Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More madamet fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Herr Odes > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Herr Odes
Top-Rezensenten Rang: 35.828
Hilfreiche Bewertungen: 1008

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Herr Odes "hdpi"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11
pixel
Moby-Dick: Neu übersetzt von Matthias Jendis (Klassiker der Kinderliteratur, Band 13)
Moby-Dick: Neu übersetzt von Matthias Jendis (Klassiker der Kinderliteratur, Band 13)
von Herman Melville
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 'Ein Walbulle im Karpfenteich der Romanliteratur', 14. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Kind sah ich vor (hunderten von) Jahren John Hustons Moby Dick Verfilmung im Fernsehen. Seitdem war ich geradezu traumatisiert. Die Bilder von Ahab (glorios: Gregory Peck), der auf dem weißen Wal kniet, und immer und immer wieder seine Harpune in den Körper des Wals rammt, und dabei in seiner maßlosen Besessenheit brüllt: 'Ich werde dich verfolgen bis zu meinem letzten Atemzug', malträtierten mich damals noch lange Zeit in meinen Träumen. Der arme Wal! Dieses Trauma ist nun glücklicher Weise überwunden, nicht zuletzt aufgrund der von Matthias Jendis neu übersetzten Ausgabe, die erstmalig auf einem gesicherten Ausgangstext beruht. Und wie es Daniel Göske am Ende seines Nachworts zu dieser Ausgabe so treffend auf den Punkt bringt (siehe Titel der Rezension), zeigt sich Moby Dick in dieser Fassung entstaubt von der naiven Romantik der Jugend- und Abenteuerromane. Statt dessen präsentiert sich Melvilles zeitloses Werk in einem Lichte, das jedem Literatur-Liebhaber den Atem verschlagen wird. Die faszinierende, teils barocke Sprache, die unterschiedlichen Erzählweisen, die stilistischen Facetten, sowie der bisweilen tiefgründige Humor, und überhaupt der gesamte Kosmos des Daseins - ob lebensnah, philosophisch oder metaphorisch - in einer Nußschale (der Pequod)zusammengepresst: Die Jagd nach dem Wal bietet all das und noch viel mehr. Da spielt es auch keine Rolle, ob einige wissenschaftliche Exkursionen aus heutiger Sicht antiquiert und überholt erscheinen mögen, denn solche thematischen Abhandlungen lassen einen nur um so mehr in die damalige Zeit eintauchen. Jeder, der gewillt ist, sich auf diese Lektüre vollumfänglich einzulassen, wird schnell feststellen, dass Melvilles Moby Dick in dieser Ausgabe wesentlich moderner ist als es viele derjenigen Autoren jemals zu sein vermögen, die sich heute in den nichtssagenden Bücher-Bestenlisten wiederfinden, und an deren Machwerke sich selbst geneigte Leser schon nach wenigen Jahrzehnten nicht mehr erinnern werden.


Der Großtyrann und das Gericht: Roman
Der Großtyrann und das Gericht: Roman
von Werner Bergengruen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kleinod, 29. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Egal, ob man Bergengruens bereits 1935 erschienenen Roman nun als Beispiel oppositioneller Literatur während der Zeit des Dritten Reichs oder aber als politisch-historischen Kriminalroman (zeitlich zwischen dem 13.-15. Jahrhundert angesiedelt) verstehen will: Dieses Werk des deutschbaltischen Schriftstellers ist ein literarisches Ausnahmeereignis. Zum einen ist die Sprache in ihrer Melodik und Dynamik geradezu von betörender Schönheit. Zum anderen dienen der anfangs verursachte Mord und die darauf folgende Aufklärung des Verbrechens, die zunächst dem simplen Schema eines Kriminalromans folgt, als vielfach genutzte Diskussionsplattform für philosophisch-moralische Themen wie Schuld, Wahrheit, Gerechtigkeit und der unterschiedlichen Beweggründe für den Plebs und dessen Alleinherrscher mit innehabender Gerichtsbarkeit. Diese Debatten sind erhellend und auch heute noch von aktuellem Gewicht. Hinzu kommt eine psychologische Ausarbeitung der Charaktere und ihrer Verstrickungen, die in ihrer Tiefgründigkeit überzeugt, auch wenn sich dem geneigten Leser, ob der humor- und liebevollen Charakterzeichnung nicht selten ein Schmunzeln ins Gesicht zeichen wird. Weniger als eine klare Leseempfehlung für dieses literarische Kleinod läßt sich nicht aussprechen.


