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Rezensionen verfasst von
Juliane (Hessen)

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Akazienhonig
Akazienhonig
Preis: EUR 1,78

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geheimtipp!, 23. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Akazienhonig (Kindle Edition)
Ein romantisches und spannendes Buch über vier junge Menschen und ihren Weg in das Erwachsenenleben.

Es gibt vier Hauptpersonen: Audrey, Richard, Nathan und Christina. Abwechselnd erzählen sie ihre Geschichte, was die Charaktere und Geschichte sehr vielseitig macht. Die Autorin hat vier wunderbare Personen erschaffen, die durch ihre Eigenschaften sehr hervorstechen, individuell und doch auch stereotypisch sind. Die fröhliche, leicht naive Audrey. Die selbstbewusste und gleichzeitig sensible Christina. Richard, der mutige und doch auch zu leidernschaftlich ist und oft das Gefühl über die Vernunft stellt. Und Nathan, der ein sehr loyaler und liebenswerter Freund ist, und jedem zur Seite steht.

Mir hat das Lesen des Romans viel Freude gemacht. Ich finde es schön, die vier von ihren Kindertagen (im Alter von circa 11 Jahren) bis zu ihren frühen Erwachsenenalter (circa Anfang 20) zu begleiten. Nachdem man die erste Verwirrung (ungefähr die ersten drei Kapitel) "entworren" hat (und die Zusammenhänge verstanden hat), gleitet man in einem sanften Fluss des Lesens. Der Schreibstil ist mehr als angenehm und auch die Handlung ist ruhig and stetig. Zum Ende hin habe ich ständig mit dem Schlimmsten gerechnet, denn fast war es mir zu viel heile Welt (die Szene am Anfang ausgenommen). Tatsächlich gibt es zum Schluss noch ein "Ereignis", das ich aber nicht verrate ;)

Insgesamt hat mir das Setting und die Erzähling wunderbar gefallen. Gerade die kleinen Szenen, wie die am Fluss, in der die vier einen Schatz finden, machen den Roman für mich zu einem Highlight. Ein wenig mehr Action hätte für meinen Geschmack schon sein können (ich bin ein Fan des typischen "Gut" gegen "Böse"), aber auch so kann ich den Roman voll und ganz weiter empfehlen! :)


Die verlorene Zeit: Roman
Die verlorene Zeit: Roman
von Michelle Ross
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimtipp!!, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die verlorene Zeit: Roman (Taschenbuch)
Eine wunderschöne Geschichte!

Zunächst muss ich sagen, dass der Kauf dieses Buches ein reiner Cover-Kauf war. Das Cover ist so unglaublich schön! Ein Schmuckstück für jedes Regal! Und der Roman hat mich nicht enttäuscht, im Gegenteil!

Der Inhalt klingt erst einmal ziemlich "normal" - Romane, in denen Protagonisten alte Briefe, Fotos, usw. finden und die Geschichte ihrer Vorfahren herausfinden, gibt es wie Sand am Meer. Aber diese Geschichte sticht heraus. Nicht nur, dass die Ahnin eine gehängte Mörderin sein soll, sondern noch viel mehr, machen diese Erzählung zu etwas Besonderem.

Die Personen, Schauplätze und immer wieder überraschenden Wendungen. Es ist fesselnd, spannend und romantisch. Der Großteil der Geschichte spielt Anfang des 20 Jahrhunderts, also in der Vergangenheit. Fast störten mich schon die Parts, die wieder in der Gegenwart spielten ;) mir hat das Ende sehr gut gefallen, abgeschlossen und zufriedenstellend (wenn auch ein biiiischen zu viele Zufälle, die aufeinander treffen - aber dafür umso spektakulärer!).

Ich hoffe, die Autorin schreibt noch viele weitere Romane!


Midnight in Austenland
Midnight in Austenland
von Shannon Hale
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitten in der Jane Austen Welt - super!, 22. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Midnight in Austenland (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Amerikanerin Charlotte hat genug von ihren Ex-Mann und seiner neuen Frau und fährt spontan nach England in einen zweiwöchigen Urlaub auf Pembrook Park um dort ihr persönliches Jane Austen Abenteuer zu erleben. Denn während dieser zwei Wochen ist Charlotte nicht mehr im 21ten Jahrhundert - nein, sie ist im 19ten Jahrhundert und trägt Kleid mit passendem Hut.
Die anderen Bewohner der Hauses sind teilweise Urlauber, wie auch Charlotte, und einige sind Schauspieler. Engagiert um die Zeit in Pembrook Park interessant zu gestalten. Und schon passiert es: Der Hausherr verschwindet. Charlotte vermutet das Schlimmste: Mord. Doch ist das nun Realität oder Fiktion?

