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Rezensionen verfasst von
Claymore

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Godzilla [Blu-ray]
Godzilla [Blu-ray]
DVD ~ Bryan Cranston
Preis: EUR 7,89

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 27. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Godzilla [Blu-ray] (Blu-ray)
Anfangs startet der Film noch mit einer halbwegs sympathischen Familie, die aber leider schnell durch ein rasches "15 Jahre später" von der typischen Transformers-Familie ersetzt wird. Das heißt, der ältere kompetente Vater wird durch seinen Militär-Typ-Schablonensohn ersetzt, der übrigens aussieht wie die unheilige Verschmelzung von Shia LaBeouf und Adam Sandler. Gruselig!
Die taffe kurzhaarige Mutter wird von der geistlosen Blondinenfreundin (Schönheit: vielleicht eine gut gemeinte 5 von 10) ersetzt und es ist mir egal, dass sie Ärztin/Krankenschwester ist und bereits mit Militärtyp verheiratet, denn sie entspricht dennoch genau der geistlosen Blondinenfreundin, die wir so gut kennen. Nur dazu da, um sich zu sorgen und verzagend auf die Rückkehr von Militärtyp zu warten. Sogar der Sohn von Vater und Mutter, der vom Sohn vom Militärtyp ersetzt wird, sah noch besser aus, aber da die Verwandtschaft zwischen Vater und Militärtyp, dank dessen Teiggesichtigkeit bereits arg zu bezweifeln war, ist es wohl kein Wunder, dass das neue Söhnchen jetzt auch mehr Speck im Gesicht hat.

Man stöhnt also auf und bereitet sich darauf vor, die viel zu langen und unnötigen Szenen mit "der Familie" zu überstehen, wie das eben fast immer so ist, wenn man einen epochalen Actionstreifen dieser Tage schauen will. Vielleicht sollten Filmemacher mal darüber nachdenken "die Familie" aus ihren Filmen rauszuschneiden und stattdessen all die anderen weitaus interessanteren Charaktere, deren Werdegänge wir nicht schon zum millionsten Mal gesehen haben, zu Wort kommen lassen.
Zum Beispiel die Monster.
Diese verstecken sich leider ganz gerne wie in Cloverfield, nur eben ohne Begründung. Und sie sehen sogar aus wie die aus Cloverfield. Hm. Hätte man nicht einen der bekannten Godzilla-Gegner nehmen können?

Eins ist auch noch ungeheuer störend. Schon immer mussten wir das nutzlose Militär bei seinen nutzlosen Manövern beobachten, dabei weiß doch jedes Kind, dass Godzilla schon alles richten wird. Aber da unser Held ja leider ebenfalls Soldat ist, müssen wir immens viel von diesem nutzlosen Gedöns erdulden. Ich weiß ja nicht, was ihr von einem Godzilla-Film erwartet, aber ich erwarte Monster. Kämpfende Monster. Es ist frustrierend, wenn der Kampf gerade beginnt und zurück zum Militär geschnitten wird.
Ebenfalls frustrierend sind die interessant beginnenden Subplots, die einfach im Nichts verschwinden. Beispielsweise kümmert sich Militärtyp kurzzeitig um einen japanischen Jungen, der von seinen Eltern getrennt wurde. Der ideale Moment, um uns alle an unserem rührseligen Punkt zu kitzeln. Aber die gesamte Situation löst sich in Luft auf, egal wie auch immer Militärtyp es geschafft hat aus der in die Vertikale geratenen Bahn mit dem Jungen an einer Patschhand zu entkommen und in ein Stadion zu spazieren, wo sich viele Menschen am nächsten Tag gesammelt haben: Militärtyp verliert den Jungen dämlicherweise aus den Augen und dieser findet seine Eltern zwei Sekunden später, die dann mit ihm verschwinden, ohne sich bei dessen Retter bedanken zu können. Okay. In einer zerstörten Stadt mit Monstern in der Nähe mit einem Kind, um das man sich kümmern muss, zu überleben war wohl nicht interessant genug. Militärtyp musste wieder frei für Militäraction sein. Gähn!

Godzilla selbst ist natürlich nur dazu da, um das Gleichgewicht wieder herzustellen, wie man schon sehr früh von Ken Watanabe (verschwendete Rolle) erfährt. Von ihm geht absolut keine Bedrohung aus. Wenn ein paar Schiffe umkippen, weil Godzilla nun einmal so groß ist und sich beim Schwimmen durch nichts beirren lässt, dann ist das nicht seine Schuld. Wie kann man denn auch so hirnverbrannt sein und so dicht neben ihm mit Schiffen fahren?
Ich frage mich auch, welches Gleichgewicht er wieder herstellen soll. Welches Ungleichgewicht wurde denn von dem netten Monsterpärchen mit Nachwuchs erzeugt? Die wollten doch nur leben. Godzillas eigentliches Ziel ist wohl einfach alles zu vernichten, was die menschliche Zivilisation in Bedrängnis bringen könnte.
Nun muss man sich also tragischerweise ansehen, wie das Monsterpaar und dessen Babys getötet wird, nur damit Lebensformen wie Shia Sandler und Rest ungestört leben können. Gut gemacht, Godzilla. Ich hoffe, du bist stolz auf dich!

Lustig noch: Es gibt einen Alien-Detektor- Verzeihung! Einen Monster-Detektor. Und eine Szene, deren musikalische Untermalung sehr an eine Horde Affen und einen schwarzen rechteckigen Stein erinnert.


Evangelion: 3.33 - You can (not) redo [Blu-ray]
Evangelion: 3.33 - You can (not) redo [Blu-ray]
Preis: EUR 21,93

30 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Rezension für Nicht-Evangelion-Cracks, 18. Januar 2014
So, ich muss die paar schlechten Bewertungen ein wenig unterstützen, weil es sicher einige mehr gibt, die mit dem Film nicht viel werden anfangen können. Nicht unbedingt aus storytechnischen Gründen, sondern ein paar anderen. Vielleicht kann ich jemandem so die Enttäuschung ersparen, der sich einen netten Filmeabend und ein Wiedersehen mit seinen Lieblingscharakteren erhofft.

Ich gehe mal davon aus, dass man sich schon die Serie und die beiden Vorgängerfilme reingezogen hat, alles andere wäre... nicht sehr ideal.

Vielleicht kennt ihr es auch, ihr schaut euch eine Fernsehserie oder einen Film ein weiteres Mal an oder nehmt ein geliebtes Buch noch einmal in die Hand. Vielleicht liebt ihr diese Dinge genau so wie sie sind, vielleicht hegt ihr manchmal aber auch die irrationale Hoffnung, dass einige Ereignisse doch anders verlaufen würden, dass sich ein Charakter doch an einem Wendepunkt anders entscheidet oder dass jemand doch noch gerettet werden kann... allerdings ist dies natürlich unmöglich. Die Evangelion-X.XX-Reihe war für mich genau das: eine geliebte Serie, in der Veränderungen stattfinden; alles ist wieder völlig offen. Deswegen hat mir 2.22 sogar besser gefallen, gerade weil nicht nur die Grafik aufpoliert wurde und einige "neue" Engel mit kreativen Designs ihre Aufwartung machten, sondern weil wirklicher "Fanservice" hinzugefügt wurde und damit meine ich keine Nacktszenen oder Herumflirterei, sondern richtige Charakter-Momente (z.B. Rei, der Besuch des Aquazoos). Ich schaue gerne in die Köpfe meiner Lieblinge und nehme an ihren Gedanken, ihrer Vergangenheit, ihren Träumen, Wünschen und Ängsten Anteil.

