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Rezensionen verfasst von
SteffiM (www.myrevelations.de)

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Duskmachine
Duskmachine
Preis: EUR 13,59

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thrash-Prog mit Stil!, 13. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Duskmachine (Audio CD)
Duskmachine melden sich mit ihrem zweiten fertigen und selbst betitelten Album zurück, um sich erneut dem Thrash in seiner progressiveren und verspielten Gangart zu widmen. Die All-Star-Band, in der sich mit Joe Comeau, Randy Black und Russell Berqvist, vor zehn Jahren die Ex-Annihilator-, Overkill- und Primal Fear-Mitglieder zum gemeinsamen Musizieren zusammen fanden, bieten auf ihrem neusten Longplayer zehn neue und vor allem verspielte Songs. Alle gemeinsam weisen eine Fülle an musikalischen Ideen auf, die den Grundgedanken des Thrash jedoch nur selten ganz zu verleugnen scheinen. Dabei gehen Duskmachine äußerst abwechslungsreich zu Werke und bieten große progressive Momente, die im weiten Maße an die Arbeit von Bands wie Nevermore und Co. erinnern. Während der Opener "I Feel No Pain" noch mit treiben Riffs, mitreißenden Rhythmen und lautstarken Vocals beginnt, gibt es mit dem Song "Endless" bereits atmosphärischere und ruhigere Klänge. Das melodiöse und komplizierte Gitarren-Spiel, sowie Joes emotionalen Klargesänge drosseln das Gesamt-Tempo im Nu und lassen eine ganz neue, unerwartete Stimmung verbreiten, die im nächsten Song sofort wieder groovende Fahrt aufzunehmen weiß. Diesen Kanadiern steht dieser abwechslungsreiche Stil sehr gut, mit dem sie nicht nur beweisen, dass sie ihr Handwerk fast meisterhaft verstehen, sondern auch offen genug zu sein scheinen, weit über den eigenen musikalischen Tellerrand schauen zu können. Wer mit diesem Album einzig und allein ein gewaltiges und gradliniges Thrash-Geprügel erwartet, wird hier sicherlich enttäuscht werden. Bei Duskmachine überwiegt das progressive Musik-Vergnügen, das nicht immer einfach, aber mit viel Hingabe sogar die eher unpassende und kitschige Ballade "Empty Room" am Ende des Albums weitgehendst zu entschuldigen weiß. Es lohnt sich also einen, besser noch mehrere Hörversuch zu wagen, um diese toll produzierten Platte auf sich wirken zu lassen. Denn Thrash, gepaart mit anspruchsvollen Progressive-Metal bekommt man eben nicht alle Tage zu hören.


Angst
Angst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Angst vor TXL!, 14. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Angst (Audio CD)
Jetzt einmal die Hand aufs Herz: Wann habt ihr zum letzten Mal eigentlich diesem kleinen rechteckigen Ding namens Fernbedienung gedankt, die für euch allabendlich die treuen und aufopfernden Dienste von der Couch aus tätigt? Noch nie? Und warum überhaupt? Das ist einfach zu beantworten. Wer sich die brandneuen Textzeilen der Band TXL zu "Dank gilt meiner Fernbedienung" anhört, wird schnell einsehen, dass wir diesem winzigen Gegenstand schnellstens vielmehr Beachtung schenken sollten. Doch das amüsante Deutsch-Rock Trio aus Berlin kann so einiges mehr, als nur witzige und ironische Denkanstöße zu geben. Fern von all dem pöbelnden und Bier trinkenden Macho-Gehabe der letzten und zahlreichen Deutsch-Rock-Veröffentlichungen, gibt es auf dem Debüt der Jungs endlich mal wieder Riff-starke und hitverdächtige Songs, die sich nicht nur als Ohrwurm im Hirn festsetzen, sondern auch bemerkenswert viel Spaß machen, mitreißend rocken, ohne sich selber dabei zu ernst zu nehmen, oder nur platten Eintags-Müll zu fabrizieren. Nein, was hier von dem Album "Angst" aus den Boxen klingt, gibt mir Hoffnung, dass auch deutschsprachige Texte endlich wieder Berechtigung im Metal- und Rock-Sektor haben. Denn Musik, die augenblicklich die Stimmung heben kann und sofort ein süffisantes Lächeln ins Gesicht zaubert, hat eindeutige Daseinsberechtigung und sollte dringendst gehört werden. Die wandelbaren Gesangskünste von Band-Mitglied Halid verbinden sich dabei herrlich mit den lautstarken Akkorden, musikalischen Spielereien und sogar mit den melancholischen und ruhigeren Tönen auf dieser Platte, so dass beim aufmerksamen Lauschen die gähnende Langweile für 45 Minuten vollständig eine Pause einlegen muss. Der Name der Band ist übrigens die Abkürzung des Berliner Flughafens Tegel, auf den die Band schauen kann, wenn sie in ihrem Proberaum an neuen Songs feilt. Und während unsere deutsche Hauptstadt mit Flughäfen nicht allzu viel Glück zu scheinen hat, könnte man hier behaupten, dass Tegel für diese Band als enorme Inspirationsquelle dienen konnte. Denn so viel Fun und Rock muss man als Trio erst einmal in die eigene Musik packen, um sie dann auch noch erfolgreich verbreiten zu können. TXL werden damit kein Problem haben, so dass hier eigentlich nur noch eine kleine Sache anzumerken wäre: Wer auf rockende, witzige und deutsche Texte steht, sollte also absolut keine Angst haben und bei dieser Platte zugreifen! Denn besser als die Jungs selber könnte man das Gesamtergebnis gar nicht zusammen fassen, so dass ich hier zuletzt lediglich mit einem Zitat verbleibe: "ROCK DEN SCHEISS!"