Meine Meinung:
Man muss nicht Band 1 gelesen haben, um diesen Roman zu lesen und zu mögen. Denn ich selbst konnte mich nur noch grob an die Handlung von Austenland erinnern. Natürlich wusste ich noch die Eckdaten und dass Shannon Hale gut für Überraschungen ist.
Und das war auch in diesem Roman so. Denn nie wusste man genau, woran man war. Sind die Dinge echt oder nicht? Die Geschichte war super aufgebaut. Denn zuerst denkt man, dass man sich nicht täuschen lassen wird. Als Leser ist man erhaben und kann die Personen durchschauen. Tja, falsch gedacht. Immer wieder wird man auf die falsche Fährte gebracht und letztlich ist es doch ganz anders als man denkt.
Die Dinge, die dort passieren sind keinesfalls nur kleine Liebeleien zwischen den Gästen von Pembrook Park, es sind viel tragischere Ereignisse. An einer Stelle musste ich zweimal lesen, um mich zu vergewissern, dass das auch tatsächlich passiert war. Diesem Buch habe ich viele weniger Krimi zugetraut. Klar, das Cover und der Titel lässt viel vermuten, aber dennoch dachte ich mehr an ein romantisches Buch. Stattdessen wurde es zu einem spannenden Krimi.
Romanzen gibt es natürlich auch. Drei Herren gibt es zur Auswahl. Der Jane Austen Fan kann ich sich denken, dass die unglückliche Charlotte ihren Prinzen finden wird. Doch wer ist es? Hier war die Autorin nicht so geschickt wie bei der Krimi-Geschichte. Von Anfang an hatte ich den richtigen Riecher gehabt. Was aber überhaupt nicht gestört hat, denn auch zu sehen, wie sich zwei annähern ist sehr schön. Derjenige hat schon fast etwas von einem "Austen-Hero", wobei das letzte Bisschen noch gefehlt hat.
Ansonsten waren mir die Personen sympathisch. Keine großen Charaktere, die einem im Gedächtnis bleiben, dafür gab es zu viele Klischees. Mit Charlotte hatte ich zu Beginn meine Probleme. Sie lässt ihre zwei Kinder bei ihrem Ex-Mann in den USA und fährt nach England. Was ist das für eine Mutter? Sie kann doch nicht ihre Kinder bei dem Mann und einer neuen Frau lassen und dann den Kontinent verlassen? Aber die Kinder während der Geschichte eine minimal kleine Rolle spielten, vergaß ich den Aspekt recht schnell und zum Schluss hat die Autorin noch einmal die Kurve bekommen.
Das Ende ist ganz nach meinem Geschmack! Sehr schön! Bis ins letzte Detail hat die Autorin an alles gedacht. Das Herz hüpft vor Freude und meine Nerven beruhigen sich auch langsam wieder ;)

Fazit:
Ein Real-Life-Rollenspiel, das Romantik und Spannung vereint und nicht nur was für Jane Austen Fans ist.


Emily und das Meer
Emily und das Meer
von Andrea Reitmeyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super schönes Buch!, 17. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Emily und das Meer (Gebundene Ausgabe)
Dieses Kinderbuch ist mehr als empfehlenswert! Nicht nur, dass die Geschichte interessant und lehrreich für Kinder ist, auch die Zeichnungen sind wunderschön.

Emily ist ein junges Mädchen, dass sich wundert, wohin das Meer verschwunden ist. Mit ihrer kindlichen Fantasie und der Hilfe verschiedenster Strand- und Meeresbewohner entwickelt sie die witzigsten und süßesten Ideen. Jede Vorstellung von Emily ist mit einer detailreichen Zeichnung ausgestattet, die nicht nur den Kleinen gefallen wird. Die Farben, die verwendet wurden, sind angenehm unaufgeregt und zeitlos schön.

Mein persönlicher Favorit der Zeichnungen sind die Robben. Und die Möwen, und Emily. Und und und. Ich kann mich gar nicht festlegen.

Ich kann nur empfehlen, dieses Buch selbst zu entdecken und mit den Kleinen hinter das Geheimnis des verschwundenen Meeres zu kommen.


