Profil für Manfred Müller > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Manfred Müller
Top-Rezensenten Rang: 86.300
Hilfreiche Bewertungen: 53

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Manfred Müller

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch: Teil 2 der Saga (Die Henkerstochter-Saga)
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch: Teil 2 der Saga (Die Henkerstochter-Saga)
von Oliver Pötzsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dan Brown im Mittelalter!, 29. Januar 2011
Im Vergleich zum ersten Band "Die Henkerstochter" wirkt für mich dieser Roman ein wenig "gesucht". Die Story (Sakrileg und Illuminati lassen grüssen) passt irgendwie nicht zum Henker und seinem Umfeld.
Aber, auch diese Geschichte wurde wieder von Oliver Pötzsch brillant recherchiert und man lernt wieder sehr viel spannendes aber auch erschreckendes über das Mittelalter! Dennoch gibt es leider auch ein paar Holper und logische "Zufälle" darin, die ich aber wegen Spoiler-Gefahr nicht näher erläutere.

Die Geschichte beschreibt eine Schatzsuche quer durch den Pfaffenwinkel in Bayern. Zu Beginn gibt es einen Giftmord am Pfarrer aufzuklären aus dieser sich dann die Schatzsuche ergibt.

Hat man den ersten Roman gelesen, findet man sich sofort wieder in der Geschichte rund um das mittelalterliche Schongau. Es treten die gleichen Personen auf; Der Henker, seine Tochter Magdalena, der junge Medicus, ja sogar die Hebamme Stechlin. Aber das Buch lässt sich auch dann problemlos lesen, wenn dies das erste Buch von Oliver Pötzsch ist, das man in den Händen hat. Alle Personen werden auch hier wieder sehr genau beschrieben.

Obwohl der Schluss auch diesmal eine Überraschung beinhaltet, konnte der aufmerksame Leser doch in etwa erahnen was zum Ende der Geschichte sich anbahnen könnte.

Alles in allem keine schlechte Geschichte die ich zu lesen auch nie bereut habe. Trotzdem hielt sich bei mir die Begeisterung in Grenzen. Vielleicht habe ich auch schon zu viel dieser religiös angehauchter Storys gelesen.

Geschichte einer Ehe: Roman
Geschichte einer Ehe: Roman
von Andrew Sean Greer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erwartungen nicht erfüllt!, 17. Januar 2011
Obwohl Ehe- und andere Liebes-Romane nicht unbedingt meines sind, liess ich mich durch Andrew Greer's Roman "Die unglaubliche Geschichte von Max Tivoli", dazu überreden auch diese Buch zu kaufen - und nun nach langer Zeit zu lesen.

Ich erwartete eine ähnlich schöne Sprache und einen ähnlich raffiniert aufgebauten Buchaufbau, wurde jedoch enttäuscht.
Die Geschichte von Pearlie und Holland plätschert jedoch einfach so vor sich hin und die Überraschungen sind doch eher kleine Stromschnellen denn grosse Wasserfälle.
Auch wenn das Buch in drei Zeitzonen spielt, was ja durchaus reizvoll wäre, schafft es Greer nie eine wirkliche Spannung aufzubauen.

Auch die Sprache, obwohl teilweise elegant, kommt nie an die von Max Tivoli an. Diesem Buch fehlt das gewisse Etwas wie beispielsweise die Sprache, das Spiel mit der Zeit oder die raffinierte Liebesgeschichte. Die Geschichte ist einfach zu normal.

Mich hat Andrew Sean Greer mit diesem Buch enttäuscht - vor allem nachdem ich von "Max Tivoli" so begeistert war.

Maximum Ride, Bd. 1 -  Das Pandora-Projekt: Thriller
Maximum Ride, Bd. 1 - Das Pandora-Projekt: Thriller
von James Patterson
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja!, 17. Januar 2011
Nachdem ich eines von James Patterson Vorgänger-Romane "Der Tag, an dem der Wind dich trägt" begeistert gelesen hatte, erwartete ich ein ähnliches Lesevergnügen.

Dem war aber nicht so! Als erstes das Ärgernis, dass die Geschichte zwar wieder von Vogelkindern handelt die aus dem Labor flüchteten, sie die gleichen Namen besitzen, aber doch nicht die gleichen Kinder sind. An dieses "Verwirrnis" konnten ich mich durch die ganze Geschichte durch, nie gewöhnen.

Zudem ist dieser Roman ein klarer Jugendroman. Nichts gegen Jugendromane - es gibt ein paar ganz Tolle darunter. Hier erwartet der Leser jedoch, dass er einen ernsthaften Thriller aufgetischt bekommt. Diese Geschichte beschreibt jedoch, auf teilweise doch sehr einfach gestrickte Art, den Kampf zwischen den guten Vogelkindern gegen die bösen Eraser-Monster. Dass diese Eraser, wenn sie böse werden, sich zu Werwölfen mit spitzen Wolfsschnauzen mutieren, ist für mich zu viel des Guten und eines Erwachsenen-Thrillers nicht gebührend.

Kommen noch die Zufälle dazu, hier nur einer: Zufällig entdeckt eines der Vogelkinder, als es sich auf einem Flug hoch oben (!) auf die Strassenschilder konzentriert, das Schild des Ortes woher seine Eltern stammen.

