Fashion Sale Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Profil für Daniel Zynda > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Daniel Zynda
Top-Rezensenten Rang: 1.436
Hilfreiche Bewertungen: 3461

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Daniel Zynda (TaoYuan, Taiwan)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Die vier Söhne der Katie Elder
Die vier Söhne der Katie Elder
DVD ~ John Wayne
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Sehr kurzweiliges Western-Entertainment, 23. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Die vier Söhne der Katie Elder (DVD)
Ja, das ist einer der grossen klassischen Western, entstanden fast schon zu spaet, 1965. Eigentlich war der Film bereits zehn Jahre vorher geplant, wurde aber aufgrund diverser Schwierigkeiten immer wieder verschoben. Ein Meisterwerk ist er nicht, keine tiefgruendige Sache mit vielschichtigen Charakteren. Dafuer aber reines Entertainment der allerbesten Sorte - und das reicht doch! Eine Story mit Spannung, Dramatik, die beruehrt und zum Lachen bringt. Das klassische Hollywood-Kino. Toll inszeniert von Henry Hathaway, obschon mit zwei Stunden recht lang gibt es keinen Durchhaenger, was auch am runden Drehbuch liegt. Und John Wayne und Dean Martin zusammen zu sehen, allein das erfreut den Klassiker-Fan schon. Wayne ist hier die Vaterfigur schlechthin, ein echter Held - fuer mich eine seiner besten Rollen. Dann George Kennedy und Dennis Hopper in Nebenrollen, all diese vertrauten Gesichter. Das ist einer der Western, die, zumindest frueher, jeden Ansprechen konnten, ob Westernfan oder Nicht. Fuer ein breites Publikum. Auch in Deutschland. Bis in die 80er lief der Film Samstag abends zur besten Sendezeit um 20.15, und lockte zig Millionen an. Heute kaum noch vorstellbar. Einziger Kritikpunkt: Im letzten Akt dann nur noch Geballere (ok, is' ein Western, und fuer 90 minuten gibts keine Schiesserei, da musste also noch was kommen), haette gern erfahren, was denn nun aus den Elders wird.

Das Bild der DVD ist gut, einige andere Paramount-Filme mit John Wayne sehen aber besser aus. Hoffe das wir den Film irgendwann mal irgendwo auf der Welt auf Blu-Ray bekommen.


Die Mächte des Lichts (Fantasy)
Die Mächte des Lichts (Fantasy)
VHS

2.0 von 5 Sternen Billig-Fantasy, 22. April 2016
In den 80er Jahren produzierte Roger Corman mit seinen "New World Pictures" eine Reihe von Fantasy-Filmen, im Fahrwasser von "Conan". "Sorceress" (so der O-Titel) war der erste davon, entstanden 1982 unter der Regie von Jack Hill.

Der Film ist schlecht. Obschon handwerklich etwas besser gemacht als die noch folgenden Filme (Deathstalker, Barbarian Queen etc.) zeigt er schon sehr deutlich, das "Fantasy" als B- oder C-Film nicht geht. Was Corman so gut mit seinen Poe-Filmen in den 60ern gelang - etwas grossartiges mit extrem geringem Budget zu schaffen - funktioniert hier nicht. Ganz einfach weil du zu viele Effekte brauchst, Masken, Monster. Und denen sieht man das Billige sofort an. Jede Maske ist schrecklich. Da gibts eine Szene mit Zombies, die aussehen wie eine Reihe Typen auf einer Karnevals-Party, und sich auch so benehmen. Aber was noch viel schlimmer ist sind die Darsteller - in der Hauptrolle zwei Zwillinge aus dem Playboy - das sagt schon alles. Und natuerlich haben die beiden auch reichlich viel Zeit, ihre Oberweiten zu zeigen (fuer mich das Highlight des Films). Der Film ist allerdings im Vergleich zu Corman's anderen Fantasy Filmen relativ familienfreundlich. In den anderen ist da weitaus mehr nacktes Fleisch und Gewalt zu sehen. Wirkt heute etwas befremdend, Nacktheit wurde im Film ja leider komplett abgeschafft, besonders die zum Selbstzweck. Aber das ist vielleicht auch das Hauptproblem aller von Corman produzierten "Fantasy-Filme", er versuchte es nach dem Motto: Pack genug Sex und Gewalt, dann schert sich keiner um den Rest. Und hatte wie so oft den richtigen Riecher damit, fast alle diese Filme waren finanziell sehr erfolgreich. Fuer Kino-Verhaeltnisse kostete "Sorceress" so gut wie nichts, ein paar tausend dollar - und spielte Vier Millionen ein! Trotzdem mokierte sich Regisseur Hill ueber das geringe Budget, er verwendete fuer die Regie ein Pseudonym und beendete seine Filmkarriere.

