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Rezensionen verfasst von
Engelmann, Andreas "Andreas Engelmann"
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Kid a (Special Edition)
Kid a (Special Edition)
Wird angeboten von KlangSurfer
Preis: EUR 39,98

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Album des Jahrhunderts, 3. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kid a (Special Edition) (Audio CD)
Kid A konstrastiert die Stagnation im Mainstreamgenre und zeigt mit dem innovativsten, progressivsten und besten Album des Jahrhunderts, daß Musik sich nicht immer wiederholen muß, um Qualität zu haben. Seien es ausgefallene Songstrukturen oder die eigenen Arrangements, der Haupteffekt, der neben der künstlischerischen Genialität der Akteure und Thom Yorkes einzigartigen Gesangslinien, das Album trägt, ist ein bekannter aus dem Theater. Der V-Effekt von Brecht zur Verfremdung und zum Wachrütteln hyperemotionaler Theaterzuschauer erfunden, die über ihr Mitgefühl das Wesentliche, das Stück, seine Inszenierung und die Lehre vergessen, wird von Thom Yorke und Gefährten ins Musikgenre übertragen und so weist die Band auf, daß es keine redundant-kitschig bedienten Klischees braucht, entlarvt solche, die nicht zuhören, sondern nur eine Begleitmusik für ihr banales Leben suchen und eröffnet den Hörenden eine neue, interessante, innovative und andere Klangwelt, die in ihrer Frische, Eigenheit und Qualität die Konkurrenz überragt.

2001 veröffentlicht ist Kid A noch heute das bedeutenste Werk des jungen Jahrtausends und Radiohead die einzige Band, die eine Alternative zum tausendfach Überhörten und bereits Bekannten bietet.

Poststriptum: Die leider seltene Buchversion und Erstauflage der CD ist wegen ihrer gestalterischen Schönheit besonders zu empfehlen, auch wenn man wohl etwas tiefer in die Tasche greifen muß, lohnt es sich.


Modern Times
Modern Times
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,49

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik vom Olymp, 9. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
Wenn heute jemand ein gutes Album schreibt, muß er dann nicht Angst haben, daß es keiner kauft? Bob Dylan macht es trotzdem. Ruhig, langsam, schleichend kommt es von hinten, durch die Hintertür, um einen umso eindringlicher zu erfassen. Gehör, Geduld und einen Funken Verstand muß man mitbringen, das ist fast alles. Den Rest steuert das Genie bei.

Ist man einmal durchgestiegen, durch dieses Meisterwerk, offenbart sich, wie weit das Album von dem weg ist, was heute Erfolg hat. Die neue Zeit fabriziert und fabriziert: Schrott. In Supermärkten werden Fernseher aufgebaut, die konzipiert sind, in zwei, drei Jahren den Geist aufzugeben. In Musikläden stehen Cds, die nicht einmal zwei Monate nachhalten. Bob Dylans Cds hört man heute noch. Die alten Klassiker und die neue Platte. Das macht den Unterschied aus.

Und auch wenn die ewig Heutigen das nicht wahr haben wollen: Wenn alles vergessen ist, was heute Erfolg hat, wird Bob Dylan noch als Gott im Olymp leben und gehört finden.


Piece By Piece
Piece By Piece
Preis: EUR 6,99

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mainstream und alles andere als das..., 28. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Piece By Piece (Audio CD)
Wir müssen uns klar verständigen: Das ist Pop. Mainstream. Aber irgendwie auch alles andere als das. Was ist also anders? Sind es die stilsicheren Arrangements, die von kompetenten Musikern eingespielten Aufnahmen, die wohlklingende Stimme der Künstlerin? All das wohl auch, zuförderst allerdings besticht das Album durch Gesangslinien, Melodien.