S.P.O.R.T.-Ep (Digipak)
S.P.O.R.T.-Ep (Digipak)

4.0 von 5 Sternen Von fränkischen Musikern für fränkische Sport-Fans!, 14. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: S.P.O.R.T.-Ep (Digipak) (Audio CD)
Für alle fränkischen Fußball-, Basketball- und Eishockey-Fans haben die rosaroten Fun-Metaller J.B.O. ein neues Schmankerl am Start. Zur Unterstützung der aktiven Sportmannschaften, rund um Erlangen, Bamberg und Nürnberg, haben sich die Jungs fünf neue Sport-Hymnen ausgedacht, die sie alle zusammen auf ihre neusten EP S.P.O.R.T. präsentieren. So sei es den besungenen Clubs wirklich zu wünschen, dass das Cover, angelehnt an das Markenzeichen eines erfolgreichen Energie-Drink-Herrstellers, wirklich Flügel verleihen kann! Die Lieblings-Basketballmannschaft der Band, "Brose Baskets", wurden bereits in der Halbzeitpause ihrer Play-Offs live von J.B.O. unterstützt, so dass man wahrlich behaupten kann, dass sich die Metal-Barden nicht nur noch rein musikalisch, sondern diesmal auch aufopfernd, sportlich aktiv zeigen. Vielleicht werden sich deswegen die Unterstützer des 1. FC Nürnberg und der Nürnberger Icetigers auch bald auf neue Stadiongesänge einstellen müssen, um den wahrlichen Ohrwurm "Jetzt Isser Drin" auf allen Sportplätzen lauthals mit brüllen zu können.
Insgesamt eine EP, die nicht alle J.B.O.-Fans überzeugen wird, denn trotz der gewohnt witzigen Lyrics, werden sich nicht alle Hörer mit den Lobeshymnen der regionalen fränkischen Sport-Clubs identifizieren können. Müssen sie aber auch gar nicht, denn die Fans aus der Heimatregion von J.B.O. können auch auf diese musikalischen 16 Minuten vergnügt abfeiern und J.B.O. ihren sportlichen Ehrgeiz hoch anrechnen. Mit Songs wie "Mir sin der Glubb" werden sich einige Fußball-Freaks jedenfalls angesprochen fühlen, so dass diese hier sicherlich beruhigt und begeistert zugreifen dürfen. Für den Rest lohnt es sich dann vielleicht eher auf die alt gewohnten Alben und musikalischen Klassiker der Band zurück zu greifen. Denn insgesamt ist diese Scheibe wohl eher eine EP von fränkischen Fans, für die fränkischen Fans!


