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Rezensionen verfasst von
Benedictu
(TOP 500 REZENSENT)   

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Planet der Affen - Revolution
Planet der Affen - Revolution
DVD ~ Andy Serkis
Preis: EUR 6,97

3.0 von 5 Sternen Die besten digitalen Affen, die die Welt bis dato gesehen hat, 13. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Planet der Affen - Revolution (DVD)
Die technische Perfektion des Films ist beeindruckend. Die Darsteller der Affencharaktere mußten nicht stundenlang in die Maske oder überhaupt während der Dreharbeiten haarige Kostüme tragen. Individuelle kleine Kameras, die sie am Kopf trugen, zeichneten ihre Mimik auf, die im Anschluß der Dreharbeiten digital in primatenhafte Gesichtszüge umgerechnet wurden. Das Ergebnis insbesondere bei den beiden äffischen Antagonisten Caesar (Andy Serkis ) und Koba (Toby Kebbell) ist ausgezeichnet. Im Gegensatz zur Figur des Caesar ist die des Anführers der Kolonie der Menschen, Dreyfus, gespielt von Gary Oldman, leider nur stereotypisch gestaltet. Die erstklassige Tricktechnik und die Action, die sich in auffälligem Unterschied zur sonstigen Detailtreue auf eine unphysiologisch große Sprungkraft der intelligenten Primaten verlegt, muß leider dafür herhalten, den teilweise schwachen Handlungsstrang zu kompensieren. Als ein Beispiel sei nur die allein der Theatralik geschuldete, ansonsten aber absurde Drehbuchidee genannt, die Kriegsfraktion der Affen sich an der Spitze des höchsten Großstadtgebäudes zusammenrotten zu lassen.

FAZIT
Diese Folge der Neuauflage der Planet-der-Affen-Serie ist kein Science-Fiction-Film mit Überraschungsmomenten wie seinerzeit Planet der Affen und seine Neuverfilmung Planet der Affen, aber es ist ein technisch sauberer Endzeitthriller geworden. Wegen seiner digitalen Stärken darf man auf den Fortsetzungsfilm "War for the Planet of the Apes" gespannt sein, den Regisseur Matt Reeves 2017 fertigstellen wird.


Surrealismus
Surrealismus
von Cathrin Klingsöhr-Leroy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gibt es einen realen Grund, …, 13. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Surrealismus (Gebundene Ausgabe)
… ein teureres Buch über die Kunst des Surrealismus zu kaufen, bevor man dieses gelesen hat? Dem auf den Theoretiker André Breton zentrierten Übersichtsartikel am Anfang folgen gelungene Besprechungen einzelner Werke der bekanntesten Surrealisten von Hans Arp über Salvador Dalí bis Yves Tanguy. Das Titelbild "Die durchbohrte Zeit" ist von René Magritte. Künstler nach seinem Verständnis richten ihr Bewußtsein in erster Linie auf das Leben, nicht auf das Denken wie die Philosophen und nicht auf die Kunst, wie die Künstler, denen es genügt, in der Kunstwelt Erfolg zu haben.

Die surrealistische Bewegung, die Kreativität aus dem Unbewußten, dem Traum und der Halluzination speisen wollte und eine Kollektivintellektualität pflegte, war nachhaltig von den Schriften Sigmund Freuds inspiriert. Es ist daher instruktiv zu erfahren, daß sich André Breton in der Zeit um 1916 während seines Sanitätsdienstes in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses mit Freud befaßt hatte. Den abgebrochenen Medizinstudenten Breton zum "Assistenzarzt" in der Neurologie zu befördern, ist jedoch ein schwer nachvollziehbarer Fehler der Autorin, Kunstgeschichtlerin und Museumsdirektorin Cathrin Klingsöhr-Leroy.

Auch politische Fragen kommen zur Sprache. Der kämpferisch und sozialrevolutionär gesinnte Breton überwarf sich mit Salvador Dalí wegen dessen "scheinbarer Verherrlichung des Faschismus". Die Autorin nimmt Dalí in Schutz: "Die Glorifizierung Adolf Hitlers … entsprang nicht der Bewunderung für den Diktator, sondern der von Hitlers Erscheinung ausgehenden, ästhetisch-erotischen Anziehungskraft."

Leider wie immer in dieser Kunstbuchreihe sind die gut ausgewählten Zitate bibliographisch nicht nachgewiesen, z.B. das von Georgio de Chirico: "Früher waren die Maler verrückt und die Bilderkäufer clever. Heute sind die Maler clever und die Bilderkäufer verrückt."

