Profil für Herr Odes > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Herr Odes
Top-Rezensenten Rang: 15.481
Hilfreiche Bewertungen: 870

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Herr Odes "hdpi"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10
pixel
Mabool (Limited Edition)
Mabool (Limited Edition)

4 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bedingt interessant, bedingt gelungen, 14. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Mabool (Limited Edition) (Audio CD)
Sicherlich handelt es sich bei Mabool um ein ambitioniertes Projekt, das für den einen oder anderen Hörer durch die Zusammenführung zahlreicher Stile interessant sein kann. Es ist ein Pluspunkt dieser Scheibe, dass angesprochene Stilarten, wie orientalische Klangfarben, indisch angehauchte Intonationen, Rock, Metal, Death-Metal oder auch klassischer Chor nicht nur ansatzweise in der Musik auftauchen (beispielsweise durch ein ab und an eingespieltes Sample), sondern langfristig immer wieder den musikalischen Hauptbestandteil der einzelnen Musikstücke ausmachen.
Ich bin aus einigen Gründen allerdings weniger begeistert, die freilich allesamt sehr subjektiv sind. Zum einen gefällt mir nicht wirklich, dass die Scheibe wie eine Rockoper aufgezogen ist. Die einzelnen Stücke gehen teils fließend ineinander über, die kompositorischen Songstrukturen sind meines Erachtens oftmals nicht klar genug abgegrenzt, dadurch entsteht an manchen Stellen, gerade durch die Stilüberfrachtung, ein etwas unübersichtlicher Einheitsbrei. Es ist nun mal ein Problem, bei so vielen Einflüßen eine klare Struktur aufrecht zu erhalten. Zwar mag mancher fragen, wieso das wichtig sei, ... ich bin jedoch ein Freund klarer Verhältnisse. Die dauernden rhythmischen Breaks, die dauernden Stilwechsel und die verschiedenen Sänger gewährleisten auf der einen Seite zwar sehr viel Abwechslung, sie erfordern aber andererseits vom Hörer ein großes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration, weil man sich ansonsten schnell in all den immerfort auftauchenden Klangbildern verliert. Man verliert die übergreifende Struktur aus den Augen und fragt sich, wohin das ganze eigentlich führt.
Des weiteren gefallen mir die Stimmen nur ansatzweise. Die Death-Metal-Stimme ist recht farblos und auch der englische Cleanvoice-Counterpart männlicherseits kann zu keiner Zeit überzeugen. Einzig die orientalischen Originale (sowohl Frau als auch Mann) wissen zu begeistern. Der Chor wird hingegen sehr akzentuiert eingesetzt und spielt bis auf wenige Ausnahmen nur eine Nebenrolle.
Im Ganzen ist die DoCD für mich eher enttäuschend. Hier wurde viel ausprobiert und wenig gewonnen. Einige Melodiebögen sind ganz nett, das war's aber auch. Zwei Sterne für das ambitionierte Projekt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 20, 2010 10:22 AM MEST


Crowned in Terror
Crowned in Terror
Preis: EUR 9,99

4 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Death-Metal klingt ANDERS, 10. März 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crowned in Terror (Audio CD)
Leider nur unterdurchschnittliche Ware einer an sich guten Black-/Death-Metal Band mit viel Potenzial. Was hier geboten wird, geht allerdings nicht über Kreisch-Gesang, hohes Tempo und treibendes Drum-Gebolze hinaus. Wem das reicht: Gratulation. Ich finde das Album allerdings schon sehr mager, selbst wenn Tompa, einer meiner Lieblingssänger, darauf sein Organ besonders brülllastig strapaziert. Vielleicht ist das bereits der Anfang vom Ende, denn in seiner Zeit bei At-The-Gates hat er mir doch deutlich besser gefallen.
Generell muss man kritisieren, dass 'The Crown' auf diesem Album zwar derb nach vorne gehen und mit hohem Tempo die Songs runterprügeln, doch bis auf wenige Ausnahmen wirkt das Album durchweg uninspiriert und konzeptlos. So rauschen die Songs an einem vorbei, ohne dass man mal die Ohren spitzen würde. Nichts Neues wird hier geboten. Alles klingt fad und abgeschmackt. Bis auf Track 6, 'The Speed Of Darkness', in dem sehr witzig das bekannte Knight-Rider-Intro verwurstet wurde. Allein deswegen gibt es von mir zwei Sterne. Diesen Song kann ich wirklich immer wieder hören.
Der Rest aber... forget it.


