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Rezensionen verfasst von
Trainhardt

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Canon Einsatz Ec-I Laser-Mattscheibe für EOS-1D/-1Ds/EOS-1V/1N (HS/RS)/EOS 3
Canon Einsatz Ec-I Laser-Mattscheibe für EOS-1D/-1Ds/EOS-1V/1N (HS/RS)/EOS 3
Preis: EUR 21,12

3.0 von 5 Sternen Offensichtlich nur für bestimmte Einsatzzwecke geeignet ..., 25. November 2011
Leider sind die Informationen zu den einzelnen Mattscheiben dermaßen rar gesät, so dass man um das selbstständige Ausprobieren nicht herumkommt. Für meine Zwecke war die EC-I nicht zu gebrauchen.

Wie funktioniert das Scharfstellen mit der EC-I ?

Die EC-I ist eine Mattscheibe in deren Mitte ein Kreis integriert ist der das Sucherbild an dieser Stelle nicht "mattiert". Also im Prinzip wie die Standardmattscheibe ( in meinem Fall der Canon EOS 1D ) nur mit "Loch".

Die Einstellung des Fokus geschieht jetzt eben nicht über die Mitte, sondern über den Bereich um den Kreis herum. Der Kreis in der Mitte dient quasi als Referenz dafür, wie am Ende das komplette Sucherbild aussehen soll.

Die eigentliche Fokussierhilfe hält sich hierbei meiner Meinung nach extrem in Grenzen, da man nach wie vor rein nach dem persönlichen Eindruck scharf stellen muss und der Kreis in der Mitte einen lediglich daran erinnern soll, wie scharf auszusehen hat.

Weiter sind die Einsatzzwecke dieser Mattscheibe recht eingeschränkt. Bei flachen, großen Flächen scheint das Ganze noch so halbwegs zu funktionieren ( z.B. Bild an der Wand ). An ihre Grenzen stößt die Mattscheibe, wenn es um das Fokussieren von hervorstehenden oder versunkenen Details geht.

Beispiel: Angenommen man möchte auf die Nasenspitze einer Person scharfstellen. Da sich außer der Nasenspitze nichts weiter in dieser ( vertikalen ) Ebene befindet, fehlt die Referenz zur Scharfstellung. Wenn die Nasenspitze genau im Kreis der Mattscheibe ist, dann befinden sich die anderen Teile des Gesichts ( die weiter entfernt sind ) außerhalb des Kreises. Die Nasenspitze bleibt also auf Grund des Kreises durch den Sucher immer scharf und beim Fokussieren verändert man durch den Sucher nur die Schärfe um die Nase herum ( ohne den Punkt feststellen zu können, an dem wirklich auf die Nase fokussiert wurde ).

Leider liegen der Mattscheibe neben einer Beschreibung wie man sie in die Kamera einsetzt und einer Art Pinzette keine Informationen über die Nutzung oder die gedachten Einsatzzwecke bei. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass ich die Funktion der Mattscheibe missverstanden habe oder die Mattscheibe falsch verwende. Ich habe mich nach einer Woche des Testens jedoch dafür entschieden sie nicht zu behalten, weil sich mir der Sinn der EC-I nicht so richtig erschlossen hat und ich keine großartigen Unterschiede bei der Fokussierung im Vergleich zur Standardmattscheibe gesehen habe.

Für das punktgenaue, manuelle Fokussieren über die Mitte des Suchers habe ich mich für die EC-A entschieden. Hier produziert ein Mikroprismenkreis solange ein störendes Muster bis die Schärfe sitzt. Ist das Muster weg bzw. flimmert beim Bewegen der Kamera die Mitte nicht mehr, so ist scharfgestellt.

Es ist schwer, die EC-I zu bewerten. Da sie für meine Zwecke völlig unbrauchbar war, müsste ich einen Stern geben. Auf der anderen Seite mag es aber auch ( für mich nicht ersichtliche ) Einsatzmöglichkeiten geben, in denen die EC-I ihren Sinn hat. Von daher gebe ich mal vorsichtige 3 Sterne und gehe davon aus, dass an dieser Mattscheibe Interessierte eher den Text hier lesen, anstatt sich an irgendwelchen Sternen aufzuhängen.


Double Dexter
Double Dexter
von Jeff Lindsay
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,60

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Jeff Lindsay hat's einfach nicht drauf ..., 16. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Double Dexter (Taschenbuch)
Das sechste Dexter Buch passt irgendwie in die heutige Zeit. Es ist Unterhaltung der leicht-seichten Sorte, bei der es eindeutig auf den Konsumenten ankommt, wie viel Spaß er damit hat. Will heißen: Ist man in der Lage, die Logik außen vor zu lassen, und wird man magisch angezogen von künstlich erzeugter Pseudo-Spannung, so hat man an Double Dexter sicherlich seine Freude.

Gerade wenn man die TV-Serie kennt, so hat man beim Lesen immer wieder die bekannten Figuren vor dem geistigen Auge. Deborah, Cody und Astor spielen nach wie vor eine Rolle. Ebenso wie Kurzauftritte von Angel Batista und Vincent Masuka. Abweichend von der Serie gibt es nach wie vor noch Seargant Doakes, Rita und Dexters Bruder Brian. Statt dem Sohn Harrison hat Dexter im Buch die Tochter Lily Ann.

Beim Lesen kommt immer wieder das typische Dexter-Flair auf, was neben den Figuren vor allem am Setting und an Dexters Wortwitz liegt.

Trotzdem habe ich mich bereits während des Lesens und dann noch mal am Ende dafür entschieden, dass Double Dexter kein gutes Buch ist.

Das hat viele, viele Gründe und dieses Mal macht es wenig Sinn, eine Liste an Ungereimtheiten aufzuzählen ( so habe ich das bei meinen letzten Dexter-Rezensionen gemacht ).

Ich wurde nie das Gefühl los, dass der Autor auf Teufel komm raus versucht Spannung zu erzeugen, was einfach zu Lasten der Logik, des gesunden Menschenverstandes und am Ende einer glaubwürdigen Darstellung des Dexter-Charakters geht.

Generell geht es eigentlich schon mit dem Untertitel los:

"He's back and deadlier than ever"

Tatsache aber ist, dass Dexter in diesem Buch genau eine einzige Person umbringt und auch noch so doof ist, sich dabei erwischen zu lassen. Der Beobachter entkommt und wird dann vom Gejagten ( Dexter hat offensichtlich keinerlei Skrupel trotz ständiger Erwähnung des Harry-Codex einen unschuldigen Menschen umzubringen ) zum Jäger.

Auch der Titel "Double Dexter" will nicht so ganz zünden. Der Autor versucht zwar immer wieder das Double-Thema einfließen zu lassen, generell hat das Buch aber weder was mit einem Doppelgänger zu tun ( dafür kennt der "Doppelgänger" Dexter zu wenig ), noch wird die Zerissenheit zwischen dem "dunklen" Dexter und Dexter als Familienvater weiter ausgeführt.

Mit von der Partie sind wieder zahlreiche Doofheiten, die den Dexter-Charakter an vielen Stellen plump, unfähig und unsympathisch erscheinen lassen. Am deutlichsten wird das immer dann, wenn die Handlung recht einfach einer gewissen Logik folgen könnte, Dexter sich aber völlig anders entscheidet ( was dann in der Regel zum Misserfolg führt ) oder er erst gar nicht auf logische Schlussfolgerungen kommt ( "Rita trinkt in letzter Zeit heimlich so viel Alkohol ? Ob sie wohl ein Problem hat ? Ach nein, wird schon nix sein. Außerdem habe ich jetzt erstmal Hunger !" )

Der Autor hat aber auch eine Art, diese unlogischen oder aber auch nervigen Handlungsverläufe noch besonders hervorzuheben. Wenn sich Dexter dann ganz ausdrücklich darüber wundert, wieso denn der Computer auf einmal so lange braucht, bis er hochgefahren ist, dann weiß man als Leser sofort neunmalklug "Oh, oh ... da wird doch niemand einen Trojaner eingeschleust haben, der Dexter ausspioniert ?!?" Und ca. 50 Seiten später kommt dann die totale Überraschung, wenn man erfährt, dass da jemand einen Trojaner installiert hat, der Dexter ausspioniert hat.

