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Rezensionen verfasst von
SceptiC "www.myrevelations.de" (Koblenz)

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Invanity-Live in Berlin (Digipack)
Invanity-Live in Berlin (Digipack)
Wird angeboten von Amazing Musicshop
Preis: EUR 7,47

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Live und in neuem Gewand!, 17. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Invanity-Live in Berlin (Digipack) (Audio CD)
Mit dem Wechsel von Century Media zu Ascendance Records kommen die deutschen Gothrocker sogleich mit einem netten, wenn auch ungewöhnlichen Livealbum daher. So wurden die Songs für den Gig in der Berliner Passionskirche komplett umarrangiert und in ein (halb)akustisches Korsett gepackt. Eine Operation, die sich durchaus gelohnt hat, denn in jenem Gewand wirken die Stücke der Saarbrücker um Längen origineller, als zum Beispiel die Versionen auf "Razorbliss".
"InVanity" katapultiert die Band zwar immer noch nicht an die Spitze der deutschen Dark-Metal Liga, wie es das Labelinfo zu vermitteln versucht, doch hat das Album durchaus Charme und spiegelt deutlich mehr Potential als sein regulärer Vorgänger wider. Eine schöne, melancholische Platte voller Ruhe und Ausgeglichenheit, wenn man von der SLAYER-Coverversion "Dead Skin Mask" absieht. Anscheinend vermitteln SLAYER Songs selbst auf akustische Art und Weise eine psychotische und beklemmende Atmosphäre.
Zu guter Letzt gibt es noch eine Studioversion des Nick Cave Covers "The Weeping Song", welches Sängerin Helen zusammen mit TIAMAT-Fronter Johan Edlund im Duett trällern darf.

Alles in Allem eine recht kurze, daher kurzweilige und empfehlenswerte Geschichte.


Sound of the Apocalypse
Sound of the Apocalypse
Preis: EUR 18,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdammt guter Retro Rock!!, 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Sound of the Apocalypse (Audio CD)
Zeitreise in die Siebziger gefällig? Dann bitte BLACK BONZO eingelegt und auf Play gedrückt. Und schon fühlt man sich, als hätte es die letzten 30 Jahre Musikgeschichte nicht gegeben. So einfach kann das manchmal gehen. Ich muss sagen, dass ich mit dem Retro-auf-Teufel-komm-raus der "jungen" schwedischen Truppe zu Beginn nicht wirklich warm werden konnte. Mag es vielleicht daran liegen, dass ich dafür einfach nicht lang genug auf Gottes grüner Erde wandle, aber nach einigen Durchläufen entpuppte sich der "Sound Of The Apocalypse" als unheimlich lehrreiche Unterrichtsstunde in Sachen klassischen (progressive) Rocks. Nicht nur dass die Jungs ihre Instrumente ausgezeichnet zu bedienen wissen, vor Allem Sänger Magnus Lindgren klingt einfach unheimlich sympathisch und versiert und lässt die Mucke, trotz ihres eigentlichen Alters, sehr lebendig und rockig erklingen. Ferner führen die beschwingten Nummern unweigerlich dazu, dass man es sich einfach nicht nehmen lassen kann die coolen Grooves und Hammondeinlagen mit ausgiebigem Fußwippen zu unterlegen.
Die Produktion ist, obwohl vom reinen Klang der Instrumente her auf alt getrimmt, sehr transparent, druckvoll und ausgewogen, so dass man im Grunde nicht den Eindruck hat eine Scheibe aus Vaters verstaubtem Plattenregal gezückt zu haben; ein definitiver Pluspunkt. Auch sonst kann man eigentlich nichts Negatives über BLACK BONZO sagen. Gut, sie widmen sich einer Musik, die auf diese Art und Weise seit den glorreichen Zeiten von DEEP PURPLE, URIAH HEEP, CAMEL und Co. nicht mehr wirklich gespielt wird. Aber sie machen ihre Sache dermaßen gut und überzeugend, dass selbst Fans von SPOCK'S BEARD und anderen NeoProg Bands, wie den FLOWER KINGS, RITUAL oder KAIPA, Spaß an dieser Platte haben dürften. Mich haben sie zumindest vollends überzeugt.

Wer sich davon überzeugen möchte wie zeitlos richtig gut gemachte Rockmusik klingen kann, der besorge sich schnellstens dieses schick aufgemachte Digipack und ich versichere keinen Fehlkauf zu tätigen!


