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Rezensionen verfasst von
Abacus "Frank" (Bodenseekreis)
(TOP 100 REZENSENT)   

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Canon EVF-DC1 externer Aufstecksucher schwarz
Canon EVF-DC1 externer Aufstecksucher schwarz
Preis: EUR 214,95

56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Technisch hervorragender Sucher. Handhabung leider umständlich, sehr teuer, 1. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich die elektronischen Sucher meiner Sonys (NEX-6, Alpha 6000) und Fuji (X30) als hilfreich zu schätzen gelernt habe, habe ich nun zu meiner kürzlich gekauften Canon G1 X Mark II ebenfalls den elektronischen Aufstecksucher erworben (zumal ich meine EOS M-Ausrüstung irgendwann um einen M3-Body, mit dem der Sucher ja ebenfalls verwendbar ist, ergänzen will), zum mittlerweile auf immerhin rund 230 Euro gesunkenen "Straßenpreis".

Technisch gesehen gibt es kaum etwas zu meckern:
(++) Das Sucherbild ist hell, farbtreu und größer als bei den genannten Sony- und Fuji-Kameras.
(+) Auch für Brillenträger (ich schaue mit Brille rein, da meine Fehlsichtigkeit so groß ist, dass sie außerhalb des Korrekturbereichs der Dioptrieneinstellung liegt) ist es kein Problem, das gesamte Sucherbild zu überblicken. Das Hartgummi des Okulars ist "glasfreundlich", so dass man keine Angst haben muss, sich die Brillengläser zu verkratzen.
(+) Die Automatik zum Umschalten zwischen Sucher und Display arbeitet zuverlässig und für meinen Geschmack schnell genug.
(+-) Bei sehr geringem Licht gibt es zwar deutliche Nachzieheffekte und recht heftiges Rauschen, was mir bei den Konkurrenten so stark bisher nicht aufgefallen ist, aber ich kann gut damit leben.

Bei der Handhabung überwiegen eher Nachteile:
(++) Die Winkel-Verstellbarkeit ist ein klarer Vorteil gegenüber eingebauten Suchern.
(++) In der 0°-Stellung hat man einigen Abstand zum Display, so dass man nicht mit der Nase daran klebt und es verschmiert.
(-) Es ist naturgemäß nicht möglich, gleichzeitig den Sucher und einen externen Blitz zu benutzen (den internen Blitz verdeckt der Sucher aber zum Glück nicht, d.h. dieser bleibt einsatzbereit).
(-) Das Ab- und Wiedereinschalten der Automatik ist nur übers Menü möglich. Rein intuitiv hätte ich erwartet, dass man die Modi über die seitliche Taste des Suchers durchschalten könnte (Auto -> EVF -> LCD -> Auto ...), aber so ist es leider nicht implementiert.
(--) Wenn ich mit der Kamera schnappschussmäßig unterwegs bin, muss ich mich entscheiden: Entweder Sucher aufstecken und drauflassen, oder gleich ganz weglassen. Ständiges Auf- und Abstecken inkl. der Schutzkappen ist jedenfalls zu viel Gewusel, und so manche Gelegenheit wäre vorbei, bevor ich fertig bin. Lasse ich den Sucher nun ständig drauf, stört er aber schnell beim Transport, sei es am Kamerariemen (schnell bleibt er an der Kleidung hängen) oder in der Kameratasche (die in der Regel ja so kompakt wie möglich gewählt wird und daher meist nicht groß genug ist, um die Kamera mit aufgesetztem Sucher zu beherbergen).
Der Sucher wird also wohl kaum bei der "Nebenbei"-Fotografie, sondern eher dann zum Einsatz kommen, wenn man gerade bewusst ein Motiv "komponiert" und sich dafür Zeit und Muße nimmt. Das ist schon eine Einschränkung der Praxistauglichkeit gegenüber eingebauten Suchern.

So weit, so gut. Eigentlich ein 5-Sterne-Produkt, denn wie gesagt, aus technischer Sicht haben wir hier ein Spitzenprodukt vor uns, und ob die systembedingten Nachteile bei der Handhabung eine zu große Einschränkung der Praxistauglichkeit darstellen, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich sehe es aber als gerechtfertigt an, einen Stern für den hohen Preis abzuziehen.
Ein eingebauter EVF dürfte heutzutage den Kamerapreis um kaum mehr als 100 Euro erhöhen. (Wenn man z.B. eine Sony Alpha 6000 mit ihrem "kleinen Bruder" Alpa 5100 (die sucherlos und "langsamer", ansonsten weitgehend identisch ist) vergleicht, liegt der Preisunterschied der Bodys bei rund 150 Euro. Großzügig gerechnet sind dabei etwa 100 Euro dem Sucher geschuldet, der Rest der höheren Geschwindigkeit und dem einen oder anderen, der A6000 vorbehaltenen, Feature.) Ein entsprechendes Zubehörteil dann für eine dreimal so hohe UVP anzubieten ist schlicht eine Unverschämtheit. Leider kein Einzelfall, Canon hat bei den Zubehörpreisen schon länger jedes Augenmaß verloren (man vergleiche nur die Preise des Original-Zubehörs für die G1 X Mark II mit den - i.d.R. qualitativ gleichwertigen - Nachbauten, da reden wir von Faktor 3-4).
Ich denke, eine UVP zwischen 150 und 200 Euro wäre angemessener, was auf einen Straßenpreis von vielleicht 130 bis 160 Euro hinausliefe, worüber sich wohl kaum mehr jemand beschweren würde.
Beim Sucher habe ich diese Abzocke nun zähneknirschend mitgemacht, da es keine Alternative gibt, ich die Kamera und weiteres Zubehör schon vergleichsweise günstig erwerben konnte und die Mehrausgabe für solch ein langlebiges Produkt auch bald wieder vergessen ist, aber ein unterschwelliger Ärger über Canons Preispolitik schwingt da trotzdem mit.

Danke, dass Sie bis hierhin durchgehalten haben. Ich hoffe, meine Rezension ist Ihnen bei Ihrer Entscheidung hilfreich. Wenn ja, freue ich mich über einen Klick auf den Ja-Button.


JJC RN-DC58E - Adapter für Filter und Vorsätze für die Canon PowerShot G1 X Mark II FC-DC58E
JJC RN-DC58E - Adapter für Filter und Vorsätze für die Canon PowerShot G1 X Mark II FC-DC58E
Preis: EUR 12,47

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Highlight, aber nicht schlechter als das 4x so teure Canon-Original. Geht daher in Ordnung ..., 19. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Filter-Adapter für die Canon G1 X Mark II. Ich benutze ihn hauptsächlich mit dem Canon 500D-Achromaten für Makrofotografie.

So richtig toll ist dieser Adapter zwar nicht: Filter lassen sich mit etwas Fingerspitzengefühl sauber eindrehen, aber mit dem Anziehen sollte man es nicht übertreiben, sonst bekommt man Adapter und Filter kaum mehr auseinander. Tipp: Umso weniger seitlichen Druck man ausübt, desto leichter geht es.

Was die Kameraseite betrifft: Ich habe ich es noch nicht geschafft, den Adapter bajonettmäßig einrasten zu lassen (ich stelle mir das ähnlich vor wie bei der Streulichtblende - die bei mir übrigens auch ein China-Nachbau ist und perfekt passt: eine Viertelumdrehung und sitzt). Entweder muss man so viel Kraft aufwenden, dass ich mich das einfach aus Angst, den Objektivtubus zu beschädigen, nicht traue, oder ich habe die falsche Technik, oder der Adapter ist zu ungenau gearbeitet. Ich beschränke mich jedenfalls darauf, den Adapter einfach nur gerade aufzusetzen, ohne ihn auf dem Bajonett zu drehen. Dann hält er (trotz der schweren Nahlinse) ausreichend gut, so lange man mit der Kamera hantiert (auch wenn man die Kamera Richtung Boden hält), allerdings sollte man die Kamera so nicht am Schultergurt o.ä. tragen, denn dann verliert man die Adapter-Filter-Kombination garantiert irgendwann.

Nicht ideal, aber zumindest benutzbar, und ein Trost ist, dass man sich wenigstens nicht über einen total überzogenen Preis ärgern muss. Das Canon-Original (siehe "Canon 9554B001 FA-DC 58 E Filteradapter") ist offensichtlich kaum besser (ebenfalls nur aus Kunststoff), dafür aber Faktor 4 teurer! Angesichts dessen gehen vier Sterne aus meiner Sicht in Ordnung.