FAZIT
Nicht perfekt, aber lehrreich und natürlich reich an Bildern.


Die Fructose-Falle: Wie Fruchtzucker dick und krank macht
Die Fructose-Falle: Wie Fruchtzucker dick und krank macht
von Anna Cavelius
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ernährungsmißstand: Überzuckerte Fertigprodukte machen fett und führen zu oxidativem Streß, 13. März 2016
Wo kommen sie denn nur her, die vielen übergewichtigen und fettleibigen Menschen? Wie man unter "berlin-institut.org" nachlesen kann, ist die Lage erschreckend: "Dem Statistischen Bundesamt zufolge war 2009 jeder zweite Deutsche übergewichtig, jeder sechste sogar fettsüchtig. 15% der drei- bis 17-Jährigen litten bereits unter Übergewicht, sechs Prozent unter Adipositas".

► ZUCKERFRESSER
Die Autoren schreiben, daß US-Amerikaner pro Jahr und Person die irrsinnige Menge von 58kg Zucker konsumieren. Aber auch die Deutschen, die bei der Fettleibigkeit mit den Amerikanern wetteifern, verbrauchen mit 36kg doppelt so viel, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt. In einem Eßlöffel Tomatenketchup sind schon zwei Stück Würfelzucker enthalten, in einem Glas Cola oder Apfelsaft 8-9 Stücke, in einem Schokoriegel 12 und in 500 ml Fruchtbuttermilch 40 Stück.

Der Mediziner Detlef Pape und seine Koautorin Anna Cavelius unterscheiden sorgfältig die Zuckerarten, den Einfach- und Mehrfachzucker und beim Einfachzucker, den Monosacchariden, Glucose und Fructose, die man auch als Traubenzucker bzw. Fruchtzucker kennt. Sehr gut erklären sie die unterschiedlichen Stoffwechselmechanismen.

► MECHANISMUS: ERHÖHTE FETTSPEICHERUNG DURCH FRUCTOSE
Was im einzelnen passiert, ist u.a. die durch den Fructosekonsum erhöhte Fettspeicherung: Im Rahmen einer Studie (Texas University, Journal of Nutrition, 138/2008) mußten die Probanden zum Frühstück ein Fruchtgetränk zu sich nehmen: "Blutzuckerspiegel und Fettstoffwechsel wurden durchgehend überwacht. In der doppelt blinden Versuchsanordnung gab es den Fruchtsaft in drei verschiedenen Zusammensetzungen. Einmal bestand er zu 100% aus Glucose, einmal aus einem 50-zu-50-Mix aus Glucose und Fructose, einmal aus einem Saft mit 75% Fructose-Gehalt. Die Fettaufbaurate stieg, je mehr Fructose die Teilnehmer der Studie zu sich nahmen. Noch Stunden nach dem Verzehr wurden dabei Fette gespeichert. Dabei waren alle Studienteilnehmer schlank und bei guter Gesundheit. Bei Menschen mit erhöhtem Bauchfettanteil und infolgedessen metabolischem Syndrom oder Diabetes kann - wie die Forscher betonten - die fettaufbauende Reaktion auf Fructose deutlich stärker ausfallen".

► TRUTHIES ABOUT SMOOTHIES
Früchte gelten als gesund. Ihr Fruchtzucker ist es nicht. Wie paßt das zusammen? Die Autoren beruhigen: Fructose aus Früchten verursache in der Regel keine gesundheitlichen Probleme, weil sie ausgeglichen werde durch die Fruchtfasern. Verzehrt man beides miteinander - Stichwort: Natürliche Ernährung - , so verlangsamt sich der Fructose-Zufluß zur Leber und die meisten negativen Effekte des Fruchtzuckers verringern sich. Von dieser Ausgewogenheit zwischen Zucker und löslichen wie unlöslichen Ballaststoffen kann man bei den meisten nicht zu süßen Früchten und Gemüsesorten ausgehen.
Von großer Bedeutung - betont Pape - sind die günstigen Eigenschaften der Pflanzenfasern: Eine der besten von ihnen sei, daß sie den Insulinspiegel nach einer Mahlzeit mit pflanzlichen Zutaten (also Gemüse, Kräuter und Früchte) langsamer ansteigen lassen und so nicht zu viel Energie direkt in der Leber lande. Die Bauchspeicheldrüse, die den langsameren Anstieg der Glucose im Blut registriert, reduziere folglich ihre Insulinantwort. Und wenn schließlich weniger freies Insulin im Blut flute, werde zwingend weniger überschüssige Energie in Fett umgewandelt.

