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Rezensionen verfasst von
S. Stark "anxiety" (Tirol, Austria)
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Apple iPod Classic MP3-Player 120 GB schwarz
Apple iPod Classic MP3-Player 120 GB schwarz

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Produkte die ich je gekauft habe, 8. Januar 2009
Nach nun fast einem Jahr der Nutzung kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum der iPod ein so kontroverses Produkt ist. Ich hatte vor meinem Kauf lange gezweifelt, unter anderem auch wegen der vielen negativen Rezensionen. Doch ich kann mich an wenige Käufe erinnern, die mir nach vielen Monaten immer noch so begeistert haben.

Hier meine Gründe (nach Wichtigkeit geordnet):
- Ich habe auf dem iPod meine GESAMTE Musik Platz. Kein aussuchen, kein herum schieben, alles rauf und fertig.
- Der Sound ist, mit den richtigen Kopfhörern (ich hab Sennheiser In-Ear), durchaus als gut bis sehr gut zu beurteilen.
- Die Bedienung und Menüführung finde ich einfach und übersichtlich.
- Das Display ist ein Traum und groß genug um unterwegs auch mal ein Video zu schauen. Ich habe mir eine Staffel Family Guy raufgeladen (auch das hat noch Platz!) und schau mir gerne während längeren Zugfahrten ein oder zwei Folgen an. Funktioniert perfekt!
- Die Akkulaufzeit ist mehr als zufriedenstellend. Ich habe ihn meistens mehrere Wochen im täglichen Einsatz bevor ich ihn anstecken müsste. Es kommt allerdings eher vor, dass ich ihn vorher synchronisiere, wobei er ja ohnehin automatisch geladen wird und das reicht dann wieder für eine Weile.
- Das Design und die Verarbeitung sind spitze. Es stimmt, die Rückseite ist sofort von feinen Kratzern übersät. Dafür hält der iPod aber auch den ein oder anderen unsanften Stoß ohne Schäden aus.
- Der iPod funktioniert auch tadellos als tragbare Festplatte (mit immerhin 120 GB)

Und hier die negativeren Punkte:
- Ich muss sagen, ich liebe iTunes nicht gerade. Im Vergleich zu zB Foobar sind die Möglichkeiten viele MP3s effektiv zu taggen sehr bescheiden. Außerdem hätte ich mir die Coversuche auch erfolgreicher vorgestellt.
- Wünschenswert wäre ein Netzanschlussadapter für das USB Kabel gewesen. Das habe ich mir um 12 Euro von Hama gekauft und das erfüllt auch seinen Zweck.
- Der iPod spielt relativ wenige Formate ab. Da ich ohnehin hauptsächlich MP3s habe, fiel das für mich nicht sehr ins Gewicht. OGG oder FLAC wären nur Beispiele die nicht abgespielt werden können.

Fazit
Für mich ist der iPod der Multimedia Player schlechthin. Vor allem der Platz ohne Ende hebt ihn von der Konkurrenz ab. Guter Sound, super Übersichtlichkeit, ein hervorragendes Display und eine einwandfreie Verarbeitung sind für mich die restlichen, durchwegs positiven Punkte des kleinen Apfels und Kaufgrund genug.


Western Digital WDH1CS10000E My Book Home Edition 1TB 8,9 cm (3,5 Zoll) Festplatte FireWire400/USB/eSATA
Western Digital WDH1CS10000E My Book Home Edition 1TB 8,9 cm (3,5 Zoll) Festplatte FireWire400/USB/eSATA

5.0 von 5 Sternen Funktioniert so wie sie soll... nur schneller, 8. Januar 2009
Im Prinzip gibt es zu dieser Festplatte kaum etwas Überraschendes zu sagen. Sie macht genau das was ich von ihr wollte. Ich hatte sie schon mit USB und FireWire im Einsatz, was auch super geklappt hat, benutze aber seit einiger Zeit fast ausschließlich den eSATA Anschluss.
Bei mir hat der auf Anhieb und ohne Nachbesserungen bestens funktioniert, die Übertragungsrate ist sogar noch besser als bei meiner internen SATA Platte. Die Benchmarks sind tadellos (226 MB/s Burst Speed, 80 MB/s Lesezugriff, 14ms Zugriffszeit...).

Außerdem benutze ich das Tool WD Anywhere Backup (ist als Vollversion bei der Festplatte enthalten). Auch hier habe ich keinerlei Beschwerden. Das Programm ist leicht zu bedienen, Backup ziehen ist schnell erledigt und Dateien wiederherstellen kein Problem.

Die Geräuschentwicklung ist minimal, die Optik in meinen Augen nicht aufregend, mit der stylischen LED aber recht nett und die Verarbeitung ist ordentlich.

Fazit
Macht, was sie machen soll, Anschlüsse funktionieren einwandfrei und Platz ist auch noch reichlich. Ich kann die Platte nur weiterempfehlen

Noch zwei kleine Tipps:
1. Wer wie ich den eSATA Anschluss verwenden will sollte unbedingt AHCI verwenden. Dann hat man den Vorteil, dass man die Festplatte auch während Windows läuft ab und anstecken kann. Wer XP hat und bei der Installation AHCI nicht mit Treiberdiskette eingespielt hat, kann dies relativ einfach auch nachholen. Einfach mal im Internet suchen wie das funktioniert.
2. Bei mir hat zunächst der Bootvorgang wesentlich länger gedauert, wenn die Platte während dem Windowsstart am eSATA Anschluss dran war. Dieses Problem konnte ich lösen, indem ich den Lese- und Schreibcache im Geräte Manager deaktiviert habe. Danach hatte ich keine Probleme mehr.