Wer nun also einen tollen, etwas naiven 80er Fantasy-Film sucht, der koennte hier enttaeuscht werden. "Sorceress" ist durchweg fad, und packt nicht. In Deutschland erschien er nur auf Video in den 80ern (gleich zweimal, erst von EMI und dann von Cannon), unter dem Titel "Mächte des Lichts". Keiner der Corman-Fantasyfilme schaffte es bisher hierzulande auf DVD, denke mal das liegt an lizenz-rechtlichen Schwierigkeiten. In den USA gibt es "Sorceress" auf Blu Ray (kostet in den USA gut 15 Euro) in ausgesprochen guter Qualitaet, das Bild ist durchweg Glasklar. Als Bonus gibts noch ein paar neue Interviews, u.a. eins mit Corman selbst.


Sorceress [Blu-ray]
Sorceress [Blu-ray]

2.0 von 5 Sternen Billig-Fantasy, 22. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Sorceress [Blu-ray] (Blu-ray)
In den 80er Jahren produzierte Roger Corman mit seinen "New World Pictures" eine Reihe von Fantasy-Filmen, im Fahrwasser von "Conan". "Sorceress" war der erste davon, entstanden 1982 unter der Regie von Jack Hill.

Der Film ist schlecht. Obschon handwerklich etwas besser gemacht als die noch folgenden Filme (Deathstalker, Barbarian Queen etc.) zeigt er schon sehr deutlich, das "Fantasy" als B- oder C-Film nicht geht. Was Corman so gut mit seinen Poe-Filmen in den 60ern gelang - etwas grossartiges mit extrem geringem Budget zu schaffen - funktioniert hier nicht. Ganz einfach weil du zu viele Effekte brauchst, Masken, Monster. Und denen sieht man das Billige sofort an. Jede Maske ist schrecklich. Da gibts eine Szene mit Zombies, die aussehen wie eine Reihe Typen auf einer Karnevals-Party, und sich auch so benehmen. Aber was noch viel schlimmer ist sind die Darsteller - in der Hauptrolle zwei Zwillinge aus dem Playboy - das sagt schon alles. Und natuerlich haben die beiden auch reichlich viel Zeit, ihre Oberweiten zu zeigen (fuer mich das Highlight des Films). Der Film ist allerdings im Vergleich zu Corman's anderen Fantasy Filmen relativ familienfreundlich. In den anderen ist da weitaus mehr nacktes Fleisch und Gewalt zu sehen. Wirkt heute etwas befremdend, Nacktheit wurde im Film ja leider komplett abgeschafft, besonders die zum Selbstzweck. Aber das ist vielleicht auch das Hauptproblem aller von Corman produzierten "Fantasy-Filme", er versuchte es nach dem Motto: Pack genug Sex und Gewalt, dann schert sich keiner um den Rest. Und hatte wie so oft den richtigen Riecher damit, fast alle diese Filme waren finanziell sehr erfolgreich. Fuer Kino-Verhaeltnisse kostete "Sorceress" so gut wie nichts, ein paar tausend dollar - und spielte Vier Millionen ein! Trotzdem mokierte sich Regisseur Hill ueber das geringe Budget, er verwendete fuer die Regie ein Pseudonym und beendete seine Filmkarriere.

Wer nun also einen tollen, etwas naiven 80er Fantasy-Film sucht, der koennte hier enttaeuscht werden. "Sorceress" ist durchweg fad, und pacj\kt nicht. Diese US-Blu Ray (kostet in den USA gut 15 Euro) bietet den Film in ausgesprochen guter Qualitaet, das Bild ist durchweg Glasklar. Als Bonus gibts noch ein paar neue Interviews, u.a. eins mit Corman selbst. In Deutschland erschien er nur auf Video in den 80ern, unter dem Titel "Mächte des Lichts". Keiner der Corman-Fantasyfilme schaffte es bisher hierzulande auf DVD, denke mal das liegt an lizenz-rechtlichen Schwierigkeiten.