Und wenn über Seiten hinweg ausgeführt wird, was Dexter nun als nächstes tun wird, wie er das Problem lösen wird, wie er vorgehen wird, wie er es allen zeigen wird ... dann ... ja dann kann man sich sicher sein, dass es aus irgendeinem profanen Grund eben genau nicht so ablaufen wird. Und wenn's nur daran liegt, dass er sich beim Abendessen dummerweise so vollgestopft hat, dass er kein Bein mehr auf den Boden kriegt ( und das ist jetzt nicht erfunden, sondern kommt so vor ).

Ich denke, man muss so eine Art des Geschichten Erzählens mögen. Mich nervt das. Es ist - wie eingang erwähnt - seichte Unterhaltung inkl. Pseudospannung, wie man sie jeden Tag im Privatfernsehen in einer dieser Reality-TV-Serien mitbekommt. Das Buch ist voll mit solchen Szenen.

Darüber hinaus kommen aber auch ganze Teile im Buch vor, die einfach nur langweilig sind und den Handlungsfluß künstlich unterbrechen. So z.B., wenn Dexter ein Problem hat, es aber nicht lösen kann, weil er doch versprochen hat, mit zum Camping zu fahren. Und dann der Camping-Trip auf 20 Seiten breitgetreten wird.

Außerdem wirkt das Buch wie aus einzelnen Versatzstücken zusammengewürfelt und irgendwie in Form gepresst. Während man zu Beginn noch denkt, dass parallel zur eigentlichen Handlung ein weiterer Psychopath ala Ice-Truck-Killer und Co. gejagt wird, hört dieser Handlungsstrang ( der mehr Spannungspotenzial als der Rest der Story hatte ) relativ bald wieder auf und verschmilzt dann recht plump mit dem Rest. Natürlich hat es sich der Autor wieder nicht nehmen lassen, beim Vorgehen dieses kurz auftretenden Killers gegenüber den anderen Büchern nochmal eine Schippe draufzulegen. Dieses mal werden also keine Leichen verstümmelt, gegessen oder sonst was. Nein - dieses mal werden Menschen mit einem Hammer so lange zu Klump gehauen - ohne die Haut dabei zu verletzten - bis sie wie ein Haufen Gelee aussehen ( Gähn !!! ).

Dexters Familienleben beschränkt sich darauf, dass Rita nervt oder eifersüchtig ist, Cody und Astor ständig am Videospielen sind und Astor selbst pubertätsgemäß ein verzogenes Gör ist. Jedenfalls solange, bis der im Stil von "Alarm für Cobra 11 auf dem Wasser" inszenierte Showdown kommt.

Ich merke, dass ich noch etliche Zeilen mehr über das Schreiben könnte, was ich an diesem Buch schlecht fand. Es sind einfach viel zu viele Dinge. Im Prinzip hangelt man sich von einem doofen Einfall zum nächsten und zwischendurch gibt es ein paar raffinierte oder witzige Textstellen, an denen man sich festhält. Unterm Strich muss ich mittlerweile aber für mich feststellen, dass Jeff Lindsay es einfach nicht drauf hat und ich am einst gut eingeführten Dexter-Charakter mehr festhalte, als dies eigentlich berechtigt wäre. Dexter ist mittlerweile zu großen Teilen ein unfähiger Typ, der durch sein eigenes Verhalten von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Sehe ich bei der TV-Serie übrigens ganz ähnlich.

Nach so vielen Zeilen ( die noch lange nicht jede Unzulänglichkeit dieses Buches beschrieben haben ) stelle ich fest, dass Jeff Lindsay auf Seite 200 sein neues Buch eigentlich selbst kurz und treffend beschrieben hat:

"Every now and then we find ourselves living through moments that make no sense at all. It's almost as if some omnipotent film editor has snipped us out of our familiar everyday movie and spliced us into something completely random (...), and nothing that happens has any relationship to what you think of as reality."

Na, dann: Ich "freue" mich schon auf nächstes Jahr ...

Von mir gibt es dieses mal 2 Sterne. Fans der vorherigen Bücher und immer noch begeisterte Kucker der aktuellen Staffeln werden mit diesem Buch jedoch mehr als zufrieden sein.

Nachtrag: Im Folgenden noch zwei Informationen, die man eventuell seit dem Lesen der letzten Bücher vergessen hat.

1. Deborah weiß Bescheid, wer ihr Bruder wirklich ist und was er macht.
2. Astor und Cody haben ebenfalls einen "Dark Passenger" und sind im Prinzip Mini-Dexters

Das sind eigentlich zwei Punkte, die wirklich Potential in Sachen Storytelling hätten. Leider werden sie nahezu komplett außen vor gelassen und es wird nicht weiter groß darauf eingegangen. Man wundert sich halt womöglich, wenn es irgendwann in der Mitte des Buches so nebenbei mal erwähnt wird.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 12, 2014 8:51 PM CET


PussyTerror - Live On Stage
PussyTerror - Live On Stage
von Carolin Kebekus
  Audio CD
Preis: EUR 15,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spielt definitiv ganz weit oben mit - lässt aber auch noch Raum für Verbesserungen, 24. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: PussyTerror - Live On Stage (Audio CD)
Pussy Terror von Carolin Kebekus kann man im Großen und Ganzen schon als recht gelungen bezeichnen.

Nach einem - für meinen Geschmack zu - derben Einstieg, entwickelt sich das Programm in eine gute Richtung und macht wirklich Spaß. Ich kann mit dem Einstieg u.a. auch deswegen nicht so viel anfangen weil Carolin Kebekus hier mit breitem kölner Dialekt losstartet. Das ist an und für sich erstmal nix Schlimmes und kommt im Verlauf des Programms noch öfter vor, allerdings spricht in diesem speziellen Fall Carolin Kebekus als sie selbst und übernimmt keine Rolle. Und das hat dann gleich was von "Dialekt ? Na, wenn das mal nix Witziges ist !" So in Richtung Mario Barth oder Cindy aus Marzahn. Wenn dann auch noch gleich Fußball als Überleitung herhalten muss, dann sind das so Kombinationen, mit denen man vermutlich bei einem Großteil des erstmal unbekannten Publikums landen kann, was Carolin Kebekus in dieser Form aber eigentlich nicht nötig hätte.

Spätestens dann, wenn sie allerdings in die unterschiedlichsten Rollen schlüpft, merkt man, was diese Frau mit ihrer Stimme alles anstellen kann. Und dann ist es fast schon unglaublich, wie die einzelnen Personen durch Carolin Kebekus zum Leben erweckt werden. Ich könnte aus dem Stehgreif keinen mir bekannten Comedian nennen, der das ähnlich gut hinbekommt. Das ist definitiv eine Leistung und ein großes Talent.

Egal wie gut man seine Stimme einsetzt, ein Comedy-Programm steht und fällt mit den erzählten Geschichten. Und hier liefert Carolin Kebekus jetzt zwar nicht die Knallerthemen, allerding orientiert sie sich an Alltagssituationen, die gerade durch ihre Banalität die meisten Zuhörer ansprechen und somit eine gute Grundlage zum Dialog beinhalten: Fußball, Shopping, das allmorgendliche Mettbrötchen, Aufreiser in der Disco, Geschichten aus Köln, vom Mädchen zur Frau, usw... Wie bereits beschrieben nicht spektakulär, allerdings macht Carolin Kebekus das Beste daraus und verpackt diese Themen so, dass man in den meisten Fällen auch daran interessiert ist.

Die eine oder andere prollige Situation ist für meinen Geschmack unnötig. Dass es Vollidioten auf dieser Welt gibt, ist uns allen klar, allerdings taugt nicht jeder Vollidiot dazu, allein durch die Schilderung seines Verhaltens mein Humorzentrum anzusprechen. So gibt es die eine oder andere Szene im Programm, die ich mir zwar anhören kann, die allerdings nichts zur Qualität der CD beiträgt und die ich eher als überflüssig - wenn nicht sogar störend - empfinde. Also ich muss z.B. nicht wissen, was irgendein Achtjähriger mit seiner Faust in Carolin Kebekus' "Gebüsch" macht.

