Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY
Profil für waxdaddy > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von waxdaddy
Top-Rezensenten Rang: 79.958
Hilfreiche Bewertungen: 415

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
waxdaddy (Köln)

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Es: Roman
Es: Roman
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Man sieht die Buchstaben, aber man weiß nicht, wie er es macht ..., 8. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Es: Roman (Taschenbuch)
Stephen King ist für mich ein Magier. Ich meine das nicht im übertragenen Sinne, sondern wortwörtlich. Jedes Mal, wenn ich ein Werk des Meisters aufschlage, denke ich: ist doch ganz simpel, was der da auf Papier bringt. Ein Satz nach dem anderen. Ein paar Charaktere, halbwegs interessante Kulissen. Das beherrschen doch andere Autoren sicher genauso gut, wenn nicht sogar besser, spannender, mit mehr Drive und Elan! Doch die Wahrheit ist: was King macht, kann kein anderer zeitgenössischer Schriftsteller.

Was ich meine, ist folgendes: während des Lesens von Stephen-King-Büchern denke ich oft, die Geschichte ist banal, die Charaktere recht eindimensional, nur um dann am Ende, wenn ich den jeweiligen Roman fertiggelesen habe, festzustellen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Stephen King erreicht stets eine Tiefe mit seinen Büchern, wie ich es von kaum einem anderen Schriftsteller kenne.

Bei "Es" war dieses Erlebnis bisher am heftigsten. Ich dachte beim Lesen, warum muss King diese oder jene Szene so in die Breite wälzen? Doch warum er das tut, versteht man erst hinterher, wenn man das Buch zuschlägt und noch Wochen später spürt, dass die Geschichte vom "Klub der Verlierer" in einem nachwirkt. Meist erinnere ich mich bei Büchern nach drei Tagen schon nicht mehr an die Charaktere oder den Handlungsverlauf. Bei King ist das anders. Noch Monate, nachdem ich "Es" gelesen habe, denke ich an Ben Hanscomb, an Richie Tozier und an Mike Hanlon. Und natürlich auch an den bösartigen Henry Bowers! Die Barrens hat King so atmosphärisch geschildert, dass ich noch immer weiß, wie es dort riecht und in welchem Winkel das Licht durch die Baumkronen fällt. Der Dammbau der Kinder, eine beim Lesen relativ unspektakuläre Handlung, sehe ich heute vor mir, als wäre ich selbst dabei gewesen, als hätte ich das selbst erlebt!

Ich bin mir sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der so empfindet. Dieses Buch arbeitet, wie ich den anderen Rezensionen hier entnehme, in vielen Lesern weiter. Warum das so ist, kann man literaturwissenschaftlich vermutlich nicht beantworten. Deswegen ist Stephen King für mich ein Magier. Und der vermutlich beste Schriftsteller unserer Zeit. "Es" gilt meiner Ansicht nach zu unrecht als Horrorroman. Es ist Abenteuer-, Märchen-, Bildungs-, Jugendroman in einem und noch vieles mehr. Ich kann mir gut vorstellen, dass in einigen Jahrzehnten "Es" als einer der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts gefeiert wird.


Wenn das Schlachten vorbei ist: Roman
Wenn das Schlachten vorbei ist: Roman
von T. C. Boyle
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen It's the Singer, not the Song, 20. März 2016
Ich bin ein langjähriger T.C. Boyle-Leser und habe mich gefragt, warum seine Bücher seit einigen Jahren immer schlechter werden.
Bis ich vor einigen Tagen herausgefunden habe, dass die Qualität erst nachgelassen hat, seit Werner Richter nicht mehr der Übersetzer ist.
Im Englischen schätzen die Leser sowohl die alten wie auch die neuen Boyle-Bücher. Es scheint im Deutschen also wirklich mit der Übersetzung zu tun zu haben. Man muss nur die alten Richter-Übersetzungen von "Grün ist die Hoffnung" oder "Wassermusik" mit den neuen Übersetzungen von Dirk van Gunsteren vergeichen - wie Tag und Nacht. Das nur als Hinweis für enttäuschte Boyle-Leser wie mich. Mein Heureka-Erlebnis war die Neuübersetzung von "Grün ist die Hoffnung", das mir in der bisherigen Übersetzung extrem gut gefallen hat. Die neue Übersetzung ist einfach nur träge, fad und uninspiriert, was auch die Geschichte an sich langweilig macht. Schade.