Clifford - Das kleine Scheusal [VHS]
Clifford - Das kleine Scheusal [VHS]
VHS

1.0 von 5 Sternen Dieses Werk bringt mich zum staunen, 21. April 2016
"Clifford" ist eine US-Komoedie aus dem Jahre 1991, aufgrund der Pleite seiner Produktionsfirma (Orion) wurde der Film aber erst drei Jahre spaeter aufgefuehrt.

Und eine Pleite ist dieses Werk auch. Ich kam gar nicht aus dem Staunen 'raus. Selten habe ich etwas derart schlechtes gesehen, ein Film, an dem aber auch gar nichts stimmt. Unglaublich! Ja, es geht da um diesen frechen Jungen, Clifford, der sein Umfeld tyrannisiert um an sein Ziel zu kommen. Ok, das ist einfach nur langweilig, und wenig originell. Aber das bizarre: Dieser Junge wird von dem damals 41 jaehrigen Martin Short gespielt. Ja. Einfach so, ohne jegliche Erklaerung. Entweder war Short aufgrund seiner damaligen Popularitaet auf einem Ego-Trip und traute sich nun auch zu, Kinder zu spielen, oder die Produzenten waren der Ansicht, das dieser bizarre Einfall die ausgelutschte Story "aufwertet". Wahrscheinlich ist letzteres der Fall. Aber das funktioniert nicht, und es ist nicht witzig! Es ist so merkwuerdig, das der Film teilweise gar unheimlich erscheint. Auf die stetige Langweile wirkt sich das aber nicht aus. Und da der Film zu 100% auf die Idee "Short spielt Kind" baut bleibt da sonst nichts, was ihn retten koennte. Co-Star Grodin ist positiv hervorzuheben, mag den Mann, kommt immer sehr sympathisch rueber.

Der Film floppte damals bei Publikum und Kritikern, mauserte sich aber recht schnell zum "Kult-Film", ueber 100 positive Bewertungen bei Amazon USA - wo der Film auch auf DVD erschien. In Deutschland war die Popluaritaet dann wohl doch zu gering, als ob damals MGM oder jetzt irgendein anderes Label es wagen wuerde, "Clifford" auf DVD zu bringen. Wer den Film also sehen will (10, 20 Leute gibts da hierzulande bestimmt), muss zur alten VHS greifen.


Die dicke Vera
Die dicke Vera
DVD ~ Bill Murray
Wird angeboten von Filmoase
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Sehr schwache Komoedie, 21. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Die dicke Vera (DVD)
Also, mitte der 90er, da hatte Bill Murray wirklich einen kleinen Durchhaenger, viele Nebenrollen in ganz guten Filmen und Hauptrollen in eher schwachen Filmen. "Die dicke Vera" (1996) ist einer davon.

Allein die Grundidee laesst schon nicht viel Spielraum fuer eine originelle Komoedie. Mann bekommt Elefanten vererbt. Gut, da denkt man, ja, schon komisch. Aber was soll man dann gross damit anfangen? Der Film tut sein bestes, beschrenkt das Tempo auf ein Minimum, gibt Murray in jeder Szene ewig Zeit, wirkt alles sehr gedehnt. Und Bill tut auch sein bestes. Wie so oft ist er einfach Bill Murray, und das ist schon ganz ok. Aber irgendwie will's nicht so richtig witzig werden - besonders wegen dem einfallslosen Drehbuch. Nach einer Weile nervt es nur noch. Auch der krampfhafte Versuch, zu beruehren, und den Beginn einer Love-Story einzufuehren, selbst wenn das absolut keinen Sinn macht - ja, das nervt auch irgendwie. Es funktioniert also nicht so recht als Komoedie, und auch das Road-Movie Feeling will sich nicht so recht einstellen, dafuer passiert einfach zu wenig. An den Darstellern liegts also sicher nicht, wie gesagt, Murray ist Murray (und das ist immer gut!), und Matthew McConaugheys Part ist auch ziemlich skurril - der gute Matthew war da noch ganz am Anfang seiner Karriere, lange, lange vor seinem entgueltigen Durchbruch in den letzten Jahren. Alle anderen Charaktere sind nicht weiter erwaehnenswert.