Demigod
Demigod

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... the harder it gets ... BEHEMOTH!, 9. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Demigod (Audio CD)
Mit DEMIGOD rasieren uns BEHEMOTH aber so gründlich den Schädel, dass ich noch Monate nach dem ersten Hören des Silberlings ohne Abstriche zugeben muss: Geile Sache! Hier wird Death-Metal der brutalsten und zugleich virtuosesten Sorte zelebriert, wie mir schon lange kein Album mehr untergekommen ist. Die Verbindung kompromissloser Härte und komplexer Songstrukturen erreicht auf DEMIGOD ein Niveau, das es für alle anderen angeblichen true Death-Metal-Combos sehr, sehr schwer machen dürfte, auch nur annähernd an diese Scheibe heran zu reichen. Getragen von einer ultrafetten Produktion brettern einem nach wenigen Sekunden anfänglicher Verschnaufpause gleich die ersten Blastbeat-Attacken das Kleinhirn aus der Nase. Aber es kommt noch gnadenloser. Denn die Polen verstehen sich nicht nur auf hartes Riffing und alles in Schutt und Asche planierendes Geprügel, sondern überraschen stets durch technisch filigran eingewobene Melodiebögen, die mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit ihren Platz inmitten der harten Mucke für sich beanspruchen. Das Erfreuliche daran: Was BEHEMOTH hier vorlegen, hat keinesfalls etwas mit dem Mainstream-Göteborg-Sound zu tun, der sich immer mehr in balladesk melodiösen Keyboard- und Clean-Voice-Passagen erschöpft, bis noch der letzte aufgeschlossene Hörer schnarchend von der Polstergarnitur in die Bierflaschenbatterie auf dem Glastisch gekippt ist. Statt dessen wird hier echter Death-Metal kredenzt, wunderschön getragen von den tiefen Growls des Sängers, dessen Stimme perfekt zur musikalischen 'Begleitung' passt. Alles in allem entsteht dadurch eine atmosphärisch harte und dichte Death-Metal-Mucke der Spitzenklasse!


Gone Forever
Gone Forever
Wird angeboten von AWentertainments
Preis: EUR 2,09

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu viele Stile ... verderben den BREI., 8. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Gone Forever (Audio CD)
Experimentierfreudiges 'Metalcore'-Album aus den Staaten mit durchweg politischen Texten. Stilistisch konnten sich die Amis wohl nicht so recht entscheiden, welcher Musikrichtung sie nun den Vorzug geben wollen. Herausgekommen ist ein meines Erachtens recht durchwachsenes Album mit seinen ganz eigenen Vorzügen und leider auch einigen weniger ansprechenden 'Begleiterscheinungen'. So gefällt mir durchaus die Variabilität im Spiel von 'God Forbid'. Hier wird vom Death- über Old-School-Metal bis hin zum Doom- und wütendem Hardcore wirklich alles in die Waagschale geworfen. Musikalisch weiß diese Umsetzung durchaus zu überzeugen, denn die Tempi- und Gesangswechsel gehen fließend und gekonnt ineinander über. In diesem Sinne wirken 'God Forbid' fast schon progressiv. Besonders gefällt mir die Arbeit des Drummers, der jederzeit Meister der Felle ist und souverän zwischen den Stilen agiert. Bis auf in 'Better Days' gefallen mir auch die meisten Einsätze der cleanen Voice-Passagen, die ähnlich wie die Shouter-Intonationen etwas Verzweifeltes an sich haben. Vor allem letztere scheinen vor Hass und Wut förmlich berstend aus dem Schlund des Sängers hervorzubrechen. Schön. Allerdings mißfällt doch bei öfterem Hören arg, dass der Shouter zwar einzelne Sätze rauspressen aber keine ganzen Melodiebögen schreien kann. Dadurch geht mir ab und an etwas die Kompaktheit in manchen Songs verloren. Das ist dann auch schon maßgebliches Manko von 'God Forbid': Anscheinend wollten sie etwas zu viel des Guten, denn bei all den Einflüssen und Stilrichtungen kam eine Mucke heraus, die zwar tüchtig aus den Boxen donnert, der es allerdings an echten Highlights ermangelt (ausgenommen des eigenen Force-Fed Covers). Sorry, aber es fehlt einfach das absolute Killerbrett!!
Generell muss natürlich klar sein, dass 'God Forbid' nichts für Puristen ist. Weniger experimentierfreudigen Gemütern sei deswegen einmal mehr das Probehören empfohlen. Bei der Mucke, die doch härter ausgefallen ist, mag man den Amis auch das verkitschte Cover-Artwork verzeihen. Für mich, bei aller Liebe, nur drei Sterne. Immerhin.