Sollte jemand mal einen passenden Adapter für die G1 X Mark II in Metallausführung finden (für die G1 X gab es jedenfalls Metallausführungen von Fremdherstellern, die besser zu handhaben waren), wäre ich für einen entsprechenden Hinweis dankbar.


BestOfferBuy LH-DC80 Blatt Gegenlichtblende Streulichtblende für Canon Powershot G1X Mark II
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Wird angeboten von Augustus_Caesar
Preis: EUR 7,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Canon-Qualität zu einem Viertel des Canon-Preises, 13. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn man bedenkt, dass Canon für die Original-Streulichtblende LH-DC80 für die G1 X Mark II satte 30 Euro aufruft und dieser Nachbau hier für weniger als 8 Euro inkl. Versand aus Hong Kong angeboten wird, kann man ermessen, wie viel Canon an diesem Zubehör verdient und wie viel es in der Produktion tatsächlich kosten mag. Leider kein Einzelfall, denn auch die Original-Akkus NB-12L für die G1 X Mark II sind mit derzeit immer noch 70 Euro unverschämt teuer (aber zum Glück gibt es auch hier inzwischen gleichwertige Alternativen für unter 30 Euro). Obwohl ich seit mehr als 30 Jahren ein Canon-Anhänger bin und schon viele Canon-Kameras besaß (und z.T. immer noch besitze), kann ich dieses Geschäftsgebaren inzwischen nur noch als frech und ignorant bezeichnen.

Zum Glück gibt es die Fremdhersteller, und mit dieser Streulichtblende hier macht man mal gar nichts falsch. Material und Qualitätsanmutung sind absolut identisch mit der Original-Blende (wie gesagt, die originale LH-DC80 besitze ich zwar nicht, dafür aber die originale LH-DC70 für die G1 X Mark I, kann also schon vergleichen). Die Blende lässt sich butterweich und leichtgängig auf den Objektiv-Tubus aufsetzen, ist also sehr exakt verarbeitet. Ich sehe (außer bei der Beschriftung) wirklich keinen Unterschied zum Original.

Einziger Nachteil: Der Versand dauert etwas, in meinem Fall etwas weniger als drei Wochen (bestellt am 24.04., geliefert per Brief am 12.05.). Mit dem Zoll hat man nichts zu tun, der fällt bei diesem geringen Warenwert grundsätzlich nicht an.

Von meiner Seite gibt es daher eine uneingeschränkte Empfehlung und 5 Sterne.


NVC LED Leuchte A60G E27 9W 3000K 360 Grad
NVC LED Leuchte A60G E27 9W 3000K 360 Grad

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hell, rundum strahlend mit schöner Lichtfarbe, 12. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: NVC LED Leuchte A60G E27 9W 3000K 360 Grad
Dies ist die erste E27-Leuchte, die es wirklich in allen Belangen mit konventionellen "Birnen" aufnehmen kann. Sie strahlt hell (der Vergleich mit einer 70-80W starken konventionellen Leuchte kommt nach meiner Meinung recht gut hin), und der Leuchtwinkel von 360° ist fast ein Alleinstellungsmerkmal, was man bei LED-Lampen bisher nur ganz selten findet.

Dabei ist vor allem der Glaskolben klein genug, dass die Leuchte völlig problemlos in die Ovallampen, die man üblicherweise im Keller hat, passen. Da habe ich mit anderen Leuchten, deren Kolben einfach zu groß waren oder die nur "so gerade eben" passten, schon schlechtere Erfahrungen gemacht.

Ich betreibe diese Leuchte probeweise seit einigen Wochen in einem Kellerraum, die 3000K- ("warmweiße") Variante ist hinsichtlich ihrer Lichtfarbe aber auch für Wohnräume nicht zu "kalt" und daher unkritisch (insbesondere wenn sie eh in eine Schirmlampe o.ä. eingebaut wird). Für den Keller oder die Außenbeleuchtung käme auch die 4000K-Variante in Frage. Ich werde jedenfalls definitiv auch meine anderen Kellerräume noch mit den E27-Leuchten von NVC umrüsten (in Wohnräumen habe ich keine E27-Fassungen, sonst würde ich auch dort zu der "warmweißen" Variante greifen).

Diese Leuchte ist zwar nicht die billigste, aber es gibt sie auch im Zweierpack, mit dem man schon ca. 10% spart, und manchmal ist auch entweder das Einer- oder Zweierpack bei Amazon im Blitzangebot. Einfach mal Ausschau halten. :-)


NVC LED Leuchte A60G E27 9W 3000K 360 Grad 2er Pack
NVC LED Leuchte A60G E27 9W 3000K 360 Grad 2er Pack

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hell, rundum strahlend mit schöner Lichtfarbe, 12. Mai 2015
Dies ist die erste E27-Leuchte, die es wirklich in allen Belangen mit konventionellen "Birnen" aufnehmen kann. Sie strahlt hell (der Vergleich mit einer 70-80W starken konventionellen Leuchte kommt nach meiner Meinung recht gut hin), und der Leuchtwinkel von 360° ist fast ein Alleinstellungsmerkmal, was man bei LED-Lampen bisher nur ganz selten findet.

Dabei ist vor allem der Glaskolben klein genug, dass die Leuchte völlig problemlos in die Ovallampen, die man üblicherweise im Keller hat, passen. Da habe ich mit anderen Leuchten, deren Kolben einfach zu groß waren oder die nur "so gerade eben" passten, schon schlechtere Erfahrungen gemacht.

Ich betreibe diese Leuchte probeweise seit einigen Wochen in einem Kellerraum, die 3000K- ("warmweiße") Variante ist hinsichtlich ihrer Lichtfarbe aber auch für Wohnräume nicht zu "kalt" und daher unkritisch (insbesondere wenn sie eh in eine Schirmlampe o.ä. eingebaut wird). Für den Keller oder die Außenbeleuchtung käme auch die 4000K-Variante in Frage. Ich werde jedenfalls definitiv auch meine anderen Kellerräume noch mit den E27-Leuchten von NVC umrüsten (in Wohnräumen habe ich keine E27-Fassungen, sonst würde ich auch dort zu der "warmweißen" Variante greifen).

Diese Leuchte ist zwar nicht die billigste, aber es gibt sie auch im Zweierpack, mit dem man schon ca. 10% spart, und manchmal ist auch entweder das Einer- oder Zweierpack bei Amazon im Blitzangebot. Einfach mal Ausschau halten. :-)


Canon PowerShot G1X Mark II Digitalkamera (12,8 Megapixel, 5-fach optischer Zoom, 1:2-3,9, 24-mm Weitwinkel, Full-HD, CMOS Sensor) schwarz
Canon PowerShot G1X Mark II Digitalkamera (12,8 Megapixel, 5-fach optischer Zoom, 1:2-3,9, 24-mm Weitwinkel, Full-HD, CMOS Sensor) schwarz
Preis: EUR 569,95

82 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Kamera für Anspruchsvolle - Vergleich mit der G1 X Mark I und anderen Kompakten, 4. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Und nochmal eine Kamera-Rezension von mir, in kurzem Abstand zu meinem Review der Fuji X30. Ein Amazon-Blitzangebot hat mich kürzlich veranlasst, auch meine G1 X (Mark I) auf die Mark II upzugraden. Die Gelegenheit war günstig, zumal seit kurzem auch das "Zweitakku-Problem" (die G1 X Mark II liess sich bislang nur mit Original-Akkus betreiben, die Canon zu einem unverschämten Preis verkauft und zeitweise über Wochen gar nicht liefern konnte) gelöst ist und günstige Drittanbieter-Akkus verfügbar sind (s.a. meine Rezension zum NB-12L-Akku von Patona). Sonst hätte ich mich der G1 X Mark II wohl weiterhin verweigert, denn der Preisvorteil des Blitzangebots wäre dann beim Kauf eines (Original-) Zweitakkus schon fast wieder verpufft. Auch anderes Zubehör, wie Streulichtblende und Adapterring für 58 mm-Filter (natürlich passt das objektivseitige Zubehör der Mark I nicht an die Mark II, da sich die Optik ja geändert hat), für die Canon ebenfalls unverschämt hohe Preise von knapp 30 bzw. 50 Euro aufruft, sind mittlerweile von Fremdherstellern in guter Qualität für Bruchteile dieser Preise erhältlich.