Der Film wurde damals von der Kritik zerissen, und floppte arg an den Kinokassen. "Die dicke Vera" ist heute vergessen. Ohne Bill Murray bliebe eine seichte Familienunterhaltung auf Fernsehfilm-Niveau. Ohne ihn waers fuer mich ein 2-Sterne Filme, der dritte ist der Murray-Bonus.


This is My Street [DVD] [UK Import]
This is My Street [DVD] [UK Import]
DVD ~ Ian Hendry
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 7,24

3.0 von 5 Sternen Ein Hauch von British New Wave, 20. April 2016
Rezension bezieht sich auf: This is My Street [DVD] [UK Import] (DVD)
"This is my street" ist ein englisches Drama von 1963, mit Ian Hendry, June Ritchie und einem ganz jungen John Hurt in einer Nebenrolle, Regie: Sidney Hayers.

Wusste nichts ueber den Film, achte meist nicht sonderlich auf Handlungen. Las nur das er von einer Nachbarschaft voll Menschen der Arbeiterklasse handelt, und in einer heruntergekommenen Strasse Englands spielt (diese Ueberbleibsel der Vorkiegsjahre, wo einige Kriegsruinen bis in die 70er stehenblieben). Na, und das in einem britischen Film der fruehen 60er, New Wave und so, da war ich doch ziemlich gespannt. Leider konnte der Film dann meine Erwartungen nicht erfuellen. Ja, es hat so'n bisschen das "Kitchen Sink" Feeling, die Charaktere wirken echt und glaubwuerdig, ebenso wie das Setting, aber die Story ist dann doch zu gewoehnlich. Zwei Frauen, eine ungluecklich verheiratet mit Kind, eine Single und Frei, Beide wollen das Leben geniessen. Dabei gehts ausschliesslich um Partnerschaften, Liebeleien und Affaeren. Das ist nicht schlecht, aber irgendwas fehlt, fuehlt sich bisschen so an wie diese alten Kurzgeschichten in irgendwelchen Zeitungen. Sachen, ueber die Mutter entsetzt ist, und Tochter neugierig aufgeregt verschlingt. Also: Dieser Kolportagekram, heute arg veraltet. Und da im Film keinerlei weitere Aspekte behandelt werden, bleibt dann nicht viel. Und die "Moral" zum Ende hin stoesst sehr bitter auf. Die 90 minuten kommen dir ein bisschen lang vor. Unterm Strich aber ganz interessant, wie offen hier Sexualitaet behandelt wird. schnoerkellos und relativ "echt". Die Darsteller sind ok, June Ritchie war kurz zuvor gar in "A kind of loving" zu sehen, aber so wirklich beeindrucken tut dann doch keiner. Ehrlich gesagt, es koennte auch ein ernster "Carry On" Film sein - ist ja auch vom selben Produzenten: Peter Rogers. Regisseur Hayers war spaeter hauptsaechlich im Fernsehen zuhause, zu seinen bekanntesten Spielfilmen gehoeren der 1960er Horrorfilm "Der rote Schatten" und, meiner Ansicht nach sein bester Film, "Wie ein Schrei im Wind" (1965).

In Deutschland wurde "This is my street" nie gezeigt. Diese englische DVD von Network bietet den Film in ausgezeichneter Bildqualitaet, mit dem Trailer als Bonus. Englisch ohne jegliche Untertitel.


Es wird immer wieder Tag [Special Collector's Edition] [2 DVDs]
Es wird immer wieder Tag [Special Collector's Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Claire Trevor
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Airport in den 50ern, 19. April 2016
Ja, kaum zu glauben, aber das war der erste Katastrophen-Film mit Flugzeug Setting ueberhaupt, und sein Einfluss auf die goldenen "Disaster-Movies" Tage (die 70er) ist offensichtlich. Aber, hier ist natuerlich noch vieles anders - weswegen Leonard Maltins Einfuehrung fast wie eine Warnung erscheint: Den Film nicht als Relikt sehen, daran denken, das in den 50ern mehr Wert auf Stories denn auf Effekte und Action gelegt wurde.