Wie ich leider feststellen musste, fokussiert sich dieser Film ganz auf Shinji und weil nach dem Zeitsprung von 14 Jahren anscheinend jeder Charakter zum Mistkerl mutiert ist, will man das fast auch. Zum ersten Mal kann ich den armen Kerl fast schon leiden. Wir erfahren also nichts darüber, was die anderen Charaktere, die welche in Erscheinung treten, aus ihrem Leben gemacht haben (einzig die Vernichtung Nervs scheint die Motivation aller zu sein), oder ob die, die nicht mehr in Erscheinung getreten sind, tot sind oder sonstwo herumgeistern.
Shinji hingegen hat einige schöne Szenen: Wenn die Hand von Einheit Null durch die Wand bricht und sich ihm anbietet ist das quasi ein visueller Reim auf die erste Episode, wundervoller Gänsehautmoment. Es ist als würde der Zuschauer selbst aus diesem unangenehmen Pfuhl, in dem Shinji - gefürchtet, gehasst und mit einem Halsband versehen, das ihn auf der Stelle töten kann - sich befindet, gehoben werden.

Das ist auch einer der negativen Eindrücke des Films, er ist unangenehm. Der Hass, der Shinji entgegenschlägt, wirkt nicht gerechtfertigt, man glaubt, alle Menschlichkeit, selbst die seiner engsten Bezugspersonen, sei erloschen. Bis man erst einmal dahintersteigt, was er denn so Schreckliches getan haben soll, treibt man verloren dahin, man teilt quasi Shinjis Seelenzustand, aber nicht im positiven Sinne. Es ist, mangels sämtlicher Erklärungen, ein entnervter Spannungszustand, der in Gleichgültigkeit umschlägt. Warum soll ich mir das alles aufbürden, wenn ich absolut nichts verstehe?
Hierbei könnte man mit Sicherheit sagen, dass es ein Film ist, den man mehrfach sehen muss, aber ich für meinen Teil muss sagen, dass es sich für jemanden, der kein Hardcore-Evangelist ist, einfach nicht lohnt.
Die CGI- und Cel-Shading-Effekte wirken besonders bei maschinellen Objekten wie Games Academy: Erstes Semester. Das kann meine Eigenart sein, aber ich empfinde diese Objekte oder Personen stets als veraltet und hässlich, während selbst mittelmäßiger Zeichentrick quasi zeitlos bleibt. Die gesamte Technologie, obschon komplex in der Ansicht, macht insbesondere in Kampfszenen den Eindruck, als hätte man alles in die Waschmaschine geschüttet und ein paar Runden drehen lassen. Besonders die ersten Sequenzen bestehen zum einen aus Techno-Babbel wie man es gewohnt ist "Floccineucinihilipilifikation von Bruhaha zu 47,6792 Prozent abgeschlossen. Passierschein A38 erfolgreich sichergestellt. Subjekt besitzt die unorientierbare Form einer Klein'schen Flasche" und zum anderen aus Techno-Taten, deren Sinn und Heftigkeit in der Ausführung mir völlig abgehen.
Das Riesenflugschiff der neuen Organisation "Wille" sieht nicht sonderlich gut aus und mir ist schleierhaft wie die Menschheit in dieser roten Ödnis noch in der Lage ist solche... Götterdämmerungen zu bauen. Das Ungetüm wird sogar von marionettenartig an Fäden aufgehangenen einheitsgrauen Kriegsschiffen begleitet. Wenn man solche Szenen sieht und minutenlang mit ansehen muss wie das ganze Gedöns durch die Gegend scheppert, fragt man sich, was sich die Macher wohl dabei gedacht haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand Evangelion wegen dem hässlichen technischen Neben-Schnickschnack ansieht, vor allen Dingen da die Schiffe, Flugzeugträger etc bereits in der Serie nur Abfallprodukte waren, die in den Gewalten von Engel und Evangelion wie Sardinenbüchsen zerdeppert wurden. Diese Mühe hätte man ruhig in etwas anderes stecken können. Zum Beispiel ein paar hübschere Engel. Diese Wesen sind wohl das Faszinierendste an Evangelion. Ich kann mir keine andere Animeserie ansehen, wenn ich nicht mindestens etwas vergleichbar Geheimnisvolles und Fremdartiges zu Gesicht bekomme. Doch in diesem Film wirken sie nur wie Erweiterung des Maschinengeraffels und mir ist nicht ganz klar, ob am Anfang überhaupt einer da war, dank visueller Waschmaschinenfahrt.
Ein weiterer Punkt, der den Wert des Wiederansehens stark schmälert ist, dass es keine Momente gibt, die ich unbedingt nochmals sehen wollen würde. Ich möchte sehen wie Asuka Shinji einmal wieder eine reinzuhauen versucht? Nein. Ich möchte Brillerella/Bayonetta/Mari wieder pornös lächeln sehen, wenn sie etwas umlegen will? Nein. Ich will Shinji und Kaworu noch einmal den Flügel spielen sehen? Nein, Fantasia tut's da vielleicht besser. Ich will die neuen Charaktere noch einmal erleben? Nein, sie wirken alle wie Fremdkörper. Vorsicht, ein anderer Anime marschiert hier gerade durch.
Der ganze Film wirkt wie ein Hin und Her und Vor und Zurück. Tu es, tu es nicht. Ja, nein. Techno-Babbel. Der Kampf am Ende hatte auch nichts von der Wucht des Kampfes aus dem zweiten Teil. Shinji und Kaworu zusammen in einem Evangelion. Jetzt legen sie los! Nein, es war in etwa so effektiv wie Anakin Skywalker ein zweites Laserschwert zuzuwerfen. Zack, Arm ab. Oder hier: Kopf ab. Der Gegner war auch niemand anderes als Asuka und Brillerella und ihnen gegenüber kann ich nur "Warum seid ihr so...?!" empfinden. Dieser Film ist der Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 vom Ansehenswert und der Cherry 2000 von der Logik her.
Ich hoffe und flehe sehr, dass der vierte Film wieder eine Richtung einschlagen wird mit der ich etwas anzufangen weiß und wenn es die ganze Zeit nur Psychoanalysen, Klappstühle und Fahrten mit der S-Bahn sind. Einzig die Fotos von Gullideckeln kann er behalten.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 12, 2016 1:51 PM MEST


