicked", "I Walk Alone", "Divide, Devour", "Come what may"


To the Grave (Ltd. Digipak)
To the Grave (Ltd. Digipak)
Preis: EUR 15,25

5.0 von 5 Sternen Kriegshymnen mit Kultpotential, 1. November 2009
Rezension bezieht sich auf: To the Grave (Ltd. Digipak) (Audio CD)
Es ist einmal mehr eine Schande, wie undurchsichtig der Metal Markt ist. Die Medien hieven selbst drittklassige Popmusik in den siebten Himmel, verlieren aber nie oder selten ein Wort über irgendwelche Metal Bands. Es ist für mich daher auch wenig erstaunlich, dass aufgrund der Tatsache, dass ich ihren Weg noch nie gekreuzt habe, ich Iron Fire seit 10 Jahren übersehen habe. Youtube sei Dank ist Metal unter dem Volk einer ganz anderen Beliebtheitsstufe zuzuordnen als die Medien das gerne hätten...

Zum Album: Ich bin auf "To the Grave" über ein Onlinevideo gestolpert, das mir dieses rein zufällig als Empfehlung angezeigt hat. Am Ende von "Kill for Metal" kannte ich nur einen Ausdruck für das soeben gehörte: Hell Yeah!

Kill for Metal ist dabei ein hervorragendes Beispiel womit diese Scheibe besticht. Es gibt immer wieder Leute, die sich über den Gebrauch von Klischees aufregen. Ich sage: Im Metal sind diese Klischees nicht nur erwünscht, sondern Pflicht! Hart und schnell spielen kann ich auch, es würde nur keiner hören wollen. Erst wenn man fast gezwungenermassen zum den Kopf im Rhytmus bangen kann, erst wenn ein Solo purer Exzess ist, erst wenn die Ohren vom Doublebassing dröhnen und erst wenn man zum Chorus einfach "TO THE GRAVE" mitgröhlen muss, erst dann ist ein Song wirklich purer True Metal. Und erst dann ist er wirklich hörenswert.

Und so geht es quer durch das Album. Iron Fire hat mich beeindruckt, die Musik verbindet Härte und Harmonie im perfekten Einklang, ein Kracher reiht sich an den nächsten. Von "The Kingdom" über "March of the Immortals" bis "Frozen in Time", fast jeder Song auf dem Album hat das Potential, absoluter Kult für den Metalhead zu werden.

Wer nicht unter oben erwähnter Klischeephobie leidet, für den ist das Album ein absolutes Muss. Wer je zu Bands wie Manowar, Hammerfall oder Iron Maiden die Faust in die Lust gestreckt hat, den wird Iron Fire mit dieser energiegeladenen Scheibe im Sturm erobern - bei mir dauerte es 24 Stunden, bis ich sie nicht mehr aus meiner Playlist wegdenken könnte.

Anspieltipps: Kill For Metal, The Kingdom, To The Grave, Frozen In Time


Star Wars: The Clone Wars - Die komplette erste Staffel (4 DVDs, Giftset)
Star Wars: The Clone Wars - Die komplette erste Staffel (4 DVDs, Giftset)
DVD ~ Dee Bradley Baker
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 28,19

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend dank der Klone, 31. Oktober 2009
Ich war ja erstmal skeptisch was die neue Serie aus dem "Star Wars" Universum betrifft. Wie der Name "Clone Wars" schon sagt, geht es um die Kriege zwischen den Episoden 2 und 3 und zeigt dabei die Ereignisse diverser Scharmützel in diesen Kriegen.

Ganz besonders heraus sticht das neue Element von Anakins Padawan Ahsoka Tano. Die Wortgefechte zwischen den beiden sehr sturen Charaktere sind sehr unterhaltsam. Etwas unrealistisch ist dabei die Tatsache dass Ahsoka bereits jetzt scheinbar den meisten Jedi Rittern das Wasser reichen kann, obwohl sie erst seit einer Weile der Padawan von Anakin war. Hat man in den Star Wars Filmen noch gesehen dass es für einen Padawan eine Herausforderung darstellt, die Macht zum Bewegen von Gegenständen zu benutzen, so scheint dies für Anakins Padawan das normalste der Welt zu sein. Davon abgesehen würde ich Ahsoka als klassischen Sidekick sehen, die mithilft, die Protagonisten auf Trab zu halten.

Auch neu sind die Klone, die viel mehr in den Vordergrund rücken als in den Filmen. War in Episode 3 noch die einzig erwähnenswerte Szene von Commander Cody, den Abschuss von Obi Wan zu befehlen, sind er und Captain Rex in "The Clone Wars" sehr interessante Charaktere. Der gelassene und brilliante Stratege Cody hält sich meist etwas zurück und überwacht, der Willensstarke und Agressive Rex steht immer an vorderster Front und besticht mit cleverness. Ich muss sagen dass mir die Episoden mit den Klonen am besten gefallen haben, erwähnenswert sind hierbei "Rekruten" und "Der unsichtbare Feind".