Gute Geister: Roman
Gute Geister: Roman
von Kathryn Stockett
  Gebundene Ausgabe

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch MUSS man gelesen haben!, 6. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Selten findet man ein solch gutes Buch. Der Aufbau, die Geschichte, die Charaktere. Einfach ein so stimmiges Bild, dass es kein Wunder ist, dass der Roman mit Preisen ausgezeichnet wurde und sogar in kürzester Zeit mit tollen Schauspielern verfilmt wurde.

Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Aus der Sicht von Aibileen, Minny und Skeeter. Besonders Aibileen und Skeeter sind mir sehr ans Herz gewachsen. Aibileens mütterliche, freundliche und ruhige Art hat mir gefallen. Und bei Skeeter mochte ich ihren wachen Verstand und ihre Stärke. Mit Minny hatte ich so meine Probleme, sie ist eine rebellische Person und legt sich mit jedem an. Bis zum Schluss war sie zwar unterhaltsam, aber gleichzeitig konnte ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen und sie irritierte mich eher.

Doch von Minny ließ ich mich stören. Denn auch ihre Ansichten und ihre Verhalten trugen zu dieser wunderbaren Geschichte bei. Die Autorin hat es geschafft, die Realität mit so viel witzigen und bittersüßen Elementen auszustatten, dass diese Geschichte einzigartig geworden ist. Und obwohl sie eine gewisse Leichtigkeit in den Roman bringt, fehlt die Ernsthaftigkeit keinesfalls. Das Leben der Hausmädchen wird nicht geschönt dargestellt. Ihr Leben ist hart und das zeigt die Autorin. Ein dunkelhäutiger Mann, der von weißen Männern zusammengeschlagen wird und daraufhin erblindet, ist ein Beispiel dafür, dass sie die Brutalität und die Unfairness der damaligen Zeit nicht ausblendet.

Es formt sich ein Gesamtbild, das für jung und alt ein Erlebnis ist. Man lernt viel über die Zeit, die Begebenheiten und auch die Schattenseiten der "High Society". Celias Schicksal ging mir auch sehr nah. Sehr traurig und berührend. Damals lebten nicht nur die Hausmädchen eingeengt in ihre soziale Rolle, auch die reichen Menschen hatten ihr Päckchen zu tragen (was natürlich nur bedingt vergleichbar ist).

Das Ende gibt Hoffnung. Ich mochte es, auch wenn es kein typisches Happy End ist. Das heißt - in gewisser Weise ist es ein Happy End. Die Befreiung ruft. Man fühlt als letztes ein tiefes Durchatmen.

Um dem noch eins drauf zu setzen: Auch der Schreibstil von Kathryn Stockett ist klasse. Diese Autorin sollte man sich merken. Sie schreibt flüssig, ohne große Satzkonstrukte und zeigt auch sehr schön die sprachlichen und stilischten Unterschiede zwischen den verschiedenen Personen. Die rund 600 Seiten vergingen wie Flug, das Buch lässt sich beinahe in einem Rutsch lesen.

Fazit:
Eine wunderbare und berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt, unterhält und viel über den Amerikanischen Süden lehrt. Charaktere, die überzeugen und der Geschichte eine Tiefe geben, sodass es sich anfühlt, als würde man die Personen schon ewig kennen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 17, 2013 6:05 PM MEST


