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Rezensionen verfasst von
Viktor Rodtchenko "Viktor R."

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Divinity: Original Sin
Divinity: Original Sin
Preis: EUR 23,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Qualität im Detail..., 3. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
...liefert Original Sin, welches die Idee des klassischen Rollenspiels zurück in eine actionübersättigte Spielergeneration bringt. Und gerade hier, wo die Stärken des klassischen Rollenspiels lagen, dort sind auch seine Stärken zu finden. Im taktischen Aufbau einer starken Gemeinschaft, im Auflösen komplexer Zusammenhänge und der Einbeziehung verzwickter Handlungsstränge. Klassische Rollenspiele sprechen viele Bedürfnisse an: Original Sin befriedigt den Sammler und Tüftler ebenso, wie den Kampfstrategen.
Als Liebhaber der Klassiker Amberstar und Ambermoon freute ich mich besonders über das Kampfsystem. Denn durch den streng rundenbasierten Ablauf wird der Kampf zu einem Schachspiel und die initiale Aufstellung der Gruppe zu einem wichtigen Teilaspekt. Je weiter man im Spiel fortschreitet, desto wichtiger ist es wenig gerüstete Distanzkämpfer aus der Schusslinie zu halten und grobe Arbeiten den Kriegern in Plattenpanzer zu überlassen. Der Aufbau von Barrikaden und das gezielte Hineinlocken ganzer Dutzendschaften von Gegnern sollte hierbei ebenso in das Strategieportfolio gehören, wie das vorsorglich eingepackte Öl- oder Giftfass, welches im Notfall auch härtere Gegner zur Strecke bringt.
Doch auch an anderer Stelle wird der Spieler gefordert. Das Sammeln von Hinweisen und auch von Gegenständen trägt oftmals direkt zur Lösung der zentralen Quests bei. Schwer tut man sich, berücksichtigt man nicht die handwerklichen Möglichkeiten, welche von einer improvisierten Waffe bis zum vergifteten Käse die Herstellung einer Unmenge nützlicher Hilfsmittel erlauben. Und hier merkt man auch den unbegrenzten Spieltrieb der Schöpfer von Original Sin. Nicht nur in den Dialogen, sondern auch in den Kombinationsmöglichkeiten haben sie sich ausgetobt.

Fazit: Freunde von Diablo & Co ohne Bezug zu den hier gebotenen Denkaufgaben werden dieses Spiel vermutlich am liebsten in die tiefste Hölle versenken. Wer auf Papier oder Computer schon immer Wert auf Handlung, Interaktion und Nachdenken gelegt hat, der wird hier ein anspruchsvolles Rollenspiel mit einer Vielzahl interessanter Quests vorfinden. Der große Handlungsstrang ist recht simpel, doch wird er durch eine Vielzahl von Nebenschauplätzen ergänzt. Hochrüsten, Durchstürmen, Prinzessin retten? Fehlanzeige! Hier versperren neben einer Vielzahl von Gegnern auch Rätsel und Geheimnisse dem Helden den Weg. Ausbaufähig ist definitiv noch der Mehrspielermodus. Mit den Möglichkeiten von heute könnte daraus vielleicht wirklich irgendwann eine ganz eigene Community entstehen, die im Koop-System in Zusammenschlüssen mehrerer Gruppen Quests gemeinsam oder kompetetiv vorantreibt....


WURSTMASCHINE Wurstfueller Wurstpresse Wurstfuellmaschine BG-3706
WURSTMASCHINE Wurstfueller Wurstpresse Wurstfuellmaschine BG-3706
Wird angeboten von Jawoll
Preis: EUR 18,99

3.0 von 5 Sternen Gutes Gerät, aber nix für Profis..., 8. April 2015
...die Wurstmaschine ist extrem preisgünstig und entsprechend ist die Verarbeitung nicht "high end". Trotzdem eignet sie sich sehr gut zum Einfüllen konistenterer Wurstmassen wie z.B. Bratwurstfüllungen. Abdichten ist dann auch nicht erforderlich und auch "Probleme mit Naturdarm" habe ich nicht festgestellt. Alles sehr solide. Aufgrund geringer Größe und Gewicht ist allerdings jemand erforderlich, der das Gerät festhält, der Saugnapf löst sich dann doch bei stärkerer Belastung.

