Profil für Janina Himmen > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Janina Himmen
Top-Rezensenten Rang: 3.184
Hilfreiche Bewertungen: 412

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Janina Himmen "Planearium.de" (Frankfurt am Main)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
pixel
Pegasus Spiele 53100G Mondo - Erschaffe eine neue Welt
Pegasus Spiele 53100G Mondo - Erschaffe eine neue Welt
Preis: EUR 23,05

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt, 15. Januar 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
MONDO ist ein überraschend anderes Spiel, bei dem man nicht gemütlich den nächsten Zug abwartet, sondern unter Zeitdruck gleichzeitig eine möglichst perfekte Welt zusammenpuzzlet.

Die Regeln sind schnell erklärt. In der Mitte des Tisches liegt ein Haufen beidseitig bedruckter Kärtchen, auf denen Landschaftstypen abgebildet sind. Wasser, Wald, Wüste und Wiese. Teilwesie sind sie außerdem mit verschiedenen Tierarten oder Vulkanen bedruckt. Der beiliegende Timer wird auf 5-10 Minuten gestellt (je nach Schwierigkeitsgrad) und dann fangen alle gleichzeitig an, auf der vor ihnen liegenden großen Platte ihre "Welt" aus den Pappkärtchen zu erbauen. Dabei dürfen sie immer nur ein Kärtchen nach dem nächsten von der Tischmitte nehmen, horten gilt also nicht. Einmal abgelegte Kärtchen dürfen nicht mehr verändert werden. Die Herausforderung liegt darin, innerhalb der vorgegebenen Zeit eine möglichst komplette Welt zu kreieren, bei der die Landschaften fehlerlos ineinander über gehen. Aber es ist nicht bloß ein Puzzle. Am Ende werden Punkte vergeben, und zwar je nach Schwierigkeitsgrad für die Anzahl der Tiere, für fehlerfrei abgeschlossene Landschaften und für Spezialaufgaben (z.B. baue den größten See). Minuspunkte gibt es für Vulkane und Legefehler.

Mondo hat den großen Vorteil, dass man den Schwierigkeitsgrad auf verschiedene Weise festlegen kann. Neben des Zeitlimits trägt auch der Einsatz der zusätzlichen Siegbedingungen dazu bei, dass es nicht so schnell langweilig wird. Der Umfang kann also überzeugen, und sogar eine Solovariante ist möglich. Mehr Spaß macht es allerdings, wenn man die ganze Zeit die anderen Mitspieler im Nacken hat, die einem bestimmt genau das eine Kärtchen wegklauen wollen, das man für den perfekten Abschluss benötigt. Obwohl man für sich alleine spielt lohnt es, hin und wieder auf die Welten der anderen Baumeister zu schielen.

Mondo spielt sich hektisch, das darf einen nicht stören. Es fördert aber gleichzeitig die Konzentration. Leider haben Neulinge erst einmal kaum Chancen auf einen Sieg, weil sie sich erst eine Taktik (im wahrsten Sinne des Wortes) zurechtlegen müssen. Nach wenigen Runden ist dieser Nachteil aber normalerweise ausgeglichen. Zumindest war es in unseren bisherigen Runden so. Man lernt schnell dazu.

Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall noch die wunderschöne Gestaltung! Als Kind hätte ich sicher großen Spaß daran gehabt, aus den Kärtchen einfach ohne Vorgaben "meine" Welt zusammenzubauen. Außerdem scheint das Spielmaterial robust genug zu sein, um auch rabiatere Mitspieler zu überstehen.

Fazit: Ein interessantes Spielprinzip, das schön umgesetzt wurde und gleich mit mehreren Varianten daherkommt. Ein Vorteil ist sicher auch die auf maximal 10 Minuten begrenzte Spielzeit, wodurch man es gut zwischendurch auspacken kann. Mir gefällt Mondo ausgesprochen gut!


Fear Dot Com
Fear Dot Com
DVD ~ Stephen Dorff
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 8,94

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gut klauen muss man auch erst mal können, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fear Dot Com (DVD)
Ich habe vielleicht nur noch 48 Stunden zu leben. Also nutze ich diese Zeit sinnvoll und schreibe etwas über den Film, den ich gerade gesehen habe und der für diese pessimistische Einschätzung meiner Lebenserwartung verantwortlich ist. "Fear Dot Com" heißt er, und will sich in die Reihe beliebter Geisterschocker wie "The Ring", "The Grudge" und "Dark Water" einreihen. Leider hat er aber nicht von den asiatischen Vorbildern gelernt und sein Vorhaben ordentlich in den Sand gesetzt...