Total Recall
Total Recall
DVD ~ Colin Farrell
Preis: EUR 5,55

41 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schnarch!, 16. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Total Recall (DVD)
Ich ging völlig unvoreingenommen an den Film heran, da ich mich an die Handlung des Originals nur noch stückweise erinnern konnte und generell Neuinterpretationen nicht abgeneigt bin. Doch der Film hat sich schon ab der ersten Sekunde als einziges Ärgernis entpuppt.
Die Traumsequenz am Anfang ist von solch einem Flimmern und Geblitze erfüllt, dass ich meinem Gehirn gedankt habe kein Epileptiker zu sein, was dieses Erlebnis allerdings auch nicht viel angenehmer gestaltete... Dadurch war mir quasi komplett egal, was sich gerade überhaupt ereignete, ich dachte nur "Mach, dass es aufhört...!!". Als diese Sequenz endlich vorbei war und ich meine Hände wieder aus meinem Gesicht nehmen konnte, legte sich das Gefühl des "Mir ist alles komplett egal" jedoch nicht. Ich erinnere mich an keinen Film, wo es mir so dermaßen gleichgültig war, was passiert. Ich bin noch nie vom Sofa oder Kinosessel aufgestanden, um einen Film vorzeitig zu verlassen, das war für mich quasi so etwas wie Blasphemie. Aber hier habe ich den Drang zu gehen nur mit äußerster Mühe unterdrücken können.
Der Rest ist eigentlich schnell zusammengefasst: Nachdem unser Held zu Rekall gegangen ist, geht der Film in eine einzige Verfolgungsjagd über. Verfolgt wird er unter anderem von seiner Frau, deren schauspielerisches Talent über Mund-offen-stehen-lassen nicht hinausreicht, was mitunter eine unfreiwillige Komik erzeugt, die wohl den größten Unterhaltungswert des Filmes darstellt. Später bekommt unser Held, für den wir nach wie vor rein gar nichts empfinden, noch eine andere Tuhse ab. Man könnte diese beiden Frauen als einen guten und einen bösen Zwilling bezeichnen, denn es war mir nicht möglich, die beiden auseinanderzuhalten, besonders nachdem die Gute ihren Pferdeschwanz (den einzigen Unterschied bildeten die Frisuren) losgeworden war. Vom Sprechen her, waren die beiden nämlich auch identisch. Diesselbe Art "Scheiße" zu sagen, dieselbe Art den Mund offen stehen zu lassen (vielleicht wird das jetzt an Schauspielschulen gelehrt: Wenn alle Stricke reißen und du null Emotion rüberbringst, dann mach den Mund auf, damit der Zuschauer sich vorstellen kann dort ein Fischstäbchen hineinzustecken und darüber albern zu kichern!)

Was wohl ziemlich zur gleichgültigen Atmosphäre beigetragen hat, waren wohl nicht nur die Charaktere, sondern auch die konsequenzenlose Action. Man kennt das ja: Wird auf ein Auto geschossen, gehen erst einmal alle Fensterscheiben kaputt. Danach geschieht nichts mehr. Wird ein Mensch durch die Gegend geschleudert, mehrfach geschlagen, getreten, besonders im Gesicht, dann...!! Dann passiert eigentlich auch nichts. Schlägt ein Mensch einen Roboter mit bloßer Faust, dann tut das auch nicht weh.

Ein paar Pluspunkte gibt es vielleicht für das Setting, obwohl man derlei mechanisierte Städte auf Plattformen, Regen, Regen, Regen, Chinesen, die auf Gondeln schmutzige Kanäle überqueren und fliegende Autos durchaus schon Dutzende Male gesehen hat, so sieht doch alles schön detailliert aus. Nett sind auch diverse technische Kleinigkeiten wie das "iPad" auf dem Kühlschrank, das Telefon in der Hand oder das zitieren diverser Szenen aus dem Originalfilm, wobei man die Originale sicher vorziehen wird. Allen voran, dass es die einzelne Träne ist, die der guten Frau die Wange herunterrinnt, die ihn überzeugt, dass alles real ist und nicht ein Schweißtropfen seines angeblichen Helfers, ist schon irgendwie weniger wert. Man sieht es ja, an diese Sachen erinnere ich mich noch, aber ich werde mich wohl bald an nichts mehr aus DIESEM Film hier erinnern können.

Mehr will ich jetzt auch gar nicht mehr schreiben, selten hat mich ein Film so völlig kalt gelassen. Ihn wieder ansehen zu müssen wäre eine Strafe! Dann lieber einen superbillig gemachten Film gucken, der an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist. Da hat man wenigstens etwas für die Lachmuskeln. Das Schlimmste was ein Film sein kann ist wohl einfach pure Langeweile, vor der man wie mumifiziert dasitzt und mit seinen Leidensgenossen um die Wette gähnt...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2015 8:28 PM CET


Mäusejagd auf der Titanic
Mäusejagd auf der Titanic
DVD ~ Kim J. Ok
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 7,42

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was für ein peinliches Desaster, 26. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Mäusejagd auf der Titanic (DVD)
Ich habe den Film erst neulich wieder gesehen und ich bin abermals baff was für ein Schwachfug hier der arglosen Intelligenz von Kindern angetan wird. Irgendwie scheinen manche Menschen ja der Meinung zu sein, dass es Kindern völlig egal ist, was sie vorgesetzt bekommen, hauptsache es ist bunt und bewegt sich und je nach Alter ist das leider wirklich so, ABER sollte man es deswegen tun? (Ein rosa Luftballon mit Smiley drauf ist einem Baby beispielsweise genauso viel wert wie das Gesicht der eigenen Mutter.)
Wenn man Kindern schon Filme zeigt, dann sollten es doch wenigstens welche sein, aus denen sie etwas mitnehmen können, welche, an die sie sich noch als Erwachsene gern erinnern, welche, die interessante und witzige Dialoge aufweisen können. Dass viele sagen "Heute ist alles nur noch Mist, hier schaut euch meine Nostalgie-Liste an" kommt ja nicht von ungefähr... (Natürlich werden auch heute noch sehr gute Kindersendungen und Filme produziert!) Man schalte nur mal einen Kindersender ein und vergleiche eine Folge "Alfred J. Kwak" mit dem uninspiriert designten und sparsamst animierten Lieblos-3D einer politisch korrekten heutigen Sendung. Vielleicht könnte man das als Maßstab verwenden: Solange Kinder solchen Noppes noch gut finden, sollten sie lieber was anderes tun als Fernsehen.^^