Die Single "Nine Million Bicycles" wurde von mir für ein Cover gehalten, ein versteckstes Juwel aus besseren Zeiten, als es zwar ebenso Künstler gab, hinter denen Songwriter standen, die ihre Lieder nicht selbst komponierten, die sie aber anders, authentischer und vorallem individuell vortrugen. Obwohl nicht geistiger Schöpfer waren sie doch mit ihrem Titel untrennbar verbunden. Heute ist es eine Sache des Zufalls, ob ein Song von Britney, Christina oder Jessica eingesungen wird. Der Klungel, der dahintersteht, ist ohnehin identisch, die "Künstlerinnen", die ihren Namen nicht verdienen, austauschbar.

Ob Katie Melua ersetzbar ist, kann ich nicht beurteilen, die Lieder sind in Zusammenarbeit mit ihrem Mentor entstanden, ihre Stimme ist prägend. Es erscheint mir unwahrscheinlich.

Mike Batt (dem Komponisten) und Katie Malue jedenfalls ist das größte Lob auszusprechen, ihnen ist es gelungen Melodien zu schreiben, von denen man sagen kann, daß sie notwendig, daß sie nicht überflüßig waren. Ich würde ihnen sogar zuschreiben, daß sie klassisch und herausragend sind, aber soweit muß man gar nicht gehen, um das Album weit von dem abzuheben, was heute vergleichbare Artisten abliefern.

Für Menschen, die nicht "down sind" mit Paris Hilton und der neuen Schule des Nichtskönnertums, ein Album das Gehör finden sollte.


Reprise des Negociations
Reprise des Negociations
Preis: EUR 10,48

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sieben plus fünf gleich drei Sterne., 26. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Reprise des Negociations (Audio CD)
Bruno Bénabar schreibt wunderschöne Lieder. Soviel sei als Gewissheit vorausgeschickt. Allein, auf diesem Album fällt er auch immer wieder ins Nervige, was zum einen an wachsenden Ambitionen, zum anderen an wechselnden Partnern bei der Komposition liegen könnte.

Es läßt sich das Album erstmal in zwei Teile dividieren, von denen der erstere später noch ausführlicher behandelt wird.

Zuerst die Perlen:

Le Dîner, Quatre murs et un toit, Triste Compagne, Qu'est-ce que tu voulais que je lui dise?, Le Méchant de James Bond, Tu peux compter sur moi et finalement Le Cahier de solfège. Das sind sieben herrliche Lieder. Hinzu kommen aber leider zweitens die weniger guten bis nervigen, nennen wir sie überflüßigen Chansons:

Maritie et Gilbert Carpentier ist nerviger Altdamenschlager, wenn auch ironisch betrachtet, so doch immer noch nervend.

Bruxelle, La Berceuse und Les Épices du souk du Caire sind teils überladen, teils einfach nichts Besonderes, nichts das sich lohnt zu hören und

Le Fou Rire fällt leider im Vergleich zu sehr ab, um noch zur ersten Gruppe zu gehören.

Auf diese gilt es nun allerdings zurückzukommen, denn sie machen den größeren und gewichtigeren Teil des Albums aus und rechtfertigen die Anschaffung.

Le Dîner beschreibt flott und angenehm die Unlust sich mit Freunden zu treffen und lieber mit der Liebsten bei Pizza und Télé den Abend zu verbringen.

Quatre murs et un toit zeichnet das Bild einer Familie mit Kindern, die kleinen Probleme, Sorgen und besticht bei Melodie und Intonation ebenso wie lyrisch.

Triste Compagne ist eine langsamere Nummer, die wohl durch den widerkehrenden Satz "Ça ira mieux demain, du moins je l'espère, parce que c'est déjà ce que je me suis dit hier" treffend wiedergegeben wird.

Qu'est-ce que tu voulais que je lui dise ist der wohl beste Song des Albums, er schildert auf herausragender Klaviermelodie harmonierend die triste Geschichte verschiedener Charakter, die sich stets mit der Phrase "Il faut pas fleurer, ça va s'arranger" in der Bahn halten.

Es folgt der ansprechend positive Song "Le Méchant de James Bond", der besingt, man müsse wohl der Böse aus James Bond sein, um so zu denken wie mancher oder eben so zu handeln.

