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Rezensionen verfasst von
Herr Odes "hdpi"

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Deaf to Our Prayers-Ltd.
Deaf to Our Prayers-Ltd.

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trespassing the shores of metal?, 22. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Deaf to Our Prayers-Ltd. (Audio CD)
Leider nein. Zwar ist es äußerst erfreulich, dass HSB den ganzen Metalcore-Mainstream nicht mitmachen, und mit 'Deaf to our prayers' eher wieder Richtung Death-Metal rücken, aber leider gibt es auch einige Dinge, die mir an diesem Album weniger gefallen.

Erwartungsgemäß ist die Scheibe gut produziert, und die Songs gehen schnell und hart nach vorne, aber leider - und das liegt im Stil dieser Band an sich begründet - weben die Gitarren mal wieder einen sehr dichten Klangteppich, der über die Dauer des gesamten Albums hinweg schon mal alles zu einem musikalischen Einheitsbrei verschrammeln läßt, bei dem es dann Stellen gibt, an denen man sich plötzlich nicht mehr so sicher ist, welcher Song denn gerade läuft.

Dazu trägt auch die Shouterleistung von Marcus bei. Er ist ja von jeher ein Shouter und kein Sänger im konventionellen Sinne (und das ist auch gut so), aber die Variabilität dieser Art des Shoutens ist sehr eingeschränkt, und spätestens beim vierten oder fünften Song in Folge zeigen sich beim Hörer Ermüdungserscheinungen.

Um eines zu betonen: Mir gefällt durchaus die Art und Weise, wie HSB zusammen spielen, aber auf ANTIGONE klangen die Songs meines Erachtens etwas musikalischer, was der Vorgängerplatte an sich einfach zu Gute kam. Ansonsten gibt es nur geringfügige Unterschiede. Das Artwork von 'Deaf to our prayers' ist nun weniger symbolisch überfrachtet, gleichzeitig aber auch etwas belangloser. Die Texte sind immer noch vollgepackt mit Pathos und großen (rhetorischen) Gesten. Politik und Gesellschaftskritik sind zwar schön und gut, aber diese Art der Anprangerung rückt schon ganz nah in die stets um Selbstfindung bemühte HC-Ecke. Das ist allerdings Geschmackssache.

Der Limited-Edition liegt eine DVD bei, die sowohl das Video von 'The weapon they fear' als auch einen Gig der Tour mit As I lay dying aus 2005 beinhaltet. Die Aufzeichnung besticht durch rohen, brachialen Sound, so wie er live rüberkommen sollte. Die Kameraeinstellungen sind natürlich nicht optimal, aber das will man ja auch gar nicht. Allerdings bin ich selbst in München ebenfalls auf einem Gig dieser Tour von HSB gewesen und muss mich schon sehr wundern, dass die Jungs von HSB gerade Stuttgart als Ort der Aufzeichnung gewählt haben. Vielleicht hatten sie auch nur Pech, denn außer fleissigem Diven und einer nachdrücklich von Marcus geforderten Circle Pit geht da nur ganz, ganz wenig. Das ist schon traurig, wenn ich bedenke, wie in München beim andauernden Brutalo-Pogo die Zähne geflogen sind. Daher macht die DVD nicht gerade viel Sinn für mich.

Alles in allem eine solide Platte. Musikalisch gesehen etwas schwächer als Antigone, aber immer noch weit besser und mächtiger als viele andere Emo- und Metalcore Wimp-Bands.


Prey
Prey

35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You've got to PREY!, 14. Oktober 2006
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prey (Computerspiel)
Eines vorweg: Der Schwerpunkt von PREY beruht v.a. auf dem Singleplayer-Modus. Das liegt nicht nur daran, dass die besonderen Features, die dieses Game ausmachen (Death-Walk, Spirit-Walk, Wall-Walk), nur schwer gewinnbringend in einen Multiplayer-Modus zu integrieren sind, sondern auch die Steuerung ist für einen echten MP-Shooter viel zu schwerfällig. Bunny-Hop geht schon mal gleich gar nicht, die schnelle Fortbewegung ist also eher zu vernachlässigen. Im MP-Modus mag das fatal erscheinen, im SP-Modus von PREY stört das allerdings gar nicht.