Nun aber zum Film. Irgendwie wirkt er wie ein Flickenteppich aus dreist zusammengeklauten Filmfetzen. Die beiden Mäuse sehen Feivel und Toni (aus "Feivel der Mauswanderer") wirklich nicht unähnlich und die Hauptcharakterin könnte die Rose (aus "Titanic") aus einem Paralleluniversum sein. Überhaupt orientiert sich die sogenannte Liebesgeschichte zwischen dem Rose-Klon und dem Don Juan (der auch so heißt) sehr stark an DEM Titanic-Film. Juan ist aber kein(!) armer Schlucker wie Jack, sondern der Prinz von Andalusien! *Do-Doom!* Was ist also das Problem? Rose-Klon ist einem mehr als offensichtlichen Bösewicht mit grauen Haaren, Bart und Augenklappe versprochen, der überdies auch noch Walfänger ist!! *Heilige Mutter Gottes!* Rose-Klon ist darüber überhaupt nicht glücklich, denn ihr Vater ist leicht schizophren, was seine Meinung zu der Liebeswahl seiner Tochter angeht und ihre böse Stiefmutter steckt mit dem Bösewicht unter einer Decke, aber seht den Film diesbezüglich selbst.
Neben der Handlung, dass es hier um die Titanic geht, lernen wir noch Zauberdelfine, hinterlistige Haie, die mit dem Bösen im Bunde sind und einen Riesentintenfisch mit Minikappe kennen, wobei letzterer auch noch für den Untergang der Titanic verantwortlich ist bzw der Rettung aller Menschen.
Ich glaube das was diesen Film neben sich wiederholenden schlechten Animationen (kaum Mundbewegungen) so viel schlechter als andere schlechte Animationsfilme macht ist die Tatsache, dass hier eine riesige Katastrophe komplett verkitscht und verharmlost wird. Denn NIEMAND stirbt! Wieso glauben manche Menschen, dass Kinder nicht mit dem Tod umgehen könnten? Wieso glauben sie, dass man ihn verstecken muss? Als ob Kinder ihn nicht kennen würden! Was sind die Dinosaurier? Ausgestorben. Oder wenn Opa vom 2. Weltkrieg erzählt, war wohl nicht alles eitel Sonnenschein. Und was ist mit Cowboy und Indianer? Kindern diesen Film zu zeigen wäre wohl genauso dreist wie ihnen einen Film zu zeigen, wo ein Riesenteddybär die Twin Towers vorm Einstürzen bewahrt, nachdem er versehentlich einen Riesenmarshmallow in sie gekickt hat oder die Juden damals von bösen Walfängern zum Walfang in Konzentrationsschiffen gezwungen wurden und Regenbogen-Clownfische erretteten sie aus der Sklaverei indem sie das Meer teilten.
Was Kinder sehen sollten und inwieweit man zwischen Realität und heiler Welt balancieren sollte, um die optimale Kindheit zu bieten muss wohl jeder für sich selber herausfinden, aber besser nicht mit solchen Machwerken.


Final Fantasy XIII - 2 - [PlayStation 3]
Final Fantasy XIII - 2 - [PlayStation 3]
Wird angeboten von ak trade
Preis: EUR 14,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teilweise besser, teilweise schlechter als der erste Teil, 26. Juli 2012
Kürzlich habe ich nochmal FF13 angespielt, bis etwa zur Archylte-Steppe, danach durfte ich endlich den Nachfolger in Händen halten. Ich muss ganz klar sagen: Den ersten Teil habe ich wohl nur wegen der Geschichte, den Charakteren und den Zwischensequenzen gespielt. Das ständige Weiterlaufen und Kämpfen und sonst passiert absolut gar nichts, es sei denn man bastelt schon ein bisschen an den Waffen herum, hat im Prinzip kaum Spaß gemacht. Anders ist es nun im zweiten Teil. Man kann neben den Kämpfen Missionen erfüllen, Monster bändigen und sich Ziele setzen, wie etwa alle Monster zu finden und deren Spezialattacken zu sehen. Oder alle möglichen Items zu suchen und zu sammeln ob es nun Erfahrungspillen für Monster, Dekoartikel oder Accessoire-Pimper sind. Mit Vollständigkeits-Drang ist man da wohl bedient, hehe!
Was allerdings nicht mehr so toll ist wie im ersten Teil sind die Charaktere und die Story. Anstatt mindestens 6 verschiedener Charaktere, die alle ihre eigenen Ansichten, Motivationen und Geschichten haben, sind es jetzt nur noch 2 plus ein Mogry, welche man in der Truppe hat. Obwohl ich es sehr begrüßt habe, dass nun Serah, die im ersten Teil verklärt und von mir verflucht wurde, endlich zeigen konnte, dass sie kein handlungsunfähiges Prinzesschen ist, war ich mit Noel wenig einverstanden.
"Wer issen des?" Die Geschichte, die er mitbringt, passt mir auch überhaupt nicht. Während es im ersten Teil um die große Intrige der mythischen Fal'Cie ging, haben nun die Zeitreisen das Sagen. Zeitreisen?! Wer? Wie? Wo? Was? Wieso? Es wirkt als würde man an der großen weltumspannenden Masse an Inhalt des ersten Teils ziehen und ein kleines Fädchen ins Nirwana spannen. Allein weil es nur noch um zwei Charaktere geht, wird man dem Rest dieser Welt gegenüber nahezu blind und bekommt nur noch mit was auf der Straße dieses kleinen Fädchens passiert, dabei hätte das gar nicht sein müssen:
Als ich als erstes von den Zeitreisen erfuhr, hatte ich vor Augen, dass man hauptsächlich in die Vergangenheit reist um Dinge wie die Purgation, den Tod diverser Charaktere oder sonstiges zu verhindern. Vielleicht würde es aber auch wie bei "Zurück in die Zukunft", "Butterfly Effect" oder gar "Donnie Darko" sein und Fehler müssen ausgebügelt werden (zB den, den eine gewisse Göttin verrichtet hat!) oder Entscheidungen getroffen, ob das alles vielleicht doch so laufen muss, wie es im ersten Teil eben gelaufen ist. Es hieß ja schließlich man könne Entscheidungen treffen, die die Zukunft beeinflussen und es ist wahr, aber das heißt leider nicht, dass diese Zukünfte auch spielbar wären, nein, leider bleibt nur eine Hauptzukunft, wo alles so läuft wie es laufen soll. Beim ersten Durchspielen dachte ich die ganze Zeit über ich hätte etwas verpasst, weil es (zuerst) keine Entscheidungen gibt, die man anders würde fällen können. Diese Entscheidungen sind nämlich nicht wie bei diversen anderen Rollenspielen politischer oder emotionaler Natur, aber ich will nicht rumspoilern.
Es ist so: Man kann, in vereinzelten Fällen, höchstens aussuchen welches ausschließlich in der Zukunft liegende Datum man zuerst besuchen will. Und diese Daten liegen allermeistens so weit in der Zukunft (oder an solch zivilisationsfernen Orten), dass man niemanden der alten Charaktere wiedertrifft, es sei denn sie sind selbst durch die Zeit gereist. Tja, da hatte ich mich gerade damit ausgesöhnt, dass ich nur in die Zukunft kann und dann ist es mir nicht einmal vergönnt einen Tattergreis-Hope oder ein erwachsen gewordenes Team NORA zu sehen (ich frage mich ob die sich mit Mitte 40 immer noch so kleiden würden). Ich glaube einzig Hope hat überhaupt ein anderes Charaktermodell und zwar als adretter Twen (rawr!). Die Daten sind überdies fest mit irgendeiner Landschaft wie dem Auenwald von Sunleth verbunden. Sollte man dorthin also im Jahre 300 kommen, heißt das nicht, dass man alle anderen Orte auch im Jahre 300 besuchen kann. Zum Glück ist es aber möglich einzelne Orte in mehreren verschiedenen Zeiten zu besuchen (zB im Jahre 300 und 400), damit das Spannendste an Zeitreisen überhaupt zum Tragen kommt: Die Veränderung! ... Oder doch nicht? In diesen verschiedenen Zeiten ändert sich aber leider nur das Licht, die Tageszeit oder das Wetter. Neo-Bodhum wird leider niemals expandieren... selbst 700 Jahre in der Zukunft stehen dort die gleichen Häuser... Oder die Ausgrabungen im Yaschas-Massiv... selbst in einer parallelen Realität wird man dort noch die gleiche Spitzhacke finden. Man ist also ziemlich unfrei und springt während des Spiels von Zeitinsel zu Zeitinsel.
Es ist möglich die Portale, die zu den besuchten Orten führen, wieder zu schließen, um sie dann wieder zurückzusetzen und wieder zu öffnen, um den Storyfetzen dort nochmal von vorne zu spielen, um dort ANDERE Entscheidungen zu treffen! *Tusch* Andere Entscheidungen sind dabei die Wahl der Fragen, die man einem Charakter dort stellen kann, meistens kann man von vier Fragen oder Antworten nur eine stellen oder geben, dann ist das Gespräch vorbei und am Ende des Storyabschnitts an diesem Ort bekommt man je nach Wahl einen anderen Dekoartikel. Was man sagt ist übrigens völlig gleichgültig, das was geantwortet wird mag unterschiedlich (aber von gleicher Länge) sein, aber im Prinzip hat es keinerlei Konsequenzen... auch die Animation des Charakters ist dabei meist gleich. Ich hatte zuerst geglaubt dass sich je nach Entscheidung andere Wege bzw andere Portale öffnen würden und wolle man den Weg nicht gehen, würde man eben die Geschichte in den vorherigen Portalen revidieren, aber dem ist nicht so. Es geht, wie gesagt, nur in eine Richtung und die bereits erwähnten anderen Zukünfte sind ein Gimmick zu dem man erst weitaus später überhaupt Zugriff hat (Nicht, dass das im Rahmen dieses Spiels schlecht wäre, aber...).
Wenn ihr das Spiel gespielt habt und dann an Zeitreisen in anderen Medien denkt, dann werdet ihr sicher erkennen wie viel mehr man hier hätte bewerkstelligen können. Vor allen Dingen nervt mich dabei die Absicht, die mit dem Charakter Noel verfolgt wird. Den Neulingen den Bauch zu pinseln, dabei finde ich dass ein zweiter Teil eher ein Geschenk an die Veteranen sein sollte. Vielleicht hat man deswegen so wenig Interaktion mit den alten Charakteren bzw wirft ihnen an den Kopf, dass sie nur noch Nebencharaktere sind (besonders der arme Hope, der sich noch am meisten zeigen darf, bekommt ständig gesagt, dass er sich zurückzuhalten hat. Also ich bin kein Fan davon "die Illusion des Theaters" zu zerstören. Wenn man so klare Linien zieht zwischen Charakteren, die was zu sagen haben in der Geschichte und Charakteren, die es eben nicht dürfen, dann verfliegt doch jegliche Überraschung).
Leider werden dadurch auch viele Dinge, die absolut wichtig im ersten Teil waren, komplett fallen gelassen. Fal'Cie und L'Cie. Ich fand die gesamte Mythologie um diese Wesen so interessant, ich war bitter enttäuscht, dass die Fal'Cie im zweiten Teil nun nur noch als Beamer oder einmalige Sonnenfinsternis fungieren. Und von dem einzigen L'Cie, dem man begegnet... ohne spoilern zu wollen... aber man erfährt weder von wem er sein Stigma bekam, noch was aus ihm wird!! Und bei diesem Charakter wird man das wohl wissen wollen! Auch bekommt man nur gaaaanz am Rande mit, dass es Fanatiker gibt, welche die Fal'Cie wieder an die Macht bringen wollen. DAS hätte ich mal interessant gefunden! Aber hier kommt eben zum Tragen, dass man nur noch auf einem Fädchen Story, die den ersten mit dem zweiten Teil verbindet, geht. Immerhin darf man gegen einige Cie'th kämpfen, die zu den kreativst designten und tragischsten Gegnern des Spiels gehören.

