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Rezensionen verfasst von
Ardas (Wien)

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Sonea, 3: Die Königin
Sonea, 3: Die Königin
von Trudi Canavan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch mit Schwächen und viel Potential für eine Fortsetzung, 16. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sonea, 3: Die Königin (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist gut, geschrieben im gewohnten Stil und hat mich wie alle Bücher von Trudi Canavan gefesselt. Dennoch bekommt es nur 3 Sterne, denn auch wenn ich immer weitergelesen habe um die Geschichte zu erleben, so kam doch nie richtige Spannung auf, alles ist letztlich irgendwie unspektakulär. Selbst die finale Konfrontation lässt keine wirkliche Spannung aufkommen, was u.a. daran liegt, dass der Ausgang bei weitem nicht so bedeutungsschwer ist, wie beispielsweise in den Büchern Magie oder die Meisterin. Man liest es, man will wissen wie es ausgeht, aber dieses Mitfiebern entfällt.

Den 4. Stern verwehre ich diesem Buch, denn die gesamte Trilogie hatte mehr Potential für Spannung und eine interessante Geschichte. Dass ein mir liebgewordener Charakter das Zeitliche segnet und obendrein in einer nicht annähernd würdigen Form, kommt hier noch dazu.

Wer die beiden ersten Bücher dieser Trilogie gelesen hat, kann bedenkenlos zugreifen, Neulinge sollten generell mit der ersten Trilogie, die vor allem im 3. Buch fulminant ist beginnen (Titel: Rebellin, Novizin, Meisterin und als 4. eigenes Buch Magie).

Trotz der genannten Schwächen, liest sich das Buch flüssig und es birgt jede Menge Potential für eine weitere Trilogie. Ich verzichte hier absichtlich auf einen Spoiler, aber ohne zu viel zu verraten, kann ich dennoch sagen, dass es hier eine sehr gute Möglichkeit für einen neuen Feind gibt, der zu einer Bedrohung der Gilde werden kann und sich auch das Wesen der Kriegsführung ändern wird.

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass ich trotz einiger Kritik ohne nachzudenken jederzeit eine Fortsetzung oder ein anderes Buch der Autorin kaufen würde.


XCOM: Enemy Unknown - [PC]
XCOM: Enemy Unknown - [PC]
Preis: EUR 9,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes Remake mit einigen Änderungen, 16. Oktober 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: XCOM: Enemy Unknown - [PC] (Computerspiel)
XCOM:EU ist ein sehr gutes Spiel geworden und basiert auf dem gleichnamigen Vorgänger aus dem Jahr 1994. Fans des Klassikers werden vieles wiedererkennen, aber - neben dem grafischen Update - auch so manche Änderung erleben. Mehr dazu weiter unten.

Für alle XCOM Neulinge:
Das Szenario von XCOM ist eine Alieninvasion der Erde. Man selbst ist der Leiter von XCOM und muss diese Invasion zurückschlagen. Dies erreicht man durch das Bekämpfen der Aliens in verschiedenen Missionen. Gleichzeitig muss man dafür sorgen, dass der Rat, der unser Geldgeber ist, zufrieden ist und die Bevölkerung nicht allzu sehr in Panik verfällt. Verlassen zu viele Länder aufgrund der Panik den Rat, ist das Spiel verloren - und das kann bei unbedachtem Vorgehen schneller geschehen als man denkt.

Das Spiel ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, welches auf 2 Phasen aufbaut.

Phase 1 ist ein globaler Strategiemodus, in dem man seine Basis ausbauen und Forschung sowie Produktion in Auftrag geben muss. Weiters managt man seine Abfangjäger um möglichst keine Ufos ungeschoren davon kommen zu lassen und das globale Satelitennetzwerk. Das alles kostet Geld und wertvolle Resourcen und wer hier nicht mit Bedacht vorgeht, ist schnell pleite, denn Geld ist Mangelware.

Im Laufe der Zeit ergeben sich immer wieder Missionen, sei es dass ein Ufo gesichtet wurde oder dass Aliens bereits irgendwo gelandet sind und einen Überfall durchführen. Vor allem die Überfälle stellen die Spieler immer wieder vor Probleme, da meistens 3 gleichzeitig stattfinden, man sich aber nur um 1 kümmern kann. In den beiden anderen Ländern, steigt also die Panik zwangsläufig an.

Bei Phase 2 handelt es sich um taktischen Bodenkampf, bei dem man 4-6 individuell ausrüstbare Soldaten ins Gefecht führt. Im Grunde muss (oder sollte zumindest) immer alle Aliens töten, doch die Rahmenbedingungen variieren. Auf manchen Karten gibt es Zivilisten, die beschützt werden müssen, es gibt Eskort- und Bombenentschärfungsmissionen oder einen Angriff auf eine feindliche Basis. Unsere Soldaten, die es in 4 verschiedenen Ausführungen gibt (Schwer, Sturm, Scharfschütze und Unterstützung) können dabei Stufen aufsteigen und in Folge geskillt werden, wobei man meistens 2 verschiedene Skills zur Auswahl hat und einen davon wählen muss - der andere ist für diesen Soldaten verloren.

Die Kämpfe sind durchaus spannend und teilweise auch sehr herausfordernd. Zumindest für Mausbenutzer ist die Steuerung teilweise etwas fummelig, vor allem beim Einsatz von Raketen bzw. Granaten und wenn es mehrere Ebenen gibt. Hier gibt es Verbesserungspotential, aber ich denke, dass man das per Patch in den Griff bekommen wird.