Grün ist die Hoffnung: Roman
Grün ist die Hoffnung: Roman
von T.C. Boyle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finger weg von dieser Übersetzung!, 20. März 2016
Gleich vorneweg: "Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle ist ein genialer Roman!
Doch was der Hanser-Verlag mit dieser Neuübersetzung abliefert, ist einfach nur eine Frechheit.
Die Erst-Übersetzung von Werner Richter war in einem schnodderigen Tonfall geschrieben, die dem Original gerecht wird.
In dieser Ausgabe hat man sich jedoch für schlimmstes Beamtendeutsch entschieden.

Ein Beispiel:
Erstübersetzung: "Ich hab immer alles hingeschmissen. Ich bin bei den Pfadfindern wieder raus, genau wie aus dem Kinderchor und dem Schulorchester. Hab meine Morgenzeitungstour hingeschmissen, der Kirche den Rücken gekehrt, mit dem Basketballtraining aufgehört."

Neuübersetzung: "Ich hab nie was zu Ende gebracht. Ich bin aus der Pfadfindergruppe, dem Chor und der Marschkapelle ausgetreten. Hab aufgehört, Zeitungen auszutragen und in die Kirche oder zum Basketballtraining zu gehen."

Am Ende des ersten Absatzes heißt es in der Richter-Übersetzung noch: "Und davon erzähl ich euch jetzt."
Daraus wurde nun: "Und davon will ich Ihnen jetzt erzählen."

Dieses Buch ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein Roman durch eine schlechte Übersetzung all das verliert, was ihn auszeichnet.
Unbedingt zur Erstübersetzung vom kongenialen Werner Richter greifen!


25
25
Preis: EUR 13,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Griff zur Nervensäge, 4. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: 25 (Audio CD)
Ich würde Adele gerne mögen, schaffe es aber nicht.
Die Songs sind an sich recht gut, tolles Arrangement, auch die Produktion finde ich nicht so übel wie viele hier.
Aber zwei Dinge nerven mich gewaltig:
1.) das Gekreische von Adele, wie im Refrain zu "Hello" oder auch in den höhen Lagen von "Water Under the Bridge". Scheint ihr Markenzeichen zu sein, aber Adeles Geschrei bewegt sich für mich in einer Frequenz, die mir das Blut aus den Ohren laufen lässt. Zu Schrill und nölend, stechend.
2.) Ihre Art, Wörter so zu singen, damit sie sich zwingend reimen. So schafft sie es im Refrain zu "Skyfall" etwa, die Wörter "tall" und "crumble" auf einem "ooohhhh" (Im Deutschen ein lang gezogenes "u") enden zu lassen.
Leider wird das mit Adele und mir nichts mehr. Dabei war ich doch so willig.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2016 5:11 PM CET


Sony MDR-1AB High Resolution Kopfhörer (40 mm High Definition-Treibereinheiten) schwarz
Sony MDR-1AB High Resolution Kopfhörer (40 mm High Definition-Treibereinheiten) schwarz
Preis: EUR 165,15

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin nicht audiophil und zufrieden, 25. März 2015
Sich auf die Suche nach einem neuen Kopfhörer zu begeben ist wahrlich kein einfaches Unterfangen. Mein alter AKG K-511, ein günstiger Allrounder den ich hauptsächlich an meinem MacBook verwendet habe, hat nach mehreren Jahren zwar technisch nicht den Geist aufgegeben, dafür wurde das Material porös und das Teil fiel einfach auseinander. Bei der Suche nach einem neuen KH wollte ich unbedingt eine klangliche Aufwertung, obwohl ich mit dem K-511 ganz zufrieden war.

Als nicht audiophiler Mensch fiel es mir nicht leicht, den für mich perfekten Kopfhörer zu finden. Aus zwei Gründen: weil ich mit dem Vokabular von Audiophilen nicht vertraut bin und weil es individuelle Hörgewohnheiten gibt, die man objektiv nicht vermitteln kann.