Was ist dann das Faszinierende an diesem Game? - Klar, es sind die neuen Features und die Rätsel, die sich daraus ergeben. Glücklicher Weise werden diese allerdings nicht übermäßig inflationär und somit penetrant eingesetzt. Statt dessen scheint alles wohldosiert. Dies ist die erste Stärke von PREY.

Zum Zweiten ist das Game nicht derart 'overscripted' wie z.B. Half-Life 2 (inkl. Episode 1). Zwar gibt es auch in PREY eine ganze Menge an Scripts, aber man fühlt sich dennoch nicht andauernd derart 'an der Hand genommen' und durch die Handlung geführt wie in genanntem Alternativ-Titel, der natürlich dennoch die Referenz im Shooter-Genre darstellt.

Was mir an PREY allerdings am Besten gefallen hat, ist das geniale SF-Setting. Selten habe ich in einem Game derart überzeugend (und teilweise auch eklig) eine mögliche außerirdische Welt dargestellt bekommen. Besonders haben mich die verschiedenen Areale, v.a. die großräumigen, beeindruckt, in denen man mit dem Shuttle durch riesige Kanäle oder auch in teilweise abgesperrten Außenarealen herum fliegt. Oder aber man stapft kopfüber mittels Wall-Walk über tiefste Schluchten, während außerirdische Knilche von seitwärts gelegenen Plattformen das Sperrfeuer auf einen eröffnen.

In PREY wird wahrlich einiges geboten, optisch wie spielerisch, und ich kann dieses Game nur jedem ans Herz legen, der gerne Action-SF-Shooter im SP-Modus spielt. Klar, in diesem Game fallen die Gegner nicht als Kanonenfutter über einen her, aber diese plumpe Art des Shooter-Genres hat PREY auch gar nicht nötig. Statt dessen überzeugt das Game mittels durchgestylter Level und Unterhaltung auf hohem Niveau (wobei freilich zugegeben werden muss, dass Teile der Rahmenhandlung mehr Versatzstücke als echte Bindeglieder einer tragfähigen Story sind - was allerdings im Spielfluss nicht weiter stört).

Ein wirklich gutes Game!


Painkiller - Black Edition - Premium
Painkiller - Black Edition - Premium

10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zurück in die Hölle damit!, 20. September 2006
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Warum das Originalspiel preisgekrönt sein soll, kann ich wirklich nicht verstehen. Zwar ist die Grafik selbst knapp zwei Jahre nach dem Erscheinen immer noch sehr gut, aber das Gameplay ist vor allem daran schuld, dass keine rechte Freude bei längerem Spielen aufkommen mag. Klar, es handelt sich um einen Ego-Shooter, und da ist die Handlung meist sowieso nur Nebensache. Aber ich habe bislang kaum einen Shooter gespielt, welcher derart linear und vorhersehbar war. Selbst Serious Sam bestach da noch zumindest durch die pure Masse an Gegnerhorden, die in weitläufigen Arealen aus dem Weg geräumt werden mussten, und den unschlagbaren Humor.

Painkiller besticht hingegen nicht mal durch die Menge der auflaufenden Monster. Man betritt einen neuen Spielbereich, sogleich schließt sich das Tor hinter einem. Die musikalischen Klänge werden bedrohlicher, und schon kommen die Feinde. Sobald sie aus dem Weg geräumt sind, öffnet sich der Durchgang zu einem neuen Gemäuer. Das ist alles. Kaum Spannung, keine Taktik, keine Abwechslung. Und so wiederholt es sich bis zum bitteren Ende.

