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Rezensionen verfasst von
Patrick M. Schmidt
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Songs from the West Coast
Songs from the West Coast
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 2,92

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Elton John-Album seit 1975 ! ! !, 8. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Songs from the West Coast (Audio CD)
Mit "Songs from the West Coast" schuf der britische Megastar ein Album, vollgepackt mit solider Pop-Musik in gewohnter Elton John-Manier. Ob es wirklich genau sein 40. Album ist, lässt sich aufgrund vieler Soundtracks und Live-Alben, sowie unzähliger Greatest Hits-Compilations nur schwer nachprüfen, doch dass es eines seiner besten ist, weiß man bereits nach dem Reinhören. "Das erste, was man auf diesem Album hört, ist ein Piano und seine unverwechselbare Stimme...", so oder so ähnlich beginnen viele Kritiken zu diesem neuesten Werk des Popvirtuosen, und dem kann ich mich eigentlich nur anschließen. An dem Album selbst gibt es nichts zu bemängeln, trotzdem fehlt "Songs from the West Coast" der, den Rest des Albums dominierende Hit, wie es ihn auf allen ähnlich erfolgreichen Vorgängeralben gab. Bei "The One" war es der Titelsong, "Sleeping with the past" bescherte uns "Sacrifice" und auf den No.1-Alben "Don't shoot me, I'm only the piano player", "Goodbye yellow brick road" oder "Caribou" gab es sogar mehrere Songs, die einem nie mehr aus dem Ohr gehen. In meinen Augen fehlt "I want love", der ersten Singleauskopplung, diese Ohrwurmqualität. Trotzdem schaffte es der Song in die Top 10 der britischen Singlecharts - oder vielleicht gerade deshalb? Auf jeden Fall beweist es die Ausnahmestellung des Interpreten, der im 33. Jahr seiner unglaublichen Karriere wieder einmal sein Konto gehörig auffüllen konnte. Natürlich gibt es auf dem Album auch noch andere gute Songs, wie z.B. "American Triangle", "Ballad of the boy in the red shoes" oder die zweite Single „This train don't stop there anymore" - die ich übrigens ebenfalls rezensiert habe. Nicht zu vergessen sind auch die aktuelle Single "Original Sin" oder... Aber ich höre jetzt besser auf (sonst gehen mir noch die Songs aus) und empfehle dieses Album allen Fans anspruchsvoller Pop-Musik, sowie denen des exzentrischen Briten ! ! !
Die neue Version von "Your Song" gehört eigentlich nicht zu diesem Album, sondern wurde erst bei einer Neuauflage als Bonus-Track hinzugefügt. Schade, dass "Songs from the West Coast" nicht mehr mit "This train don't stop there anymore" endet ! ! !


Madman Across the Water
Madman Across the Water
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 21,65