Das Problem der Fruchtsmoothies bestehe darin, daß der Mixer die Fasern zerhackt, was die Fructose rasend schnell verfügbar werden läßt. Vom Mechanismus der Fettumwandlung abgesehen, verursache die vielfach schnellere Fructoseverwertung einen enormen Zellstreß, d.h. oxidativen Streß, und damit auch eine raschere Zellalterung, was sich wiederum negativ auf das Immunsystem und den Gesamtzustand eines Menschen auswirke.

Das Modegetränk der Fruchtsmoothies und die frisch gepreßten Fruchtsäfte sollte man also nur in Maßen genießen. Die Zerstörung bzw. die Aussortierung der Fruchtfasern durch den Mixer bzw. Entsafter ist halt keine natürliche Ernährung.

FAZIT
■ Die Leser dieses Buches haben es eigentlich gut. Sie müssen nur den wesentlichen Inhalt verstehen und sich ein bißchen an die Ratschläge der Autoren halten:
• Natürlich und abwechslungsreich ernähren, im Zweifelsfall selber kochen,
• auf jeden Fall die gemeinhin überzuckerten industriellen Fertigprodukte, Soßen und Säfte meiden,
• Vorsicht bei Aufschriften wie "weniger süß", "light", "Diät" oder "weniger Zucker": Sie könnten für billige, künstlich hergestellte Fructose stehen,
• beachten, daß auch Honig kein Nahrungsmittel, sondern ein Genußmittel ist,
• fructosearm ernähren: Haushaltszucker, der zur Hälfte Fructose enthält, reduzieren.

■ Aber was soll die Gesellschaft insgesamt tun?
Hier sind die Autoren vielleicht ein bißchen zu zurückhaltend. Schließlich geht es um einen fundamentalen Ernährungs- und Gesundheitsmißstand in unserer profit- und konsumorientierten Welt. Mit riesigen Werbeetats werden wir irregeführt: In den Werbespots werden uns schöne und schlanke Menschen präsentiert, damit wir Waren und Fertigprodukte kaufen, die uns angeblich glücklicher machen, aber in Wirklichkeit fett und häßlich (und die anderen reich :-). Auch unsere Zeitungen sind werbefinanziert und verdienen dabei kräftig mit.
• Wenn Werbung für Tabakprodukte verboten wird, warum ist dann die für maßlos überzuckerte Fertigwaren und Säfte erlaubt?
• Warum gibt es überhaupt volksverdummende Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

Das sind Fragen, die die Autoren auch noch hätten stellen können. Großes Lob aber ansonsten, denn mit ihrem Buch leisten sie eine essentielle Volksaufklärung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2016 10:22 AM MEST


Die Bestimmung - Insurgent [2 DVDs]
Die Bestimmung - Insurgent [2 DVDs]
DVD ~ Shailene Woodley
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 8,16

4.0 von 5 Sternen So viele starke Frauen, 12. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung - Insurgent [2 DVDs] (DVD)
Die Jugendschriftstellerin Veronica Roth hat eine dystopische Zukunft erfunden, in der gleich eine ganze Reihe von kämpferischen Frauen oder solche in Führungsfunktionen auftreten. Die einflußreichsten und bekanntesten sind:
• Shailene Woodley (Tris)
• Kate Winslet (Jeanine)
• Octavia Spencer (Johanna) und
• Naomi Watts (Evelyn).
Der besondere Reiz der Geschichte liegt in einer streng nach persönlichkeitspsychologischen Eigenschaften sortierten menschlichen Gesellschaft.

FAZIT
Auch für Science-Fiction-Liebhaber, die der Teenager-Zielgruppe nicht angehören, allein schon wegen der digitalen Effekte, aber auch wegen des psychologischen Handlungsrahmens höchst sehenswert.


Skyline
Skyline
DVD ~ Eric Balfour
Wird angeboten von Filmwelt
Preis: EUR 4,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Namenloser Schrecken: Die Außerirdischen greifen an und die Bettlaken werden knapp, 11. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Skyline (DVD)
Hauptdarsteller Jarrod (Eric Balfour) befindet sich in einem halbverlassenen luxurösen Hotel, als er allen Ernstes behauptet: "What happens when the rest of the blinds fall? We don't exactly have enough bed sheets".