-Grafik: Top! Mir haben zwar diverse Flash-Momente wie die der Esper im ersten Teil gefehlt, aber sonst gibt es nichts gegen das Gesamtpaket zu sagen. Den FF-Stil muss man allerdings mögen, aber ich finde ob man einen Charakter ernst nimmt hängt viel mehr davon ab wie er dargestellt wird, was er macht und tut etc...

-Musik: Weitaus schöner als im ersten Teil. Ich habe mich immer geärgert wenn diverse Hass-Stücke von mir aus dem ersten Teil recycelt wurden. Unter anderem diese Happy-Radio-Mucke im Augenwald, während gleichzeitig das Schicksal dräut, dass die Welt dank eines Riesenpuddings untergeht! Was war denn das? Kontrapunktierung?! Ansonsten erinnern mich besonders die ruhigen Stücke mit Gesang an die schöne Musik aus "Nier". Manchmal aber sind die fröhlichen Gesänge etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich finde nicht, dass man den 13ern einen Strick daraus drehen sollte, nur weil die Musik "anders" ist als in den Vorgängern.

-Landschaften/Karten/Dungeons: Es ist im Prinzip unmöglich sich zu verlaufen oder einer Reizüberflutung zu erliegen, wenn man sich nur gut umschaut. Nach dem Spielen diverser Final Fantasys bin ich nicht der Meinung, dass die Gebiete von früher wesentlich komplexer waren. Im Prinzip beruht doch alles auf einem Hauptweg mit ein paar Abzweigungen, die entweder zu einer Sackgasse (manchmal mit Missionsziel), einer Abkürzung oder einem Schatz führen. Was früher wohl schwerer war, ist sicher die Tatsache, dass es keine Karten gab, hehe! Und natürlich eine ziemlich pixelige hässliche Oberwelt, die einen erblinden lässt.

-Schwierigkeit: Weitaus einfacher als der erste Teil. Ich erinnere mich noch zu gut daran, wie ich besonders bei den Espern ständig gestorben bin. Schade ist dabei aber, dass die Rollen wie Manipulator oder Augmentor weitesgehend verzichtbar sind. Bei meinem zweiten Durchgang habe ich mich selbst dazu gezwungen alle Möglichkeiten mal durchzugehen, um das Kampferlebnis mal aufzufrischen. Dumm finde ich, dass es nach wie vor nötig ist, immer den X-Knopf zu drücken (welchen Sinn hat das außer einem wunden Daumen?), wieso greift mein Charakter nicht automatisch an wie die anderen auch (wenn er doch auch automatisch entscheidet WIE er angreift)? Dann könnte ich mich viel besser auf den Paradigmenwechsel konzentrieren oder diverse andere Aktionen. Im Gegensatz zu FF12, wo man jederzeit Befehle erteilen kann, ist man während der eigene Charakter angreift bis auf den Paradigmenwechsel völlig machtlos. Ich bin mir sicher, dass man das Timing dann noch viel mehr verfeinern könnte. (Besonders weil ich ein Grobmotoriker bin. -.-')

-Charaktere: Sie sind im Prinzip allesamt weichgespülte harmonische Gutmenschen. Da gibt es kein Zaudern und kein Hadern und wenn man es als Spieler selbst tut, dann geht das Spiel nicht weiter. Ich frage mich immer wieder, wieso es denn niemals Streit gibt? Oder vielleicht ein tragisches Liebesdreieck zwischen Noel, Serah und Snow? Ha, aber selbst wenn, Snow würde Noel Serah auf dem Silbertablett servieren "Wenn du es so willst, dann nehme ich mich selbst zurück und bleibe dir als dein platonischer Freund erhalten." Snow wehrt sich sowieso überhaupt nie. Weder gegen Lightning und Hope im ersten Teil (wo wenigstens noch Disharmonie in der Truppe herrschte und die Charaktere sich mehr oder minder gegenseitig zusammenflickten. Wie Sazh, der sich rührend um Vanille kümmerte, während sie ihm mit ihrer positiven Art Mut schenkte, jedoch selbst ein schlimmes Geheimnis mit sich herumtrug und somit jemanden hatte auf den sie sich stützen konnte) noch gegen Noel, der ihn bei der ersten Begegnung wüst beschimpft. Ich habe dabei den Eindruck, dass Snow dabei nicht etwa so ein Lämmchen ist, weil er solch einen Charakter darstellen soll (einen Harmoniesüchtigen), sondern weil er sonst zu vielschichtig, zu kompliziert für die einfache Storyline wäre. Ich kann mich irren, aber so kommt es mir einfach vor!