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines seiner besten Alben ! ! !, 4. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Madman Across the Water (Audio CD)
Als "Madman across the water" im November 1971 veröffentlicht wurde, war es in den Staaten bereits die vierte Elton-John-Platte des Jahres. Da das vorherige Studioalbum "Tumbleweed Connection" jedoch aus dem Sommer 1970 stammte, war es an der Zeit, nach dem Soundtrack zum Film "Friends" und dem Livemitschnitt "17-11-70" ein komplettes Album mit neuen Songs herauszubringen. Wie schon "Tumbleweed Connection" war auch "Madman across the water" weitestgehend von amerikanischen Themen beeinflusst, wenn auch nicht mehr so sehr vom Wilden Westen. Dominiert wird das Album von den US-Singleauskopplungen "Levon" (US Top 30) und "Tiny Dancer" (US Top 50), die beide nicht zuletzt durch tolle Orchesterarrangements von Paul Buckmaster bestechen. Gegenüber den ersten beiden Tracks erscheint "Razor Face" etwas leichtgewichtig, macht aber trotzdem durchaus Spaß. Als Abschluss der ehemaligen Seite 1 folgt der Titelsong, der das eigentliche Meisterwerk des Albums ist: Ein unglaubliches Orchesterarrangement, das es einem kalt den Rücken herunterlaufen lässt, harmoniert perfekt mit der Stimme des jungen Elton John, was den Song zu einem unbeschreiblichen Hörgenuss macht. Ähnlich geht es auf Seite 2 mit "Indian Sunset" weiter. "Holiday Inn" kann mit diesen Songs nicht ganz mithalten, überrascht aber durch eine interessante Instrumental-Coda. Obwohl nicht schlecht, zeigt "Rotten Peaches", dass John sein Pulver nun endgültig verschossen hat. Auch "All the nasties" bleibt vor allem wegen des langen Gospel-Outros im Gedächtnis. Waren alle bisherigen Songs reich instrumentiert, beschließt John das Album mit "Goodbye" nur von Streichern begleitet allein am Klavier.
Obwohl "Madman across the water" in den Staaten die Top 10 erreichte, verfehlte es in England eine Top-40-Platzierung. Es war das vorerst letzte von komplexen Orchesterarrangements dominierte Elton-John-Album. Das Nachfolgewerk "Honky Château" nahm er praktisch nur mit seiner Tour-Band auf und es klingt dementsprechend ganz anders. Da der neue Sound besser ankam (UK Top 3 / US No.1 und 2 US Top 10 Hits), blieb John dabei. Nichtsdestotrotz ist "Madman across the water" eines seiner besten Alben und wird in meinen Augen nur noch von "Goodbye yellow brick road" und "Captain Fantastic and The Brown Dirt Cowboy" übertroffen. Mein Fazit: Uneingeschränkt empfehlenswert ! ! !


Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy
Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 25,45

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Alben aller Zeiten ! ! !, 13. Februar 2005
Wenn es um das beste Album aller Zeiten geht, wird meistens „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von den Beatles oder „Pet Sounds" von den Beach Boys genannt. Ich möchte behaupten, dass „Captain Fantastic and The Brown Dirt Cowboy" mindestens genauso gut ist. Wie bei „Sgt. Pepper's" handelt es sich hier um ein Konzeptalbum, auf dem Elton John die Zeit vor der Aufnahme seines ersten Soloalbums „Empty Sky" beschreibt. Und es beginnt gleich mit einem Novum: Im Textbuch ist an erster Stelle ein Song abgedruckt, der nicht auf dem Album zu hören ist, der aber für das Konzept wichtig ist. Ein wenig erstaunt hört man dann den Titelsong, in den ich mich sofort verliebt habe. Und von diesem Zeitpunkt an sollte man sich nicht mehr zu weit vom CD-Spieler entfernen, denn dieses Album macht nur Spaß, wenn man es komplett hört. Es macht keinen Sinn, einzelne Songs herauszupicken, einmal vom US Top 5-Hit „Someone saved my life tonight" abgesehen. Anders als auf „Goodbye yellow brick road" oder „Caribou" handelt es sich nämlich bei „Captain Fantastic" nicht um eine pure Ansammlung von Songs, sondern um ein ausgeklügeltes Konzept, das in einem über zehnminütigen Finale („We all fall in love sometimes" & „Curtains") gipfelt. Am meisten Spaß macht es meiner Meinung nach bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, da dies die positive Stimmung, die es bei mir auslöst, noch verstärkt. Spätestens seit diesem Album verkneife ich mir ein Urteil gleich nach dem ersten Hören, weil ich festgestellt habe, dass mir die wirklich guten Alben erst nach mehrmaligem Hören als solche aufgefallen sind, und dass Alben, die ich zuerst gut fand, nach mehrmaligem Hören oft langweilig wurden. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Auf der neuen Version sind außer den Original-Tracks noch drei Songs zusätzlich zu finden, darunter zwei US No.1-Hits: „Lucy in the sky with diamonds" und „Philadelphia Freedom". John Lennon selbst spielte unter dem Pseudonym „Dr. Winston O'Boogie & His Reggae Guitars" Gitarre auf der Cover-Version des Beatles Klassikers, dessen Original übrigens vom „Sgt. Pepper's"-Album stammt. Außerdem steuerte er die B-Side der Single bei, „One day at a time", die ebenfalls als Bonus-Track auftaucht. Allerdings finde ich, dass man sich das Album auch einmal ohne diese Songs anhören sollte, da sie das Konzept sprengen.
„Captain Fantastic and The Brown Dirt Cowboy" war das erste Album, das auf No.1 in die US-Albumcharts einstieg, und gleichzeitig das letzte, das Elton John mit seiner Original-Band, bestehend aus dem Gitarristen Davey Johnstone, dem Bassisten Dee Murray, dem Schlagzeuger Nigel Olsson und dem Percussionisten Ray Cooper, aufnahm. Es war der unbestrittene Höhepunkt seiner Kreativität und das Album braucht den Vergleich mit „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" und „Pet Sounds" nicht zu scheuen. Ich wage zu behaupten, dass es seit diesem Album aus dem Jahre 1975 niemand mehr geschafft hat, ein ähnlich komplexes Werk aufzunehmen. Und gerade deshalb verdient es den Ehrenplatz neben dem Monumentalwerk der Pilzköpfe und Brian Wilsons Meisterstück. Gegenüber der CD-Ausgabe aus 1995 bietet die SACD auf CD-Spielern keine große klangliche Verbesserung. Insgesamt ist der Sound ein wenig voller und transparenter geworden. Deshalb gilt hier die Empfehlung hauptsächlich für diejenigen, die noch gar keine Ausgabe oder aber einen SACD-Player besitzen: Kaufen, kaufen, kaufen ! ! !


