Profil für Janina Himmen > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Janina Himmen
Top-Rezensenten Rang: 2.585
Hilfreiche Bewertungen: 385

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Janina Himmen "Planearium.de" (Frankfurt am Main)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
pixel
Looney Labs 9 - Chrononauts New
Looney Labs 9 - Chrononauts New
Preis: EUR 19,16

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich rette heute JFK und bringe die Russen auf den Mond..., 3. Januar 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Looney Labs 9 - Chrononauts New (Spielzeug)
Schade, dass es keine deutsche Version dieses Kartenspiels gibt, denn es hätte ein größeres Publikum verdient. Glücklicherweise ist es aber auch mit rudimentären Englischkenntnissen spielbar und bisher hat es jeder meiner Mitspieler während der ersten Runden verstanden. Das Spielprinzip ist ziemlich ungewöhnlich, ich habe jedenfalls noch nichts vergleichbares gesehen: Man spielt einen Zeitreisenden, der die Vergangenheit manipuliert.

Zu Beginn des Spiels wird eine Zeitleiste aus Karten ausgelegt, die grob die letzten 100 Jahre der Weltgeschichte umfasst. Achtung, aus eigener Erfahrung muss ich davon abraten, unterwegs zu spielen. Man braucht Platz und absolute Windstille! Auf jeder Karte ist ein historisches Ereignis samt Jahreszahl verzeichnet. 13 davon sind sogenannte "Linchpins", 19 sind "Ripplepoints". Linchpins sind Ereignisse, die besonders einschneidend die Zukunft geprägt haben. Zum Beispiel das Attentat auf Kennedy. Mit ihren Handkarten können die Spieler Linchpins ändern, so dass das Gegenteil eintritt. Im Fall von JFK würde dies bedeuten, dass er nur verwundet wurde. Ripplepoint-Karten können nicht direkt manipuliert werden, sondern nur als Reaktion auf Linchpins. Dass verhinderte Kennedy-Attentat kann zur Folge haben, dass der Vietnamkrieg früher beendet wird und die Russen statt der Amerikaner als erste auf dem Mond landen - vorausgesetzt ein Spieler spielt die richtigen "Flicken-Karten".

Ziel des Spiels ist es, eine von drei Siegbedingungen als erster zu erfüllen. Man kann entweder möglichst viele Handkarten sammeln, seltene Artefakte ausspielen oder seine persönliche Zeitleiste wiederherstellen, die man zu Beginn des Spiels im Geheimen zugewiesen bekommen hat. Dazu gibt es noch diverse Aktionskarten, um die Mitspieler zu ärgern und sich selber Vorteile zu verschaffen.

Klingt kompliziert? Keine Sorge, es ist alles ganz logisch aufgebaut und die Kartentypen sind Dank verschiedener Farben und deutlicher Symbole schnell verinnerlicht. Dass jedoch alle Mitspieler an der Zeitleiste herumfummeln, sorgt immer wieder für böse Überraschungen. Da hat man gerade das Columbine Massaker verhindert, weil dies eine der persönlichen Siegbedingungen ist, da lässt ein anderer Spieler plötzlich den dritten Weltkrieg ausbrechen, wodurch die Zukunft ungeschehen gemacht wird. Hier muss schnell reagiert werden! Sollten die Zeitreisenden bei ihren Manipulationsversuchen zu viele Lücken in der Zeitleiste entstehen lassen, verlieren nämlich alle. So eine Zeitmaschine ist eben kein Kinderspielzeug.

Man könnte dem Spiel ankreiden, dass es durch seine Unberechenbarkeit einen hohen Glücksfaktor mit sich bringt. Aber vielleicht macht gerade dieses verrückte Chaos einen Großteil des Spielspaßes aus? Ich bin eigentlich absolut kein Freund von Spielen, bei denen das Glück eine große Rolle spielt und man nicht sieht, wie nahe die Gegner am Sieg dran sind. Aber Chrononauts macht mir trotzdem unheimlichen Spaß. Immer wieder kann sich alles komplett drehen.
Es gibt übrigens sogar eine stilechte "Zurück in die Zukunft" Version, in der dann Ereignisse und Personen aus den Filmen die historischen Ereignisse ersetzen und die Regeln etwas angepasst wurden.