Die Story lässt sich schnell zusammenfassen: Jeder, der eine mysteriöse Snuff-Website besucht, stirbt nach 48 Stunden. Die Augen bluten und man wird mit seinen größten Ängsten konfrontiert. Ein Polizist und eine Seuchenexpertin versuchen die seltsamen Todesfälle aufzuklären.

Ein großes Problem dieses Films ist vor allem, dass zu viel hineingepackt wurde. Das (diesmal blondierte) Grusel-Mädel mit langen Haaren. Ein "du hast nur noch X Stunden zu leben!"-Plot. Sich verselbstständigende Technik (Computer, Autos, Fahrstühle... alles kann böse sein). Der Blick in die eigene Seele ("Du stirbst an deinen größten Ängsten!"). Die Wasserleiche, die ziemlich gegen Ende gefunden wird und dann doch nix bringt. Der verrückte Mediziner, der lieber tötet statt zu heilen. Und so weiter...
Und NATÜRLICH dürfen neben dem Geistermädchen noch andere Klischee-Figuren nicht fehlen: die Hackerin etwa, die in 0en und 1en Geheimbotschaften hinterlässt, die nur leider niemanden interessieren... was ich bis zum Schluss des Films nicht kapiert habe. Und sie gibt natürlich superintelligente Nerd-Sprüche von sich, wie etwa: "Die Daten müssten noch abrufbar sein, außer die Files sind ruiniert worden."

Es ist ja nicht schlimm ein paar Versatzstücke aus anderen Filmen aufzugreifen, aber leider kommt in diesem Fall nur ein unförmiger Brei dabei heraus. "Fear Dot Com" ist zwar angenehm düster und bietet einige nette Effkte, aber richtige Gruselatmosphäre will nicht aufkommen und man ärgert sich über die abstruse Story. Mit den Charakteren fiebert man ebenfalls nicht mit. Sie haben sich eh erst vor ein paar Tagen kennengelernt... da war es mir egal, ob nun einer von ihnen in Lebensgefahr schwebt oder nicht. Vieles ergibt keinen Sinn, zum Beispiel warum jeder auf diese dumme Website geht, obwohl er weiß, dass alle anderen die sie besucht haben sterben. "Versprich mir nicht auf die Website zu gehen!" - Schnitt - der Angesprochene eilt zum nächstbesten onlinefähigen Heimcomputer. Da soll man ernsthaft noch Mitleid empfinden?

Fazit: Unterdurchschnittlicher Horrorfilm, der mit seiner Handlung selber anscheinend nicht ganz zurecht kommt, aber empfindliche Gemüter womöglich an ein paar Stellen erschrecken kann. Alle anderen sollten sich das Geld sparen... man hat das auch schon besser gesehen. Und vor allem durchdachter. 1 1/2 Sterne.


Ju-on: The Grudge
Ju-on: The Grudge
DVD ~ Megumi Okina
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingshorrorfilm, 12. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ju-on: The Grudge (DVD)
"Ju-on" ist meine erste Wahl, wenn ich mich richtig gruseln will. Die Geschichte wirkt zwar erst einmal wenig reizvoll, weil der Film wie eine bloße Aneinanderreihung von Episoden wirkt, allerdings sind diese letztendlich doch miteinander verknüpft. Hauptperson ist hier keine Person, sondern ein Haus. Nachdem dort vor Jahren ein grausames Verbrechen verübt wurde, lastet ein Fluch darauf, der jeden trifft, der es betritt. Man wird bis ins eigene Zuhause von beängstigenden Geistererscheinungen verfolgt, die einem nach dem Leben trachten.

Der Film folgt der Geschichte verschiedener Personen, die der Fluch getroffen hat. Dabei können die Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel für westliche Sehgewohnheiten ein wenig verwirrend sein. Für das amerikanische Remake wurden Teile der Handlung einfach weggelassen, um sie zu vereinfachen. Mir persönlich gefällt das Original allerdings viel besser, weil gerade die ungewöhnliche Erzählweise ihren Reiz hat und insgesamt eine bedrohlichere Atmosphäre aufgebaut wird. Ich kann nur jedem ans Herz legen, das Remake nicht dem Original vorzuziehen, sondern sich zuerst dieses anzusehen.

Was macht nun Ju-On zu so etwas besonderen, wo es doch inzwischen dutzendweise asiatische (und davon "inspirierte" amerikanische) Geisterfilme gibt, in denen lange schwarze Frauenhaaren und verschwommene Fotos uns schlottern lassen wollen? Nein, Ju-On strotzt nicht unbedingt vor Innovation, auch wenn er einer der frühen Vertreter dieses Trends war. Seine Stärke liegt darin, dass er sich auf genau das konzentriert, was ihn auszeichnet: Schockeffekte und nervenzerreißende Soannung. Man hat kaum Zeit sich zu erholen, wie bei einer Achterbahnfahrt wird man von einem Schreckensszenario ins nächste katapultiert. Und das besonders Fiese daran ist, dass der Schrecken nicht in modrigen alten Gemäuern lauert, sondern dort, wo man sich eigentlich sicher fühlt. Unter der eigenen Bettdecke zum Beispiel.

