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Rezensionen verfasst von
Trainhardt

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Heavy Rain [UK Import]
Heavy Rain [UK Import]

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bloß nicht drüber nachdenken ..., 18. April 2010
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Heavy Rain [UK Import] (Videospiel)
Drei Dinge vorweg :

1. Die englische PAL-Version enthält keine deutschen Bildschirmtexte und keine deutsche Sprachausgabe
2. Ich habe das Spiel ohne Patch auf einer Ur-PS3 ( 60GB ) gespielt und bis zum Ende keinen einzigen Bug gehabt.
2. Ich würde Heavy Rain glatte 3,5 Sterne geben, da allerdings die Mehrheit an Wertungen sowieso schon ( zu ? ) positiv ausfällt, kann das Spiel meine 3 Sterne ruhig ab.

Heavy Rain macht "Spaß", ist atmosphärisch und spannend. Jedenfalls so lange, wie man ( vor allem nach dem Durchspielen ) nicht weiter darüber nachdenkt.

Die vielen positiven Aspekte des Spiels ( vor allem auch die technische Seite ) dürften mittlerweile recht bekannt sein, so dass ich mich eher auf die Dinge beziehen möchte, die für mich der Grund sind, Heavy Rain weder 4, noch 5 Sterne geben zu können.

Die Steuerung der Spielfiguren ist stellenweise etwas "unglücklich". Vor allem in engen Passagen kann es zu Navigations-Problemen kommen. Außerdem sind die Kommandos während der Quick-Time-Events nicht immer intuitiv.So gut die Präsentation des Spiels auch ist : Einige sehr unglückliche Texturen und Animationen sind leider nicht zu übersehen.

Aber das sind alles wirklich Peanuts und recht leicht zu verschmerzen.

Weniger verschmerzbar sind die zahlreichen Plot-Löcher ( der Story ), die vielen Ungereimtheiten und jede Menge Logik-Fehler. Wer Heavy Rain durchgespielt hat und irgendwie ein seltsames, ungutes Gefühl danach hat ( und sich zu einer sofortigen 5-Sterne-Wertung nicht hinreißen lässt ), der findet mittlerweile im Internet zahlreiche Internet-Seiten, die ganze Listen an Logik-Fehlern des Spiels veröffentlicht haben. Auch ohne diese Listen muss man eine wirklich extrem dicke, rosa-rote Brille aufhaben, um die Story als schlüssig, nachvollziehbar oder gar perfekt zu bezeichnen.

Die Macher von Heavy Rain ziehen sich ein wenig billig aus der Affäre, wenn sie uns am Ende einen Killer präsentieren, den 99% aller Spieler während des Spiels niemals verdächtigt hätten. Aber nicht, weil die Story raffiniert ist, sondern weil künstliche "Fährten" gelegt wurden, die am Ende einfach keinen Sinn ergeben oder schlichtweg falsch sind.

Heavy Rain ist vom Prinzip ein interessanter Schritt in eine neue Richtung. Trotzdem patzen die Entwickler dort, wo bei so einem Spiel nicht gepatzt werden darf : bei der Geschichte. Hier kann man sich noch extrem verbessern.

Die Faszination des Spiels ergibt sich daraus, dass man im Prinzip einen Film interaktiv steuert. Ähnlich faszinierend wäre es vermutlich, Paris Hilton in einem billigen 0815 Slasher-Film steuern zu können ( inkl. Gang unter die Dusche - was bei Heavy Rain möglich ist ). Würde die Interaktivität wegfallen, bliebe aber nix als ein eben billiger 0815 Slasher-Film. Heavy Rain wirkt zwar nicht billig ( und ist auch kein Slasher-Film ), trotzdem wage ich zu behaupten, dass Heavy Rain als 2-stündiger Spielfilm einen Sendeplatz irgendwann Donnerstag Nacht belegen würde ( mit nur bescheidenen Einschaltquoten ).

Gehört man zur Kategorie derjenigen Filmekucker ( und Zocker ), die den Moment genießen können, ohne sich am Ende Gedanken über das eben Dargebotene zu machen, so wird man auch Heavy Rain genial finden.

Wer auch nur den leichtesten Hang hin zu einer "realistischen Logik" hat, der könnte von Heavy Rain, wenn denn der Lack erstmal ab ist, enttäuscht sein.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 23, 2010 12:27 PM MEST


Wii Premium Fitness Board, weiss
Wii Premium Fitness Board, weiss

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ( immer noch teure ) Alternative zum ( unverschämt teuren ) Original, 13. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Wii Premium Fitness Board, weiss (Zubehör)
Ich hab mir das Fitness Board und separat dazu Wii Fit Plus für knapp 65€ gekauft. Das original Balance Board kostet inkl. dem Spiel ca. 100 ( gebraucht teilweise deutlich über 80€ ).

Ich weiß nicht, was alles an Technik in diesen Boards steckt, allerdings finde ich, dass beide Geräte überteuert sind ( wie vieles für den Wii ). So wie ich das verstanden habe, stellen diese Boards nur die Gewichtsverlagerung mittels 4 Sensoren und die Stärke des darauf ausgewirkten Druckes fest. Das scheint mir technisch kein Wunderwerk zu sein.

Ich kenne das original Balance Board nicht, aber anhand dieser vermutlich simplen Technik und angesichts der Tatsache, dass das Premium Fitness Board sehr stabil wirkt und in Wii Fit Plus einwandfrei funktioniert, bin ich froh, nicht mehr für die original Peripherie ausgegeben zu haben.