Denn besonders am Anfang hat man schon arg das Gefuehl, ein Relikt zu gucken. Das Einchecken der Passagiere, wie leicht und locker das damals als ging - das kann heute nur noch unfreiwillig komisch wirken. Auch die Stimmung an Bord, da sind schon die ganz alten Tage zu sehen. Aber gerade das gefaellt mir, so ein Blick in die Vergangenheit. Also, ein Relikt ist es schon irgendwie fuer mich - aber daran ist ja auch nichts falsch. Und ja, es gibt nicht viel Action, und auch daran ist nichts falsch. Es wird viel geredet, die Spannung haelt sich sehr lange in Grenzen, selbst als man sich auf eine Wasserlandung vorbereitet wurde ich nicht besonders aufgeregt. Aber dennoch schaute ich mir das ganze mit jeder Minute mehr gebannt an, irgendwie fesselt es schon. Hatte ich nach 'ner halben Stunde nicht geglaubt. Die Charaktere (abgesehen von der Crew) sagten mir nicht besonders zu, und die Rueckblenden auf das Leben einiger scheinbar wahllos herausgepickten Passagiere stoerten, rissen etwas aus der Stimmung, erscheinen mir unnoetig, haette man weglassen koennen. Ab und an dacht ich: Hm, das koennten lange 140 minuten werden. Aber nein, spaetestens ab der Mitte fand ich den Film wirklich gut und Erinnerungswuerdig, etwas, das man sich nochmal angucken kann. Das Ende...ok, DAS haette sogar laenger ausfallen koennen. Das geht mir dann alles bisschen zu schnell. ACHTUNG, SPOILER! Es wird nicht die Erleichterung der Passagiere gezeigt, die doch noch auf die Wasserlandung vorbereitet waren. Das letzte mal sieht man sie angsterfuellt, und dann, nun doch ganz normal gelandet, steigen alle einfach aus und gehen als sei nix passiert. Das waer doch etwas atmosphaerischer gegangen! Erscheint mir irgendwie wie in Eile, als wuerden sich die Macher denken: Komm, mach schnell, das Ding ist eh schon zu lang.

Aber, wie gesagt, trotz einiger Kritikpunkte ist der Film sehr sorgfaeltig gemacht und unterhaelt fast durchweg. Haette wenig von dem Werk gehoert, war ja mit den Jahren etwas in vergessenheit geraten, da der Film fast 20 Jahre als "verschollen" galt, was mich wundert. Wie kann ein Film, der bis 1985 im US-Fernsehen lief, ploetzlich verschollen sein? Oder sind da die Original-Filmelemente gemeint? Es heisst ja, das das TV-Material ziemlich schlecht war. Heute erleben wir den Film aufwendig restauriert - und da wurde wirklich tolle Arbeit geleistet. Sieht sehr gut aus. Allen Klassiker Fans und Katastrophen-Film Junkies zu empfehlen. John Wayne Fans haben ihn eh.


Pitfall (1948) [Blu-ray]
Pitfall (1948) [Blu-ray]

5.0 von 5 Sternen Zwischen Film Noir und Drama, 16. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Pitfall (1948) [Blu-ray] (Blu-ray)
"Pitfall" ist ein Film-Noir Drama von 1948, Regie: Andre de Toth,

Ja, klar, es ist auch ein Thriller. Aber ganz ehrlich gesagt, fuer mich haett auch ein Drama ohne Mord gereicht. Also, da ist dieser Typ (Dick Powell), gluecklich verheiratet, mit einem Sohn, der eine Klientin (Lizabeth Scott) trifft, beide sind voneinander angetan, und es kommt scheinbar zum "One night stand". Obwohl das damals nicht alles so deutlich gemacht werden konnte, merkt man schon, das Powell scheinbar MEHR nicht will. Da sind aber noch zwei andere Maenner im Leben dieser Frau, einen (Raymond Burr) will sie nicht, er will sie dafuer aber umso mehr. Er bedraengt sie, bedraengt Powell, was dazu fuehrt, das sich Powell und Scott weiter treffen muessen, auch nachdem sie 'rausgefunden hat, das er verheiratet ist (hatte er vergessen zu erwaehnen). Und dann ist da noch ein anderer, der im Gefaengnis sitzt...es kommt zu Gewalt. Also, das Ehebruchsdrama in der Geschichte packt mich mehr, ist sehr glaubwuerdig ruebergebracht. Powell spielt's in seinem ueblichen Stil, zynisch, ironisch und leicht verbittert. So ganz zufrieden mit seinem Leben scheint er nicht zu sein, aufgeben will er's aber auch nicht. Eine Situation, wie viele sie kennen (ich zum beispiel). Dann die Reaktion seiner Frau, als er ihr schliesslich die Wahrheit sagen muss, da die vielen Luegen nicht mehr tragbar sind. Das ist wirklich packend dargestellt! Und das Ende - ja, ich denke auch heute noch fuehren viele ihr Eheleben unter aehnlichen Umstaenden. Ach ja, und der Raymond Burr, seine Leistung ist unbedingt erwaehnenswert. Perfekt. (War eine seiner allersten Rollen).