Tu peux compter sur moi bleibt in der melodiösen Spur des Vorgängers und versichert, daß entsprechendes Gegenüber auf einen vertrauen könnte, mit kleinen Ausnahmen.

Am Ende des Albums steht mit Le Cahier de solfège wieder eine ruhigere Nummer, die das Album passend abschließt.

Warum die Rezension und ihre Länge? Einerseits ist es die erste und sie soll dem interessierten einen brauchbaren Einblick geben, zweitens möchte ich damit der abschreckenden Wirkung entgegenwirken, die durch meine Dreipunkte-Bewertung entstanden sein mögen. Die Perlen des Albums verdienen durchaus fünf aus fünf und sind den Kauf des Albums in jedem Fall wert. Nur wäre es nicht richtig auf das Gesamtwerk fünf Punkte zu geben, da dies eine differenzieren zwischen einem Werk mit hauptsächlich guten Stücken und ausschließlich guten Stücken unmöglich machen würde.

Falls möglich sollte man sich die hier empfohlenen Teile zu Gemüte führen und dann über einen Kauf des Albums entscheiden. Persönlich lege ich ihn ans Herz.


Was ist Gerechtigkeit?
Was ist Gerechtigkeit?
von Hans Kelsen
  Taschenbuch

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Wiedersehen, Gerechtigkeit?, 26. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Was ist Gerechtigkeit? (Taschenbuch)
Hans Kelsen wurde ob seines Werterelativismus oft eine Art Opportunismus unterstellt. Theorien wie die seine, so hieß es, machten Systeme wie das der Nationalsozialisten erst möglich. Als Liberaler jüdischer Herkunft sollte dieser Vorwurf abwegig genug erscheinen.

Es geht Kelsen nicht um Legitimation, sondern um Reinheit. Sein Hauptwerk, die "Reine Rechtslehre", zeigt den Juristen seinen Wurzeln treu. Eigentlich wollte Kelsen Mathematik, Physik und Philosophie studieren.

"Was ist Gerechtigkeit?" ist als Beiwerk seines Gesamtopus zu verstehen. Hier begründet er, warum er nach der Maxime handelt, die ihm stets negativ ausgelegt wird: Warum er von einer Verflechtung der Gerechtigkeit in ein System des Rechts nicht hält.

Im Buch werden alle gängigen Gerechtigkeits-Theorien widerlegt und als Legitimatoren der jeweiligen Kultur entlarvt. Nicht auf Gerechtigkeit sind sie aus, sondern auf Konservierung des Bestehenden.

Freilich hat die Philosophie nach Kelsen nicht aufgehört und mit ihr die Frage nach Gerechtigkeit. Als Nachfolgeliteratur für Gerechtigkeitssucher seien Jacques Derrida und Emmanuel Lévinas empfohlen, die eine postkelsen'schen, konstruktivistischen Gerechtigkeitbegriff statuieren.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2014 6:21 PM MEST


The Eraser
The Eraser
Preis: EUR 16,15

11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Black Swan, 23. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: The Eraser (Audio CD)
Wenn der Zeitgeist kommerzielle Trashisierung heißt und sein Atem nach Anpassung zum Zweck stinkt, wenn sich Künstler, denen man zumindest in ihrem Genre mal eine gewisse Geltung zusprach (z.B. Nelly Furtado im Pop, Green Day im Pop-Punk oder Muse bei Alternative-Rock), für Verkaufszahlen und Beliebtheit prostituieren und damit ihr Gesicht zu einer Fratze ihrer selbst werden lassen, ist es für den, der die Entwicklung machtlos mit Trauer beobachten muß, ein Licht in dunkler Nacht, wenn sich große Menschen aufmachen, mit dieser Entwicklung zu brechen.

Eine Musik mit künstlerischem Anspruch, die trotzdem berührt, die trotzdem hörbar ist, die trotzdem nicht nur den Stilisten etwas bietet, ein Album das Herz und Geist berührt und mit bestechenden Liedern denjenigen Zuhörer gewinnt, der seine Ohren nicht verkleistert, um durch die Pforte nur noch hineinzulassen, was sich durch absurden Erfolg legitimiert.