Fazit: Ich wollte mit dem Gerät ein paar unkomplizierte thailändische Wurstrezepte ausprobieren. Der grobe und recht viskose Teig lässt sich gut in Naturdarm einfüllen, wobei jedoch jemand das Gerät festhalten muss, während der andere kurbelt. Für Hobbyköche mit Ambitionen in der Wurstherstellung halte ich das für völlig ausreichend. Wenn ich allerdings wöchentlich Fleisch damit verarbeiten wollte, dann würde ich tiefer in die Tasche greifen. Das geht auch bequemer....


Kindle Paperwhite (5. Generation), 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN
Kindle Paperwhite (5. Generation), 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN

5.0 von 5 Sternen Das Buchgefühl..., 10. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...was hielt mich lange davon ab ein solches Gerät zu kaufen. Stichwort: Buchgefühl. Das Rascheln der Seiten, der Geruch eines neuen Buches und das Gefühl beim zufälligen Aufschlagen einer Seite aus dem Bücherregal erneut in eine Szene oder einen Moment entführt zu werden, der mir nach dem Lesen des Buches lieb und teuer geworden ist. Trotzdem sind nun 5 Sterne zu lesen und ich meine sie so. Denn wieviele Bücher lesen wir, die uns nicht entführen, nicht gewinnen, die uns langweilen oder abschrecken. In mein Bücherregel wandern ausgesuchte Exemplare des literarischen Fast food, andere Bücher möchte ich ungern wiedersehen, denn selten schafft es ein Autor wirklich etwas so brilliantes zu schreiben, dass man sich gerne daran erinnert. Und diese Bücher wandern nach wie vor in mein Bücherregal, wo ihr Papier raschelt, ihre Buchrücken weiter altern und mein Auge erfreuen. Ein dekadentes Vergnügen mag der Kindle sein, doch er ist für mich der eine Buchrücken in dem literarischer Abfall formschön verschwindet, der jedoch einem Papierkauf nicht im Wege steht. Es ist das Buch, das mit auf Reisen geht und den Koffer nicht füllt. Es ist der Fortsetzungsband, den ich ganz bequem in aller Welt in jedem Fastfoodrestaurant mit goldenem "M" herunterladen kann und es mir erlaubt gleichzeitig auch ganz nebenbei noch in der Zeitung zu stöbern. Er hat sich also gelohnt der Kindle. Man hat ihn fast wie ein Buch gestaltet und so fühlt er sich auch mittlerweile an....

Fazit: Der Kindle ist ein Buch, das einem die tausend nutzlosen Buchrücken pseudoliterarischen Mülls erspart, die über die Jahre irgendwie dann doch in jedes Bücherregal wandern. Er ist flexibel, liest sich wie ein Buch und steht dem Buch doch nicht im Weg. Dekadent ihn so zu nutzen, denn oft bezahle ich Bücher zweimal, aber so ist nunmal unsere Zeit. An anderer Stelle spart er mir Geld, immer dann wenn ich Klassiker lesen möchte oder ein Wörterbuch brauche. Alles in allem ein gutes Gerät, das man wirklich loben kann....


Das Rad der Zeit 1. Das Original: : Die Suche nach dem Auge der Welt
Das Rad der Zeit 1. Das Original: : Die Suche nach dem Auge der Welt
Preis: EUR 17,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte gut - Übersetzung grauenvoll, 8. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...mit der Kindle-Fassung der Rad der Zeit-Serie offenbarte sich mir eine facettenreiche Geschichte, die zwar nicht den Gipfel schriftstellerischer Leistungen darstellt, dennoch aber deutlich besser und umfangreicher ist als man es von anderen Büchern des Genres kennt.
Jordan ist ein guter Erzähler und auch wenn viele seiner Charaktere stereotyp wirken, so schafft er es doch diese im Lauf der Geschichte deutlich zu entwickeln. Der Beginn macht es einem besonders schwer, zumal er bei der biederen Landbevölkerung des Jordiversums beginnt. Man sollte sich davon nicht abschrecken lassen, zumal selbst solche von mir wenig geliebten Gesellen wie der "Lausbub" Mat nach einer Reihe von Wendungen zu den meist geliebten Protagonisten avancieren können.

