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Nils Neumann
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S.C.I.E.N.C.E.
S.C.I.E.N.C.E.
Preis: EUR 9,99

27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier ist der Name Programm!, 27. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: S.C.I.E.N.C.E. (Audio CD)
Wie in der Überschrift gesagt machen Icubus hier dem Album Titel alle Ehre. Das ganze Album ist eine Wissenschaft für sich, strotzt nur so vor Individualität, Genialität und Gefühl für die Musik.
Man merkt von Anfang an, dass jedes Bandmitglied sein Instrument perfekt beherrscht und mit Leib und Seele dabei ist.
Jose Pasillas hämmert auf seinen Drums extrem treibende, rythmisch nie einem Standardmuster folgende und immer exakt in time liegende Beats, für die er alles benutzt was sein Instrument hergibt, anspruchvolle Triple, Fills, Breaks, Rythmuswechsel etc gehen ihm von der Hand als ob es nichts wäre.
Alex Katunich am Bass sorgt mit seinen unglaublich groovenden, ständig von slap- auf fingerstyle wechselnden Basslines, die mal fett und funky, mal tief grollend, mal hoch singend und mal im ständigen Wechsel von allem daherkommen für ein Songgefühl wie es sonst nur sehr wenige (Beispiel: der gute alte Flea) rüberbringen.
Mike Einziger zeigt auf diesem Album ebenfalls sein ganzes Können: Harte Riffs, rythmisch orientiertes Spiel ohne melodiöses spielen zu vernachlässigen, Pickings, Akkordzerlegungen, alles was man irgendwie unterbringen kann.
Brandon Boyd letztlich experimentiert auf diesem Album noch viel mehr mit seiner Stimme als später. Das er eine geniale Stimme hat und wunderschöne Melodien mit seiner Fähigkeit des "gegen den Beat singen und dabei immer im Takt bleiben" verknüpft bekommt man auf den neueren Alben auch mit. Hier aber schreit er sich auch immer wieder die Gefühle aus der Seele und wirkt dabei genauso authentisch wie bei seinen sanfteren Versen. Texte sind hier meiner Meinung nach sogar teilweise besser als auf den neuen Scheiben, obwohl oft das Gegenteil behauptet wird.
Nun zu den Songs, die allesamt Glanzleistungen sind und sich zusammenfassend grob als "Alternative-Funk-Metal" oder noch gröber schlicht als Crossover bezeichnen lassen, wobei der Funk Anteil (gottseidank) hier noch sehr groß ist.
Meine Lieblingslieder des Albums sind "Vitamin", "New Skin", "A Certain Shade of Green", "Nebula" und VOR ALLEN anderen eindeutig "Deep Inside"
Vitamin besticht vor allem durch seinen sehr gelungenen langsamen Start der sofort Spannung erzeugt so dass man im Refrain nur noch mitschreien möchte. Nach 2 Minuten kommt eine sehr geniale Bridge die perfekt in den letzten Durchgang führt. Super Knaller zum Mitsingen, -schreien und springen.
New Skin hat eine hammerkrasse Strophe von Bass und Drums und einen nicht zu toppenden Refrain und wieder eine absolut geniale Bridge. Bongos werden sehr gut eingesetzt.