Rapid Eye Movement/Spec.ed.
Rapid Eye Movement/Spec.ed.

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Abschluss der Trilogie!, 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Rapid Eye Movement/Spec.ed. (Audio CD)
Es ist schon bemerkenswert wie schnell sich die vier Polen international zu den Lieblingen der Prog-Hörerschaft gemausert haben. Angesichts ihrer musikalischen Qualitäten ist das aber auch durchaus berechtigt, denn mit "Out Of Myself" (2003) und "Second Life Syndrom" (2005) haben sie zwei wirklich gute und frische Alben abgeliefert, die mit ihren detaillierten und ausgefeilten Arrangements nicht nur PORCUPINE TREE Fans auf sich aufmerksam machen konnten.
"Rapid Eye Movement" ist das dritte Album im Bunde und schließt auch die 2003 in Leben gerufene Trilogie, eine Geschichte, die sich mit der tiefen Einsamkeit des Menschen und dem Wunsch etwas in der Welt verändern zu wollen, befasst. Entsprechend der Thematik ist die Atmosphäre auf "REM" - wie die Schlafforschung das Phänomen der erhöhten Hirnaktivität während der Traumphasen bezeichnet - wieder recht melancholisch und düster, wenn auch nicht wirklich deprimierend. Der Sound geprägt von weitläufigen Klangflächen, ausgetüftelten und starken Melodien, dezenten doch treibenden Grooves und natürlich einer ausgezeichneten Produktion, bei der auf kitschige Elemente kategorisch verzichtet wurde. Die Songs bewegen sich stets irgendwo zwischen stimmungsvollen, verträumten Zuständen, voller Hoffnung und Einklang ("Through The Other Side", "Embryonic"), experimentellen Exkursen ("Schizophrenic Prayer", "Cybernetic Pillow", "02 Panic Room") und härteren Tönen, bei denen es auch gesanglich mal etwas rauer zur Sache gehen kann ("Beyond The Eyelids" oder "Parasomnia").

Man merkt deutlich, dass RIVERSIDE genau wissen, was sie mit ihrer Musik ausdrücken wollen. Sie schaffen es nämlich die Platte rund und ausgewogen klingen zu lassen, dabei farbenprächtige und künstlerische Stücke zu schaffen. "REM" ist aufwühlend und besinnlich zugleich, der perfekte Soundtrack für den nun hereinbrechenden Herbst und wird den Jungs definitiv weitere Türen auf ihrem Wege öffnen.
Ach ja, das Coverartwork verdient wieder Mal eine Auszeichnung. Grandios!


The Sum of No Evil
The Sum of No Evil
Preis: EUR 20,40

5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Langsam wird es langweilig..., 18. September 2007
Rezension bezieht sich auf: The Sum of No Evil (Audio CD)
Was sagt man denn dazu? Kaum ist der Best-of Doppeldecker der Blumenmännchen über uns hereingestürmt, schon folgt, ohne kleinste Atempause, auch direkt ein neues Studioalbum. Man könnte wirklich denken, die Schweden wollten die Hörer einfach nur mit Musik überhäufen, in der Hoffnung, dass diesen keine Zeit bleibt sich wirklich mit den Inhalten zu beschäftigen. Zumindest kann ich schon lange nicht mehr die Stücke der neueren FLOWERKINGS Platten und deren zahlreichen Ablegern auseinander halten. "The Sum Of No Evil" - eigentlich sollte das Album ursprünglich schlicht "Love" betitelt werden - macht die Sache auch, konsequenter Weise, nicht wirklich einfacher, denn was man auf der Platte mit dem lustigen Fisch-VW-Cover geboten bekommt, ist im Grunde mehr als bekannt. Sounds, Songwriting, Melodien, Instrumentalisierung und Arrangements waren schon mehr als einmal da gewesen und werden erneut verpackt in langen Songs, überlangen Songs, epischen Songs, verspielten Songs, ruhigen Songs usw. Ehrlich, die Mucke fängt tierisch zu langweilen an. Es ist ja löblich seinen eigenen Stil zu haben, aber eine (wenn auch kleine) Frischzellenkur könnte der Band mittlerweile wirklich gut tun.
Daher nur absoluten Hardcore-Fans ans Herz zu legen. Alle anderen werden das Album indirekt schon kennen.