Fazit: Ein ungewöhnliches, ungemein spaßiges Konzept, das humorvoll umgesetzt wurde. Die Regeln klingen komplizierter als sie sind, ich kann Chrononauts nur wärmstens empfehlen!


Pegasus Spiele 17260G - Smash Up
Pegasus Spiele 17260G - Smash Up
Preis: EUR 12,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magic Light, 2. Januar 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pegasus Spiele 17260G - Smash Up (Spielzeug)
Ein unterhaltsames Kartenspiel, das durch seinen Deck-Mix-Ansatz mit Abwechslungsreichtum punkten kann.

Wer "Magic: The Gathering" oder vergleichbare Spiele kennt, wird das Grundprinzip schnell verinnerlicht haben: Es gibt Kreaturenkarten, die man vor sich ausspielt, um mit ihnen zu kämpfen. Und Aktionskarten, die entweder die Kreaturen dauerhaft verbessern oder einem einen einmaligen Vorteil bringen. Angegriffen wird allerdings nicht der Gegner direkt, sondern man stürzt sich auf drei ausliegende Orte, die es zu erobern gilt. Die Gesamtstärke der an einem Ort anliegenden Kreaturen entscheidet, wer ihn erhält. Am Schluss sichern einem die durch die gesammelten Orte erhaltenen Punkte den Sieg.

Das Spielprinzip ist auch für Anfänger leicht verständlich, weshalb ich sagen würde, dass das Spiel auf jeden Fall auch schon für unter 12 jährige geeignet ist. Natürlich muss man sich die Kartentexte durchlesen, um zu wissen, was sie können - aber alles ist knapp und klar formuliert. Tiefgang erhält das Spiel zum einen durch die drei zur selben Zeit ausliegenden Orte, um die man sich streitet. Zum anderen durch die Tatsache, dass man sein persönliches Deck (den Ziehstapel) aus 2 von 8 mitgelieferten Fraktionen zusammenstellt. Ninjas, Aliens, Piraten, Zauberer... Jeder hat seine besonderen Vorteile. Die Zombies beispielsweise sind Spezialisten darin, vom Ablagestapel wieder aufzuerstehen, während die Dinosaurier mit besonders starken Kreaturen überzeugen. Bisher habe ich den Eindruck, dass das Balancing gut gelungen ist, und man mit jeder Kombination gewinnen kann.

Fazit: Keine komplizierten Regeln, keine teuren Boosterpacks, aber Spielspaß ist garantiert.


Wonderworld WG-6001 - Das Rettet-Die-Pinguine-Spiel
Wonderworld WG-6001 - Das Rettet-Die-Pinguine-Spiel
Wird angeboten von toysmania
Preis: EUR 8,01

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Spielregeln nicht komplett, 1. Januar 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Erst einmal zum Positiven: Die Pinguinfiguren sehen sehr niedlich aus und sind hochwertig verarbeitet, so dass man sich bereits beim Auspacken darauf freut, mit ihnen zu spielen. Auch das Spielbrett macht einen robusten Eindruck, nur die Pappe der Eisschollen könnte vielleicht etwas dicker sein.

Um was es geht? Das Spiel geht mit seiner Umweltschutz-Botschaft nicht gerade subtil um. Stoppt die globale Erwärmung, rette die süßen Pinguine, rette die Welt! Ziel ist es, alle Pinguine von der Mitte des Spielfelds ans sichere Festland zu bewegen, indem man Wege aus Eisschollen baut. Wie es sich für ein politisch korrektes Spiel gehört, soll man sich dabei natürlich gegenseitig helfen. Das Spiel läuft größtenteils kooperativ ab: Nur, wenn alle Pinguine überleben, wird gezählt, wer mehr gerettet hat. Ob man eine Eisscholle oder den Weg blockierendes Wasser legen darf, entscheidet ein Würfel, der umweltschonende (Windkraft, Radfahren) und der Umwelt schadende Symbole (Fabriken, Autos) zeigt. Als Erwachsener kann man sich schon fast ein wenig darüber amüsieren, wie plakativ hier mit dem Thema umgegangen wird. Aber es ist schließlich für einen guten Zweck, und deshalb würde ich das Spiel durchaus als pädagogisch sinnvoll einstufen.