Schon die Mark I machte Aufnahmen von exzellenter Qualität, auch bei wenig Licht. Allerdings hatte sie auch ein paar Schwächen (s.a. meine Rezension der Mark I; ich spreche von der Mark I in der Vergangenheit, auch wenn sie nach wie vor neu erhältlich ist und insbesondere ein gutes Gebrauchtexemplar für manchen Anwender eine gute Wahl sein kann):
- Autofokus: Präzise, aber sehr gemächlich, von Schnappschuss-Tauglichkeit konnte keine Rede sein.
- Brennweite: Praxisgerechte 28-112 mm (auf KB umgerechnet), aber mehr Weitwinkel hat man hier und da schon mal vermisst.
- Makro-Modus: War ein Witz. Schon für Porträts benötigte man ihn, "echte" Makro-Aufnahmen waren ohne weitere Hilfsmittel (Nahlinse o.ä.) gar nicht möglich.
- Lichtstärke: Durchaus okay, aber im Vergleich zu anderen aktuellen Kompakten mit 1/2.8 bis 4.9 relativ lichtschwach.
- Einschaltzeit: Ebenfalls überaus gemächlich.
- Objektivdeckel: Kein automatisch schließender Lamellenschutz, sondern ein ganz normaler Objektivdeckel. Gut, man kennt das zwar von der DSLR oder DSLM, aber da lasse ich den Deckel in einer Aufnahmepause meist ganz ab, da durch Streulichtblende und Filter genügend Schutz für das Objektiv gegeben ist. Bei der G1 X Mark I war das etwas schwieriger, denn selbst Spezial-Filter vignettierten am kurzen Ende gern und waren daher als "Immerdrauf"-Objektivschutz ungeeignet. Immerhin gab es mit dem Spezial-Objektivdeckel von JJC zwar eine brauchbare Lösung für dieses Ärgernis, aber die "optische Ästhetik" der Kamera litt darunter ein bisschen, da dieser JJC-Deckel aus etwas "billig" aussehendem Plastik bestand.

Die Mark I war also durchaus eine sehr gute und Low Light-taugliche, aber doch etwas ambivalente Kamera, da sie leider nicht für alle Gelegenheiten geeignet war. Perfekt für alle, die sich mit ausreichend Geduld hauptsächlich statischen Motiven widmen, weniger geeignet für Sport-, Kinder-, Tier-, Familienfeier-Fotografie und alles was sonst noch spontane Reaktionen und entsprechende Geschwindigkeit erfordert.

Was macht die Mark II besser?

- Autofokus: Ebenfalls präzise, aber deutlich schneller als bei der Mark I (auch bei schlechten Lichtverhältnissen), so dass die Mark II nun auch als schnappschuss-tauglich durchgeht. Einzig irritierend: Wenn man mal zu nah am Objekt war oder das Objekt zu wenig Kontrast bot und man das gelbe Quadrat gezeigt bekommt (d.h. AF nicht möglich), "fängt" sich die Kamera manchmal nicht mehr und zeigt hartnäckig das gelbe Quadrat, obwohl Abstand und Kontrast inzwischen wieder passen sollten. Es hilft Aus- und wieder Einschalten oder auch nur ein Fokusmodus-Wechsel (z.B. von "Normal" auf "Makro" und wieder zurück). Dieser gelegentliche Effekt trat auch schon bei der Mark I auf.
Insgesamt arbeitet der Autofokus nun durchaus zufriedenstellend (speziell für einen rein kontrastbasierten AF geht die Geschwindigkeit der Mark II absolut in Ordnung), aber irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass Canon in dieser Disziplin hinter andere Hersteller zurückgefallen ist (s.a. das AF-Desaster mit der EOS M). Andere Kompakte wie die Fuji X30 sind mit ihrem Hybrid-AF noch deutlich schneller (dabei ebenfalls präzise und auch bei wenig Licht noch funktionsfähig). Liebe Canon-Ingenieure, am Autofokus werdet ihr weiter arbeiten müssen.

- Brennweite: Mit 24-120 mm sehr gut. Die 8 mm mehr am langen Ende fallen zwar nicht wirklich ins Gewicht, aber die Startbrennweite von 24 statt 28 mm macht schon einen erheblichen Unterschied.

- Makro-Modus: Endlich praxisgerecht. Für Porträts braucht man den Makro-Modus nun nicht mehr, und auch echte Makro-Aufnahmen von größeren Blumen oder Insekten kann man nun auch ohne Nahlinse oder ähnliches Zusatz-Equipment machen. Für kleinere Objekte langen die "Bordmittel" nicht, aber da ist auch keine mir bekannte Kompakte besser.
Wer häufiger Makros machen will, für den lohnt sich die Anschaffung des 58 mm Filter-Adapters (aber Achtung, auch hier langt Canon mit unglaublichen 50 Euro mächtig zu, gleichwertige Adapter von Fremdherstellern sind hingegen schon für unter 15 Euro erhätlich) und eines guten Achromaten (z.B. von Marumi, um die 60 Euro) in 58 mm-Ausführung. Den Filter-Adapter habe ich mit einem Canon 500D-Achromaten inzwischen selbst eingesetzt und bin von der Qualität, die einer DSLR mit gutem Makro-Objektiv quasi nicht nachsteht, absolut begeistert! Man kommt ordentlich nah ran ans Motiv, kann den AF benutzen, und der Clou: Zumindest bei längeren Brennweiten bleibt der Abstand zum Motiv groß genug, dass man sogar den internen Blitz als Beleuchtungsquelle einsetzen kann (es gibt keine Abschattung durch den Objektivtubus!). So sind selbst bei schlechten Lichtverhältnissen kleine Blenden (wegen der Schärfentiefe) und kurze Belichtungszeiten (1/1000s und weniger, um Verwackeln bei Freihandaufnahmen oder Wind zu vermeiden) möglich. Ich hätte nicht gedacht, dass sich die G1 X Mark II als so gutes Makro-Werkzeug erweist.

- Lichtstärke: Mit 1/2.0 bis 3.9 auf den ersten Blick deutlich besser als die Mark I. Kleiner Wermutstropfen: Die 1/2.0 stehen wirklich nur bei 24 mm zur Verfügung. Bei 28 mm (wo die Mark I erst startet) ist man schon bei 1/2.8 und damit wieder gleichauf mit der Mark I. Bei 35 mm ist man schon bei 1/3.5 und ab 50 mm dann konstant bei 1/3.9. Der Vorteil einer 2/3 Blendenstufe am langen Ende ist aber real vorhanden und ein echter Vorteil.

- Einschaltzeit: Nicht rekordverdächtig, aber immerhin guter Durchschnitt und auf jeden Fall ein Stück schneller als bei der Mark I.

- Objektivdeckel: Gibt's nicht mehr, sondern stattdessen endlich einen automatisch schließenden Lamellenschutz (wie seit Ewigkeiten schon bei billigen Kompakten üblich; mir ist ein Rätsel, warum man das ausgerechnet bei den Edelkompakten bisher anders und umständlicher machen musste).

- Eingebauter Blitz: Ist nicht mehr starr, sondern beweglich aufgehängt, so dass man ihn bei geeigneter Umgebung (helle Decke) einfach mit dem Finger in die Stellung für indirektes Blitzen zurückbiegen kann, was deutlich harmonischere Ausleuchtung zur Folge hat. Noch besser ist es natürlich, einen passenden Systemblitz (z.B. den kompakten 270 EX) immer in der Fototasche dabei zu haben.

- WLAN: Hat sicher nicht jeder bei der Mark I vermisst, aber es ist schon praktisch, unterwegs mal ein geschossenes Foto aufs Handy "beamen" und anderen per WhatsApp, Blog- oder Twitter-Upload verfügbar machen zu können. Und das geht mit der Mark II tatsächlich schnell und unkompliziert. Ein Foto wird freilich immer auf max. 3 MP reduziert übertragen (was für genannte Zwecke völlig ausreichend ist und Transfervolumen spart, aber noch schöner wäre es, wenn man die Wahl hätte und auch in voller Auflösung übertragen könnte).

