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Rezensionen verfasst von
Trainhardt

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Kingston SDC4/8GB Class 4 8GB micro-SDHC Karte
Kingston SDC4/8GB Class 4 8GB micro-SDHC Karte
Wird angeboten von Wowcamera
Preis: EUR 4,07

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis : Für HD-Aufnahmen mit bis zu 10MB/s geeignet, 5. Juli 2010
Meine 8GB-Karte hat Übertragungsgeschwindigkeiten ( Schreiben ) von knapp 10MB/s erreicht. Die Anfangsgeschwindigkeiten bei der Übertragung von z.B. nur einer 10MB großen Datei war mit 6,5MB/s immer noch recht gut ( und deutlich mehr als für eine "Class4"-Karte nötig ).

Zum Vergleich : Ich habe in einer Kaufhaus-Kette eine Class6-Karte ( hauseigene Marke ) gekauft, die im Durchschnitt zwar knapp 6MB/s erreichte ( ca. 5.8MB/s ) aber bei der Anfangsübertragung mit 4MB/s so langsam war, dass die Aufnahmen einer HD-Kamera binnen weniger Sekunden abbrachen.

Bei dieser Karte gab es selbst bei Auflösungen von 1080p@30 und 720p@60 in Kombination mit einer Verschlusszeit von 1/60s und einer ISO-Zahl von 3200 keine Probleme.

Kann ich rein von der Leistung her uneingeschränkt für HD-Aufnahmen ( z.B. mit DSLRs ) empfehlen. Da braucht man keine teurere Class6- ( wie vom Hersteller der HD-Kamera empfohlen ) oder gar Class10-Karte.


Bandslam - Get Ready to Rock!
Bandslam - Get Ready to Rock!
DVD ~ Alyson Michalka
Preis: EUR 4,97

7 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Film, der mir peinlich ist ..., 21. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Bandslam - Get Ready to Rock! (DVD)
Bandslam gehört zu den schlechtesten Filmen, die ich im letzten halben Jahr gesehen habe.

Ich weiß im Prinzip gar nicht so recht, wo ich mit der Kritik ansetzen soll.

Die Story bleibt stets flach, baut hier mal einen Gag, dort mal eine pseudo-dramatische Wendung ein, ohne das das alles aber irgendwie glaubwürdig ineinandergreift. Das Schulleben der Hauptdarsteller wird höchstens in Fragmenten dargestellt, vom Privatleben bekommt man ebenfalls nicht allzu viel mit und die Vorbereitungen auf den "Bandslam" sind ebenso spartanisch in Szene gesetzt worden. Beim Schreiben der Rezension frage ich mich tatsächlich, was da knapp 2 Stunden gestern Abend eigentlich über den Bildschirm lief ?

Da zitiert der Hauptdarsteller zwar Bands wie die Ramones oder The Who, am Ende stehen aber unglaubliche Schmalz-Pop-Soft-Rock-Songs im Vordergrund, die aber auch sowas von gar nix haben. Zwischendurch wird immer mal wieder ein Lied von einem der Darsteller eingespielt, wobei das Ganze dann so aussieht, als hätte jemand den CD-Player angestellt und ein perfekt abgemischter Song wird nun "live" in bester Musikantenstadl-Playback-Manier vom Stapel gelassen. Da wird dann auch Gitarre gespielt, wo keine ist oder aber ein zweiter Gitarrist taucht plötzlich auf, hämmert in die Seiten, ohne das man das im Lied hören würde. Der nächste fummelt irgendwie an den Seiten rum, ohne dass das auch nur halbwegs zum "Playback" passen würde. Der Peinlichkeits-Faktor in solchen Situationen ist extrem hoch.

Der eigentliche Hauptdarsteller Will wirkt mit seinem stets dümmlichen Gesichtsausdruck irgendwie bescheuert, schleppt aber mal so nebenbei die Außenseiterin Sa5m ab. Diese ist zwar wunderschön und steht vermutlich im richtigen Leben ununterbrochen im Rampenlicht, laut Drehbuch hat sie aber eben die Ar***karte gezogen und muss das "hässliche Entlein" sein, das erst gegen Ende aber sowas von aufblüht. Und um die Dramatik ihres Daseins noch weiter zu vertiefen, wird mal nebenbei erwähnt, dass sie als Kind gestottert hat ( was für ein hartes Leben ). Auf diese und ähnliche Art werden die Charaktere in diesem Film gezeichnet. Vom fiesen High-School-Macker, über die gestylte Tussi bis hin zum brillentragenden Strebertyp der Cello spielt. Hier wird jedes Klischee bedient - und zwar sowas von flach. Spaß macht das höchstens begrenzt.

Wer sich nicht durchringen kann, sein Hirn beim Kucken auszuschalten, der wird zahlreiche unglaubwürdigen Szenen finden, in denen nicht viel mehr als Kopfschütteln übrig bleibt.

Für wen ist der Film geeignet ?

Ich tippe mal auf 12-14 Jährige, die DSDS-Sternchen wie Thomas Godoj als Rock-Götter bezeichnen würde. Menschen, die alle Britney Spears Fans als doof bezeichnen und lieber "nicht-kommerzielle" Musik wie Nickelback hören.

Und natürlich für Leute, die von seichten, oberflächlichen, schwach konstruierten Filmen noch immer nicht die Nase voll haben. Filme, die eine "Schein-Realität" vorgaukeln, die vor allem von Jüngeren tatsächlich als Realität wahrgenommen wird. Am Ende des Tages wird man aber feststellen, dass einem hier weichgespülter Quark serviert wurde, der so nur aus einem Buch mit der Aufschrift "Drehbuch" entstammen konnte.

Rockig hatte ich erwartet - schmalzig wurde es. Potential ist vorhanden, wird aber in keinster Weise genutzt. Der Film eröffnet eine neue Kategorie für mich : "Filme die mir peinlich sind".

"Dewey want to rooooooooooock ?!!?!?!" ( keine Ahnung ob das auch in der deutschen Version so synchronisiert wurde - ich habe die englische gekuckt ). Meine Antwort darauf : "Ja, gerne ! Aber dazu muss erstmal dieser Film aus dem Player..."

Manchmal passt das Cover halt tatsächlich zum Film wie die Faust aufs Auge ...