Lola rennt
Lola rennt
DVD ~ Franka Potente
Wird angeboten von the-dvd-house
Preis: EUR 6,79

11 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lola rennt.... ohne Hirn, 5. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Lola rennt (DVD)
Was für ein Schmarrn (auf bayerisch gesagt)! Dieser Film ist ein einziger Skandal, möchte er uns doch ernsthaft eintrichtern, wir könnten unser Leben selbst bestimmen, das Kausalitätsprinzip also in einer einzigen Situation aufheben, nur auf dass es (das Leben) dann plötzlich wieder mit einem unaufhaltsam fortschreitenden Ursache-Wirkungs-Gefüge weiter läuft... Die angebliche 'Logik' dieser Anomalie bleibt unbegründet, hier liefert der Film keine Antwort, auch keinen Ansatz, nur um den Zusehern das Gefühl zu vermitteln, das Leben sei selbst bestimmt und man könnte sein Schicksal (von jeher ein kausaler Begriff) verändern. Ich musste im Kino mehrmals laut lachen, nicht weil es vom Regisseur so intendiert war, sondern weil die Stringenz der dargestellten Ereignisse derart an Logik zu wünschen übrig ließ.
Natürlich: Die Idee, einen Film aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Handlungsabfolgen zu drehen, ist interessant, wenngleich schon etwas abgenutzt. Weiß man um diese Idee, wird der Film vor allem schon beim ersten Sehen ziemlich vorhersehbar. Die Gags verpuffen, BEVOR man sie sieht. Auch dies ein Manko des Films.
Warum aber versucht der Regisseur um jeden Preis innovativ zu wirken (schließlich IST er es NICHT), indem er z.B. verschiedene Stile mixt (z.B. Cartoon in Abwechslung mit Realfilm), ohne dass es Sinn Macht?! Wieso diese Brüche? Langweilt sich der Zuschauer im Kino schon so sehr, dass er derartige Unterhaltungseinlagen braucht? Noch dazu ist die Qualität der Cartoons schlecht, sie wirken geradezu hingeschludert. Wenn man schon nicht auf so etwas verzichten kann, hätte man es besser machen können. Oder wollte man durch solche Sequenzen etwa absichtlich, der künstlerischen Note wegen, einen Low-Budget-Underground-Eindruck erwecken? - Eine Heuchelei.
Bei all dem Rummel um DEN innovativen deutschen Film muss ich leider sagen: Sorry, das war nichts!


Unhallowed
Unhallowed
Preis: EUR 6,99

4 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eintöniger Durchschnitt, 4. März 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unhallowed (Audio CD)
Schade. Die Idee der beiden Gesangsstile ist nicht uninteressant. Sowohl das At-The-Gates-ähnliche Geshoute als auch die Death-Metal-Growls hören sich gut an, doch leider kann die Zusammenfügung der beiden Elemente nicht wirklich überzeugen. Denn die Songs basieren immer auf dem selben Schema: Growls und Shouts wechseln sich in vorhersehbarem Rhythmus ab. Lied für Lied. Da mögen die Songs, sofern man sie einzeln hört, durchaus kurzweilig erscheinen, beim Hören der ganzen Scheibe hingegen kommt schnell Eintönigkeit und Langeweile auf. Zwar ist die CD ansonsten ordentlich produziert, die Songs sind allesamt schnell, hart und teilweise auch recht melodisch (sprich: geschmückt mit eingängigen Gitarrensoli), ein signifikantes Stilmerkmal läßt sich aber nicht erkennen. Nur die beiden sich abwechselnden Gesangsstile sind einfach zu wenig, um einen Eindruck zu hinterlassen, der auch nur einen Millimeter über den Durchschnitt hinausgehen könnte.