Stuck With You
Stuck With You
Preis: EUR 4,41

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Witzig und romantisch!, 29. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Stuck With You (Kindle Edition)
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ich bereue nicht, es gelesen zu haben. Es unterhält, bringt einem zum Lachen und ist romantisch. Allerdings waren mir einige Punkte einfach zu flach und zu oberflächlich, als das ich dieses Buch zu meinen Lieblingen zählen könnte.
Beginnen wir mit der Story. Ein Virus, zwei sich hassenden Menschen, Quarantäne und der Zwang, sich miteinander zu beschäftigen. Eine gute Basis, die nicht sehr originell ist, aber jede Menge Stoff für einen guten Roman bietet. Trish Jensen hat sich aber leider nicht aller Möglichkeiten bedient und hat eigentlich ständig das Klischee gestärkt. Paige und Ross hassen sich, dass erkennen sie, wer der andere wirklich ist und finden sich dann doch anziehend - wobei sie es zunächst natürlich auf den Virus schieben.
Nebengeschichten gibt es auch: Paiges Bruder und die Ärztin und die Mandanten von Paige und Ross. Nur sind diese Geschichten so nebensächlich, dass man nicht wirklich erwähnen muss. Sie sind nett, es war okay, dass sie mit in dieser Geschichte waren, aber ich hätte auch gut und gerne darauf verzichten können. Liebe hätte ich mehr Hintergrund bei der Geschichte gehabt. Der Virus, die Explosion. Man hätte ja schon fast einen halben Krimi mit einbauen können. (Was nicht der Fall war.)
Auch die Hauptpersonen bedienen so ziemlich jedes Klischee: Gutaussehende und erfolgreiche Anwälte, spitzen Zungen und witzige Wortgefechte. Sie befinden sich auf Augenhöhe und sind stur. Personen wie die beiden findet man in zahlreichen Romanen, Fernsehserien und Filmen. Was ich nicht als schlecht werten will: Denn ich mochte die beiden. Es war mehr als unterhaltsam, die beiden während ihrer Quarantäne zu beobachten.
Es entwickelte sich eine Spannung zwischen den beiden. Und wie man durch den Klappentext schon herauslesen konnte, kommen die beiden sich nahe... Die Zeit in dem Krankenhaus ist für beide sehr intensiv, was Trish Jensen gut dargestellt. Besonders gefallen hat mir auch die Zeit nach dem Krankenhaus, dort überzeugte mich die Geschichte. Die Gefühle der beiden waren ... süß. Man hat richtig mitgefiebert.
Ich mochte das Ende, kann mich in keinem Punkt beschweren. Es hat einen positiven Nachgeschmack und ich kann das Buch auch weiterempfehlen. Wären weniger Klischees bedient worden und hätte man noch mehr über die Personen (und ihre Schwächen) erfahren, wäre das Buch mit Sicherheit zu einem Geheimtipp geworden.
Das Cover ist ein richtiger Hingucker! Auch der Titel "Stuck with you" gefällt mir richtig gut! Schade, dass ich das Buch nur als eBook-Version habe, denn das hätte ich mir gern in mein Bücherregal gestellt.

Fazit:
Ein witziger und romantischer Roman, der ideal für kalter Wintertage ist, aber mich nicht voll und ganz überzeugen konnte. Die Charaktere waren zu stereotypisch und die Geschichte hätte ausgefeilter sein können.


Me and Earl and the Dying Girl (Top Ten Best Fiction for Young Adults)
Me and Earl and the Dying Girl (Top Ten Best Fiction for Young Adults)
von Jesse Andrews
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,30

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett - mehr aber auch nicht, 14. Januar 2012
Inhalt:

Greg ist ein Nerd. Viele Freunde hat er nicht, in der Schule schafft er es, sich unsichtbar zu verhalten und nicht in die Missgunst der Gruppen zu fallen. Earl ist Gregs Freund und beiden teilen die Liebe zu Filmen. Gemeinsam drehen sie einige ihrer Lieblingsfilme nach (natürlich darf die niemand sehen!).
Rachel. Eine ehemalige Bekannte und Mitschülerin erkrankt an Leukämie. Seine Mutter fordert Greg auf, Rachel in dieser schweren Zeit ein Freund zu sein. Doch wie soll er mit ihrer Krankheit umgehen? Und was soll er überhaupt zu ihr sagen?

Meine Meinung:

