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Stefan Knoll

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Bruder Kemal: Ein Kayankaya-Roman
Bruder Kemal: Ein Kayankaya-Roman
von Jakob Arjouni
  Gebundene Ausgabe

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 15. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kayankaya war mal die Frankfurter Reinkarnation des Continental OPs, genial übertragen in die 90er Jahre, zynisch, intelligent und unsentimental. Und was ist aus Old-Kayankaya jetzt geworden? Ein gefühliger Spießer mit einem sozialen Umfeld!

Hallo?

Hätte Sam Spade eine Beziehung begonnen? Der Continental OP sich mit dem Gedanken an Kinder beschäftigt? Hätte Hammett jemals eine Figur so abdriften lassen oder hätte er sie nicht vielleicht vorher in Würde bei einer Schießerei abkratzen lassen? Man sieht Kayankaya förmlich vor sich, wie er an seinem 50sten Geburtstag nach der zweiten Flasche Rotwein verschmitzt die alte AC/DC CD einlegt und sich denkt, Leute, was war ich doch mal für ein cooler Hund. Traurig ist das...

Ok, an der einen oder anderen Stelle blitzt noch Jakob Arjounis Fähigkeit durch, intelligente Konversationen mit überraschenden Wendungen zu schreiben, aber letztlich ist das zu wenig. Denn um beim Vergleich mit dem großen Vorbild zu bleiben: Dash Hammetts Stories waren grundsätzlich genial aufgebaut, es wurde ein Tableau bereitet und zum Schluss hat sich eins zum anderen gefügt und als Leser sind einem die Fetzen grad so um die Ohren geflogen. Wer die 106000 Dollar Blutgeld gelesen hat, der weiß es.

Beim aktuellen Kayankaya denkt man sich zu Schluss, ach so, aha, war's das jetzt?

Meine Empfehlung: die ersten vier Kayankayas sind echt gut, aber Finger weg von diesem hier. Dann lieber mal wieder zum Original greifen. Und falls es tatsächlich nochmal einen Nachfolger gibt, bitte ich den Verlag darum auf dem Klappentext zu vermerken, ob es vielleicht inzwischen auch noch ein Kind gibt, weil dann kann man auch gleich zu einem der zahlreich vorhandenen Schwedenkrimis greifen.


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