Shadows
Shadows
Preis: EUR 12,54

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wurde hierfür das ( mitunter grausame ) Wort "nett" erfunden ?, 11. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Shadows (Audio CD)
Einer meiner Vor-Rezensenten hatte geschrieben, dass diese Platte zum Zuhören zwingt. Bei mir wars lustigerweise ganz anders : Ich hatte die Platte nebenbei am Laufen und während die ersten paar Stücke meine Aufmerksamkeit noch mehr der Musik denn meiner Beschäftigung galt, war die Platte irgendwann zu Ende, ohne das ich es gemerkt hatte. Ich hab die letzten Songs nochmal angewählt und nach kurzer Zeit war schon wieder Schluss. Vor allem ab der zweiten Hälfte plätschert Shadows so dahin, dass keine raffinierten Melodien oder irgendwelche herausstechenden Akzente mich zum aktiven Zuhören verleiten.

Kracher wie "Everything Flows","Did I say" oder "The World ll be okay" gibt es hier ( auch nach gezwungen-aktivem Zuhören ) nicht mehr. Muss ja auch nicht sein ... trotzdem fehlt mir einfach das gewisse Etwas, dass mich diese Platte in meine "Da hör ich immer mal wieder gerne rein"-Sammlung aufnehmen lässt.

Allerdings hatte ich einen ähnlichen Eindruck bereits beim kurzen Durchhören hier auf Amazon. Der Eindruck hat mich persönlich nicht getäuscht. Trotzdem gehören Teenage Fanclub zu den Bands, bei denen es mir um die Investition der paar Euro auch im Nachhinein nicht leid tut. Die gehören schon zu den "Guten" ( auch wenn das bei dieser Platte nicht unbedingt gleichbedeutend mit guter Musik sein muss ).

Das Cover passt perfekt zur Platte : Hat irgendwas, wirkt aber insgesamt monoton.

Bis auf zwei weitere Collagen und die Auflistung wer wann was wo gemacht hat gibt es im aufklappbarem Booklet nichts zu entdecken.

Was mir von Shadows im Gedächtnis bleibt, ist eine insgesamt "nette" Platte, die ihre stärkeren Songs vor allem am Anfang ausspielt, gegen Ende hin irgendwie belanglos wirkt, sich zwischendurch aber immer wieder kurz aufrappelt, nur um es dann doch nicht so ganz zu schaffen.


Das Geheimnis des Siebten Weges (3DVDs)
Das Geheimnis des Siebten Weges (3DVDs)
DVD ~ Peter Bos
Wird angeboten von buy smart Deutschland
Preis: EUR 20,81

30 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Geheimnis von Das Geheimnis des Siebten Weges, 3. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis des Siebten Weges (3DVDs) (DVD)
Eins vorweg : Ich kenne es nicht.

Ich halte "Das Geheimnis des siebten Weges" für eine unglaublich schlechte Serie. Das "Vergnügen", diese Serie damals im TV zu sehen, hatte ich nicht, aber jetzt wo ich die DVD-Version fertig gekuckt habe, komme ich aus dem Kopfschütteln eigentlich kaum mehr heraus.

Abgesehen davon, dass es prinzipiell kein Geheimnis um den siebten Weg gibt ( die Serie heißt im Original auch übersetzt "Siebensprung" ), schafft die Serie es zu so gut wie keiner der 312 Minuten so etwas wie Spannung aufzubauen. Unterm Strich passiert einfach nichts. Und dieses Nichts wird aufgebläht, stellenweise mit dramatischer Musik unterlegt und wirkt dadurch am Ende nur noch um so unspektakulärer.

Nicht falsch verstehen : Es geht nicht um den Bedarf an Action non-stop. Aber diese Serie erzählt sehr langsam - und zwar eine Geschichte, die von Logiklöchern nur so strotzt und von Charakteren berichtet, die mir persönlich wenig sympathisch sind ( allen voran die Hauptpersonen Lehrer Frans und der Waisenjunge Geert-Jan ) und unglaubwürdig scheinen.

Wild zusammengewürfelte Beispiele aus der Serie, die ich "seltsam" fand :

- Der dargestellte Arbeitsalltag des Lehrer Frans ist ein Schlag ins Gesicht für jeden echten Lehrer ( auch vor 25 Jahren )

- Die Wege zwischen den einzelnen Locations der Serie werden gedehnt und gekürzt, wie es dem Regisseur ins Drehbuch passt : Mal braucht eine Person ( mit Fahrrad ) den halben Tag für eine bestimmte Distanz, mal absolviert jemand Hin- und Rückweg in einer Stunde.

- Jede Person innerhalb der gemeinschaftlichen Verschwörung ( näheres beim Kucken der Sendung ) agiert nahezu unabhängig von den anderen. Es kommt kaum zu einer Besprechung ( in einer Sache, die Einigkeit erfordert ) und dementsprechend "chaotisch" läuft der ganze Plan zur Rettung des Waisenjungen auch ab. Die Auflösung geschieht dann auch eher "spontan" und hätte so bereits nach der 2. oder 3. Folge passieren können.

- Der Oberbösewicht der Serie ( Graf Grauenstein ) ist eigentlich bis auf die letzten beiden ( der 13 Folgen ) alles andere als böse ( trotzdem wird er vorher immer wieder auch vom Lehrer, der ihn nicht kennt, als gemein und böse vor seiner Klasse bezeichnet ). Ganz im Gegenteil : Er wirkt fast noch am sympathischsten, grüßt freundlich, bietet dem Lehrer Tee und Schnapps an ( der hingegen jeden Versuch der Freundlichkeit abblockt ) und lässt ( dem verhaltensgestörten ) Geert-Jan Dinge durchgehen, bei denen selbst dem Bischof längst die Hand ausgerutscht wäre.

- Fahrradfahrende Kinder werden im Wald unbemerkt von einem Moped-Fahrer verfolgt ( Zitat : "Hast Du was gehört ?" )

- Ein Loch, das den Zugang zu einem Geheimgang darstellt wird in die Wand geschlagen - und zwar Mitten in einem bewohnten Haus, im Erdgeschoss - ohne das einem der Bewohner dieses ca. 1 x 1 Meter große Ding auffällt.