Here and There
Here and There
Preis: EUR 14,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elton John auf dem Höhepunkt seiner Karriere ! ! !, 12. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Here and There (Audio CD)
Das zweite Live-Album des Briten mit dem Faible für ausgefallene Outfits und Brillen dokumentiert eindrucksvoll, warum Elton John Mitte der 70er Jahre der größte Popstar des Planeten war. Dankenswerterweise entschied man sich 1995 im Rahmen der Neu-Herausgabe von zwölf seiner Alben aus den Jahren 1969-1976 dafür, die Tracklist um 15 Songs zu erweiterten und „Here and there" als Doppel-CD herauszubringen. Aufgenommen wurden die 25 Songs auf zwei Konzerten in London und New York im Jahre 1974.
Das erste Konzert (CD 1), aufgenommen in der Royal Festival Hall, war ein Charity-Konzert unter der Schirmherrschaft Prinzessin Margarets. Elton entschied sich, dem Publikum seinen Werdegang zum Superstar vorzustellen und spielte daher einige weniger erfolgreiche Songs aus den Jahren 1969/70/71, darunter „Skyline Pigeon", „Border Song" und „Burn down the mission", teilweise ganz ohne Band. Darauf folgten bekanntere Werke, wie z.B. „Crocodile Rock", „Candle in the wind" und „Your Song", woraufhin sich auch das Publikum endlich begeistern ließ. Zum Abschluss zelebrierte er das fetzige „Saturday night's alright for fighting", einen der wenigen Hits, deren Erfolg in England größer war, als in den Vereinigten Staaten. Obwohl schon beeindruckend kann dieses Konzert mit der New York-Performance nicht mithalten.
Im November 1974 nämlich lud der Pop-Pianist in den Madison Square Garden ein und 20.000 New Yorker folgten dieser Einladung (CD 2). Gleich zu Anfang setzte er mit dem atemberaubenden „Funeral for a friend (Love lies bleeding)" einen Höhepunkt. Anschließend bot er seine größten Hits auf, darunter meinen persönlichen Favoriten „Rocket Man", den US No.1-Hit „Bennie and the Jets", „Daniel", „Don't let the sun go down on me" vom damals aktuellen Album „Caribou", ein weiteres Mal den „Your Song", „The bitch is back" und noch viele mehr. Nicht zu vergessen ist der, wie sich später herausstellte, letzte Konzertauftritt des Ex-Beatles John Lennon. Er revanchierte sich damit für Eltons Mitarbeit an seiner ersten Solo-No.1, „Whatever gets you thru the night". Das wiederum war das Dankeschön Eltons für Lennons Musizieren auf seiner Cover-Version des Beatles-Klassikers „Lucy in the sky with diamonds" gewesen. Diese beiden Songs, sowie ein weiterer Beatles-Song, „I saw her standing there", wurden von den beiden Pop-Legenden vorgetragen. Unglaublich ! ! !
Mein Fazit: Ein unglaublich talentierter junger Mann präsentierte sich in Bestform und begeisterte das Publikum vom ersten bis zum letzten Ton. John Lennons Guest-Performance setzte diesem Spektakel dann die Krone auf. Insgesamt ein absolutes „must have" ! ! !