Songs To Invade Countries To
Songs To Invade Countries To
Preis: EUR 10,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrer Voodoo-Rock-Zauber!, 14. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Songs To Invade Countries To (Audio CD)
Was für ein Glück Frau doch haben kann! Mit meinem Besuch des Maiden-Konzerts vor 2 Tagen erfüllten sich für mich glatt zwei große Wünsche auf einmal. Das nicht nur, weil die elementaren Götter des Heavy Metal mit ihrer "Maiden England"-Tour 2013 endlich in Frankfurt gastierten, sondern auch, weil sich im Vorprogramm eine Band mit riesiger Live-Qualität beweisen konnte, der ich vorher wohl eindeutig zu wenig Aufmerksam geschenkt habe. So war es auch eigentlich kein Wunder, aber doch eine riesige Freude, dass Voodoo Six aus London nicht nur mit ihren "Songs To Invade Countries To" auf CD eine super Figur machen, sondern auf der Bühne ein ebenso lobenswertes Engagement und musikalisches Talent an den Tag legten.
Die Rocker aus Großbritannien bieten auf ihrem neusten Album mitreißenden und melodischen Hard Rock, mit einer druckvollen und energetischen Note, die dafür sorgt, dass Gesamtwerk zu einem Rock-Dauerbrenner im eigenen Player werden zu lassen. Neben den mitreißenden Riffs, eingängigen Melodien und den leichtfüßigen Grooves ist es vor allem Sänger Luke Purdie, mit viel Rock, Blues und Ausdruck in der Stimme, der die gesamte Scheibe zu einem wahren Ohrenschmaus macht. Denn dieser Mann kann es sowohl auf CD als auch live und gibt den Songs einen unverkennbaren Charme, der Rock-Fans begeistern wird. Gemixt und gemastert wurde das Ganze übrigens von Tony Newton, Pedro Ferreira (The Darkness) und Ade Emsley (Iron Maiden), so dass man beim Sound fast schon ungehört von einer glasklaren Produktion ausgehen kann. Für Rock-Fanatiker, die auf grundehrlichen Hard Rock stehen, der sicherlich so einige herrlichen Sommertage versüßen kann, ist dieses Album also eigentlich ein Muss. Hier gibt es Musik, mit der man garantiert fremde Länder für sich einnehmen und gewinnen kann, denn die Ohrwürmer "Sink Of Swim", "Sharp Sand" und "Waiting In Line" werden hoffentlich dafür sorgen, dass diese CD nie mehr so ganz in Vergessenheit geraten wird. Lasst euch also vom Voodoo-Rock-Zauber dieser Band unbesorgt einnehmen. Es lohnt sich!!!


Blodsvept (Limited Edition)
Blodsvept (Limited Edition)
Preis: EUR 21,58

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humppa Metal-Feeling inklusive!, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Blodsvept (Limited Edition) (Audio CD)
Endlich, sie sind wieder da! Die nordischen Humppa- und Black-Metaller von Finntroll melden sich mit ihrem sechsten Studioalbum "Blodsvept" zurück, und bieten für alle, die auch sehnsüchtig auf das neuste Finntroll-Futter gewartet haben, wieder bekannte, gut gelaunte, härtere Töne im frischen und treibenden Gewand. Langweilig wird es also auch auf diesem neusten Werk keinesfalls und so beginnt das frohlockende Treiben mit dem Opener und Titelsound "Blodsvept", das nach dem Auftritt des drohenden und fauchenden Ungeheuers des Covers, gleich mit beschwingten und gut gelaunten Akkorden der sieben Musiker beginnt. Das gesamte Album braucht demnach keine 20 Sekunden, um direkt mit einem Ohrwurm zu starten, der schon gleich zum Auftakt Lust auf mehr macht. Finntroll-Fans können sich also ganz unbesorgt an diese neuen Töne wagen! Denn auf "Blodsvept" werden weder alte, erfolgreiche Klänge einfallslos wieder aufgewärmt, noch die eigenen Wurzeln und musikalischen Besonderheiten dieser Band verleugnet. Nein, Finntroll haben sich wieder einiges einfallen lassen, um neugierigen Ohren ein abwechslungsreiches und manchmal wahnwitziges Gesamtpaket zu bieten. Und so bieten die gewohnten Humppa-Klänge im Song "Rösets Kung" eine ausschweifende, entgegen schwappende Tavernen-Stimmung, während andere Titel wie "Skogsdotter" mehr auf Dixi-ähnlichen Banjo-Einsatz Wert legen, um schließlich mit "Mordsinnen" gleich ein ganzes Big-Band-Flair aufkommen zu lassen. Dies alles, verbunden mit keifenden Growls und bebenden Riffs, gibt den Kompositionen eine wirklich mitreißende Grundstimmung, so dass diese Scheibe in meinem Player sicherlich die nächsten Tage ihre Dauerrunden drehen darf. Für Fans der oben benannten Stil-Richtungen heißt es also zugreifen! Denn fern von allen 0815-Veröffentlichungen gibt es hier mal wieder Musik mit nötigem Schwung, so dass es jetzt Zeit wird im CD Laden beim Fach F anzuhalten, um die finntrollsche Musik in vollen Zügen daheim genießen zu können! Das Humppa-Feeling ist dabei inklusive!