Spielspaß
In Phase 1 kann man nicht überragend viel tun, aber dennoch benötigt man dafür eine gute Strategie, sonst ist es schneller vorbei als man denkt. Zu schnelle Expansion ist absolut tödlich. Das ganze wird aber immer wieder durch Zwischensequenzen aufgelockert (die deutsche Sprachausgabe ist ok) und wer möchte, kann sich die zahlreichen Forschungsberichte durchlesen und so tiefere Einblicke in das Spiel bekommen.

Obwohl die taktischen Bodenkämpfe letztlich immer das Gleiche zu bieten haben, kommt nicht so schnell Langeweile auf, denn es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Aliens, die jeweils eine andere Taktik erforden, hinzu kommt, dass man mitunter massive Personalprobleme hat, denn es ist kaum möglich, eine Mission ohne Verletzte oder gar tote zu beenden - außer durch exzessives Speichern und Laden. Deshalb kann man oft nicht auf sein bestes Team zurückgreifen sondern muss auch den einen oder anderen Frischling mitnehmen. Negativ ist hier vor allem, dass sich die Klasse eines Rekruten erst nach dem 1. Levelup offenbart und diese Klasse dann leider vorgegeben ist. Alle Karten sind ürbigens handgezeichnet und nicht wie im Vorgänger zufällig generiert.

Objekttiv betrachtet sind die Optionen im Spiel insgesamt recht beschränkt, aber es macht dennoch Laune das Spiel zu spielen - und wer nicht permanent speichert und ladet, wird viele Höhen und Tiefen durch machen, die elementarer Teil des Spiels sind. Es ist auch kaum möglich, dass man keine Länder an die Aliens verliert, auch damit muss man lernen um zu gehen, vor allem wenn man deshalb schon knapp vor einer Niederlage steht - dadurch ergibt sich insgesamt sehr viel Spannung.

Bugs/Stabilität
Bisher habe ich nur einen Grafikbug gefunden, der sehr selten auftritt und lediglich dafür sorgt, dass man einige Sekunden warten muss, bis sich die Kamera wieder richtig justiert, ansonsten gibt es da meinerseits nichts zu bemängeln. Nach mehr als 10 Stunden Spielzeit keine Abstürze.

Änderungen zum Vorgänger:
-Nur 1 Basis, auf allen anderen Kontinenten kann man lediglich Abfangjäger stationieren, die Hangars dafür sind bereits vorhanden.
-Die eigene Basis kann nicht angegriffen werden
-Es gibt keine AP mehr, ohne spezieller Skills kann man sich 1x bewegen und dann schießen (oder eine andere Aktion ausführen) bzw. 2x bewegen
-Es gibt kein Inventar mehr, lediglich 4 Slots. 1 Rüstung, 2 Waffen, 1 allgemeiner Slot für verschiedenste Dinge (Medipack, Betäubungswaffe, Granaten,...)
-Da es kein Inventar gibt, kann man keine Gegenstände aufheben
-Die Ausrüstung von getöteten Aliens wird zerstört, nur wenn man sie betäubt, bekommt man die Ausrüstung intakt
-Karten sind gezeichnet und nicht zufallsgeneriert
-Soldaten gibt es in 4 verschiedenen Klassen und sind skillbar
-Die meisten produzierbaren Gegenstände sind sofort verfügbar
-Das Satelitennetzwerk. Nur überwachte Staaten unterstützen uns finanziell und nur dort können wir Ufos bekämpfen. Überfälle kann man überall bekämpfen
-Einmalig verwendbare Module für Abfangjäger
-Nur 1 Skyranger, daher auch nur 1 Team
-kein stupides Absuchen der Karte nach dem letzen Alien - jedenfalls nicht in dem Ausmaß
-kaum vermeidbare Verluste (zumindest häufige Verletzungen)
-das Paniklevel der Staaten und die dazugehörigen Entscheidungen, wo man aktiv wird und wo man sich noch ein wenig Panik leisten kann
-im Kampf kann man mit normalen Waffen Deckungen nicht aktiv angreifen
-Storymissionen
-die Aliens bewegen sich auf der Karte erst dann, wenn man sie aufgescheucht (im Regelfall durch Entdeckung) hat.
-gescriptete Events sorgen bei manchen Missionstypen für einen begrenzten Respawn
-viel kleinere Teams, maximal 6 Soldaten
-Forschung/Produktion setzt teilweise ein Minimum an Wissenschaftern/Technikern voraus, die man nun hauptsächlich über Missionen und das Sat-Netzwerk bekommt
-eigene Entwicklungen (z.B. Laserwaffen) kann man nicht mehr verkaufen, nur Alienzeugs

Fazit bezüglich der Änderungen, die vermutlich nicht vollständig sind:
Das Spiel ist ein Remake, aber es wurde nicht einfach nur in ein modernes Gewand gesteckt, sonder es wurden auch massive Änderungen eingebaut. Ob man das gut findet oder nicht, ist Geschmacksache, ich persönlich finde die neuen Ideen weitgehend gut. Einige bestehende Features wurden abgespeckt, sodass etwas Komplexität in diesen Bereichen verloren gegangen ist, dafür gibt es neue Komplexität durch Neuerungen, beispielsweise die Klassen und deren Skillmöglichkeiten. Es ist ein gutes Spiel, welches sich ans alte XCOM anlehnt, aber eben nicht ident ist.


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