A Certain Shade of Green ist einfach nur ein Klassiker mit ausgezeichnetem Bass und eingängig genialem Riff, Strophe ist vom Rythmus so verquer, dass man sie erst nach mehrmaligem Hören richtig fassen kann. Nach ungefähr 2 min kommt mal wieder eine ultra funkige Bridge. Enjoy
Nebula zeigt die Stärke des Drummers und hat einfach eine ganz eigene Atmosphäre mit hammerhart beginnendem Refrain der von einem psychedelischen Part unterbrochen und gleich wieder fortgesetzt wird. Brandon zeigt seine oben genannte Fähigkeit ;)
Jetzt zu dem meiner Meinung nach absolut besten Song der je von Incubus geschrieben wurde: "Deep Inside". Zu Beginn klassischer Funk, der sowas von grooved und "smoove" und chillig daherkommt, dass man einfach nur noch die Augen zumacht und genießt. Völlig unerwartet kommt dann der Start des Refrains mit verzerrter Monster-Schallwand und Shouting daher, anschließend geht es fließend wieder in Strophe mit anschließendem Jazz Part mit exzellenter Solo-Gitarre über, das ganze geht von vorne los, steigert sich schließlich weiter und endet dann mit dem geilsten Übergang von Gesang nach Solo den man je hören wird. Brandons Stimme verschmilzt einfach mit der nasal-verzerrten Gitarre und man lässt sich endgültig fallen und schon ist der Song vorbei. So flüssig radikal unterschiedliche Stile wechseln, dabei nie den Song als ganzen aus den Augen verlieren und auch noch perfekt den Text musikalisch umsätzen, da bleibt nur ein Wort: WoW!
Abschließend lässt sich zu diesem Meisterwerk der Musikgeschichte sagen, dass es sicher kein Album für Jedermann ist. Und damit meine ich nicht unbedingt, dass es nichts für Pop-Hörer ist die noch nie ein Instrument aus weniger als 20m Entfernung gesehen haben, sondern auch für diejenigen die sonst nichts mit Komerz zu tun haben wollen. Nehmen wir als Beispiel mal einen Metal Hörer. Dem gefallen eventuell die Funk-Einflüsse und die Basslastigkeit nicht. Dem Funk Hörer dagegen wahrscheinlich die harten Metal Parts nicht.
Daher ist diese Scheibe eher sowas wie eine Sammlung an Liedern "von Musikern für Musiker" die ähnlich, oder zumindest ansatzweise so experimentierfreudig sind wie die Jungs von Incubus, die seit diesem Album jedenfalls MEINE Lieblinge geworden sind.
Wer sich also mit meinen Schilderungen auch nur entfernt anfreunden kann, sollte dieses Album nicht verpassen. Wem das alles überhaupt nicht passt dem sei nur noch dieses Zitat genannt:
"Too bad, the things that make you mad are my favorite things" ;)


S.C.I.E.N.C.E.
S.C.I.E.N.C.E.
Preis: EUR 9,93

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Name ist Programm!, 27. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: S.C.I.E.N.C.E. (Audio CD)
Wie in der Überschrift gesagt machen Icubus hier dem Album Titel alle Ehre. Das ganze Album ist eine Wissenschaft für sich, strotzt nur so vor Individualität, Genialität und Gefühl für die Musik.
Man merkt von Anfang an, dass jedes Bandmitglied sein Instrument perfekt beherrscht und mit Leib und Seele dabei ist.
Jose Pasillas hämmert auf seinen Drums extrem treibende, rythmisch nie einem Standardmuster folgende und immer exakt in time liegende Beats, für die er alles benutzt was sein Instrument hergibt, anspruchvolle Triple, Fills etc gehen ihm von der Hand als ob es nichts wäre.
Alex Katunich am Bass sorgt mit seinen unglaublich groovenden, ständig von slap- auf fingerstyle wechselnden Basslines, die mal fett und funky, mal tief grollend, mal hoch singend und mal im ständigen Wechsel von allem daherkommen für ein Songgefühl wie es sonst nur sehr wenige (Beispiel: der gute alte Flea) rüberbringen.
Mike Einziger zeigt auf diesem Album ebenfalls sein ganzes Können: Harte Riffs, rythmisch orientiertes Spiel ohne melodiöses spielen zu vernachlässigen, Pickings, Akkordzerlegungen, alles was man irgendwie unterbringen kann.
Brandon Boyd letztlich experimentiert auf diesem Album noch viel mehr mit seiner Stimme als später. Das er eine geniale Stimme hat und wunderschöne Melodien mit seiner Fähigkeit des "gegen den Beat singen und dabei immer im Takt bleiben" verknüpft bekommt man auf den neueren Alben auch mit. Hier aber schreit er sich auch immer wieder die Gefühle aus der Seele und wirkt dabei genauso authentisch wie bei seinen sanfteren Versen. Texte sind hier meiner Meinung nach sogar teilweise besser als auf den neuen Scheiben, obwohl oft das Gegenteil behauptet wird.