Wem das Original von "The Ring" (das ich übrigens auch sehr schätze) zu langatmig war, der wird von "Ju-On" nicht enttäuscht sein. Allerdings sollte man dafür nicht zu viel von der Story erwarten, denn die Hintergründe bleiben größtenteils unklar. Genauso wie die Frage, warum einige Besucher des Hauses sterben und andere verschont bleiben. Aber das sind Kleinigkeiten, die ich diesem Film nur all zu gerne verzeihe. Es müssen schließlich nicht alle Geheimnisse aufgedeckt werden.


Einer gegen das Imperium
Einer gegen das Imperium
DVD ~ Reb Brown

4.0 von 5 Sternen Perfekter Fantasy-Trash!, 11. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Einer gegen das Imperium (DVD)
Schon der Vorspann dieses kleinen Juwels der Trash-Kunst weiß zu überzeugen: Zu den Klängen einer heroisch herum gröhlenden italienischen Queen-Nachahmer-Band springt unser Held "Yor" ("YOOOR! He's THE MAAAAN!") strahlend von Stein zu Stein. Man merkt sofort: Dieser Mann genießt seine Freiheit! Doch er trifft prompt auf einen Stamm von Steinzeitmenschen, die von blau bemalten Fieslingen angegriffen werden und ihm nebenbei Hinweise auf seine geheimnisvolle Vergangenheit geben. So entwickelt sich eine Geschichte, wie es sie nur in den experimentierfreudigen B-Movies der 80er geben konnte. Damals, als Männer noch Barbaren sein dürften.

Wir folgen dem dauergrinsenden He-Man Verschnitt, wie er von einem primitiven Stamm zum nächsten reist und dabei herauszufinden versucht, wo er hingehört. Das klingt philosophischer als es ist, denn im Grunde hat der gute Yor nur zwei Dinge im Kopf: Weibsvolk sammeln und Völker vernichten. Selbstverständlich aus Versehen, denn er ist ja der Gute. Aber was er auf seiner Reise alles kaputt macht ist unglaublich! Und noch dazu betreibt er in einer der besonders merkwürdigen Szenen Leichenschändung an einem toten Urzeit-Vogel, den er mal eben zum Gleitschirm umfunktioniert.

Der Film liefert so viele absurde Szenen ab, dass einem schwindelig wird. Wenn man sich seine Entstehungsgeschichte ansieht, versteht man das allerdings, denn es handelte sich hierbei ursprünglich um einen mehrteiligen TV-Film, der erst später zu einem einzelnen Film zusammengeschnitten wurde. Dabei wurden so viele geklaute Ideen verwurstet, dass es kaum noch verwundert, wenn das Finale sogar noch einen drauf setzt und mal eben das komplette Genre wechselt. Star Wars wollte man halt auch noch gerne einbauen, wer kann es den Drehbuchschreibern verdenken?

Fazit: "Einer gegen das Imperium" bietet 80er-Fantasy-Trash in seiner reinsten und unterhaltsamsten Form! Keine Sekunde langweilig, allerdings sicher nichts für jeden Geschmack. Mein Bauch sagt zwar "5 Sterne!", aber ein wenig möchte ich dann doch in die Bewertung mit einfließen lassen, dass es kein guter Film im eigentlichen Sinne ist.


When the Lights Went Out
When the Lights Went Out
DVD ~ Kate Ashfield
Wird angeboten von the-dvd-house
Preis: EUR 8,83

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnittskost in schöner Kulisse, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: When the Lights Went Out (DVD)
Hierbei handelt es sich um einen Horrorfilm, der auch gut als Dokumentation funktioniert hätte - denn es geht um einen Poltergeist, der in den 70ern tatsächlich sein Unwesen getrieben haben soll. Nun sind auf angeblich "wahren" Begebenheiten basierende Gruselgeschichten natürlich nichts neues, sondern diese Textzeile wird inflationär in Vorspännen eingesetzt. Aber in diesem Fall funktioniert es tatsächlich ganz passabel, was vor allem an der zeitgemäßen Aufmachung liegt. Man fühlt sich tatsächlich in die 70er zurückversetzt und das machte für mich einen Großteil des Reizes aus.