- Ein Moped fährt mit geschätzten 25 km/h über die Landstraße und der Sozius ruft ununterbrochen : "Nicht so schnell ! Nicht so schnell !" Parallel dazu fährt eine Kutsche mit geschätzten 15 km/h. Kommentar des Mitfahrers über den Kutscher : "Ist der denn wahnsinnig ? Der bringt uns noch um ! "

- vereinfachte, unlogische Handlungen ( womöglich angepasst an Kinder ) in Kombination mit verwirrender Sprache und Dialogen die einfach keinen Sinn ergeben ( was wieder im völligen Gegensatz zur Kinder-Klientel steht ).

( - Für Insider : Lehrer Frans sagt gegen Ende der Serie zu Graf Grauenstein : "Sie wissen genau, dass ich kein Kind bin". Für Erklärungen dieses Satzes wäre ich in den Kommentaren sehr dankbar. )

- usw...

Die Liste ließe sich unendlich lang fortsetzen. Jede Folge birgt Mengen an "Ungereimtheiten" und Dingen, die Menschen nur dann tun, wenn sie in einem Drehbuch vorgeschrieben sind.

Den Schauspielern ist keinerlei Vorwurf zu machen. Auch die Synchronisation ist bis auf den etwas langsamen Frans und den übermotivierten Geert-Jan absolut okay. Ich kenne auch nicht die Buchvorlage aber meine Kritik richtet sich einfach gegen die Umsetzung einer an sich Potential-besitzenden Story, die stets flach bleibt und fast schon zwanghaft jegliche Spannung versucht zu vermeiden. Taucht am Horizont ein Funken an Mystik oder Dynamik auf, so kann man sich sicher sein, dass binnen Sekunden dieser Funke wieder radikal gelöscht wird.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Leser meiner persönlichen Rezension : Bereits Oliver Maas, Nonni und Manni, Patrick Pacard und Silas fand ich "wenig gut" ( die beiden letzten Serien musste ich sogar abbrechen ). Viele dieser Serien interessierten mich, weil der Gedanke an sie etwas nostalgisches besaß und unter "schöne Kindheitserinnerung" abgespeichert war. Allerdings macht sich bei mir mehr und mehr die Ernüchterung breit, dass man sich als Kind damals wirklich alles voller Begeisterung reingezogen hat - wenn man nur mal vor dem Fernseher sitzen durfte ( was definitiv nicht allzu oft war ).

Auch heute noch kann ich mich für Kinderserien und - bücher begeistern ( Der kleine Vampir, Karlsson vom Dach, Die Tintenfische aus dem 2. Stock, etc. ). Einzige Voraussetzung ist allerdings nicht, dass diese Produkte mindestens 20 Jahre alt sind und von mir bereits als Kind konsumiert wurden, sondern dass sie schlicht und einfach gut gemacht sind.

Ein einheitliches Rezept dafür gibt es nicht ( was man an den überwiegend sehr positiven Kritiken dieser Serie gut erkennen kann ) aber für mich persönlich darf nicht das Gefühl aufkommen, dass man in Anbetracht dessen, dass die Hauptklientel ja kleine Kinder sind, seine Figuren jeden Kram machen lässt - egal wie unlogisch und unrealistisch motiviert dieser auch sein mag. Und mit unrealistisch meine ich nicht, dass eine Person in einer Kindersendung nicht auch z.B. fliegen können darf ( kommt in dieser Serie jetzt nicht vor ), sondern z.B. zwei erwachsene Männer, die in einer unverschlossenen Kutsche gefangen sind und nicht heraus können, weil das angehängte Pferd in gemütlichem Trap die Straße entlang zockelt ( das kommt in dieser Sendung schon vor ).

2 Sterne für eine im Prinzip irgendwo im Hintergrund schlummernde, gute Geschichte und die gute ( wenn auch nicht immer gut passende ) Musik, die mich irgendwie vor allem im Menü an Star Wars ( ich bin kein Star Wars Fan ) erinnert. Die schauspielerischen Leistungen sind absolut okay und die Synchronisation ist nicht verbraucht ( bei heutigen synchronisierten Serien hat man das Gefühl, dass es in Deutschland nur 5 Synchronsprecher gibt, die einfach alles synchronisieren - "Klößchen" von TKKG, "Nils Holgersson" und "Alf" hört man in der Serie heraus ) Filmtechnisch raffiniert : Die Abschluss-Szene einer Folge ist zugleich die Anfangs-Szene der nächsten Folge - allerdings aus einer anderen Perspektive gefilmt. So was gefällt mir.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2013 5:46 AM CET


Final Fantasy XIII: Fabula Nova Crystallis [UK-Import]
Final Fantasy XIII: Fabula Nova Crystallis [UK-Import]
Wird angeboten von curbmedia
Preis: EUR 24,15

36 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht zu ertragen ..., 24. April 2010
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Eins vorweg : Die UK-Version von FFXIII enthält die deutsche Menüführung und deutsche Untertitel.

Entgegen vieler anderer Vorstellungen denke ich nicht, dass man ein Spiel von Anfang bis Ende durchgespielt haben muss, um sich eine Meinung darüber bilden zu können. Spiele gehören für mich zur Sparte "Unterhaltung" und wenn ich nicht ( von Anfang an ) unterhalten werde, so besteht für mich wenig Grund, sich bis zu einer möglichen Unterhaltung, die sich eventuell irgendwann einmal einstellen würde, durchzuquälen. Dazu fehlt mir einfach die Zeit ( die ich hingegen dann gerne investiere, wenn ich der Meinung bin, dass sie gut angelegt ist ).

Final Fantasy 13 mag wie ein ekliger Schichtsalat für mich sein : Kann schon sein, dass irgendwo in den unteren Schichten auch mal die eine oder andere Zutat vorkommen mag, die mir womöglich schmeckt. Bis ich mich jedoch dahin durchgearbeitet habe, habe ich mir den Magen schon zig mal verdorben.

Hier also das, was mich in ca. 3 Stunden Spielzeit dazu gebracht hat, dieses überaus schlechte Spiel ein für alle mal aus meiner Konsole zu verbannen :

Hauptgrund : KITSCH !

Welches Menschenbild, welche Moral liegt einem Machwerk wie FFXIII eigentlich zu Grunde ?

