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Rezensionen verfasst von
Thriller-Freund "ruscot1" (Wien)

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Der Kontrakt des Spielers: Roman
Der Kontrakt des Spielers: Roman
von Carl-Johan Vallgren
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teuflisch gute Ausgangssituation - höllisch schwaches Ende, 28. Januar 2008
Josef Nikolaj Rubaschow verliert in der Silvesternacht 1899 in einem Pokerspiel mit dem Teufel seine Seele. Da in der Hölle kein Platz ist, wird Rubaschow zur Unsterblichkeit verurteilt...

Was im ersten Moment verlockend klingt, wird mit der Zeit schlimmer als jede Hölle. Rubaschow irrt durch die Schrecknisse des 20. Jahrhunderts: Ob in den Schützengräben im Ersten Weltkrieg, in Auschwitz, dem Todesstreifen zwischen Ost- und Westberlin oder der Erbarmungslosigkeit des Balkankriegs - Rubaschow ist immer dabei.

Vor allem die erste Hälfte des Romans weiß mit starken, beeindruckenden Szenen aufzuwarten (etwa dem russischen Roulette mit fünf Kugeln). Schließlich verfällt aber nicht nur die Hauptfigur zunehmend, sondern auch der gesamte Roman. Fiebert man am Anfang noch mit Rubaschow mit, distanziert man sich im Verlauf der Story immer mehr von der blutleeren Gestalt, der alles gleichgültig zu sein scheint.

Schade, "Der Kontrakt des Spielers" hätte viel Potenzial gehabt. Doch letztlich ist es am Ende auch dem Leser gleichgültig, wie die Geschichte nun ausgeht...


Kurier des Todes
Kurier des Todes
von Alex Berenson
  Taschenbuch

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielversprechendes Thriller-Debut, 28. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kurier des Todes (Taschenbuch)
Die Ausgangssituation ist spannend: Der CIA ist es gelungen, einen Maulwurf in die al-Qaida einzuschleusen. John Wells konnte zwar die Anschläge vom 11. September nicht verhindern, doch nun ist er die größte Waffe der CIA im Kampf gegen den Terrorismus. Allerdings glaubt die CIA nicht mehr an ihren Agenten...

Berenson ist mit seinem Thriller-Debut ein großer Wurf gelungen. Mit ein paar Schönheitsfehlern. Berenson weiß, worüber er schreibt: Sein Wissen über die US-Intelligence Community und die politische "Schlangengrube" in Washington sind gut ausrecherchiert. Die Charaktere für das Thriller-Genre ausreichend gut gezeichnet. Aber: Die Romanze zwischen Wells und der ihm vorgesetzten CIA-Analystin wirkt manchmal eher störend, ist aber wohl auf den US-Leser zugeschnitten. Auch bleiben Zweifel, ob es tatsächlich gelingen kann, einen nicht arabisch-stämmigen Informanten in die al-Qaida einzuschleusen: Der Autor hätte hier stärker argumentativ vorgehen können.

Alles in allem bleibt aber eine schnell zu lesende Story, die an manchen Stellen durchaus lehrreich ist. "Die letzte Mission" von Kyle Mills war aber noch einen Tick spannender und authentischer.