-Story: Ich denke, ob man damit klarkommt oder nicht liegt daran wie gut man die Regeln und die Logik einer Fantasy-Welt annehmen kann. Es hat sicher nichts mit Intelligenz zu tun, wenn jemand Probleme damit hat, ich glaube diejenigen denken einfach ZU VIEL darüber nach (Inception-Dilemma). Wie das Ganze funktioniert wird jedenfalls erklärt und man wird nicht im Dunkeln gelassen. Ob das alles so toll ist, ist dann wieder eine andere Sache. ;) Abseits von der ganzen Zeitreise-Thematik... Man kommt sich vor wie in einem leeren Paralleluniversum... Fang und Vanille sind weg, Sazh ist weg, Lightning ist weg, Snow zeigt sich einmal, Hope macht ein paar mal die Räuberleiter... Diese Abwesenheit hätte vielleicht durch mehr Partymitglieder abgemildert werden können, aber es soll ja nicht sein. (Auch im neuen Kingdom Hearts wird ja auf Kuschelpokemon statt auf Charaktere gesetzt. Was für ein blöder Trend!)
Das Schicksal der Charaktere hat mich überdies ziemlich kalt gelassen, dabei würde ich gerne am Ende eines FFs nochmal heulen wie ein Schlosshund.

-Oberbösewicht: ... ist kindisch, egozentrisch und komplett abgehoben! Seine grausamen Taten begeht er unter dem Deckmantel sein ewiges Anhängsel, die Seherin, zu beschützen ohne sie wohl jemals gefragt zu haben, ob sie das überhaupt will und selbst wenn sie es nicht wollen würde, würde er weitermachen, weil es ja "zu ihrem besten" ist und er als Wächter definiert sich nur darüber, dass er das Objekt seiner Wächterbegierde betüttelt. Er ist wie jemand, der neben einem Behinderten steht und diesen zu Tode bemitleidet. Ein bisschen mehr Hass seitens der Hauptcharaktere wäre da wirklich angebracht gewesen, aber nöö...

Mini-Spiele: Ich fand die Rätsel in den Zeitspalten recht spaßig, bis auf die Uhren. Ein paar mal sind die durchaus okay, ich freue mich immer, wenn ich mal vom Kopf her gefordert werde, aber am Ende alle Uhrenrätsel im Kopf bzw per Stift und Papier zu lösen war am Ende wirklich obernervig, besonders wenn man glaubt man wäre durch und dann kommt direkt das nächste! Mehr Abwechslung wäre da gut gewesen. Die Spiele in Serendipity hingegen macht man wohl nur wegen ein paar Items und der Trophäen.

Fazit: Ein an sich sehr gutes Spiel, das aber auch viel Potential verschenkt, um ein WIRKLICH außerordentlich gutes Spiel zu werden. Das Spielen an sich macht mehr Spaß als im Vorgänger, aber das Anschauen dafür weniger. Es gibt trotz all meiner Meckerei vier Sterne, weil drei Sterne gegenüber vielen, vielen anderen Spielen, die weitaus weniger zu bieten haben, nicht fair wäre.


Ich - Einfach unverbesserlich
Ich - Einfach unverbesserlich
DVD ~ Gregory Perler
Preis: EUR 5,00

75 von 283 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unverbesserlich... jawohl., 12. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich - Einfach unverbesserlich (DVD)
Ich habe den Film heute gesehen und bin schwer enttäuscht, da er mir von gleichaltrigen Kumpels empfohlen wurde, anscheinend gehen wir wohl hierbei was den Geschmack des Humors angeht weit, weit auseinander.
Der Film ist voller Unsympathen, angefangen bei Gru, der für mich in keinster Weise ein kriminelles Genie verkörpert, schließlich wird ja alles von dem Doc zusammengetüftelt und ausgefeilte Pläne, was die Beschaffung von irgendwelchem Gedöns angeht, gab es auch nicht. Alles wurde einfach aus der Hosentasche gezogen. Wenn also schon der Hauptheld solch eine Enttäuschung ist, dann schaut man natürlich auf den Gegenspieler... doch der war eine genausogroße Niete. Nervtötend, dämlich und... mehr fällt mir zu dem Kerl auch nicht ein. Dann gibt es da noch die Mädchenheim-Diktatorin, die solch eine Ähnlichkeit mit Umbridge aus "Harry Potter" hat, dass der Charakter einfach geklaut wirkt.
Die Minions wiederum sollen ultrakomisch sein, aber deren Sinnlos-Humor konnte mir nicht einmal ein falsches "Haha..." entlocken. Sie tauchen über den ganzen Film immer wieder in eigenen Szenen auf, wie Scrat das Säbelzahneichhörnchen aus "Ice Age", aber während ich mich von Scrat selbst dann noch unterhalten fühle wenn ich mal nicht darüber lachen muss, haben die Minions, wie gesagt, überhaupt nichts zustande gebracht. Da lache ich ja sogar eher über die Raving Rabbids aus "Rayman"... denen sind die Minions wirklich unerträglich ähnlich... Vielleicht gibts es ja auch ein Wii-Party-Spiel, wo man die Rabbids mit den Minions ausgetauscht hat... es würde keinen Unterschied machen.
Ein weiterer Gag-Stereotyp war die Mutter von Gru. Die Karate-Oma, mit der wir nicht zuletzt in "Madagascar" die Ehre hatten... Der Bankdirektor war einer dieser bösen Charaktere in denen nicht ein klitzekleines bisschen Menschlichkeit drinsteckt. Er ist nicht die Art Bösewicht wie der Restaurant-Tester aus "Ratatouille", der noch eine versteckte positive Seite hat und auch nicht solch ein Ekelpaktet wie der Chef von Mr Incredible aus "Die Unglaublichen", von dem man mit Überzeugung sagen kann "Ja, solche Arschlöcher gibt's wirklich!". Nein, der Chef der Bank ist ein Nichts, ein gescheiterter flacher Charakter trotz seiner Leibesfülle, an den man sich nicht erinnern wird und den ich wohl niemals als Charakterreferenz irgendwo würde anwenden können, es sei denn ich muss nochmal solch einen Film mit solch dämlichen Charakteren ertragen. Wen gab es noch? Ach ja, die drei kleinen Mädchen. Was den Humor hier angeht, geht es darum, dass man entgegen der Erwartung des Publikums unerhört gemein zu einem niedlichen Wesen ist. Das war lustig, als das Äffchen in "Nachts im Museum" geohrfeigt wurde oder als Til Schweiger zu seiner Tochter in "Kokowääh" sagt:
"Magst du Schokopops?",
sie: "Jaah!!",
er: "Die habe ich aber leider nicht.", ABER es war nicht lustig in diesem Film. Zu dem zerstochenen Hundeluftballon und den heulenden Kindern sage ich nur: "M'kay..."
Der Handlungsbogen war übrigens ebenfalls komplett 08/15... Die Charaktere finden zusammen, es folgt die große Enttäuschung, die Mädchen werden zurück ins Waisenhaus gebracht, doch am Ende finden sie und Gru wieder zusammen. Einfach oberflächlich und ohne jeden Tiefgang... und so offensichtlich in dem was gezeigt wird, wie das Offensichtlichste, was jemandem einfallen kann (Wie eine George-Lucas-Anakin-Padme-Liebesszene). Die "rührende" Szene mit dem Sparschwein... solche Szenen sollte man mal veräppeln, da steckt viel Potential drin.