Mit dem Vokabular ist das so eine Sache: ich weiß zwar, was Höhen, Mitten und Tiefen sind, wie etwas klingt, wenn es räumlich klingt, oder wie sich Verzerrung/Overdrive anhört. Ich habe aber noch nie von einer "Bühne", einer "Badewanne", von "Impedanz" bzw. "nieder- und hochohmigen KHs" gehört. Und mein Drang, mich in die Materie reinzulesen, war begrenzt.

Ich habe mich auf Amazon und in HiFi-Foren ein bisschen schlau gemacht, habe gelesen, dass gute KH vor allem eine "neutrale" Widergabe leisten, dass sie nüchtern und linear klingen. Auf meinem iPhone nutze ich seit einiger Zeit schon die urbeats In-Ear-Kopfhörer, die, wie ich finde, einen für mich persönlich sehr guten Klang haben. Warm, mit gutem aber nicht übertriebenem Bass, wie man es den Beats immer nachsagt. Dass die Beats den Klang verfälschen, ist mir klar, ich mag es aber so.

Als ich dann gelesen habe, dass der Philips X2 Fidelio ein hochwertiger KH ist, mit etwas mehr Bass als die anderen üblichen Verdächtigen von Sennheiser und AKG, habe ich mir diesen zugelegt – und war nach dem ersten Probehören zuhause (im Laden klang er gut) angepisst. Er klang an meinem MacBook überhaupt nicht so wie im Laden, wo ich ihn an mein iPhone angeschlossen hatte. Null Bass. Mir ist klar, dass ein solch qualitativer KH an einer guten Anlage betrieben werden sollte. Wie auch immer. Ich habe mich nochmals schlau gemacht und bin schließlich nach langer Recherche beim Sony MDR-1A hängen geblieben.

Es war diesmal die richtige Wahl. Ein Top-Kopfhörer, der klar die Höhen, Mitten und Tiefen herausstreicht. Der Sony gilt schon als KH mit ausgeprägtem Bass, was ich nicht finde. So, wie beim Sony, sollte es sein. Man muss den Bass einfach hören, nicht brummend, nicht wabernd, auch nicht stechend, sondern klar und druckvoll. Und das bietet dieser KH, ohne, wie etwa die Beats, den Bass aufkosten der Höhen in den Vordergrund zu drücken.

Ich habe mit den Sony KH jetzt das neue Album von James Bay gehört, natürlich Brothers in Arms von den Dire Straits und zwei Alben von Alison Krauss & Union Station - alle Alben in Top-Sound. Ein relativ schlecht abgemischtes Album wie "The River" von Bruce Springsteen, hört man auf diesen KH sofort. Man merkt einfach, wie es der Künstler beabsichtigt hat. Der Boss wollte The River klingen lassen wie aus einem AM Transistor Radio. Das hört man mit diesen Kopfhörern. Gutes Material klingt phänomenal, schlechtes wird sofort enttarnt.

Ein tolles Gerät, das eine nicht-audiophile Natur wie mich absolut glücklich macht.


Kein Titel verfügbar

389 von 703 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht inkorrekt, nicht populistisch, nicht rechts. Einfach nur lächerlich, 7. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ja, ich habe das Buch gelesen.
Nein, ich fand es nicht gut.

Warum?