2666: Roman
2666: Roman
von Roberto Bolaño
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finstere Psychose jenseits der Lesegewohnheiten, 28. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: 2666: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schön, dass es auch noch gute Bücher gibt. Bücher, die Konzepte und sprachliche Umsetzungen jenseits althergebrachter Lesegewohnheiten anbieten. Denn Geschichten mit all den gleichen abgenutzten Motiven und Erzählweisen findet man schließlich zur Genüge im immer anspruchsloser werdenden Bücherdschungel, der stupide von medienmanipulierten Fastfood-Lesern durchforstet und sinnentleert niedergeholzt wird (die plumpe Metapher sei mir an dieser Stelle verziehen). Auch wenn es einem bei 2666 nicht leicht gemacht wird: Bolanos Erzähltechnik, der sprachliche Stil und seine psychologische Raffinesse - danke an die m.E. gute Übersetzung - sind faszinierend. Allein den ersten Teil der Kritiker verfolgte ich in atemloser Spannung. Dabei geschieht auf diesen knapp zweihundert Seiten kaum etwas. Dennoch zog mich die Geschichte in den Bann. Hochgradig mysteriös dünkten mir anfangs die Verstrickungen und die Begebenheiten um diesen komisch kauzigen Schriftsteller Archimboldi, von dem man lange Zeit gar nicht weiß, ob es sich vielleicht doch nur um ein Phantom handelt. Aber mit geradezu hypnotischer Anziehungskraft spinnt Bolano das Netz der Zusammenhänge, welches zunächst unübersichtlich und geradezu unentwirrbar erscheint, weiter. Spätestens bei der schmerzhaft detaillierten und nicht enden wollenden Aneinanderreihung von brutalen Frauenmorden gewinnt die Metaebene des Romans grauenhaften Raum und Tiefe, und erst dann eröffnet sich dem Leser nach und nach die ganze Dimension dieses Schauerstücks. 2666 ist neben den literarischen Ansprüchen v.a. ein psychologisches Bravourstück, das auf dem weiten Feld der Belanglosigkeiten unserer aktuellen Mainstream-Belletristik und sog. modernen Möchtegern-Literatur glücklicher und trauriger Weise zugleich völlig für sich alleine steht.


Unendlicher Spaß: Infinite Jest. Roman
Unendlicher Spaß: Infinite Jest. Roman
von David Foster Wallace
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke, DFW, 31. Juli 2010
Es mag vielleicht absurd erscheinen, aber für mich hat David Foster Wallace mit Unendlicher Spaß DEN Entwicklungsroman der Postmoderne bzw. der Neo-Postmoderne geschrieben. Seine Hauptcharaktere wandern durch das Fegefeuer einer unerfüllten oder enttäuschten Sinnsuche, eines individuellen Scheiterns, das sich auch global extrapolieren lässt. Die Welt wirkt in ihrer Komplexität befremdlich, der Leistungsdruck ist hoch, dass er nicht nur den Geist sondern auch den Körper längst deformiert hat. Die Umwelt ist völlig zugrunde gerichtet, und die Gesellschaft als solche wird als sozial abgewirtschaftet und marode beschrieben. Das Loslassen und sich Entgrenzen von einer per se vergeblichen Sinnsuche wird bei DFW noch weit mehr auf die Spitze getrieben, als dies in unserer heutigen Zeit die um sich greifende Konsum-Verblödung auf den ersten Blick nahe legen mag. Das Mastertape der sagenumwobenen 'Unterhaltung' (quasi betreutes Sterben durch die Glotze), das in Unendlicher Spaß von verschiedenen Fraktionen gesucht wird, macht schon mal gehörig Lust auf eine Zukunft ohne Trash-TV- und Multimedia-Nerds.... Auch wenn der Fokus größtenteils auf abgehalfterten Charakteren ruhen mag, die Motive sind - auf den Menschen bezogen - umfassender Natur. Dabei siedelt DFW sein skurriles Szenario in einer Zukunft an, die bisweilen so abgefahren und schräg wirkt, dass es den Protagonisten wie auch dem Leser nicht immer leicht gemacht wird, sich darin zurecht zu finden. Die Sprache steht diesem Umstand in nichts nach. Fremdwörter und Verklausulierungen en masse. Die Komplexität durchzieht jede Ebene dieses unfassbaren Werks. Aber nicht zuletzt ist es auch der kongenialen Übersetzung geschuldet, dass Unendlicher Spaß trotz allem gut lesbar bleibt. Die immer wieder eingestreuten Slang-Ausprägungen und Idiolekte - bei sprachlich unsensiblen Übersetzungen meist eine Zumutung für den Leser - wie auch die umfassende Wortakrobatik wirken hier authentisch und anregend. So bitter die Schilderungen oftmals sein mögen: Unendlicher Spaß ist nicht nur finster, unangenehm und verstörend, sondern auch humorvoll, spannend und reich an Situationskomik. Ein großartiges literarisches Ausnahmeerlebnis.


Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction (uncut)
Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction (uncut)

3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Frischzellenkur, 30. Juni 2010
Zunächst: Der umstrittene und hier auch heftig debattierte Kopierschutz soll an dieser Stelle außen vor bleiben. Dies auch deswegen, da ich beim Spielen keinerlei Probleme damit hatte. Keine Abstürze, keine Savegame-Verluste, und auch das Auto-Updating funktionierte problemlos.

Zum Game selbst:

Ich habe bislang alle SC-Teile am PC durchgespielt. Pandora Tomorrow und v.a. Chaos Theory halte ich nach wie vor für herausragende Spiele-Entwicklungen, die nicht nur vom Gameplay her sondern auch von der Grafik zur jeweiligen Zeit Vorzeigestatus hatten. Mit Double Agent gab es dann m.E. einen lieblosen und völlig verhunzten Ableger, der eine Wiederbelebung dieses Spiel-Genres dringend erforderlich machte. Mit SC Conviction ist dies durchaus gelungen. Aber das Rad der Zeit hat sich nun mal weiter gedreht, und auch Sam Fisher ist nicht mehr der Alte aus den vorangegangenen Teilen. Denn nach dem angeblichen Ableben seiner Tochter Sarah hat er sich aus dem Business zurückgezogen. In SC Conviction wird er erneut 'angeworben'. Allerdings arbeitet er nun quasi auf eigene Rechnung. Diesen Hintergrund sollte man im Auge behalten, wenn man die Wegrationalisierungen einiger vormals stilprägenden Handlungselemente kritisiert. Denn in Conviction wird in der Tat weniger geschlichen, Schlösser geknackt (nun gar nicht mehr), leblose Körper versteckt, und an Balustraden herumgetänzelt. Aber mal ehrlich: Wenn ich primären Wert auf diese 'alten' Qualitäten lege, kann ich auch die vorangegangenen Teile spielen, denn besser als in PT oder CT geht es eigentlich eh nicht.

Statt dessen serviert uns Ubisoft mit SC Conviction eine gelungene Mischung aus Schleich-Action-Shooter in hervorragendem graphischem Gewand. Die neuen Deckungs-Funktionen, die Farbwechsel zwischen hell/sichtbar (Farbe) und dunkel/unsichtbar (schwarz-weiß), die v.a. dynamisch ansprechende Eliminierung mittels der Markierungen, die komprimierte Steuerung, und die erwachsene Präsentation machen ungemein Spaß. Natürlich wird das Gameplay dadurch in manchen Dingen auch simplifiziert, ABER der Spielspaß bleibt erhalten, auch wenn sich der Fokus ändert, und das ist für mich entscheidend.