Wie genau ( bzw. ungenau ) die integrierte Waage funktioniert kann ich leider nicht sagen, da mir der Vergleich fehlt. Allerdings stimmt es, dass dem Fitness Board ein Hinweis beiliegt, der das gemessene Gewicht als Richtwert und nicht exakte Angabe bezeichnet. Würde mich das interessieren, fände ich es wohl auch "bescheiden", allerdings ist mir die Waagefunktion relativ wurscht, so dass dieses Element nicht in meine Bewertung einfließt.

Was man vielleicht noch erwähnen sollte : Das Board benötigt 4 ( Walkman- ) Batterien ( also nicht die ganz dünnen, sondern die "normalen" ), die leider nicht mitgeliefert werden.

Mein Fazit : Das Board tut das, was es tun soll. Und das günstiger als das originale Board. Wem die 50, die es kostet nicht zu viel sind, der kann meiner Endwertung gerne noch den letzten Stern hinzufügen.


Demon's Souls (englisch)
Demon's Souls (englisch)

33 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwer in Ordnung ? Oder doch nur schwer ? Oder ganz was anderes ?, 8. Dezember 2009
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Demon's Souls (englisch) (Videospiel)
Demons Souls ist vor allem eins : SCHWER !

Und das ist vermutlich auch der Grund, wieso sein Beliebtheitsgrad aktuell extrem hoch ist. Endlich mal ein Spiel, das nix für Luschen, Warmduscher und Topflappen-Häkler ist, was ?

Naja, naja - man muss sich zuerst die Frage stellen, was genau Demons Souls eigentlich so schwer macht ?

Als da wären :

1. Keine Checkpoints im eigentlichen Sinne

Nach großen Abschnitten hat man zwar die Möglichkeit sich in die "Zentrale" zu beamen, allerdings kann es passieren, dass man sich stundenlang zu einem Zwischengegner vorarbeitet, um dann mit einem Schlag ins Jenseits und damit an den Anfang des Abschnitts befördert zu werden. Inkl. aller vorher erledigten Gegner.

2. automatisches Anvisieren nicht immer zuverlässig

Im Kampf entscheiden meistens Bruchteile von Sekunden. Zeit, die oft nicht zur Verfügung steht, um die Gegner vernünftig anzuvisieren. Im Eifer des Gefechts erwischt man schon mal den falschen Gegner oder der Gegner kann nicht anvisiert werden, da eine Säule oder ähnliches im Weg steht.

3. Kameraprobleme beim automatischen Anvisieren

Durch das automatische Anvisieren wird der Angriff direkt auf den Gegner ausgeführt. Bewegt sich dieser schnell auf einen zu ( Stichwort : rotierende Skelette ), so dreht sich die Kamera mitunter extrem schnell und Ausweichmanöver landen schnell mal in der falschen Richtung.

4. unausgegorene Steuerungs-Elemente

So ist es z.B. nicht möglich, während dem Laufen ein Heilkraut zu sich zu nehmen. Dies wird durch eine kurze Animation im Stand ausgeführt ( keine Chance bei Verfolgern ). Jeder Angriff ist mit einer leichten Vorwärtsbewegung verbunden. In Levels, in denen man sich auf schmalen Brücken vorwärts bewegt nervig wie die Pest. Da springt man dem Gegner schon gerne mal hinterher in den Tod. Außerdem können bestimmte Bewegungen nicht abgebrochen werden. Führt man einen Zauber aus und sieht man gleichzeitig einen Pfeil auf sich zufliegen, so bleibt einem nichts anderes übrig, als den Treffer zu kassieren. Nach dem Abschuss eines Armbrustbolzens, wird zuerst die Armbrust nachgeladen, bevor man sich von der Stelle bewegen kann. Da gehen schon mal 1-2 Sekunden verloren, in denen man ( schnell zum Tode führende ) Treffer einkassiert ( und nicht selten reicht ein Treffer aus, um selbst nach stundenlanger Spielzeit und ewigem Hochgelevele seine komplette Energie zu verlieren ).

5. Ab ca. Level 20 sehr kostspieliges Hochleveln, das den Charakter nur sehr, sehr langsam stärkt.

Um überhaupt eine Chance zu haben begibt man sich dann an den Anfang eines Levels um zwei, drei Gegner fertig zu machen und deren Seelen ( = Erfahrungspunkte ) einzusammeln. Dann verlässt man das Level, weil die Energie am Ende ist und betritt es wieder. Die Energie ist wieder da und wieder verprügelt man zwei, drei Gegner, usw...

Hat man eine Stelle im Spiel gefunden, an dem sich relativ flott, viele Seelen einsammeln lassen würden, so wird nach dem Aufrüsten einer bestimmten Waffe oder dem Erhöhen eines bestimmten Attributes zusätzlich ein übermächtiger Gegner an diese Stelle "gebeamt", der weiteres Seelensammeln unmöglich macht.

Nach ca. 18 Stunden Spielzeit, dem Besiegen dreier Zwischengegner, dem kostspieligen Hochleveln meiner Waffen und Rüstungen, war ich Level 30+ und wurde teilweise an den selben Stellen im Spiel von den selben Gegnern wie zu Beginn mit zwei, drei Schlägen getötet.