Schöne, makellose Menschen so weit das Auge reicht - inmitten von Chaos und Zerstörung. Knaben, die sich von Mädchen nur dadurch unterscheiden, dass sie keine Brüste besitzen und keine Minikleider tragen. Kinder, die sich unter den stolzen Augen der Erwachsenen eine Waffe schnappen und heldenhaft, wie es sich für ein vollwertiges Mitglied der FF-Gesellschaft gehört, mit in den Krieg ziehen. Männer, die sich gegenseitig als "Helden" bezeichnen. Und zwar so oft und zu jeder erdenklichen Möglichkeit ( sie nennen sich sogar selber so - selbst dann, wenn außer ihnen niemand in der Nähe ist. Zitat : "Dein Held ist unterwegs zu Dir !" ), dass man irgendwann bloß noch an "Helden in Strumpfhosen" denken mag. Frauen, die beweisen müssen, dass auch Mütter zäh sein können ( Zitat : "Mütter sind zäh !" ), indem sie ebenfalls ( wie manche ihrer Kinder ) zur Waffe greifen und den "dramatischen Heldentod" sterben ( natürlich damit man sieht, wie zäh, mutig und tapfer sie sind, wenn es um ihre Kinder und ihre Zukunft geht ). Kinder, die sich ohne zu zögern ( und ohne Plan ), in die Gefahr begeben - und das auf den aberwitzigsten Fahrzeugen ( deren Bedienung sie natürlich von Geburt an beherrschen ). Vermutlich um zum Einen der gebannten Videospielgemeinde zu zeigen, aus welchem Holz selbst Kinder geschnitzt sind und zum anderen wohl deswegen, weil es in einer FFXIII-Welt sowieso wurscht-egal ist, ob man Erwachsener oder Kind ist : Beide verdreschen die Gegnerhorden wie Bud Spencer und Terence Hill.

Dieser Kitsch-Overkill hatte mich in den ersten paar Spielminuten schon komplett überwältigt ( so sehr, dass mir die sehr gute Grafik schnell absolut egal war ) und ich wusste nicht so recht, ob ich das witzig, albern oder einfach nur noch erschreckend finden sollte. Was sind das für Massen an Videospielern, die so einer Art von Charakterzeichnung und des Storytellings so dermaßen viel abgewinnen können ?

Meine persönliche Einschätzung ( ohne Fans des Spiels, die aus anderen Beweggründen FFXIII genial finden, auf die Füße treten zu wollen ):

Final Fantasy XIII ist Kommerz-Pop durch und durch.

Ein Großteil der Fans eines solchen Spiels sind vermutlich Leute, denen ( wenn sie keine Videospieler wären ) auch bei dem Gedanken an Titanic mit Kate und Leo die Tränen in die Augen schießen. Die gebannt vor dem TV sitzen, wenn der nächste Superstar gewählt wird. Die Kai Pflaumes "Nur die Liebe zählt" so romantisch finden. Die Situationen wie in "Verbotene Liebe" lebensnah und erstrebenswert finden. Denen Sänger(innen) wie Lady Gaga und Robbie Williams aus der Seele singen. Und, und, und ...

Ich fand zwar auch das Kampfsystem absolut primitiv und unmotivierend, aber wäre das Drumherum für mich einigermaßen akzeptabel gewesen, so hätte ich mich damit gerne arrangiert.

In den ersten 3 Stunden FFXIII habe ich das Spiel bestimmt 5 mal aus der Konsole genommen und beschlossen, mir dieses Disaster keine weitere Minute mehr anzutun. Die Aussicht auf Besserung brachte mich dazu dem Spiel wieder und wieder eine Chance zu geben. Ergebnis : Es wurde immer schlimmer.

Schon möglich, dass sich das später ändert und sich Final Fantasy XIII auch mal außerhalb seiner bunten, klischeeüberladenen mit Helden ( und zähen Müttern ) gespickten Schlaraffenland-Welt bewegt. Der Gedanke daran, bis dahin auch nur einen weiteren markigen Spruch eines der Hauptcharakter hören zu müssen, war jedoch irgendwann unerträglich.

2 Sterne für eine optisch ansprechende Präsentation ( ich hätte gerne gesehen, wie die restlichen Abschnitte aussehen ), eine durchschnittliche Musikuntermalung und die hübsch gerenderten Zwischensequenzen.

Final Fantasy 13 gehört für mich inhaltlich zum schlechtesten Stück Software, dass ich in den letzten - sagen wir - 15 Jahren in irgendeine Konsole eingelegt habe.

Sorry für die Fans des Spiels. Tröstet Euch damit, dass ihr mit Eurer Meinung zu einer breiten, breiten Mehrheit gehört und akzeptiert ( so wie ich akzeptiere, dass FFXIII seine Fans hat ), dass es auch Spieler gibt, denen das blanke Grausen beim Spielen dieses Titels kommt.
Kommentar Kommentare (37) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2013 1:47 AM MEST


Heavy Rain [UK Import]
Heavy Rain [UK Import]
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 46,89

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bloß nicht drüber nachdenken ..., 18. April 2010
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Heavy Rain [UK Import] (Videospiel)
Drei Dinge vorweg :

1. Die englische PAL-Version enthält keine deutschen Bildschirmtexte und keine deutsche Sprachausgabe
2. Ich habe das Spiel ohne Patch auf einer Ur-PS3 ( 60GB ) gespielt und bis zum Ende keinen einzigen Bug gehabt.
2. Ich würde Heavy Rain glatte 3,5 Sterne geben, da allerdings die Mehrheit an Wertungen sowieso schon ( zu ? ) positiv ausfällt, kann das Spiel meine 3 Sterne ruhig ab.

Heavy Rain macht "Spaß", ist atmosphärisch und spannend. Jedenfalls so lange, wie man ( vor allem nach dem Durchspielen ) nicht weiter darüber nachdenkt.

Die vielen positiven Aspekte des Spiels ( vor allem auch die technische Seite ) dürften mittlerweile recht bekannt sein, so dass ich mich eher auf die Dinge beziehen möchte, die für mich der Grund sind, Heavy Rain weder 4, noch 5 Sterne geben zu können.

Die Steuerung der Spielfiguren ist stellenweise etwas "unglücklich". Vor allem in engen Passagen kann es zu Navigations-Problemen kommen. Außerdem sind die Kommandos während der Quick-Time-Events nicht immer intuitiv.So gut die Präsentation des Spiels auch ist : Einige sehr unglückliche Texturen und Animationen sind leider nicht zu übersehen.

Aber das sind alles wirklich Peanuts und recht leicht zu verschmerzen.