Eine Sache muss an dieser Stelle nochmal ganz klar hervorgehoben werden: Es ist richtig, dass es einige Spielabschnitte gibt, in denen zwangsläufig ziemlich herumgebolzt werden muss. Aber die meiste Zeit hat es der Spieler in der Hand, wie er selbst die Situationen löst. Natürlich kann ich oftmals auch durch wildes Geballer durch die Gegnermeute rennen, und hoffen, dass ich zum nächsten Checkpoint komme, ohne vorher niedergestreckt zu werden, oder ich schieße aus wechselnder Deckung alle nieder. Aber Spaß macht das nur wenig. Wem es nur darum geht, das Game schnell durchzuzocken, der wird hier in der Tat enttäuscht sein. Denn SC Conviction schiebt dieser Vorgehensweise nur selten einen Riegel vor. Fette Punkte und v.a. weniger Streß und Freude am eigenen Vorgehen erntet man primär dann, wenn man clever spielt. Und das heißt: Gegnerroutinen ausspechten, isolierte Feinde per Hand-to-Hand-Action killen, Gruppierungen mittels Markierungsmethode schnell ausschalten, gezielt vorrücken, usw... und das kommt den alten SC Teilen dann wieder sehr nahe. Und das Wichtigste: Das neue SC Conviction macht ordentlich Laune. Einzig die Kürze des Games verleitet mich dazu, 4 statt 5 Sterne zu geben.


Wipeout HD Fury
Wipeout HD Fury
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 24,35

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Euphorie und Wahnsinn in HD, 15. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Wipeout HD Fury (Videospiel)
Wipeout war damals das Spiel, das mich zum Kauf der PSX veranlaßt hat. Das ist mittlerweile unfassbare 15 Jahre her. Aber keinen Wipeout-Ableger spielte ich leidenschaftlicher und verbissener wie den Nachfolger Wipeout 2097. Allein die erste Strecke im Tournament spielte ich damals auf Perfect Lap mit einem Kumpel um die Wette, und oftmals nach der Schule gab es Hiobsbotschaften über neue Rundenrekorde des anderen, die einen sofort und stundenlang vor die Konsole zwangen, um die neue Bestzeit zu unterbieten. Dann kam das etwas mäßigere WipeOut 3 und später für die PS2 Wipeout Fusion mit einigen neuen Modi usw. Ich spielte alle diese Teile bis zum Abwinken. Allerdings besitze ich keine PSP, so dass ich um so erfreuter war, als ich hörte, dass es auch für die PS3 ein 'neues' Wipeout geben würde. Mittlerweile habe ich den Titel natürlich zu Hause, und ich habe sowohl FURY als auch HD auf 'schwer' vergoldet. Der Weg bis dahin war allerdings sehr mühsam, denn schaltet man in höheren Ligen (z.B. Aftermath) nicht die Pilotenunterstützung zu, was ich aus Gründen des Stolzes freilich ablehne, ist die Verzweiflung stets des Spielers innigster Begleiter. Und ich muss zugeben, dass ich selten derbere Wutanfälle und Aggressionsschübe vor meiner Glotze bekommen habe, wenn ich z.B. noch in der letzten Kurve mit zittrigen Händen die Bande touchierte, und mich statt auf der ersten sofort auf der letzten Position wiederfand. Eines der fast unzerstörbaren PS3-Gamepads musste dran glauben, Knochenabsplitterungen am Handgelenk und Polizeibesuche zu morgendlicher Stunde wegen ruhestörendem Wutgeheul musste ich in Kauf nehmen, bis ich schließlich die letzte Goldmedaille eingefahren hatte. Das Balancing war von jeher ein Problem bei Wipeout, und auch im neuesten Ableger ist das wieder der Fall. Denn wenn man sich z.B. in den Einzelrennen erst mal per glücklichem Zufall ob der Waffenauswahl schon nach einer Runde bis vor in die Spitzengruppe (1-3) schieben kann, ereilt einen die zumeist unvermeidbare Rache der konsolengesteuerten Mitstreiter. Es tobt dann sogleich ein derartiges Bombardement, dass alles zu spät ist. Generell ist zu sagen, dass sich Wipeout, wie schon in den früheren Ablegern, mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad immer mehr zu einem bedingungslosen Ballerspiel entwickelt. Sofern man hier nicht mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen antwortet, ist man bald allein auf weiter Flur ... nämlich als Letzter des Feldes. Ähnlich ärgerlich ist der Umstand, dass man in den hochrangigen Tournaments aufgrund der zunehmenden Geschwindigkeit oftmals von der Strecke fliegt oder sogar in der Architektur der Strecke hängenbleibt, was bei mir gegen Ende hin wiederum zu fast schon pathologischen Wutausbrüchen geführt hat. Hier noch ohne Berührung der Bande und dennoch auf Sieg (Gold) zu spielen, ist fast unmöglich. Es bedarf viel Übung und genauer Kenntnis der Strecke, um eine Chance zu haben.