- Touchscreen: Hätte ich beinahe vergessen, da außer der EOS M keine andere meiner Kameras einen Touchscreen besitzt und ich mich erst mal wieder daran gewöhnen muss. Auch wenn - im Gegensatz zur EOS M - nicht alles via Touch steuerbar ist, ist es schon Gold wert (weil intuitiv und schnell), dass man einfach irgendwohin tapsen kann, die Kamera dann auf diesen Punkt fokussiert und auslöst.

- 3D-Wasserwaage: Eine elektronische Wasserwaage hatte die Mark I zwar auch schon, aber nur für eine Achse (2D). Ich benutze eine 3D-Wasserwaage sehr gern, da man durch die richtige Ausrichtung der Kamera (so man die Zeit hat) schiefe Horizonte und stürzende Linien schon bei der Aufnahme minimieren kann und in der Nachbearbeitung dann nur geringe bis gar keine Korrekturen notwendig sind. Die Anzeige der Wasserwaage im Display ist zwar meines Erachtens nicht ganz so gelungen wie bei der Sony NEX-6 oder der Sony RX-100 (irgendwie ist sie ein bisschen zu klein und filigran geraten, so dass man schon recht genau hinsehen muss, um rot von grün zu unterscheiden), aber man kommt damit klar.

Unverständlicherweise hat Canon einige Dinge auch verschlimmbessert:

- Sucher: Ich persönlich vermisse den optischen Sucher der Mark I kein Stück, aber nun hat man halt erst mal gar keinen mehr, es sei denn, man entscheidet sich für den recht teuren (wenn auch dem Hörensagen nach hervorragenden) elektronischen Aufstecksucher. Dieser belegt dann freilich den Blitzschuh, also ist gleichzeitige Benutzung von Sucher und Systemblitz nicht möglich. Ich denke, Canon hätte die Kamera ruhig noch einen Hunderter teurer machen sollen und einen guten EVF ins Gehäuse integrieren sollen. Technisch wäre das sicher kein Problem gewesen, wie etliche Kompakte und DSLMs inzwischen beweisen.

- Display: Seine Darstellung ist zwar exzellent und damit mindestens genauso gut wie das der Mark I, aber was bitte hat Canon sich dabei gedacht, dieses wunderbar bewegliche (weil schwenk- und drehbare) Display der Mark I gegen ein nur noch vertikal bewegliches (also nur schwenkbares) Display einzutauschen?? Eines der wenigen Alleinstellungs-Merkmale der Mark I (zumindest in meinem Gerätezoo) war das voll bewegliche Display, so dass man auch Aufnahmen im Hochformat aus Hüft- oder Bodenhöhe machen konnte, ohne sich verrenken zu müssen. Dieser Komfort ist mit der Mark II nun wieder weg. Da hilft auch die dämliche "Selfie-Stellung" des Displays nichts.

- Einstellrad für Belichtungskorrektur: Lag bei der Mark I unter dem Programm-Wahlrad und war von mir hoch geschätzt. Auch hier ist mir ein Rätsel, warum Canon dieses Rad eingespart hat. Klar, man kann die Belichtungskorrektur nun auf einen der Objektivringe oder das rückseitige Wahlrad legen, wie es einem beliebt, aber so ganz das Gleiche ist das einfach nicht. Eine so zentrale Funktion wie die Belichtungskorrektur verdient einfach ein dediziertes Wahlrad, wenn der Platz vorhanden ist (und das ist bei der Mark II der Fall).

Überhaupt das neue Bedienkonzept: Die Idee mit den zwei individuell belegbaren Objektivringen und dem ebenfalls individuell belegbaren rückseitigen Wahlrad ist schon prima, aber: Der vordere Objektivring hat keine Rasterung und ist sehr leichtgängig, daher muss man schon aufpassen, dass man im Eifer des Gefechts nicht versehentlich etwas verstellt. Außerdem braucht man zur Bedienung immer zwei Hände (wozu ich aufgrund des Gewichts und der Kopflastigkeit durch die schwere Optik aber sowieso raten würde). Da gefiel mir das Konzept der Mark I mit dem Wahlrad vorn im Handgriff besser.

Trotz ihrer Größe weiß man manchmal auch nicht so recht, wie man die Kamera richtig anfassen soll, denn irgendwie läuft man immer Gefahr, versehentlich ein Knöpfchen zu drücken oder ein Rädchen zu drehen. Man kann durchaus damit leben, aber die Ergonomie der G1 X Mark II hätte nach meiner Auffassung noch die ein oder andere Optimierung vertragen.

Sonst gibt es aber wenig Anlass zu Kritik. Zwei individuell belegbare Tasten (die "S"-Taste sowie die Video-Taste) reichen mir persönlich aus (bei mir liegt AFL auf der S-Taste, und mit der Video-Taste - die ich gern zweckentfremde, da ich eh kein Freund von Videos bin - schalte ich bei Bedarf den ND-Filter ein und aus).

Die Akkukapazität (3,6 V, 1910 mAh) hat sich gegenüber der Mark I (7,4 V, 920 mAh) nicht verbessert (das sind, jeweils leicht gerundet, 6,9 bzw. 6,8 Wh, also beinahe exakter Gleichstand). Leider hat auch die Mark II (wie schon die Mark I) die "dumme Angewohnheit", dass die Akkukapazitäts-Anzeige sehr lange "voll" anzeigt und dann recht schnell auf "leer" geht (und die Kamera dann auch irgendwann abschaltet). Schade, das müsste man doch (gerade bei einem Akku "mit Chip") besser hinkriegen, andere Hersteller schaffen das ... Jedenfalls hat mich das anfangs, als nach den ersten 150 Aufnahmen und etlicher "Rumspielerei" der Akku noch immer volle drei Balken anzeigte, irrtümlich dazu verleitet, von einer längeren Laufzeit der Mark II auszugehen (dazu beigetragen hat, dass ich mich dummerweise von der reinen mAh-Angabe dazu verleiten ließ, von einer verdoppelten Akkukapazität der Mark II auszugehen). Tatsächlich ist auch die Mark II zwar einigermaßen ausdauernd, stellt aber keine neuen Rekorde auf. Ein geladener Zweitakku sollte immer mit dabei sein, um auch während einen etwas längeren Fototages nicht Gefahr zu laufen, ohne Energie dazustehen.
Lobenswerterweise liefert Canon aber noch eine externe Ladeschale mit und folgt damit nicht dem Trend zum Akkuladen in der Kamera (obwohl es ja unterwegs auch praktisch sein kann, bei drohendem Akku-Notstand mal ein paar Minuten "Saft" aus der Powerbank "nachzutanken", der Königsweg wäre also eigentlich, beide Möglichkeiten zur Verfügung zu haben).

Geblieben (im positiven Sinne) ist auch die Solidität (wie schon bei der Mark I hat man das Gefühl, dass die G1 X Mark II auch von einem Panzer überrollt werden könnte, ohne Schaden zu nehmen), die man zwar auch mit einem hohen Gewicht (rund 540 Gramm inkl. Akku und Speicherkarte) erkauft, aber am Schulterriemen oder in einer kleinen Schultertasche belastet dieses trotzdem nicht über Gebühr. Ebenso vertraut ist einem als Canon-Gewöhnten das generelle Bedienkonzept, das keine Rätsel aufgibt und die Bedienungsanleitung weitestgehend überflüssig werden lässt. Konsequenterweise liegt der Kamera auch kein gedrucktes Handbuch mehr bei, was ich persönlich in Ordnung finde, da ich für gelegentliches gezieltes Nachschlagen sehr gut mit einer PDF-Ausgabe auf dem Laptop oder auf dem Smartphone leben kann.