Weniger verschmerzbar sind die zahlreichen Plot-Löcher ( der Story ), die vielen Ungereimtheiten und jede Menge Logik-Fehler. Wer Heavy Rain durchgespielt hat und irgendwie ein seltsames, ungutes Gefühl danach hat ( und sich zu einer sofortigen 5-Sterne-Wertung nicht hinreißen lässt ), der findet mittlerweile im Internet zahlreiche Internet-Seiten, die ganze Listen an Logik-Fehlern des Spiels veröffentlicht haben. Auch ohne diese Listen muss man eine wirklich extrem dicke, rosa-rote Brille aufhaben, um die Story als schlüssig, nachvollziehbar oder gar perfekt zu bezeichnen.

Die Macher von Heavy Rain ziehen sich ein wenig billig aus der Affäre, wenn sie uns am Ende einen Killer präsentieren, den 99% aller Spieler während des Spiels niemals verdächtigt hätten. Aber nicht, weil die Story raffiniert ist, sondern weil künstliche "Fährten" gelegt wurden, die am Ende einfach keinen Sinn ergeben oder schlichtweg falsch sind.

Heavy Rain ist vom Prinzip ein interessanter Schritt in eine neue Richtung. Trotzdem patzen die Entwickler dort, wo bei so einem Spiel nicht gepatzt werden darf : bei der Geschichte. Hier kann man sich noch extrem verbessern.

Die Faszination des Spiels ergibt sich daraus, dass man im Prinzip einen Film interaktiv steuert. Ähnlich faszinierend wäre es vermutlich, Paris Hilton in einem billigen 0815 Slasher-Film steuern zu können ( inkl. Gang unter die Dusche - was bei Heavy Rain möglich ist ). Würde die Interaktivität wegfallen, bliebe aber nix als ein eben billiger 0815 Slasher-Film. Heavy Rain wirkt zwar nicht billig ( und ist auch kein Slasher-Film ), trotzdem wage ich zu behaupten, dass Heavy Rain als 2-stündiger Spielfilm einen Sendeplatz irgendwann Donnerstag Nacht belegen würde ( mit nur bescheidenen Einschaltquoten ).

Gehört man zur Kategorie derjenigen Filmekucker ( und Zocker ), die den Moment genießen können, ohne sich am Ende Gedanken über das eben Dargebotene zu machen, so wird man auch Heavy Rain genial finden.

Wer auch nur den leichtesten Hang hin zu einer "realistischen Logik" hat, der könnte von Heavy Rain, wenn denn der Lack erstmal ab ist, enttäuscht sein.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 23, 2010 12:27 PM MEST


Wii Premium Fitness Board, weiss
Wii Premium Fitness Board, weiss
Wird angeboten von importec - shop "Widerrufsbelehrung, AGB und Kundeninfo unter Verkäufer-Hilfe (hier anklicken)"
Preis: EUR 35,87

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ( immer noch teure ) Alternative zum ( unverschämt teuren ) Original, 13. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Wii Premium Fitness Board, weiss (Zubehör)
Ich hab mir das Fitness Board und separat dazu Wii Fit Plus für knapp 65€ gekauft. Das original Balance Board kostet inkl. dem Spiel ca. 100 ( gebraucht teilweise deutlich über 80€ ).

Ich weiß nicht, was alles an Technik in diesen Boards steckt, allerdings finde ich, dass beide Geräte überteuert sind ( wie vieles für den Wii ). So wie ich das verstanden habe, stellen diese Boards nur die Gewichtsverlagerung mittels 4 Sensoren und die Stärke des darauf ausgewirkten Druckes fest. Das scheint mir technisch kein Wunderwerk zu sein.

Ich kenne das original Balance Board nicht, aber anhand dieser vermutlich simplen Technik und angesichts der Tatsache, dass das Premium Fitness Board sehr stabil wirkt und in Wii Fit Plus einwandfrei funktioniert, bin ich froh, nicht mehr für die original Peripherie ausgegeben zu haben.

Wie genau ( bzw. ungenau ) die integrierte Waage funktioniert kann ich leider nicht sagen, da mir der Vergleich fehlt. Allerdings stimmt es, dass dem Fitness Board ein Hinweis beiliegt, der das gemessene Gewicht als Richtwert und nicht exakte Angabe bezeichnet. Würde mich das interessieren, fände ich es wohl auch "bescheiden", allerdings ist mir die Waagefunktion relativ wurscht, so dass dieses Element nicht in meine Bewertung einfließt.

Was man vielleicht noch erwähnen sollte : Das Board benötigt 4 ( Walkman- ) Batterien ( also nicht die ganz dünnen, sondern die "normalen" ), die leider nicht mitgeliefert werden.

Mein Fazit : Das Board tut das, was es tun soll. Und das günstiger als das originale Board. Wem die 50, die es kostet nicht zu viel sind, der kann meiner Endwertung gerne noch den letzten Stern hinzufügen.


Demon's Souls (englisch)
Demon's Souls (englisch)

32 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwer in Ordnung ? Oder doch nur schwer ? Oder ganz was anderes ?, 8. Dezember 2009
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Demon's Souls (englisch) (Videospiel)
Demons Souls ist vor allem eins : SCHWER !

Und das ist vermutlich auch der Grund, wieso sein Beliebtheitsgrad aktuell extrem hoch ist. Endlich mal ein Spiel, das nix für Luschen, Warmduscher und Topflappen-Häkler ist, was ?

Naja, naja - man muss sich zuerst die Frage stellen, was genau Demons Souls eigentlich so schwer macht ?

Als da wären :

1. Keine Checkpoints im eigentlichen Sinne

Nach großen Abschnitten hat man zwar die Möglichkeit sich in die "Zentrale" zu beamen, allerdings kann es passieren, dass man sich stundenlang zu einem Zwischengegner vorarbeitet, um dann mit einem Schlag ins Jenseits und damit an den Anfang des Abschnitts befördert zu werden. Inkl. aller vorher erledigten Gegner.

2. automatisches Anvisieren nicht immer zuverlässig

Im Kampf entscheiden meistens Bruchteile von Sekunden. Zeit, die oft nicht zur Verfügung steht, um die Gegner vernünftig anzuvisieren. Im Eifer des Gefechts erwischt man schon mal den falschen Gegner oder der Gegner kann nicht anvisiert werden, da eine Säule oder ähnliches im Weg steht.