Paramount
Paramount

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse!!!, 18. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Paramount (Audio CD)
Mit ihrem Comebackalbum "The Art Of Navigating By The Stars" haben sich die Süddeutschen Prog-Urgesteine ein schier unüberwindbares Monument gesetzt. Ein derart ausgereiftes und wahrhaft perfektes Stück Musik hätten sich die Fans wohl nicht zu wünschen gewagt. Es stand also damals schon fest, dass es unheimlich schwierig werden würde an diese Ausnahmeplatte anzuknüpfen. "Paramount" stellt sich nun unweigerlich diesem auftauchenden Vergleich, quasi der Konkurrenz seines Vorgängers, und ja, es bietet ihm erstaunlich gut Paroli. Ob es nun sinnvoll ist oder nicht, beide Platten in einem konkurrierenden Verhältnis zu sehen, sei mal dahin gestellt. Als Fan ist es jedenfalls nicht leicht nach einer Scheibe wie "The Art..." völlig unbefangen an die Sache ranzugehen. Daher gilt es dem Werk zunächst einige Komplettdurchläufe zu geben, bevor man sich ein Vergleichsurteil bilden sollte. Danach steht aber fest: "Paramount" ist klasse!
Ein Album, wie es nur diese eine Band hätte schreiben können, musikalisch und technisch perfekt, mit Melodien, die in dieser manchmal trostlos eintönig gewordenen Musikwelt, wie wahre Offenbarungen wirken und eher schmeicheln, als mit Überheblichkeit und Arroganz zu protzen. Natürlich trägt Sänger Arno Menses wiedermal einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu dieser Ausnahmestellung des Albums bei. Seine Stimme hat ein Charisma, welches die Stücke nicht nur vorträgt sondern mit Leben füllt und zu SIEGES EVEN passt wie keine andere. Auf der anderen Seite erwartet den Hörer erneut eine regelrechte Achterbahnfahrt an Musikalität. Es treffen vertrackte Arrangements auf packende Grooves, eingängige Hooklines auf völlig unerwartete Breaks, straighte Rocker auf schwerelose, schwebende Passagen. Alles hat seinen Platz, alles seine Daseinsberechtigung. SIEGES EVEN gelingt es all diese verschiedenen Aspekte oft gar in einem einzigen Stück zu kombinieren, ohne dass es gekünstelt wirkt. Man höre nur den Opener "When Alpha And Omega Collide", das treibende "Tidal" mit seiner fantastischen Chorusmelodie oder die sanftmütige Ballade "Eyes Wide Open". "Iconic" schlägt wiederum etwas poppigere Töne an, wo hingegen "Mounting Castles In The Blood Red Sky" die berühmte "I have a dream"-Rede Martin Luther Kings in einem aussagekräftigen Instrumental verarbeitet. Ein tragender Baustein des SIEGES EVEN Sounds ist wiedermal das typische cleane Gitarrenspiel von Markus Steffen, welches jedoch häufiger als auf dem Vorgänger mit verzerrten Klampfen ergänzt wird und in der makellosen Produktion exzellent zur Geltung kommt.

Es handelt sich erneut um ein Album voller unterschiedlichster Facette und Akzente, die es für alle Fans zu erkunden gilt. Diese Band ist einfach einzigartig und folglich lässt sich "Paramount", wie auch der Vorgänger, mit kaum einer anderen Platte des Genres vergleichen. Aber um auf den eingangs erwähnten Verglich zurück zu kommen, so ist das aktuelle Werk zwar wirklich großartig, doch auf keinen Fall besser als "The Art Of Navigating By The Stars". Man könnte sagen, es handelt sich um den würdigen Nachfolger eines nicht zu toppenden Meisterwerks. Und ehrlich gesagt finde ich das auch gut so. Danke für diese Platte!