Ich denk mal, wegen solch Thematik kam der Film in Deutschland nicht zur Auffuehrung. Auch wenn versucht wird, etwas Moral einzubauen, so war damals allein das Ansprechen eines solchen Themas unmoralisch). Kuerzlich erschien er in den USA auf Blu-Ray, restauriert. Hm, wie einige anderen Restaurationen (Kino Lorber) die das Label veroeffentlicht ist das aber nicht vom allerfeinsten. Da muss der Film frueher aber ganz, ganz schlimm ausgesehen haben. Da haett auch einfach eine DVD-Veroeffentlichung gereicht. Aber der Film selbst ist wirklich sehr gut und spannend, eine Empfehlung an alle, die aus dem Einheitsbrei herausstechende 40er/50er Jahre Filme suchen.


Geheimbund Hongkong /Terror der Tongs / The Terror Of The Tongs (EU Import) - (Englische Tonspur) (Keine Deutsche Sprache)
Geheimbund Hongkong /Terror der Tongs / The Terror Of The Tongs (EU Import) - (Englische Tonspur) (Keine Deutsche Sprache)
DVD ~ Christopher Lee
Wird angeboten von DVD STORE SPAIN
Preis: EUR 9,00

4.0 von 5 Sternen Eher unbekannter Hammer-Film, 15. April 2016
"Terror of the Tongs" ist einer der unbekannteren Filme aus den goldenen Jahren der britischen Hammer-Studios, inszeniert wurde der Grusel-Krimi 1961.

Gut, man merkt sofort, das man es mit einem Hammerfilm zu tun hat - ist ja auch die uebliche Crew hinter den Kulissen: Drehbuchautor Jimmy Sangster, Kameramann Arthur Grant, Musikkomponist James Bernard, Maskenbildner Roy Ashton (dessen harte Arbeit hier aber darin bestannt, nicht Monster und Vampire zu kreieren, sondern waschechte Briten und Franzosen in Chinesen zu verwandeln) und noch viele weitere. Und dann natuerlich Christopher Lee als Hauptdarsteller. Und die schoenen Eastmancolor Farben. Regie fuehrte leider nicht Terence Fisher, sondern der hauptsaechlich fuers Fernsehen arbeitende Anthony Bushell (sein einziges Werk fuer Hammer). Der Film ist kein Highlight von Hammer, sicher nicht. War ein Schnellschuss, in ein paar Wochen komplett im Studio 'runtergekurbelt. Die im Hong Kong des Jahres 1910 spielende Story (Englaender legt sich mit einem verbrecherischen Geheimbund an) folgt im Grossen dem kurz zu vor von Terence Fisher gedrehten Schwarzweiss Film "Stranglers of Bombay". Nur der Schauplatz wurde von Bombay nach Hong Kong verlegt, und nun wars in Farbe, und brutaler. Die Tongs schlagen Aexte in Herzen, hacken Finger ab, Foltern. Fuer 1961 war das schon recht drastisch, selbst wenn man kaum was sieht, Es geht eher um Spannung als um gute Charaktere - die sucht man hier naemlich vergebens. Ein Held, der so gut wie gar nicht um seine eben ermordete Tochter trauert, und ein Boesewicht (Lee), der meist nur labernd auf seinem Thron sitzt. Das meiste spielt in nur zwei, drei Zimmern, woran man erkennt, das der Film mit nur sehr geringem Budget zustande kam. Und dann natuerlich all diese "falschen Chinesen", Englaender mit komischem Make-Up - bei Lee siehts ja noch ganz gut aus, aber bei den Nebendarstellern - da ists einfach laecherlich. Highlight ist da aber Yvonne Monlaur (ihr zweiter Hammerfilm nach "Dracula und seine Braeute"), die eine Halb-Asiatin spielt, mit der schwarzen Peruecke und dem starken franzoesischem Akzent aber eher wie ein verkleidetes Revue-Girl im Nachtclub von Paris 'rueberkommt. Nicht das das schlecht ist, sie ist hier wirklich ein Hinkucker! Als echter Asiat ist noch kurz Burt Kwouk zu sehen, einer seiner ersten Filme - spaeter unvergessen als Inspektor Clouseau's Diener "Cato".