So schön die Geschichte den Leser zu fesseln vermag, so grauenvoll ist die Übersetzung. Hier griff entweder ein Nicht-Muttersprachler mit unzureichenden Deutschkenntnissen oder ein deutsches Mundart-Landei mit wenig Phantasie zur Feder. Ein paar Beispiele die mir besonders ins Auge sprangen:

Statt "benutzen" wurde fast immer "benützen" übersetzt, so etwas kenne ich eigentlich nur von Nicht-Muttersprachlern oder als Dialekt.

"Burn me" wurde mit "Seng mich" übersetzt! Es hat eine Weile gedauert bis ich erkannt habe, welche englische Redewendung gemeint ist, die Übersetzung ist einfach eine Neuerfindung.

"bloody" wird vom stets fluchenden Soldaten Uno sehr oft verwendet und wurde immer mit "blutig" übersetzt. Kann man machen, klingt aber dann allenfalls dümmlich und nicht nach einem bärbeissigen Veteranen.

So geht es auch weiter, das sind die "ständigen Bekannten" in der Übersetzung. Geärgert habe ich mich auch an vielen anderen Stellen. Ich hoffe es wird irgendwann besser, ich habe versucht möglichst oft über die Kindle-Korrekturmeldung auf Fehler hinzuweisen. Ich habe aber die Hoffnung, dass spätere Bände von einem anderen Übersetzer bearbeitet wurden. Bis Band 5 muss man unter diesen groben Fehlern leiden...

Fazit: Schönes Buch, wenn auch nicht hervorragend. Die Übersetzung zieht die Geschichte allerdings ziemlich in den Dreck. Sie ist so präsent, dass sie einen Abschnittsweise auf jeder Seite 1-2 Mal auf das Unvermögen des Übersetzers hinweist. Das muss besser gehen. Ich baue darauf, dass man sich bei einer so bekannten Reihe nochmal jemanden für die Überarbeitung sucht.


Vom Schicksal bestimmt: Soul Seeker 1 - Roman
Vom Schicksal bestimmt: Soul Seeker 1 - Roman
Preis: EUR 8,99

2.0 von 5 Sternen Esotherische Fantasy..., 13. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...bietet die Autorin dem Leser und beginnt mit einer Einführung in die "Krafttiere". Wen dies schon ein wenig stört, weil er dabei an Mittfünfziger Erdstrahlenjäger denkt, den wird auch der Rest dieses Buches ziemlich nerven. So ging es mir jedenfalls. Liest man weiter so erkennt man die halbherzigen Versuche die "wahre" Philosophie vom Hollywood-Gurutum abzugrenzen, dies jedoch mit wenig Finesse und weniger durch Änderung der Betrachtungsweise als durch die Hollywood-Vergangenheit des Hauptcharakters. Dieser nervt bereits nach wenigen Minuten ebenso sehr wie seine vielen Unterstützer, nicht aufgrund der zu starken Ausflüge in die Batik-T-Shirt-Esotherik sondern vielmehr durch die platte Teenie-Lovestory die ständig von den "süßen Typen" berichtet, die im Laufe der Handlung auftauchen. Ich glaube meine Rezension berichtet von falschen Erwartungen: die Größen des Genres sind für mich Tolkien, Martin, Sanderson und Rothfuss. Hohes Niveau in der Sprache trifft hier auf erzählerisches Können und....Phantasie eben. In diesem Buch ist der Schreibstil brauchbar: packend, nicht dümmlich, keine grammatikalischen Unmöglichkeiten. Aber er trifft leider auf eine öko-eso-naive Oberlehrerattitüde und wenig Ideen. Was bleibt ist der Kampf zweier Familien - Santos und Richter - von denen zweitere für Stalin und Hitler verantwortlich ist und die andere in einem mexikanischen Dorf am Weltfrieden arbeitet: Nicht durch Miss-Wahlen, aber durch Kräutertee!!

Fazit: Ein Buch für Menschen mit der Einstellung es zu lesen, die mir leider fehlt. Schriftstellerisch in Ordnung aber keine Höchstleistung, dafür aber vollgepackt mit Klischees die das Lesevergnügen recht schnell beenden können. Diese Rezension ist zutiefst subjektiv, ich habe die Einstellung für dieses Buch definitiv nicht.