Ich habe nichts gegen schwere Spiele. Im Fall von Demons Souls wird das Zocken aber zur zeitverschlingenden Lebensaufgabe. Klar, das Spiel ist schaffbar. Aber zu einem Preis, den ich nicht bereit bin zu zahlen. Die eigentliche Schwierigkeit ergibt sich nicht aus der Spielmechanik, sondern aus dem in meinen Augen fehlerhaften Spieldesign. "Barbie geht einkaufen" wird genau so schwer wie Demons Souls, wenn ich mir beide Arme auf den Rücken binde und mit der Nase steuern muss. Das sind künstliche Schwierigkeiten, die für mich keine Herausforderung, sondern einfach nur Unfug darstellen.

Die zahlreichen Fans des Spiels, die gerade die vielen unfairen Gameplay-Elemente reizen, kann ich trotzdem verstehen. Für mich endet die nachvollziehbare Euphorie jedoch spätestens dann, wenn es um die grafische Seite geht. Denn hier muss man eindeutig bremsen : Demons Souls bietet eine enorm aufpolierte PS2-Grafik, ohne aufwändige Effekte, raffinierte Texturen oder abwechslungsreiche Animationen. Mit einer Grafikreferenz wie Uncharted 2 hat dieses Spiel in etwa so viel zu tun, wie Arnold Schwarzenegger mit akzentfreier Sprache. Und das Ruckeln an bestimmten Stellen habe ich so seit Sega Saturn Zeiten nicht mehr erlebt.

Die Grafik ist vor allem eins : zweckmäßig. Und ich würde mich wohl kein bisschen über sie aufregen, wenn ich nicht ständig diese Grafikwertungen zum Spiel von 9/10 Punkten lesen würde. Denn das ist schlicht und ergreifend durch eine extrem rosa-farbene Brille betrachtet und hat mit der Realität nicht mehr viel zu tun. Die Grafik ist weder besonders abwechslungsreich, noch besonders detailliert, noch sind die Spielewelten brilliant designt. Alles erfüllt seinen Zweck - nicht weniger, aber auch kein bisschen mehr.

Die positiven Aspekte des Spiels erspare ich mir hier, da es genügend Reviews im Internet gibt, die dieses Spiel über alle Maßen loben. Und vieles davon stimmt : Das Spiel kann Spaß machen und weist Elemente eines Action-RPG auf, die man sich so auch in anderen Spielen wünschen würde ( Nein, das Nicht-Vorhandensein einer Story gehört definitiv nicht dazu ).

Ich kann nur die Empfehlung aussprechen, dieses Spiel mit Hilfe eines Spiel-Guides, wie man sie zahlreich im Internet finden kann zu spielen. Dadurch erspart man sich eine Menge Frust und verhindert so Handlungen im Spiel, von denen sich erst im Nachhinein herausstellt, dass man einen Fehler begangen hat ( z.B. Seelen verbrauchen, die man später hätte andersweitig verwenden können, Zwischengegner, die erst nach dem Lösen einer anderen Aufgabe besiegt werden können, usw. ).

Und stets daran denken : Herausforderung bedeutet nicht, jeden Patzer im Spieledesign durch stundenlanges Wieder-Und-Wieder-Probieren überwinden zu müssen. Und so hab ich Demons Souls nach viel zu vielen 20 Stunden endlich bei Seite gelegt ( und vermutlich hätte man bis zum Ende nochmal das 3-4fache investieren müssen ). Irgendetwas Süchtigmachendes hat dieses Spiel anscheinend. Aber ob das auch gleich bedeuten muss, dass es "gut" ist ?

Ich denke, es geht eher um Ehrgeiz ... in diesem Fall hier hab ich mich aber schon mehrmal gefragt : Wieso spielst Du das eigentlich noch weiter ? Und da die kalte Jahreszeit vor der Tür steht, bin ich wieder zum warm duschen zurückgekehrt und habe damit den ( falschen ) Ehrgeiz, jedes Spiel durchspielen zu müssen, abgewaschen.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2010 10:10 PM MEST


Demons Souls [Greatest Hits] [US Import]
Demons Souls [Greatest Hits] [US Import]
Wird angeboten von VGP_VideoGamesPlus
Preis: EUR 13,90

20 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwer in Ordnung ? Oder doch nur schwer ? Oder ganz was anderes ?, 7. Dezember 2009
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Demons Souls ist vor allem eins : SCHWER !

Und das ist vermutlich auch der Grund, wieso sein Beliebtheitsgrad aktuell extrem hoch ist. Endlich mal ein Spiel, das nix für Luschen, Warmduscher und Topflappen-Häkler ist, was ?

Naja, naja - man muss sich zuerst die Frage stellen, was genau Demons Souls eigentlich so schwer macht ?

Als da wären :

1. Keine Checkpoints im eigentlichen Sinne

Nach großen Abschnitten hat man zwar die Möglichkeit sich in die "Zentrale" zu beamen, allerdings kann es passieren, dass man sich stundenlang zu einem Zwischengegner vorarbeitet, um dann mit einem Schlag ins Jenseits und damit an den Anfang des Abschnitts befördert zu werden. Inkl. aller vorher erledigten Gegner.

2. automatisches Anvisieren nicht immer zuverlässig

Im Kampf entscheiden meistens Bruchteile von Sekunden. Zeit, die oft nicht zur Verfügung steht, um die Gegner vernünftig anzuvisieren. Im Eifer des Gefechts erwischt man schon mal den falschen Gegner oder der Gegner kann nicht anvisiert werden, da eine Säule oder ähnliches im Weg steht.

3. Kameraprobleme beim automatischen Anvisieren

Durch das automatische Anvisieren wird der Angriff direkt auf den Gegner ausgeführt. Bewegt sich dieser schnell auf einen zu ( Stichwort : rotierende Skelette ), so dreht sich die Kamera mitunter extrem schnell und Ausweichmanöver landen schnell mal in der falschen Richtung.