Samsung T220 55,9 cm (22 Zoll) Wide Screen TFT-Monitor rose black DVI (Kontrast 20.000:1, 2 Ms Reaktionszeit)
Samsung T220 55,9 cm (22 Zoll) Wide Screen TFT-Monitor rose black DVI (Kontrast 20.000:1, 2 Ms Reaktionszeit)

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spitzen Bildschirm, schwacher Stand, 8. Januar 2009
Ich habe den T220 nun seit knapp einem Monat im Einsatz und kann ihn nach dieser Zeit nur überaus weiterempfehlen.

Zunächst das Wichtigste: Das Bild ist topp!
Wie viele andere habe auch ich keinen Pixelfehler gefunden. Filme, Spiele und Anwendungen kommen glasklar, satt in Farbe und vollkommen ohne Schlieren oder anderen unangenehmen Nebeneffekten an.
1680 x 1050 ist zwar nicht ganz 1080p jedoch hat mich das bisher noch gar nicht gestört, weder bei Spielen noch (Blu-Ray) Filmen.

Einstellungsmöglichkeiten ohne Ende
Wird wohl eher für den Interessierten sein. Ich habe zwar das auf CD vorhandene Tool installiert und auch mal ausprobiert, nachdem ich aber eine für mich sehr angenehme Einstellung gefunden habe, habe ich es dann auch wieder gelassen. Kein Zweifel, ein in diesem Bereich Versierter würde sicherlich noch etwas mehr herausholen, ich bin allerdings so äußerst zufrieden.

Anschlüsse, Optik und sonstiges
Der Syncmaster T220 verfügt über einen DVI-D-Anschluss, hat für ältere Grafikkartenmodelle auch einen VGA-Anschluss parat. Das Netzteil ist praktisch im Monitor-Gehäuse verbaut, stört absolut nicht. Der Bildschirm ist außerdem völlig geräuschlos.
Mit seinem Aussehen kann der T220 auch absolut punkten. Die schwarze Klavierlack-Optik ist unheimlich edel, der leichte rote Stich sehr elegant und der (nicht vorhandene) Einschaltbutton einfach nur stylisch. Entgegen anderer Rezensionen hatte ich keinerlei Probleme mit der Bedienung dieses Touch-Buttons.

Warum dann nur vier Sterne?
Eine Sache stört mich doch ziemlich. Was zunächst wie eine Kleinigkeit wirken mag, ist im Alltag als durchaus störend zu bezeichnen. Der Standfuß ist nicht sonderlich stabil. Mag sein, dass es teilweise an meinem Tisch liegt, doch die kleinste Bewegung am Tisch macht auch der Bildschirm mit.
Wenn ich jetzt meine Rezension eintippe, ist ein sehr leichtes, aber lästiges, Zittern kaum zu vermeiden. Wenn mein Drucker, der auch am selben Tisch steht, etwas ausdruckt kann man es schon als Schwanken bezeichnen.
Alle die den Bildschirm und die Tastatur nicht auf einer Ebene haben wird dieser Umstand nicht stören. Ich jedoch bin auf der Suche nach einer Lösung. Bis jetzt habe ich noch keinen alternativen Standfuß von Samsung gefunden. Wenn jemand einen Tipp hat, wäre ich sehr dankbar.

Fazit
Ein super LCD zu einem guten Preis, ausgezeichneten Einstellungsmöglichkeiten und zahlreichen Einsatzmöglichkeiten. Lediglich der schwache Standfuß trübt den ansonsten hervorragenden Gesamteindruck.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 11, 2009 10:55 PM CET


Caravan: Roman
Caravan: Roman
von Marina Lewycka
  Taschenbuch

1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Premiere!, 26. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Caravan: Roman (Taschenbuch)
Neugierig geworden durch den Erfolg des "Traktors", hab ich dieses zweite Buch dieser Autorin gekauft. Für mich eine absolute Premiere:
Von Tiefpunkt zu Tiefpunkt habe ich mich schließlich entschlossen dieses Werk nach zwei Drittel harten Leidens für das winterliche Feuermachen aufzubewahren.
Als seit Jahrzehnten eifrige Leserin beginne ich den Bestsellern heftig zu misstrauen.
Christine Frison-Stark
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 13, 2011 5:56 PM CET


A Fine Day to Exit
A Fine Day to Exit
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 26,04