Isolate
Isolate
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 29,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Untermauern ihren Ausnahmestatus! Großartig!, 30. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Isolate (Audio CD)
Es gibt wirklich nur eine Hand voll Bands, die es mit ihrem Debütalbum schaffen einen eigenen Stil zu definieren. Oftmals sind zwei, drei, orientierende Veröffentlichungen nötig, bevor es Bands gelingt sich eine echte Identität zu erspielen. Aber Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel und die Norweger CIRCUS MAXIMUS sind ein wahres Paradebeispiel für eine solche Ausnahme. Ihr Debüt "The 1st Chapter" strotzte nur so vor Selbstbewusstsein (trotz der, zugegebender Maßen, recht häufigen DREAM THEATER-Anleihen), die Stücke waren unheimlich ausgereift und man mochte kaum glauben, dass die Karrieren der einzelnen Musiker gerade zu erst beginnen schienen. Viel zu routiniert und vor allem unheimlich professionell tönte die Mucke des Quintetts. "Isolate" tritt nun die Nachfolge jenes starken Debüts an und unterstreicht ganz deutlich die herausragende Stellung der Band in der heutigen ProgMetal-Szene. Mit anderen Worten, die Platte ist erwartungsgemäß klasse geworden. Zwar sind Coverartwork und thematische Ausrichtung deutlich düsterer ausgefallen als noch auf dem Debüt, musikalisch wird diese dunkle Seite eher weniger offensichtlich. Songs wie der Opener "A Darkend Mind", "Wither" oder "Mouth Of Madness" werden weitläufig bestimmt von eingängigen, teils beschwingten Melodien mit enormem Ohrwurmpotential, als von unheilsschwangeren Motiven, die man aufgrund des Covers vielleicht erwarten würde. Trotzdem passt hier alles perfekt zusammen. Das technisch versierte Spiel der Musiker verkommt nie zum Selbstzweck, die Instumentalparts sind geschmackvoll arrangiert und umgesetzt, die Songs an sich sind stimmig bis ins letzte Break. "Isolate" trifft den Nerv der Zeit, ungestüm und reißerisch, modern, progressiv und vor allem mit ganz viel Charakter.

Wer die Band noch nicht kennt, DREAM THEATER und SYMPHONY X aber zu seinen Lieblingen zähl, sollte sich mit der Musik dieser grandiosen Combo schleunigst vertraut machen.


The Hemulic Voluntary Band
The Hemulic Voluntary Band
Preis: EUR 18,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deutlich erfrischender als die letzten FlowerKings Scheiben!, 30. August 2007
Rezension bezieht sich auf: The Hemulic Voluntary Band (Audio CD)
Es bedarf schon eines unerschütterlichen Selbstbewusstseins, sein Album nach den Kinderbüchern einer skandinavischen Autorin (Tove Jansson) zu benennen und dann auch noch mit einem entsprechenden Cover zu versehen. Mit Rock 'n' Roll-Spirit hat diese Aufmachung jedenfalls nichts zu tun, doch muss man im gleichen Atemzug auch betonen, dass die Schweden um KAIPA-Sänger Patrik Lundström mit ihrer Musik einen solchen Geiste nicht explizit beschwören wollen.
Das Quartett setzt auf "The Hemulic Voluntary Band" weniger auf typisches Rockriffing und alltägliche Rocksounds. Im Vordergrund steht vielmehr eine ziemlich charismatische Verbindung aus Retro Prog und Folk, mit schmeichelnden Melodien und einer schier unendlichen Hingabe zu detaillierten Arrangements. Zum Einsatz kommen allerlei akustische Instrumente wie Pfeifen, Schlüsselgeigen, griechische Bouzouki, Harmonien und ähnliches. Dabei werden die Gitarren wenn überhaupt nur angezerrt eingesetzt, sodass den einzelnen charakteristischen Klängen der verschiedenen Instrumente viel Raum zur Entfaltung bleibt. Die Songs an sich sind durchweg recht künstlerisch arrangiert ohne dabei nervig und überfüllt zu ertönen. Das balladeske "Late In Novermber" ist hierfür ein wunderbares Beispiel. "The Groke" hingegen erklingt mit einem weitaus schwereren Groove und einem spannenden Seemannsambiente; ja, auch eine Quetschkomode kann angenehm klingen.
Mit dem über 26 Minuten langen Abschlusssong "A Dangerous Journey" bietet die Band dann auch noch einen gelungenes Ende, welches mit seiner überwiegend ruhigen Ausrichtung, trotz der Länge, erstaunlich zu gefallen weiß.

Fazit: "The Hemulic Voluntary Band" ist ein Album, dass mit Rock zwar wenig zu tun hat, doch aufgrund der ungewöhnlichen und vor allem starken Melodien im Gesang und im Einsatz der akustischen Instrumente einfach interessanter klingt als vielen Genrekollegen heutzutage.