Are You Ready for Love
Are You Ready for Love
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 22,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Are you ready for love?, 9. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Are You Ready for Love (Audio CD)
Eigentlich ist es schade, dass ein Mann wie Elton John seit Jahren Hits aus der Vergangenheit dazu benutzt, Erfolg in der Gegenwart zu haben. Nur ein Beispiel unter vielen war die Kollaboration mit Blue im letzten Jahr: Auch wenn die neue Version von „Sorry seems to be the hardest word" ein riesiger Erfolg wurde (UK No.1), stellt sich mir die Frage, ob es die Sache wert war - denn der Song verliert deutlich an Substanz. Bei „Are you ready for love" hat man glücklicherweise auf eine Neuinterpretation verzichtet. Der Song ist von der Originalversion aus dem Jahre 1979 kaum zu unterscheiden, mal abgesehen davon, dass das überlange Outro gekürzt wurde. Damals hatte man aus den „Thom Bell Sessions" lediglich „Mama can't buy you love" (US Top 10) als Single herausgebracht und auf eine Auskopplung von „Are you ready for love" verzichtet. Künstlerisch darf man übrigens keinen dieser Songs an Johns Meisterwerken aus den frühen 70ern messen, da sie nicht von ihm stammen. Nach einigen Misserfolgen hatte er sich nämlich in die Hände verschiedener Disco-Produzenten begeben, wobei die nur als EP auf den Markt gebrachten „Thom Bell Sessions" noch weitaus besser waren, als das offizielle Album „Victim of love".
Notwendig oder nicht: Fakt ist, dass der 24 Jahre alte Song Johns sechste UK No.1 wurde und auf der Insel der Sommerhit 2003 überhaupt war. Ob er in Deutschland kurz vor Weihnachten ähnlich erfolgreich wird, bleibt abzuwarten - sehr wahrscheinlich ist es nicht. Gönnen würde ich es dem Briten allemal, nicht zuletzt, weil der Song weitaus besser ist, als manch aktueller Hit. Hoffentlich ermuntert ihn der Erfolg im UK, sich mit dem nächsten Studioalbum ein wenig zu beeilen und uns ein ähnlich solides Werk wie „Songs from the West Coast" abzuliefern ! ! !