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Klasse, 2. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: A Fine Day to Exit (Audio CD)
Zu Anathema kam ich dadurch, dass ich ein anderes Review von dem Album Judgement gelesen habe, so wie der Autor davon schwärmte (und weil ich weiß, dass er einen ähnlichen Geschmack hat wie ich selbst) habe ich mir gedacht, es wäre kein Fehler mal in diese Band dessen Name ein „Greul" (Anathema übersetzt) ist, reinzuhören.
Das tat ich zunächst mit ein paar mp3s die ich mir herunter geladen hatte, denn ich wollte wissen, wie sie sich anhört, bevor ich einen kompletten Blindkauf machte. So lagen nun ein paar mp3s auf meiner Platte, durch gewisse Umstände extrem verwahrlost und beinahe nie gehört.
Durch reinen Zufall kam ich dann dazu mir einmal den Song „Angelica" anzuhören, er klang interessant - also noch mal... Zwei tage später hielt ich diese CD in meinen Händen. Das ist nun ca. 2 Monate her, und bis jetzt hat sie nur sehr selten meinen Player verlassen. Hier ist die Begründung:
Das Album beginnt komplett unscheinbar, der Track „Pressure" als Opener, weist schon auf die gesamte CD hin. Wenn er auch kein Höhepunkt dieser ist, beweist er allemal einige Qualitäten. Die Stimme des Sängers (und Gitarristen) Vincent Cavanagh kommt sehr entspannend und ruhig rüber, und singt sich doch sofort ins Gehirn.
Nach diesem scheinbar unwichtigem Track beginnt es sofort sehr viel interessanter zu werden und das mit dem Titel „Release". Er beginnt mit wunderschönen sanften Akustik-Gitarren wie sie typisch für das Album und überhaupt für Anathema sind, die sich dann im laufen des Songs mit E-Gitarren Leads paaren und ein wunderschöne Atmosphäre abgeben. Die Lyrics sind hervorragend, die Stimmung mehr als nur wunderschön atmosphärisch.
„Looking Outside Inside" folgt dem ersten Highlight. Wiederum große Melancholie und viel Trauer im Spiel, doch hat dieser Song auch für mich ein paar Schwächen, wirkt er etwas flach teilweise und auch der Text zu diesem Stück gefällt mir nicht so gut, wie er an anderen Stellen ist. Trotzdem auf keinen Fall ein schlechter Song.
Weiter mit „Leave No Trace" der jedoch sehr wohl eine Spur in den Gedanken hinterlässt. Wunderschöne Trauer, und Vincent beweist erneut dass sein Gesangsspektrum doch einige Töne umfängt, auch im oberen Bereich. Sehr gut geworden, besonders der Refrain weiß zu überzeugen und übermittelt eine Trauer, ohne jemals auf die Hoffnung, die die Menschheit ja nie aufzugeben pflegt zu vergessen.
„Underworld" ist der Song der mir am wenigsten im Gedächtnis bleibt. Wenn ich die Titel dieser CD aufzählen müsste, ich würde alle wissen, nur Underworld käme, wenn überhaupt, erst 5 Minuten nach den anderen. Er gefällt mir, wenn ich ihn anhöre zwar gar nicht so schlecht, wenn auch nicht so gut wie die restliche CD, doch würde ich „A Fine Day To Exit" nie in den Player hauen, um diesen Song zu hören.
So, und nun ab in einen dunklen Raum, alles verfinstern, Augen zu und genießen. Ab nun beginnt eine kleine Reise, die tief, wirklich tief in das innere eines selbst.
„Barriers". Viel mehr zu sagen, als einfach wunderschöne ruhige und verzweifelnde Musik ist einfach nicht. Den „Echo" (oder auch „Delay") Effekt hat man einfach perfekt getroffen, die Melodien fließen praktisch in einander über, nie wird der sich teilweise wiederholende Text überflüssig, und die helfende Stimme eines weiblichen Wesens (leider ist mir der Name dieser Dame entfallen) wirkt so wunderschön zu den sanften Tönen der Gitarre und zum männlichen Gesangspart. Das ist für mich der große Anspieltipp auf der CD, eingängig, und großartig.
Und jetzt der meiner Meinung nach beste Song dieser CD und der durch den ich so angetan wurde. „Panic" ist wirklich das, was der Name so herrlich verspricht. Es kommt beinahe ein Gefühl der Hektik auf, Angst, das Gefühl der Verfolgung, und die unaufhaltsame Verzweiflung brechen herein. Ein starker Refrain, unterlegt von schnellen und sehr gut eingesetzten E-Gitarren machen den härtesten Song auch zum Besten. Und die Verzweiflung hört hier nicht auf, nach einer kurzen Erholungspause, wo man sich von der Angst befreien kann und sich, vollkommen alleingelassen, in einer Ecke wieder findet, fließt der Song auch direkt in den Titelgebenden „A Fine Day To Exit" über. Wo gerade noch das panische pulsieren des Herzens war, befindet sich nun eine Träne, und der Wille sich aus dieser verdammten Welt befreien zu wollen. Was will man überhaupt noch hier, was hält einen ab es zu vollenden und dem Leben damit den lang ersehnten Sinn zu geben.
„I got these feelings and I don't know why
I see all my fears in the darkness of light
what made the river so cold?"
Lyrisch ist dieser Song mit abstand der beste, eine Gänsehaut nach der anderen fließt über den von „Panic" noch nassen Rücken und zieht sich hin bis zum Ende dieses Songs.
Die Erlösung folgt. „A Fine Day To Exit" endet mit einem Stück, dass noch einmal zulässt, dass sich der Konsument dieser CD noch im Diesseits befindet.
„Temporary Peace" bringt tatsächlich die momentane Gelassenheit zurück, versucht wieder die Gleichgültigkeit in den Menschen zu bringen, um nicht vollkommen seinen Gefühlen unterlegen zu sein. Der gesamte Song ist wunderschön ruhig, am Anfang hört man das Meer, beinahe im Stande die Brise auf der Haut zu spüren, überlässt man sich den Song. Die perfekte Abrundung für dieses Meisterwerk (welches es ab der Mitte ca. unumstritten ist in meinen Augen.)
Der letzte Song ist 18 Minuten lang, was aber daran liegt, dass die Band noch etwas herumblödelt und die CD ausklingen lässt.
Fazit:
Wem diese CD gefällt ist schwer zu sagen, da ich mich normalerweise nicht so in diesem Bereich aufhalte. Es ist sehr sehr ruhig, und eigentlich schon eher als Rock, denn als Metal zu bezeichnen. Nur wem zB Katatonia gut gefällt, und wer auch etwas offener für sanfte Musik ist, dem sei diese Scheibe wärmstens ans Herz gelegt. Nicht die Verzweiflung, und nicht diese Negative Botschaft von Katatonia wird erreicht, doch ist auf jeden Fall auch dieses Album ganz große Klasse für mich und oberstes Niveau.
Bewertung:
Produktion: 9/10
Wiederspielwert: 9,5/10
Innovation: 7,5/10
Abwechslung: 8/10
Eingängigkeit: 9,5/10
Gesamt: 9/10