Schade, dass die Handlung mit der Optik nicht mithalten kann. Es gibt keinen Spannungsbogen, sondern es werden einfach nur unterschiedliche Geisteraktivitäten aneinandergereiht. Zwischendurch sieht man zwar kurz zwei Versuche, den Geist zu vertreiben, aber diese scheinen genauso unwichtig zu sein wie die Herkunft des Phänomens. Die Episodenhaftigkeit hätte zu einer Dokumentation besser gepasst als zu einem Spielfilm. Da hilft es auch nicht, dass die Schauspieler ihre Arbeit gar nicht einmal schlecht machen. Sympathie für die Figuren kam bei mir leider auch nicht auf.

Die Schockmomente an sich sind auch nicht vergleichbar mit dem, was man beispielsweise bei asiatischen Geisterfilmen wie "Ju On" geboten bekommt. Anfangs war ich noch guter Dinge, aber gerade zum Ende hin werden sie nur noch lächerlich. Der Film versucht sich zwar an einem alles toppenden Finale, aber gruselig war dieses nicht.

Fazit: Ein paar ordentliche Ansätze rechtfertigen leider noch keinen kompletten Film. Insgesamt kann ich "When the Lights Went Out" leider nur als Durchschnittskost bezeichnen. Fans von Geisterhausfilmen können ruhig einen Blick riskieren, aber es gibt spannendere Vertreter dieser Filmgattung. Mit viel gutem Willen vergebe ich 3 Sterne.


2F-Spiele 2FS00018 - Freitag
2F-Spiele 2FS00018 - Freitag

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kartenspiel wie ein Videospiel, 9. Januar 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 2F-Spiele 2FS00018 - Freitag (Spielzeug)
Gehe ich auf Nummer sicher... oder riskiere ich (im wahrsten Sinne des Wortes) mein Leben, um meine Ausrüstung zu verbessern? Diese Frage muss man sich bei FREITAG in jeder Runde aufs neue stellen, und sie macht einen Großteil des Nervenkitzels bei diesem Soloabenteuer aus.

Das Spiel kommt in einer putzig gestalteten Verpackung daher. Die Karten wirken auf den ersten Blick vielleicht etwas eintönig, aber erfüllen ihren Zweck und ich finde die Illustrationen eigentlich ganz stimmig. Neben den Spielkarten gibt es hölzerne Lebenspunkte und robuste Papp-Unterlagen für die drei verdeckten Kartenstapel. Neben dem eigenen Ziehstapel (dem Deck) gibt es nämlich noch die Gefahrenkarten und Tollpatschkarten. Ich möchte jetzt gar nicht die Spielregeln im Detail erklären, denn das wurde in mehreren anderen Rezensionen schon erledigt. Nur so viel: Es geht darum, sein Deck nach und nach um bessere Karten zu ergänzen, denn nur mit diesen hat man im weiteren Spielverlauf eine Chance zu überleben. In jeder Runde kämpft man gegen eine von zwei zufällig gezogenen Gefahrenkarten. Besiegte Karten kommen ins eigene Deck und können ab dann für Angriffe benutzt werden. Man kann es sich sicher schon denken: Je schwerer eine Gefahrenkarte zu besiegen ist, desto größer ist normalerweise der Vorteil, den sie einem bringt. So muss man immer abwägen, ob man das Risiko eines gefährlichen Kampfes eingeht, wenn die Beute verlockend ist.

Die Regeln wirken vielleicht erst einmal kompliziert, aber nach wenigen Runden waren wir im Spiel drin. Die Kartenfähigkeiten muss man die erste Zeit lang noch nachlesen, aber auch diese sind denke ich nicht unnötig kompliziert gehalten. Ach ja... "wir"... Obwohl es ein Solospiel ist, macht es Spaß, gemeinsam zu überlegen, wie man vorgeht. Mit einem richtigen Gesellschaftsspiel kann man das aber natürlich nicht vergleichen. Bei FREITAG spielt man in erster Linie gegen sich selbst und für den Punktestand.

Mich hat vieles an FREITAG an Mechanismen aus Videospielen erinnert, weil man seine Fähigkeiten nach und nach durch Kämpfe verbessert, um dann am Ende dem Boss (hier zwei Piratenschiffen) entgegen zu treten. Man hat eine begrenzte Anzahl an Leben, die man durch eine risikoreiche Spielweise schnell verlieren kann. Mit etwas Glück gewinnt man aber zwischendurch auch Leben zurück. Ein Spiel ist in drei Level gegliedert, die immer schwerer werden. Und wenn es einem insgesamt zu leicht ist, kann man den Schwierigkeitsgrad zusätzlich erhöhen.
Wer sich also fragt, ob ein Solo-Spiel auf die Dauer Spaß machen kann, der sollte nicht nur an Brettspiele denken, sondern Freitag lieber mit einem Videospiel vergleichen. Dass die auch für Einzelspieler einen enormen Suchtfaktor mit sich bringen können, wird wohl niemand bestreiten. Man muss aber einen gewissen Ehrgeiz mitbringen und in Kauf nehmen, dass man eben auch mal frühzeitig das Zeitliche segnen kann. Aufstehen, weiter machen! Für mich ist FREITAG tatsächlich in einer sehr ähnlichen Weise motivierend, wie ein forderndes Videospiel.