Pro:
- Die Grafik ist 1A. Teilweise sind die einzelnen Strecken aufgrund der Detailfülle fast schon unübersichtlich. Da es sich um ein futuristisches Rennspiel handelt, ist die Optik kühl und steril.
- Das Gleiter-Feeling ist bislang immer noch einzigartig.
- Es gibt wieder einen Turbostart in den dafür relevanten Challenges (Einzelrennen, Turnier, Eliminator usw.).
- Auch weiterhin gibt es Turniere in den verschiedenen Rennklassen.
- Die elektronische Musikuntermalung ist selbst beim zigsten Spielen angenehm und motivierend
- Viele spassige Modi, die einen beim Zocken immer besser werden lassen (Detonator, Zonekampf, Eliminator, Zone-Trophy, Zeitrennen, Schnellste Runde, usw.)
- langanhaltende Motivation und viel Spielspass, sofern man vor dem Durchspielen nicht noch eine Gewalttat gegen die Konsole und ihre peripheren Gerätschaften aufgrund des stellenweise hohen Frustlevels begeht

Contra:
- Balancing in höheren Wettkämpfen unausgegoren
- die Übersicht leidet bei Waffenterror
- Streckenführung bei höchsten Geschwindigkeiten (Phantom+++) in vielen Fällen suboptimal.

Da ich bislang nur Offline gespielt habe, kann ich zum Multiplayer an dieser Stelle nichts sagen.

Trotz der Kritik und dem Frust: Ich hatte viel Spaß beim Durchspielen (meine Nachbarn wohl weniger). Selten habe ich bei einem Game mehr gebrüllt - und mehr gejubelt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2014 12:30 PM MEST


Middlesex. Roman
Middlesex. Roman
von Jeffrey Eugenides
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