Fazit: Die Verbesserungen gegenüber der Mark I haben die Praxistauglichkeit und Universalität dieser Kamera deutlich gesteigert. Die Bildqualität ist wieder fantastisch: Scharf, kontrastreich und mit herrlichem Bokeh im Unschärfebereich. Grandios ist dank großem Sensor und lichtstarker Optik auch die Low Light-Tauglichkeit. Das sind die großen Stärken der G1 X Mark II, mit denen sie sich nicht vor (zumindest APS-C-) DSLRs und DSLMs verstecken muss (Vollformat-Kameras legen natürlich gerade bei der Low-Light-Tauglichkeit nochmal eine Schippe drauf). Ganz im Gegenteil: Die meisten DSLR-/DSLM-Kit-Optiken bleiben weit hinter der Optik der G1 X Mark II zurück, so dass man an eine DSLR/DSLM schon ein höherwertiges Objektiv anflanschen muss, wenn der Vergleich nicht hinken soll. Und ein solches Objektiv, so es in der Ausprägung (vergleichbare Brennweite und Lichtstärke) überhaupt erhältlich ist, kostet oft schon mehr als die ganze G1 X Mark II. So gesehen ist der für eine Kompakte recht hohe Preis der G1 X Mark II (selbst wenn man die UVP und nicht den "Straßenpreis" zugrunde legt) durchaus gerechtfertigt und eigentlich sogar ein Schnäppchen.
Die G1 X Mark II ist eine richtig gute Kamera. Die Kritik hinsichtlich Sucher, Display und Bedienung ist letzten Endes Jammern auf hohem Niveau, die für Jedermann perfekte Kamera gibt es sowieso nicht und wird es auch nie geben. 5 Sterne sind letztlich redlich verdient.

Die G1 X Mark II ist optimal für den anspruchsvollen DSLR-Besitzer, der auch bei seiner Zweit- oder Backup-Kamera auf höchste Bildqualität, Universalität, Robustheit und das Gefühl, alles "im Griff" zu haben, Wert legt. Auch als "die eine" Kamera im Haushalt, die möglichst für alle Foto-Gelegenheiten halbwegs geeignet sein und dabei erstklassige Qualität abliefern soll, bietet sich die G1 X Mark II an.
Fotografen, die häufig eine sehr hohe Schnappschuss-Tauglichkeit benötigen, greifen vielleicht lieber zur "schnelleren", auch etwas leichteren und kleineren Fuji X30 (s.a. meine Rezension zur X30), auch wenn deren Bildqualität nicht ganz an die G1 X Mark II heranreicht (absolut ist sie jedoch immer noch hervorragend) und Kompromisse bei der Low Light-Tauglichkeit zu machen sind.
Wem selbst die X30 noch nicht kompakt genug ist, für den geht derzeit kein Weg an der Sony RX100 (Mark I, II oder III), alternativ der Canon G7 X, vorbei. Als Besitzer der RX100 Mark I bin ich immer wieder über die hohe Bildqualität erstaunt, die der mit 20 MP bestückte 1 Zoll große Sony-Sensor, selbst bei höheren ISO, ausspuckt. Aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht in diese Rezension. :-)

Danke, dass Sie bis hierhin durchgehalten haben. Ich hoffe, meine Rezension ist für Sie hilfreich. Wenn ja, freue ich mich über einen Klick auf den Ja-Button.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 10, 2015 10:04 AM CET


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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ein realistisch bepreister Ersatzakku für die Canon G1 X Mark II, 28. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem es lange Zeit keine Fremdakkus für den Canon-Akkutyp NB-12L gab bzw. die Canon G1 X Mark II den Betrieb mit diesen Akkus verweigerte, ist mit diesem Patona-Akku nun endlich ein Exemplar auf den Markt gekommen, das mit dieser Kamera problemlos funktioniert. Für einen Fremdakku ist er zwar immer noch recht teuer (für andere Kameras wie z.B. die Fuji X30 - Akkutyp NP-95 - bekommt man für diesen Preis ein Bundle aus Ladegerät und zwei Akkus), aber man kann sich vorstellen, dass die Fremdhersteller auch einigen Aufwand treiben mussten, um einen kompatiblen Chip zu entwickeln, so dass die Kamera ihn als vermeintliches Original erkennt. Ohnehin: Selbst dieser Preis ist gering im Vergleich mit dem des Canon-Originals, der nach wie vor bei unverschämten 70-80 Euro (also glatt dem Dreifachen) liegt.

Als die G1 X Mark II (der ich mich so lange verweigert habe, wie das Ersatzakku-"Problem" nicht gelöst war) kürzlich im Blitzangebot sehr günstig zu ergattern war, habe ich erfreut festgestellt, dass es inzwischen kompatible Akkus gibt und sowohl bei der Kamera als auch diesem Akku gleich zugeschlagen.

Die nominelle Kapazität (1800 mAh) ist zwar knapp 6% geringer als beim Original (1910 mAh), aber in der Praxis wird man das kaum bemerken.

Patona-Akkus nutze ich schon seit vielen Jahren für eine ganze Reihe von Kameras und bin mit ihrer Qualität überaus zufrieden. Abgesehen von meist etwas geringerer nomineller Kapazität ist in punkto Zuverlässigkeit und Haltbarkeit kein Unterschied zu den Original-Akkus auszumachen.

Von meiner Seite daher eine klare Empfehlung für diesen Akku, insbesondere für leidgeprüfte Canon G1 X Mark II-Besitzer, die die unverschämte Preispolitik von Canon nicht mehr unterstützen wollen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 29, 2015 9:07 AM MEST


Bundlestar Akku Ladegerät 4 in 1 inkl Ladeschale für Fuji NP-95 + 2x PATONA Ersatzakku für Fuji NP-95 (1600mAh 100% kompatibel neueste Generation) passend zu -- Fujifilm Finepix X30 X-S1 X100s X100 F30 F31 usw -- NEUHEIT mit Micro USB Anschluss !
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Preis: EUR 27,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Alternative zu den Original-Akkus und -Ladegeräten sehr zu empfehlen, 21. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir in der Vergangenheit ein solches Bundle aus Patona-Ladegerät und zwei Akkus für einige Kameras angeschafft, konkret Canon EOS M (Akkutyp Canon LP-E12), Sony DSC-RX100 (Sony NP-BX1), Canon G1 X (Canon NB-10L), Sony NEX-6 und Alpha 6000 (Sony NP-FW50), Canon EOS 6D (Canon LP-E6), und jetzt eben für die Fuji X30 (Fuji NP-95). Manche Sets benutze ich noch nicht allzu lange, manche schon seit über zwei Jahren.

Bislang kann ich ausnahmslos Positives sagen.

Die Akkus sind von guter Qualität. Hinsichtlich der Kapazität kommen sie zwar meist nicht ganz an die Originale heran, aber in der Praxis ist das ziemlich unerheblich. Viel wichtiger ist, dass sie durch die Bank problemlos in der jeweiligen Kamera laufen und eine nachvollziehbare Entladekurve an den Tag legen, die Akku-Anzeige an der Kamera also nicht "voll" anzeigt, nach drei weiteren Fotos aber plötzlich Schluss ist. In dieser Hinsicht verhalten sich alle Akkus erwartungsgemäß, eben wie die Originale. Totalausfälle sowie außergewöhnliche Selbstentladungen nach längerer Lagerzeit (voll geladen) hatte ich bisher ebenfalls nicht.

Das Ladegerät lädt alle Akkus (auch die originalen) zwar nicht rekordverdächtig schnell, aber schonend (Akku wird, im Gegensatz zu manchen schnell ladenden Original-Ladern, kaum warm), was den Grundstein für eine lange Akku-Lebensdauer legt. Was die Universalität betrifft, sind die Patona-Ladegeräte ebenfalls spitze: Wenn's auf Reisen auf Kompaktheit ankommt, reicht ein Ladegerät mit den jeweiligen Ladeschalen sowie das bevorzugte Anschlusskabel (ich bevorzuge Micro-USB, man hat ja meist eh das Ladekabel des Handys dabei).

Das Preis-/Leistungsverhaltnis geht absolut in Ordnung, erst recht wenn man sich anschaut, was so manche Original-Akkus und -Ladegeräte kosten.

Ich kann nach meinen sehr positiven Erfahrungen daher nur eine dicke Empfehlung für Patona-Ladegeräte und -Akkus aussprechen.


Fujifilm X30 Digitalkamera (12 Megapixel, 4x opt. Zoom, HDMI, USB 2.0) schwarz
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Preis: EUR 449,00

176 von 207 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Upgrade von der X10 - Ist die X30 noch zeitgemäß? Vergleich mit anderen Kompakten, 20. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So, mal wieder eine Kamera, wird der geneigte Leser denken, der häufiger mal Rezensionen von mir liest. Ja, dieses Mal die Fuji X30, die sich, wenn man mal nach der Anzahl bisher verfasster Rezensionen geht, scheinbar nicht mehr allzu großer Beliebtheit erfreut. Das hat sicherlich seine Gründe, ist aber auch ein bisschen schade, da diese großartige Kamera das sicher nicht verdient hat.