Aus Schwärzester Nacht (Ltd.Digipak)
Aus Schwärzester Nacht (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 22,47

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit neuem Sänger, packend wie zuvor!, 22. März 2013
Es sind zum Glück wieder angenehme Töne aus finsteren Zeiten zu vernehmen. Denn die siebenköpfige Mittelalter-Band Nachtgeschrei aus Frankfurt am Main, meldet sich mit neuer Besetzung, einem vierten Album und 14 neuen Songs gestärkt und begeisternd zurück! Während diese Truppe im Jahre 2011 noch den Ausstieg ihres talentierten Sängers Hotti verkraften und sich auf die Suche nach Ersatz begeben musste, meldet man sich nun endlich mit neuem Sänger und ordentlicher Spiellust zurück, so dass alle Befürchtungen der Fans, diese Jungs würden in Zukunft sogar getrennte Wege gehen, wie vom Winde verweht sind. So thront der Titel "Aus Schwärzester Nacht" passend als neues Motto über der aktuellen Veröffentlichung! Denn mit ihrem neuen Mitglied Martin LeMar, der das Mikrofon schon bei Bands wie Tomorrow's Eve und Mekong Delta schwang, beweisen Nachtgeschrei, dass sich ihr Engagement, traditionellen, aber gitarrenbetonten Mittelalter-Metal zu spielen, auch nicht durch einen derben Schicksalsschlag aufhalten lässt. Zur Freude aller Fans ertönen demnach auch auf dieser Scheibe wieder 14 anregende, verträumte aber auch tiefgründige Songs, die mit traditionellen Instrumenten vertont und spannend in ein rockendes Gewand gepackt wurden, um Ohrwürmer und Spaß beim Hören zu garantieren. Was sich also schon auf der letzten Scheibe "Ardeo" erahnen ließ, die auch bei mir noch öfters im Player ihre Runden dreht, zeigt sich auch mit neuem Sänger, dass die Jungs ihren Musik dermaßen verinnerlicht haben, dass sich auch auf einem Album wie "Aus Schwärzester Nacht" keine großen Kritikpunkte ausmachen lassen. Besonders das sehnsüchtige Stück "In Meinen Liedern" und der Titel-Song beweisen alleine, dass das Konzept, eigene mittelalterliche Texte zu schreiben und zu vertonen, ohne auf die älteren Schriftstücken anderer mittelalterlicher Federn zurück greifen zu müssen, einfach aber gekonnt aufgeht. Ja, Nachtgeschrei-Fans dürfen sich freuen, dieses Werk endlich in den Player legen zu können. Denn wo Nachtgeschrei drauf steht, ist wieder 100 Prozent Nachtgeschrei drin! Mittelalter Fans also aufgepasst, es gibt endlich wieder gelungenen und musikalischen Nachschub, fern von allen plumpen und langweiligen Barden-Veröffentlichungen der letzten Zeit!