Die Frage, ob das Spiel pädagogisch wertvoll ist, würde ich mit ja beantworten, denn man muss sich konzentrieren und ich denke, dass das gerade für Kinder eine gute Übung sein kann, die sich ansonsten schlecht alleine beschäftigen können. Auch das Abwägen von Risiken ist sicher ein lehrreicher Aspekt. In erster Linie ist FREITAG aber natürlich kein Lernspiel, sondern soll Spaß machen.

Fazit: Auch nach vielen Runden greife ich immer wieder gerne zu diesem Spiel, das man gut "mal eben nebenbei" spielen kann. Herausfordernd bleibt es jedes Mal aufs Neue.


The Bay: Hai-Alarm!
The Bay: Hai-Alarm!
DVD ~ Shannon Lucio
Wird angeboten von Dein Filmshop
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zu wenig Hai, 8. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Bay: Hai-Alarm! (DVD)
Ich habe diese DVD im Rahmen einer "Der Müll muss raus! Jeder Film nur 2,99 €!"-Amazon-Aktion erstanden, und darüber bin ich ganz froh, weil er nicht mehr Geld wert ist.

Der Originaltitel "Spring Break Shark Attack" ist aussagekräftiger als der deutsche, der wohl die Assoziation zu "Hai-Alarm auf Mallorca!" wecken soll, was an sich schon ziemlich traurig ist.
Wir treffen auf eine Horde feierwütiger, junger Amerikaner, die die Ferien im sonnigen Florida verbringen. Dass dabei geballte Klischees aufeinander treffen kann man sich denken: Zum einen hätten wir da die Heldin, die nicht viel vom saufen hält, noch Jungfrau ist, und gerne den Zwängen des Elternhaus entbrechen und Anthropologie studieren möchte. Ob sie an den Partystränden inmitten der primitiven Prolls ihren Traumprinzen findet? Sicher, denn da gibt es ja denn netten blonden Bootsjungen, der im Grunde auch voll intelligent ist, aber erst das Geld fürs Studium zusammensparen muss. Selbstverständlich zieht er einen Besuch der Bibliothek den bösen Discos vor. Apropos böse: Einen gar garstigen Fiesling hat der Film natürlich auch zu bieten, den braun gebrannten (merke: je dunkler, desto böser) Frauenaufreisser, der unserer Heldin Drogen in die Limo gibt, um sie flach zu legen. Was für ein Glück, dass es in diesem Film trotz der vielen Bikinis keuscher zugeht, als auf einer Pilgerfahrt von Klosterschülerinnen, denn es kommt dank des Bootsjungens nicht zu der grausamen Tat. Aber auch der wird nicht rangelassen, Pech gehabt.

Moment, ich habe doch glatt etwas vergessen... die Haie! Obwohl der Film vielversprechend mit einem Haiangriff auf einen Pulk kichernder Mädels beginnt (der dann selbstverständlich nicht mehr erwähnt wird), entfernt er sich für eine ganze Weile komplett von seinem Hauptthema. Wir dürfen den gut aussehenden Amerikanern beim feiern zusehen, aber erst kurz vor Schluss kommt richtige Hai-Action auf. Das muss man sich mal vorstellen - selbst als sie mit dem Boot auf offener See von Haien angegriffen werden stirbt NIEMAND! Stattdessen kann man sich auf eine kleine Insel retten und das Boot sofort reparieren. Als würde man den minderjährigen Zuschauern nicht zu viel Spannung zumuten wollen. Erst am Ende kommt es zum einzigen ernst zu nehmenden Haiangriff des gesamten Films. Wer Angst vor Spoilern hat sollte nun bitte nicht weiter lesen. Auch wenn ich nicht glaube, dass einem ein solcher Film durch Spoiler noch verdorben werden kann. Also... das Ende: Als eine zugegebenermaßen große Horde computeranimierter Rückenflossen auf den Partystrand zuhält bricht Panik aus. Rote Farbe blubbert im Wasser vor sich hin und es darf munter gekrischen werden. Bevor es allerdings anfangen kann Spaß zu machen, ist es schon wieder vorbei, weil der Bruder unserer Heldin zufällig ein Hai-Abwehrgerät entwickelt hat, das zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Aber selbst dabei hat man es bei einem "Oh es funktioniert, die Haie sind weg." belassen. Kein Explodieren der Haie in die Gesichter der Helden durch ultra-atomar-magnetische Impulse oder dergleichen.