9 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ambivalentes Lesevergnügen ohne großen Tiefgang, 8. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Middlesex. Roman (Taschenbuch)
In epischer Breite legt uns Eugenides in diesem Buch die Lebensgeschichte eines Hermaphroditen vor. Gleich zwei Generationen tief wühlt sich Eugenides hinein in das inzestuös bedingte Geflecht der Chromosomen-Anomalie, die letztendlich seinen Erzähler geschlechtlich determiniert bzw. nicht eindeutig determiniert hat. Dabei entbehren seine Schilderungen keinesfalls eines gewissen humorvollen Unterhaltungswerts. Aber so viele Details auch bzgl. der Vorgeschichte der Hauptperson in den Fokus der Leserschaft gezerrt werden,... Calliope, die Hauptfigur, bleibt in ihren Wünschen und Bestrebungen leider genauso wenig konkret herausgearbeitet wie ihr Geschlecht. Deswegen hatte ich als Leser auch weit mehr Freude an den ausführlichen Rückblenden bzgl. Calliopes Großeltern und Eltern sowie ihren Verwicklungen und Nöten des damaligen Alltags, als schließlich mit der dürftigen Bio von Calliope selbst. Denn hier weiß sich Eugenides nur relativ wenig mit der sicherlich komplexen Materie zu behelfen. Gerade die Problematik der eigenen sexuellen Identitätsfindung und ihrer enormen Schwierigkeit in diesem Fall bleibt zurück hinter witzig verbrämten Anekdoten einer zum größten Teil unerfüllten Liebe zu einer Mitschülerin. Und mit den schwül sinistren Ausführungen erster sexueller Kontakte spart Eugenides leider nicht an infantil voyeuristischen Bildern, die zwar die Neugier eines Großteils der Leserschaft befriedigen dürften, zugleich aber auch als Vorlage für harmlose und oberflächliche Hamilton-Weichzeichner-Filme herhalten könnten. Mich persönlich hätte vielmehr interessiert, wie sich Cal später noch mit dem Thema einer möglichen OP auseinandersetzt (nach der ersten Ablehnung und Flucht). Hier bleibt Eugenides völlig undifferenziert. Zwar hat man als Leser das Gefühl, dass sich Cal zu Frauen hingezogen fühlt, zugleich wird eher resigniert davon berichtet, dass es aufgrund der körperlichen Ausprägung leider (!) zu meist nicht mehr als unverbindlichen ersten Treffen kommt, aber inwiefern Cal selbst diese Situation ändern möchte bzw. inwiefern sich Cal mit den Möglichkeiten zu einer Anpassung auseinandersetzt, bleibt aussen vor. Statt dessen wird der Leser gegen Ende des Buches noch mit allerlei abstrusen Situationen konfrontiert, in denen viel zu dick aufgetragen wird. Ich hatte den Eindruck, Eugenides wollte den ultimativen Hermaphroditen-Roman schreiben und kein mögliches Detail auslassen, das einer Boulevard-Schlagzeile würdig sein könnte. Anders kann ich mir z.B. die peinliche Szene mit der Pool-Freakshow nicht erklären, die in ihrer unbeholfenen Darstellung nur eines ist: Überflüssig. Schade, dass sich Eugenides nicht etwas tiefschürfender um Calliopes eigene Bio gekümmert hat. Trotz dem großteils humorvollen und unterhaltsamen Werk verbleibt es in den entscheidenden Momenten oberflächlich und unentschlossen.


Die Einsamkeit der Primzahlen
Die Einsamkeit der Primzahlen
von Paolo Giordano
  Gebundene Ausgabe

30 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Viel zu simpel gestrickt, 7. November 2009
Giordano versäumt es meines Erachtens in epischer Breite, die Crux der angeblichen Außenseiter plausibel und v.a. sensibel darzustellen. Das wird zwar hier immer wieder behauptet, aber das einzige, was Giordano beschreibt, sind oberflächliche, stereotype Bilder der beiden ach so unverstandenen traumatisierten Eigenbrötler, die prinzipiell doch eigentlich ganz nett und liebenswert sind, usw... Hier gibt es kaum echte Ecken und Kanten, und noch weniger gibt es tiefe Einblicke in das Fiasko und den Gedanken-Zirkel der Betroffenen. Statt dessen spart Giordano justament an den entscheidenden Stellen mit Erklärungen, die ihn auch als Schriftsteller hätten fordern können. Was geschah damals im Schnee mit Alice? Ich dachte ja zunächst, sie würde erfrieren. Aber Pustekuchen! Der Leser wird bzgl. des genauen Hergangs im Dunkeln gelassen. Denn wie reagierte z.B. der ehrgeizige Vater auf den 'Unfall', die eigentliche Verweigerung der Tochter? Und wo ist Mattias Zwillingsschwester abgeblieben? Was geschah damals im Park? Wie liefen die Suchaktionen ab? Auch hier die Frage: Was waren die direkten Reaktionen der Eltern auf Mattias Verhalten? Oder wie endete Alices Besuch bei diesem jungen Arzt, als sie sich auf der Toilette einsperrte, um sich zu übergeben und Essen verschwinden zu lassen? - Der Autor macht es sich hier reichlich leicht, denn solche Situationen der Eskalation glaubwürdig darstellen zu können, zeichnet einen guten Autor aus. Giordano spart sich all das durch Zeitsprünge und pseudotiefgründige Philosophastereien, die schnell abgenutzt erscheinen und langweilen. Schade.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2014 10:00 PM MEST