A Natural Disaster/Lim.Digi
A Natural Disaster/Lim.Digi
Wird angeboten von AOR-MELODIC-ROCK
Preis: EUR 12,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume, Hoffnungen und deren Zerstörung, 7. November 2003
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Ich hab mir viel von diesem Album erwartet, sehr viel. Der Song "Are You There" war ja vorab auf einer HP der Band erhältlich, und auch dieser minderte meine Erwartungen nicht, ein ähnliches MEISTERWERK zu hören zu bekommen wie es "A Fine Day To Exit" in meinen Augen war.
Doch alles ist anders als erwartet...
Ich will an dieser Stelle ausnahmsweise kein herkömmliches Review schreiben, dazu kenn ich das Album noch zu wenig, und ich denke, es ist sehr schwer dieses Album wirklich zu bewerten, und das schon nach so kurzer Zeit.
Das Gefühl war immer das was Anathema ausgemacht hat, ob es nun romantisches, trauriges oder ruhiges dahin träumen war, Anathema haben es beinahe perfekt vertont. Diese Emotionen kommen aber bei "A Natural Disaster" kaum vor, zwar werden sie angeschnitten, doch wirken sie auf keinen Fall so direkt ein, wie es bisher so oft der Fall war.
Dieses mal sind es Angst, die unendliche Panik etwas würde passieren. Es ist schwer zu beschreiben, doch als ich nun das erste Mal das Album durchgehört hatte war ich geschockt. Die Musik die einem geboten wurde, enthält viel mehr als nur Gefühle. Man fühlt sich hineinversetzt, ohne den Text zu kennen, wird man beinahe gezwungen den Text wenigstens im Kopf nachzusingen. Schreckliche Bilder ziehen an dem inneren Auge dabei und man macht sich Vorwürfe, für Dinge, die schon so lange zurückliegen, die man aber nicht ändern kann. Die Schönheit der einzelnen Stücke ist wieder ein Kapitel für sich: Innovation steht direkt neben der doch vorhandenen Treue zur vergangenheit, zumindest wenn man von der Schönheit der einzelnen Songs redet. Ob nun "Flying", "A Natural Disaster" oder "Electricity"; wunderschön sind sie alle, ohne Zweifel.
Der Vergleich zu alten Platten fällt schwer, fast unmöglich scheint er, doch Anathema bleibt Anathema, es wurde keine Gradwanderung gemacht, man hat sich nur weiterentwickelt und eines der ganz großen Alben dieses Jahres geschaffen, mit dem man (wie immer) eine große Anzahl von Fans ansprechen wird.
"Freedom is only a halucination..."