Poisoned Void
Poisoned Void
Preis: EUR 17,33

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitreißender Death Metal von den finnischen Aland-Inseln!, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Poisoned Void (Audio CD)
Von den finnischen Aland-Inseln ertönt lauter, mitreißender Death Metal von einer Band, die mir bis dato noch völlig unbekannt war. Dieses Quartett gründete sich im Jahre 2006 und nutzte die Zeit innerhalb einiger Jahre, um ihr Debüt "Poisoned Void" in akribischer Feinarbeit fertig zu stellen. Das Endergebnis, dass nun veröffentlicht wird, kann sich dafür um so ausgefeilter hören lassen. Denn Vorum bieten auf dem halbstündigen Werk Oldschool-Death-Klänge, die glücklicherweise nicht nur schnöde herunter gespielt, sondern sorgsam mit auffälligen Thrash-Attitüden und melodischen Feinheiten gespickt wurden. Demnach gibt es hier ein hereinbrechendes Vergnügen, dass in der Gesamtlänge keinen Platz für Langweile und vor allem keinen Platz zum Ausruhen bietet. Tosende Akkorde brechen sich mit lautstarkem Gekeife den Weg frei, um mit sattem und analogem Charme aus den Boxen zu brechen. Ja, hier wird die Nacken-Muskulatur wieder aufs Feinste beansprucht, so dass wohl einige Hörer nach gut 35 Minuten beeindruckt zurück bleiben werden, um mit bejahender Sicherheit feststellen zu können, nun auch reif für die finnischen Inseln zu sein. Hoffentlich lassen sich diese Jungs beim nächsten mal nicht wieder all zu viel Zeit, ein Nachfolgewerk auf die Beine zu stellen. So lange aber das nächste Ergebnis wieder genauso gekonnt ausfällt, übe ich mich doch gerne ausnahmsweise mal in Geduld. Hier gibt es Death Metal, der sicherlich nicht bahnbrechend sein wird, aber auf diesem Silberling mit 100 Prozent Engagement zur Geltung kommt. Es braucht also nicht viel, sondern lediglich Songs wie "Impetious Fire" und das wildere "Rabid Blood", um einzusehen, dass die Aland-Inseln einfach rocken!


Wind of Freedom
Wind of Freedom
Preis: EUR 21,30

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pagan aus der Ukraine!, 10. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Wind of Freedom (Audio CD)
Wo Pagan drauf steht, ist zwar nicht immer Pagan drin, aber im Falle dieser Mannen aus der Ukraine kann man mit Sicherheit behaupten, dass ihnen der Folk-Metal, der im düsteren und schwarzen Gewand daher kommt, aus der Seele spricht. 1997 wurde die Band in dem Städtchen Lviv gegründet, so dass man sich nach zwei Demos und einem Line Up-Wechsel ab 2011, an das neue und erste Langspielwerk "Wind Of Freedom" wagte. Nun ist das Werk vollbracht und bietet nach einem 2 minütigen Intro, in dem die Kraft des Wassers rauschend aus den Boxen sprudelt, sieben neue und vor allem gut umgesetzte Stücke, die sich mit der unberührten Natur, der slawischen Geschichte und den Ursprüngen ihres Landes auseinander setzen. Alle Texte werden in ukrainisch besungen und gesellen sich damit passend zu den folkloristischen Melodien, die durch tragende Klargesänge begleitet werden, um schließlich mit tosenden Akkorden und dunklen Growls voran getrieben zu werden. Dabei setzten die fünf Ukrainer vor allem auf ein symphonisches Fundament und bieten damit altertümlich klingende Songs, die mit Chören, Keyboards und Percussion ausgeschmückt werden, aber durch den immer wieder einsetzenden Black Metal-Charakter nicht langweilig werden. Für meinen Geschmack könnte es an manchen Stellen zwar etwas weniger keyboardlastig sein, aber mit diesem Werk beweisen Paganland bereits, dass sie Könner an ihren Instrumenten und vor allem im Schreiben ihrer Songs sind.
Pagan-Fans. die immer wieder auf der Suche nach neuem Futter sind, sollten sich diese Ukrainer also unbedingt anhören und dabei vor allem den, durch eine Kinderstimme vorgetragenen, Song "Podolyanka" und das abwechslungsreiche "Shadows Of The Past" auf sich wirken lassen. Für ein Erstlings-Werk eine beachtliche Leistung, die wieder neuen Wind in die Boxen bringen kann!