Music Box
Music Box
Preis: EUR 4,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album der Carey ! ! !, 12. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Music Box (Audio CD)
Bevor sich Mariah Carey in den letzten Jahren dem Hip-Hop verschrieb, erfreute uns die stimmgewaltige New Yorkerin mit Popmusik auf höchstem Niveau. In den ersten Jahren ihrer unglaublichen Karriere brach sie unzählige Rekorde und verkaufte Abermillionen von Platten. Typisch für Alben aus dieser Zeit war die Kombination aus Uptempo-Songs (zum Teil noch ein wenig 80er-Jahre-angehaucht) und kraftvollen Balladen. Und da ich ihre Balladen bevorzuge, halte ich dieses Werk aus dem Jahre 1993 für das beste Carey-Album überhaupt. Neben den Superhits „Dreamlover", „Hero", „Anytime you need a friend" und einer herzzerreißenden Interpretation des Harry Nilsson-Klassikers „Without you" (einer meiner absoluten Lieblingssongs) finden sich auf der Platte noch weitere Glanzstücke, wie beispielsweise der Titelsong „Music Box", „Just to hold you once again" und „All I've ever wanted". Und da als Bonustrack (was auch immer das hier bedeuten soll) mit „Everything fades away" eine weitere musikalische Perle das Album gelungen abrundet, fallen die eher mittelmäßigen Uptempo-Songs „Now that I know" und „I've been thinking about you" und das etwas einfallslose „Never forget you" nicht so sehr ins Gewicht. Allerdings wäre ein Album auf dem sich nur Balladen finden auch für mich ein wenig zu viel des Guten. Außerdem bekommen wir auf „Dreamlover" ja zu hören, dass auch ein schnellerer Carey-Song durchaus Spaß machen kann. Schade, dass die hübsche Amerikanerin heute versucht, sich als Hip-Hop-Queen zu etablieren, da ihr in Pop und R&B diese Krone zur Zeit niemand ernsthaft streitig machen könnte.
Mein Fazit: Schöner kann man Liebeskummer nicht zelebrieren (und dabei schien sie ihren Traumprinzen im damaligen Sony-Boss Mottola doch gefunden zu haben). Vielleicht erfreut sie uns ja irgendwann noch einmal mit einem solchen Pop-Diamanten. Für diesen müsste ich eigentlich sechs Sterne vergeben ! ! !


Tumbleweed Connection
Tumbleweed Connection
Preis: EUR 6,99

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Come down in time, 21. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Tumbleweed Connection (Audio CD)
Nachdem Elton John 1970 mit seinem zweiten, selbstbetitelten Album und dem Top 10-Hit „Your Song" der Durchbruch gelungen war, schob er noch im selben Jahr ein weiteres Werk nach und etablierte sich so endgültig im Pop-Business. Während „Tumbleweed Connection" in den Staaten wie „Elton John" die Top 5 erreichte, übertraf es den Vorgänger im UK mit einer Top 10-Platzierung sogar noch. Trotzdem wurde keiner der 10 Songs der Originalversion als Single ausgekoppelt, da „Your Song" die Chartspitze erst zu einem Zeitpunkt erreichte, als „Tumbleweed Connection" bereits in die Charts eingestiegen war. Und so kam es, dass die zu dieser Zeit aktuelle Elton John-Single nicht auf dem aktuellen Elton John-Album zu finden war. Hinzu kommt noch, dass „Tumbleweed Connection" stilistisch nur schwer mit „Elton John" zu vergleichen ist, da es sich mehr rocklastig präsentiert als der streicherbepackte Vorgänger. Bevorzugtes Thema der Songs ist der amerikanische (Wilde) Westen, von dem Eltons Texter Bernie Taupin besonders fasziniert war (und bis heute ist). Meine persönlichen Favoriten sind „Come down in time", „My father's gun", „Love Song" (ausnahmsweise keine John/Taupin-Komposition), „Amoreena" und natürlich „Burn down the mission", der Song, der es wohl am ehesten zur Single geschafft hätte, und den Elton immer wieder gerne live performt (z.B. auf „Live in Australia"). Dass ich hier glatt die Hälfte der Songs aufgezählt habe, soll nicht heißen, dass die anderen deutlich schlechter sind, sondern dass ich die oben erwähnten mit zu den besten Elton John-Songs überhaupt zähle. Hinzu kommen auf der Classic Years-Ausgabe mit „Into the old man's shoes" aus den „Elton John"-Sessions und der fast neunminütigen Originalversion von „Madman across the water" mit Mick Ronson an der Gitarre noch zwei Bonustracks, die die Platte stilgerecht beschließen.
„Tumbleweed Connection" gehört für mich zu den besten Elton John-Platten, auch wenn es keinen Hit beinhaltet. Und obwohl es sich nicht mit „Goodbye yellow brick road" oder „Captain Fantastic and The Brown Dirt Cowboy" messen kann, verdient es die fünf Sterne, da es insgesamt deutlich mehr Spaß macht, als z.B. „Caribou". Sollte ganz einfach im CD-Regal stehen ! ! !