3. Kameraprobleme beim automatischen Anvisieren

Durch das automatische Anvisieren wird der Angriff direkt auf den Gegner ausgeführt. Bewegt sich dieser schnell auf einen zu ( Stichwort : rotierende Skelette ), so dreht sich die Kamera mitunter extrem schnell und Ausweichmanöver landen schnell mal in der falschen Richtung.

4. unausgegorene Steuerungs-Elemente

So ist es z.B. nicht möglich, während dem Laufen ein Heilkraut zu sich zu nehmen. Dies wird durch eine kurze Animation im Stand ausgeführt ( keine Chance bei Verfolgern ). Jeder Angriff ist mit einer leichten Vorwärtsbewegung verbunden. In Levels, in denen man sich auf schmalen Brücken vorwärts bewegt nervig wie die Pest. Da springt man dem Gegner schon gerne mal hinterher in den Tod. Außerdem können bestimmte Bewegungen nicht abgebrochen werden. Führt man einen Zauber aus und sieht man gleichzeitig einen Pfeil auf sich zufliegen, so bleibt einem nichts anderes übrig, als den Treffer zu kassieren. Nach dem Abschuss eines Armbrustbolzens, wird zuerst die Armbrust nachgeladen, bevor man sich von der Stelle bewegen kann. Da gehen schon mal 1-2 Sekunden verloren, in denen man ( schnell zum Tode führende ) Treffer einkassiert ( und nicht selten reicht ein Treffer aus, um selbst nach stundenlanger Spielzeit und ewigem Hochgelevele seine komplette Energie zu verlieren ).

5. Ab ca. Level 20 sehr kostspieliges Hochleveln, das den Charakter nur sehr, sehr langsam stärkt.

Um überhaupt eine Chance zu haben begibt man sich dann an den Anfang eines Levels um zwei, drei Gegner fertig zu machen und deren Seelen ( = Erfahrungspunkte ) einzusammeln. Dann verlässt man das Level, weil die Energie am Ende ist und betritt es wieder. Die Energie ist wieder da und wieder verprügelt man zwei, drei Gegner, usw...

Hat man eine Stelle im Spiel gefunden, an dem sich relativ flott, viele Seelen einsammeln lassen würden, so wird nach dem Aufrüsten einer bestimmten Waffe oder dem Erhöhen eines bestimmten Attributes zusätzlich ein übermächtiger Gegner an diese Stelle "gebeamt", der weiteres Seelensammeln unmöglich macht.

Nach ca. 18 Stunden Spielzeit, dem Besiegen dreier Zwischengegner, dem kostspieligen Hochleveln meiner Waffen und Rüstungen, war ich Level 30+ und wurde teilweise an den selben Stellen im Spiel von den selben Gegnern wie zu Beginn mit zwei, drei Schlägen getötet.

Ich habe nichts gegen schwere Spiele. Im Fall von Demons Souls wird das Zocken aber zur zeitverschlingenden Lebensaufgabe. Klar, das Spiel ist schaffbar. Aber zu einem Preis, den ich nicht bereit bin zu zahlen. Die eigentliche Schwierigkeit ergibt sich nicht aus der Spielmechanik, sondern aus dem in meinen Augen fehlerhaften Spieldesign. "Barbie geht einkaufen" wird genau so schwer wie Demons Souls, wenn ich mir beide Arme auf den Rücken binde und mit der Nase steuern muss. Das sind künstliche Schwierigkeiten, die für mich keine Herausforderung, sondern einfach nur Unfug darstellen.

Die zahlreichen Fans des Spiels, die gerade die vielen unfairen Gameplay-Elemente reizen, kann ich trotzdem verstehen. Für mich endet die nachvollziehbare Euphorie jedoch spätestens dann, wenn es um die grafische Seite geht. Denn hier muss man eindeutig bremsen : Demons Souls bietet eine enorm aufpolierte PS2-Grafik, ohne aufwändige Effekte, raffinierte Texturen oder abwechslungsreiche Animationen. Mit einer Grafikreferenz wie Uncharted 2 hat dieses Spiel in etwa so viel zu tun, wie Arnold Schwarzenegger mit akzentfreier Sprache. Und das Ruckeln an bestimmten Stellen habe ich so seit Sega Saturn Zeiten nicht mehr erlebt.

Die Grafik ist vor allem eins : zweckmäßig. Und ich würde mich wohl kein bisschen über sie aufregen, wenn ich nicht ständig diese Grafikwertungen zum Spiel von 9/10 Punkten lesen würde. Denn das ist schlicht und ergreifend durch eine extrem rosa-farbene Brille betrachtet und hat mit der Realität nicht mehr viel zu tun. Die Grafik ist weder besonders abwechslungsreich, noch besonders detailliert, noch sind die Spielewelten brilliant designt. Alles erfüllt seinen Zweck - nicht weniger, aber auch kein bisschen mehr.

Die positiven Aspekte des Spiels erspare ich mir hier, da es genügend Reviews im Internet gibt, die dieses Spiel über alle Maßen loben. Und vieles davon stimmt : Das Spiel kann Spaß machen und weist Elemente eines Action-RPG auf, die man sich so auch in anderen Spielen wünschen würde ( Nein, das Nicht-Vorhandensein einer Story gehört definitiv nicht dazu ).

Ich kann nur die Empfehlung aussprechen, dieses Spiel mit Hilfe eines Spiel-Guides, wie man sie zahlreich im Internet finden kann zu spielen. Dadurch erspart man sich eine Menge Frust und verhindert so Handlungen im Spiel, von denen sich erst im Nachhinein herausstellt, dass man einen Fehler begangen hat ( z.B. Seelen verbrauchen, die man später hätte andersweitig verwenden können, Zwischengegner, die erst nach dem Lösen einer anderen Aufgabe besiegt werden können, usw. ).

Und stets daran denken : Herausforderung bedeutet nicht, jeden Patzer im Spieledesign durch stundenlanges Wieder-Und-Wieder-Probieren überwinden zu müssen. Und so hab ich Demons Souls nach viel zu vielen 20 Stunden endlich bei Seite gelegt ( und vermutlich hätte man bis zum Ende nochmal das 3-4fache investieren müssen ). Irgendetwas Süchtigmachendes hat dieses Spiel anscheinend. Aber ob das auch gleich bedeuten muss, dass es "gut" ist ?