Narconomicon (Digipak)
Narconomicon (Digipak)
Preis: EUR 21,54

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Black'n'Roll mit Klasse!, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Narconomicon (Digipak) (Audio CD)
Aus Spaß wurde Ernst! So tragisch, ernst und übel, wie die Party des Mädchens auf dem Cover wohl endete, so kamen auch Whiskey Ritual nun auf die Idee, ihrer Band, die eigentlich nur als witziges Side-Projekt geplant war, etwas mehr Ernsthaftigkeit zu verpassen. Denn nachdem das erste Album dieser Jungs namens "In Goat We Trust" mit Lob überhäuft wurde, entschieden sich die Forgotten Tomb-Mitglieder Asher und A. auch ein zweites Werk unter dieser Flagge zu veröffentlichen, die immerhin seid 2008 beständig weht. Das rockende Quartett bietet auf auf dem neusten Silberling treibenden Black'n'Roll. Hier vermischen sich punkige Elemente mit der Düsterheit des Black Metal, um mit genügend Schwung und Rhythmik dem düsteren Rock'n'Roll alle Ehre zu machen. Dabei überzeugen die Talente mit einer schwarz angehauchten Erhabenheit, mit die der Sound wabernd aus den Boxen dringt. Das dichte, tiefe Gekrächze des Shouters Dorian Bones gibt dem Ganzen zusätzlich einen passenden rotzigen und dreckigen Unterton und somit den einzelnen Songs das gewisse Etwas. Wer also auf riffstarke und harte Musik steht, sollte sich Whiskey Ritual nicht entgehen lassen. Das Quartett setzt nämlich 100 prozentig auf musikalische Qualitäten, die den Hörer mitten ins Geschehen reißen und durch die schnelle Gangart mächtig zum mitfeiern einladen. Vom ideenlosen Geprügel ist man hier weit entfernt. Jeder einzelne Track der zehn neuen Songs, bekommt seinen eigenen, kreativen Anstrich. So wird hier und dort auch einmal das Tempo gedrosselt, um den ruhigeren und instrumentalen Passagen genug Platz zum Wirken zu geben. Vorherrschend ist jedoch die eindeutige laute und schwere Gitarren-Kunst. Diese erscheint so energetisch, ungehobelt, dass das ganze Werk ruhig auch in Zusammenhang mit einem Glas Whiskey begossen und gefeiert werden kann. Lasst euch diesen Umtrunk also nicht entgehen. Denn wo Feuerwasser drauf steht, steckt aus Feuerwasser drin!


Conflagration
Conflagration
Preis: EUR 19,11

4.0 von 5 Sternen Guter Death alter Black Metal-Vertreter!, 24. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Conflagration (Audio CD)
Betrachtet man das aktuelle Line-Up der Norweger von Repulsive Agression, das sich aus Mitgliedern der Band Svarttjern zusammen setzt und 2008 in Oslo ins Leben gerufen wurde, würde man ohne Zweifel annehmen, das es sich hier nur um ein weiteres Black Metal-Projekt handeln könnte. Doch weit gefehlt, was uns Repulsive Agression auf ihrem Debüt bieten, ist feinster Death-Metal-Sound, der mit seiner thrashigen Note sofort zum Headbangen einlädt. Das Osloer-Trio versteht etwas von diesem, für sie doch neuen Stil und bietet mit den zehn aktuellen Songs ein Death Metal-Gewitter, dass die Gehörgänge stets in freudige Erregung versetzt. Schon mit dem ersten Song "Necrosis" begleiten wuchtige Akkorde das gekonnte Gekrächze von Sänger Holter, so dass uns Hörern gleich zu Beginn ein beeindruckender und schwer metallischer Einstieg geboten wird. Zum Glück halten die Norweger ihr Tempo dann auf der gesamten CD durch und bieten mit verspielten Thrash-Riffs und gekonnten Saiten-Hieben, ein lohnendes Album, das zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Wer will da noch behaupten, dass Black Metaller nichts vom Death Metal verstehen? Diese Jungs beweisen das Gegenteil und kredenzen in 40 Minuten abwechslungsreichen, groovigen und detailverliebten Death, der mit seiner modernen und wuchtigen Produktion, die eigenen vier Wände gekonnt zum Beben bringt. Death Fans dürfen hier also unbesorgt zugreifen, denn dieses Debüt bietet mehr als stumpfes Gebolze und hinterlässt nach dem letzten Ton kein faden Beigeschmack, sondern eine eher überanstrengte Nackenmuskulatur.
Repulsive Agression aus Norwegen rocken!


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