Die X30 wird derzeit mit einem Aktionsrabatt von 50 Euro verkauft. Das und die Tatsache, dass eine gute gebrauchte X10 noch einen akzeptablen Verkaufspreis erzielt, habe ich zum Anlass genommen, meine X10 "upzugraden". Hat es sich gelohnt? Und wie ist die X30 heute, rund 4 Jahre nach Erscheinen der X10, im Vergleich mit anderen Kompakten einzuordnen? Auf diese Fragen versuche ich, im Rahmen meiner Rezension Antworten zu geben.

Die X30 ist der Nach-Nachfolger der X10. Dazwischen liegt noch die X20, die ich ausgelassen habe, da ich keinen für mich relevanten Vorteil erkennen konnte. Bei der X30 ist das anders, denn im Vergleich zur X10 sind eine Menge wesentlicher Features hinzugekommen:
- Etwas größeres und vor allem vertikal bewegliches Display.
- Elektronischer Sucher.
- Hybrid-AF.
- Erheblicher größerer Akku (nahezu doppelte Kapazität).
- Zusätzlicher Steuerring am Objektiv.
- WLAN.

Zunächst einmal: Erfreulicherweise passt mein objektivseitiges Zubehör von der X10 - Filter, Streulichtblende sowie der Spezial-Objektivdeckel von JJC - auch perfekt an die X30. Gerade den JJC-Objektivdeckel habe ich zu schätzen gelernt, da dieser das Objektiv in ausgeschaltetem Zustand ausreichend schützt, es einem aber erspart, vor dem Einschalten erst zeitraubend den originalen Deckel abnehmen zu müssen (und diesen dann auch noch früher oder später zu verlegen oder zu verlieren). Meines Erachtens eine perfekte Lösung, die das einzigartige Konzept der X10/20/30 optimal unterstützt. Mit keiner anderen mir bekannten Kompakten ist man schneller schussbereit als mit der X10/20/30: Ein Dreh am Objektiv, schon ist die Kamera an und man hat sofort die richtige Haltung, um den wichtigsten Aufnahmeparameter (die Brennweite) flott (ohne Warten auf motorische Zooms) einstellen zu können.

Lang vermisst habe ich das bewegliche Display. Endlich sind auch Aufnahmen aus ungewöhnlicheren Perspektiven (Hüfthöhe, Froschperspektive, Über-Kopf) ohne Verrenkungen möglich.

Nach der halbherzigen Lösung bei der X20 hat sich Fuji bei der X30 endlich für einen vollelektronischen Sucher entschieden und damit aus meiner Sicht voll ins Schwarze getroffen. Mit knapp 2,4 MP ist er extrem hoch auflösend und zeigt ein helles, brilliantes Bild - lobenswert. Im Vergleich mit den mir bekannten, exzellenten elektronischen Suchern der Sony NEX-6 und Sony Alpha 6000 bleibt er trotzdem etwas hinter diesen zurück. Was nicht an der Auflösung liegt (die Sonys lösen mit rund 2 bzw. 1,4 MP niedriger auf), sondern mehr an der geringeren Größe des Sucherbildes (wohl ein Kompromiss, um die Kamera klein zu halten) und der schlechteren Nutzbarkeit insbesondere für Brillenträger. Eine gummierte Augenmuschel und vor allem eine Anordnung ganz links an der Kamera (wie bei den beiden Sonys) wäre eine bessere Lösung gewesen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, absolut gesehen ist der Sucher hervorragend und weit mehr als eine Notlösung (wie noch die optischen Sucher der X10 und X20).

Der Hybrid-AF der X30 gehört zum Schnellsten und Treffsichersten, was ich von Kompaktkameras kenne. Schon die X10 war mit ihrem rein kontrastbasierten AF sehr schnell, aber die X30 legt nochmals eine Schippe drauf und setzt Maßstäbe im Segment der Kompakten. In Verbindung mit dem Ein-/Aus-/Zoom-Mechanismus ist die X30 damit eine perfekte Schnappschuss-Kamera.

Mit 1800 mAh bietet der "neue" Akkutyp NP-95 80% mehr Kapazität als der NP-50 der X10/20, und das ist wirklich ein Segen, denn im Laufe eines längeren Fototages musste man bei der X10 häufig zweimal den Akku wechseln (was u.a. das Risiko birgt, Momente zu verpassen). Interessanterweise ist der NP-95 gar nicht neu, sondern ein alter Bekannter: Er kam schon vor vielen Jahren in der berühmten Fuji F31fd zum Einsatz. Wer diese wie ich besaß oder noch besitzt und noch funktionstüchtige Akkus liegen hat, kann sich getrost den Kauf eines Ersatzakkus für die X30 ersparen.

Der zusätzliche Steuerring am Objektiv ist praktisch. In Standard-Einstellung lässt sich über ihn, je nach Modus, ein wichtiger Parameter (z.B. die Blende im Modus "A(perture Priority)") einstellen. Bei manuellem Fokus dient er ganz klassisch zur Scharfstellung (was übrigens dank automatisch vergrößerndem Display ganz hervorragend gelingt). Man kann ihn aber auch mit einer anderen Funktion (z.B. ISO-Änderung) belegen.

WLAN hat sicher nicht jeder bei der X10 vermisst, aber es ist schon praktisch, unterwegs mal ein geschossenes Foto aufs Handy "beamen" und anderen per WhatsApp, Blog- oder Twitter-Upload verfügbar machen zu können. Und das geht mit der X30 tatsächlich schnell und unkompliziert. Zudem kann man wählen, ob man ein Foto in voller Auflösung oder auf max. 3 MP reduziert (was für genannte Zwecke völlig ausreichend ist und Transfervolumen spart) übertragen möchte.

Darüber hinaus gibt es noch etliche Detail-Verbesserungen gegenüber der X10, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Hier einige davon, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Das Einstellungs-Menü wirkt inzwischen deutlich aufgeräumter. Es sind drei Auto-ISO-Einstellungen mit individuellen Begrenzungen einstellbar. Die X30 lässt nun auch eine ganze Reihe von benutzerdefinierten Voreinstellungen zu, zwischen denen man schnell umschalten kann. Es gibt einen "Q(uick Access)"-Button, über den man alle wichtigen aufnahmerelevanten Parameter schnell ändern kann (das ging freilich auch schon bei der X10, allerdings erst ab der Firmware 2.00, ab der die "RAW"-Taste dann als Q-Taste "missbraucht" wurde); obendrein ist das Quick Access-Menü noch konfigurierbar. 6 Tasten (die 4 rund um den Menü/Ok-Button, der FN/WiFi-Button sowie der Videoknopf neben dem Auslöser) lassen sich individuell belegen.
Insgesamt ist die Bedienung der X30 sehr intuitiv und praxistauglich und lässt eigentlich keinen Wunsch offen.

Die Haptik der X30 ist wie bei ihren Vorgängern wieder hervorragend. Obwohl inzwischen "Made in China" (die X10 war noch "Made in Japan"), hat man keinesfalls den Eindruck, ein minderwertiges Stück Technik in den Händen zu halten, ganz im Gegenteil. Der Body wirkt sehr solide, alle Schalter, Tasten und Steuerringe funktionieren präzise bzw. angenehm straff. Die Anschlüsse (USB, HDMI, Mikrofon) verbergen sich hinter einer soliden Kunststoffklappe, die per Federkraft zugehalten wird, also keine labberige Gummiabdeckung wie bei vielen anderen Kameras. Vorbildlich!
Maße und Gewicht sind, trotz Schwenkdisplay und Sucher, nahezu identisch geblieben. Die X30 ist damit zwar nach wie vor keine Hosentaschenkamera, ist jedoch immer noch so kompakt, dass sie in einer kleinen Schulter- oder gar Gürteltasche keine Belastung darstellt.