Ich denke, es geht eher um Ehrgeiz ... in diesem Fall hier hab ich mich aber schon mehrmal gefragt : Wieso spielst Du das eigentlich noch weiter ? Und da die kalte Jahreszeit vor der Tür steht, bin ich wieder zum warm duschen zurückgekehrt und habe damit den ( falschen ) Ehrgeiz, jedes Spiel durchspielen zu müssen, abgewaschen.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2010 10:10 PM MEST


Demons Souls [Greatest Hits] [US Import]
Demons Souls [Greatest Hits] [US Import]
Wird angeboten von RAREWAVES USA
Preis: EUR 17,84

20 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwer in Ordnung ? Oder doch nur schwer ? Oder ganz was anderes ?, 7. Dezember 2009
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Demons Souls ist vor allem eins : SCHWER !

Und das ist vermutlich auch der Grund, wieso sein Beliebtheitsgrad aktuell extrem hoch ist. Endlich mal ein Spiel, das nix für Luschen, Warmduscher und Topflappen-Häkler ist, was ?

Naja, naja - man muss sich zuerst die Frage stellen, was genau Demons Souls eigentlich so schwer macht ?

Als da wären :

1. Keine Checkpoints im eigentlichen Sinne

Nach großen Abschnitten hat man zwar die Möglichkeit sich in die "Zentrale" zu beamen, allerdings kann es passieren, dass man sich stundenlang zu einem Zwischengegner vorarbeitet, um dann mit einem Schlag ins Jenseits und damit an den Anfang des Abschnitts befördert zu werden. Inkl. aller vorher erledigten Gegner.

2. automatisches Anvisieren nicht immer zuverlässig

Im Kampf entscheiden meistens Bruchteile von Sekunden. Zeit, die oft nicht zur Verfügung steht, um die Gegner vernünftig anzuvisieren. Im Eifer des Gefechts erwischt man schon mal den falschen Gegner oder der Gegner kann nicht anvisiert werden, da eine Säule oder ähnliches im Weg steht.

3. Kameraprobleme beim automatischen Anvisieren

Durch das automatische Anvisieren wird der Angriff direkt auf den Gegner ausgeführt. Bewegt sich dieser schnell auf einen zu ( Stichwort : rotierende Skelette ), so dreht sich die Kamera mitunter extrem schnell und Ausweichmanöver landen schnell mal in der falschen Richtung.

4. unausgegorene Steuerungs-Elemente

So ist es z.B. nicht möglich, während dem Laufen ein Heilkraut zu sich zu nehmen. Dies wird durch eine kurze Animation im Stand ausgeführt ( keine Chance bei Verfolgern ). Jeder Angriff ist mit einer leichten Vorwärtsbewegung verbunden. In Levels, in denen man sich auf schmalen Brücken vorwärts bewegt nervig wie die Pest. Da springt man dem Gegner schon gerne mal hinterher in den Tod. Außerdem können bestimmte Bewegungen nicht abgebrochen werden. Führt man einen Zauber aus und sieht man gleichzeitig einen Pfeil auf sich zufliegen, so bleibt einem nichts anderes übrig, als den Treffer zu kassieren. Nach dem Abschuss eines Armbrustbolzens, wird zuerst die Armbrust nachgeladen, bevor man sich von der Stelle bewegen kann. Da gehen schon mal 1-2 Sekunden verloren, in denen man ( schnell zum Tode führende ) Treffer einkassiert ( und nicht selten reicht ein Treffer aus, um selbst nach stundenlanger Spielzeit und ewigem Hochgelevele seine komplette Energie zu verlieren ).

5. Ab ca. Level 20 sehr kostspieliges Hochleveln, das den Charakter nur sehr, sehr langsam stärkt.

Um überhaupt eine Chance zu haben begibt man sich dann an den Anfang eines Levels um zwei, drei Gegner fertig zu machen und deren Seelen ( = Erfahrungspunkte ) einzusammeln. Dann verlässt man das Level, weil die Energie am Ende ist und betritt es wieder. Die Energie ist wieder da und wieder verprügelt man zwei, drei Gegner, usw...

Hat man eine Stelle im Spiel gefunden, an dem sich relativ flott, viele Seelen einsammeln lassen würden, so wird nach dem Aufrüsten einer bestimmten Waffe oder dem Erhöhen eines bestimmten Attributes zusätzlich ein übermächtiger Gegner an diese Stelle "gebeamt", der weiteres Seelensammeln unmöglich macht.

Nach ca. 18 Stunden Spielzeit, dem Besiegen dreier Zwischengegner, dem kostspieligen Hochleveln meiner Waffen und Rüstungen, war ich Level 30+ und wurde teilweise an den selben Stellen im Spiel von den selben Gegnern wie zu Beginn mit zwei, drei Schlägen getötet.

Ich habe nichts gegen schwere Spiele. Im Fall von Demons Souls wird das Zocken aber zur zeitverschlingenden Lebensaufgabe. Klar, das Spiel ist schaffbar. Aber zu einem Preis, den ich nicht bereit bin zu zahlen. Die eigentliche Schwierigkeit ergibt sich nicht aus der Spielmechanik, sondern aus dem in meinen Augen fehlerhaften Spieldesign. "Barbie geht einkaufen" wird genau so schwer wie Demons Souls, wenn ich mir beide Arme auf den Rücken binde und mit der Nase steuern muss. Das sind künstliche Schwierigkeiten, die für mich keine Herausforderung, sondern einfach nur Unfug darstellen.

Die zahlreichen Fans des Spiels, die gerade die vielen unfairen Gameplay-Elemente reizen, kann ich trotzdem verstehen. Für mich endet die nachvollziehbare Euphorie jedoch spätestens dann, wenn es um die grafische Seite geht. Denn hier muss man eindeutig bremsen : Demons Souls bietet eine enorm aufpolierte PS2-Grafik, ohne aufwändige Effekte, raffinierte Texturen oder abwechslungsreiche Animationen. Mit einer Grafikreferenz wie Uncharted 2 hat dieses Spiel in etwa so viel zu tun, wie Arnold Schwarzenegger mit akzentfreier Sprache. Und das Ruckeln an bestimmten Stellen habe ich so seit Sega Saturn Zeiten nicht mehr erlebt.

Die Grafik ist vor allem eins : zweckmäßig. Und ich würde mich wohl kein bisschen über sie aufregen, wenn ich nicht ständig diese Grafikwertungen zum Spiel von 9/10 Punkten lesen würde. Denn das ist schlicht und ergreifend durch eine extrem rosa-farbene Brille betrachtet und hat mit der Realität nicht mehr viel zu tun. Die Grafik ist weder besonders abwechslungsreich, noch besonders detailliert, noch sind die Spielewelten brilliant designt. Alles erfüllt seinen Zweck - nicht weniger, aber auch kein bisschen mehr.