Dieses Buch ist ironisch, witzig, nerdig und unterscheidet sich von den "08/15" Büchern. Der Autor/Greg "spricht" mit dem Leser, es besteht keine Distanz. Es fühlte sich zunächst wie Prolog an, in dem einem kurz die Umstände geschildert werden und dann würde das Buch richtig beginnen. Allerdings blieb der Roman in der dieser Erzählweise, was nicht unbedingt schlecht. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass das Buch richtig gestartet hat.
Zwischendrin gibt es immer mal wieder Szenen in Manuskriptart. Passt super, denn Greg ist ein Filmfan und der Autor ist eigentlich Drehbuchautor. Diese Stelle wurden zu meinen Lieblingen in dem Roman, denn da hat der Autor/Greg seinen trockenen und selbstironischen Humor komplett entfaltet. Man kann den Film super vor den eigenen Augen sehen.
Zur Story: Ich habe etwas ganz anderes erwartet. Drama und innige Gefühle - ein Junge, der mit den Grausamkeiten des Lebens konfrontiert wird. Doch das passiert nicht. Greg behält seine nerdige und komische (im witzigen Sinne) Art und das Buch erreicht nie die Tiefe, die ich erwartet hätte. Denn gerade dieses Thema ist doch so ernst. Greg nimmt es nicht auf die leichte Schulter, aber es ist auch kein Drama für ihn.
Wieder und wieder bekräftigt der Autor/Greg, dass es nicht ein "typisches" Jugendbuch ist. Und ja, das stimmt. Hier ist kein Schema F zu finden. Was ich, ehrlich gesagt, schade finde. Denn ein bisschen Liebe, ein bisschen Herzschmerz - wem schadet das schon. Einerseits finde ich es super, dass ein Buch mal Abwechslung zeigt und nicht vorhersehbar ist, aber andererseits finde ich einen gewissen roten Faden nicht schlecht.
Dieses Buch kann gut eine wahre Geschichte sein. Von den Handlungen kann es aus dem Leben jeden zweiten Teenager-Jungen sein (bis auf die totkranke Freundin). Earl - der Kumpel von Greg - ging mir ziemlich auf die Nerven. Als er dem Leser vorgestellt wurde, habe ich gar nicht verstanden, was genau er "für einer ist". Doch mit der Zeit lernt man ihn besser kenne. Auch er ist ein Nerd. Auf seine eigene Weise.
Ich habe rein gar nichts gegen Nerd (sind wir nicht alle ein wenig Nerd?), aber dieses Buch hätte ruhig etwas mehr Action und Gefühle bieten dürfen. Es kam mir vor wie ein Buch von einem Teenager-Jungen für andere Teenager-Jungen. Ich konnte oft nichts mit der Geschichte anfangen und habe mich etwas gelangweilt.
Aber es gab ja auch einen Grund, warum ich das Buch lesen wollte. Und das war eindeutig der erste Blick: Das Cover! Denn das ist der Wahnsinn! Es sieht super aus! Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer an diesem Buch vorbei gehen kann, wenn man es z.B. im Schaufenster von einer Buchhandlung sieht.
Ich kann anderen von diesem Buch weder ab- noch zuraten, denn es ist reine Geschmackssache. Der Schreibstil ist super und unterhaltsam. Die Manuskript-Passagen haben mir sehr gut gefallen. Auch Greg macht sicherlich eine Art Entwicklung durch. Allerdings fehlten für meinen Geschmack einige Punkte und dadurch bekommt es von mir keine volle Punktzahl.

Fazit:

Einzigartiges Cover! Schon allein ein Grund, das Buch zu kaufen und es dekorativ in das Regal zu stellen. Für mehr konnte ich mich leider nicht begeistern. Zu sehr Nerd und auf der Komikebene.


Persuasion: A Latter-Day Tale
Persuasion: A Latter-Day Tale
von Rebecca H. Jamison
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,18

4.0 von 5 Sternen Für Romantiker und Austen Fans!, 4. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Persuasion: A Latter-Day Tale (Taschenbuch)
Dieser Roman ist eine moderne Adaption des Klassikers "Überredung" ( = Persuasion) von Jane Austen. Ich bin ein riesiger Fan von Jane Austen und habe schon viele Bücher rund um ihre Geschichten gelesen, doch war dies die erste moderne Version von "Überredung". Schließlich ist es auch nicht gerade einfach, "Überredung" in die heutige Zeit zu wandeln. Anne ist ein grauer Charakter, der sehr passiv ist und nicht unter die Top 3 der Lieblings-Romanheldinnen fällt. Was sehr schade ist, denn ich finde die Geschichte so schön.

Rebecca H. Jamison hat es wunderbar geschafft, "Überredung" ein neues Gewand zu geben und Anne ins Hier und Jetzt zu holen. Anne ist eine junge Frau, die in Arbeit versinkt und sich für andere aufopfert. Sie ist ein ruhiger Mensch, der viel denkt und sich Sorgen macht. Sie wird ausgenutzt, lässt es zu und fühlt sich vielleicht auch in dieser Position recht wohl. Neil Wentworth - auch hier "Captain" Wentworth, ist ein Polizist, den Anne aus Uni-Zeiten kennt. Er sieht gut aus und ist beliebt. Die quirlige Lucy ist an seiner Seite und ist komplette Gegenteil von Anne. So etwas gibt es damals wie heute.