Bestenfalls lasse ich mir Painkiller als kurzweiligen Zeitvertreib durchgehen, bei dem ich aber nicht mehr als einen Level am Stück spiele, weil mir dann schlicht die Lust vergeht, weiter zu spielen. Da reicht auch die gute Präsentation und der hohe Gore-Faktor nicht aus, um langfristig motivieren zu können. Wem das aber schon genug sein sollte, der kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Wie bereits in anderen Rezensionen zu lesen: Das Game liegt in der 1.6-Version vor. Um es auf den neuesten Stand zu bringen (momentan 1.64), darf man erst mal an die 500 MB an Patches aus dem Internet laden. Außerdem ist das Spiel entschärft, was für mich nicht ganz nachvollziehbar ist, denn in der vorliegenden Fassung könnten es auch 16 Jährige spielen, so viel wurde hier zensiert. Wer also der richtigen Fassung ansichtig werden will, muss sich den entsprechenden Patch aus dem Netz holen. Noch ein abschließendes Wort zum Multiplayer: Die Optionen, das Handling und das Interface sind ein Witz. Dementsprechend gibt es kaum Server und noch weniger Leute auf den Servern! Mir ist es ein Rätsel, wieso das Game bei der CPL zum Einsatz kommt. Wer also gute FPS-Online-Action sucht, der sollte bei CS oder UT 2004 (und bald 2007) bleiben.


Sakrileg - The Da Vinci Code (Robert Langdon 2)
Sakrileg - The Da Vinci Code (Robert Langdon 2)
von Dan Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Platt und abgedroschen, 29. April 2006
Dass ein ungebrochenes Interesse an mystischen Themen besteht, welche u.a. die Wirkungsweise von Geheimgesellschaften zum Inhalt haben, zeigt der überwältigende Erfolg der Dan Brown Bücher (und derjenigen seiner Konsorten). Im Vergleich zum großen Rummel um 'Sakrileg', gerade auch im Hinblick auf den bald anlaufenden Kinofilm, bekommt der Leser allerdings nur sehr wenig zurück, das ihm gleichfalls ein mystisches Leseerlebnis gewährleisten würde. Denn neben Belehrungen zur Bedeutung längst bekannter Symbole oder entwicklungsgeschichtlichen Details bestimmter Geheimbünde weiß Dan Brown nur wenig mehr aufzufahren als primitiv verstrickten Rätsel-Schnickschnack.

Bereits die Ausgangslage des 'Thrillers' ist an den Haaren herbei gezogen. Ein Museumsdirektor, Mitglied eines Geheimbundes, wird im Louvre ermordet und hinterlässt in den letzten 15 Minuten seines Lebens eine Kette von Hinweisen und Rätseln, die sein Vermächtnis weitergeben sollen. Schon hier wollte ich das Buch eigentlich zur Seite legen, weil es ein guter Thriller nun mal zu keiner Zeit nötig haben sollte, in die Trickkiste des Absurden und allzu Übertriebenen greifen zu müssen. Die Auflösung der Schnitzeljagd gestaltet sich dann ähnlich übertrieben, wenngleich nicht ganz so dramatisch wie die Vorstellung eines innerlich verblutenden 70-Jährigen, der nackt durch den Louvre kriecht, um Bilder mit Anagrammen zu versehen oder gar Leonardo da Vinci Bilder nachzustellen.