Wieso vergebe ich nur einen Stern? Weil das wichtigste an einem Spiel - die Regeln - eine absolute Katastrophe sind. Es fehlt die Beschreibung wichtiger Spielelemente, wie beispielsweise der Frage, wie man die Pinguine überhaupt bewegen darf. Ein Schritt pro Pinguin pro Zug? Oder gibt es dafür andere Regeln? Dürfen mehrere auf der selben Scholle stehen? Ohne sich selber Regeln auszudenken, ist dieses Spiel unspielbar, und deshalb kann ich es leider nicht guten Gewissens weiterempfehlen. Und selbst, wenn man sich selber die naheliegendsten Regeln dazu erfindet, ist es selbst für Kinder sehr leicht zu gewinnen. Hier war offensichtlich die Botschaft wichtiger als der Spielspaß.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 3, 2013 9:20 PM CET


Evilution - Die Bestie aus dem Cyberspace!
Evilution - Die Bestie aus dem Cyberspace!
DVD ~ Clea DuVall
Wird angeboten von media-summits
Preis: EUR 4,98

2.0 von 5 Sternen Cybertrash der besonders peinlichen Sorte, 19. Dezember 2012
Diesen Film würde ich gerne all meinen Informatiker-Freunden zeigen, um sie schallend lachen und dann innerhalb kurzer Zeit weinend zusammenbrechen zu sehen. Leider bin ich aber nur im Fernsehen darüber gestolpert, und Geld für die DVD ausgeben möchte ich nicht... Aber eine Rezension kann ich mir einfach nicht verkneifen. Die Menschheit muss gewarnt werden! Nicht auszudenken, wenn jemand dieses Machwerk in dem Glauben ersteht, dass es ein ordentlicher Film sei.

"How to Make a Monster", so der Originaltitel, entstand 2001 als TV-Film. Das merkt man ihm an, allerdings schafft er es einen erstaunlich lange bei der Stange zu halten. Erst gegen Ende, wenn die abstrus lächerlichen Nerd-Dialoge 08/15 Action-Szenen weichen, beginnt man sich zu langweilen.
Der Film ist zwar absolut nicht gut, aber er unterhält alleine dadurch, dass er sich traut Computerspiele-Programmierer zu seinen Hauptcharakteren zu machen. Dabei ist jedes Klischee vertreten: Der blondmähnige Metal-Hüne "Hardcore" geht nirgendwo hin ohne seine Waffensammlung, die einem sehr günstigen Shop für LARP-Zubehör zu entstammen scheint. "Salomon" ist der so coole wie dunkelhäutige Morpheus-Verschnitt der Truppe, weil Matrix vor 10 Jahren noch schwer angesagt war. Und mit "Buck" kommt natürlich noch ein sexuell frustrierter Pickel-Nerd dazu. Die drei sollen für eine Entwicklerfirma das ultimative Horror-Videospiel kreieren, aber nur einer bekommt am Ende den Job. Also strengt sich jeder auf seinem Spezialgebiet an: Hardcore konzentriert sich auf die Waffen, Salomon auf die künstliche Intelligenz und für Buck bleibt immerhin der Sound übrig. Am Leben erhalten werden die drei während ihrer Überstunden von einer schnuckeligen Praktikantin, dem wohl einzigen halbwegs normal wirkendem Menschen in diesem Film. Gespielt wirkt sie übrigens von der inzwischen als Heroes-FBI-Agentin bekannten Clea DuVall.

Aber zurück zur Story: Es kommt, wie man es von Anfang an erwartet, und der böse Endboss des Spiels wechselt in die Realität über. Sein Bodycount hält sich in Grenzen, weshalb der Film ab dieser Stelle erschreckend uninteressant wird. Sollte es nicht eigentlich anders herum sein? Wenn das Monster auftaucht geht es meistens erst richtig ab, aber hier merkt man dann, dass man sich nur in einem langweiligen Bürogebäude befinden, in dem eine Weile Katz und Maus gespielt wird. Schade.