1. Weil zwischen notwendiger Islamkritik (siehe Hitchens, Abdel-Samad, Kelek u.a.) und Ressentiments (Pirincci) ein Unterschied besteht.
2. Weil Pirincci einfach mal so behauptet, 90 Prozent aller Frauen wollen nicht arbeiten gehen, sondern zu Hause bleiben. Nicht fein, das allen Frauen zu unterstellen. Pirincci macht sich nicht mal die Mühe, das mit irgendwelchen Zahlen zu blegen.
3. Weil der CSD (Christopher Street Day) eine Schwulenparade ist, und Pirincci sich nicht wundern braucht, wenn sich dort zwei Village People gegenseitig einen blasen. Das sind Randphänomene, die Pirincci zur Allgemeinheit stilisiert. Erstens praktizieren Heteros auf jeder drittklassigen Love Parade ebenso öffentlichen Sex. Und zweitens gibt es gegen sowas bereits einen Paragrafen, Stichwort: Öffentliche Ordnung, Erregung öffentlichen Ärgernisses.
4. Weil der inflationäre Gebrauch von Fäkalsprache und Kraftausdrücken weder lustig ist, noch zu tieferen Einsichten führt. Da will einer auf Bukowski machen und hat offensichtlich nicht verstanden, worum es Bukowski ging. Der musste nämlich sein halbes Leben schwerst malochen und hatte es mit Alkis, Prostituierten und Drogenabhängigen zu tun. Pirincci wohnt in einer Bonner Luxusvilla. Ich nehme ihm die künstliche Erregung nicht ab.
5. Pirincci sagt und nichts neues. Im Gegenteil. Er sagt, was sowieso jeder weiß. Aber das Buch wirkt, als hätte es jemand in den Fünfzigerjahren geschrieben, und jetzt erscheint es erst. Wer so wie Pirincci über Homosexuelle, Frauen und Zuwanderer spricht, kommt offensichtlich nicht mit dem modernen Leben klar.
6. Pirincci nimmt jede Verbalausdünstung eines linken, sozialdemokratischen oder grünen Politikers/Parteigängers, bläst sie auf und tut so, als ob eine Mehrheit in diesem Land das gut finden würde. Nein, die Mehrheit macht sich lustig über Gender Mainstreaming, verharmlost nicht den Islam und will Kinder nicht in der Schule eine andere Sexualität aufzwingen. Im Übrigen geht das gar nicht. Man kann die Sexualität eines Menschen nicht zwangsumdrehen.

Außerdem möchte ich noch ein paar Worte an die Leser/Jünger/Anhänger des Herrn Pirincci verlieren:

1. Warum machen Sie sich über jeden Nazivergleich lustig? Ijoma Mangold in der Zeit hat dieses Buch in die Nähe von "Mein Kampf" gerückt. Irgendwelche Spinner sagen, Pirincci wäre ein Hitler unserer Zeit. Das ist natürlich Schwachsinn. Und Sie regen sich zurecht über solche Unsinns-Vergleiche auf. Gleichzeitig haben Sie aber kein Problem, von den "grünroten Faschisten" zu sprechen. Was genauso grober Unfug ist. Entweder verurteilen Sie jeden Vergleich mit dem Reich, oder Sie verwenden ihn selbst - dann müssen Sie das aber auch Ihren Gegnern zugestehen.

2. Viele Leser des Herrn Pirincci, natürlich nicht alle, tummeln sich auf Seiten wie PI-News, die sich vorbehaltlos hinter Israel stellen und antisemitische Verschwörungstheorien zurecht entlarven. Andererseits sprechen Sie von einer "rotgrün versifften" beziehungswiese "rotgrün gesteuerten" Presse. Sie wissen schon, dass Sie damit das gleiche erzählen wie die Antisemiten, die von der "jüdischen Weltverschwörung" und jüdisch gesteuerten Presseerzeugnissen faseln, oder?

3. Warum teilen Sie Akif Pirinccis Kritik am Islam, der unter anderen Frauen und Homos unterdrückt, ergießen sich dann aber selbst nur in Vorurteilen und Klischeebildern über Frauen und Homos. Klar, es gibt einen Unterschied zwischen Saudi-Arabien und den Lesern von "Deutschland von Sinnen". Niemand will hier Homosexuelle an Baukränen aufknüpfen, auch Sie nicht. Aber das wollen die meisten Muslime, zumindest die ich kenne, auch nicht Stattdessen schwafeln sie unentwegt von den Frauen, die viel zu viele Recht genießen und den perversen Homos, die sich natürlich, wie Pirincci auch in seinem Buch beschreibt, allesamt nach Asien fahren, um sich dort von 14-jährigen Jungs einen lutschen zu lassen. Homos sind also auch alle pädophil, zumindest wenn es nach "Deutschland von Sinnen" geht.