In Zeiten von Stefan Raab, Internetvideos, der Abschlußklasse und Trash-Pop hat Thom Yorke Musik für Menschen geschaffen, die nicht so nieder sind, sich dem Zeitgeist anzupassen, für die denen der Mundgeruch der Angepassten als dumpfer Gestank zu lange schon in der Nase liegt.

The Eraser ist das erste Album dieses Jahres, daß einen Wert für den Tag hinaus hat. Daß erste, daß nicht gleichgültig ist.


Meat Is Murder
Meat Is Murder
Preis: EUR 11,31

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meat is Murder, 15. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Meat Is Murder (Audio CD)
Ich kann die weit verbreitete Auffassung nicht teilen, daß der Titelsong den anderen der famosen CD auch nur in irgendetwas nachstehen würde. Vielleicht mag manch einem der Appetit dabei vergehen, aber musikalisch und textlich ist er wie gewohnt auf ganz hohen Smiths-Niveau.

Die Smiths machen auf dem Album, was sie eigentlich immer machen, wenngleich nicht ganz so hitverdächtig, wie auf dem Nachfolgewerk "The Queen is dead". Wer von Musik abgeschreckt ist, sobald sie nicht mehr nach dem Strophe, Bridge, Refrain, Stropfe Bridge Refrain, Solo, Bridge, Refrain-Muster verläuft, wird auch hier seine Probleme bekommen, auf jeden, dessen Horizont damit nicht überfordert ist, warten viele schöne Lieder, im ganz eigenen Smiths-Stil und - nicht zu vergessen - mit den besten Texten überhaupt. Aber das weiß man ja ohnehin.


Beautiful Noise
Beautiful Noise
Preis: EUR 11,42

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wider den kurzweiligen Zeitgeist amerikanischer Geistlosigkeit, 1. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Beautiful Noise (Audio CD)
Es gibt seit Jahren die Klassifizierung nach europäischer (meist britischer) und amerikanischer Musik. Daß dies ist nicht unbedingt immer etwas mit der Herkunft zu tun haben muß, beweist Salim Nourallah mit seinem wunderschönen Album "Beautiful Noise".

Melodien auf höchstem Niveau, intelligente Lyrik, mit einer Stimme vorgetragen, der man glaubt das Gefühl und das Verständnis dahinter anzuhören, fernab vom naiv-pompösen, aufgetragenen und überladenen amerikanischen Klischeebild.

Was hinzukommt: Einfache, aber bestechende Intonationen durchgehend geschmacksicherer und hörenswerter Kompositionen für ruhige Stunden. Teilweise so brillant gemacht, daß man sich am Kunstwort: Beatlesk vergreifen möchte. Was mit keinem Wort verstanden werden darf, als würde sich da wieder einer aufmachen um die Bealtes zu kopieren, denn das ist nicht der Fall, nur fragt man sich, wann man zuletzt so schöne Wendungen gehört hat, die einem nicht allzu bekannt, verkocht und verbraucht aufstießen.

Ich bin an den eher unbekannten Interpreten durch eine Sendung auf dem Kultursender SWR2 gekommen, die ebenso sicher immer wieder wunderbare Musik herausfischen, wie sie vom Label "Tapete" verlegt wird.

Es wunderte mich nicht schlecht, als ich die CD auf Anhieb im Plattenabteil des nächst-größeren Kaufhauses fand, freilich unter "Gemischte N". Ein Schatz, der sich dort verbarg und der es verdient seine Entfaltung bei intensiven und aufmerksamen Hörern zu finden.


Berlin Alexanderplatz: Die Geschichte vom Franz Biberkopf
Berlin Alexanderplatz: Die Geschichte vom Franz Biberkopf
von Alfred Döblin
  Gebundene Ausgabe

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarisches Kino und die Sperstitze der Moderne, 25. März 2006
1929, neue Sachlichkeit, überwundene Romantik, die Moderne ist auf ihrer wahrlich kurzen Hochphase und Alfred Döblin schreibt das beste Buch seiner Gattung.