Aber zum Glück halten sich diese Ausrutscher in Grenzen und die positiven Geschichten überwiegen eindeutig.

Was dann den reinen Klaumauk-Comedian von einem wirklichen Künstler abhebt, ist die kritische Auseinandersetzung mit einem Thema. Hier schafft es Carolin Kebekus immer wieder Situationen aus dem Alltag zu beschreiben, die offenlegen, was so einiges schief läuft. So etwa wenn Dieter Bohlen eine 16jährige beleidigt und diese ihn im Anschluss fragt, ob sie ihn denn mal drücken dürfe. Ebenso der Verweis auf Menschen, deren größter Traum im Leben ein Playboy-Shooting wäre. Auch hier geht es nicht um Themen, die die Welt verändern werden, aber im Ansatz zeigt Carolin Kebekus ihr Talent, deutlich mehr als eine Ulk-Nudel zu sein. Hier ist auf jeden Fall noch Platz nach oben und ich sehe darin auch eine Chance, sich in Zukunft noch deutlicher von den üblichen Comedy-Nasen abzuheben. Allerdings finde ich diese kritischen Seitenhiebe auf die Gesellschaft dann am besten, wenn sie subtil und dadurch umso wirksamer eingesetzt werden. Carolin Kebekus bekommt das hin, allerdings nicht immer: So fand ich den Sarrazin-Bezug z.B. einfach zu plump.

Generell halte ich Carolin Kebekus für äußerst fähig und wenn sie sich vom aktuellen TV-Standard nicht verbraten lässt und weiterhin ihr eigenes Ding durchzieht, dann kann man sich in Zukunft noch auf einiges aus dieser Richtung gefasst machen.

Die gesamte Produktion der CD wirkt extrem professionell und für mich fast schon einen Ticken zu perfekt. Vermutlich haben da eine ganze Menge Leute dran rumgestrickt und hier versteckt sich immer die Gefahr, dass am Ende die ursprüngliche, individuelle Vorstellung des Endproduktes weichgespült wird. Das fängt an mit den astreinen Fotoaufnahmen von Carolin Kebekus (das Cover ist innen nochmal als Poster vertreten), geht weiter mit dem gut produzierten Titeltrack und hört auch nicht bei der makellos abgemischten Aufnahme auf. Ich weiß noch nicht so genau, wie ich die Tatsache einordnen soll, dass neben Carolin Kebekus auch Lutz Birkner (Die Pommesgabeln) für die Texte mitverantwortlich ist. Ich persönlich fand die Vorstellung eigentlich schön, dass hier eine Frau ihr Ding komplett alleine durchzieht und habe mich dann doch ein wenig über einen Co-Autor gewundert.

Nichtsdestotrotz: Pussy Terror macht in großen Teilen Spaß und nicht zu letzt rechtfertigt auch die ungewöhnlich lange Laufzeit von 79 Minuten eine 4-Sterne-Endwertung ! Ich bin gespannt, wie's weitergeht ...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 25, 2013 10:13 AM CET


Trio-Leuchten 827510407 LED-Balken inklusiv 4x E14/R50 LED, je 1.5 W, mit zwei Gelenken, Nickel matt
Trio-Leuchten 827510407 LED-Balken inklusiv 4x E14/R50 LED, je 1.5 W, mit zwei Gelenken, Nickel matt

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Leuchte mit eventuell überflüssigen LEDs ..., 20. Oktober 2011
Diese Leuchte hat für mich einen gravierenden Schwachpunkt, der mit der eigentlichen Leuchte gar nichts zu tun hat: Die mitgelieferten 4x 1,5 Watt LED-Lichter sind für eine normale Beleuchtung nicht zu gebrauchen. Jedes dieser vier LED-Lichter produziert eine schwache Helligkeit von 70 Lumen (zum Vergleich: herkömmliche 100Watt Birnen bringen es auf über 1500 Lumen). Damit kann man extrem stromsparend einen Gang des nachts "befunzeln" oder ein Zimmer so "beleuchten", dass man nicht komplett im Dunkeln fernsehen muss.

Wer sich diese Leuchte jedoch kauft, um damit auch wirklich ordentlich Licht zu erzeugen, der muss zwangsläufig in einen weiteren Satz LED-Lichter investieren und kann für halbwegs gute Qualität und gute Leuchtkraft nochmal ca. 30-50€ ausgeben. Wer herkömmliche Glühbirnen mit E14er Fassung darin betreiben möchte, der darf laut Fassungsaufschrift maximal zur 25-Watt-Birne greifen. Mit leistungsstarken (und in der Regel auch recht teuren LEDs) bekommt man eine ähnlich gute Lichtausbeute hin. Die Option mit 40-Watt-Birnen ordentlich Licht zu erzeugen, fällt hier jedoch flach.

Die Leuchte selbst ist schlicht, sieht jedoch gut aus und ist auch gut verarbeitet. Die beiden Arme lassen sich bewegen und haben eine Länge von je 40cm. Unglücklich gelöst ist wieder mal das Anbringen der Lampe: Die Lüsterklemme ist im Ring an der Leuchte (9cm Durchmesser und 2,5cm Tiefe) angeschraubt und somit kann das Verbinden der Kabel allein und über Kopf schon recht unangenehm werden. Ich frage mich sowieso, warum es neben dieser Lüsterklemmen-Schrauben-Sache nicht eine Art Stecksystem gibt. Mit ein wenig Geschick, eventuell einer ordentlichen Leiter und vielleicht sogar einem Gehilfen bekommt man aber auch das Problem in den Griff. Viel Platz für Kabel ist in der Leuchte allerdings nicht.

Eine durchaus gute Leuchte für all diejenige, die von Haus aus eine eher schwache Lichtquelle suchen oder aber den Preis für zusätzliche, lichtstarke LEDs nicht scheuen.

Auch wenn mich persönlich der Gedanke an einen Gesamtverbauch von nur 6 Watt reizt, so habe ich mich für ein ähnliches Modell mit 4 x 40 Watt Fassungen entschieden, in denen ich aktuell 40 Watt Kugellampen betreibe. 160 Watt vs 6 Watt ist natürlich der Hammer, allerdings sehe ich in der erhöhten Lichtausbeute ein Plus an Lebensqualität, das gerade in der kommenden, dunklen Jahreszeit nicht zu verachten ist.


Braun Oral B Professional Care Handstück D 19.500.3
Braun Oral B Professional Care Handstück D 19.500.3

62 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Variante der Professional Care 8500 OHNE stufenlose Geschwindigkeitskontrolle, 12. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor dem Kauf dieser Zahnbürste sollte man sich darüber im Klaren sein, warum man sich genau für dieses eine Modell entschieden hat, denn:

Das zugrunde liegende System ist simpel und im Rahmen seiner Möglichkeiten effektiv. Das schließt auch mit ein, dass es grundsätzlich egal ist, ob man das 8000er, das 8500er, das 1000er oder das 3000er Modell benutzt. Jedes weitere Modell, dass Braun auf den Markt wirft ist im Prinzip ein neuer Versuch ein und die selbe Technik zu vermarkten.

Mein Grund, mir die 8500er zuzulegen war das Feature der sogenannten "stufenlosen Geschwindigkeitskontrolle".

Braun hatte dieses Feature eigentlich (dieses Wort wird noch eine wichtige Bedeutung bekommen) in die komplette 8000er Reihe integriert. Die "stufenlose Geschwindigkeitskontrolle" macht deshalb Sinn, weil man die Power der Zahnbürste soweit zurückdrehen kann, dass sich damit schmerzlos selbst empfindlichstes Zahnfleisch massieren lässt. Und das klappt besser als mit jeder Sensitiv-Stufe.

In der Anleitung (Internet) zur Professional Care 8500 sieht das Ganze dann so aus:

"Stufenlose Geschwindigkeitskontrolle

Die Oral-B ProfessionalCare 8500 bietet Ihnen eine Vielzahl
an Geschwindigkeiten, die Sie Ihren individuellen Bedürf-
nissen anpassen können. (...)

' Drücken Sie den Ein-/Aus-Schalter einmal, um mit höchster
Geschwindigkeit zu starten.