Aber nicht nur inhaltlich entbehrt 'Sakrileg' jedem Anhaltspunkt, als Lektüre empfohlen zu werden. Auch erzähltechnisch bewegt sich das Buch an der Untergrenze zum Groschenroman. Die Figuren bleiben allesamt platt und eindimensional. Dabei bemüht sich Dan Brown durchaus, die wenigen Charaktere, die eine Rolle spielen, mittels Rückblenden dem Leser näher zu bringen. Leider verfällt er dabei immer wieder in Klischees und stereotype Darstellungen, wie wir sie bestenfalls aus Rosamunde Pilcher Verfilmungen kennen. Ein weiteres großes Manko sind die lästigen Cliffhanger zum Ende fast eines jeden Kapitels. Dies scheint das einzige Spannungselement zu sein, das Dan Brown schriftstellerisch zu Nutzen weiß. Kaum sind Langdon mal wieder die Kronleuchter zu einem Rätsel aufgegangen, ist das Kapitel 'plötzlich' zu Ende und es geht mit einem anderen Handlungsstrang weiter. Nur gut, dass es nicht viele verschiedene Handlungsstränge gibt, sonst wäre ich noch öfter während des Lesens eingeschlafen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer einen ernsthaften Thriller lesen will, sollte die Finger von 'Sakrileg' lassen. Das Buch mag als sehr leichte Lesekost herhalten, die man sich mal neben der gleichzeitigen Betrachtung eines langweiligen Fußballspiels gönnt, mehr Aufmerksamkeit und Zeit sollte man darauf allerdings nicht verwenden.


Afterburner
Afterburner
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 21,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen MEN DOWN!, 14. April 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Afterburner (Audio CD)
Wenig habe ich erwartet, nach dem langweiligen SAVAGE OR GRACE Output, der bei mir sofort wieder in der Mülltonne verschwunden ist. Um so beeindruckender melden sich Sinister nun mit AFTERBURNER zurück. Mörderische Brutalität, rasende Geschwindigkeit und wahnwitzige Spielfreude machen diese CD zu einem Hochgenuß für Freunde des Deathmetal. Eine Haubitzen-Rhythmus-Granate folgt der nächsten, noch die letzte Ackerkrume wird durch die Doublebase wie mit einer Stalinorgel umgegraben und letztendlich pulverisiert. Auch wenn Sinister ab und an böse-bedrohlich vom Gas gehen, zieht die Geschwindigkeit in den richtigen Momenten wieder erbarmungslos an und treibt eine Schneise der Verwüstung vor sich her, die bei mir zu Hause nicht halt macht. Schon kippen die IKEA-Regale und der Schädel wackelt... Dann aber folgen immer wieder coole Breaks oder eingestreute Samples verzerrter Stimmen, die aufhorchen lassen und zeigen, dass Sinister auch anders können, als nur blindwütig vorwärts zu prügeln und zu zerstören. Der Spielwitz ist es gerade, der diese Scheibe zu einem Genuß macht. Eine gute Investition!


Annihilation of the Wicked
Annihilation of the Wicked
Preis: EUR 20,53

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nahe an der Perfektion, 13. April 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Annihilation of the Wicked (Audio CD)
Kaum eine andere Band aus diesem Bereich spielt derart technisch brillanten Speed-Grind-Death. Auch auf dieser fett produzierten CD übertreffen sich die Prügelknaben von NILE mit jedem Track auf's Neue an filigranen Soli, cleveren Tempiwechseln oder absurder Geschwindigkeit. Natürlich muss man die Stimme mögen, die meistens extrem tief und grindlastig aus den Boxen dröhnt. In diesem Bereich wird eher weniger Abwechslung geboten. Es ist aber vor allem die etwas andere, orientalisch angehauchte Atmosphäre der NILE-Songs, die einzigartig ist, und sich einem vor allem bei wiederholtem Hören immer mehr erschließt. Eine famose Scheibe!
Wer die Möglichkeit hat, NILE einmal live zu sehen, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen. Denn auch die Live-Performance steht den Darbietungen auf den Studioalben in nichts nach. Noch dazu sind die Jungs von NILE nicht mehr die Jüngsten, und so ist es um so erstaunlicher, mit welcher Perfektion und mit welchem Einsatz sie zu Werke gehen.