Drachenhüter: Roman
Drachenhüter: Roman
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Drachen hüten..., 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drachenhüter: Roman (Kindle Edition)
..schwer gemacht! Drachenhüter habe ich gelesen, weil ich die Weitseher-Chroniken gut fand und nun doch etwas mehr von Robin Hobb erfahren wollte.

Das Buch ist tatsächlich etwas langatmig, da die Charaktere nur langsam, dafür aber gründlich eingeführt werden. Man erfährt viel über die Vorgeschichte, wodurch sich der große Erzählstrang verzögert und die Handlung oftmals den etwas kitschigen Anstrich einer Seifenoper erhält. Letzteres klingt vielleicht etwas bösartig, doch liegt hier auch die ungeahnte Stärke von Hobb, die sich gerne auf die Wirrungen zwischenmenschlicher Beziehungen stürzt und diese einzigartig erzählt.

Sie bedient dabei auch eine ganze Reihe von Klischees, den gehemmten Homosexuellen aus der Mittelschicht oder die ewige Sorge heranwachsender Mädchen um Jungs und Beziehung, doch auffallend ist wie viel Zeit sie sich nimmt die Entscheidungen der Hauptcharaktere aus ihrer Situation heraus zu erklären. So leidet man mit der unglücklichen Alise, versteht die aufsässige Thymara und wird letzten Endes sogar von den zwei Seiten des unsympathischen Geft überzeugt (das aber erst im nächsten Band).
Trotzdem ist Drachenhüter nur ein Auftakt der vermutlich selbst mit der nötigen Vorgeschichte eine Durststrecke im Roman wäre. Dabei fällt unglücklich zusammen, dass Hobb einerseits ihre Grundcharaktere in diesem Buch sehr langsam aufbaut, aber gleichzeitig auch versucht in einem Terrain zu schreiben das ihr weniger liegt: die politischen Zusammenhänge sind sehr simpel und keinesfalls so überzeugend wie man es von anderen Autoren kennt. Eingestreute Binsenweisheiten über die Bildung der Oberschicht in Trehaug machen das überdeutlich, da Hobb hier die Erzählperspektive Thymaras wählt für einen Zusammenhang den man vermutlich über Beobachtungen und Andeutungen subtiler hätte transportieren können.
Ein Aspekt der auch in anderen Rezensionen angesprochen wird ist die betont weibliche Perspektive des Buches. Diese wäre an sich kein Problem, doch wird sie dem Leser allzu deutlich eingeprügelt: vermutlich ist das aber ein Artefakt mieser Übersetzung (die "Drachin"?!). Ich glaube zwar dass Hobb diese Perspektive gerne wählt, aber mit dem Holzhammer jedes Wort zu verweiblichen ist vermutlich nicht ihr Werk. Sollte es im Englischen tatsächlich auf jeder zweiten Seite "the female Dragon spoke to her" heißen, so sollte es mich sehr wundern.

Fazit: Zusammenfassend ist Drachenhüter kein wirklich gutes Buch, doch es gehört nun mal zum Zyklus und es ist schlichtweg eine Dummheit des Verlages diesen Band (der einigen Rezensionen zufolge eine Fortsetzung ist) an den Anfang zu setzen. So kommt die Entscheidung aufzuhören ggf. zu früh. Die Geschichte ist v.a. dort schön wo sich Hobb schon mal bewiesen hat, in der Beschreibung zwischenmenschlicher Beziehungen. Ich zweifle außerdem aus genannten Gründen etwas an der Übersetzung, aber irgendwann ignoriert man das.