Dies ist jetzt nicht abschätzend gemeint, aber als 12jähriger hätte ich diese Geschichte sicherlich in einer Nacht durchgelesen.

Die Henkerstochter
Die Henkerstochter
von Oliver Pötzsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Juwel von einem Buch!, 17. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Von der ersten bis zur letzten Seite hält einen dieses Buch in seinem Bann. Es ist nicht nur die äusserst spannende Geschichte, ein Krimi - nein eigentlich ein Thriller -, der in der Zeit der Hexenverbrennungen um anno 1659, handelt.
Es ist auch die authentische Sprache die einem um 400 Jahre in der Zeit zurückreisst "Brennen soll die Hex!" oder "Schleich'di depperter Peitinger". Dazu kommt die ausführliche und (fast) exakte Recherche die diesem Buch als Basis dient.

Die Geschichte handelt in der Kleinstadt Schongau. Ein Kind wird ermordet und sofort wird die Hebamme Stechlin verdächtigt und in den Kerker gesteckt. Obwohl eigentlich mit der Zeit jedem in Schongau klar sein sollte, dass die Hebamme nicht die Schuldige sein kann, da noch mehr Kinder ermordet werden während dem Stechlin einsitzt, beharrt das Volk und die hohen Herren auf ihrer Schuldigkeit. Denn wenn die Hexe verbrannt ist, wird sich das Volk beruhigen, so die Logik der Oberen.
Der Scharfrichter zusammen mit seiner Tochter und einem jungen angehend Medicus versuchen in der Zwischenzeit mit viel List der Hebamme die Folter erträglich zu machen und die wirklich Schuldigen zu finden.

Auf den ersten Blick scheint einem die unglaubliche Naivität, ja fast Dummheit der Schongauer Bevölkerung fast ein wenig zu klischeehaft. Aber nein, es war im Mittelalter nun mal so, dass die einfachen Leute Frauen die mit Kräutern umgehen konnten, oder die einfach belesener waren, misstrauten. Der Glaube an Hexen und Teufel war dazumal stark ausgeprägt.
Auch heute glauben wir ja auch noch an viele Dinge die sich jeglichem Beweis entziehen und wir nur daran glauben, da es ja jeder sagt und schreibt. Auch über diese Dinge werden dann in 200 Jahren die Leute im besten Fall Lachen oder mindestens erstaunt sein.

Ein spannendes Buch, das ich auch Lesern empfehlen würde, die sich noch nie an einen historischen Roman gewagt haben.

Leben! - Wie ich ermordet wurde
Leben! - Wie ich ermordet wurde
von Nicole Dill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unglaubliche, leider wahre Tragödie!, 17. Januar 2011
Die Frage die sich mir nach dem Lesen dieses Buches sofort stellt: Kann man diesem Buch überhaupt Sterne verteilen, bzw. kann man weniger als 5 Sterne für ein solches, unter die Haut gehende Buch geben. Ich auf jeden Fall, gebe 5 Sterne für das Überleben von Nicole Dill und dafür, dass sie nach einem solchen Horror-Erlebnis wieder zurück gefunden hat.

Ehrlich gesagt, hatte ich vor dem Lesen schon auch meine Vorurteile: Wahrscheinlich eine Frau die auch nach dem xten Hinweis sich nicht vom gewalttätigen Partner trennen wollte. Aber nein, Nicole Dill ist diesbezüglich nichts vorzuwerfen. Sie konnte diese spätere (unglaubliche) Eskalation nicht annähernd erahnen. Zudem sie ja blind in diese Falle lief, obwohl die zuvor kontaktierte Polizei und der Hausarzt des Freundes davon wussten, dass dieser Mann bereits einmal eine Frau ermordet hatte, die sich von ihm trennen wollte.
War es Desinteresse oder wirklich der bemühte Datenschutz dass diese Behörden/Personen Frau Dill nicht vor ihrem Freund warnten und sogar aktiv empfahlen sich von ihm zu trennen, also eigentlich ein Todesurteil aussprachen?

Was diese Frau erlebt hat, geht über das Ertragbare hinaus. Dass sie heute wieder normal leben kann und auch wieder einen Lebenspartner und mit ihm sogar ein Kind hat, kann man als kleines Wunder betrachten. Die Meisten wären daran zerbrochen.

Nicole Dill's Buch zeigt auch, auf eine sensible aber doch selbstkritische Art, wie man nach einem solchen Horror-Trauma wieder in das Leben zurück findet: langsam in kleinen Schritten und mit vielen Rückschlägen aber schlussendlich erfolgreich wenn man die Kraft besitzt durchzuhalten.

Für mich bleibt ein Fazit: Dieses Amtsgeheimnis-Gesetz MUSS überarbeitet werden. Gewisse Institutionen MÜSSEN Daten miteinander austauschen. Klar es braucht hier Regelungen, z.B. dürfen Krankendaten nie in Versicherungshände kommen, jedoch muss ein Lebenspartner gewarnt werden können, wenn klares Agressionspotenzial vorhanden ist.

Seite: 1