Neben der starken Tricktechnik des Films ist die Idee bemerkenswert, daß nicht nur die Außerirdischen, sondern auch ihre Raumschiffe eher Organismen als Maschinen sind. Das weckt Erinnerungen an Paul Verhoevens Starship Troopers (Las Brigadas Del Espacio) [Import mit deutscher Sprache] aus dem Jahre 1997, mit dem sich Skyline aber nicht im entferntesten messen kann. In der Internet-Filmdatenbank IMDb erhielt der Film 4,4 von 10 Sternen. Auf Amazon-Verhältnisse umgerechnet sind das knapp 2,8 Sterne und damit ist die Bewertung bei Amazon und IMDb gleich schlecht.

FAZIT
Wer visuell eindrucksvollen, aber weitgehend sinnfreien Science-Fiction-Filmen wie Transformers Trilogie [3 DVDs] etwas abgewinnen kann, wird der Film, der ohne Helden und Retter auskommt, vielleicht gefallen. Er rückt den Schrecken normaler Hotelgäste in den Mittelpunkt; seine unfreiwillige Komik zerstört jedoch diese Stimmung.


Jupiter Ascending
Jupiter Ascending
DVD ~ Mila Kunis
Preis: EUR 6,49

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Migrantin aus Rußland, die in den USA putzen gehen muß, wird zur Eigentümerin der Erde, 10. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Jupiter Ascending (DVD)
Fast muß man den Machern des Films, den Wachowski-Geschwistern, sozialkritisches Bewußtsein unterstellen, wenn sie eine zukünftige intergalaktische Welt erfinden, in der sich die Besitztümer des Universums, darunter Planeten wie die Erde, in den Händen weniger extraterrestrischer Dynastien befinden. Dagegen herrscht heutzutage noch in manchen Gegenden auf der Erde der reinste Sozialismus: in den USA sind es ja immerhin 5% die 50% des Reichtums des ganzen Landes besitzen ;-).

Die junge Heldin Jupiter Jones (Mila Kunis), die als Immigrantin aus Rußland mit ihrer Mutter in den USA gelandet ist, erweist sich als genetisch vollkommen identische Wiedergängerin der verstorbenen galaktischen Königsmutter und gerät so auf märchenhafte Weise in den Besitz der Erde. Ob die Wachowskis irgendwie mit Terry Gilliams Meisterwerk Brazil konkurrieren wollten, als sie sich ausdachten, daß Jupiter, die schöne und intelligente Tochter (von mathematisch und naturwissenschaftlich ausgebildeten Eltern), in den USA keinen besseren Job finden konnte, als als Kloputzerin für reiche Leute zu arbeiten?

Aber egal: Die beeindruckende Reizüberflutung läßt es nicht zu, lange über die Lächerlichkeiten der Handlung zu lästern. Die aufwendigen digitalen Inszenierungen der intergalaktischen Hofgesellschaft, ihrer kafkaesken Bürokratie und ihrer Diadochenkämpfe sind einfach großartiges Augenkino.


Galaxies
Galaxies
Preis: EUR 1,09

5.0 von 5 Sternen Wie Suzanne (von der) Vega, 9. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Galaxies (MP3-Download)
Eines der schönsten Stücke von Laura Veirs, Galaxies, hört man zum Schluß des minimalistischen Science-Fiction-Films Coherence. Es paßt perfekt dazu. Ein bißchen erinnert die Sternensängerin Laura Veirs mit ihren poetischen Liedern an Suzanne Vega (Tried and True - Best of Suzanne Vega). Vega oder Wega ist der Name des Hauptsterns des Sternbildes Leier (Lyra).


Mademoiselle Chambon
Mademoiselle Chambon
DVD ~ Vincent Lindon
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 12,45

4.0 von 5 Sternen Hommage an die Liebe und die stille Einvernehmlichkeit, 9. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Mademoiselle Chambon (DVD)
Vincent Lindon spielt einen Maurer neben den zwei Frauen Aure Atika und Sandrine Kiberlain. Die erste ist im Film seine Frau (die Fließbandarbeiterin Anne-Marie ), die zweite war in seinem richtigen Leben seine Frau. Sie ist im Film die Lehrerin Mademoiselle Chambon.