Der Weg in die Schatten: Roman - [Die Schatten-Trilogie 1]
Der Weg in die Schatten: Roman - [Die Schatten-Trilogie 1]
Preis: EUR 11,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Idee sucht Ausdruck, 23. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Rezension bezieht sich auf die Trilogie, nicht nur auf den ersten Band von Brent Weeks' Geschichte. In dieser geht es um den jungen Azoth, welcher zum Lehrling des größten aller Assassinen wird. In seiner Ausbildung findet er zunächst nur Mühsal und Einsamkeit, schließlich die Liebe und letzten Endes ein mächtiges magisches Artefakt, das ihm das Schicksal der bekannten Welt aufbürdet. Was sich zunächst nach wenig Überraschung anhört wird doch einzigartig umgesetzt, so legt er viel Wert auf die gesellschaftlichen Unterschiede des korrupten Cenaria in dessen Gosse Azoth hineingeboren wurde. Huren und Mörder in der Unterschicht, Verrat und Intrige in der Oberschicht, zwei Welten die sich öfter berühren als man es für möglich halten möchte. Tolle Charaktere erarbeitet der Autor z.B. in Logan Gyre, Schwester Ariel oder Dorian dem Propheten. Auch überrascht er mehr als einmal, so erfährt Azoth der sich mittlerweile Kylar Stern nennt erst spät von einer wichtigen Konsequenz seiner übernatürlichen Fähigkeiten, die er mittlerweile recht gedankenlos nutzt. Dies alles sind gute Gründe weiterzulesen, ebenso wie die Kulturen der Nachbarländer die von großem Potential des Autors zeugen.
So schön diese Ideen auch sind, so problematisch ist oftmals die Umsetzung. Weeks kann Informationen nicht derart spielerisch in seine Handlung einbauen wie dies z.B. George RR Martin oder Patrick Rothfuss gelingt. Er erklärt viel, dies wirkt hölzern. Oftmals überkonstruiert er seine Handlung um einen bestimmten Effekt beim Leser zu erzielen. So versucht er krampfhaft die große Macht von Killer-Kylar und Super-Durzo (so heißt Kylars Meister) zu demonstrieren um dem Leser einen Eindruck ihrer Stärke zu geben, dies mutet dann doch mehr wie Hollywood-Action als wie gute Fantasy an.
Spannung ist gut, doch statt seine Charaktere glaubwürdiger zu machen trübt es den Lesespass sie überzeichnet zu sehen. Um seine Charaktere menschlicher erscheinen zu lassen versucht sich der Autor auch manchmal an Humor. Dies gelingt nicht immer gut. Besonders schlimm fand ich die inneren Dialoge, welche Kylar mit seinem Artefakt führt. Ich fühlte mich an Walter Moers erinnert, der seinen Helden Rumo mit dem Schwert Löwenzahn sprechen lässt. Im Gegensatz zu Moers baut Weeks jedoch zuvor eine Dramaturgie auf, die dies einfach nur lächerlich erscheinen lässt.

Fazit: Weeks hat kein schlechtes Buch geschrieben, aber richtig gut ist es leider auch nicht geworden. Seine großartigen Ideen verarbeitet er nur mäßig, richtig Lust auf neue Geschichten aus seiner Feder haben mir die Bücher nicht gemacht. Trotzdem kann man darüber hinwegsehen, wenn man sich an solchen handwerklichen Fehlern nicht zu sehr stört und sich hauptsächlich an neuen Ideen erfreut. Fastfood, kein 3-Gänge-Menü...


Das Spiel der Götter (1): Die Gärten des Mondes
Das Spiel der Götter (1): Die Gärten des Mondes
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ungeplante Komplexität, 5. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was erwartet man von einem guten Buch? Diese Frage habe ich mir während des Lesens mehr als einmal gestellt, denn Erikson ist kein leichter Kandidat, will man seine Schöpfung gerne annehmen und sich an seinen Ideen bereichern. Wie in zahllosen anderen Rezensionen dargestellt ist der Einstieg kein leichter, wirft er den nichtsahnenden Leser doch in ein Imperium voller Namen und Zusammenhänge, oftmals ohne den geringsten Anhaltspunkt welche Aspekte im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen werden.
Große Handlungsstränge erstrecken sich über mehrere Bände, kleine verenden manchmal nach wenigen Seiten. Klarheit schafft nur der Tod eines Charakters, doch auch dann kann man nicht sicher sein, dass die wahre Intention nicht in der Wiederauferstehung liegt. Ich kann Erikson keinen Mangel an Phatasie vorwerfen. Obgleich er zahlreiche Anleihen aus der Geschichte nimmt und offenbar ein großer Freund der römischen Geschichte ist, hat er seine Ideen einzigartig mit dem manchmal adaptierten kulturellen Rahmen verschmolzen. So sind es wieder einmal vor allem handwerkliche Mängel die man ihm ankreiden muss. Herausragende Bücher entwickeln sich nicht nur aus reiner Kreativität, sondern haben viel mit einer dramaturgischen Planung des Aufeinanderfolgens von Handlungssträngen zutun die es dem Leser ermöglichen die große Komplexität leichter zu verdauen. Erikson macht dies scheinbar wahrlos, donnert Szene auf Szene dem Leser entgegen und es ist schwer ihm noch zu folgen. Dabei ist er außerdem so unglaublich bemüht den Leser zu überraschen, dass er auch nach dem Erreichen des Gipfels gerne noch eine Ebene über die des Handlungsstranges setzt (z.B. so mit der Verbannung von Einarm, die eigentlich ein Manöver ist). Das alles ist dazu angetan den Leser zu interessieren, aber gleichzeitig ist das Verlangen nach den "richtigen Informationen" etwas mit dem kein Autor so leichtfertig spielen sollte. Das Gefühl "etwas mehr zu begreifen" macht viel des Lesevergnügens aus und Erikson hat offenbar das Ziel den Leser stets im Unklaren zu lassen und ihn dies auch ganz deutlich spüren zu lassen. Daraus resultiert ein unbefriedigendes Gefühl von ungestillter Neugier, das während des Lesens auch über viele Bände anhält. Die ersten 2 Bände schreibt man sich diesen Fehler vielleicht noch selbst zu, doch spätestens mit dem dritten stellt man fest, dass man zu wenig Bezug auf vorhergehende Handlung besitzt um jemals die kostbaren Antworten zu erhalten.