4. unausgegorene Steuerungs-Elemente

So ist es z.B. nicht möglich, während dem Laufen ein Heilkraut zu sich zu nehmen. Dies wird durch eine kurze Animation im Stand ausgeführt ( keine Chance bei Verfolgern ). Jeder Angriff ist mit einer leichten Vorwärtsbewegung verbunden. In Levels, in denen man sich auf schmalen Brücken vorwärts bewegt nervig wie die Pest. Da springt man dem Gegner schon gerne mal hinterher in den Tod. Außerdem können bestimmte Bewegungen nicht abgebrochen werden. Führt man einen Zauber aus und sieht man gleichzeitig einen Pfeil auf sich zufliegen, so bleibt einem nichts anderes übrig, als den Treffer zu kassieren. Nach dem Abschuss eines Armbrustbolzens, wird zuerst die Armbrust nachgeladen, bevor man sich von der Stelle bewegen kann. Da gehen schon mal 1-2 Sekunden verloren, in denen man ( schnell zum Tode führende ) Treffer einkassiert ( und nicht selten reicht ein Treffer aus, um selbst nach stundenlanger Spielzeit und ewigem Hochgelevele seine komplette Energie zu verlieren ).

5. Ab ca. Level 20 sehr kostspieliges Hochleveln, das den Charakter nur sehr, sehr langsam stärkt.

Um überhaupt eine Chance zu haben begibt man sich dann an den Anfang eines Levels um zwei, drei Gegner fertig zu machen und deren Seelen ( = Erfahrungspunkte ) einzusammeln. Dann verlässt man das Level, weil die Energie am Ende ist und betritt es wieder. Die Energie ist wieder da und wieder verprügelt man zwei, drei Gegner, usw...

Hat man eine Stelle im Spiel gefunden, an dem sich relativ flott, viele Seelen einsammeln lassen würden, so wird nach dem Aufrüsten einer bestimmten Waffe oder dem Erhöhen eines bestimmten Attributes zusätzlich ein übermächtiger Gegner an diese Stelle "gebeamt", der weiteres Seelensammeln unmöglich macht.

Nach ca. 18 Stunden Spielzeit, dem Besiegen dreier Zwischengegner, dem kostspieligen Hochleveln meiner Waffen und Rüstungen, war ich Level 30+ und wurde teilweise an den selben Stellen im Spiel von den selben Gegnern wie zu Beginn mit zwei, drei Schlägen getötet.

Ich habe nichts gegen schwere Spiele. Im Fall von Demons Souls wird das Zocken aber zur zeitverschlingenden Lebensaufgabe. Klar, das Spiel ist schaffbar. Aber zu einem Preis, den ich nicht bereit bin zu zahlen. Die eigentliche Schwierigkeit ergibt sich nicht aus der Spielmechanik, sondern aus dem in meinen Augen fehlerhaften Spieldesign. "Barbie geht einkaufen" wird genau so schwer wie Demons Souls, wenn ich mir beide Arme auf den Rücken binde und mit der Nase steuern muss. Das sind künstliche Schwierigkeiten, die für mich keine Herausforderung, sondern einfach nur Unfug darstellen.

Die zahlreichen Fans des Spiels, die gerade die vielen unfairen Gameplay-Elemente reizen, kann ich trotzdem verstehen. Für mich endet die nachvollziehbare Euphorie jedoch spätestens dann, wenn es um die grafische Seite geht. Denn hier muss man eindeutig bremsen : Demons Souls bietet eine enorm aufpolierte PS2-Grafik, ohne aufwändige Effekte, raffinierte Texturen oder abwechslungsreiche Animationen. Mit einer Grafikreferenz wie Uncharted 2 hat dieses Spiel in etwa so viel zu tun, wie Arnold Schwarzenegger mit akzentfreier Sprache. Und das Ruckeln an bestimmten Stellen habe ich so seit Sega Saturn Zeiten nicht mehr erlebt.

Die Grafik ist vor allem eins : zweckmäßig. Und ich würde mich wohl kein bisschen über sie aufregen, wenn ich nicht ständig diese Grafikwertungen zum Spiel von 9/10 Punkten lesen würde. Denn das ist schlicht und ergreifend durch eine extrem rosa-farbene Brille betrachtet und hat mit der Realität nicht mehr viel zu tun. Die Grafik ist weder besonders abwechslungsreich, noch besonders detailliert, noch sind die Spielewelten brilliant designt. Alles erfüllt seinen Zweck - nicht weniger, aber auch kein bisschen mehr.

Die positiven Aspekte des Spiels erspare ich mir hier, da es genügend Reviews im Internet gibt, die dieses Spiel über alle Maßen loben. Und vieles davon stimmt : Das Spiel kann Spaß machen und weist Elemente eines Action-RPG auf, die man sich so auch in anderen Spielen wünschen würde ( Nein, das Nicht-Vorhandensein einer Story gehört definitiv nicht dazu ).

Ich kann nur die Empfehlung aussprechen, dieses Spiel mit Hilfe eines Spiel-Guides, wie man sie zahlreich im Internet finden kann zu spielen. Dadurch erspart man sich eine Menge Frust und verhindert so Handlungen im Spiel, von denen sich erst im Nachhinein herausstellt, dass man einen Fehler begangen hat ( z.B. Seelen verbrauchen, die man später hätte andersweitig verwenden können, Zwischengegner, die erst nach dem Lösen einer anderen Aufgabe besiegt werden können, usw. ).