Regisseur Stéphane Brizé hatte den für seine Rolle schon gesetzten Vincent Lindon rücksichtsvoll gefragt, ob er sich vorstellen könnte, neben Sandrine Kiberlain zu spielen. Der hatte zuerst Bedenken, wollte seiner Ex-Frau diese schöne Rolle in der Verfilmung von Mademoiselle Chambon aber nicht verwehren, und stimmte zu. Die Besetzung war ein besonderer Glücksgriff von Brizé, denn am Ende hatte sich die wirkliche Beziehung der beiden Hauptdarsteller in dem vorsichtigen, fast ängstlichen Zueinandertasten der Lehrerin Véronique und dem Maurer Jean drehbuchperfekt widergespiegelt.


Galaxies
Galaxies
Preis: EUR 1,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Galaktisch inspirierte Poesie: Wie eine Suzanne von der Vega, 8. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Galaxies (MP3-Download)
Eines der schönsten Stücke von Laura Veirs, Galaxies, hört man zum Schluß des minimalistischen Science-Fiction-Films Coherence. Ein bißchen erinnert Laura Veirs mit ihren poetischen Liedern an Suzanne Vega (Tried and True - Best of Suzanne Vega).

When you sing
When you sing
Stars fill up my eyes

Galaxies
Pour down my cheeks
Galaxies

Galaxies
They flood the street
Galaxies

When we dance
When we dance
Eels and sea grass float on by

I'm ten thousand leagues
Beneath the sea
Ten thousand leagues

Ten thousand leagues
Beneath the green
Ten thousand leagues

When we kiss
When we kiss
Bears and boulders
Vibrate through the air

Gravity
Is dead you see
No gravity

All I need
Is beating red
No gravity

No gravity
No gravity

No gravity
No gravity

No gravity
No gravity
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 9, 2016 8:55 PM CET


Ein bisschen gleich ist nicht genug!: Warum wir von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt sind. Ein Weckruf von Anke Domscheit-Berg (7. März 2015) Taschenbuch
Ein bisschen gleich ist nicht genug!: Warum wir von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt sind. Ein Weckruf von Anke Domscheit-Berg (7. März 2015) Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen "Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste" und andere Sorgen einer erfolgreichen Karrierefrau, 6. März 2016
Anke Domscheit-Berg hat u.a. bei einer Unternehmensberatung Karriere gemacht, die bei Arbeitnehmern (beiderlei Geschlechts) wegen des zynischen Menschenbildes, der Großspurigkeit und der anglizistisch intransparenten Herrschaftssprache ihrer Angestellten nicht sonderlich beliebt ist. Als ob es der Autorin nicht gereicht hätte, die in ihrem Beruf erlernte McKinsey-hafte Wichtigtuerei auszuspielen, quält sie ihre Leser auch noch auf jeder Seite mit der häßlichen Gender-Star-Schreibweise. Ihr Buch einhält viel Unstrittiges, aber es ist kein Vergnügen herauszufinden, in welchen Punkten man der Autorin zustimmen muß, in welchen sie maßlos übertreibt oder die falschen Schlüsse zieht. Aus der Perspektive der eigentlichen Probleme der Welt, ist das Buch kein Weckruf, sondern ein Schlaftrunk.

► CHEFETAGE
Die Autorin verheimlicht nicht, wie wohl sie sich in den Chefetagen fühlt. Das Menschenbild, das dort gepflegt wird, ist jedoch weder humanistisch noch massentauglich. Das ändert sich auch nicht mit dem biologischen Geschlecht, wie das Beispiel von nicht gerade als friedensliebend bekannten Machtpolitikerinnen, etwa den jeweils als "eiserne Lady" bezeichneten Regierungschefinnen Golda Meir und Margaret Thatcher, zeigt. Solidarität ist in Chefetagen ein Fremdwort: "1965 verdiente ein CEO 20-mal so viel wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter, im Jahr 2000 376-mal so viel. Verglichen mit 1978 stieg das Einkommen der Vorstandsvorsitzenden inflationsbereinigt um 998 Prozent. Die Aktienkurse stiegen in dieser Zeit um etwa die Hälfte. Und das Einkommen eines typischen Arbeiters (Männer und Frauen gemittelt) steigerte sich in dieser Zeit um bescheidene 11 Prozent." (Manager Magazin 3.7.2015). Wie sollte eine erfolgreiche McKinsey-Beraterin, die bei der Konzentrierung des Reichtums der Erde in die Hände von immer wenigeren Akteuren mitwirkte, ja auch einsehen, daß hier das Hauptproblem, insbesondere für die Milliarden benachteiligter Frauen der Welt, liegt?