Last Night on Earth
Last Night on Earth
Preis: EUR 11,47

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel schöner kann Musik wirklich nicht mehr sein, 3. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Last Night on Earth (Audio CD)
Naja, normalerweise bin ich ja nicht der Gothic Fan, außer man bezeichnet Katatonia als Gothic, dann schon, aber diese CD, na ja hört meinen Worten:
Ich hatte nicht so große Erwartungen an diese Cd. Was kann man sich auch von einer CD erwarten die von einer Band ist, von der man wirklich nur ein paar Songs gehört hat, und die meisten von denen auch nur als Sample. Ich bekam diese also gestern Nachmittag und da ich aber noch einiges zu tun hatte, kam ich erst so gegen Mitternacht mal dazu die CD durchzuhören. Beim ersten Mal las ich nebenbei noch ein Buch. Nach gut 20 Seiten kam ich dann drauf, dass ich keine Ahnung hatte, worum es in diesen 20 Seiten ging, sondern die ganze Zeit eigentlich nur die Musik gehört hatte, entschied ich mich das Buch wegzulegen und mir die Musik mal alleine zu Gemüte zu führen.
Fangen wir gleich bei dem Hammer Opener an, der da hieß „Evergreen". Man merkt sofort, dass es sehr in die traurige Richtung gehen würde (wie ja auch der Titel der CD ankündigt) doch blieb es jedoch bei einer treibenden Kraft die die Traurigkeit immer weiter vorantrieb. Der Song hat auf jeden fall sehr viel Potential, verbindet viele Einflüsse und mixt es alles zu einem sehr guten Song durch.
Auch im zweiten Song „Tormented Sundown" geht's ähnlich gut weiter. Durchgehend Kraftvolle Riffs und auch der Gesang immer passend dazu, manchmal melancholischer, manchmal eben auch mit viel Kraft dahinter.
„Demons" tanzt für mich ein bisschen aus der Reihe. Vielleicht fehlt hier ein kleiner Zusammenhang zu den letzten Songs und den folgenden. Hier sollte man ihn wirklich als eigenen Song ansehen und nicht unbedingt mit dem restlichen Album vergleichen, dann ist er auf jeden fall ein guter Song, wenn auch nicht ganz so gut, wie zB der Opener, in meinen Augen.
Der nächste Song „Dying In Moments" hat wirklich RIESEN potential. Viel Melodie und viel Gefühl wurde darin untergebracht. Ein sehr schöner Refrain und eigentlich alles was man eben für so einen „hit" bräuchte. Auch sehr für Nicht-Anhänger der härteren Fraktion zu empfehlen.
Dann mein persönlicher Favorit auf dem Album. „Queen Of My Dreams" ist eine der schönsten Balladen, oder überhaupt einer der schönsten Songs die ich je gehört habe. Wahrscheinlich mag ich ihn auch so gern, weil er sehr zu meiner jetzigen Situation passend scheint und mich an gewisse Dinge erinnert. Wirklich klasse Song, nix zu bemängeln.
Gleich geht's in der Qualität weiter: „Tragedy Insane" ist der nächste beinahe perfekte Song. Eher ein schnellerer, trotzdem wunderschön.
„Highway 69" hier kommt der Metalfan auch auf seine Kosten wenn er auf was Härteres steht. Starker Song, als ob man mit dem Auto mitten in der Nacht betrunken herumfährt ;-). Das Feeling wird sehr gut herüber gepracht.
Zu „Melancholic" kann ich eigentlich nur sagen, recht guter Song, wär zwar imo ne spur besser gegangen aber passt trotzdem zum Gesamtbild gut dazu.
„Emptiness/Last Control" ist noch ein sehr schön eher ruhiger Long Track zum schluss. Rundet das Album perfekt ab.
Fazit: Dafür, dass ich sie nicht wirklich gekannt habe, (oder vielmehr deswegen?), bin ich umso mehr begeistert. Solch wunderschöne Musik kenne ich sonst eigentlich nur von Katatonia oder ähnlichen Bands. Ich bin extrem überrascht. Jedoch sollte man für dieses Album doch schon ein bisschen was in der Richtung gehört zu haben um sich damit anfreunden zu können. Für Neue im Genre eher mit Vorsicht zu genießen, jedoch wird es auch dann nach mehrmaligem Durchhören gefallen. Wie könnte diese Cd nicht gefallen.
Bewertung:
Produktion: 9,5/10
Wiederspielwert: 9/10
Innovation: 9/10
Abwechslung: 9/10
Gesamt: solide 9/10


Somewhere Far Beyond
Somewhere Far Beyond
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 25,98