Mein Fazit daraus ist, dass ich mir nie mehr Animationsfilme reinziehe, die nach Mittelmaß stinken, obwohl ich hier eigentlich eher "Untermaß" sagen müsste. Für mich war das der schlechteste Animationsfilm, den ich je gesehen habe, sogar bei den Barbie-Massenproduktionen habe ich mich mehr unterhalten gefühlt und das will was heißen... nein, das ist geradezu unheimlich!

Da mein Humor also dermaßen anders gepolt ist, werde ich wohl auch nie verstehen wieso alle bei Agnes' "Es ist so flauschig!!!", so abgehen.
Der eine Stern steht für Ediths hübsch detailliert modellierte Mütze und das niedliche Klobürsteneinhorn.
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2015 9:23 AM MEST


Darksiders (uncut)
Darksiders (uncut)
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 24,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurzweiliges Metzeln für jeden!, 1. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Darksiders (uncut) (Videospiel)
Ich habe mir das Spiel vor einiger Zeit ausgeliehen und einmal auf "Einfach" durchgezockt und danach nochmal auf "Apokalyptisch", jedoch mit Abgrundrüstung.

Der Spielspaß liegt bei mir höher als der Gesamteindruck, weil das Kämpfen, nach Schätzen suchen und Rätseln mir eigentlich, nachdem ich mich eingewöhnt hatte, sehr viel Spaß gemacht haben. Selbst beim ersten Durchgang habe ich kaum irgendwo gehangen (wenn, dann nur kurzzeitig) und auch der berüchtigte Turm war eher ein Abklappern der Rätsel und Aufgaben als ein hirnschmelzendes Knobeln oder Festsitzen, wo man stundenlang auf keinen grünen Zweig kommt. Da dies das Erlebte und Spielen sehr kurzweilig macht und man rasch Erfolgserlebnisse hat, weil man einfach schnell weiterkommt, hatte ich, obwohl ich anfangs eher unmotiviert zu spielen begann, dann doch meinen Spaß, zumindest für einige Tage.
Zum Schwierigkeitsgrad kann ich sagen, dass jeder das Spiel packen müsste, weil ich es auch gepackt habe und ich bin wirklich ungeschickt. Ich werde noch in 1000 Jahren die falsche Taste drücken, doch jedem Gegner ist so beizukommen, dass man unverletzt bleiben kann, man muss es nur schaffen *zwinker*. Cool fand ich außerdem, dass man die Endbosse oft nur ein paar mal mit einem speziellen Manöver treffen musste und sie nach deren Erfolg besiegt waren, anstatt einen endlos langen Lebensbalken stupide runterkloppen zu müssen. Mir werden die vier Auserwählten in guter Erinnerung bleiben.
Für die Vollständigkeit der Trophäen und der Truhen musste ich leider das Internet benutzen, ich habe oft dummerweise viel zu wenig Geduld.

Was nun den Gesamteindruck schmälert sind:
- Abstürze. Wenn nicht automatisch gespeichert würde, dann hätte ich die Playstation wohl ausgelassen, so wurde es immerhin "nur" nervig. Besonders beim Part wo man Gegner mit Autos besiegen muss. Schreddere ich ein Auto gegen einen Gegner, dann sagt gerne mal ein Absturz "Hallo!"...
- Mangelnde Monstervielfalt. Immer wieder diese hässlichen Standard-Dämonen, mal mit Axt, mal mit ein paar mehr Hörnern und anderer Farbe. Die fand ich wirklich nicht sehr interessant.
- Nicht wirklich liebenswerte Charaktere. Krieg... nun ja, ziemlich leerer Charakter und er bringt die Falschen um... wieso lässt er nicht einmal die coolen Endbosse am Leben und killt dafür diese hässlichen Engel? Azrael hat's verdient für nervig gefangen sein und Uriel, weil sie sooo hässlich ist... und unsympathisch... und 24 Stunden am Tag schlecht gelaunt... Ich will Gleichgewicht, Junge! Ulthan fand ich allerdings gut. Der war mir sehr sympathisch und der Beobachter eigentlich auch. Leider hat Krieg immer nur dann auf ihn gehört wenn es darum ging Monster zu töten, was hässliche Engel angeht... ich wiederhole mich. Falls es einen zweiten Teil gibt und dort die anderen Reiter vorkommen, dann bete ich dafür, dass die nicht alle diese schweigsamen Muskelpakete sind oder stereotype Charakterzüge verpasst bekommen. Das wäre ziemlich enttäuschend.
- Story. Apokalyptische Reiter, Dämonen, Engel... sehr gut, aber... es war eigentlich im Großen und Ganzen genau das, was man auch in den Dungeons getan hat. Man läuft bis in den letzten modrigen Winkel um einen Teil eines Öffnungsmechanismus' zu aktivieren, damit eine Tür irgendwo am Anfang aufgeht. Kurz, man klappert die Dungeons ab, um in diesen blöden Turm zu kommen. Hat man den Turm hinter sich gebracht, ist's auch nicht mehr fern bis zum Oberendboss, der so enttäuschend langweilig ist, dass ich mich frage... wieso?! Irgendwie sah das Ganze für mich mehr wie der Prolog zu etwas Größerem aus... aber dann war das Spiel vorbei. Eigentlich hätte ich damit Darksiders ad acta gelegt, weil es mich von der Story her nun einmal überhaupt nicht gefesselt hat. Eigentlich. Das Ende des Spiels hat mir solche Lust auf einen zweiten Teil gemacht, ich glaubte es selber nicht, da ich das Spiel nach dem ersten Lauf mit "doof" abgestempelt hatte. Ich hoffe also, dass es einen zweiten Teil geben wird, wo man auch die anderen Reiter kennen lernt und dass die Story ungewöhnlich, fesselnd und frisch sein wird.
- Das gab's doch schon mal irgendwo. Habe ich ziemlich oft gedacht und es stimmt auch, ist manchmal so penetrant, dass ich dachte "Oh bitte! Zumindest hier... eine kleine eigene Idee?" ... Naja, den Spielspaß hat es mir zumindest nicht verdorben und es liegt auch nicht zu schwer in der Waagschale was meine negativen Empfindungen angeht.
- Die Steuerung. Hat mich anfangs furchtbar geärgert, inzwischen habe ich sie so akzeptiert und komme damit klar. Nur manchmal hatte ich trotz allem immer noch diese Orgien, wo Krieg ständig in die Lava fallen musste, weil der Depp einfach nicht abgesprungen ist.