Wie gesagt: Der Film traut sich einfach nichts, und wollte wohl lieber ein Promo-Video für die schönen Strände Floridas sein, als ein Tierhorror-Film. Neben rotem Wasser und einer grau geschminkten Leiche bekommt man nichts zu sehen, was den Begriff "Horrorfilm" rechtfertigen würde. Stattdessen nur Sonne, Sand und sich bräunende Modelkörper. Nicht einmal durch unfreiwillige Komik (abgesehen von den übertriebenen Klischees) kann der Film unterhalten, denn die Schauspieler machen ihre Arbeit ordentlich, was man jetzt aber bitte nicht als Lob verstehen soll. Denn sonderlich tiefgründig ist keiner der Charaktere angelegt.

Fazit: Unter den vielen schlechten Killerhai-Filmen ist dieser hier trotz netter Optik einer der besonders öden.


KOSMOS 7400230 - Top 3, Film
KOSMOS 7400230 - Top 3, Film
Wird angeboten von E.Goldbach Spiel-Stein Buch & Spiel
Preis: EUR 4,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klein, aber fein, 7. Januar 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: KOSMOS 7400230 - Top 3, Film (Spielzeug)
Als Filmfreund auf Quizspielsuche hat man es gar nicht so leicht. "Scene it" genießt so etwas wie eine Monopolstellung und punktet natürlich durch die interaktive DVD. Aber was ist, wenn sich die Fragen zu wiederholen beginnen? Oder wenn viele Filme einem zu unbekannt sind? Oder wenn man einfach keinen DVD-Player griffbereit hat?

"Top 3 Film" von Kosmos ist ein handliches Kartenspiel, bei dem man sein Wissen über Filmklassiker unter Beweis stellen kann. Die Auswahl der Filme ist dabei sehr gut gelungen - es handelt sich wirklich um bekannte Titel. Und selbst wenn man sie nicht gesehen, sondern nur davon gehört hat, ist das nicht schlimm. Denn abgefragt werden keine Details zur Handlung, sondern vorgegebene Daten: Filmlänge, Erscheinungsjahr, Oscar-Nominierungen, Budget und das damalige Alter des Hauptdarstellers.
Eine Runde läuft so ab, das zunächst drei Filmkarten mit dem Filmtitel nach oben ausgelegt werden. Dann wird zufällig die Kategorie bestimmt, die in dieser Runde gefragt ist. Jeder Spieler besitzt Handkarten für die Reihenfolge, von denen er die verdeckt vor sich ablegt, die seiner Meinung nach passt. Dann werden die Filmkarten umgedreht und es wird kontrolliert, wer die korrekte Reihenfolge getippt hat. Diese Spieler erhalten je eine der Filmkarten als Siegpunkt. Hat nur einer richtig geraten, erhält er dafür sogar zwei Punkte (Filmkarten). Haben alle richtig geraten, gibt es dafür allerdings gar nichts.
Zusätzlich kann man im Spielverklauf drei Wettkarten einsetzen, auf denen z.B. steht "Alle haben Recht". So lassen sich extra Punkte sichern, wenn die Voraussage eintritt.

Dass man nicht einfach nur stumpf Fragen und Antworten auf Kärtchen geschrieben hat gefällt mir gut, allerdings kann dies auch ein Nachteil sein. Neue Spieler vertun sich leicht mit den Reihenfolge-Karten (sollen die Filme nun nach Erscheinungsjahr auf- oder absteigend sortiert werden?). Außerdem könnte man bemängeln, dass man sich das Spiel leicht selber basteln kann, indem man die entsprechenden Daten in der IMDb oder OFDb nachschlägt. Der geringe Preis von unter 5 € macht dieses Argument aber hinfällig, denn man kann hier nun wirklich darüber meckern, dass das Spiel überteuert wäre. Zur Auflockerung des nächsten Filmeabends beim DVD-Wechsel kann ich es jedenfalls empfehlen. Deshalb vergebe ich guten Gewissens 4 Sterne.

Fazit: Gelungenes Filmquiz für zwischendurch, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt.


South Park Chef's Luv Shack
South Park Chef's Luv Shack
Wird angeboten von Hauseinkauf - mit Sicherheit schneller Versand
Preis: EUR 32,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nettes South Park Spiel, 6. Januar 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: South Park Chef's Luv Shack (Computerspiel)
1999 entwickelte Acclaim drei South Park Spiele für PC, Nintendo64, Dreamcast und Playstation. Dieses ist das beste davon, auch wenn es weit davon entfernt ist, perfekt zu sein.