Die Animation ist dabei hervorragend, die Bewegungen wirken natürlich. Sehr gut sind die Körperhaltungen der Klone inszeniert, die Soldaten wissen aus den Gegebenheiten auf dem Schlachtfeld viel zu machen. Und bei den Lichtschwertkämpfen der Jedi sowie deren Machteinsatz sind natürlich nun die Physischen Beschränkungen die man in den Filmen noch gesehen hat weg. Trotzdem scheint die Serie unglaublich realistisch, soweit das für die Star Wars Franchise überhaupt möglich ist.

Bislang hätte ich gesagt: Sehr gute Arbeit, aber nicht genug für den fünften Stern. Aber auch die Synchronisation ist hervorragend. Als Liebhaber der Originalsprachen habe ich natürlich die Englische Version favorisiert, aber ich kenne nur wenige Serien wo den Charakteren so viel von ihrem Wortwitz beibehalten wurde und wo sie sich derart Charakterisieren lassen. Zwar ist der deutsche Obi Wan ein anderer als der Amerikanische, aber beide sind sehr gut gesprochen. Das war es was mich überzeugt hat, denn genau die schlechte Synchronisation ist es, die mich immer weiter vom Seriengucker entfernt.

Staffel 2 schaue ich mir inzwischen auf englisch an, werde es aber mit Sicherheit auch auf Deutsch tun und die DVD/Blue Ray (kommt auf das Equipment an) ist bei mir bereits jetzt ein eingeplanter Kauf.

Kaufempfehlung? Ich gebe hier keine ab.
Star Wars Fans werden sie sowieso kaufen
Star Wars Gegner werden sie sowieso nicht kaufen
Neutrale Zuschauer werden sich die Serie erst im Internet oder im TV ansehen und dann entscheiden. Für diese muss ich aber sagen: Ihr könnt es deutlich schlechter treffen.


Lawbreaker-Second Edition
Lawbreaker-Second Edition
Preis: EUR 19,25

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heavy Metal IS Forever!, 29. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Lawbreaker-Second Edition (Audio CD)
Es war purer Zufall, dass ich überhaupt auf Metal Law gestossen bin. Ein Zufall der sich als Glücksfall entpuppt hat. Eins vorneweg: Wer auf klassischen Metal im Stile der 80er mit Harten Riffs, kreischende Soli, Donnernde Drums und Kraftvolle Vocals steht, der MUSS sich die Band anhören.

Nachdem bereits das Debüt "Night of the Wolf" überwiegend positive Bewertungen unter Kritikerkollegen erhalten hat, waren die Erwartungen an "Lawbreaker" schon etwas grösser. Wie der Vorgänger beginnt auch die neue Scheibe mit einem ruhigen Intro, welches fliessend in den ersten Hammer "Crusaders of Light" übergeht. Und bereits zeigt sich eines der Merkmale der Band: Das charakteristische Gitarrenspiel. Ohne Zweifel von jenen Ikonen der 80er wie Manowar, Running Wild, Iron Maiden oder Judas Priest inspiriert hört man doch mehr als eine billige Nachmache. Sowohl die Riffs als auch die Soli werden im Ohr bleiben und nur nebenbei auf die Vorbilder der Band hinweisen. Es brauchte genau 2 Songs, ehe ich in der Lage war, den dritten ungesehen und nach wenigen sekunden als Metal Law einzustufen, das wird auch auf diesem Album so sein. Insbesondere weil Karsten und Thomas an der Axt einfach nur 1 A Heavy Metal darbieten.
Ob nun schnell wie in "Right to Rock" oder ruhig wie in "Heroes never Die", den Metalhead der seine Wurzeln kennt beeindruckt das gehörte. Und auch Karstens Gesang haut rein. Der Mann hat eine gewaltige Kraft in seiner Stimme. Der Gesangsstil ist dabei eindeutig als Eric Adams Stil zu identifizieren. Doch Karsten versteht es auch gut, seinen Gesang persönlicher zu gestalten. Das ist auch gut, er wird kein zweiter Adams werden, doch eine solche Stimme muss man einfach genau so zur Geltung bringen. Die hie und wieder auffallenden Aussprachefehler (z.B. "Sword") sind zu verzeihen - und können gar stiltechnisch etwas beitragen, ich bin mir gar nicht sicher ob ich ihm das wirklich anlasten soll...
In Sachen Härte kommen die vier Berliner auf jeden Fall ganz weit nach vorne. So auch auf "Open the Gates of Hell" Es stimmt viel im Zusammenspiel, das zeigt dieser Song beeindruckend und setzt dem Album einen weiteren Höhepunkt. Und die folgen hier aufeinander, denn auch der Tributsong "Metal Law" gehört dazu. Nicht nur ehrt man darin die Vorbilder und Legenden des Metal, nein, man differenziert sich auch von ihnen. "Wir sind Metal Law!" ist die Nachricht, die dieser Song uns eindeutig übermitteln soll.