Last, but not least: Bei der X10 war noch ein externes Ladegerät dabei. Die X30 folgt nun dem Trend, dass nur noch ein USB-Kabel mitgeliefert wird und der Akku in der Kamera geladen wird. Das hat Vor- und Nachteile: Während geladen wird, ist die Kamera nicht wirklich verwendbar. Andererseits ist es so aber einfach, bei zu Neige gehendem Akku auch unterwegs via Powerbank (die man vielleicht sowieso dabei hat) ein bisschen "aufzutanken". Der Königsweg: Für kleines Geld bietet der Zubehörhandel externe Ladegeräte (z.B. von der Firma Patona) an, am besten nimmt man es gleich mit 2 Ersatzakkus im Bundle (Suche z.B. nach "Bundlestar Akku Ladegerät 4 in 1 inkl Ladeschale für Fuji NP-95"). So ein Patona-Bundle habe ich mir bisher für jede meiner Kameras gekauft und bin damit sehr zufrieden. Mit beidem (ext. Ladegerät und Powerbank) ist man für alle Situationen gewappnet, so dass einem nie der Strom ausgehen dürfte.

Kleine Wermutstropfen gibt es leider auch zu verzeichnen: Zwar wird eine minimale Verschlusszeit von 1/4000 Sek. unterstützt, aber ausgerechnet wenn man diese am nötigsten braucht, nämlich wenn bei sehr guten Lichtverhältnissen bewusst Offenblende zwecks Freistellung gewählt wird (Blendenvorwahl, d.h. Modus "A" am Programmwahlrad), geht die Kamera nicht auf weniger als 1/1000 Sek. hinunter, auch wenn das nötig wäre. Der Versuch eines Porträts bei Sonnenschein endet dann also ganz schnell mal mit einem total überbelichteten Bild. Paradoxerweise kann man in derselben Situation bei Zeitvorwahl (Modus "S" am Programmwahlrad) eine kürzere Verschlusszeit (z.B. 1/2000 Sek.) vorgeben. So kann man sich zwar behelfen, aber der Nachteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand: Entweder liegt man mit der in Modus "S" eingestellten Verschlusszeit und Offenblende noch immer im Überbelichtungsbereich, so dass die Kamera die Blende schließt und der gewünschte maximale Freistellungseffekt nicht erreicht wird, oder man liegt bereits im Unterbelichtungsbereich, so dass die Kamera zwar die Blende maximal öffnet, aber die ISO unnötig hoch fährt.
Ein einschwenkbarer ND-Filter, wie er bei manchen anderen Kameras (z.B. G1 X Mark II) inzwischen üblich ist, würde dieses Problem elegant lösen, fehlt der X30 aber leider genauso wie ihren Vorgängerinnen. Abhilfe gibt es trotzdem: Für die X10/20/30 sind inzwischen für kleines Geld gute UV-, Pol- und Graufilter erhältlich, die ohne Adapter direkt in das Filtergewinde der Kamera geschraubt werden können. Ein moderater Graufilter mit 4x- oder 8x-Verlängerung dürfte die meisten dieser "Porträt-Problemfälle" lösen.
Ebenfalls zu beachten: Die minimale Verschlusszeit ist auch noch ISO-abhängig: 1/4000 Sek. ist nur bei ISO 100 möglich. Bei ISO 200 sind minimal nur 1/2000 Sek. drin, bei ISO 400 1/1000 Sek., und so fort. Sicher ist diese Einschränkung irgendwie technisch bedingt, aber operationell ist sie natürlich total widersinnig: Gerade wenn man sehr kurze Verschlusszeiten mal wirklich benötigt (z.B. für Sportaufnahmen), fährt man dafür oftmals bewusst die ISO hoch, um sie erreichen - und wird dann gleich durch die Kamera wieder ausgebremst.
Diese Unzulänglichkeiten muss man einfach kennen, damit man bei den genannten Gelegenheiten die passenden Hilfsmittel parat hat oder alternativ zu anderen Kameras greift.

Trotzdem: Aus meiner Sicht hat sich das Upgrade von der X10 auf die X30 voll gelohnt, da die X30 sicher nicht alle, aber etliche Schwächen und vermisste Features der X10 kompensiert, ohne neue Nachteile einzuführen. Zwischen einer guten gebrauchten X10 (die am Markt derzeit für ca. 210 bis 230 Euro zu haben ist) und einer neuen X30 liegen freilich mehr als 200 Euro (und das auch nur dank der derzeitigen Rabattaktion, die die X30 unter 450 Euro drückt). Wer andere Schwerpunkte setzt und auf die Neuerungen der X30 verzichten kann, macht mit einer X10 nach wie vor nichts falsch und kann eine Menge Geld sparen, ohne Kompromisse bei der Abbildungsleistung eingehen zu müssen.

Denn an der Bildqualität und Low-Light-Tauglichkeit hat sich wenig bis gar nichts verändert. Das kann man positiv und negativ sehen. Im Jahr 2011, als die X10 erschien, setzte sie Maßstäbe in Sachen Sensorgröße und Low-Light-Tauglichkeit und begründete damit das Segment der "Edel-Kompakten". Ein 2/3"-Sensor mit einer Lichtstärke nicht schlechter als 1/2.8 selbst am langen Ende war in einer Kompakten bis dahin einzigartig und damit "class-leading". In der Folge brachten andere Hersteller jedoch ebenfalls entsprechende Modelle heraus, die die X10 ausstachen; denken wir nur an Sonys RX100 und Canons G1 X, die mit noch größeren Sensoren bei ähnlichen oder gar geringeren Abmessungen eine noch (deutlich!) bessere Low-Light-Tauglichkeit erbrachten. Fuji sah darin jedoch keinen Anlass, etwas am Konzept der X10/20/30 zu ändern. Das ist einerseits gut so, denn ein größerer Sensor hätte Nachteile wie eine voluminösere Optik (und damit den Verlust der Kompaktheit) oder eine Absenkung der Lichtstärke am langen Ende mit sich gebracht. Andererseits ist es schlecht, da die Low-Light-Tauglichkeit der X30 (trotz marginal verbessertem Sensor beim Übergang von der X10 zur X20) im Vergleich zu den aktuellen Konkurrenten bestenfalls noch Mittelmaß ist. Sonys RX100 I/II/III, Canons G1 X I/II und G7 X sowie Panasonics Lumix LX100 sind der Fuji X30 in diesem Punkte weit voraus (wobei nur die Canon G7 X eine Telebrennweite von 100 mm bei 1/2.8 schafft, alle anderen haben entweder eine kürzere max. Telebrennweite oder eine geringere Lichtstärke am langen Ende). Man darf allerdings nicht vergessen, dass man für die genannten Konkurrenten deutlich tiefer in die Tasche greifen muss ...