' Halten Sie den Ein-/Aus-Schalter gedrückt, um von der
höchsten Stufe hinunter zu der von Ihnen gewünschten
Geschwindigkeit zu schalten.

' Solange Sie den Ein-/Aus-Schalter gedrückt halten, werden
kontinuierlich alle Geschwindigkeiten durchlaufen.

' (...)"

Der hier angebotenen Zahnbürste fehlt dieses Feature jedoch. Ich habe zwei davon bestellt, beide ohne "stufenlose Geschwindigkeitskontrolle". Weder der Händler noch der Kundenservice von Braun konnte zur Lösung dieses Problems beitragen. Die freundliche Dame am Telefon des Braun'schen Kundenservice hatte z.B. am Beginn des Gesprächs noch nie was von der "stufenlosen Geschwindigkeitskontrolle" gehört. Über die Typnummer (steht unten auf dem Handstück) wollte sie das Problem lösen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber, dass die Typbezeichnung 3728 nicht mit der Typnummer der 8500er aus der offiziellen Anleitung übereinstimmt = Typ 4729). Da auf den Bürsten selbst das Modell also 8000, 8300, 8500, etc. nicht steht, bleibt einem zur Orientierung nur die Typnummer. Mit dieser lässt sich aber wiederum nicht feststellen, um welches Modell es sich genau handelt. Noch verwirrender wird die ganze Sache, wenn man feststellt, dass selbst Modelle aus der alten 7000er Reihe die gleichen Typnummern auf dem Handstück haben.

Lange Rede - kurzer Sinn: Braun hat hier so viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt, deren Typnummern nicht zur exakten Identifizierung des Modells beitragen. Selbst der Braun-Kundenservice blickte hier nicht mehr durch und auf den vesprochenen Rückruf (Zitat: "Kann aber ein, zwei Tage dauern.") warte ich seit zwei Wochen vergebens. Tipp unter Experten: Offensichtlich kann man die unterschiedlichen Modell nur an Hand der unterschiedlichen Farbgebung ansatzweise unterscheiden. Die hier angebotene 8500 weicht z.B. farblich von der 8500er aus der offiziellen Braun-Anleitung ab.

Mittlerweile hatte ich mir neben einer alten Professional Care 8000 auch eine 8500 DLX besorgt. Bei beiden funktioniert die "stufenlose Geschwindigkeitskontrolle" einwandfrei, jedoch musste ich feststellen, dass die 8500 DLX nicht über die drei Reinigungsstufen verfügt.

Zur Erinnerung: Die hier angebotene 8500 verfügt über die 3 Reinigungsstufen normal, sensitiv und polieren. Also analog zur aktuellen 3000er. Die 2000er verfügt noch über 2 Reinigungsstufen (normal, sensitiv) und ist der Nachfolger der 8300er. Und dann gibt es noch die aktuelle 1000er, die nur über die normale Reinigungsstufe verfügt und der Nachfolger der 8000er ist.

Aufmerksame Leser werden nun feststellen, dass ich zwei 8500er Modelle besitze:

1. Die 8500 DLX mit stufenloser Geschwindigkeitskontrolle und nur einer Reinigungsstufe
2. Die 8500 ohne stufenloser Geschindigkeitskontrolle und mit drei Reinigungsstufen (das hier rezensierte Modell)

Witzigerweise unterscheidet sich die Professional Care 8000, die ich auch zu Hause habe, außer farblich rein gar nicht von der 8500 DLX. Beide haben nur eine Reinigungsstufe und die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle. Warum dann aber zwei verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Namen ?

Nach langem hin und her habe ich mir mittlerweile meine eigene Geschichte für dieses Phänomen zusammengereimt. Und die lautet so:

Die Firma Braun hatte mit ihren pulsierenden, rotierenden Zahnbürsten ein ordentliches System zur Zahnreinigung entwickelt. Nachdem man anfänglich vor allem durch Leistung überzeugte, wurde es für Braun zunehmend wichtiger, die alte Technik werbewirksam dauerhaft zu barer Münze zu machen. So erschienen nach und nach die unterschiedlichsten Modell, denen alle die gleiche Technik zu Grunde lag. Allerdings beschnitt man einzelne Bürsten um bestimmte Features, fügte anderen Modellen andere Features hinzu und erzeugte so künstliche eine Vielfalt an Zahnbürsten, von denen derjenige Kunde die beste Zahnreinigung erhalten sollte, der auch am meisten Geld ausgab. Bei der 7000er Reihe sah es noch so aus, dass jedes Modell zusätzlich zur normalen Stufe über eine Sensitivstufe verfügte. Bei der 8000er Reihe ging man sogar einen Schritt weiter und führte die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle ein. Im Prinzip erhielt der Kunde dadurch eine Vielzahl unterschiedlicher Reinigungsstufen. Bis dahin hat Braun eigentlich noch alles richtig gemacht. Irgendwann kam Braun jedoch auf die Idee, man könnte den Kunden doch für jede einzelne Reinigungsstufe zahlen lassen. So ala "Willst du viele Stufen, dann musst du dafür zahlen". Dafür musste man die Reinigungsstufen zum Zeichen für Qualität machen (Originalzitat meines Zahnarztes: "Nehmen sie die Triumph. Das ist die Beste mit fünf Reinungsstufen !") Also hat man bei den 8000er Modellen die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle komplett entfernt. Die 8000er konnte nur noch normal reinigen. Die 8300 bekam zusätzlich die Sensitivstufe verpasst (die vorher bei allen 7000ern noch standard war) und die 8500er erhielt außerdem noch den (völlig sinnfreien) Poliermodus. Das Unding, dass man die 500er Version mit reduzierter Geschwindigkeit laufen lässt und als "Einsteigerbürste" (was für ein Quatsch: "Jetzt bin ich Profi und reinige richtig") verkauft, lasse ich an dieser Stelle mal außen vor. Das Problem war jedoch, dass es nun Modelle aus der 8000er Reihe auf dem Markt gab, die über Putzstufen verfügten, während andere noch die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle integriert hatten. Und da das Braun nach einer halben Ewigkeit auch aufgefallen sein musste, kamen die Herrschaften auf die geniale Idee, die 8500er mit 3 Putzstufen in die 3000er, die 8300 mit 2 Putzstufen in die 2000er und die 8000er mit einer Putzstufe in die 1000er umzubenennen und als"neue Nachfolger" auf den Markt zu bringen.

Während sich an der grundlegenden Technik der Bürsten also nie etwas geändert hat, und Braun schon gar nicht die Schwächen ausmerzte (allen voran der immer schwächer werdende Akku), wurden nach und nach die Putzstufen als zahlungspflichtige Features eingeführt (und von der Kundschaft begeistert angenommen). Und das nicht genug: Die Akkus der alten Zahnbürsten halten sogar länger durch, als die der aktuellen Modelle.

Das, was Braun hier abzieht, ist für mich einfach nur noch ein Skandal. Das fängt bei den Typnummern an, die nichts über das Modell aussagen, geht mit unterschiedlichen Modellen mit gleichem Produktnamen weiter und hört auch nicht beim Kundenservice auf, der von all dem überhaupt keine Ahnung hat. Die Verschlimmbesserungen von Modell zu Modell sind noch das Sahnehäubchen auf der ganzen Misere. Das Ganze geht soweit, dass jeder Händler unterschiedliche Angaben zu ein und den selben Modellen macht.

Um auf den Einstieg meiner Rezension zurückzukommen: Wer hier eine Braun Zahnbürste sucht, die über 3 Putzstufen und die grundlegende Braun-Technik verfügt der wird hier fündig und bekommt ein ordentlich funktionierendes Modell (das im Gegensatz zu den alten Versionen auch im ausgeschalteten Zustand nicht mehr "klackert"). Der Griff zur vermutlich teureren Professional Care 3000 ist nicht nötig.

Wer - so wie ich - vor allem wegen der stufenlosen Geschwindigkeitskontrolle zur 8500er greifen wollte, der bekommt hier eine Bürste, die dieses Feature nicht mehr unterstützt. Bevor ich nach und nach dieses totale Verwirrspielchen durchblickt habe, war ich der Meinung, dass die alte Professional Care 8500 sowohl über drei Reinigungsstufen als auch über die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle verfügen würde. Damals konnte ich einfach noch nicht ahnen, dass unterschiedliche 8500er auf dem Mark umherschwirren.

Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch kann ich die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle nur ans Herz legen. Sie ersetzt so ziemlich jede Reinigungsstufe, die man sich bis zur 5-stufigen Luxusvariante "Triumph" teuer hinzukaufen muss. Mehr noch: Die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle ermöglicht eine viel sanftere Reinigung bzw. Massage, als dies der Sensitiv-Modus der neueren Bürsten zulässt. Und wie schon erwähnt: Die Akkus der alten Bürsten halten (wenn sie denn nicht zu lange in Benutzung waren) deutlich länger.

Deswegen an dieser Stelle mein Tipp: Zu einer älteren, wenig gebrauchten Professional Care 8000 oder 8500 DLX greifen und auf die stufenlose Geschwindigkeitskontrolle achten. Inkl. Ladegerät zahlt man hier je nach Quelle nicht mehr als 25-35€.

Für die Umstände, die Braun mir in den letzten Wochen gemacht hat und die Odyssey durch den Modell- und Typendschungel, gibt es für das hier angebotene Modell der 8500er ohne stufenlose Geschwindigkeitskontrolle exakt einen Stern.

Dem Händler und auch dem Braun-Kundenservice empfehle ich Nachhilfe in der Kenntnis der eigenen Produkte.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 9, 2012 5:30 PM CET


Dinner for Du 2010
Dinner for Du 2010
Preis: EUR 7,92

3.0 von 5 Sternen Wolfgang Trepper ist super - man merkt es nur nicht immer, 6. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dinner for Du 2010 (MP3-Download)
Wer mit der letzten Dinner for DU CD was anfangen konnte, der wird auch mit der aktuellen Version auf seine Kosten kommen. Wolfgang Trepper ist nach wie vor Wolfgang Trepper - und das ist auch gut so. Er gehört zu der Sorte Comedians, die sich eher mit den lästigen Dingen des Lebens beschäftigen und dann auf der Bühne Dampf ablassen. Hier wird also gelästert und genörgelt was das Zeug hält - und das in der Regel mit vollem Recht.

Die von Wolfgang Trepper gewählten Themen sind recht überschaubar: Was lief im TV ? Wer kam mit welcher Meldung in die Schlagzeilen ? Fußball und Formel 1. Was wären wir ohne Facebook, Ebay, Twitter und Co ? Wann kommt man hinter Jopi Heesters Geheimnis ? Etc. ...

Nicht gerade spektakulär aber Wolfgang Trepper schafft es mit seiner aufgebrachten, unperfekten und stichelnden Art immer wieder, dass man ihm meistens gerne bei seinen Geschichten zuhört. Wobei dann die Alters- und Interessengruppe schon ein wenig arg eingeschränkt wird, wenn man die Besprechung des TV-Programms auf Kochsendungen, Bauer sucht Frau, sowie Jörg Pilawa und Günther Jauch Kram reduziert. Und Günther Jauch wird dann auch noch als einer der Guten dargestellt. Da fehlt mir dann manchmal doch ein wenig der eigene Bezug und vor allem die Bissigkeit Treppers. Als angesprochenes Publikum stelle ich mir dann auch hauptsächlich Leute in den 50ern vor, die tatsächlich "Bauer sucht Frau" und "Wer wird Millionär ?" zu ihren Lieblingsserien zählen. Ich habe da nichts dagegen, allerdings interessiert es mich auch eher weniger. Dementsprechend fühle ich mich dann auch bei einigen "Gags" nicht angesprochen.

Ein Markenzeichen von Wolfgang Trepper scheint es auch zu sein, an einer Stelle in seinem Programm ernst zu werden. Man weiß nicht genau wann es passiert, aber irgendwann ist es soweit und er spricht über eine Sache, die ihm am Herzen liegt. Dann wird seine Stimme ruhiger, das Publikum ist bis auf vereinzeltes Husten still und er erzählt. Bei der ersten Dinner for DU CD war das die Geschichte von diesem Geschichtenerzähler. Auf dieser CD gibt es zwei solcher Stellen: Einmal über die Bergarbeiter im Ruhrpott und einmal über die Macht der roten Nase bzw. Clowns.

Prinzipiell finde ich die Idee und auch die Art gut, allerdings habe ich das Pech, dass Wolfang Trepper sich dabei immer Themen aussucht, die mir sowas von nicht am Herzen liegen. Ich kann Clowns nicht ausstehen und mit Arbeitern im Ruhrpott habe ich auch nix am Hut. Wenn es dann am Ende der CD also dramatisch in etwa heißt "Lasst die Clowns in Ruhe. Lasst sie in Frieden. Denn sie haben euch alles gegeben", dann soll das an dieser Stelle vermutlich berühren und zum Nachdenken anregen, ich selber finde es aber eher peinlich bis albern.

Was Wolfang Trepper für meinen Geschmack mittlerweile zu sehr vernachlässigt, ist das Einspielen von irgendwelchen Originalaufnahmen. Im Fernsehen habe ich ihn mal mit irgendeiner Heino-Nummer gesehen und auch auf der ersten CD gab es mehrere dieser Einspieler, die er dann als Grundlage für irgendwelche Gags verwendet hat. Auf der aktuellen CD gibt es genau einen einzigen, kurzen Einspieler: Jopi Heesters versucht zu singen. Da verschenkt Herr Trepper eindeutig Potenzial, denn daraus lässt sich mehr machen.

Zur Aufnahmequalität wurde in der ersten Rezension schon etwas geschrieben. Ich habe ebenfalls die Downloadversion, gehe aber davon aus, dass die CD-Fassung absolut identisch ist. Die Qualität der Aufnahme ist in der Tat alles andere als prickelnd und auch die Lautstärke schwankt stellenweise zwischen den einzelnen Tracks. Die Nummer "Türklingeln" ist tatsächlich recht rauschig und wirklich nicht gut aufgenommen. Trotzdem versteht man alles einwandfrei und die Tonqualität macht die CD für mich jetzt im Ganzen nicht unbedingt schlechter. Besser natürlich auch nicht.

Ich würde mir dennoch wünschen, dass zukünftige Veröffentlichungen professioneller aufgenommen, abgemischt und vor allem präsentiert werden das Cover ist ja auch recht grausam ). So macht dass dann doch ein wenig den Eindruck, als ob es in erster Linie um die Live-Auftritte geht, und man mal so nebenbei den Rekorder laufen lässt um die CD später noch halbwegs zumutbar unters Volk zu bringen. Könnte man definitiv besser machen.

Von mir gibt es diesmal 3 Sterne für einen Wolfgang Trepper, der eindeutig zu den besseren Comedians gehört, sich hier aber nicht in Höchstform präsentiert bzw. nicht mit jeder Pointe meinen Geschmack bzw. mein Interesse trifft. Nicht auszudenken, was hier noch alles möglich wäre, wenn Trepper einen Gang höher schalten und die Themen brisanter wählen würde ...


Ich mein's doch nur gut
Ich mein's doch nur gut
von Matthias Egersdörfer
  Audio CD
Preis: EUR 14,90

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der alte Egersdörfer mit neuen Texten ? Ja schon, aber noch ein bisschen besser ..., 29. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich mein's doch nur gut (Audio CD)
Das ist in der Tat irre: Knapp 7 Monate nach der letzten Egersdörfer-CD "Mündlich" kommt schon die nächste raus ?

Laut Klappentext handelt es sich um das neue Programm, die Aufnahme stammt aber laut Booklet von einem Auftritt im Oktober 2010 ?

Gut - muss man jetzt nicht unbedingt verstehen, aber abgesehen davon hat mich auch diese CD nahezu komplett überzeugt.

Trotz zeitlicher Überlappung von Aufnahme und Release zwischen dieser und der letzten CD sind auf "Ich mein's doch nur gut !" keine Sachen drauf, die ich jemals zuvor auf einer anderen CD von Egersdörfer gehört habe.