Caribou
Caribou
Preis: EUR 10,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The bitch is back, 14. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Caribou (Audio CD)
Als sich "Goodbye yellow brick road" so langsam aus den Charts verabschiedete, beschloss Elton John in einer kurzen Tourpause ein Studio in der Nähe von Denver anzumieten und einen Nachfolger für sein monumentales Doppelalbum aufzunehmen. Innerhalb von nur einer Woche spielte er mit seiner Tour-Band 12 neue Songs ein, darunter „Don't let the sun go down on me" (UK Top 20 / US Top 2) und „The bitch is back" (US Top 5). Eigentlich sollte auch das Album den Titel „The bitch is back" tragen, aber Elton entschied sich dann dafür, es, wie „Honky Château", nach dem Studio („Caribou Ranch") zu benennen. Leider reicht es weder an "Goodbye yellow brick road", noch an „Captain Fantastic and The Brown Dirt Cowboy" heran. Die Songs sind nicht unbedingt schlecht, aber bis auf die zwei Singles klingen sie fast alle beliebig und haben kaum Wiedererkennungswert. Den Tiefpunkt stellt ein Song dar, für dessen Lyrics sich Elton bei seinem Texter Bernie Taupin „some old meaningless rubbish" wünschte (Solar prestige a gammon). Er wollte damit der Interpretiersucht einiger Musikkritiker einen kleinen Dämpfer versetzen (z.B. war „Madman across the water" als Anspielung auf die Watergate-Affäre verstanden worden). Einzige Ausnahme im Einheitsbrei bildet der Schlusstitel „Ticking": er handelt von einem Jugendlichen, der ohne ersichtlichen Grund Amok läuft und 14 Menschen umbringt. Selten hat mich ein Song so bewegt. Als Bonus-Tracks findet man auf dieser aufpolierten Ausgabe die B-Sides der beiden Singles, sowie „Pinball Wizard" (UK Top 10) aus der Rock-Oper „Tommy" und Eltons 1973er Weihnachtshit „Step into Christmas" (UK Top 30). Auch wenn ich „Don't let the sun go down on me" für einen der besten Songs des Briten halte, kann ich für dieses Album nur vier Sterne vergeben, weil ich es sonst mit den Meisterwerken "Goodbye yellow brick road" und „Captain Fantastic and The Brown Dirt Cowboy" auf eine Stufe stellen würde. Da „Caribou" allerdings auf beiden Seiten des Atlantiks die Spitzenposition der Albumcharts erklomm und somit nicht weniger erfolgreich war, als der überragende Vorgänger, sollte es trotzdem in keiner guten CD-Sammlung fehlen ! ! !