Chef, der singende Koch der Schulkantine, bittet als Moderator zu einer ganz speziellen Spielshow. Zu Beginn dürfen die bis zu vier Kandidaten sich je einen Charakter aussuchen, der sie während der Spiels vertreten soll: Cartman, Kenny, Stan oder Kyle. Dann kann gewählt werden, wie viele Runden man spielen möchte. Eine Runde besteht je aus drei Quizfragen und einem Minispiel. Die Quizfragen laufen immer nach dem alt bewährtem Prinzip ab: Wähle eine von drei Kategorien, die dir nichts sagen und beantworte dann unter Zeitdruck eine Frage. Weiß man es, drückt man auf sein Knöpfchen und wählt dann die Antwort aus, die man für richtig hält. Man muss sich bei der PC-Version mit den anderen Mitspielern um eine Tastatur scharen, denn einen Online- oder Netzwerkmodus gibt es nicht. Man sollte also immer genug Leute griffbereit haben, denn alleine macht das ganze wenig Spaß. Es gibt weder Computergegner, noch Medaillen, um die man seinem eigenen Ego zu Liebe kämpfen kann.

Aber zurück zum Spielablauf. Neben den Quizfragen gibt es noch die 23 verschiedenen Minispiele, bei denen man gegen die Gegner antritt. Sie orientieren sich oft an bekannten Spieleklassikern, aus "Asteroids" wird beispielsweise "Asses in Space" mit Terrance und Phillip. Für Erfolge beim Quiz und den Minispielen erhält man Punkte, die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Grafisch bewegt sich das ganze zwar nur auf dem Niveau eines besseren Flash-Games, aber der simple 2D-Look passt perfekt zu South Park und sollte deshalb nicht kritisiert werden. Die vermurkste 3D-Grafik der anderen beiden South Park Spiele aus dieser Zeit zeigt, wie man es nicht machen sollte. Und man sollte auch bedenken, dass das Spiel schon etwas älter ist. Der Sound ist heute allerdings immer noch auf der Höhe der Zeit, denn die Original Sprecher geben passende Kommentare zum besten, und der typische South Park Humor kommt dadurch sehr gut rüber. Zum Glück wurde hier nichts auf deutsch übersetzt, allerdings hat das natürlich auch seine Nachteile. Denn nicht jeder hat Lust auf ein englisches Quizspiel, da wären optionale deutsche Untertitel für unsere Gefilde wünschenswert gewesen. Und auch thematisch sind die Fragen für Nichtamerikaner teilweise sehr schwer zu beantworten.

Damit wären wir auch schon bei den negativen Punkten, von denen es leider noch mehr gibt. Neben der Sprache werden sich viele potentielle Mitspieler davon abschrecken lassen, dass es eben ein reines "South Park Quiz" ist. Die meisten Fragen sind zwar allgemeiner Natur und beziehen sich nicht direkt auf Geschehnisse aus der Serie, aber eine gewisse Grundkenntis der ersten 2 Staffeln ist von Vorteil. Das kann man dem Spiel natürlich nicht vorhalten - wo South Park drauf steht muss auch South Park drin sein. Ich erwähne es nur, weil einem bewusst sein sollte, dass es womöglich nicht so einfach ist, geeignete Mitspieler zu finden. Außerdem wiederholen sich die Fragen schnell und sind nicht so unterhaltsam geraten, wie sie hätten sein können. Ich nenne immer gerne "You dont know Jack" als Beispiel für gelungene, humorvolle Quizfragen. Wenn mal wieder eine Frage nach einem bestimmten Album kommt, das ein Gaststar irgendwann einmal aufgenommen hat, vergeht einem der Spaß. Die Fragen werden außerdem nicht vorgelesen, und so klickt man sich eigentlich nur lustlos durch die Texte, um möglichst schnell zu den Minispielen zu gelangen. Die machen nämlich deutlich mehr Spaß, denn hier kommt es zu unterhaltsamen Gefechten mit den Gegnern, die einen bei Laune halten. Allerdings wiederholen sich auch die Minispiele bald, und dann landet das Spiel irgendwann in der Ecke, weil man alles gesehen hat.