A Tie for Free
A Tie for Free
Preis: EUR 15,35

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisches Multitalent aus Österreich, 8. April 2006
Rezension bezieht sich auf: A Tie for Free (Audio CD)
Abseits des Hitparaden-Mainstreams gibt es also doch immer wieder etwas zu entdecken. Und siehe da, diesmal kommt das Talent aus Österreich. Das Debüt-Album "A Tie For Free" des Multi-Instrumentalisten Richard Kapp macht Lust auf mehr.
Richard Kapp fabriziert einen eigenwilligen Sound, der sehr melodisch und harmonieverliebt das Ohr des Zuhörers streichelt, gleichzeitig aber immer ungewöhnlich bleibt. Kapp scheut nicht vor sardonischen Untertönen zurück und wartet mit gesellschaftskritischen Texten (z.B. "Goodbye, Society!" und "Invisible") auf.
"A Tie For Free" ist ein Album, das man sich erarbeiten muss. Immer wieder entdeckt man Fragmente neu, die man zuvor nicht gehört hat.
Kapp bekam für sein Debüt-Album Unterstützung von in der Indie-Szene bekannten Leuten wie Woodstock Taylor, mit der er das Duett "The Things We Love" zum Besten gibt. Taylor hat bereits mit Größen wie Bassisten-Legende Jack Bruce oder Pete Brown von der legendären 70er-Jahre-Band "Cream" zusammengearbeitet. Ein Highlight des Albums ist auf alle Fälle der Song "Who Is Losing Sleep Over That?" für den der isländische Künstler Gis Johannsson in Landessprache den Vocal-Part übernahm. Und der renommierte Musiker und Produzent Peter Kearns aus Neuseeland spielte für mehrere Songs den Bass ein.
Fans von The Divine Comedy, Rufus Wainwright und Ben Folds werden jedenfalls auf ihre Rechnung kommen.
Anspieltipps: "Invisible", "No Lovesong" und "Watching The Sea".


Ein schnelles Angebot: Kriminalroman
Ein schnelles Angebot: Kriminalroman
von Tom Kristensen
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut gelungener Wirtschafts-Krimi aus Norwegen, 30. August 2005
Gekonnt beschreibt Autor Tom Kristensen wie sich der ehrgeizige Mads Hammer, gedemütigt nach Monaten der Arbeitslosigkeit, in seinem neuen Job bei einer Investmentgesellschaft verliert. Er arbeitet bis tief in die Nacht und vergisst immer mehr auf seine schwangere Frau. Anschaulich zeigt Kristensen, dass steile Karriere und erfülltes Familienleben nur schwer in Einklang zu bringen sind - nach der Lektüre hat man den Eindruck, dass es sich eher um eine "Entweder oder"-Entscheidung handelt.
Vor allem aber ist "Ein schnelles Angebot" ein gut zu lesender Kriminalroman, bei dem die Zutaten zwar nicht unbedingt neu sind - Investmentbanker kommt gigantischem Aktienschwindel auf die Schliche, bei dem er der Sündenbock sein soll -, die Zubereitung aber für kurzweiligen Lesegenuss sorgt.
Kristensens Roman endet nicht in einem öden, weil vorhersehbaren, Showdown á la Hollywood. Einziger Schwachpunkt: Mads Hammer ist manchmal doch ein wenig zu blauäugig - zu offensichtlich ist es, dass in der Firma etwas faul ist. Andererseits will man wohl nicht immer alles wahr haben, wenn man nach monatelanger Jobsuche gerade wieder dabei ist, Fuß zu fassen.


Entscheidung am Horn von Afrika: Roman
Entscheidung am Horn von Afrika: Roman
von Philip Caputo
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Apocalypse Now in Afrika, 30. August 2005
Der Journalist Charlie Gage wird vom US-Geheimdienst angeheuert und findet sich in einer Mission im tiefsten Afrika wieder, die sein Leben verändern wird. Was als scheinbar einfach Aufgabe beginnt - Waffen sollen an Rebellen geliefert werden - artet in ein unvorstellbares Desaster aus.
Gekonnt beschreibt Caputo, was eine Ausnahmesituation aus Menschen machen kann. Es ist dabei nicht immer leicht, sich von Caputo in die Tiefen der menschlichen Abgründe hinabziehen zu lassen. Was passiert mit Menschen, wenn man ihnen den Schutzmantel der Zivilisation wegnimmt und sie tun können, was sie wollen? Die Antwort, die der Autor gibt, ist beängstigend. Immer wieder stellt man sich beim Lesen die unangenehme Frage: Was würde ich in dieser Situation tun? Wie würde ich mich verhalten?
Caputo, der mit "Rumors of War" weltbekannt wurde, erweist sich in "Am Horn von Afrika" als Moralist, der sich auf die Suche nach dem Bösen im Menschen begibt. Manchmal fühlt man sich an den Alptraum in dem Film "Apocalypse Now" erinnert.
Ein wenig irreführend ist der Vermerk auf der Rückseite des Buches, dass es sich um einen "packenden Roman über die Verstrickung der Amerikaner in den islamischen Terrorismus" handelt.
Darum geht es zwar auch, aber wie der Autor im Nachwort (das eigentlich ein Vorwort sein sollte) erklärt, ging es ihm darum seine "persönliche Ansicht vom Wesen der Gewalt darzulegen und zu zeigen, was geschieht, wenn gewisse Menschen in eine Situation kommen, die ihnen die Freiheit gibt, die Grenzen akzeptablen menschlichen Verhaltens zu überschreiten."