Die positiven Aspekte des Spiels erspare ich mir hier, da es genügend Reviews im Internet gibt, die dieses Spiel über alle Maßen loben. Und vieles davon stimmt : Das Spiel kann Spaß machen und weist Elemente eines Action-RPG auf, die man sich so auch in anderen Spielen wünschen würde ( Nein, das Nicht-Vorhandensein einer Story gehört definitiv nicht dazu ).

Ich kann nur die Empfehlung aussprechen, dieses Spiel mit Hilfe eines Spiel-Guides, wie man sie zahlreich im Internet finden kann zu spielen. Dadurch erspart man sich eine Menge Frust und verhindert so Handlungen im Spiel, von denen sich erst im Nachhinein herausstellt, dass man einen Fehler begangen hat ( z.B. Seelen verbrauchen, die man später hätte andersweitig verwenden können, Zwischengegner, die erst nach dem Lösen einer anderen Aufgabe besiegt werden können, usw. ).

Und stets daran denken : Herausforderung bedeutet nicht, jeden Patzer im Spieledesign durch stundenlanges Wieder-Und-Wieder-Probieren überwinden zu müssen. Und so hab ich Demons Souls nach viel zu vielen 20 Stunden endlich bei Seite gelegt ( und vermutlich hätte man bis zum Ende nochmal das 3-4fache investieren müssen ). Irgendetwas Süchtigmachendes hat dieses Spiel anscheinend. Aber ob das auch gleich bedeuten muss, dass es "gut" ist ?

Ich denke, es geht eher um Ehrgeiz ... in diesem Fall hier hab ich mich aber schon mehrmal gefragt : Wieso spielst Du das eigentlich noch weiter ? Und da die kalte Jahreszeit vor der Tür steht, bin ich wieder zum warm duschen zurückgekehrt und habe damit den ( falschen ) Ehrgeiz, jedes Spiel durchspielen zu müssen, abgewaschen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2010 3:53 PM MEST


Pastewka - Die 4. Staffel [3 DVDs]
Pastewka - Die 4. Staffel [3 DVDs]
DVD ~ Bastian Pastewka
Preis: EUR 24,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Folgen hui - Boni ( zum größten Teil ) pfui ..., 28. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Pastewka - Die 4. Staffel [3 DVDs] (DVD)
Auch die mittlerweile 4. Pastewka-Staffel kann man ( logischerweise vor allem Pastewka-Fans ) fast uneingeschränkt empfehlen. Die einzelnen Folgen sind gewohnt witzig und stellenweise sehr raffiniert gemacht.

Dieses ganze "Pastewka-Ding" mit den sich selbst spielenden Schauspielern ( Kessler, Balder, Frier, Dittrich und Co. ) funktioniert einfach.

Pastewkas Von-Einem-Fettnäpfchen-Ins-Andere-Treten hat aber bei Zeiten ( wenigstens für mich ) auch seine Grenzen und das eine oder andere mal würde man sich wünschen, der sympathische Hauptprotagonist würde nicht ständig die A-Karte ziehen. Ein Prinzip, dass sehr wohlwollend mit dem Ende der Folge "Der große Kessler" endlich mal durchbrochen wird.

Bemängeln könnte man das Bonus-Material. Wie der Name schon sagt, ist dies zwar nur ein zusätzlicher, freiwilliger ( oder auch nicht ? ) Dienst am "Kucker", trotzdem gibt es eben gutes und schlechtes Bonusmaterial. Hier überwiegt das schlechte bzw. schwache. Es fängt eigentlich schon damit an, dass von 2 Extra-Bonus-DVDs gesprochen wird. Es ist eher EINE Extra-Bonus-DVD und auf einer weiteren DVD sind neben den Folgen 8-12 zusätzlich einige "Boni" enthalten.

So Geschichten wie "Outtakes" sind immer witzig und die Blicke hinter die Kamera interessant. Ein Großteil des Bonusmaterials besteht allerdings aus "spontanem" Mit-Der-Handycam-Draufhaltens. Ein Konzept, dass leider nur vereinzelt witzige oder gar interessante Mono- und Dialoge hervorbringt. Bei mir hat es zu Dauervorspulen geführt. Gut finde ich die Idee, dass erst nach dem Lösen zahlreicher Fragen zur Serie ein weiteres Bonus-Filmchen freigespielt wird. Was daran jedoch nervt : Es sind wirklich viele Fragen und man erfährt erst am Ende, dass jede einzelne Frage richtig gelöst werden muss, um den Bonus freizuschalten. Blöd also, wenn man z.B. die erste Frage falsch löst und den Rest richtig, aber erst am Schluss feststellt : Alles noch mal von vorne. Ätzender ist allerdings, dass der freigeschaltete Bonus wirklich doof ist. Ich denke man nimmt nix vorweg, wenn man schreibt, dass in dem Bonus-Film einige der Schauspieler ihre "Lieblingsrezepte" vorstellen. Ich bin Fan, aber das sind Dinge, die selbst mich kein Stück interessieren - vor allem dann nicht, wenn es so dermaßen langweilig gemacht wird. Und wer sich daran erinnern kann, wie sich der Hot-Dog-Verkäufer über Bastians Reden mit vollem Mund aufregen kann, der weiß spätestens dann, was gemeint ist, wenn er sich das Lieblingsrezept von Bastians Serienvater anhört: Essen und Reden sollte in so einem Fall wirklich verboten werden ... ich fand das schlimm ( und bis heute habe ich nicht herausgefunden, wer sich in diesem Take minutenlang im Hintergrund am Bein kratzt ... oder ist das ganz was anderes ? )

Die reinen Pastewka-Folgen könnte ich guten Gewissens mit 5 Sternen bewerten. Ich finde das lustig. Da ich hier aber das Gesamtpaket inkl. Boni bewerte, wäre in diesem Fall weniger wirklich mal mehr gewesen - noch dazu, wenn man mit dem Bonusmaterial auf "2 Extra-Bonus-DVDs" zusätzlich Werbung für die 4.Staffel macht - wäre in meinen Augen gar nicht nötig gewesen.


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