Man kann also zusammenfassend sagen, dass der Film vor allem auf Grund seines ungewöhnlichen Settings unterhält, und weil er keine Angst hat, sich auf ganzer Linie lächerlich zu machen. Die Spieleszenen sind peinlich, NATÜRLICH kommen Virtual-reality-Brillen als futuristisches Gimmick vor und man bekommt coole Sprüche wie "Ich bin P. Z. T. - das bedeutet 'Programmiert zum töten'!" geboten. Und Motion Capturing an nackten Frauen scheint eine Standard-Praxis bei der Videospiele-Programmierung zu sein, so so. Man lernt nie aus.

Fazit: Computerinteressierte Freunde einladen, Film einlegen, Spaß haben. Wenn man ihn nicht ernst nimmt, hat er einen gewisses Unterhaltungswert. Mehr als zwei Sterne sind aber wirklich nicht drin, wenn ein Film nur deshalb interessant ist, weil man sich gut über ihn lustig machen kann.


Stitches - Böser Clown
Stitches - Böser Clown
DVD ~ Ross Noble
Preis: EUR 5,55

29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Clown von allen, 18. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Stitches - Böser Clown (DVD)
"Stitches" sah ich beim Fantasy Filmfest 2012, und meine Erwartungen waren nicht sonderlich groß. Im Vorfeld ließ sich nichts über den Film herausfinden und deshalb stellte ich mich auf einen höchstens mittelmäßigen, billig produzierten 08/15-Slasher ein, in dem der Killer halt (mal wieder) eine Clownsmaske trägt. Nach dem enttäuschenden "100 Tears" nicht gerade eine Garantie für einen Kinoabend, der lange in Erinnerung bleiben würde.

Weit gefehlt, "Stitches" entpuppte sich als Überraschungs-Highlight und war für mich der unterhaltsamste Film des gesamten Festivals!

Er macht alles richtig, was man im (Fun-) Slashergenre richtig machen kann. Es gibt einen freakigen Killer, untot und mit einem Haufen Catchphrases. Dazu die Clown-Gimmicks, die für phantasievolle Morde sorgen. Diese bekommt man bestens ausgeleuchtet in all ihrer Pracht zu sehen, so dass die Splatterfraktion auf ihre Kosten kommt. Hier wird die Kamera richtig drauf gehalten und man merkt, wie viel Liebe im Detail steckt. Das Setting mit der Teenieparty ist zwar nicht neu, aber die Darsteller sympathisch und offenbar mit viel Spaß bei der Sache. Längen gibt es keine, dafür aber viel schwarzer Humor und dieses wohlige Oldschool-Gefühl, das mich an die besseren "Nightmare" oder "Chucky" Teile erinnert hat.

Ich kann diesen Film nur jedem ausdrücklich empfehlen, der etwas für unterhaltsame Horrorfilme übrig hat und Kunstblut verträgt. Nein, man gruselt sich nicht - aber dafür ist der Spaßfaktor sehr hoch! Der ideale Film für einen lustigen Abend mit Freunden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2013 9:29 PM CET


God Bless America - Kino Kontrovers (MediaBook)
God Bless America - Kino Kontrovers (MediaBook)
DVD ~ Joel Murray
Preis: EUR 15,99

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als befürchtet, 18. Dezember 2012
Ich bin positiv überrascht. Nach dem Trailer hatte ich befürchtet, dass dies ein dümmlicher, nur auf möglichst schockierende Gags abzielender Film wird, in dem völlig beliebig getötet wird. Dabei geht Titel"held" Frank sehr konsequent vor und bleibt ein netter Kerl, der Unschuldige verschont. Ich konnte mich gut mit ihm identifizieren, wie er an seinen Mitmenschen verzweifelt, weil sie ständig nur über Klatsch und Tratsch aus Hollywood, peinliche Castingshow-Teilnehmer und unseriöse politische Talkshows reden. Der Unterschied ist nur, dass der Film zeigt, was man normalerweise nicht einmal zu denken wagt. Hier wird bewusst mit Übertreibungen gearbeitet, das sollte jedem klar sein. Und die fallen sehr makaber aus.