Man kann mit breiten Ausführungen lang beschreiben, was dieses Buch auszeichnet: Die Einmaligkeit seiner Sprache, die literarischen Kamerafahrten, der Geruch des zwanziger Jahre Berlins, den man zu spüren glaubt, Franz Biberkopf, der tragische Held des Romans; am Besten aber kommt man dahinter, indem man den authentischen Text zur Hand nimmt und sich fesseln läßt.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Franz Biberkopf wird aus der Haftanstalt entlassen, in der er für den Mord an seiner Frau einsaß, mit ihm der feste Plan nicht wieder als Kleinkrimineller seinen Tagelohn zu verdienen und krumme Dinger zu drehen, sondern ein anständiges Leben zu leben, allein: Die Stadt läßt ihm keine Wahl, zieht ihn in einen Strudel und ehe Franz Biberkopf sich versieht, hängt er tiefer drin als je zuvor, verliert einen Arm, verliert seine zweite Frau, verliert seinen Verstand. Das Untergehen in einer Zeit, deren Impressionen den einfachen Mann erdrücken, deren Zwänge seine Widerstandsfähigkeiten überfordern; es ist ein Roman, der den Nerv der Zeit, seine Natur und die Menschen auf herrliche, überzogene, auf einzigartige Art und Weise beschreibt, der einen Einblick gibt, in das Seelenwesen der Menschen und in eine Stadt, die heute so nicht mehr existiert.
Döblins Haupttätigkeit als Nervenarzt ist dem Buch vielerorts anzumerken, das bizarre Seelenleben der Menschen wird ebenso plastisch festgehalten, wie das bizarre, moderne Eigenleben der Großstadt nach dem ersten Weltkrieg.

Alfred Döblin schafft mit Berlin Alexanderplatz ein Buch, dessen Darstellungsform an Bildkünster seiner Zeit erinnert, an den Surrealismus, und das den größten Meistern dieser Zeit in keinsterweise auch nur einen Deut nachsteht.

Lange ist mir das Buch bekannt, die hier beschriebe Ausgabe, ein Reprint der Originalausgabe, ist besonders schön und jedem ans Herz zu legen.


The Queen Is Dead
The Queen Is Dead
Preis: EUR 12,99

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überallalbum einer Epoche, 25. März 2006
Rezension bezieht sich auf: The Queen Is Dead (Audio CD)
Die Achtziger Jahre sind vornehmlich bekannt für unmögliches Aussehen und umögliche Musik. Wahrlich entstanden in dieser Zeit einige Perlen der Popmusik, man denke an Toto, Man at Work oder die alles überragenden Queen.

Sonst allerdings hat das Jahrzehnt wenig zu bieten und vorallem wenig Brauchbares, außerhalb des Mainstreampops. Wären da nicht The Smiths. Umwerfende Texte auf herrausragende Melodien, das ist die Kombination Marr, Morrissey.
Sie eine "Singleband" zu nennen, erweist sich spätestens mit "The Queen is Dead" als blanker Unfug, denn mit der Ausnahme von vielleicht zwei Liedern versteht es jede Komposition ihr Gefühl so intensiv zu vermitteln, daß man am Anfang eines jedes Songs von einer inneren Vorfreude in der Magengegend überfallen wird.

The Queen is Dead ist eines der zehn besten Alben aller Zeiten und hat seinen Platz in den Annalen der britischen Musik zu Recht. Inspiration für zahllose spätere Interpreten und ein Juwel, das sich aus heutiger Sicht als zeitlos erweist. Die Texte von Morrissey sind trotz vielfach behandelter Thematik nicht abgedroschen, nicht platt, sondern stets innovativ. Selbiges gilt für Marrs Melodien und Intonationen.

Ein Album, daß man als Liebhaber guter britischer Musik nicht missen darf, ein ewiger Klassiker und für mich das beste Album der Achtziger Jahre.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2008 9:27 PM CET


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