Nun, das klingt alles nach gutem Metal, doch welchen Grund kann ich euch geben das Album zu kaufen? Das tu ich ehrlich gesagt gar nicht. Denn das überlasse ich der Band. Denn das ganze Album, so gut es auch ist, sieht in "Heavy Metal is Forever" eine wahre Metal Hymne, vor der ich mich nur in Demut verneige. Dass Heavy Metal unsterblich ist wussten wir sowieso längst. So treffend formuliert wie Metal Law hat das aber noch selten eine Band zuvor.

"Metalheads, Strong as Steel
Hand in Hand we stand together!
Metalheads, Strong as Steel
Heavy Metal is Forever!"

Das Gesetz des Heavy Metal wurde nie treffender beschrieben. Metal Law sind ein Rohdiamant, aus dem eine absolute Grösse des deutschen Heavy Metal werden kann. Geheimtipp sind sie längst, dieses Album bestätigt all das was man schon vorher von ihnen sagte. Wer bei diesem Werk nicht im Rhytmus den Kopf bangt und die Fäuste in die Luft streckt, hat es kaum verdient, sich Metalhead zu nennen.

Anspieltipps: Crusaders of Light, Between the Dark and Light, Open the Gates of Hell, Heavy Metal is Forever (...ach, eigentlich die ganze Scheibe!)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2010 7:30 PM CET


The Days of Grays
The Days of Grays
Preis: EUR 18,92

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stilrichtung? "Hervorragende Musik", 7. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: The Days of Grays (Audio CD)
Nachdem sich Sonata Arctica als eine der führenden Power Metal Bands der heutigen Zeit etabliert hatten war das letzte Album "Unia" für viele eine Enttäuschung. Ursachenforschung schnell betrieben: Obwohl die Songs "gut" waren, waren sie viel zu komplex. Struktur, die es braucht damit sich ein Song länger hält, war nicht oder kaum vorhanden. Und wenn ein Song nicht anspricht, hilft ihm alle Qualität der Bandmember nicht weiter.

Klar, dass meine Ansprüche an "The Days of Grays" zwar etwas niedriger waren, alles in allem sagt aber der Interpret eigentlich Qualität voraus. Etwas Skeptischer machte da die Aussage von Tony Kakko, dass Sonata inzwischen mehr eine Symphonic Rock Band seien und sich vom Power Metal abgewandt haben. Autsch - Auch wenn die ganzen Musikstile fliessend ineinander übergehen, so sind doch die klassischen Power Metal Songs von Sonata die ich am liebsten mochte, wie wohl auch viele andere.

Das Ergebnis beeindruckt mich allerdings tief. Ganz hat sich Sonata Arctica nicht vom Power Metal abgewandt, auch wenn man donnernde Drums und Gitarrengewitter selten findet. Trotzdem erinnern Songs wie "Flag in the Ground" klar an die Power Metal Band Sonata Arctica. Der Song beeindruckt mit komplexer Struktur, anders als jene auf Unia allerdings mit eingängiger Musik und Lyrics. Der "Chorus" (Please let me know everything's alright...) ist gewaltig.

Auch ein Wolfssong darf natürlich nicht fehlen. Das ist dieses Mal eine sehr melodische Ballade über "The last amazing grays" und handelt von einem alten Wolf, der zu Lebzeiten und nach seinem Ableben gleichermassen über die Jungen wacht, welche das Rudel nun an seiner Statt anführen sollen. Ein wunderschöner Song mit hervorragender Gesangsleistung. Schade, dass Tonys Stimme teilweise künstlich verändert wird, er ist ein hervorragender Sänger.

Aber das kann man genau so auch auf den Rest des Albums übernehmen. Sonata Arctica liefern hier ergreifende, nicht selten mit philosophischen Texten gespickte Songs. Wie Unia sind die Songs auch hier sehr kompliziert zum Teil und daher nicht immer geeignet, gleich beim ersten Hören hängen zu bleiben. Symphonic Rock? Power Metal? Symphonic Metal? Die Stilrichtung ist mir eigentlich egal, wenn die Musik so gut ist wie sie es auf diesem Album ist.

Wo lässt es den fünften Stern liegen? Mir fehlt einfach der eine Song der mir die Frage ob Sonata zu alter Stärke zurückfinden mit einem klaren "JA" beantwortet. Unia ist vorbei, The Days of Grays ist jetzt. Es bleibt fraglich, ob Sonata zurück zum Power Metal findet den ich an Scheiben wie Ecliptica so liebe, aber auch der etwas gemütlichere Stil dieses Albums ist mehr als hörenswert. Ich bin mehr als zufrieden, möglicherweise würde ein nächstes Album mich wieder dazu verleiten, meinen Zustand als "begeistert" zu bezeichnen.

Anspieltipps: The last amazing Grays, Flag in the Ground, Breathing


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