GOD BLESS AMERICA richtet sich gegen diejenigen, die den TV-Müll begeistert konsumieren und als Fans oder Teilnehmer Reality-Shows unterstützen. Gegen diejenigen, die zum Beispiel den menschenverachtenden Umgang mit schlecht singenden Teenies witzig finden. Aber auch gegen Vorurteile schürende Meinungs- und Panikmacher. So gesehen ist es bei allem Geballer ein ziemlich moralischer Film. Und da ich die selben Dinge verabscheue, die hier so genüsslich mit schwarzem Humor auseinander genommen werden, habe ich mich gut aufgehoben gefühlt.

Für mich hatte er aber trotzdem seine Probleme. Zum einen gibt es zwischendurch immer wieder Monologe, die eine Spur zu lang geraten sind und zu perfekt wirken, um nicht abgelesen zu sein. Es gab zwar zustimmenden Szenenapplaus dafür, aber mir war das etwas zu platt. Man hätte es auch verstanden, wenn diese Aussagen weniger plakativ in die Handlung eingebaut worden wären.
Dann ist da das Problem, dass der Film eigentlich das ist, was er kritisiert. Es wird sich darüber beklagt, dass das, was wir sehen immer extremer werden muss, um uns noch zu unterhalten - aber dann wird losgeschossen. Ich verstehe, dass das als einzig passende Reaktion auf das Feindbild angesehen wird. Aber ein bisschen zwiespältig ist es schon.
Ich könnte mir vorstellen, dass deshalb ausgerechnet diejenigen den Film begeistert aufnehmen, die er eigentlich kritisiert. Denn er ist extrem und liefert eine unrealistisch simple Lösung - genau wie viele niveaulose TV-Sendungen.

Schwer, so einen Film zu bewerten... ich hatte Spaß und mochte die kritischen Töne, aber ich kann auch verstehen, wenn einem dieser Umgang mit dem Thema unpassend erscheint. Es ist außerdem kein Film für Zartbesaitete, denn bereits die Anfangsszene nimmt sich einiges heraus.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 21, 2013 8:40 AM MEST


Das verborgene Gesicht
Das verborgene Gesicht
DVD ~ Martina García
Preis: EUR 6,97

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung garantiert, aber bitte nicht spoilern, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Gesicht (DVD)
Hierbei haben wir es mit einem spannend erzählten Thriller zu tun, den ich bedenkenlos jedem empfehlen würde, egal welches Genre man ansonsten bevorzugt.

Allerdings sollte dringend davor gewarnt werden, vorher zu viel über die Handlung zu lesen, oder sich den Trailer anzusehen! Dieser verrät nämlich leider einiges, was erst nach längerer Spielzeit aufgedeckt wird. Trailer dieser Art finde ich immer sehr ärgerlich. Hätte ich ihn vorher gesehen, hätte er mir den Film komplett verdorben. Denn der Aufbau ist so clever, dass es eine Schande wäre, vorwegzunehmen, was man häppchenweise an Informationen vorgesetzt bekommt. Bereits die Amazon.de Beschreibung macht den Fehler, zu viel zu verraten. Wie kann so etwas passieren?

Es beginnt harmlos: Der Dirigent Adrián zieht mit seiner Freundin für ein Jahr in ein hübsches Haus, weil er eine lukrative neue Anstellung angeboten bekommen hat. Doch die Freundin verschwindet unter mysteriösen Umständen... was Adriáns neue Liebschaft ins Grübeln bringt, als sie davon erfährt.