Und dieses Programm ist richtig gut. Ich halte es für noch besser, als die beiden Vorgänger-Programme. Man bekommt quasi alles, was man als Fan von Egersdörfer gewohnt ist, nur noch ausgereifter und stellenweise noch raffinierter. Das schließt natürlich mit ein, dass Menschen, die vorher mit Egersdörfer nichts anfangen konnten, auch dieses mal nicht bekehrt werden können.

Alle anderen erhalten auch dieses mal wieder die gelungene Kombination aus Humor und absoluter Ernsthaftigkeit. Vor allem die Ernsthaftigkeit einer Welt gegenüber, die eben im Grunde gar nicht so sehr zum Lachen ist.

Auf dem Klappentext der CD steht es eigentlich ganz gut umschrieben: "Egersdörfer erzählt Geschichten, die er eigentlich traurig findet. Trotzdem lacht das Publikum".

Neben abgefahrenen Umschreibungen wie "sich untenrum einen abzipfeln", ist es jedoch Egersdörfers großes Talent, an sich ätzende Dinge so absurd zu formulieren, dass sie einem lustig erscheinen. In vielen Fällen ( nicht in allen ) zündet dieser Humor meiner Meinung nach aber nur dann, wenn man sich darüber im klaren ist, dass trotz der "Verhumorung" die Ernsthaftigkeit nicht verschwindet. Ich halte Egersdörfer gerade deswegen für genial, weil das Lustige und das Traurige so eng beieinanderliegen und das eine das andere bedingt. Das Egersdörfer viele Themen sehr, sehr ernst sind, merkt man an den raffinierten, mitunter extrem gelungenen Beschreibungen und Umschreibungen der einzelnen Themenkomplexe die spätestens am Ende alle Sinn machen. Dann ist die Hölle eben wie der Himmel - nur mit Sardellenpaste. "Bewölkt" das gleiche wie immer, nur eben ohne Sonne. Und für die Grausamkeiten während einer Zugfahrt mit der deutschen Bahn ( wie verstopfte Toiletten, unfreundliches Personal und nervende Fahrgäste, etc. ) ist genau eine Sache Verantwortlich: Die Krankheit des Brezelmannes.

Ansonsten gibt es wieder Episoden aus seiner Schulzeit, Kritik an der Kirche, die genau einen Kracher auf Lager hat und diesen seit mittlerweile über 2000 Jahren zum Besten gibt, Erklärungen über ökologisch korrekt produzierten Thunfisch und Szenen aus dem tragischen, harten Alltag einer Honigbiene.

Mein einziger Kritikpunkt an dieser Aufnahme betrifft eine Sache, die jeder anders sehen mag: Im Publikum sitzt irgendwo eine Frau, die nach und nach die Idee entwickelt "Ich habe hier Eintritt gezahlt, der Typ soll lustig sein und wenn der was sagt - egal was - , dann lache ich auch !" Die Folge ist, dass man das Lachen dieser Frau ständig und in großen Teilen an den unpassendsten Stellen hört. Und dabei handelt es sich nicht um ein Lachen, bei dem man animiert wird mitzulachen, sondern um irgendein gluckerndes, oft monotones und unheimlich dämliches ich-weiß-auch-nicht-was. Zu Beginn hört man es nicht, dann taucht es immer regelmäßiger auf. Wer darauf nicht achtet, der nimmt es vielleicht gar nicht wahr. Toi toi toi. Hat man es aber einmal im Ohr, so wird man es nicht wieder los. Und dann nervt es tierisch. Die Krönung ist dann, wenn Egersdörfer mit den Worten "Schluss, Aus, Ende" sein Programm mit dem Schildern seines Ertrinkens schließt ( Track 8 / 10:46 ) und dann in diesem Moment der absoluten Ernsthaftigkeit dieses "Ding" ertönt. Spätestens dann merkt man schlagartig, dass da jemand gar nix kapiert hat. Schade.

Ansonsten kann ich "Ich mein's doch nur ernst" die vollen 5 Sterne geben. Wie schon bei "Mündlich" handelt es sich um ein Digipak ( = CD-Pappklappcover ). Das Booklet beinhaltet neben einem sehr, sehr guten Text ( der leider bereits im Programm in leicht abgewandelter Form vorkommt ) einige wirklich gute Fotos und wieder mal ein extrem passendes Bild zum Inhalt des Textes.

Über die Aufnahmequalität braucht man nicht viel zu schreiben: Das ist alles einwandfrei und mittlerweile sehr routiniert.


Grenzwerte: Die schwarze Ilz schweigt Bayerwaldkrimi
Grenzwerte: Die schwarze Ilz schweigt Bayerwaldkrimi
von Barbara Kreuß
  Broschiert
Preis: EUR 10,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplexer Krimi aus dem Grenzgebiet - ein Überregionalkrimi ?, 12. September 2011
"Grenzwerte" von Barbara Kreuß ist ein recht komplexer Vertreter des Genres Regionalkrimi. Hier geht es nicht um die Bäuerin, die ihre Nachbarin mit einem Nudelholz erschlägt und 200 Seiten darauf wartet vom Dorfpolizisten verhaftet zu werden. Stattdessen webt die Autorin ein weit verzweigtes Netz aus Handlungssträngen, die sowohl regional als auch zeitlich auf unterschiedlichen Ebenen ablaufen.

Kaum in die Heimat zurückgekehrt, muss sich Kommissar Langer mit dem Tod einer jungen Frau beschäftigen, die bei winterlichen Temperaturen in einen Badeanzug gekleidet ans Ufer der Ilz geschwemmt wird. Tatkräftige Untersützung erhält er dabei durch seinen Kollegen Staudinger. Spätestens dann, wenn sich die Leichenfunde häufen, sind die beiden Kriminalisten schwer damit beschäftigt, die Zusammenhänge herauszuarbeiten und den spärlichen Hinweisen zu folgen. Denn beide sind sich schnell einig: Mit Zufall hat das Ganze nichts mehr zu tun. Während die Hauptermittlungen im bayrischen Wald stattfinden, führen zeitgleich Spuren nach Tschechien, Österreich und Norddeutschland.

Die große Anzahl an handelnden Personen, ihre unterschiedlichen Motivationen und Hintergründe, sowie die vielen Schauplätze verlangen vom Leser ein hohes Maß an Konzentration. Lässt man sich darauf ein, so merkt man spätestens nach dem Durchlesen des Buches, mit welchem Geschick die Autorin die komplexen Handlungsstränge zusammenführt und wie sich aus Bruchstücken nach und nach ein klares Gesamtbild zusammensetzt. Gerade durch diese Komplexität hebt sich das Buch vom typischen Regionalkrimi ab.

Typisch "regional" ist hingegen der ( nicht durchgängig gewählte ) bayrische Dialekt in manchen Teilen der wörtlichen Rede, sowie die Ausführungen über Lebensart und Tagesablauf der unterschiedlichen Randpersonen. Darüber hinaus lässt die Autorin auch das Kulinarische nicht zu kurz kommen und zeigt mehr als deutlich, dass es sich vor allem bei den beiden Kriminalisten Langer und Staudinger um wahre Genussmenschen handelt. Sind sie gerade einmal nicht am ermitteln, so wird gegessen und getrunken. Von nichts kommt nichts.

Das Buch ist handwerklich sehr gut geschrieben. Es liest sich in der Regel flüssig und die Umschreibungen einzelner Szenerien wirken nie überladen und ausschweifend, sondern natürlich und rund. Die Komplexität der Geschichte ist - wie bereits erwähnt - beeindruckend und außergewöhnlich.

Die einzige Kritik finde ich hingegen in der einen oder anderen für mich unlogischen Handlungsweise bestimmter Personen. Auch wenn manche Beweggründe für ein bestimmtes, ungewöhnliches Verhalten später erklärt werden, so bleiben am Ende einige Aktionen, die wenigstens ich nicht ganz nachvollziehen konnte.

Das Buch enthält zwei, drei Absatzfehler und den einen oder anderen Großbuchstaben in der Mitte eines Wortes. Hier vermute ich aber steckt ein Problem beim Druck dahinter. Den Lesegenuss stört es nicht.