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfektion, 3. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Somewhere Far Beyond (Audio CD)
Und wieder stehe ich vor der schweren Aufgabe ein Review zu einem Album der großen Powermetaller Blind Guardian zu schreiben. Wie beginne ich also. Naja vielleicht ist ja so ganz gut:
Mit Somewhere Far Beyond endete die zweite Phase der Band in ihrer Perfektion. Tales From The Twilight World läutete das ganze ein, Somewhere Far Beyond beendet das ganze wieder. Für manche wird wohl das legendäre IFTOS Album auch noch zu dieser Epoche gehören, doch teile ich diese Meinung nicht. IFTOS war etwas Neues und für mich der Einklang in die neue Ära. Aber dies an anderer Stelle zu einem anderen Zeitpunkt.
Zeit, was ist Zeit (oder: Zeit was Zeit ist ;-)) ist die erste Frage die auf dem Album aufkommt. Der Opener mit einem Akustischen Intro, zeigt sofort die Richtung die auf dem Silberling gewählt wird. Noch viel vom harten und speedigen ist geblieben und doch mischt sich immer wieder diese wundersame Melodie hinein. Die Mischung macht es aus. Der Refrain mit viel Harmonie und background Stimmen, hier hört man sofort heraus, woraus sich später einmal der Chor entwickelte, doch nie vergisst man die Wurzeln, schneller Gesang, schnelle Gitarren und immer die mehr als gute Drum arbeit von Thomen, als Tempomacher.
„Journey Through The Dark" lässt das ganze nicht abreisen, im Gegenteil, schürt das Feuer weiter, legt sogar noch ne Spur nach und hat wiederum einen sehr schönen Chorus.
Nach diesen zwei Krachern kommt die erste Verschnaufpause auf dem Langeisen. „Black Chamber" ist eine Art Zwischenstück, die alleine von Hansi geschrieben und auch hauptsächlich auf dessen Stimme verweist. Lediglich eine zarte Klavierbegleitung unterstützt die Stimme des Ausnahmesängers. Sehr schönes Stück, gefiel mir zwar erst nach einigen hören, jedoch jetzt umso besser.
„Theater Of Pain" kommt wieder etwas mehr Tempo rein, jedoch nicht so wie bei den beiden ersten Tracks. Hier wird noch mehr auf Melodie und Harmonie geachtet und hört auch schon orchestrale Einflüsse wie sie später gang und gebe wurden bei den Gardinen. Sehr genialer Track, der einfach sehr gut rüberkommt, dass der Refrain wunderschön ist, glaube ich brauch ich gar nicht erst sonderlich zu betonen.
In Zusammenarbeit mit dem Ex-Helloween Frontmann Kai Hansen gelang dann ein weiteres Meisterstück. „The Quest For Tanelorn" wurde es genannt, und vermischte gekonnt eine Ballade mit einem schnellen und kraftvollen Powermetal Song. Zum Genuss von Kais Stimme kommen wir jedoch diesmal nicht, er übernimmt nur ein Solo, zeigt jedoch dass er es mit der Gitarre auch sehr gut drauf hat.
„Ashes To Ashes" war bei mir eher ein Spätzünder, doch dann zündete er einen kleinen Supergau. Der Song hat es in sich, weiß mit Speed, mit Power und einem genialen Hansi zu überzeugen, der sich abwechselnd mit dem Background beinahe ein Duell liefert. Perfekt inszeniert das ganze, ein Highlight auf einem Album voller solcher.
„Now you all know... The Bards and there Songs" wer kennt diese Zeilen nicht? (wer sich jetzt angesprochen fühlt, sollte sich für 5 Minuten in die Ecke stellen, schämen und dann erst weiter lesen). Der „Bard's Song - In The Forest" ist ja schlichtweg DER Klassiker der Krefelder Jungs. Viel mehr als einfach nur wunderbar und Mitsingstimmung pur brauch ich glaub ich kaum zu sagen.
„The Bard's Song - The Hobbit" ist steht dem „großen Bruder" aber um nichts nach finde ich. Ist eben etwas schneller und etwas kraftvoller geraten, aber trotzdem sehr schön, hat diesen irischen Touch, den auch „In The Forest" so genial macht. Also auch der nächste geniale Song auf der Platte.
So wenn man schon bei irgendeinem Lied vorschalten muss, dann kommt jetzt die Gelegenheit. „The Piper's Calling" ist zwar auf keinen Fall schlecht, doch passt es nicht wirklich 100 %ig in das restliche Ambiente. Eben ein Instrumental (von Dudelsäcken ^^), ist nicht jedermanns Sache, mir gefällts, aber ich könnte mir am ehesten vorstellen, wenn nicht.
Der Titeltrack sprengt dann noch mal alles und ist jenseits von gut und böse, erhaben wie ein König. Genial beschreibt es wahrscheinlich annähernd, wenn auch nicht ganz. Wer jetzt vielleicht schon auf ein erstes größeres Zitat gewartet hat, hier ist eines vom für mich mit den besten Lyrics dieses Albums ausgestatteten Song:
„I am the narrator
And now I'll tell you
Where I've been
And what I saw
And how it ends"
Gänsehaut pur. 7:30 min reine Freude auf eine CD gepresst.
Somit endet die Reguläre CD, doch der Hörgenuss ist doch noch nicht vorbei. 3 (!!!) Bonustracks warten darauf angehört zu werden.
Angefangen mit „Spread Your Wings" einem Cover der Bombastengruppe Queen. Zur Debatte stand ja neben diesem Song auch „Don't Stop Me Now" (was mir persönlich noch mehr zugesagt hätte, aber da dies gesanglich anscheinend zu aufwendig und nicht in der selben Liga spielte, wurde es dann eben dieser Song, was mich ja nicht stören soll). Im Gegenteil wurde dieser Song unglaublich, man sollte ihn zwar abseits der CD betrachten aber dann find ich dieses Cover einfach nur gewaltig und es schlägt das Original (was bei Queen sehr schwer ist) doch um einiges.
Trial By Fire wiederum ein sehr geiler Song, viel mehr ist dazu nicht zu sagen (zugegeben: ich weiß auch nicht viel mehr darüber ^^).
Auch die Orchester Version des Songs „Theater Of Pain" kommt dann noch einmal sehr schön rüber, fast schöner als das Original, aber nur fast und somit endet dieses Meisterstück der gottgleichen Powermetaller.
Fazit:
Ein Blind Guardian übliches Album. Ohne jemals langweilig zu werden versteht es das Songwriter Duo Kürsch/Olbrich perfekt Power Metal mit Speed Metal zu vermischen und daraus einen traumhaften Song zu schreiben. Auf dieser Platte gönnen sie uns davon 10 (+3), die durchgehend ein reiner Hörgenuss sind. Für alle Guardian Fans ein Muss, für Metaller ein Soll und für alles andere ein sehr zu empfehlendes Werk, dass ich nur wärmstens ans Herz legen kann. GENIAL.
Bewertung:
Produktion: 10/10
Wiederspielwert: 10/10
Innovation: 10/10
Abwechslung: 10/10
Gesamt: 10/10 (bei Blind Guardian - wie könnte es auch anders sein?)