Fazit: South Park Fans werden ihre Freude an der gelungenen Präsentation haben, die der Serie auf jeden Fall gerecht wird. Auch die Minispiele machen durchaus eine Weile Laune. Leider trübt aber der maue Quiz-Part den Spielspaß, und wenn man alle Minispiele kennt ist die Luft schnell raus. Außerdem sind halbwegs gute Englischkenntnisse Pflicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 13, 2013 2:54 PM MEST


Skeleton Man
Skeleton Man
DVD ~ Michael Rooker
Wird angeboten von Tradinio
Preis: EUR 6,39

1.0 von 5 Sternen Nicht so unterhaltsam wie das Cover, 5. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Skeleton Man (DVD)
Wenn man durch DVD-Abteilungen tigert, fällt einem schnell auf, dass es neben den großen Hollywood-Filmen auch immer mehr völlig unbekannte B-Movies schaffen, sich in die Regale zu mogeln. In der Regel erkennt man diese sofort am einfallslosen Cover. Eine willkommene Abwechslung kann da ein Film darstellen, der schon auf dem bunten Titelbild mit folgendem Spruch auf sich aufmerksam macht: "Hier lebt der Geist von Ed Wood weiter!"

Ed Wood? War das nicht der schlechteste Filmemacher aller Zeiten? Sollten wir es hier etwa mit einer bisher unbekannten Trash-Granate zu tun haben? Die Rückseite gibt noch mehr Auskünfte, die einen vor Vorfreude erschauern lassen. Wie wäre es mit "Dieser Film wäre markerschütternd gruselig- wäre er nicht so totkomisch!" oder einer humorigen Liste der verdienten Filmpreise. Auch der alt bekannte Spruch "Die Schauspieler möchten unerkannt bleiben" darf nicht fehlen. Hähä, gekauft! Da macht es einen aber schon etwas stutzig, dass genau eine Zeile weiter in kleinerer Schrift die gesamte Besetzungsliste steht. Sollte der DVD-Cover-Gestalter etwa gar nichts mit dem Film zu tun gehabt haben?! Iwo, das wird sicher eine Splatter-Komödie erster Güte.

Gestern haben wir uns "Skeleton Man" dann angesehen, aber statt des angekündigten Trash-Spaßes stellten sich schnell Unverständnis und Langeweile ein. Dieser Film ist NICHT lustig! Nicht mal unfreiwillig. Gar nicht. Der irreführende Covertext wurde offensichtlich nur geschrieben, um diese Gurke wenigstens ein paar leichtgläubigen Trashfreunden anzudrehen.

Das Problem des Films ist, dass er sich selbst zu ernst nimmt. Ja, der titelgebende untote Indianer hoch zu Ross amüsiert beim ersten Auftreten. Aber das war's auch schon. Und für einen echten Horrorfilm fehlt es an Atmosphäre (Schauplatz ist ein nebliger Wald bei Tag.... uiui). Der Bodycount ist zwar angenehm hoch und mit Speer, Schwert, Axt, Pfeil und Bogen abwechslungsreich umgesetzt, aber die herumfliegenden Arme und Köpfe langweilen nach kurzer Zeit selbst ein Kindergartenkind. Es sieht billig aus, aber nicht billig genug um darüber zu lachen.
Was mit der Story ist? Nun, es geht mal wieder einmal um einen alten Indianerfriedhof, die ja wie wir alle wissen besonders gerne das Böse anlocken. Ein durchgedrehter Skelett-Killer in schwarzer Robe dezimiert erst die Forscher an der Ausgrabungsstelle und dann zwei Gruppen Soldaten, die in dem Wald ein Training abhalten. Dabei fällt dem Zuschauer schnell auf, dass der Kampf ziemlich ungleich geführt wird, denn der Skelettmann ist unverwundbar und kann sich durch die Gegend beamen. Was machen aber unsere schlauen Soldaten? Sie versuchen bis zum Schluss immer und immer wieder auf ihn zu schießen. Argh! Der Indianerfriedhof spielt übrigens überhaupt keine Rolle mehr... wozu dort nach einer Lösung suchen, wenn man sinnlos auf einen Geist ballern kann?

Die Soldatengruppe setzt sich natürlich klischeehafterweise aus verschiedene Spezialisten zusammen, von der Scharfschützin bis zum Spurenleser. Die Schauspieler sind okay für einen mittelmäßigen Horrorfilm, aber auch sie bringen keinen Spaß. Es fehlt übrigens jede Form von Klischee-Liebesstory, Streitereien oder sonstigen Emotionen. Man läuft einfach durch den Wald, hin und wieder taucht der böse Reiter auf, alle schießen, einer wird von ihm erwischt und dann verschwindet er wieder nach einigem hin und her Gereite. Warum holt er sie nicht alle auf einmal, wo er doch so stark und unverwundbar ist? Ein Verlust ist es nicht, denn sie alle sind offensichtlich eh nur harte Army-Typen ohne Privatleben.

Fazit: Ein Film, den man sich sparen kann, und bei dem man nicht auf den irreführenden DVD-Cover-Text hereinfallen sollte. Es gibt genug Trashfilme, die besser unterhalten. Und genug Horrorfilme, die besser gruseln.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7