Zu Beginn sind die Verbindungen zwischen diesem Roman und "Überredung" sehr deutlich. Man sieht die Handlungstränge klar und man erkennt als Jane Austen Fan vieles wieder. Was mich nicht weiter gestört hat, ich finde es interessant zu sehen, wie die Autorin, die Szenen aus dem 19ten Jahrhundert ins Jetzt bringt. Ein Ausflug nach Lyme wird zu einem Strandausflug nach Carolina Beach. Von einem Sturz mit Kopfverletzung - was damals übel enden konnte - wird eine Quallenvergiftung - die heute übel enden kann.

Aber mit dem Laufe des Romans, legt man die Gedanken an Jane Austen mehr und mehr ab. Der Roman entwickelt seinen eigenen Charme, man sieht Anne gar nicht mehr als Jane Austen's Figur, sondern als "neuen" Charakter von Rebecca H. Jamison. Ebenso Neil Wentworth, mit der Zeit vergisst man Frederick Wentworth und sieht nur noch Neil. In ihrem Roman hat es die Autorin geschafft, eine völlig neue Geschichte zu entwickeln. Ähnlichkeiten werden weniger und weniger.

Zum Ende hin habe ich mir allerdings ein wenig Sorgen gemacht, weil ich doch nicht auf meine Lieblingsszene von "Überredung" verzichten wollte - der Brief von Captain Wentworth und seine Anne Elliot. Doch zum Glück hat Rebecca H. Jamison darauf nicht verzichtet und hat auch das sooo schöööön in ihre Geschichte einfließen lassen. Eigentlich kann ich sagen, dass mir dieses Buch durchweg gut gefallen hat. Man fühlt Annes Gefühle mit und verliebt sich in Neil.

Doch gibt es ein "Aber". Was theoretisch kein Kritikpunkt ist. Denn bei "Latter-day Tale" habe ich an die Übersetzung im Sinne von "Latter-day" = "Heutige/moderne" gedacht. Allerdings gibt es auch noch eine andere Bedeutung. Denn "Latter-day Saint" ist die Mormonische Kirche. Und das ist auch ein Teil dieses Buches. Was eigentlich eine gute Idee ist. Denn so ist Annes Zurückhaltung auf ihrem Glauben basierend. Allerdings kommen dadurch auch sehr viele religiöse Themen auf den Tisch, was nicht ganz mein Fall ist, da ich nicht der Mormonischen Kirche angehöre. Gerade am Ende wurde dieser Aspekt besonders stark, weshalb mir das Ende nicht zu 100% gefallen hat.

Fazit:

Eine romantische Neuerzählung des Klassikers von Jane Austen. Mit seinem religiösen Touch konnte mich der Roman nicht restlos überzeugen, aber dennoch bin ich einer großer Fan dieser moderenen Version. Empfehlenswert für Jane Austen Fans und solche, die es werden wollen.


Vom Winde verweht: Roman
Vom Winde verweht: Roman
von Margaret Mitchell
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders als erwartet, 10. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht: Roman (Taschenbuch)
Das Buch hat mich positiv überrascht. Obwohl ich - da ich weder Geschichte noch Film kenne - gar nichts erwartet habe, hatte ich doch gewisse Vorstellungen in meinem Kopf. Ich dachte, diese Geschichte um die berühmte Scarlett O'Hara und den berühmten Rhett Butler wäre eine herzzerreißende, tragische und schnulzige Liebesgeschichte.
Doch dieses Buch geht in eine komplett andere Richtung. Es handelt vom Leben in den 1860er Jahren in Amerika. Der Krieg steht klar im Vordergrund. Das harte Leben und die Schwierigkeit, zu überleben. Die persönlichen Probleme sind natürlich auch Bestandteil. Es gibt viele Beteiligte und alle machene eine enorme Entwicklung durch.

Scarlett O'Hara ist die Hauptperson, aus deren Sicht auch der Großteil des Romans erzählt wird. Zu Beginn ist sie gerade mal 16 Jahre alt. Wer kann ihr da denn Vorwurf machen, verwöhnt zu sein, wenn sie doch jeden Wunsch von den Augen abgelesen bekommt? Doch sie erlebt eine harte Schule. Sie entwickelt sich stark. Sie war mir stets sympathisch und nie habe ich sie als nervend empfunden. Teilweise sogar war ihr Verhalten bewundernswert. Immerhin nimmt sie Dinge in die Hand und scheut nicht einmal, eine Waffe abzufeuern, wenn es nötig ist.