A Night at the Opera
A Night at the Opera
Preis: EUR 15,51

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Perfect Opera, 18. August 2003
Rezension bezieht sich auf: A Night at the Opera (Audio CD)
Wie viele Stunden habe ich mit dem Hören dieser CD verbracht und wie lange hätte ich sie als schwächste BG ever eingestuft. Slowburner, wie ich in einer anderen Rezension lesen durfte, trifft es noch nicht einmal annähernd. Mehr als ein Jahr hat es gebraucht, bis diese CD vollends gezündet hat und mich nicht mehr los lässt. Was ich zuerst als absolut überproduziert und übertrieben bezeichnet hätte, halte ich nun für einen Facettenreichtum der bisher im Musikbusiness für mich persönlich absolut unerreicht blieb. Das unglaubliche Feeling, welches herübergebracht wird mit Songs wie dem Opener „Precious Jerusalem" jagt mir jedes Mal (auch heute noch) einen Schauer über den Rücken. Die unglaubliche Produktion, die alles so glasklar zum Vorschein bringt, wenn man sie nur lässt, hat für mich kaum Schwachpunkte. Ich verstehe mich selbst kaum mehr, wie ich zB Battlefield nicht als einen genialen Song finden kann. Absolut überragende Lyrics (wie wir es von Hansi Kürsch ja durchaus gewohnt sind), wundervolle und gleichzeitig etwas ungewohnte Melodien, welche sich nach mehrmaligen Hören wieder in die Blind Guardian Welt einfügen als wären sie schon immer da gewesen.
Seit ich „Under The Ice" auf der „Live" CD gehört habe, lässt es mich sowieso nicht mehr los, grandioser Song, mehr kann ich dazu gar nicht sagen, genau wie „Sadly Sings Destiny" wo mich zuerst der Anfang immer etwas abgeschreckt hat, dann aber vollkommen zum Lied passt, die Lyrics dazu sind für mich mit die besten die der Herr Kürsch jemals zu Papier gebracht hat. Kleines Zitat:
„I've known it long before
The Galilean's on the floor
Shame on me
Shame on me
I'm a tool and nothing more"
Einfach unglaublich meiner Meinung nach.
Mit "The Maiden And Minstrel Knight" ist eine Ballade gelungen, wie sie im Buche steht. Wunderschön untermalen von einer leichten Begleitung, trotzdem sehr vielschichtig produziert. Perfekt.
Gleich wird wieder mit mehr Power nachgeladen. „Wait For An Answer" ist sehr gut geworden, ein Refrain der einem sofort im Kopf bleibt und als Ohrwurm wahrscheinlich auch drin bleibt. Vielleicht am ehesten als Anspieltipp zu verwenden, obwohl das auf dieser CD sehr schwer ist, mit dem anspielen.
Der „schwächste" Song kommt dann mit „The Soulforged", passt für mich nicht ganz in das übrige Ambiente und wurde eben nicht ganz so perfekt gemacht wie der Rest, wer mich aber kennt weiß, dass das nicht heißt, dass der Song schlecht ist, sondern sehr gut, nur eben nicht Genial, aber das kommt vielleicht auch noch.
„Age Of False Innocence" wurde eine nette halb Ballade mit sehr genialem Schluss und perfekt in das Umfeld passend.
Dann kommt das Glanzstück. „Punishment Divine"... mehr als unglaublich und göttlich kann ich dazu kaum sagen.
„And Then There Was Silence" ist für mich sowieso über jeden Zweifel erhaben, auch einfach nur genial.
Fazit:
Nach einem Jahr wurde dieses Album für mich erst richtig interessant und es ist ganz sicherlich kein schlechtes. Ich hab alle Alben von Blind Guardian, weiß also wovon ich rede. Es ist auch kein Schritt zurück, eher vorwärts. Seiten an den Gardinen wurden aufgezeigt die ich bisher gar nicht kannte. André Olbrich und Hansi Kürsch als Songwriter Duo haben wieder bewiesen, dass sie beinahe alles können, ob es jetzt heißt traumhafte Chöre einzubauen, oder Soli zu schreiben die einem Kalt den Rücken runtergehen. Bombastischer Power Metal wie er nicht besser geht. Wie immer bei Blind Guardian eigentlich. Nicht zu unrecht meine absoluten und unerreichbaren Götter.
Bewertung:
Produktion: 10/10
Wiederspielwert: 10/10
Innovation: 10/10
Abwechslung: 10/10
Gesamt: 10/10 (kauft es, lasst es wirken und findet es genial ;-))