Nun zu den Songs, die allesamt Glanzleistungen sind und sich zusammenfassend grob als "Alternative-Funk-Metal" oder noch gröber schlicht als Crossover bezeichnen lassen, wobei der Funk Anteil (gottseidank) hier noch sehr groß ist.
Meine Lieblingslieder des Albums sind "Vitamin", "New Skin", "A Certain Shade of Green", "Nebula" und VOR ALLEN anderen eindeutig "Deep Inside"
Vitamin besticht vor allem durch seinen sehr gelungenen langsamen Start der sofort Spannung erzeugt so dass man im Refrain nur noch mitschreien möchte. Nach 2 Minuten kommt eine sehr geniale Bridge die perfekt in den letzten Durchgang führt. Super Knaller zum Mitsingen, -schreien und springen.
New Skin hat eine hammerkrasse Strophe von Bass und Drums und einen nicht zu toppenden Refrain und wieder eine absolut geniale Bridge. Bongos werden sehr gut eingesetzt.
A Certain Shade of Green ist einfach nur ein Klassiker mit ausgezeichnetem Bass und eingängig genialem Riff, Strophe ist vom Rythmus so verquer, dass man sie erst nach mehrmaligem Hören richtig fassen kann. Nach ungefähr 2 min kommt mal wieder eine ultra funkige Bridge. Enjoy
Nebula zeigt die Stärke des Drummers und hat einfach eine ganz eigene Atmosphäre mit hammerhart beginnendem Refrain der von einem psychedelischen Part unterbrochen und gleich wieder fortgesetzt wird. Brandon zeigt seine oben genannte Fähigkeit ;)
Jetzt zu dem meiner Meinung nach absolut besten Song der je geschrieben wurde: "Deep Inside". Zu Beginn klassischer Funk, der sowas von grooved und "smoove" und chillig daherkommt, dass man einfach nur noch die Augen zumacht und genießt. Völlig unerwartet kommt dann der Refrain mit verzerrter Monster-Schallwand und Shouting daher, anschließend geht es fließend wieder in Strophe mit anschließendem Jazz Part mit exzellenter Solo-Gitarre über, das ganze geht von vorne los, steigert sich schließlich weiter und endet dann mit dem geilsten Übergang von Gesang nach Solo den man je hören wird. Brandons Stimme verschmilzt einfach mit der nasal-verzerrten Gitarre und man lässt sich endgültig fallen und schon is der Song vorbei. So flüssig radikal unterschiedliche Stile wechseln, dabei nie den Song als ganzen aus den Augen verlieren und auch noch perfekt den Text musikalisch umsätzen, da bleibt nur ein Wort: WoW!
Abschließend lässt sich zu diesem Meisterwerk der Musikgeschichte sagen, dass es sicher kein Album für Jedermann ist. Und damit meine ich nicht unbedingt dass es nichts für Pop-Hörer ist die noch nie ein Istrument aus weniger als 20m Entfernung gesehen haben, sonder auch diejenigen die sonst nichts mit Komerz zu tun haben wollen. Nehemen wir als Beispiel mal nen Metal Hörer. Dem gefallen evetuell die Funk-Einflüsse und die Basslastigkeit nicht. Dem Funk Hörer dagegen wahrscheinlich die harten Metal Parts nicht.
Daher ist diese Scheibe eher sowas wie eine Sammlung an Liedern "von Musikern für Musiker" die ähnlich, oder zumindest ansatzweise so experimentierfreudig sind wie die Jungs von Incubus, die seit diesem Album auf jeden Fall MEINE Lieblinge sind.
Wer sich also mit meinen Schilderungen auch nur entfernt anfreunden kann, sollte dieses Album nicht verpassen. Wem das alles überhaupt nicht passt dem sei nur noch dieses Zitat genannt:
"Too bad, the things that make you mad are my favorite things" ;)


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