Wendungsreiche Filme können den Nachteil haben, dass sie nur beim ersten Ansehen "funktionieren" und langweilig werden, wenn man weiß, was passiert. Allerdings sorgen die überzeugenden Schauspieler und der gekonnte Spannungsaufbau dafür, dass dieser Film nicht nur von einem großen Plott Twist lebt. Deshalb bin ich guter Dinge, dass ich ihn mir gerne noch öfter ansehen werde. 4-5 Sterne.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 2, 2013 9:17 PM CET


Nintendo Land - [Nintendo Wii U]
Nintendo Land - [Nintendo Wii U]
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 19,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von allem und für jeden etwas, 7. Dezember 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Nintendo Land - [Nintendo Wii U] (Videospiel)
Die Spielesammlung Nintendo Land liegt der "großen" Version der Wii U zum Launch bei, kann aber auch separat erstanden werden. Erwartet einen ein lieblos zusammengewürfelter Haufen Techdemos, die ohne Spieltiefe die Möglichkeiten der neuen Konsole abklappern? Oder ein lohnenswertes Partyspiel, das sogar alleine Spaß macht, wenn man auf Highscore- und Trophäenjagd geht?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Mich hat das Spiel überzeugt. Die 12 Disziplinen sind größtenteils abwechslungsreich geraten, was die Steuerung und Aufgaben angeht. Beim Setting unterscheiden sie sich sowieso, denn jeder hat einen Nintendo Klassiker zum Thema: Mario, Donkey Kong, Zelda, Metroid... Diejenigen, für die die Wii U nicht die erste Nintendokonsole ist, können viel wiedererkennen. Zusammengehalten wird das ganze durch den "Plaza". Wie der Titel des Spiels schon andeutet ist dieser Bereich wie ein Vergnügungspark aufgemacht, was ein wenig gezwungen wirkt, weil es weder typische Attraktionen aus solchen Parks gibt, noch greifen die Disziplinen den Stil auf. Aber darüber kann ich hinwegsehen... wichtig sind die einzelnen "Minispiele", und die sind durchweg gelungen. Wer keine Lust dazu hat, mit seinem Mii von Attraktion zu Attraktion zu laufen, der kann sie auch einfach im Menü direkt auswählen.

Grafisch hat mich der Plaza weniger überzeugen können, weil er recht beliebig aussieht. Aber die einzelnen Spiele sehen sehr sympathisch aus. Man sollte keine Grafikwunder erwarten, aber das "Nintendogefühl" stellt sich schnell ein. Was natürlich auch an der gelungenen Musikuntermalung liegen könnte. Die Melodien von Zelda und co gehen nun mal ins Ohr, auch wenn sie einem "nur" in Minispielen begegnen.

Man sollte den Begriff "Minispiel" in diesem Fall übrigens nicht abwertend verwenden, denn man kann einiges an Spielzeit investieren und Nintendo hat sich Mühe gegeben, nicht nur Gelegenheitsspieler anzusprechen. Kein Vergleich zu Wii Play oder Wii Sports, die zwar Spaß machten, aber bei denen man schnell alles gesehen hatte. Nintendo Land ist teurer, bietet dafür aber auch mehr Umfang und Komplexität. Man kommt leicht in die Spiele rein, aber um sie zu meistern, muss man sich doch ganz schön ins Zeug legen. Freischaltbare Level, Bestenlisten, Sterne, Goldmünzen, Stempel und Pokale laden dazu ein, sich zu verbessern. Man muss nicht stumpf das immer selbe wiederholen, sondern jedes Minispiel hat verschiedene Level und Spielmodi zu bieten. Im "Pikmin Adventure" beispielsweise gilt es, stolze 16 Level zu schaffen, die man alleine, mit bis zu vier Freunden gemeinsam oder gegeneinander angehen kann. Man levelt, besiegt diverse Bossgegener und die Steuerung unterscheidet sich stark, je nachdem ob man das Wii U Pad oder eine Wiimote benutzt. Hat man die Level einmal durchgespielt, schaltet man für jeden einen fordernden Gegen-die-Zeit-Modus frei. Genug zu tun ist also.

