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Rezensionen verfasst von
R. Suchsland
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Bark at the Moon
Bark at the Moon
Preis: EUR 6,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Misslungener Remix einer guten Platte, 11. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Bark at the Moon (Audio CD)
"Bark at the Moon" ist an sich eine tolle Scheibe.

Bei diesem Release jedoch es sich um ein Remix des oben genannten Albums. Was hat Ozzy sich dabei bloß gedacht? Die Gitarre klingt matschig, der Sound in seiner Gesamtheit hat an Transparenz verloren. 80er-Metal darf - und soll auch - nach 80er-Metal klingen. Der Sound wurde krampfhaft auf modern getrimmt. Wollte man damit vielleicht NuRock- Anhänger locken?

Neue klangliche Nuancen eröffnet diese Remix-Platte jedenfalls nicht. In keiner Weise unterstreicht sie die vielleicht immer noch währende Relevanz der auf ihr enthaltenen Songs. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Größe wie Ozzy es nicht nötig hat, sich irgendwelchen trendingen Imperativen zu beugen.

Immerhin hat man sich hier nicht den Fauxpas geleistet, die Schlagzeug- und Bassspuren zu löschen und neu einzuspielen, wie dies bei den 2002 remasterten Ausgaben von "Blizzard of Ozz" und "Diary of a Madman" geschehen ist.

Vier Sterne für das Original bzw. das vorzügliche '95er Remaster. Zwei für diesen Quatsch. Ozzy sollte seine ersten drei Studioalben in gescheiten Versionen neu auflegen- ohne Remixe oder Ähnliches.


Master of Puppets
Master of Puppets
Preis: EUR 7,99

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Neubetrachtung: Brillant, 2. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Master of Puppets (Audio CD)
Bei "Master Of Puppets" (1986) handelt es sich um das dritte Album der kalifornischen Band. Mit an Bord war damals noch der auf der Tour zu diesem Album tödlich verunglückte Bassist Cliff Burton (R.I.P.).

Ich hatte vor ein paar Jahren schon einmal eine noch recht undifferenzierte Rezension zu dieser Scheibe bei Amazon veröffentlicht. Nun sind diese paar Jahre vergangen und der von Limp Bizkit, Korn und (gähn) Linkin Park angeführte NuMetal- Hype längst abgeebbt. Mein Geist ist in dieser Zeit etwas gereift und damit auch mein Musikgeschmack. Als ich damals meine Bewertung schrieb, war ich zwar schon ein Freund harter Klänge, dachte aber noch (wie naiv), dass das sog. "Schwarze Album" das reifste Werk von Metallica sei - doch stimmt dies wohl lediglich, wenn man die Sache unter der Prämisse kommerziellen Kalküls betrachtet. Anlass genug also für eine Neubetrachtung- auch wegen des 20jährigen Jubiläums der Platte, in dessen Rahmen die Band auf den Shows der 2006er Tour alle acht Songs in der exakten Reihenfolge des Albums zockte.

Es war Anfang des Jahres 2000, die "S&M"-Scheibe war noch neu, schwer angesagt und Metallica hatten mit der Nummer "Nothing Else Matters" nun schon ein zweites Mal riesige Charterfolge zu verbuchen (der selbe Song war schon Anfang der 90er ein Charthit). Ich besaß schon einige Metallica-CDs: "Kill 'Em All", "...And Justice For All", "Metallica" (aka "Black Album) und die "Reload". Ich hörte mir die "S&M" an, und befand diese für Blödsinn- das Orchester nervte, da es die Stücke, was Härte anging, ausbremste; außerdem nervte James' Gesang. Doch der Song "Master Of Puppets" fand meine besondere Beachtung. Ich entschied mich dazu, die lahme "S&M" sausen zu lassen und statt dessen das Album "Master..." zu kaufen, um auch den Song in einer gescheiten Version zu bekommen. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte.

Schon der Übergang von "Kill 'Em All" (1983) zu "Ride The Lightning" (1984) war ein Quantensprung, der durch intelligentere Lyrics und mehr Melodie ohne Verzicht auf mitunter brutale Härte erreicht wurde. "Master..." führte den Stil von "Ride..." zur Perfektion. Nie zuvor erreichten Metallica etwas, das man epische Breite nennen könnte- die Songs sind insgesamt recht lang- und das, ohne dabei den Hörer auch nur eine Sekunde zu langweilen. Denn für Langeweile gibt es hier zu viel Abwechslung, gute Riffs, zu durchdachte Melodien und zu gute Lyrics. Es finden sich sowohl straighte Prügeltracks ("Battery", "Disposable Heroes", "Damage, Inc.") als auch längere, melodiösere Songs ("Sanitarium" mit einer düsteren Atmosphäre, "Master Of Puppets", das ebenfalls sehr atmosphärische Instrumantal "Orion") auf dieser Scheibe. Beim mehrmaligen Hören fällt auf, dass wirklich keine einzige Note überflüssig ist- wirklich jeder Ton hat seine Daseinsberechtigung. Es sind die durchdachten Kompositionen, die trotz der Länge der Tracks Langeweile gar nicht erst aufkommen lassen. So sind die Songs dennoch kompakt und längst nicht so sperrig wie auf dem ebenfalls grandiosen Nachfolger "...And Justice For All".

Kein Metalfan, der etwas auf sich hält, zweifelt an der hohen Qualität dieses Albums. Nie wieder präsentierte sich die Band auf einem Album so geschlossen, mit so langen und doch kompakten Songs voller guter Riffs und Melodien. Wahrscheinlich wird die Band nie wieder an diese Klasse anknüpfen können. Die Zeit vergeht, Trends kommen und gehen- wie der NuMetal, der zum Zeitpunkt, als ich die CD kaufte, schwer angesagt war. Es haben eben nicht viele Dinge dauerhafte Gültigkeit. "Master Of Puppets", aus dem Jahre 1986 wohlgemerkt, bildet da eine Ausnahme.


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