Und stets daran denken : Herausforderung bedeutet nicht, jeden Patzer im Spieledesign durch stundenlanges Wieder-Und-Wieder-Probieren überwinden zu müssen. Und so hab ich Demons Souls nach viel zu vielen 20 Stunden endlich bei Seite gelegt ( und vermutlich hätte man bis zum Ende nochmal das 3-4fache investieren müssen ). Irgendetwas Süchtigmachendes hat dieses Spiel anscheinend. Aber ob das auch gleich bedeuten muss, dass es "gut" ist ?

Ich denke, es geht eher um Ehrgeiz ... in diesem Fall hier hab ich mich aber schon mehrmal gefragt : Wieso spielst Du das eigentlich noch weiter ? Und da die kalte Jahreszeit vor der Tür steht, bin ich wieder zum warm duschen zurückgekehrt und habe damit den ( falschen ) Ehrgeiz, jedes Spiel durchspielen zu müssen, abgewaschen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2010 3:53 PM MEST


Pastewka - Die 4. Staffel [3 DVDs]
Pastewka - Die 4. Staffel [3 DVDs]
DVD ~ Bastian Pastewka
Preis: EUR 24,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Folgen hui - Boni ( zum größten Teil ) pfui ..., 28. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pastewka - Die 4. Staffel [3 DVDs] (DVD)
Auch die mittlerweile 4. Pastewka-Staffel kann man ( logischerweise vor allem Pastewka-Fans ) fast uneingeschränkt empfehlen. Die einzelnen Folgen sind gewohnt witzig und stellenweise sehr raffiniert gemacht.

Dieses ganze "Pastewka-Ding" mit den sich selbst spielenden Schauspielern ( Kessler, Balder, Frier, Dittrich und Co. ) funktioniert einfach.

Pastewkas Von-Einem-Fettnäpfchen-Ins-Andere-Treten hat aber bei Zeiten ( wenigstens für mich ) auch seine Grenzen und das eine oder andere mal würde man sich wünschen, der sympathische Hauptprotagonist würde nicht ständig die A-Karte ziehen. Ein Prinzip, dass sehr wohlwollend mit dem Ende der Folge "Der große Kessler" endlich mal durchbrochen wird.

Bemängeln könnte man das Bonus-Material. Wie der Name schon sagt, ist dies zwar nur ein zusätzlicher, freiwilliger ( oder auch nicht ? ) Dienst am "Kucker", trotzdem gibt es eben gutes und schlechtes Bonusmaterial. Hier überwiegt das schlechte bzw. schwache. Es fängt eigentlich schon damit an, dass von 2 Extra-Bonus-DVDs gesprochen wird. Es ist eher EINE Extra-Bonus-DVD und auf einer weiteren DVD sind neben den Folgen 8-12 zusätzlich einige "Boni" enthalten.

So Geschichten wie "Outtakes" sind immer witzig und die Blicke hinter die Kamera interessant. Ein Großteil des Bonusmaterials besteht allerdings aus "spontanem" Mit-Der-Handycam-Draufhaltens. Ein Konzept, dass leider nur vereinzelt witzige oder gar interessante Mono- und Dialoge hervorbringt. Bei mir hat es zu Dauervorspulen geführt. Gut finde ich die Idee, dass erst nach dem Lösen zahlreicher Fragen zur Serie ein weiteres Bonus-Filmchen freigespielt wird. Was daran jedoch nervt : Es sind wirklich viele Fragen und man erfährt erst am Ende, dass jede einzelne Frage richtig gelöst werden muss, um den Bonus freizuschalten. Blöd also, wenn man z.B. die erste Frage falsch löst und den Rest richtig, aber erst am Schluss feststellt : Alles noch mal von vorne. Ätzender ist allerdings, dass der freigeschaltete Bonus wirklich doof ist. Ich denke man nimmt nix vorweg, wenn man schreibt, dass in dem Bonus-Film einige der Schauspieler ihre "Lieblingsrezepte" vorstellen. Ich bin Fan, aber das sind Dinge, die selbst mich kein Stück interessieren - vor allem dann nicht, wenn es so dermaßen langweilig gemacht wird. Und wer sich daran erinnern kann, wie sich der Hot-Dog-Verkäufer über Bastians Reden mit vollem Mund aufregen kann, der weiß spätestens dann, was gemeint ist, wenn er sich das Lieblingsrezept von Bastians Serienvater anhört: Essen und Reden sollte in so einem Fall wirklich verboten werden ... ich fand das schlimm ( und bis heute habe ich nicht herausgefunden, wer sich in diesem Take minutenlang im Hintergrund am Bein kratzt ... oder ist das ganz was anderes ? )

Die reinen Pastewka-Folgen könnte ich guten Gewissens mit 5 Sternen bewerten. Ich finde das lustig. Da ich hier aber das Gesamtpaket inkl. Boni bewerte, wäre in diesem Fall weniger wirklich mal mehr gewesen - noch dazu, wenn man mit dem Bonusmaterial auf "2 Extra-Bonus-DVDs" zusätzlich Werbung für die 4.Staffel macht - wäre in meinen Augen gar nicht nötig gewesen.