Auch wenn selbst viele Hammer-Films den Film nicht moegen, so muss ich doch sagen: SO schlecht ist er nun auch wieder nicht. Er atmet Hammer-Geist, und die Story ist kurzweilig und unterhaelt. 75 minuten vergehen wie im Fluge. Es gibt ihn in den USA in recht guter Qualitaet auf diversen "Film-Collection" DVDs, eine Einzelveroeffentlichung wuerde sich wohl kaum lohnen. Da der Film im Besitz von Sony ist wird der offiziell wohl nie in Europa erscheinen. Die lizensieren hier nichts, und wuerden auf eigene Faust so einen Film nicht 'rausbringen. Da muss der Hammer-Komplettist zum Import greifen, alle anderen brauchen vielleicht gar nicht zugreifen,


Man Who Turned To Stone / (B&W) [DVD] [Region 1] [NTSC] [US Import]
Man Who Turned To Stone / (B&W) [DVD] [Region 1] [NTSC] [US Import]
Wird angeboten von RAREWAVES USA
Preis: EUR 16,43

1.0 von 5 Sternen Langweiliger Mist, 14. April 2016
"The Man who turned to stone" ist ein US-Horror/SciFi Mix aus dem Jahre 1957, der in Deutschland nie gezeigt wurde.

Als ich sah, das der Film auf einer "Vier-Filme" Collection, die ich mir kuerzlich zulegte, mit drauf war, dachte ich sofort: "Hey, den hab ich doch schonmal gesehen, vor ueber 20 Jahren, eine alte Videokassette mit der Kopie einer Kopie einer Kopie (damals wars sehr schweran solche Filme 'ranzukommen). Das war doch dieses stinklangweilige Nichts von einem Film." Dann gestern machte ich ihn an - und ja, stimmt, das war der Film. Und auch 20 Jahre spaeter hat sich meine Meinung nicht veraendert. Billig-Schrott der langweiligsten Sorte. Und das ist fuer mich der Todesstoss bei B-Filmen. Sie koennen billig gemacht sein, gut! Aber sie sollten nicht langweilig sein. "The Man who turned to stone" handelt von einer Gruppe von Doktoren, denen es gelang, ihr Leben zu verlaengern indem sie die Energie anderer absaugen (oder so). Nun haben sie ein Maedcheninternat gegruendet, damit neue Energie immer vorraetig ist. Denn wenn's keinen neuen "Schuss" gibt - dann werden sie zu Stein...Klingt doch spassig, koennte man doch was 'draus machen! Leider wird sich hier auf einen einzigen Fall konzentiert (ein totes Maedchen), und unser "Held" geht wie ein Privatdetektiv vor. Wirkt dann weniger wie Horror oder SF, sondern eher wie'n komischer Krimi. Und obwohl nur 70 minuten lang zieht sich die minimale Story bis ins endlose - musste in der Mitte ab und an schnell vorlaufen, es wurde unertraeglich. Natuerlich ist auch alles furchtbar undlogisch und vorhersehbar - aber selbst das ist fuer mich bei solchen Filmen immer ok. Nur die quaelende Langeweile - die ist nicht ok.

Produziert wurde das ganze von Sam Katzman (ein in Deutschland unbekannter Produzent endlos vieler B-Filme), da hat der gute aber besseres auf Lager gehabt. "Stars" und Regisseur sind weitestgehend unbekannt, nicht erwaehnenswert. Wer den Film unbedingt sehen will: Den gibts auf der erwaehnten "Vier Horror Classics" Doppel-DVD in den USA, kostet nur gut 5, 6 Euro.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20