Der Pate - I-III (4 DVDs)
Der Pate - I-III (4 DVDs)
DVD ~ Al Pacino

22 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mangelhafte Synchro, 20. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Pate - I-III (4 DVDs) (DVD)
In dieser Sammlerbox sind alle drei Teile der berühmten Pate-Trilogie enthalten. Dabei ist es erstaunlich, wie genau die Romanvorlage von Puzo umgesetzt worden ist, klug getrennt von F.F. Coppola für die jeweiligen drei Teile. Leider kann der etwas später gedrehte und nachgeschobene dritte Teil bei weitem nicht mehr so wie die beiden ersten Teile überzeugen. Zu dröge wirken Handlung und Regie, die eingestreuten Brutalitäten sind nur Beiwerk und Relikte einer längst vergessenen Zeit, eben des ersten Teils, der mit der langsamen Abdankung des alten Paten, Vito Corleone, einsetzt. Der 'neue' Pate findet sich unter den Söhnen, Michael Corleone, der uneigennützig sein Leben in den Dienst der Familie stellt, einen brutalen Doppelmord begeht, und dann für viele Jahre ins Ausland fliehen muss. Teil 2 hingegen zeigt die Jugendjahre von Michael und seinen Brüdern, und zeichnet nebenbei ein faszinierendes gesellschaftliches Bild jener Zeit. Teil 3 wiederum kehrt zum chronologischen Verlauf der Geschichte zurück. Neue Machtstrukturen fassen Raum und es ist nur eine Frage der Zeit, bis 'die Familie', wie sei einmal war, ihrer eigenen Auflösung und dem Ende des Paten ins Gesicht sehen muss.
Leider, leider gibt es bei dieser Edition des Paten einige derbe Schnitzer in der Synchronisation. An den Filmen gibt es nur wenig auszusetzen, auch wenn sie mittlerweile etwas dröge und angestaubt wirken, aber die deutsche Synchro fällt an manchen entscheidenden (und weniger entscheidenden) Stellen komplett aus. Statt dessen wird dann - teilweise minutenlang - italienisch gesprochen. Auch eine englische Synchronisation oder Untertitel fehlen an solchen Stellen. Wer also nicht des Italienischen mächtig ist, hat hier immer wieder das Nachsehen. So etwas ist unverzeihlich, der Filmgenuß wird deutlich gestört, daher nur ein Stern.


The Final Chapter
The Final Chapter
Preis: EUR 21,35

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Schonkost, 9. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: The Final Chapter (Audio CD)
Bei Hypocrisy scheiden sich die Geister. Zum einen gibt es da die teils sehr guten Live-Acts, zum anderen die sehr regelmäßig auf den Markt geworfenen CDs des Altmeisters Tägtgren. Diese Massenproduktion macht etwas mißtrauisch, und in der Tat finde ich die CDs und die darauf enthaltenen Songs keineswegs so abwechslungs- und einfallsreich. Natürlich wird Tägtgrens Stimme variabel eingesetzt, von derben Shouts, tiefen Growls bis hin zur cleanen Stimme wird die ganze Bandbreite möglicher Modulationen genutzt. Mir persönlich ist der Sound allerdings nicht filigran genug. Denn das Hintergrundgetöse überzeugt keineswegs an Abwechlungsreichtum, die Produktion ist mir darüber hinaus etwas zu 'dirty'. Gitarren- und Drumlines lösen sich nur selten hörbar und eindrucksvoll aus einem vorwärts stampfenden musikalischen Einheitsbrei. Dieses fortwährend umgesetzte Konzept der eher roh dargebotenen Death-Metal-Musik mag dem einen oder anderen zwar zusagen, ich jedoch bevorzuge hier etwas mehr musikalische Ästhetik und Spielwitz. Atmosphärisch kann man den Jungs von Hypocrisy allerdings nichts absprechen, ... zumindest das passt. Ein schwacher Trost.