Mannesmann M30600 Taschenlampe mit Akku
Mannesmann M30600 Taschenlampe mit Akku
Preis: EUR 12,10

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Licht ins Dunkel - aber nur für kurze Zeit, 4. November 2009
Die Taschenlampe hat an der Unterseite einen Magneten, so dass man sie leicht an geeigneten Stellen parken kann. Sie kann jederzeit griffbereit fast überall platziert werden. Allerdings ist die Freude darüber, dass man sie schnell zur Hand hat jedoch umso schneller getrübt, wenn bereits nach kurzer Zeit das Lämpchen erlischt. Zwar kann man sie mit dem Akku bequem wieder aufladen, hat dafür aber nur für wenige Minuten erhellende Momente. In letzter Zeit entlädt sich auch der Akku, wenn sie nicht eingeschaltet wird. Wenn man sie dann benützen will, verweigert sie nach wenigen Sekunden ihren Dienst.Man sollte für eine Akku-Taschenlampe doch lieber mehr Geld investieren, wenn man für längere Zeit Licht ins Dunkel bringen möchte.


Goodnight Unknown
Goodnight Unknown
Preis: EUR 19,58

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was blieb, waren 2 Songs ..., 5. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Goodnight Unknown (Audio CD)
... die mir vom aktuellen Lou Barlow Album gefallen.

Ich bin Fan von Lou Barlow und halte ihn für einen der fähigsten Songwriter überhaupt - seine Stimme ist nach wie vor einzigartig.

Allerdings neigt er ( spätestens seit Folk Implosion ) in meinen Ohren auch dazu, extrem belanglose, monotone Songs zu veröffentlichen. Die aneinandergereihten Akkorde klingen dann extrem langweilig, bleiben ( Gott sei Dank ) nicht im Ohr und geben ( mir persönlich ) rein gar nichts.

Das ist weit entfernt von den meisten Sebadoh-Songs.

Wären nun alle Songs von "Goodnight Unknown" so monoton, dann könnte ich mich wohl eher damit abfinden und sagen "Mr. Barlow hat mittlerweile eine Richtung eingeschlagen, die mit meinem Musikgeschmack nicht mehr viel gemein hat". Gäbe es da nicht Songs wie "Too Much Freedom" ( Track 3 ) und "One Machine, One Long Fight" ( Track 9 ), die genau dieses ( Sebadoh - ) Feeling wieder aktivieren. Diese zwei Songs haben nicht nur Power sondern auch eine Seele, die irgendwas beim Anhören hinterlassen.

Dagegen stehen 12 Lieder, mit denen ich nicht viel anfangen kann. Zwar gibt es noch den einen oder anderen Song, der im Ansatz ähnlich gut ist wie die beiden oben erwähnten, allerdings kann man dann sicher sein, dass irgendwo ein Teil kommt, der wieder ähnlich monoton und lieblos klingt.

Wobei das Wort "lieblos" vermutlich vollkommen falsch ist, da es sich bei dieser Musik wirklich noch um "Handgemachtes" handelt ( die meisten Songs sind recht minimalistisch - Akkustikgitarre + Gesang dominieren ). Mir fehlen jedoch die Harmonien, die mich zum mehrmaligen oder gar ständigen Durchhören verleiten.

Von daher ist das vorliegende Lou Barlow Album für mich eine kleine Enttäuschung, für den Fan der vorherigen Alben ( von denen ich auch kein besonderer Fan war / bin ) jedoch bestimmt kein Fehlkauf, da ähnlich.

Und wie bei so vielen anderen Platten in letzter Zeit schmerzt es mich am meisten, keine 5 Sterne für einen Ausnahmemusiker wie Lou Barlow vergeben zu können.

Die 3 Sterne erhält das Album einzig und allein wegen den Tacks 2 und 9. Der Rest dümpelt im 2 - oder sogar 1 - Sternebereich dahin.

Positiv ist anzumerken, dass ein "ordentliches" Booklet enthalten ist mit sämtlichen Song-Texten und nicht zu knappen ( gemalten ) Bildern.


Halo 3: ODST
Halo 3: ODST
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 19,95

14 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Halo 3 ODST - weg from the Roots ..., 23. September 2009
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Halo 3: ODST (Videospiel)
Wer an dieser Stelle lesen möchte, wie genial und fabelhaft Halo 3 ODST ist, der kann gleich ein Stück weiter nach unten scrollen und auf den Button "Nein" bei "War diese Rezension für Sie hilfreich ?" klicken.

Halo 3 ODST wird von vielen Fans zurecht als Add-On angesehen - nicht als komplett eigenständiger Teil der Serie. Aussagen wie "man darf nicht glauben, hier ein Halo 4 zu spielen, aber als Zusatz, als Bonus für die Fans, ist ODST genial" liest und hört man zu Hauf.

Und würde ich nur einen Add-On-Preis von sagen wir 10-15€ für das Teil bezahlen, dann würde ich mich vermutlich dieser Meinung anschließen - obwohl ich bestimmt nicht das Wort "genial" im Zusammenhang mit ODST verwenden würde.

So erhält man jedoch für 35-45€ ( je nachdem, wo man kauft ) eine 5-stündige Ansammlung von Zusatzmissionen ( eingebettet in eine "zusammenhängende" Mini-Story ), die definitiv nicht zu den besten der Halo-Serie gehören.