Nightfall in Middle-Earth
Nightfall in Middle-Earth
Preis: EUR 23,94

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt eben..., 4. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Nightfall in Middle-Earth (Audio CD)
Ja Blind Guardian, Blind Guardian. Mit einem Satz wäre dieses Album schneller und wahrscheinlich auch besser beschrieben als mit einem langen Review, doch mach ich einfach mal beides. Der Satz: NICHTS was man hätte BESSER machen können, wirklich nichts...
Und das Review:
Wie wir alle wissen, ist Tolkien ja einer der größten Autoren aller Zeiten und überhaupt. Was wir wissen, wissen auch Hansi Kürsch und Co. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür warum Tolkien auch einer ihrer Favoriten unter den Autoren ist. Herr der Ringe hatten sie ja schon einige male (sogar mit einem Song „Lord Of The Rings") behandelt nun sollte also das Silmarillion, die Bibel unter den Tolkien Anhängern, an die Reihe kommen und nicht nur in einem Song sondern auf einem kompletten Konzeptalbum behandelt werden.
Die CD wurde wie erwartet perfekt produziert und eingespielt. Es wechseln sich normal lange Songs mit kurzen Zwischenspielen ab, die die Handlung und zusammenhänge des Silmarillions erklären und erläutern, bringen also die Handlung sozusagen voran. Bei den Tracks von normaler Länge muss man grob zwischen den sehr schnellen und kraftvollen Powermetal Songs wie von Blind Guardian üblich (doch nie monoton klingend) und den Langsamen Balladen und Hymnen unterscheiden.
Zum ersteren gehören unter anderem „Into The Storm" welches sozusagen der Opener nach einem kleinen Intro („War Of Wrath") ist. Er stellt eine Mischung zwischen Power und Speed Metal dar und überzeugt mit sehr kraftvollen Gitarren und wie immer grandios eingesetzten Chören. Der Song erzählt die Geschichte von Ungolianth und Melkor wie sie, nachdem sie die zwei Bäume zerstört haben und die Silmarill aus dem Hause Féanors entwendet hatten, sich um die edelsten aller Steine streiten.
Nach dem Zwischenspiel „Lammoth" (so wurde ein Schrei Melkors genannt, als ihn Ungolianth biss, nachdem wurde auch eine Gegend in Beleriand benannt.) kommt der wunderschöne Hymnen Song „Nightfall". Schöner könnte man einen langsamen Song kaum machen, in ewiger Trauer und doch mit der kleinen Hoffnung, dass sich alles wieder zum Guten wendet. Wirklich klasse Song.
„The Curse Of Féanor" ist wiederum ein sehr schneller Weg. Mit viel Kraft und Hass in sich. Féanor, Erschaffer der Silmarill, trauert jenen nach und schwört dem dunklen Herrscher Rache.
„Blood Tears" ist für mich DIE Ballade schlechthin auf dem Album. Mit einem Wort: Traumhaft...
„Mirror Mirror" ist wahrscheinlich einer der „Massentauglichsten" Songs auf dem Album. Ein richtig genialer Song zum mitsingen eben. Auch ist er nicht so sonderlich hart, also auch durchaus als „Einstiegsdroge" zu empfehlen.
Was will man zu „Noldor" viel mehr sagen als episch? Wirklich wunderschön und über jeden Zweifel erhaben. Er handelt von dem Völkermord der Noldor an den Teleri (wenn ich mich jetzt nicht ganz irre). Das war, das erste Mal dass Elben ihresgleichen Leben genommen haben und auch das letzte mal in Valinor. Sehr kraftvoller Song mit unglaublich viel Gefühl in sich.
Mit einem Song, der wirklich wieder nur mit Hymne oder Episch zu beschreiben ist, geht's dann auch nach wiederum einen Zwischenspiel weiter. „Time Stands Still" ist zwar nicht ganz so unglaublich wie „Noldor" doch kommt er fast hin, was für jeden Song nur ein Kompliment sein kann.
„Thorn" = grandioser Song, Mischung aus einer perfekten Ballade und einem sehr sehr guten Power Song, mehr kann ich dazu nicht sagen.
„The Eldar" erinnert sehr stark an Queen, die ja auch ein bekanntes Vorbild der Krefelder sind. Hier steht endlich einmal die Stimme von unserem Lieblingssänger absolut im Vordergrund und wird die ganze Zeit nur von einer recht harmlosen Klavierstimme begleitet. Traumhafte Ballade.
Dann kommen wir noch einmal zu einem letzten sehr großen Aufschwingen in die Höhen der Härteren Winde. „When Sorrow Sang". Schnell, kräftig, genial. Das letzte Aufbäumen klingt dann noch einmal in „A Dark Passage" aus, welches wirklich absolut die Stimmung spiegelt, die es spiegeln soll. Die Entscheidung nah bevorstehend. Und so voller Angst und doch vollgepackt mit Mut und Hoffnung. Ein „Outro"-Spiel und das wars. Die Reise nach Mittel-Erde ist vorüber. Erschrocken sieht man auf und wundert sich wo Féanor und die Noldor plötzlich hin verschwunden sind.
Fazit: Typisch Blind Guardian eben. Grandioses Buch - Grandioses Album - Grandiose Band. Jeder Song ein Meisterwerk. Besonders für Anfänger im Metalbereich zu empfehlen, da die Alteingesessenen das Album sowieso schon längst haben. ;-)
Bewertung:
Produktion: 10/10
Wiederspielwert: 10/10
Abwechslung: 10/10
Gesamt: 10/10 (wenn's ginge mindestens Doppelt so viel. einfach perfekt)


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