Sleeping With the Past
Sleeping With the Past
Preis: EUR 8,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elton back on top ! ! !, 1. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Sleeping With the Past (Audio CD)
Mit „Sleeping with the past" meldete sich Elton John 1989 eindrucksvoll zurück. Er machte da weiter, wo er 13 Jahre zuvor mit „Blue moves" aufgehört hatte, auch wenn sich seine Musik jetzt ganz anders anhörte als seinerzeit „Sorry seems to be the hardest word". Und der Erfolg gab ihm Recht: Zum ersten Mal in seiner Karriere landete er mit einer Solo-Single einen UK No.1-Hit. Zuvor war ihm das nur mit „Don't go breaking my heart" gelungen, und bei diesem Song aus dem Jahre 1976 hatte es sich um ein Duett gehandelt. Nach diesem unerwarteten Erfolg stieg auch das Album, welches zuvor nur Platz 6 erreicht hatte, wieder in die Charts ein und erreichte als erstes Elton John-Album seit 1977 die Top-Position auf der Insel. Der Erfolg in den USA blieb dagegen mit einer Top 30-Platzierung etwas hinter den Erwartungen zurück. Bemerkenswert ist auch, dass die beiden Songs der Double-A-Side-Single, „Sacrifice" und „Healing Hands", bereits zuvor als einfache Singles erschienen waren und beispielsweise in Amerika jeweils nur die Top 20 erreicht hatten. Erst nach dem Re-Release wurde „Sacrifice" einer der größten Hits für Elton John - mit 5 Wochen an der Spitzenposition der UK-Charts und über 600.000 verkauften Kopien. Und auf dem Album finden sich noch weitere gute Songs, wie z.B. die dritte Singleauskopplung „Club at the end of the street" (US Top 30) oder das verträumt romantische Finale „Blue Avenue". Außerdem ist die Zusammenstellung der Songs stimmig, was vor allem beim Vergleich mit den beiden Bonus-Tracks auffällt. Nur wenige seiner Alben bestechen durch eine solche Harmonie, wodurch man sich, trotz der vielen Synthesizer-Sounds, fast in die frühen 70er versetzt fühlt.
Mein Fazit: Nach einer langen Durststrecke befand sich Elton John am Ende der 80er Jahre endlich wieder auf dem Niveau, von dem er sich über ein Jahrzehnt zuvor verabschiedet hatte, und das er seitdem auch nur bei „The One" und der aktuellen LP „Songs from the West Coast" wieder erreicht hat. Damit ist und bleibt „Sleeping with the past" ein Meilenstein in seiner beispiellosen Karriere und sollte jede gute CD-Sammlung schmücken ! ! !
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2013 12:12 PM CET


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Two nights only ! ! !, 23. Mai 2003
Der kleine Brite hat wieder einmal gezeigt, dass er auf der Bühne zum Riesen wird. Nicht zufällig wählte der Superstar für diesen Live-Mitschnitt den New Yorker „Madison Square Garden" aus - die Atmosphäre in der 20.000 Menschen fassenden Megahalle ist einfach einmalig. Bereits 1974 hatte er hier einen Teil der Songs für "Here and there" aufgenommen. Auch wenn jenes Konzert am "Thanksgiving Day" nicht zuletzt wegen des Gastauftritts John Lennons wohl für immer unerreicht bleiben wird, waren diese zwei Konzerte des britischen Popgenies im Oktober 2000 weitere Höhepunkte in seiner über 30-jährigen Karriere. Schade ist nur, dass Eltons Stimme in den letzten Jahren, in denen er praktisch pausenlos tourt, deutlich abbaut, was besonders auf Konzerten auffällt. Trotzdem sind die Live-Aufnahmen des "Your Song" mit Ronan Keating, der US No.1 "Bennie and the jets", des Comeback-Hits "I'm still standing" und der „Duett-Fassungen" von "Saturday night's alright for fighting" mit Rock-Röhre Anastacia und „I guess that's why they call it the blues" mit Mary J. Blige einfach klasse. Weitere Höhepunkte auf diesem Album sind die Publikumslieblinge "Crocodile Rock" - Eltons erste No.1 - und "Rocket Man". Wem die 15 Songs auf der CD allerdings nicht genug sind, der schaffe sich zusätzlich auch noch die DVD an - auf der finden sich außer den bereits oben beschriebenen Songs noch „Funeral for a friend (Love lies bleeding)", „Someone saved my life tonight", „Little Jeannie", „Blue eyes" u.v.a., die auf dem Album fehlen. Wieder einmal hat der „Maestro" unter Beweis gestellt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mein Fazit: „One night only - The Greatest Hits" - kaufen, kaufen, kaufen ! ! !


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