Fazit: Ein sehr komplexer Roman mit wenig Planung in der Dramaturgie. Erikson schickt den Leser auf Erkundungsfahrt ohne Landkarte oder Marschroute. Was man sieht ist faszinierend, neu und spannend, doch langfristig sucht man doch ein System, das der Autor dem Leser jedoch für die wenigsten seine Ideen zur Seite stellt. Nun muss man ja nicht alles wissen, aber für das Buch ist es fatal, dass der Autor sich weigert ab und an Mal einen dicken Brocken Erkenntnis in Richtung seines Lesers zu werfen. Das macht es mühsam....


Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte eines Lebens..., 13. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...wird in "Der Name des Windes" erzählt, ein Leben, welches einen gebrochenen Helden hinterlässt, der sich zuletzt in einem kleinen Ort versteckt hält wo er mit seinen Erinnerungen hadert. Ich möchte nicht zuviel Gesagtes aufgreifen, denn andere Rezensionen haben bereits Erzählweise und glaubwürdige Charakterportraits hinreichend skizziert. Auf zwei Dinge möchte ich hinweisen, die mir bei diesem Buch besonders ans Herz gewachsen sind. Oft sind die Originale oder auch nur die Übersetzungen in ihrer Sprache recht holprig, denn es verlangt auch dem Übersetzer eines Buches einiges an Einfühlungsvermögen ab, sich in eine Welt zu begeben und nur in ihren Metaphern zu sprechen. Für mich als Leser hat dies viel mit der Glaubwürdigkeit einer Geschichte zutun und es gibt genug Beispiele wie eine Fehlübersetzung z.B. den Charme von Tolkiens oft antiquierter Erzählweise vernichten kann.
Dies ist hier gut gelungen und es freut mich mit wieviel Liebe sich der Autor seiner Welt widmet und sie zu seiner eigenen, bzw. zu der des Lesers macht. Weiterhin steht Kvothe seiner eigenen Geschichte oftmals mit einem Lächeln gegenüber. Gerade dieses Lächeln und die bodenständige Ehrlichkeit heben Rothfuss Charakter deutlich von den stereotypen Protagonisten anderer Romane ab. Kvothe macht nicht einfach Fehler, sondern er lebt sie, akzeptiert sie manchmal und belächelt sich am Ende selbst. Schon die Perspektive mit welcher der gescheiterte Held auf sein Leben zurücksieht rang mir ein Lächeln ab, eine Perspektive die Rothfuss sichtlich unterstützt, wenn er den größten Helden seiner Zeit kuchenbackend in seiner Schankstube beschreibt.