► FRAUEN IM KINO
Die cineastischen Betrachtungen der Autorin changieren zwischen absurd und lächerlich.
■ a) absurd:
Ja, es ist vordergründig interessant zu erfahren, wie gering die Zahl weiblicher Filmregisseure und weiblicher Hauptrollen ist. Davon abgesehen, daß die Autorin Streifen wie Hannah Arendt - Ihr Denken veränderte die Welt, Snow White & the Huntsman, Alien Quadrilogy oder Die Bestimmung - Insurgent [2 DVDs] geflissentlich übersieht, warum befaßt sie sich nicht mit der Vorliebe der jungen Frauen für den viel renommierteren Arztberuf, in dem sie quasi schon überrepräsentiert sind? Sollten bei Lehrern und Ärzten folglich Männerquoten eingeführt werden? Und überhaupt, welches fatale Menschenbild steckt hinter ihrer Vorstellung, männliche Regisseure könnten keine Frauenthemen inszenieren, Freie keine Sklaverei und Nicht-Indianer keine Unterdrückung indigener Völker anprangern? Das ist aberwitziges, ja fast schon rassistisches Gedankengut.
■ b) lächerlich:
Darin hat die Autorin recht: Es muß im Gangsterfilmgenre mehr weibliche Verbrecher geben. Aber warum diese Eile? Wenn in hundert Jahren die Gleichberechtigung dazu geführt haben wird, daß es genauso viele weibliche wie männliche Gewaltverbrecher, Räuber und Diebe und dann folglich auch Gefängnisinsassen gibt, dann wird das Kino der Zukunft diese neue Realität schon widerspiegeln. Es ist doch lächerlich, das mit kleinlichen McKinsey-Statistiken schon heute einzufordern. Immerhin verweist die humorlose Autorin auf andere, die sich den Fragen der Gleichberechtigung weniger verbissen annehmen: Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste.

► GLEICHHEIT
Feministen fällt es nicht immer leicht, grundsätzlich unterschiedliche Begriffe wie Gleichstellung und Gleichberechtigung auseinanderzuhalten. Zweifellos muß Gleichberechtigung zu 100% und unverzüglich realisiert werden, die Gleichstellung dagegen läßt sich überhaupt nicht erzwingen, denn sie hängt von den jeweiligen Individuen und ihren Vorlieben ab. Trotz des Vorbildes so berühmter weiblicher Flugpioniere, nämlich
• Amelia Earhart (1897-1937), Amelie Beese (1886-1925)
• Marga von Etzdorf (1907-1933), Elly Beinhorn (1907-2007) und
• Hanna Reitsch (1912-1979)
gibt es nur 5-10% weibliche Piloten. Bei den Busfahrern sind immerhin 15-20% weiblich. Wenn es Amelie Beese möglich war, im deutschen Kaiserreich die Pilotenprüfung abzulegen, ist es dann nicht heutzutage erst recht möglich? Ist es wirklich sinnvoll, Behauptungen darüber aufzustellen, wer am Desinteresse der Mädchen und jungen Frauen für den Beruf des Busfahrers oder Piloten schuld ist? Sind es die Mütter oder ein bißchen auch die Väter, oder sind es die Kindergärtnerinnen oder die meist weiblichen Grundschullehrer? Oder ist alles auf den Einfluß der Werbung und der Filmindustrie der westlichen Welt zurückzuführen?

► DDR
Hier ist die Autorin, die 1968 im brandenburgischen Premnitz geboren wurde, auf einer interessanten Spur. In der DDR gab es die heutige Werbung und die Jungmädchensehnsüchte prägenden Fernsehsendungen wie Germany's Next Top Model nicht. Den häßlichen Gender-Star, also die affige Verhunzung der Schriftsprache, wie sie heute Grüne und Feministen praktizieren, gab es allerdings auch nicht.

► GENDERSTAR *
Die Gender-Star-Schreibungen machen das Buch für Nicht-Feministen und Nicht-Grüne zu einer Qual. Man findet darin so Sätze wie: Die Täter*innen in Deutschland sind mehrheitlich männlich. Die im "Arbeiter- und Bauernstaat" aufgewachsene Domscheit-Berg würde heute schreiben wollen: Im Arbeiter*innen- und Bäuer*innenstaat war vieles besser. Da gab es bei der Kinderkleidung nur praktische Farben, rosa fast gar nicht. Die Aktivistin ist inkonsequent: Wenn die DDR ohne den Gender-Terror zurechtkam, wieso soll die Verhunzung der Sprache heute zu mehr taugen als zu einem aggressiven Fanal einer Lobbygruppe?