4 Sterne für ein Buch, das in der Masse an erschienenen (Regional-)Krimis erstmal gefunden werden will. Und hat man es gefunden, so wird man erstaunt sein, was es abseits der überbeworbenen Bestseller einzelner Verlage noch so alles Interessantes ( und meist sogar besseres ) gibt.


Shadows of the Damned (Xbox360) [UK IMPORT] [Xbox 360]
Shadows of the Damned (Xbox360) [UK IMPORT] [Xbox 360]
Wird angeboten von Bachler Games - Alle Preise inkl. Mwst.
Preis: EUR 17,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein ordentliches Spiel, ohne einen am Ende wirklich vom Hocker zu reißen ..., 13. August 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Eins vorweg: Die UK-Versionen ( egal ob PS3 oder XBOX360 ) von Shadow of the Damned sind identisch zu den deutschen Versionen ( inkl. USK18 Logo auf der Disc und deutschen Untertiteln ).

Shadows of the Damned ist sicherlich kein schlechtes Spiel. Richtig gut ist es allerdings auch nicht. Wie bei erstaunlich vielen Spielen in letzter Zeit ( z.B. Splatterhouse oder Dead Space 2 ) baut sich auch hier die Motivationskurve anfangs ordentlich auf, hält sich eine ganze Zeit lang oben um dann gegen Ende wieder in den Keller zu fallen.

Verantwortlich dafür ist in allen Fällen ein Spieldesign, das sich selbst wiederholt und so die Spielzeit künstlich in die Länge zieht. Das merkt man vor allem daran, wenn immer wieder die gleichen Gegner hervorgekramt werden - vor allem auch solche, die in früheren Levels eine Art Zwischengegner waren. Bereits die verschiedenen Arten von Standardgegnern lassen sich an einer Hand abzählen, da fällt es umso negativer auf, wenn auch die "dickeren Brocken" immer wieder und wieder auftauchen. Wenn dann in einer Art Arena diese Zwischengegner auch noch kurz hintereinander kommen, dann hat das mit Spaß und guter Unterhaltung für mich nur noch wenig zu tun. Auch an sich witzige Gags ( wie z.B. die 2D Levels im Retro-Style ) verlieren nach mehrmaliger, geballter Wiederholung einfach ihren Reiz. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Ebenfalls ein Motivationskiller sind schlecht gesetzte Checkpoints. In Kombination mit nicht abbrechbaren Zwischensequenzen sind das so Sachen, die mich ( vor allem im Jahr 2011 ) nur noch nerven. Beispiel: Man betritt eine Katakombe und geht ein paar Meter den Gang entlang. Nun wird die Kamera in einer Art Zwischensequenz auf einige Leichen in den Wänden geschwenkt. Man läuft einen Gang weiter und betritt einen Raum. In einer weiteren Zwischensequenz bekommt man nun drei Gefängniszellen zu sehen. Geht man wieder ein Stück weiter kommt aus einer Zelle ein Zwischengegner. Dieser wird ebenfalls in einer Zwischensequenz in Szene gesetzt. Stirbt man jetzt, dann fängt man nach einer kurzen Ladepause wieder ganz vorne am Anfang der Katakombe an und darf sich wieder alle Zwischensequenzen ansehen ( Abbruch natürlich nicht möglich ... ARGH ... ). Besonders ätzend: Ein Treffer des Zwischengegners, dem in einem Quicktime-Event ( darf natürlich auch nicht fehlen ) nicht ausgewichen wird, und man ist sofort hinüber. Im ungünstigsten Fall bedeutet das: 2 Minuten durch Gänge laufen und Zwischensequenzen ansehen, 5 Sekunden kämpfen, sterben und wieder von vorn.

Wie auch bei Splatterhouse und Dead Space 2 kommen solche Sachen gerade gegen Ende gehäuft vor. Ich habe keine Ahnung, ob der Lead-Designer hier einfach schon müde war, oder ob sowas bewusst als spielzeitsteigerndes oder forderndes Element eingebaut wurde. Für mich sind das ( selbst nach Stunden Spielspaß ) echte Motivationskiller.

Ebenfalls nicht förderlich auf den Spielspaß wirkt sich die quasi nicht vorhandene Story aus : Mann rettet Frau. Das kommt so nur kaum über die Tiefe eines Super Mario Spiels hinaus. Und somit sinkt wiederum meine Toleranz, mangelhaftes Spieldesign wenigstens durch eine spannende Story auszugleichen ( wie das in Ansätzen bei Silent Hill der Fall ist ). Während mich die seichte Story gerade in den ersten zwei Dritteln nicht gestört hat, fällt es eben gegen Ende ( wenn die Spielmechanik blank liegt ) störend auf. Dabei hätte Shadows of the Damned auch in diesem Bereich durchaus Potenzial. Ich finde den Hauptcharakter zwar ziemlich austauschbar, blass und trotz Ganzkörper-Tatoos schwach designt, doch vor allem die Gespräche zwischen ihm und seinem Go-Go-Gadgeto-Totenköpfchen ( Rick und Maske aus Splatterhouse lassen grüßen ) sind stellenweise sehr, sehr witzig und gut durchdacht. Wenn sich beide dann gegenseitig in den Levels ab und an Geschichten vorlesen ( was übrigens sehr, sehr gut synchronisiert ist ), dann hat das zwar mit dem Spiel an sich nix großartig zu tun, zeigt aber eben wenigstens im Ansatz, dass man sich diese Charaktere auch in einem etwas epischeren Umfeld gut vorstellen könnte.

Die grafische Darstellung ist ein zweischneidiges Schwert: Sieht man sich Shadows of the Damned flüchtig von der Seite an, so meint man es mit einem technisch schönen Spiel zu tun zu haben. Und sicherlich zaubert die Unreal-Technologie auch einige sehr ordentliche Texturen und Lichteffekte auf den Screen ( allen voran die farblich wechselnde Beleuchtung bei der Verwendung unterschiedlicher Waffen ). Große Teile der Levels sind darüber hinaus farblich recht gut gelungen und stimmungsvoll designt worden. Bei genauerem Blick fallen aber auch teils extrem schwache Texturen auf. Besonders unschön: Vor allem in den Zwischensequenzen ist das der Fall. Das wirkt dann oft so, als käme hier eine völlig andere Engine zum Einsatz oder man hätte es mit einer Art schlecht komprimiertem Video zu tun. Verwaschene Texturen, grisselige Hintergründe und erschreckend wenige Polygone - selbst bei Hauptdarstellern - erinneren ohne Übertreibung an XBOX 1 Titel. Auch das fiel mir vor allem gegen Ende des Spiels gehäuft auf. Die unspektakulären Wasser- und Partikeleffekte hat man so auch schon vor über 10 Jahren besser gesehen. Die Wahl des Settings kann mit der Zeit ebenfalls etwas demotivierend werden. Shadows of the Damned bietet hier nicht ganz die Abwechslung eines Castlevanias ( das auf Grund seiner Schlauchlevels, des Gamedesigns und der Story übrigens wunderbar mit Shadows of the Damned verglichen werden kann ).

Die Steuerung geht prinzipiell recht gut von der Hand. Probleme beim Zielen und Feuern gibt es allerdings vor allem dann, wenn sich schnelle Gegner in unmittelbarer Nähe befinden. Persönlich würde ich es begrüßen, wenn sich mittlerweile über 15 Jahre nach Einführung des Analog-Sticks ( bei Videospielkonsolen ) endlich mal durchsetzen würde, dass die Geschwindigkeit der Spielfigur stufenlos regelbar wäre. Die Auswahl der Waffe per Steuerkreuz ist generell komfortabel gelöst, stört aber dann, wenn man während einer Flucht wechseln möchte. Da bräuchte man dann schon zwei Daumen an der selben Hand um gleichzeitig Analogstick und Digikreuz bedienen zu können. Trotzdem: In weiten Teilen steuert sich Shadows of the Damned rund.

Soundtechnisch fällt natürlich der Soundtrack des Silent Hill Sound Producers auf. Als Besitzer der Silent Hill Soundtracks begrüße ich es, wenn es neben der typischen 0815 Videospielmusik und Orchesterklängen auch noch andere Arten von Musik in diesem Bereich gibt. Die Musik ist hier stimmig und gut. In Euphorie bin ich deswegen dennoch nicht ausgebrochen. Dazu fehlen einfach die entsprechenden Bilder bzw. Storyelemente, welche die Musik intensivieren könnten.