Grand Theft Auto: San Andreas (DVD-ROM)
Grand Theft Auto: San Andreas (DVD-ROM)
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 16,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome to America, 16. März 2006
Nachdem ich GTA III und GTA Vice City bereits vor einigen Jahren auf der PS2 durchgespielt hatte, nahm ich mir vor ca. einem Monat GTA San Andreas zur Brust. Vor Kurzem sah ich den Abspann und muss nun zusammenfassend sagen: Ein sehr gutes und unterhaltsames Spiel, dessen Stärken bei weitem die offensichtlichen Schwächen überwiegen.
Es mag schon sein, dass die Steuerung immer noch etwas konfus ist (deswegen empfehle ich hier grundsätzlich das Spielen mit Joypad), dass die Framerate auch bei überdimensionalen Hardware-Voraussetzungen an manchen Stellen spürbar in die Knie geht, dass häufige Pop-Ups die grafische Präsentation weiter trüben, oder dass das Missionsdesign sehr simpel gestrickt ist.
Allerdings sind die erkundbare Welt und die Bewegungsfreiheit so groß, wie man sie in keinem anderen Spiel erleben kann. Diese gigantische Simulation hat nun mal ihren Preis, was beispielsweise die grafische Präsentation anbelangt. Da darf man keine Doom3-Texturqualität erwarten. Und auch wenn sich die Minispielchen, die man allerorten zocken kann, in den Missionen häufig fortsetzen, motiviert die Fortführung der Story zu jeder Zeit zum Weiterspielen.
Die Verlagerung der Story auf drei Metropolen bringt es allerdings mit sich, dass die Story nicht gar so kompakt wirkt, wie noch in Vice City. In San Andreas dauert es einfach zu lange, bis man von einer Stadt zur nächsten kommt. Das ist wahrlich realistisch, verhindert aber, dass man 'mal kurz' von San Fierro rüber nach Los Santos cruised. Klar, so etwas ist auch nicht notwendig im Gameplay-Sinne, da sich die jeweiligen Missionen immer auf eine Stadt und ihr Umfeld konzentrieren, bevor es dann für längere Zeit zur nächsten geht.
Generell vermitteln die Städte (vor allem Los Santos und Las Venturas) nicht mehr dieses Urlaubsgefühl, wie es oft bei Vice City aufgekommen ist. Dafür wirkt Los Santos zu urban. Ähnlich wie die Vorlage bei Las Vegas wirkt auch Las Venturas wie vom Reißbrett. Mir persönlich ist das zwar egal, die Atmosphäre ist damit aber logischer Weise eine andere.
Über jeden Zweifel erhaben ist die Story. Mitnichten finde ich es störend, dass die komplette Handlung im Gangsta- und Hip-Hop-Milieu angesiedelt ist, auch wenn ich mit dieser Art Lebensform oder auch Musik rein gar nichts anfangen kann. Die Story ist derart witzig, kurzweilig und überdreht erzählt, dass ich nicht selten lautstark vor dem PC bei irgendeiner der häufigen Zwischensequenzen lachen musste. Hier haben sich die Jungs von Rockstar wirklich viel einfallen lassen. Auch die Möglichkeit seinen Charakter in vielen Facetten zu trainieren und aufzubohren, ist motivierend und gegen Ende des Spiels wichtig, weil verbesserte Waffen-Skills gerade bei Gangwar-Missionen einiges erleichtern.
Ein Spiel wie Amerika,... mit auf den ersten Blick unbegrenzten Möglichkeiten, die im Endeffekt gar nicht so unterschiedlich und vielgestaltig sind,... dafür aber durchaus unterhaltsam.