Nein, in diesem Buch ist nichts konsistent. Hier werden sprichwörtlich Äpfel mit Birnen verglichen. Nichts passt zueinander. Deutschland von Sinnen beinhaltet einige Punkte, die in Deutschland im Argen liegen. Aber es ist schlecht geschrieben, schlecht argumentiert und unterstellt der Mehrheit der Deutschen, der Medien, der Politiker von Sinnen zu sein. Das ist ausgemachter Blödsinn. Es ist eine Minderheit, von der wir reden. Irre gibt es schließlich überall. Dieser Bodensatz an Sonderlingen gehört zu jeder funtionierenden Demokratie, die sich jeden Tag neu erfinden muss. Wenn Sie keine Irren wollen, gehen Sie nach Pjöngjang, denn dort sind alle auf Linie. Das Abnormale kommt dort, zumindest aus deren Sicht, nicht vor.
Kommentar Kommentare (182) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2016 10:31 PM CET


Music Is Better Than Words
Music Is Better Than Words
Preis: EUR 16,34

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nostalgie pur, 2. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Music Is Better Than Words (Audio CD)
Mit seiner Kollektion von alten Big-Band-Swing-Nummern und triefenden Schmachtfetzen hat "Family Guy"- Erfinder Seth Macfarlane ein sehr schönes Album aufgenommen.

Macfarlane, über den es heißt er besitze weder Handy noch Computer, bekennt sich offensiv zu seinem altmodischen Lebensstil.
"Music is better than words" ist daher auch völlig unironisch gemeint. Es ist keine Parodie alter Ratpack-Tage. Macfarlane huldigt und würdigt den alten Sängern und Croonern aufrichtig. Was den sonst schon sehr sympathischen Macfarlane noch sympathischer macht.

Ich höre das Album sehr gerne. Tolle Klangqualität, sauber abgemischt. MacFarlanes' Stimme ist wie für diese Musik geschaffen.
Empfehlung für alle, die mit Sinatra, Dean Martin und Ella Fitzgerald was anfangen können.


Hasenherz (Die Rabbit-Romane)
Hasenherz (Die Rabbit-Romane)
von John Updike
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überbewertet, willkürlich, langatmig!, 23. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Hasenherz (Die Rabbit-Romane) (Taschenbuch)
Nun, was soll ich sagen. Ich habe mich an meinen ersten Updike herangewagt, und das mit viel Vorfreude. Der Autor über den Marcel Reich-Ranicki, Daniel Kehlmann und fast der gesammte deutschsprachige und amerikanische Feuilleton Lobhymnen singen. Der Autor, dem Jahr um Jahr nicht der Literaturnobelpreis zuerkannt worden war und der schließlich im Januar diesen Jahres verstorben ist.

Ich kaufte mir also jenes Buch, welches Updikes Weltruhm begründet hat: Hasenherz oder im englischen Original: Rabbit, Run.

Der Inhalt ist schnell erzählt. Die Geschichte handelt von Harry Angstrom, aufgrund aüßerlicher Ähnlichkeiten auch Rabbit genannt. Dieser befindet sich gerade in seinen Mittzwanzigern und beschließt von einer Sekunde auf die andere, aus dem gewohnten Alltag auszubrechen. Er setzt sich in sein Auto und fährt, ohne Ziel, hinein in den amerikanischen Kontinent auf der Suche nach sich selbst und irgendwelchen ersehnten Abenteuern.

Leider gelingt es Updike aber weder einen einigermaßen gut durchdachten Spannungsbogen zu schaffen, noch interessiert ihn dabei seine Charaktere oder Sprache verständlich bzw. nachvollziehbar zu gestalten.

Für mich war es eine Qual, Hasenherz zu lesen. Mir erschließt sich die Absicht dieser Geschichte nicht. Es scheint eher so zu sein, als wolle Updike einer kleinen Zunft von Kritikern gefallen, als einer anspruchsvollen und willigen Leserschaft.

Leider erhärtet sich mein Verdacht, nobelpreiswürdige Literatur müsse unlesbar sein. Wie schade, da es doch so große Autoren wie Thomas Mann, Garcia-Marquez, Camus, Canetti allesamt mit anspruchsvoller, aber ebenso gutleserlicher Schreibe zum Nobelpreis gebracht haben.

Zwei Sterne für die teilweise gelungenen Dialoge.


Seite: 1