Die Bildqualität der X30 ist bei niedrigen ISOs (d.h. 100-800) nach wie vor sehr gut. Insbesondere bietet der X-Trans-Sensor, wie schon zuvor der EXR-Sensor in der X10, exzellente Dynamikwerte, die der Konkurrenz nicht nachstehen. Die Optik ist identisch zur X10, und das ist gut so, denn es gab wirklich keinen Grund, an ihr etwas zu ändern. Schon bei Offenblende ist sie scharf bis in die Ecken, und immer wieder erstaunlich ist ihre Verzeichnisarmut am kurzen Ende (das zwar nur 28 mm bietet, aber lieber verzeichnungsarme 28 mm als stark verzerrte 24 mm). Die JPEG-Engine greift hier quasi gar nicht korrigierend ein, was man schön sehen kann, wenn man das JPEG und das unbearbeitete RAW einer Aufnahme miteinander vergleicht. Macht man diesen Vergleich bei anderen Kameras (z.B. der G1 X und auch bei der ebenfalls hochgelobten RX100 mit ihrem Zeiss-Objektiv, die beide ebenfalls nur bis 28 mm runtergehen), erschreckt man manchmal geradezu, wenn man deren unkorrigierte Verzeichnungen sieht ...
Man darf allerdings kein "Pixelpeeper" sein: Bei 100%-Ansicht am Bildschirm fällt (wie schon bei der X10) auf, dass das letzte Quäntchen Detailschärfe fehlt. Das liegt nicht allein an der Auflösung; natürlich sind 12 MP heute nicht mehr sooo viel, aber z.B. die Canon G1 X II oder die Lumix LX100 bieten trotz deutlich größerem Sensor auch nicht mehr und schaffen es trotzdem, einen viel besseren Detailschärfe-Eindruck zu hinterlassen. Vielmehr scheint die spezielle Subpixel-Anordnung des Sensors (der sich nicht an das Bayer-Muster hält) dafür verantwortlich zu sein.
Es nützt auch nur begrenzt, im Menü an der Rauschreduzierung und/oder am Schärferegler zu drehen: Die Detailschärfe erhöht sich dadurch nur marginal, gleichzeitig steigt aber die Verstärkung von Störungen ("Filmkorn") im Bild drastisch an. Die Standard-Einstellung (Rauschreduzierung und Schärfe auf "0") ist im Prinzip die beste.
Höhere ISO als 800 sind nur begrenzt brauchbar; 1600 sind noch akzeptabel, 3200 nicht mehr wirklich, es sei denn man benutzt den Pro Low Light-Modus, der schnell mehrere Aufnahmen hintereinander schießt und diese zu einem möglichst rauscharmen Bild verrechnet. Interessant wäre es vielleicht auch mal, was ein externer Rauschminderer (z.B. die Prime-Rauschunterdrückung von DxO Optics Pro) mit High-ISO X30-Bildern anstellt. Werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Apropos externe Tools: Nach wie vor lässt sich das RAW-Format der X10/20/30 nur schlecht verwenden. Toll ist zwar die Möglichkeit, noch in der Kamera RAWs in JPEG zu konvertieren. Es empfiehlt sich also grundsätzlich die Einstellung "RAW+JPEG" (auch wenn man nicht beabsichtigt, die RAWs später zu bearbeiten), denn so lässt sich z.B. ein verhunzter Weißabgleich oder eine Fehlbelichtung problemlos und verlustfrei noch in der Kamera korrigieren. Wer aber wie ich eigentlich gewohnt ist, grundsätzlich in aller Ruhe die RAWs am PC bzw. Mac zu entwickeln, muss sich ggf. umstellen, denn die RAW-Unterstützung ist schlecht. Das liegt an der unkonventionellen Pixel-Anordnung des Sensors, die dazu führt, dass selbst Grundalgorithmen, die bei allen dem Bayer-Muster folgenden Sensoren gleich sind, extra für die die X10/20/30 neu programmiert werden müssten, was im Regelfall nicht wirtschaftlich möglich ist.
Adobe Camera Raw (einschl. Lightroom) unterstützt die X10/20/30 zwar, aber meines Erachtens nur suboptimal. Ich habe schon einige Versuche mit X10-RAWs hinter mir, aber die Qualität der Ergebnisse bleibt in den meisten Fällen hinter denen der Fuji-JPEG-Engine zurück. Mein Favorit, DxO Optics Pro, unterstützt die RAWs der X10/20/30 gar nicht. Und SilkyPix mag ich extra wegen der X10/20/30 nicht anschaffen und mich darin einarbeiten. (Immerhin bietet Fuji auf der X30-Produktseite unter "Merkmale" den Download einer kostenlosen Spezialversion von SilkyPix an, die für besondere RAW-Konvertierungsfälle ausreichend sein mag. Werde ich bei Gelegenheit vielleicht doch mal ausprobieren.)
Bleibt also nur, die JPEG-Ergebnisse der X30 so wie sie sind (bzw. mit minimalen Korrekturen) zu verwenden und, wenn mal was gröber schief gegangen ist, die RAW-Konvertierung in der Kamera zu verwenden. Dank der hervorragenden Fuji-JPEG-Engine ist das aber immerhin ein akzeptabler Kompromiss. Die Konkurrenz hat zwar in den letzten Jahren aufgeholt, aber kaum einer beherrscht z.B. das Thema Weißabgleich (insbesondere bei Mischlicht, z.B. Blitz bei Kunstlicht) so gut wie Fuji.

Fazit: Die X30 ist eine exzellente Kamera für Leute, die
- eine solide, praxistaugliche und intuitiv bedienbare Kamera suchen,
- hohe Schnappschuss-Tauglichkeit benötigen,
- überwiegend bei halbwegs guten Lichtverhältnissen fotografieren,
- wie ich einfach großen Spaß mit dem einzigarten Ein-/Aus-/Zoom-Konzept und dem sonstigen Handling dieser Kamera haben,
- ohne große Nacharbeit auskommen wollen und sich nicht daran ergötzen müssen, in der 100%-Ansicht nach dem letzten Quäntchen Schärfe zu suchen, mit anderen Worten, die bereit sind, bei der Bildqualität kleine Kompromisse einzugehen.

Wer Priorität auf das allerletzte Quäntchen Bildqualität legt, sollte sich anderweitig umsehen (einige Beispiele habe ich ja genannt).

Ich gebe der X30 volle 5 Sterne, da das letzte Quäntchen Bildqualität für viele Zwecke nicht entscheidend ist und die Kamera dieses kleine Manko durch extrem hohe Schnappschuss-Tauglichkeit (erst recht für eine Kompakte), eine intuitive, praxistaugliche Bedienung und viel "Spaß an der Freud'" kompensiert. Ja, die X30 ist in gewisser Hinsicht ein kleiner Exot, und ein Rest des "Divenhaften" von der X10 ist auch noch vorhanden, aber vielleicht macht auch gerade das den "Charme" dieser Kamera aus, und Charme hat sie, das ist gewiss.

PS: Ich besitze und verwende aktiv die Sony RX100, NEX-6 und Alpha 6000, ebenso die Canon G1 X Mark II (die Mark I hatte ich ebenfalls), weiß also durchaus, wovon ich rede, wenn ich vergleiche. Die Canon G7 X und die Panasonic Lumix LX100 habe ich zwar noch nicht in den Händen gehalten, aber zumindest reichlich Aufnahmen dieser Kameras gesehen, um mir ein Urteil erlauben zu können.

Danke, dass Sie bis hierhin durchgehalten haben. Ich hoffe, meine Rezension ist für Sie hilfreich. Wenn ja, freue ich mich über einen Klick auf den Ja-Button.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 1, 2015 7:24 PM MEST


Oehlbach UltraHD 3:1 High Speed HDMI Switch (24 Karat vergoldete Kontakte, 4K2K-Untersützung)
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochwertig verarbeitet, funktioniert absolut problemlos (auch ohne Netzteil), 9. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beim Preis dieses Produkts muss man natürlich schon mal schlucken. Ich habe diesen Switch im Blitzangebot aber immerhin 20 Euro günstiger bekommen, so dass das Preis-/Leistungsverhältnis damit in Ordnung geht.

Ich verwende diesen Switch an einem älteren, als Zweitfernseher genutzten Plasma-Bildschirm, der nur 2 HDMI 1.1-Eingänge bietet. Diese waren mit HDTV-Tuner und Blu-ray-Player vollständig belegt. Da in den nächsten Tagen aber mein Fire TV-Stick eintreffen wird und ich keine Lust habe, ständig umzustecken, kam mir das Angebot für diesen Switch gerade recht.

Natürlich gibt es diese HDMI-Switches auch billiger, aber in der Vergangenheit hatte ich bereits im Audiobereich sehr schlechte Erfahrungen mit billigen (insbesondere mechanischen) Toslink-Switches gemacht, so dass sich bei mir die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass etwas mehr Geld letztlich gut investiert ist. Wie sagt man so schön: Wer billig kauft, kauft zweimal. Für Switches im Bereich Audio/Video gilt das nach meiner Erfahrung nahezu uneingeschränkt.

Erwartungsgemäß ist dieser Oehlbach-Switch hervorragend verarbeitet und funktioniert einwandfrei. Ein externes Steckernetzteil wird mitgeliefert, dürfte in den meisten Fällen aber gar nicht erforderlich sein. Zumindest bei mir wird der Switch über das HDMI-Kabel ausreichend mit Strom versorgt.
Über einen Taster am Gerät oder die kleine Infrarot-Fernbedienung lässt sich der Eingang problemlos umschalten. Zwei grüne, allerdings recht helle LEDs (die Helligkeit könnten empfindliche Gemüter zumindest in dunkler Umgebung als störend empfinden) geben Auskunft über die Stromversorgung und den derzeit gewählten Eingang.

3D-, 4K- und selbst Full HD-Signale habe ich naturgemäß nicht ausprobiert (der Fernseher aus 2007 unterstützt nur HD Ready, also 720p), aber wenn ein namhafter Hersteller wie Oehlbach verspricht, dass auch diese Signale problemlos durchgeleitet werden, ist das mit Sicherheit auch so. Bei meinen 576i/p- und 720p-Signalen kann ich jedenfalls weder eine Verschlechterung der Signalqualität noch irgendeine Instabilität des Signals feststellen. So soll es sein.

Volle Empfehlung von meiner Seite, auch wenn der (reguläre) Preis etwas schmerzt.


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