Fazit: Drei Sterne von mir. Das soll heißen, dass es nicht perfekt ist in einigen Belangen, ich aber dennoch genug Spielspaß hatte, um dranzubleiben, mehrmals durchzuspielen und alle Trophäen zu sammeln. Ob ich es aber jemals nochmal spiele... keine Ahnung... vielleicht kaufe ich es mir irgendwann selber wenn es spottbillig ist.


Lain - Serial Experiments, Vol. 01
Lain - Serial Experiments, Vol. 01
DVD ~ Chiaki Konaka
Wird angeboten von nipponart2003
Preis: EUR 12,95

11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht mein Mindfuck-Fall, 1. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Lain - Serial Experiments, Vol. 01 (DVD)
Ich habe, soweit ich mich erinnere, jede einzelne Folge dieses Anime einmal gesehen und gebe anhand dessen nun eine Rezension dazu ab:

Der Anime scheint recht beliebt zu sein und gilt als tiefgründiger psychezersetzender Mindfuck, der einen zum Nachdenken bringt. Schön, wenn er für manch einen genau das beinhaltet, aber speziell mit dieser Beschreibung habe ich persönlich ein großes Problem. Es ist genauso wie mit der minimalistischen modernen Kunstrichtung; dir wird ein schwarzes Quadrat auf weißem Grund gezeigt und während die einen beginnen begeistert zu interpretieren, sehen die anderen nur das, was auch da ist: Ein schwarzes Quadrat. Und mehr will auch nicht gezeigt werden. Es ist nichts außer einem schwarzen Quadrat, es hat keine Bedeutung, keinen Sinn, keinen Zweck. Genauso wie unsere Lain.

Weiter im Text. Die Art und Weise wie das Tiefgründige, das Interpretationsmaterial, der Psychokram umgesetzt ist oder sein soll (wenn sie denn vorhanden sind), ist die billigste, die man einer Geschichte antun kann. Anstatt gegeben wird nämlich genommen bzw es wird etwas genommen was von Anfang an nicht da war. Die Geschichte besteht aus teilweise löchrigen, teilweise völlig unkompletten Handlungssträngen und dass sie so löchrig und abgehackt sind, ja, das ist Absicht oder soll Absicht sein. Das wirkt als würde ich meinem Lehrer ein halbfertiges Bild oder einen halbfertigen Aufsatz überreichen und auf den fragenden Blick antworten: "Tja, der Rest ist Interpretationssache! Strengen Sie nur mal ihr Gehirn an!" Ich denke es ist ein großer Unterschied, ob ich leere Fläche auf meinem Bild habe, weil dort etwas zum Vorschein kommen könnte, etwas was man erahnen könnte oder weil ich strunzfaul war und dahinter überhaupt keine Bedeutung existiert, welche hingegen von anderen gesucht werden soll.
Ich denke es ist ein Unterschied, ob ich mir selbst bei meinem Werk etwas gedacht habe, oder ob ich allen anderen vorwerfe, sie würden ihr Gehirn nicht genug anstrengen, wenn sie die Bedeutung nicht erkennen, obwohl ich mir selbst überhaupt keine Gedanken darum gemacht habe. Ich persönlich sehe keinerlei Sinn darin wie die Handlungsstränge abgehackt und durchlöchert sind/wurden/schon immer waren...
Meiner Meinung nach braucht es für einen guten tiefgründigen Psycho-Mindfuck nicht nur gute Ideen oder Themen, ob aktuell oder nicht, sondern auch eine großartige durchdachte Geschichte, die die größten Irrungen und Wirrungen haben kann ohne unlogisch zu werden oder Plotholes damit vermeidet, dass ein noch größeres riesigeres Loch gegraben wird (in diesem Fall viele große Löcher).
Werde ich später umjubelte tiefgründige Storys schreiben können, indem ich meine Geschichte nehme und drei Viertel davon abhacke, in die Löcher weißes Nirvana stopfe und den Rest ein bisschen umdekoriere? Vielleicht! Aber meiner Meinung nach kann es das doch nicht sein... Come on!

Nun, was ich an Lain ebenso nicht mochte wie die verhackstückte Geschichte... Es spielt in einer uns gar nicht mal so fernen Zukunft, es kommt "ohne Fantasy oder Apokalypse" aus. Der Haken an der Sache ist, ich liebe realitätsnahe Charaktere. Charaktere, von denen du sagen kannst, jawohl, die haben richtig Tiefe, sind vielschichtig und interessant UND sie reagieren wie normale reale Menschen es tun würden (egal wie fantastisch verrückt die Welt ist, in der sie leben). Die Fantasy in diesem Anime steckt nicht im Setting, sondern in den Charakteren, denn die benehmen sich allesamt ziemlich merkwürdig. Ein Beispiel: Warum kümmert sich niemand um Lains ältere Schwester, nachdem sie nur noch grenzdebil in irgendwelchen Ecken hockt und vor sich hin winselt (?) ... ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll... Naja, vermutlich ist sie nur Mittel zum Zweck um verstörend zu wirken und wird damit allein gelassen.

Fazit: Dies ist eine sehr subjektive Rezension zu Lain und soll es auch sein, denn im Prinzip ist es mit dieser Serie genauso wie mit moderner Kunst: Die einen fühlen sich angesprochen, sie interpretieren, sie erleben einen persönlichen Bezug dazu; während die anderen absolut nichts darin sehen. Die Frage ist, ist der Wert dieser Sache dem Aufwand gerechtfertigt, den diese Sache erhalten hat oder nicht? Ist es gerechtfertigt, dass eine einfarbig gemalte Wand als große Kunst gilt, genauso wie ein Gemälde mit winzigsten Details und Fotorealismus? Die Antwort darauf liegt in jedem einzelnen selber, denn es ist der eigene persönliche Bezug zu dem Bild, der Geschichte, dem Anime, welcher den Wert bestimmt. Ich persönlich habe einen sehr starken Bezug zu einem gewissen Anime, den ich objektiv gesehen als eher mittelmäßig betrachten würde, drum sage ich: Ob Lain gefällt oder nicht, muss jeder für sich alleine herausfinden.

Vielleicht hört jemand anderes die paranoide Beklemmung im Rauschen der Leitungen, wo ich nur Langeweile empfinden konnte.

Was ich mit dieser Rezension vor allen Dingen sagen will: Wer Lain nicht mag ist nicht automatisch ein dummer Prolet, dem flache Charaktere ausreichen und mit einer Geschichte, tiefgründig wie eine Pfütze, zufrieden ist. Der Geschmack ist einfach... ein anderer!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 7, 2014 6:48 PM CET


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