The Burning Season
The Burning Season

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weiterentwicklung, ... aber wohin?, 19. November 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Burning Season (Audio CD)
Zunächst muss ich sagen, dass ich seit über zehn Jahren, seitdem ich FatM auf ihrer ersten Europa-Tournee live sah, ein großer Fan dieser ganz ungewöhnlichen, folkloristisch angehauchten Gothic-Combo bin. Ich kenne alle ihre Alben, und es gibt auf ihnen so einige Lieder, bei deren Hören ich immer wieder andächtig auf die Knie sinke, weil sie so schön und vollendet sind. Damit meine ich nicht nur die sphärisch-mysthischen Kompositionen, sondern v.a. die einmalige, alles in den Schatten stellende Stimme von Monica Richards, deren Klangfarbe einzigartig im Gothicbereich ist. Ihre Schwermütigkeit, ihre Melancholie bei gleichzeitiger Beschwingtheit, das zarte, sanfte Timbre und die Verletzlichkeit machen sie unverwechselbar.
Doch das neue Album unterscheidet sich in einigen Belangen maßgeblich von den vorhergehenden Produktionen. So weichen auf 'The Burning Season' die majestätischen, aber teilweise auch musikalisch dezenten, mehr stimmlich ausgerichteten Songs schnelleren Rhythmen, bei denen oftmals der elektronische Beat und die Gitarrenarbeit mehr im Vordergrund steht. Das ist vor allem deswegen schade, weil dadurch das besondere von FatM, Richards Stimme, mehr und mehr in den Hintergrund tritt. Zugleich können auch die Kompositionen, nun mal ganz abgesehen von der Betonung der Stimme, nicht mehr so überzeugen, wie beispielsweise auf 'Annwyn, Beneath the Waves' oder 'Evidence of heaven'. Hier fehlen mir Melodien, die etwas komplexer konstruiert sind und sich dennoch ins Gehirn einbrennen (man erinnere sich an 'Cantus' oder 'Mercyground', etcetc... ). Schade.
Dennoch wäre es ungerechtfertigt, 'The Burning Season' als mißlungenes Album abzuhandeln. Auch dieses Album liegt immer noch über dem Gothic-Durchschnitt. Dennoch, für FatM selbst ist es nur Mittelmaß, da man sich ein gutes Stück dem so gleichgeschalteten Mainstream angenähert hat. Eine Entwicklung, die es, wie ich finde, nicht gebraucht hätte. Da ziehe ich doch lieber die 'Elyria' aus dem Schrank, meines Erachtens die beste CD von FatM, und lausche dem Titelsong, versunken in Andacht und Melancholie, wie es das Leben selbst nun mal ist...


Blasphemy Made Flesh
Blasphemy Made Flesh
Wird angeboten von Filmgarten Hamburg Deutschland (Differenzbesteuerung
Preis: EUR 29,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit dem Vorschlaghammer auf die Zwölf, 23. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Blasphemy Made Flesh (Audio CD)
Dies frühe 'Werk' von Cryptopsy ist wahrlich ganz, ganz bitter. 'Lord Worm' gibt sich die Ehre, die Gehörgänge der Hörer auf gemeinste Weise zu erschüttern. Deepest Grindcore bollert aus den Lautsprechern. Die musikalische Begleitung spart zudem auch nicht mit fiesen Blastbeat-Attacken, auf dass man schon mal beim Bangen ins Taumeln gerät. Die Texte erledigen dann den Rest. Titel wie 'Open face surgery' beginnen stimmungsvoll mit einem anschwellenden Bohrgeräusch,... und man kann sich denken, wo hier gebohrt wird. Ein Klassiker aus einer längst vergangenen Zeit. Gruppen wie Cryptopsy gibt es nur noch wenige.
Fazit: Eine Scheibe für die harten Zeiten. Dann aber Pflicht!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10