Creep
Creep
DVD ~ Franka Potente
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 9,60

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kleiner Anti-Mainstream-Schocker, 24. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Creep (DVD)
Wenn man den Film gesehen hat, ist es ziemlich gut nachvollziehbar, dass sich hier die Geister scheiden. Denn in der Tat verfügt der Film nicht gerade über einen komplexen Handlungsverlauf. Dennoch hat CREEP ganz eigene Stärken. Kurz zum Film: Eine etwas überspannte Trulla (gespielt von Franka Potente)schläft auf einem U-Bahnhof ein, verpasst den letzten Zug, und erwacht eingeschlossen in Londons Underground. Blöd gelaufen. Überraschender Weise trifft sie dann noch einen Kollegen, der ihr auf Koks (und auch so) gleich mal an die Wäsche will. Im letzten Augenblick kommt ihr allerdings jemand zur Hilfe, der es mit ihr ebenfalls nicht wirklich gut meint. Eine mörderische Hatz beginnt...
Bis Franka und die Zuschauer wissen, um welche Art von Lebewesen es sich bei diesem furchteinflößenden Unbekannten handelt, arbeitet CREEP mit klassischen Elementen des Suspense-Horrors, wie wir sie von Halloween u.ä. Filmen bereits bestens kennen. Da ist so etwas wie ein schwarzer Mann,... und der macht Stress! Allerdings ändert sich bei CREEP alsbaldigst der Fokus der Betrachtung. Da ist nicht nur die fliehende Franka, wie so oft zu Fuß unterwegs, sondern da ist auch der Creep, dem man bei seinen irren Verhaltensweisen über die Schulter blicken darf. Gerade im späteren Verlauf des Films tritt dadurch die Figur des Creep mehr aus dem Schatten als beispielsweise ein Michael Myers oder ein Jason, die ja beide stets nur als völlig eindimensionale Killermaschinen dargestellt werden. Dass dies ein zweischneidiges Unterfangen ist, darf niemand überraschen. Meines Erachtens sind die nicht-plakativen Auftritte des Creep zwar rar gesät, dennoch besitzen sie mehr als eine reine Alibifunktion für gewalttätige Szenen.
Eines wird durch die Darstellung des Creeps auf jeden Fall gewährleistet: Auch wenn kein Motiv für das Handeln des Creep ausdrücklich erwähnt wird, kann man dies selbst durch gewisse Details seines Spiels und durch Details des Ambientes erschließen. Bezeichnend für die geniale Schauspielleistung des Creep ist es zudem, dass man ihn eben nicht durch irgendwelche ausdruckslosen und tumben Serienkiller hätte ersetzen können, ohne dabei der Atmosphäre des Films nachhaltig zu schaden. Der Film wird v.a. durch die kranke und unheimliche Darstellung des Creep getragen, von der die besagte OP-Szene den Höhepunkt darstellt.
Im krassen Gegensatz dazu steht mal wieder die schauspielerische Leistung von Franke Potente. Sie läßt zu wünschen übrig, da sie die Glaubwürdigkeit kaum zu transportieren vermag. Dass sie die deutsche Synchro gleich noch mitmacht, merkt man in dieser Hinsicht leider ebenso. Seltsamer Weise klingt sogar die englische Tonspur überzeugender!
Zur Brutalität muss gesagt werden, dass einige wenige Szenen in CREEP eine FSK 18 Einstufung nahelegen. Allerdings ist der Gewaltfaktor in den vergangenen zehn Jahren in den Filmen allgemein derart angestiegen, dass man sich hierzu fast schon kein Urteil mehr bilden kann.
Man mag von der Handlung des Films nicht viel halten, der Look und das Spiel mit der Angst halte ich für gelungen. Die Optik wirkt schmutzig und schäbig, wie es in den U-Bahnhöfen von London ja auch wirklich der Fall ist. Des weiteren gibt es eine Menge Schockeffekte, gutes Make-Up und ein paar ganz besonders derbe Szenen. Dies alles, zusammen mit der beeindruckenden Darstellung des Creeps, hebt den kleinen Schocker über jeden (albernen) Mainstream-Slasher in MTV-Videoclip-Ästehtik. Hier wird nicht gelacht!