Vergleiche tun mir immer etwas weh, vor allem dann wenn sie Tolkien, Funke und Rowling in einem Satz nennen (siehe Buchbeschreibung). "Der Name des Windes" ist nicht zwingend ein Kinderbuch und zeigt uns auch nicht die "disneyhaften" spitzhütigen Zaubermeister, welche den Wald nach Feenstaub durchstöbern. Vielmehr erfindet Rothfuss eine in ihren eigenen Regeln stimmige Magie die bis zu einem gewissen Grade erlernbar, darüber hinaus jedoch oftmals im Talent begründet ist, etwa so wie es in der Mathematik oder der Physik beobachtet. Seine Universität versieht er hierbei mit allen Facetten des Lebens: meist wird sein Held von Geldnot, seinen missgünstigen Mitstudenten oder seiner eigenen Torheit bedroht.

Fazit: Man kann diese Reihe bislang gut empfehlen. Schon jetzt zeichnen sich zahlreiche Facetten des (Anti)helden Kvothe ab dessen großes Potential ihn am Ende dann doch in die Einsicht führte, dass die Welt ohne ihn besser dran wäre. Vergleiche sind hier unangebracht: vielen Lesern von Rowling ist das sicher zu "ernsthaft konstruiert" und zu wenig "knubbelig". Lesern von Tolkien oder Martin vielleicht nicht tief genug in Kultur und Sprache, denn wie andere bedient auch Rothfuss nicht alle Aspekte gleichermaßen im Detail. Doch gerade dies macht die Buchreihe aus. Sie steht für sich allein und legt ihre Schwerpunkte anders als andere größen des Genres.


Kellerwelt
Kellerwelt
Preis: EUR 0,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Begrenzt..., 26. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Kellerwelt (Kindle Edition)
...fällt mir zu "Kellerwelt" ein, denn auch wenn die Geschichte recht ordentlich beginnt, so fallen doch die sprachlichen Mängel zu deutlich auf. Zunächst hielt ich die Worthäufungen für ein Stilmittel um die monotone Atmosphäre des Labyrinths zu beschreiben, doch stechen die stets gleichen Umschreibungen irgendwann allzu deutlich hervor. Ein "Korridor" ist und bleibt ein "Korridor": es gibt hier kein Gewölbe, kein Labyrinth, kein Netz von Gängen und auch keinen schlauchartigen Raum. Bernsteinlicht? Verwahrlosung? Was zum Teufel heißt das? Was für Arbeitsleuchten hängen dort? Hängen Kontakte aus der Wand, oder am Kabel? Rosten die Lampengehäuse? Heißt Verwahrlosung nur Staub oder auch Abnutzung? Sind die Wände aus Backstein oder aus Sandstein oder ist es nur reiner Beton? Wächst Schimmel auf dem Beton? Liegt der Geruch von Kot oder Urin in der Luft und ist die Luft eher feucht oder trocken? Pfützen sind offenbar da, aber ist er durchgehend nass? Wie weit kann man sehen? Eher ein unterirdischer Bunker oder ein Burgkeller? Stattdessen zählt man die Benutzung der Worte und fragt sich irgendwann wie eine dichte Atmosphäre überhaupt entstehen soll, wenn man so wenig mit Informationen versorgt wird. Auch diese Kopfschmerzen, die im Kopf schmerzen. Nicht etwa das Pochen hinter der Schläfe, das Ziehen hinter dem Auge. Wie fühlt sich das für unseren Charakter an? Diffus betäubend oder stechend? Fühlt er das Licht als unangenehm oder ist es ein latentes Schwindelgefühl? Ein Druck auf dem gesamten Kopf? Spürt er seinen Herzschlag? Dafür aber ein paar nette Metaphern "Kopf so hohl wie ein aufgeblasener Luftballon", das Rauschen im Kopf "wie ein kaputtes Radio"...das geht wirklich besser!
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden! Mein Geschmack ist's leider nicht. Eine düstere Geschichte braucht eben auch ein bisschen mehr sprachliche Finesse um zu gewinnen und die ist in Kellerwelt leider wirklich nicht zu finden. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen das Buch erinnere an Tomb Raider. Stimmt schon, aber nicht nur im guten Sinne. Man läuft durch einen texturlosen Korridor und wartet auf Handlung, welche das Hauptaugenmerk des Autors war. Dabei sind aber andere Dinge zu kurz gekommen. Leider!

Fazit: Geschichte fängt zumindest nett an, aber wer einen Geniestreich erwartet der findet ihn hier nicht. Ist glaube ich ein Debut und als solches sicher noch ausbaufähig. Sprache! Sprache! Sprache! Die Möglichkeiten sind hier doch noch unbegrenzt.


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