Die Hälfte der Spiele sind nur alleine / nacheinander spielbar, was mich zuerst überrascht hat. Das sollte man vor dem Kauf wissen, wenn man ein reines Partyspiel sucht. Nintendo Land macht trotzdem viel Spaß zu mehreren, man kann nach jeder Runde bequem wechseln, wer welche Rolle (Pad und Wiimote spielen sich immer anders) übernimmt. Allerdings fehlt ein Onlinemodus. Man kann mit seinen Freunden nicht übers Internet spielen und sieht sie nicht den Ranglisten. Sehr schade, denn ich denke gerade der letzte Punkt, hätte leicht eingebaut werden können. Im Plaza laufen zwar fremde Miis herum, das ist aber eher ein netter Gag als relevant für den Spielspaß. Man sieht ihre Kommentare aus dem Miiverse und kann selber direkt aus den Spielen heraus ins Miiverse schreiben (oder malen). Das macht Spaß, kann manchmal sogar an kniffeligen Stellen hilfreich sein, wird aber wohl Standard bei den meisten Wii U Spielen sein.

Jeder hat wahrscheinlich andere Favoriten bei den Spielen, deshalb will ich gar nicht zu sehr darauf eingehen. In meinem Fall sind es die Yoshi und Donkey Kong Spiele, die das Wii U Gamepad auf interessante Art nutzen. Aber auch Zelda und Pikmin machen alleine oder mit Freunden richtig Spaß. Etwas schade ist höchstens, dass sich mehrere der Multiplayer-Spiele dahingehend ähneln, dassl man sich gegenseitig jagen muss. Aber auch bei diesen gibt es natürlich Varianten.

Fazit: Die 12 enthaltenen Spiele unterscheiden sich in ihrer Komplexität, aber insgesamt bietet Nintendo Land auf jeden Fall mehr Umfang als Wii Sports oder Wii Play. Es ist perfekt für zwischendurch und Besuch, macht aber auch alleine Laune, weshalb ich es für einen gelungenen Launchtitel halte. Man sieht, was die Steuerung der Konsole leisten kann und jeder dürfte sein persönliches "Suchtspiel" darin finden, in dem er sich verbeißen kann. Außerdem hat es den Nintendobonus :).


Days of Wonder 872669 - Small World Underground
Days of Wonder 872669 - Small World Underground
Preis: EUR 37,81

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abwechslungsreicher Strategiespaß, 25. November 2012
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Öffnet man den Karton, bekommt man vielleicht erst mal einen Schreck, aber "Small World Underground" sieht wegen den vielen kleinen Pappteilen komplizierter aus als es ist. Die Regeln sind leicht verständlich und sogar Auf- und Abbau gehen schnell von der Hand. Es liegen verschiedene Spielpläne für 2-5 Spieler Partien bei, die je eine Landkarte mit Regionen zeigen. Diese gilt es mit Fantasyvölkern zu besiedeln und dabei möglichst viele Punkte zu sammeln. Ein bisschen wie Risiko, nur hat es mir sehr viel mehr Spaß gemacht, weil es ohne nennenswerten Glücksfaktor auskommt.

Es liegen immer 6 Kombinationen aus Rassen und Spezialfähigkeiten aus. Dadurch, dass sie immer unterschiedlich kombiniert werden, bietet das Spiel viel Abwechslung, denn man muss seine Strategie tatsächlich anpassen, um zu gewinnen. Beispielsweise gibt es dann Vampir-Dunkelelfen, mystische Mumien oder unsterbliche Eisenzwerge. Man wählt in der ersten Runde sein Volk mitsamt dazugehöriger Spezialfähigkeit, von dem man eine begrenzte Anzahl Plättchen erhält, mit denen man versucht so viele Regionen wie möglich zu erobern. Manche bringen Boni und natürlich kommt man sich dabei auch gegenseitig in die Quere. Man erobert gegnerische Regionen oder versucht an die kostbaren Altertümer und Relikte zu gelangen, die ebenfalls auf dem Spielfeld verteilt liegen. Nach jedem Zug erhält man direkt Punkte (= Geld) für die zu diesem Zeitpunkt beherrschten Gebiete, so dass man einen guten Überblick darüber hat, wie es gerade um sein Volk steht.