Voice in the Light
Voice in the Light

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein musikalisches Audiobook!, 30. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Voice in the Light (Audio CD)
ProgRock Records veröffentlichen mit "Voice In The Light" das erste Album des Allstarprojekts AMARAN'S PLIGHT. Nun mögen einige vielleicht denken: "Nein, nicht schon wieder eine dieser seelenlosen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mittelloser Künstler."
Aber jene Skeptiker kann ich beruhigen, dieses Scheibchen hat durchaus ihren Reiz. Hinter der Musik steht nämlich kein geringerer als SHADOW GALLERY-Gitarrist Gary Wehrkamp, dessen songschreiberisches Talent und ausgefallenes Gitarrenspiel hinlänglich bekannt sein dürften. Zusammen mit ex-ROYAL HUNT / SILENT FORCE Sänger D.C. Cooper und einer starken Rhythmusfraktion, bestehend aus Nick D'Virgilio (dr, SPOCK'S BEARD) und Kurt Barabas (b, UNDER THE SUN), nahm man sich einer umfangreichen Story des Schriftstellers John W. Crawford an und vertonte diese in einem recht epischen und teils progressiven Konzept. Die Story handelt von den vielen Mysterien im Leben eines Mannes, der aufgrund eines Nahtod-Erlebnisses die Stufen und Entscheidungen seines Werdeganges nochmal Revue passieren lässt und sich mit seinem Schicksal auseinander setzt.
Klingt irgendwie nach der Zusammenfassung eines Romans und ehrlich gesagt, die Platte sollte auch dem entsprechend gehört werden. Mit Hilfe des Booklets und den abgedruckten Texten erschließen sich Story und die Zusammenhänge deutlich besser und es macht wesentlich mehr Spaß sich auf diese Weise mit dem Konzept zu befassen.
Rein musikalisch gesehen besitzt "Voice In The Light" zwar hier und da einige nicht ganz so mitreißende Momente und kommt manchmal sogar etwas kitschig daher, doch die Liebe zum Detail und das Konzept machen den Progressive Rock des Quartetts durchaus hörenswert.


Lurking Fear
Lurking Fear
Preis: EUR 14,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven!, 24. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Lurking Fear (Audio CD)
Ich muss gestehen, mit der Musik von MEKONG DELTA hatte ich bis jetzt keinerlei Kontakt. "Lurking Fear" bot da eine gute Gelegenheit sich mit den musikalischen Wirrheiten des Herrn Ralph Hubert einmal zu beschäftigen.
Doch so einfach, wie ich es mir vorstellte, sollte die Sache nicht werden. "Lurking Fear" macht es dem Neuling nämlich nicht wirklich leicht erschlossen zu werden. Der Opener "Society In Dissolution" leitet die Platte unheimlich sperrig ein. Der Gesang von Leo Szpigiel (ex-Scanner, Angel Dust) scheint völlig disharmonisch und unrhythmisch neben der ungreifbaren und hektischen Musik zu stehen. Das Riffing der Gitarre ist sehr angespannt und willkürlich, es gibt keine Ruhepunkte, keine Melodie (im eigentlichen Sinne - vielmehr scheint jedes Instrument seinen eigenen Melodien zu folgen) und die flache und höhenlastige Old-School-Produktion versteht es die Nerven völlig blank zu legen. Wie oft bin ich an diesem ersten Song verzweifelt, nicht mächtig auch nur ein bisschen tiefer in den MEKONG-Kosmos einzutauchen, weil mich dieser tonale Unfug einfach nur maßlos nervte. Hat man es denn endlich geschafft, erwartet einen mit "Purification" ein mindestens ebenso harter Brocken; und wieder dieser zehnagel-ziehende Gesang, mal hoch, mal tief, mal hier, mal da, mit schön viel Vibrato und ohne Verstand, wie es scheint.
Harter Tobak, aber ich kämpfe mich durch und bleibe am Ball. Und siehe da, man kann es kaum glauben, hat man den ersten Stress abgebaut, sich losgelöst vom üblichen Verständnis, wie schön geordnet Metal meistens zu klingen hat, formt sich langsam aber sicher so etwas wie Interesse für diesen außergewöhnlichen Progressive/Techno Thrash der Deutschen Combo. "Immortal Hate" offenbart sogar recht packende Ansätze, es zieht den Hörer irgendwie in seinen Bann, die wirren Strukturen ergeben plötzlich Sinn und langsam aber sicher bildet sich (recht epische) Musik. Dann gipfelt diese Genese auch noch in einem Stück wie "Allegro Furioso", einer Hochzeit aus Klassik und Thrash! Gibt's denn sowas? Unfassbar, intensiv und einzigartig.