Stadt der Diebe
Stadt der Diebe
von David Benioff
  Gebundene Ausgabe

12 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unangemessen naives Märchen vor finsterem Hintergrund, 24. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Stadt der Diebe (Gebundene Ausgabe)
Benioffs Roman war für mich eine Enttäuschung. Die Geschichte ist vor dem historischen Hintergrund derart verträumt und naiv, dass sie allenfalls als Kindergeschichte begeistern könnte. Wären da nicht einige brutale Szenen, die zwar die Entbehrungen und Gräuel des Krieges verdeutlichen sollen, die aber in ihrer teilweise willkürlich wirkenden Einbindung in die Geschichte (vgl. die Kannibalen) und v.a. durch die plakative Darstellung weniger betroffen machen als vielmehr verärgern und unseriös wirken. Grauenhaft sind zudem die scherenschnittartigen Charaktere, die es dem Leser von der ersten Seite an kaum ermöglichen, sich mit den Figuren zu identifizieren, die von Benioff unsäglich plump gezeichnet werden. Letztendlich bleibt nicht viel übrig von diesem Buch, denn auch die 'Story' ist bestenfalls als abwegig und unrealistisch zu bezeichnen. Auch wenn man einer solchen Kritik erwidern möchte, dass es letztendlich - trotz biographischer Anleihen - immer noch eine fiktionale Geschichte sein soll, muß gesagt werden, dass auch für eine fiktionale Geschichte ein Maßstab an Glaubwürdigkeit gilt. Und dieser wird in 'Stadt der Diebe' kontinuierlich unterschritten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2010 8:19 PM MEST


[ Rec]
[ Rec]
DVD ~ Manuela Velasco
Preis: EUR 11,49

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bitte nicht aufnehmen!, 14. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: [ Rec] (DVD)
Nach all den guten Rezensionen und Kritiken habe ich mir von diesem Film deutlich mehr erwartet. Einzig was ich REC zu Gute halten kann, ist der realtiv konsequent durchgezogene Realismus. Hier wird nur selten brachial übertrieben und z.B. übermäßig Blut wie aus dem Gartenschlauch verspritzt. Leider hat man sich auch mit schweißtreibender Gruselstimmung und paralysierenden Schockersequenzen zurückgehalten. Deswegen schaue ich mir eigentlich einen Horror-Grusel-Streifen an. Aber hier... Naja.

Negative Punkte:
- Die Hauptdarstellerin ist die totale Fehlbesetzung. Da wäre jede Schaufensterpuppe oder Steckrübe besser gewesen.
- Die Synchronisation ist oftmals asynchron. Noch dazu nervt die Stimme der Moderatorin. DAS ist der echte Horror.
- Sofern man im Zombie- und allg. im Horror-Genre bisschen bewandert ist, erkennt man viele Szenen und Ideen wieder, die so bereits - v.a. besser - in anderen Filmen bereits verwurstet worden sind.
- Die 'Aufklärung' der Story ist sehr mau geraten. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht.
- Die Idee, die gesamte Story aus Sicht der Kamera zu erzählen, ist seit Blairwitch ausgereizt. Es ist ein Armutszeugnis von REC, dass die Umsetzung hier noch weit hinter Blairwitch zurückfällt.

Als positiv zu vermerken gilt meines Erachtens, dass man sich bei REC durchaus bemüht hat, verschiedene Ansätze zu vereinen. Leider wirkt das Ergebnis äußerst unausgegoren. REC hat mich, trotz der Kürze des Films, die meiste Zeit gelangweilt. Man ahnt doch sowieso, was geschieht. Dafür ist dann die Umsetzung zu wenig überraschend, die Twists zu rar gesät, und mit den Effekten hat man ebenfalls gegeizt. Einzig die Dachboden-Szenen in der angeblich verwaisten Wohnung fand ich abschließend reizvoll. Das anorektische Viech zum Schluß hat mich tatsächlich davon abgehalten, die DVD nicht nach Betrachten sofort aus dem Fenster auf die benachbarte Reaktoranlage zu werfen.

Für Zombiefans eine Hausaufgabe, für alle anderen, die sich gelegentlich einen gruseligen Film ansehen wollen, ein netter Zeitvertreib. Für Horror-Freunde und echte Fleischesser eher banal. Maximal zwei Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 29, 2011 7:21 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11