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Rezensionen verfasst von
Ulrike Hecker "Chinahand"
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Die verborgenen Talente der Blumen
Die verborgenen Talente der Blumen
von Ilka Schneider
  Broschiert
Preis: EUR 19,80

5.0 von 5 Sternen Ein Buch über starke Frauen in China, 18. September 2013
Der Umschlag zeigt eine zarte Tusche-Zeichnung, der poetische Titel ist in rot und schwarz aufgeteilt: Auf den ersten Blick ein künstlerisches Buch, dass man einer Bekannten zum Geburtstag schenkt und das sie sich nach einem ersten Durchblättern und Freude an den hübschen Tuschemalereien zur Seite legt und vergisst. Doch halt! Dieses so harmlos und einfach nur schön wirkende Buch hat es in sich! Ilka Schneider hat mit Sorgfalt Leben und Zeit acht chinesischer Frauen recherchiert. So liest man nicht nur vieles aus dem Leben dieser mehr oder minder bekannten Frauen sondern auch, warum die Frauen so geworden sind wie sie sind. Der geschichtliche und kulturelle Kontext wird nicht außer Acht gelassen.
Von Fu Hao zum Beispiel, einer Königin und Generalin der Shang-Zeit vor ca. 3.200 Jahren, gibt es nur spärliche Berichte, die sich auf Orakelknochen erhalten haben. Doch man hat ihr ungestörtes Grab gefunden. Ilka Schneider bringt diese beiden Quellen zusammen und so entsteht eine packende Geschichte einer ungewöhnlichen Frau und der Anfängen der chinesischen Kultur. Auch die weiteren Frauen, darunter die Kaiserin Wu Zetian, die Poetin Li Qingzhao und die Piratin Zheng Yi Sao, stehen für ungewöhnliche Frauen, deren spannende Lebensgeschichten kraftvoll geschildert werden. Dabei erfährt man viel über die Geschichte Chinas und vermeint, heutige Strukturen besser verstehen zu können. Geschmückt werden die Geschichten mit den eindrucksvollen Tuschezeichnungen der Autorin.
Facit: Empfehlenswert!


Im Jahr des Hasendrachen: Zwei weitere chinesische Jahre
Im Jahr des Hasendrachen: Zwei weitere chinesische Jahre
Preis: EUR 6,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen!, 30. Juli 2013
Es gibt kaum jemanden, der China so gut kennt und zu analysieren weiß, wie Christian Y. Schmidt. Jahrelang schrieb er von seinem Wohnort Peking aus seine beliebten, frechen, sarkastischen China-Kolumnen in der Berliner tageszeitung. Diese Texte hat er überarbeitet, erweitert und ergänzt in seinem Buch „Im Jahr des Hasendrachen“ zusammengestellt. Seine Texte ecken an bei Menschen, die meinen, schon alles über China zu wissen, weil sie brav die großen deutschen Zeitungen und Medien studieren. Christian Y. Schmidt stellt sich kritisch dem Mainstream entgegen, kritisiert Ai Weiwei, indem er ihn als „überschätzt“ darstellt. Er öffnet die Augen über ganz Alltägliches in China. Zum Beispiel über die oft belächelte Angewohnheit der Chinesen, im Schlafanzug auf die Straße zu gehen. Schließlich haben nun auch Louis Vuitton und Alberta Ferretti Schlafanzüge in ihrer Outdoor-Kollektion. Er greift Vorurteile und Reden von Dissidenten und Regime-Kritikern auf und macht dabei auf Fehler und Widersprüche aufmerksam. Selbst von sich überzeugte China-Kenner haben bei manchem Kapitel ein Aha-Erlebnis und sagen: „So habe ich das noch nie gesehen!“
Mein Fazit: Unbedingt lesen!


Ich bin jetzt in China - Ein Selbstversuch: Satirisches, Wissenswertes sowie humorvolle Essays und Geschichten über die Kultur aus dem Reich der Mitte mit Tipps und Ratschlägen zum Schmunzeln
Ich bin jetzt in China - Ein Selbstversuch: Satirisches, Wissenswertes sowie humorvolle Essays und Geschichten über die Kultur aus dem Reich der Mitte mit Tipps und Ratschlägen zum Schmunzeln
von Martin Brandes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist zwar amüüsant zu lesen - doch von welchem Land schreibt der Autor?, 15. November 2012
Selbst als ich vor 25 Jahren zum ersten Mal nach China reiste, als Individualreisende mit Rucksack, habe ich so etwas nicht erlebt. Damals war die Politik noch nicht so fortgeschritten wie heute und der Kontakt zu Chinesen gestaltete sich schwierig. Trotzdem bin ich überwiegend auf freundliche und hilfsbereite Menschen gestoßen. Je öfter und länger ich in China unterwegs war, desto mehr faszinierte mich das Land und seine Menschen. Mit Hygiene in den einfachen Hotels und Gasthäusern ist es sicherlich problematisch. Doch auch da konnte ich eine deutliche Entwicklung in den letzten Jahren erleben. Da muss man sich nun entscheiden: will ich Komfort und alles gut, dann darf ich nicht in den billigsten Kaschemmen am Ort absteigen. Mit dem ultimativ niedrigsten Budget zu reisen, wird einen auch in Europa in Häuser mit zweifelhafter Hygiene und mangelnder Freundlichkeit des Personals führen.
Ich habe sicherlich wenig Geld auf meinen Reisen ausgegeben. Doch mit Freundlichkeit und einem Lächeln erreicht man auch bei dem unfreundlichsten Hotelpersonal, dass es freundlich tut, was kann. Wenn die Leute kein Englisch verstehen, dann ist das eben manchmal nicht genau das, was man möchte. Erholungssuchende sind nicht die Zielgruppe der einfachen Pensionen in China.
Wer einen Eindruck von dem Buch bekommen möchte, erhält in der Welt am Sonntag einen Eindruck vom Stil des Autoren. Man sollte das Buch allenfalls als komische Reisebeschreibung lesen und es auf keinen Fall ernst nehmen. Herr Brandes war in einem China, das ich trotz all meiner 25jährigen Reiserfahrung in den abgelegendsten Gegenden nie kennen gelernt habe.


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