Die meisten Missionen spielen innerhalb der Stadt und wenns hochkommt, dann darf man mal im beige-braunen Wüstenszenario, jenseits der Stadt seine Runden drehen. Freie, grüne Landschaften, die denen des ersten Ringplaneten bei Halo 1 ähneln, sucht man vergebens. Die ODST-Missionen liegen auf einem Level mit den eher tristen Missionen aus Halo 2 und 3. Wem diese bereits gefallen haben - wunderbar : HALO ODST wartet nur auf Dich. Wer jedoch bereits Halo 2 nur mit Überwindung gespielt hat und wem Halo 3 auch nicht das Ur-Halo-Feeling zurückgebracht hat, der wird bei HALO ODST zwar in Auszügen so etwas wie Spielspaß empfinden ( allein die Steuerung eines Warthogs macht einfach Laune ), richtig begeistern kann einen ( oder jedenfalls mich ) das allerdings 6 Jahre nach Halo 1 nicht mehr wirklich so voll und ganz.

Ansonsten bleibt anzumerken, dass die einzelnen ODST-Missionen während des Durchstreifens der im dunkeln liegenden Stadt nach und nach "aktiviert" werden. Dabei fällt das ewige Gerenne durch die Straßen von einer Mission zur nächsten extrem unmotivierend und langweilig aus. Ich muss gestehen, dass ich nach knapp 5 Stunden Spielzeit gar nicht mal so traurig war, dass es nun endlich vorbei war. Und da kann man sich dann über einen "Abspann" der gefühlte 60 Sekunden dauert auch schon nicht mehr aufregen ( ist anscheinend standard heutzutage - man muss ja auch mal Heim zum Essen, was ?! )

Und damit keiner der ODST-Fans auf die Idee kommt, man könne sich angesichts dieser Tatsache ( dass das Spiel nur wenige Stunden dauert ) beschweren ( durchschnittlich 40€ für 5 Stunden Spielzeit ), packte man bei Bungie/Microsoft noch kurz den aufgewärmten Multiplayer-Part von Halo 3 bei, einen wahnsinnig neuen Multiplayer-Modus mit dem Namen Firefight oder Feuergefecht und als gigantisches Mega-Boni-Goodie eine Einladung zur irgendwann im nächsten Jahr erscheinenden Multiplayer-Beta von Halo Reach.

Ich selber spiele nicht online ( Internetverbindung zu langsam ) und daher gehen diese Multiplayer-Beilagen spurlos an mir vorbei. Den Feuergefechts-Modus kann man zwar auch alleine Spielen ( Horden von Aliens müssen nach und nach dezimiert werden ), was aber so spannend wie Tante Erna beim Kuchen essen zuzusehen ist. Wer jedoch Halo 3 Multiplayer Veteran ist, der hat 90% aller Multiplayer-Karten und Modi sowieso schon. Aber doppelt gemoppelt hält bekanntlich besser - oder wie war das noch ?

Lange Rede, kurzer Sinn : Fans von Halo 2 und Halo 3 werden ihre wahre Freude mit Halo 3 ODST haben. Wer jedoch Halo 1 damals fantastisch und erfrischend neu fand ( trotz seiner Mängel in den vor allen späteren Innenlevels ) und seit dem ersten Betreten des Ringplaneten vor 6 Jahren vergebens auf ein ähnliches Spielerlebnis im Halo-Universum gehofft hat, der wird dies auch bei Halo 3 ODST nicht finden. Und das obwohl in vielen Reviews auf die Rückbesinnung zu Halo 1 verwiesen wird. Das stimmt zwar zu einem Bruchteil ( was z.B. die Gesundheitsleiste oder die Möglichkeit nur eine Waffe gleichzeitig zu nutzen angeht ), hat jedoch trotzdem nicht viel mit dem genialen Leveldesign der besten Halo 1 Levels zu tun.

Angesichts des Preises, der kurzen Spielzeit, des für Singleplayer nicht zu berücksichtigen Multiplayer-Teils und der in weiten Bereichen des Spiels doch recht langatmigen und unmotivierten Abschnitte, sind 3 Sterne so gerade noch das Höchste der Halo-Gefühle. Unterstrichen wird das von einer Grafik, die bereits beim Erscheinen von Halo 3 nicht mehr zeitgemäß war und 2 Jahre später wirklich keinen Blumentopf mehr gewinnen kann. Und da kann auch das so oft zitierte Halo-Design nicht mehr von ablenken.

Der Soundtrack liegt zwar gewohnt halomäßig gut im Ohr, auf den Einsatz eines Saxophons hätte ich jedoch auch liebend gerne verzichtet ...

Halo 3 ODST kommt mir so vor als hätte Bungie ein paar Jungs mit der Halo 3 Engine versorgt und dann den Auftrag erteilt, ein Spiel im Halo-Universum zu programmieren, mit dem man zwischen Halo 3 und Halo Reach nochmal so ordentlich Kohle einfahren kann. Der Aufwand-Gewinn-Faktor dürfte bei diesem Titel phänomenal sein und mir graut schon vor dem Tag, an dem Microsoft auf die Idee kommt, solche 40€-Add-Ons nur noch als Download anzubieten.

Dann würde auch der letzte Faktor wegfallen, der mich zum Kauf von ODST animiert hat : Die Möglichkeit, das Spiel zwei Tage nach dem Kauf ohne größere Verluste wieder zu verkaufen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2009 8:13 PM MEST


Gestern War Heute Morgen
Gestern War Heute Morgen
Preis: EUR 14,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grünwald, so wie ich ihn hören will ..., 21. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Gestern War Heute Morgen (Audio CD)
Ich bin eigentlich absolut für ausführliche Rezensionen und kann in der Regel Leuten nicht so recht folgen, die 1-Satz-Rezensionen schreiben. In diesem Fall - Günter Grünwalds neuer Doppel-Live-CD ( 2009-Auftritt Lichtspielhaus München ) - gibt es nun aber wirklich nicht viel zu schreiben.