Back to Times of Splendor
Back to Times of Splendor
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 11,85

7 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Noch zu unausgereift..., 2. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Back to Times of Splendor (Audio CD)
In der Tat muss man das, was Disillusion hier fabrizieren, als progressiv bezeichnen. Leider aber sind sie in diesem Bestreben weit über das Ziel hinaus geschossen. Ohne Zweifel können alle musizieren und Technik, Spielwitz und Produktion sind einwandfrei (deswegen auch zwei Sterne). Das Songwriting hingegen entbehrt jeglicher Homogenität. Andauernde Rhythmus- und Tempiwechsel mögen schön und gut sein, solange der innere Zusammenhalt eines Songs dabei nicht verloren geht. Dies geschieht allerdings bei fast jedem Track auf Disillusions Debut-CD. Da helfen auch keine Streichereinlagen oder schöne Melodieparts, wenn sie lediglich für sich stehen. Unangenehmer stößt nur noch auf, dass die Clean-Voice-Passagen, die auf dem Album die Growls überwiegen, schlicht und ergreifend schlecht sind. Das mag nun ein hartes Urteil sein, aber meines Erachtens kann der Sänger nicht wirklich gut singen. Und das ist noch übertrieben. Ein bisschen weinerlich und dissonant herum zu stammeln reicht einfach nicht!! Schade, denn vom Ansatz her wissen Disillusion durchaus zu gefallen, gerade weil sie in der Lage sind, sowohl softer als auch druckvoll und hart nach vorne zu spielen. Wenn sie ihr Konzept bzgl. des Songwritings allerdings nicht ändern, wird diese Band in keinem Fall 'groß' werden, was nicht unbedingt etwas heißen mag, wenn 'Groß' doch nur ein Synonym für 'Mainstream' ist. Und in DIESE Schublade kann man Disillusion wirklich nicht stecken.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2012 8:24 PM CET


Iowa
Iowa
Preis: EUR 8,99

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tatsächlich ein großer Wurf, 12. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Iowa (Audio CD)
Wer kennt heutzutage NICHT Slipknot? Auf der einen Seite stehen mediale Kolportage und die selbstgewählte Darstellungsform der Band in der Öffentlichkeit, auf der anderen Seite aber steht die Musik an sich. Gönnen wir letzterer ein vorurteilsfreies und offenes Gehör, so muss anerkannt werden, dass diese Band in ihrem musikalischen Schaffen ohne Vergleich ist. Das ist nicht Nu-Metal, Heavy-Metal, Metalcore oder irgendeine andere Schublade, sondern einfach nur.... Slipknot. DIESE Art der Zusammenfügung musikalischer Elemente ist wahrlich originär.
Bislang gibt es drei Alben von Slipknot, und das zweite, IOWA, halte ich persönlich für das beste. Die erste CD, noch eher etwas hektisch ausgefallen, sowie die dritte Scheibe, welche zwar immer noch recht gut ist, ihre größten Momente aber einem Kompromiß mit dem Mainstream zuschreiben muss, sind beide auch über jeden Zweifel erhaben. Auf IOWA aber gelingt die absolute Synthese von musikalischer Härte und Gefühl. Dies ist v.a. - natürlich - Corey, dem genialen Sänger, zu verdanken, der nach wie vor einer der besten Sänger/Shouter/Rapper/Schreihälse überhaupt ist. Zum anderen besticht neben der fetten Produktion die jederzeit souveräne technische Überlegenheit dieser Band. Das ist einfach nur gut. Mehr kann man gar nicht sagen. Selbst nach einigen Jahren nicht. Da kommt nichts ran (in DIESEM Sektor).
Was bleibt also? IOWA ist ein geniales Album, vollgestopft mit viel Aggression, viel Hass, viel Power, wunderschönen Melodien, auch mit melancholischen Momenten und vielgestaltiger soundtechnischer Raffinesse, die wiederholtes Hören immerfort anreichert mit neuen Entdeckungen und Überraschungen. Nur muss man auch gewillt sein, diese Musik an sich ran zu lassen. Ist dies der Fall, heißt es, sich zurück zu lehnen und einem Genuß ganz besonderer Art zu frönen: MUSIC at its best!


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