Sie ist die tragende Person und gleichzeitig die mit der tragischten Geschichte. Sie verliert ihre Familie, Ehemänner, Kinder, fast ihren ganzen Besitz und erkennt die wahre Liebe erst sehr spät.
Die gesamte Zeit über ist sie in Ashley "verliebt", den ich selbst eigentlich nie so richtig erfassen konnte. Für mich war es am schwammigsten von allen Charakteren. Was Scarlett an ihm fand, wusste ich nie. War es nur das, dass sie ihn unbedingt haben wollte? An ihm war nichts dran. Er liebte seine Frau, war aber sonst unfähig. Weder konnte er Scarlett klar abweisen, noch konnte er Geschäfte leiten.

Melanie hingegen ist zu meiner Lieblingsperson geworden. Zunächst war sie so unscheinbar gewesen und so schwach. Und doch ist sie so beständig in ihrer Meinung und ihrer Moral. Sie war stark bis zu ihrem Schluss. Sie war die herzlichste und liebste Person von allen und die, um die es mir am meisten leid tat, dass sie nicht bekommen hat, was sie wollte.

Nun zu Rhett Butler. Für mich war er bis zum letzten Viertel des Romans nur eine Nebenfigur gewesen. Er tauchte immer mal wieder auf und verschwand wieder. In der größten Not von Scarlett fehlte von ihm jede Spur. Allerdings wurde es immer unterhaltsam, wenn er auftrat. Er wusste Scarlett richtig zu nehmen und durchschaute sie. Er hat Sinn für Humor und erfrischend wenig Gewissen. Ebenfalls ist er zu einer meiner Lieblingspersonen geworden.

Genug zu den Charakteren. Diesen Roman zu lesen ist wirklich eine Aufgabe. Er ist ein dicker Wälzer mit viel Inhalt, der keine leichte Kost ist. Oft ist es sehr dramatisch, vorallem mit dem Hintergrund, dass dieser Krieg keine Fiktion ist.

Der Schreibstil ist sehr detailliert. Zu Beginn hatte ich große Schwierigkeiten, in den Lesefluss zu kommen. Erst nach circa 300 Seiten hat mich die Geschichte so sehr gepackt, dass ich mich auf das Lesen gefreut hatte. Margaret Mitchell beschreibt alles sehr real. Positiv zu sehen, da man viel über die Personen und das Leben damals lernt. Negativ zu sehen, da es oft auch langweilt und einen die Leselust verlieren lässt.

Die Geschichte ist sehr authentisch. Ich kann mir gut vorstellen, dass in der Nähe von Atlanta eine Frau gelebt hat, die eine ähnliche Geschichte hat. Zumindest gab es diesen Krieg. Es gab viele Opfer und es gab die Hinterbliebenen. Den Ku Klux Klan gab es und die unterschiedlichen Sichtweisen gegenüber der Sklavenhaltung.

Oft wird es dramatisch und man bibbert mit Scarlett mit. Was sie alles durchmacht ist erstaunlich. Und auch die Beziehung zu Rhett, die erst am Ende an Fahrt gewinnt, hat etwas Spezielles. Nach Klischees muss man hier lange suchen. Die innige Liebe ist es nicht und doch hängen sie einander und müssen einiges gemeinsam durchstehen.

Das Ende finde ich nicht traurig oder schlecht. Ich finde es gut, denn ich gehe ganz fest davon aus, dass Scarlett das bekommt was sie will. Es ist eine harte Zeit am Ende des Buches - und wenn diese überwunden ist, ist wieder alles möglich.

Es gibt zwei Nachfolger von "Vom Winde verweht", die allerdings nicht aus der Feder von Margaret Mitchell stammen. Ob ich sie lese, weiß ich noch nicht. Für mich steht "Vom Winde verweht" auch gut allein da und braucht keine Fortsetzung.


Kampf der Druiden
Kampf der Druiden
von Lara Connelly
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fantastischer Debutroman, 10. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Kampf der Druiden (Taschenbuch)
Dieser Debutroman von Lara Connelly hat mich positiv überrascht! Wie ein alter Hase schreibt die Autorin über Mythen, Mächte und Menschen. Der Roman wird nicht von einer Person allein erzählt, er wechselt zwischen verschiedenen Erzählperspektiven. Mal aus Gwens Sicht, mal von Conall oder sogar auch Cennmhar.