Zuerst hatte ich die Befürchtung, es würde sich um eine Art Best-Of-CD handeln, dem ist aber nicht so. Sämtliche Nummern sind mir absolut unbekannt ( ich hab allerdings seine Live-Programme nicht gesehen, besitze aber alle vorherigen CDs ). Klar - den einen oder anderen Gag kennt man wenigstens ansatzweise aus seiner Freitags-Show ( die ich mittlerweile übrigens nicht mehr sonderlich witzig finde ), aber der Rest war für mich erfrischend neu zu hören ( Nachtrag : Der Gag mit den verschiedenen Berufen, um das Geschäft seines Vaters zu übernehmen, kam mir schon bekannt vor ).

Und so kann man sich CD1 anhören, dann CD2 und anschließend wieder die erste CD einlegen und das ganze von vorne beginnen. Für mich ist das schon lange nicht mehr selbstverständlich, aber bei dieser Doppel-CD klappt es. In jedem Track sind einige Knaller enthalten, so dass eigentlich kaum eine Minute vergeht, in der es nicht irgendwas zum Lachen oder wenigstens Schmunzeln gäbe.

Im Booklet ist das obligatorische, spaßige Vorwort von Günter Grünwalt enthalten, ansonsten verdienen Covergestaltung und Booklet nicht unbedingt Höchstnoten. Aber darauf kommt es auch gar nicht an.

Humor und das, was der Einzelne witzig findet ist so individuell, dass es immer schwer ist eine Empfehlung über einen Komiker ( und seine CD ) abzugeben. Aus meiner Sicht hat "Gestern war heute morgen" jedoch die volle 5-Sterne-Punktezahl verdient. Und das kommt bei mir weiß Gott nicht gerade häufig vor. In diesem Fall ist es jedoch auch Dank der fairen Preisgestaltung ( 15,95€ für eine Doppel-CD ) in meinen Augen mehr als gerechtfertigt.

Vom Hörgenuss und Umfang her vergleichbar mit der 2001 erschienenen Doppel-CD "Live im Lustspielhaus".


Trio Deckenleuchte Nickel matt Glas orange gelb weiss Ø 55 cm
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leuchte mit Stärken im Design und kleineren Schwächen, 18. September 2009
Immer wieder ärgerlich, wenn es zu einem Artikel Rezensionen gibt, die aber auch sowas von gar nix über den Artikel aussagen. Jedenfalls nichts, was wirklich wichtig wäre.

Ein paar Daten und Fakten die ich vor dem Kauf gerne gewusst hätte :

Der Fassungstyp der Deckenleuchte ist E14.
Lampen werden nicht mitgeliefert.
Die einzelnen Arme der Deckenleuchte sind nicht beweglich.

Die Befestigung der Lampe hätte besser gelöst werden können. Die Lüsterklemme mit den einzelnen Drähten sitzt festgeschraubt relativ tief in der Lampe. Daraus ergeben sich zwei Probleme : 1. Arbeitet man bei der Anbringung über Kopf, braucht man eine Leiter um "in" die Lampe schauen zu können. Vom Stuhl aus wird's schwer bis unmöglich. 2. Sind die Drähte, die aus der Decke kommen zu kurz, so wird es extrem schwer, sie in die Lüsterklemme zu schrauben. Gott sei Dank lässt sich die Lüsterklemme in der Lampe losschrauben, so dass man diese Probleme umgehen kann.

Die mitgelieferten Schrauben und Dübel empfinde ich als viel zu lang. Ich habe sie durch kürzere ersetzt, um nicht zu weit bohren zu müssen. Die Lampe ist nicht wahnsinnig schwer und bisher hält sie ganz gut - toi toi toi.

Die Lichtleistung ist natürlich nicht ( oder kaum ) von der Leuchte selber, sondern von den verwendeten Lampen abhängig. Ich verwende aktuell 5 Energiesparlampen ( Kerzenform ) á 5 Watt ( entsprechen 35Watt gemäß Standardglühbirnen ). Durch die Kerzenform ragen die Lampen aus den Lampenschirmchen heraus - für meinen Geschmack etwas zu weit. Hier könnte man kürzere Lampen verwenden. Das Licht bei meiner Lampenkombination ist okay, angenehm warm ( auch durch die orangfarbenen Schirmchen ), aber nicht zum langen Arbeiten geeignet.

Durch die Biegung der Arme nach unten, fehlt die Reflexion des Lichtes von der Decke, was wiederum etwas an Helligkeit gebracht hätte.

Mit einberechnen muss man die Kosten für die 5 Lampen. In der Energiesparversion zahlt man je nach Typ zwischen 3 und 6 Euro pro Lampe ( geht auch noch teurer ). Somit kommen zur Leuchte noch einmal 15-30€ dazu.

Möchte man die Leuchte in der Küche oder in einem Arbeitszimmer verwenden, so sollte man vermutlich nicht auf Energiesparlampen zurückgreifen. Standardglühbirnen oder Halogenlampen sind zwar billiger und bringen mehr Licht, wodurch aber der Stromverbrauch steigt.

Punkten kann die Leuchte in ihrem Design. Das Material aus dem sie besteht scheint nichts besonderes zu sein, billig fühlt sie sich aber auch nicht an.

Alles zusammen ist mir das eine 3-Sterne-Bewertung wert. Die Lampe sieht genau so gut aus, wie auf den Fotos, hätte aber raffinierter sein können ( was Befestigung oder z.B. Beweglichkeit der Arme angeht ).


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