Die letzte Mission: Roman
Die letzte Mission: Roman
von Kyle Mills
  Taschenbuch

40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur ein Thriller, 30. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Mission: Roman (Taschenbuch)
Salam al Fayed ist wohl der außergewöhnlichste Protagonist all jener US-Thriller, die nach dem 11. September 2001 verfasst wurden. Erstmals steht ein US-Amerikaner mit arabischen Wurzeln im Mittelpunkt des Geschehens. Und es wäre für den Autor nichts einfacher gewesen, als al Fayed, der von den US-Behörden im Stich gelassen wurde und nach Rache sinnt, nach bewährtem Strickmuster einfach als Bösen Amokläufer hinzustellen. Doch Kyle Mills mag es nicht, schwarz-weiß zu malen.
Er entwirft eine Geschichte, die spannender nicht sein könnte. Es geht um Freundschaft, Loyalität und Macht. Das alles vor dem Hintergrund der in Angst gehaltenen USA, wo die neu geschaffene Superbehörde "Homeland Security" eine schwer zu durchschauende Rolle spielt.
Dennoch kommt auch der Humor nicht zu kurz. Mit zynischen Bemerkungen und sarkastischen Seitenhieben würzt Mills den stets brodelnden Thriller, der sich von der Massenware der einschlägigen Spannungsliteratur deutlich abhebt.
Die Charaktere der handelnden Personen werden nicht nur schemenhaft skizziert, wie das im Genre oft üblich ist. Die Figuren, die Mills geschaffen hat, sind ihm offenbar ans Herz gewachsen und werden nicht nur als notwendige Platzfüller eingesetzt - das hebt ihn von der Konkurrenz ab. Hier zeigt ein großes Erzähltalent, was in ihm steckt.
Frederick Forsyth, David Baldacci, Henry Porter, Glenn Meade, Larry Collins, David Morrell, Vince Flynn und Großmeister Gerald Seymour (der leider nicht mehr in deutsch publiziert wird) haben starke Konkurrenz bekommen. Die Amerikaner würden sagen: "Watch your back!"


Tokio Killer: Thriller
Tokio Killer: Thriller
von Barry Eisler
  Taschenbuch

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als nur spannend, 7. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Tokio Killer: Thriller (Taschenbuch)
Barry Eisler hat mit John Rain eine Figur geschaffen, die es verdient, länger als nur einen Roman zu existieren. Mit Rain taucht der Leser in die für die meisten wohl unbekannte Welt Tokios ein. Eisler schafft eine dichte Atmosphäre, man kann sich vorstellen, wie es sein muss, mit Menschenmassen in der Tokioter U-Bahn vorangetrieben zu werden, oder in einem Jazz-Club abzuhängen.
John Rain ist kein klassischer Held - zum Glück. Rain hat seine eigenen Geister, die ihn ständig begleiten - die meisten davon sind auf seine Vietnam-Erfahrungen zurückzuführen. Aber es tun sich im Laufe der Geschichte auch Frage auf: Wie lebt jemand, der in den USA und Japan aufgewachsen ist, welche der beiden Welten ist seine Heimat bzw. gibt es überhaupt eine Heimat? "Tokio Killer" macht neugierig und ist mehr als bloß ein Thriller.
Aber "Tokio Killer" ist auch ein Thriller - und zwar ein guter. Vielleicht nicht der Page-Turner schlechthin, aber die Mixtur zwischen Spannung und einem gewissen Anspruch ist gut abgestimmt. Die Handlung wirkt authentisch, die Hauptfigur ist trotz seines blutigen Handwerks sympathisch. Lesevergnügen ist garantiert.