Solch gemischten Gefühle hatte ich beim Hören eines Albums schon lange nicht mehr und hätte nie gedacht, dass Ablehnung und Interesse derart nah beieinander liegen können. Diese Platte birgt eine unheimliche Stärke in sich, die wächst und wächst je öfter und ausgiebiger man sich ihr aussetzt. Leider kann ich die Scheibe nicht mit den Frühwerken der Band vergleichen oder eine Kaufempfehlung aussprechen. Dazu liegt mir der Klumpen noch viel zu schwer im Magen. Gleichzeit bin ich mir jedoch sicher, dass Fans der Truppe von "Lurking Fear" nicht enttäuscht sein werden. Dafür tönt das Teil viel zu sehr 80er orientiert.

Ein Album wie ein Horrorfilm/Psychoschocker! Hässlich und trotzdem packend.


A Lullaby for the Devil
A Lullaby for the Devil
Preis: EUR 17,14

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konsequente Weiterentwicklung!, 21. August 2007
Rezension bezieht sich auf: A Lullaby for the Devil (Audio CD)
Devon Graves is back! Und mit ihm ein neues DEADSOUL TRIBE Album. "Lullaby For The Devil" nennt sich das gute Stück, welches den Fans der in Österreich ansässigen Truppe einige Freudenseufzer entlocken dürfte, ist das Fünftwerk doch weitaus beseelter von einem kreativen Geist, als es die letzten Platten des ex-PSYCHOTIC WALTZ Sängers waren. Betrachtet man die Entwicklung der Band seit dem grandiosen "A Murder Of Crows", stellt man schnell fest, dass der Sound häufig auf den selben, sich oft wiederholenden, Trademarks fußte. Melodien, Akkordfolgen, Arrangements, die markanten Drumpassagen, alles schien von Album zu Album lediglich nur noch variiert zu werden und der frische Wind, denn die Combo zu Beginn ihrer Karriere entfachte, drohte in einem lauen Lüftchen zu Enden. Aber mit "Lullaby For The Devil" kommt nun die nötige Kurskorrektur um erneut Fahrtwind aufzunehmen. Der Song "Goodbye City Life" z.B. folgt völlig neuen kompositorischen Muster: Hier wird zunächst ein treibend tiefgestimmtes Gitarrenriff mit bombastischen Orchestereinspielungen verbunden um aus seinem schwermütigen, stampfenden Rhythmus in lockerleichte, akustische Gitarren- und Pianopassagen zu münden. Hier singt Devon in gewohnt fragiler, schmeichelnder Manier, steigert sich im Laufe des Songs jedoch in ungewöhnlich harte, stimmliche Regionen. So haben wir ihn noch nie zu hören bekommen, das ist sicher! Der nächste Song "Here Come The Pigs" wird beherrscht von Doublebass und unzähligen, teils recht flotten Gitarrensoli, einer Sache, die sich im klassischen DEADSOUL TRIBE Sound so gut wie gar nicht finden ließ. Auch "A Stairway To Nowhere" öffnet neue Facetten und besticht mit wunderbarem, bis dato nicht gehörtem cleanem Gitarrenspiel und ebenfalls die Querflöte kommt öfter und deutlicher zum Einsatz als je zuvor (wie z.B. bei "The Gossamer Strand").
Neuerungen über Neuerungen wie man sieht. Doch keine Sorge, diese wirken zu keiner Sekunde aufgesetzt oder anbiedernd. Vielmehr haben DEADSOUL TRIBE ihren typischen Sound etwas aufgelockert um neuen Inspirationen Platz zur Entfaltung zu lassen. Mit Stücken wie "Lost In You" oder einer obligatorischen Ballade wie "Fear" schlägt man trotz der Neuerungen eine Brücke zum klassischen DST-Sound und kann mit dieser Kombination eigentlich nur neue Fans hinzugewinnen. Kurzum, das beste DEADSOUL TRIBE-Album seit "A Murder Of Crows".


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