Das interessanteste Spielelement an "Small World Underground" ist, dass man jederzeit beschließen kann, seine Rasse aussterben zu lassen, um eine neue zu wählen. Und das ist keine Schande, sondern der Schlüssel zum Sieg. Denn die aufgegebene Rasse besetzt immer noch die Felder für einen und bringt damit Siegpunkte. Außerdem gibt es bestimmte Fähigkeiten, die erst nach dem Untergang einer Rasse aktiviert werden. Durch das Wechseln der Rasse, das im Schnitt 2-3 mal pro Spiel vorkommt, kann jemand der hinten lag auf einmal einen großen Vorteil haben und so können sich die Verhältnisse komplett drehen.
Auf den Vorgänger "Small World" kann ich hier leider nicht eingehen, da ich ihn nicht gespielt habe. Aber man kann die beiden miteinander kombinieren.

Fazit: Dieses Strategiespiel macht richtig Laune, ist fordernd ohne unnötig kompliziert zu sein und obendrein auch noch wunderschön illustriert. Die Spielzeit beträgt meinem Empfinden nach auch mit Übung über 1 Stunde, die Packungsangabe von 45 Minuten ist sehr knapp bemessen. Spaß hatten wir sowohl zu zweit als auch zu fünft, was ein großer Bonus ist.


Spielspass Verlag 10123 - Party Alarm
Spielspass Verlag 10123 - Party Alarm
Preis: EUR 11,82

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teils sehr spaßig, teils zu anspruchslos, 25. November 2012
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Ich bin auf dieses Spiel aufmerksam geworden, weil ich Tabu, Activity und Konsorten mag und es nach einer spannenden Mischung aus unterschiedlichen Aufgaben klang. Tatsächlich bekommt man einiges für den verhältnismäßig günstigen Preis geboten, und die Kategorien wechseln sich angenehm schnell ab. Mal ist die ganze Gruppe gefragt, mal einer alleine. Das Tempo stimmt auf jeden Fall.
Mir kam es allerdings so vor, dass die Qualität der Aufgaben stark schwankt... manche machten richtig Spaß, über andere konnten wir nur verwirrt den Kopf schütteln, weil sie keine erkennbare Herausforderung boten. Es mangelt hier an gutem Balancing.

Die Zungenbrecheraufgaben beispielsweise sind eine super Idee, die ich so aus noch keinem anderen Spiel kannte und die für manche Lacher gesorgt hat. Auch die Runden, in denen man als Team möglichst viele passende Begriffe zu einem Oberbegriff wie "Star Wars" oder "Western" notieren musste, kamen in unserer Gruppe gut an. Doch dann stand auf einmal auf der Karte "Balanciere etwas auf deinem Kopf", was nun wirklich jedes Kindergartenkind hinbekommen hätte. Um in diesen Runden Spaß zu haben, muss man die Regeln selber erschweren, was zu hitzigen Diskussionen führen kann, wenn sich ein Team benachteiligt fühlt. Auch die Quizfragen, die bei uns bisher gezogen wurden, waren beleidigend einfach. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass wir in einer Gruppe nicht alkoholisierter ~25 Jähriger gespielt haben ;). Gruppen mit Kindern oder angeheiterten Partygängern werden vielleicht leichter über die Schwächen hinwegsehen können.

Das kommt jetzt hoffentlich nicht so rüber, als wären mir die Aufgaben zu kindisch gewesen, denn das ist nicht der Fall. Bei solchen Spielen gehört es dazu sich zum Affen zu machen, deshalb würde ich das niemals ankreiden. Aber herausfordernd sollte es sein, und das fehlte mir in vielen Runden. Dabei möchte ich das Spiel nicht komplett verteufeln, denn ich hatte dafür in vielen Runden meinen Spaß. Aber da ich hier überwiegend sehr positive Rezensionen gelesen habe, ist ein bisschen Kritik denke ich angebracht. Und glücklicherweise kann man sich immer noch darauf einigen, bestimmte Kategorien auszulassen, wenn sie einem zu langweilig sind.

Unterm Strich ist "Party Alarm" eine lohnenswerte Anschaffung für Partyspiel-Freunde, man sollte sich allerdings darauf gefasst machen, dass nicht alle Kategorien gleich gut gelungen sind.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2012 9:09 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7