Eine Sekunde nur
Eine Sekunde nur
von John Burnham Schwartz
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Authentisch, 16. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Eine Sekunde nur (Taschenbuch)
"Eine Sekunde nur" reicht, um das Leben von Menschen komplett zu ändern. Dem Autor gelingt es, rasch vergessen zu lassen, wer Opfer und Täter sind - denn eigentlich sind alle Opfer. Die stärksten Szenen des Buches sind jene kleinen Momente des Alltags, die nach dem furchtbaren Tod des Jungen so unerträglich werden. Das Leben kann nach so einem Ereignis nicht einfach normal weitergehen - auch nicht für den schuldigen Unfalllenker, der selbst Vater eines minderjährigen Sohns ist.
Am eindringlichsten sind aber die letzten Seiten des Buches, als alles auf eine weitere Katastrophe zuzusteuern scheint. Burnham-Schwartz gelingt es, seine Geschichte überzeugend aufzulösen.


Der Angriff: Roman
Der Angriff: Roman
von Vince Flynn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da sehen Clancy und Ludlum alt aus, 26. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Angriff: Roman (Taschenbuch)
Vince Flynn schafft es, Mitch Rapp, den Super-Spezialisten, realistisch agieren zu lassen. Rapp ist kein neuer James Bond - vielmehr ist er ein gut ausgebildeter Agent, dessen Handlungen nicht die eines Superhelden sind, sondern jene eines Menschen aus Fleisch und Blut.
Natürlich kommt der Autor ohne die obligatorische, etwas kitschige "sie hatte so grüne Augen, wie er es noch nie gesehen hatte"-Szene sowie einige ein wenig patriotisch anmutende Momente nicht aus - aber "Der Angriff" unterscheidet sich von der gängigen US-Thrillerware. Die maßlos überschätzten Clancy und Ludlum können hier einmal sehen, wie man spannungsgeladene Romane noch schreiben kann.
Vince Flynn vermittelt vor allem einen guten Eindruck, wie jene politischen Prozesse ablaufen, (hier ist das bisher noch nicht auf deutsch erschienene "Term Limits", Flynns Debut, zu empfehlen) von denen man normalerweise nichts mitbekommt. Das Machtgefüge Washingtons mit all seinen Zwängen und Abhängigkeiten wird anschaulich dargestellt. Wer sich nicht nur mit Reilly-Action zufrieden gibt, ist bei Flynn jedenfalls gut aufgehoben.


Der Protektor: Roman
Der Protektor: Roman
von David Morrell
  Taschenbuch

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Morrell findet zu seinen Stärken zurück, 13. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Protektor: Roman (Taschenbuch)
Mit "Der Protektor" findet David Morrell nach seinem zwar sehr persönlichen, aber eher schwachen "der verschollene Bruder" wieder zu seinen Stärken zurück. Morrell erzählt die Geschichte des ehemaligen Elitesoldaten Cavanaugh und gewährt einen Einblick in die fesselnde Welt der Personenschützer und Sicherheitsfirmen. Für jede noch so knifflige Situation hat Cavanaugh die passende Lösung parat. Manchmal ist das ein wenig wie bei McGyver, nur verwendet Cavanaugh kein Schweizer-Messer, sondern ein "Emerson".
Morrell schließt mit "Der Protektor" an seine Vorgänger "Der Mann mit den 100 Namen", "Der Blick des Adlers" und "Das Porträt" an. In 540 Seiten verpackt er eine mitreißende Geschichte, die zwar manchmal ein wenig zu dick aufgetragen ist, aber eines immer vermag: zu unterhalten.
Für alle, die mal wieder Lust darauf haben, ein Buch so richtig zu verschlingen, ist "Der Protektor" also ideal. Für Leser, die es ein wenig realistischer und authentischer lieben, seien an dieser Stelle die Bücher von Andy McNab empfohlen.


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