Offensichtliches wurde nicht in die Länge gezogen. Wer ist Cennmhar, kennt Gwen ihn? Einer der ersten Fragen des Romans. Schon nach den ersten Seiten hatte ich eine starke Vermutung, und schon wurde es auch aufgedeckt. Das heißt aber nicht, dass es keine Spannung gab - im Gegenteil. Sobald sich eine kleine Frage erklärt hat, wurde eigentlich eine viel größere eröffnet. Immer größer zog sich der Kreis und Verbindungen tauchten auf, mit denen man gar nicht gerechnet hatte.
Die ganze Geschichte ist super aufgebaut. Sehr schlüssig und gut durchdacht. Bis zum Schluss hebt sich die Autorin Geheimnisse und Überraschungen auf, mit denen man während des Lesens wirklich nicht gerechnet hat. In der Mitte hatte ich einen kleinen Hänger, mir fehlte es etwas an Action und es war mir zu viel Theorie, aber der Roman fing mich wieder ein und das Ende war das Highlight des Buches.

Gwen ist eine sympathische Hauptfigur: Sie ist selbstständig, denkt logisch und zeigt Gefühle. Die große Liebe zu Conall habe ich ihr ehrlich gesagt aber nicht abgenommen. Mir war es etwas zu sehr "kam, sah und liebte" und überrumpelt. Sie sehen sich zunächst wenig und schon sprechen beide von "der großen Liebe". Was mich bis zum Schluss auch beschäftigt hat, war die Frage, warum Gwen mit auf Conalls Reise gekommen ist. Sie nimmt ihr Erspartes und macht sich auf den Weg. Wieso? War es die Liebe? Die Neugier? Abenteuerlust? Gern hätte ich diese Stelle ausführlicher gelesen.
Aber wie auch immer, Gwen geht mit auf Reise und trifft auf viele andere tolle Charaktere. Götter, Halbgötter, Feen, alles was die Mythologie hergibt. Bisher habe ich mich eher mit der griechischen und auch der nordischen Mythologie beschäftigt, obwohl ich eine Irland-Freundin bin. Dieser Roman hat einen super Einstieg in die keltisch/irische Mythologie gegeben.
Der Schluss ist nach meinem Geschmack. Geheimnisse werden aufgedeckt, der große Showdown und alle Fäden fügen sich zu einem Ende zusammen. Ein paar Kleinigkeiten sind noch offen, aber der Nachfolgeroman ist schon angekündigt.

Ort des Geschehens ist Großbritannien und Irland, wunderbar. Denn ich selbst war schon in Irland, die ganzen Orte wieder zu erkennen war sehr schön. Zum Beispiel der Burren. Wer noch nicht da war, kann sich die Atmosphäre dort nicht vorstellen. Passt sehr gut in den Roman und auch zur Szenerie.
Auch das Cover zeigt irische Klippen, vielleicht sogar die Cliffs of Moher, die auch eine zentrale Rolle in dem Roman spielen. Ich glaube, man hätte design-technisch noch einiges mehr aus dem Cover holen können, aber es passt auch so wunderbar zum Roman. Sehr gut gefallen haben mir auch die Designelemente in dem Buch, die neue Kapitel angezeigt haben.

Zu dem Schreibstil kann man eigentlich nur sagen, dass er sehr angenehm war. Die Autorin hat sehr schön zwischen den verschiedenen Personen unterschieden. Man hat gemerkt, wenn es Gwen war, die berichtete/sprach oder einer der "Alten". Die kleinen und feinen Unterschiede zwischen der Art zu sprechen / das Vokabular macht es dem Leser leicht, zu erkennen, wer gerade an der Reihe war.
Ein Herzchen Abzug bekommt der Roman von mir, weil mir in der Mitte ein wenig die Spannung gefehlt hat. Außerdem hätte es gern noch ein wenig mehr "dramatische Romantik" zwischen Gwen und Conall geben können. Natürlich hat eine andere Liebesgeschichte, die leider erst zum Ende des Buches zu Tage kam, das fast wieder wett gemacht ;-)

Fazit:
Ein wunderbarer Fantasyroman über Mythen, Irland und Magie. Die Mischung ist super, der Plot geschickt aufgebaut und gut durchdacht. Die Figuren sind durchweg sympathisch, der Schreibstil ist angenehm und ich freue mich auf die Fortsetzung dieses Romans.


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