► WAHRE FAKTEN ZUR BEZAHLUNG VON FRAUEN UND MÄNNERN
Wer verläßliche und sachliche Informationen sucht, greife besser zum Buch eines Forschers, der in 21.0: Eine kurze Geschichte der Gegenwart darauf hinweist, daß auch Bundesministerin von der Leyen gerne mit gefälschten Statistiken arbeitet. Man liest auf S. 194f:
"Die «Feminisierung der Arbeitswelt» in den westlichen Industriegesellschalten war ein Basistrend seit dem ausgehenden 19.Jahrhundert und eine der größten sozialen Veränderungen vor allem seit dem späten 20. Jahrhundert. Zugleich ist die Arbeitswelt ein Ort anhaltender Geschlechterungleichheiten. Arbeitsmärkte sind nach wie vor geteilt in typische Männerberufe wie Monteur, Metzger und KFZ-Mechaniker oder auch Koch und typische Frauenberufe wie Kindergärtnerin, Arzthelferin und Sekretärin. Zugleich sind Verschiebungen wie die zunehmende Verweiblichung des Lehrerberufs und des Medizinstudiums zu beobachten. Besondere öffentliche Aufmerksamkeit gilt dem Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen. Er betrug 2012 in Deutschland 22 Prozent … . Die Gründe liegen erstens in der Teilzeitbeschäftigung von Frauen, die zudem weniger bezahlte Überstunden absolvieren oder übertarifliche Zulagen (etwa für Schichtarbeit) beziehen. Zweitens ist das Gehalt in Berufen wie Arzthelferin, Kindergärtnerin oder Sekretärin niedriger als das von Metzgern, Müllfahrern oder Monteuren. Drittens führen Karriererückstände aufgrund von ausgesetzter Erwerbstätigkeit für die Kindererziehung zu Verdienstlücken. Ungleiche Bezahlung erfolgte überwiegend für ungleiche Berufspositionen, nicht für gleiche Arbeit, wie beispielsweise Bundesministerin von der Leyen persistent behauptete."
Soweit der Historiker Andreas Rödder, Professor für Neueste Geschichte in Mainz.

FAZIT
• Der Gender-Star-Terror der feministisch-engagierten Autorin macht ihr unausgewogenes Buch zu einer Qual.
• Ihre Behauptungen über die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen beruhen auf fehlerhaften Statistiken.
• Das Menschenbild der vorstandsetagenverliebten Autorin unterbietet alle Standards. Es ist aberwitzig anzunehmen, daß Frauen nur Frauen, Schwarze nur Schwarzen, Indianer nur Indianern helfen. Domscheit-Berg unterliegt dem egozentrischen Fehlschluß, daß es solche übergreifende menschliche Solidarität nicht gebe, nur weil sie sie in dem raffgierigen Milieu, das sie beruflich kennengelernt hat, nicht beobachtete. (Vorstandsgehaltssteigerung 998% gegenüber den 11% eines Arbeiters seit den siebziger Jahren!)
• Das Hauptproblem der Welt ist nicht, daß zu wenige Frauen in die Vorstandsetagen vorstoßen, das Hauptproblem der Welt ist die Armut (von Frauen und Männern) und die progressive Umverteilung der Güter von unten nach oben.
• Es ist ein Übel, daß so viele religiöse weiße Männer die Welt ausbeuten, aber es wird kein bißchen besser, wenn es zukünftig mehr dunkelhäutige, atheistische und mehr weibliche Ausbeuter gibt.

Genau deswegen ist das Buch kein Weckruf, sondern ein Schlaftrunk. Es ist unausgewogen und lenkt von den größten Mißständen der Welt ab: Es enthält durchaus eine Reihe richtiger Fakten, aber es vertieft die Unterschiede zwischen den Menschen und unterminiert ihre Solidarität bei der Bekämpfung der Armut. Wer Armut und Ausbeutung bekämpft, hilft auch Milliarden unterdrückter Frauen und nicht nur den wenigen tausend westlichen, die verzweifelt auf die Frauenquote für Vorstandsposten warten.


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