Was Shadows of the Damned dann wiederum von anderen aktuellen Titeln abhebt, ist eine gewisses Maß an abgedrehten Ideen seitens der Entwickler. Allen voran natürlich der sprechende Totenkopfdämon, der sich in allerlei Waffen verwandeln kann. Vom Level, in dem man über seine nur spärlich bis gar nicht bekleidete Freundin im Großformat wandert hat man eventuell auch schon gehört. Häufchen hinterlassende Dämonen als Checkpoints, Erdbeeren als Schlüssel, Telefonsex als Waffen-Upgrade, kotzende Dämonen als Item-Shop, usw. Hier hat sich jemand ausgetobt und in Ansätzen ist das auch alles ganz spaßig geworden und schadet dem Spiel in keinster Weise. So genial und unvergesslich, wie es sich oft anhört, ist es allerdings am Ende auch nicht. Und stellenweise überkommt einen das Gefühl, dass nicht alle Designentscheidungen 100% miteinander harmonieren wollen. Dann wirkt das Spiel an manchen Stellen einfach nicht richtig rund. So z.B. die plötzlich platzierten 2D-Levelabschnitte oder die pseudo Schalterrätsel mit rotierenden Treppen.

Unterm Strich hat mich Shadows of the Damned trotzdem ganz gut unterhalten. Wie so oft war ich aber auch hier am Ende eher froh, das Ding endlich durchgezockt zu haben, und mich wieder anderen Dingen widmen zu können. Man will dann natürlich auch zu Ende spielen, aber nicht, weil es so viel Spaß macht und genial ist, sondern damit man einen Schlussstrich drunter setzen kann ( was dann auch nach ca. 9 Stunden der Fall war ). Schön, das Spiel gespielt zu haben. Schön, dass es ein Ende hatte.

Und das ist dann für mich der typische Charakter eines 3-Sterne-Spiels : zu großen Teilen gut, zu kleinen Teilen schlecht und am Ende dann insgesamt doch irgendwie recht ernüchternd mit reichlich Raum für Verbesserungen.

Das Ende lässt in Ansätzen die Idee einer Fortsetzung erahnen. Scharf bin ich nicht drauf, aber wenn es dann soweit sein sollte, kann man es sich definitiv wieder ansehen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2011 12:26 PM MEST


Philips SafeRide LED Fahrradlicht 80 Lux batteriebetrieben
Philips SafeRide LED Fahrradlicht 80 Lux batteriebetrieben

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn man weiß wofür: optimal ..., 9. August 2011
Das Philips Bike Light gehört zu den Investitionen, bei denen ich im Vorfeld skeptisch war, auf günstigere Produkte ausweichen wollte und im Nachhinein der Meinung bin, doch die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Bei der Auswahl einer Fahrradlampe hat man die Qual der Wahl. Die unterschiedlichen Fahrradlampen unterscheiden sich alle in Punkten wie Material ( damit verbunden Gewicht und Lebensdauer ), Aussehen, Ausleuchtungsbereich, Leuchtintensität, Betriebsdauer, Halterung, Lampenaufnahme, etc...

Das Philips Bike Light hebt sich von anderen Lampen vor allem in der Leuchtintensität ab. Deswegen richtet sich meine Empfehlung auch ganz klar an die Leute, die diese Leuchtkraft brauchen bzw. bewusst haben möchten.

Der Eco-Modus ( in dem die Lampe am längsten brennt ) befindet sich nach meinen bisherigen Erfahrungen leicht über dem Niveau der klassischen Mittelpreis-Fahrradlampe. Auch wenn man auf kurze Distanz merkt, dass die Lampe Muster auf den Boden wirft, so ist der Lichtkegel auf längere Distanz gleichmäßiger und breiter als der vergleichsweise günstigerer Modelle.

Trotzdem würde das Bike Light - falls ausschließlich genutzt im Eco-Modus - für mich eher in die Kategorie "Luxus" fallen. Wer ausschließlich auf gut bis schwach beleuchteten Straßen unterwegs ist und einfach "nur" gesehen werden will, der braucht dazu das Philips Bike Light nicht unbedingt und kann den einen oder anderen Euro sparen.

Hebt sich das Bike Light also im Eco-Modus in Sachen Ausleuchtung und Leuchtintensität bereits leicht von der günstigeren Konkurrenz ab, so dreht es bei voller Leistung erst so richtig auf. Und es ist tatsächlich so, wie es schon andere vor mir beschrieben haben: Die Leuchtintensität und vor allem Reichweite ist absolut beeindruckend. Das hat mit einer normalen Fahrradlampe schon gar nichts mehr zu tun. Hier kann man nicht von kleinen Unterschieden sprechen, sondern zwischen dem, was eine Standard-Lampe und das Philips Bike Light leistet, liegen Welten. Hier wird ganz schnell klar: Es geht nicht mehr ums Gesehen werden, sondern ums eigene Sehen.

Und diese Leistung brauchen wenige Fahrer prinzipiell nur in bestimmten Situationen. Und zwar dann, wenn man nachts auf schlecht bis gar nicht beleuchteten Strecken unterwegs ist. Und abhängig von Geschwindigkeit, Streckenbelag und Streckenführung würde ich persönlich im Nachhinein nichts unter dem Philips Bike Light mehr verwenden. Nachts einen Wald- oder Kiesweg ( inkl. Schlaglöcher ) mit hohem Tempo in kompletter Ausleuchtung zu fahren ist nur mit so einer Lampe relativ risikofrei möglich.

Und auch hier muss man wiederum bedenken, dass die insgesamt zufriedenstellende Leuchtdauer des Bike Lights vor allem bei voller Leistung auch nicht ewig hält. Eine nächtliche, mehrstündige Tour durch unbeleuchtetes Gelände ist ohne zusätzliche Batterien zum Wechseln nicht möglich ( jedenfalls nicht bei voller Leistung ).

In meiner Fahrsituation ist das Licht jedoch optimal geeignet : Fahrstrecke von insgesamt 30 Minuten. Die ersten 10 Minuten durch schwach bis gut beleuchtetes Stadtgebiet im Eco-Modus. 10 Minuten über einen unbeleuchteten Feldweg mit voller Leistung. 5 Minuten an einer schwach beleuchteten Straße im Eco-Modus. Die letzten 5 Minuten bei voller Leistung an einer unbeleuchteten Straße entlang. Das Spiel kann ich so täglich über eine Woche lang treiben, bevor ich die Lampe wieder aufladen muss.

Noch einige, weitere Infos zur Lampe:

Das Gehäuse selbst ist aus Metall und wirkt hochwertig verarbeitet. Die Lampe gewinnt keinen Designpreis und sieht verhältnismäßig unspektakulär aus. In einem Forum habe ich die Meinung gelesen, dass sie dadurch für eventuelle Diebe auf den ersten Blick uninteressant erscheint, aber so eine Lampe lässt man erstens vermutlich kaum unbeaufsichtigt am Rad und zweitens glaube ich kaum, dass das der eigentliche Grund für die Entscheidungen der Lampen-Designer war. Es gibt also eindeutig schnittigere Modelle auf dem Markt, aber das ist mir persönlich im Nachhinein völlig wurscht ( daran denken: die eigentliche Stärke des Bike-Lights liegt in der Nachtfahrt und da sieht sowieso keiner, wie die Lampe aussieht, die das Licht produziert ).

Das Gehäuse wird zum Einlegen oder Austauschen der ( AA ) Batterien per Imbusschraube an der Unterseite geöffnet. Ein schneller Akku-Wechsel ohne Werkzeug ist hier also nicht möglich. Es gibt Modelle auf dem Markt, die per einfachen Knopfdruck die Batterien in Bruchteilen einer Sekunde freigeben. Vorteil der Bike-Light-Methode: Die Akkus sind sicher verstaut und es besteht keine Gefahr, dass hier irgendwas herausfällt. Trotzdem gäbe es hier sicherlich praktischere Möglichkeiten. Wer ( so wie ich ) unterwegs die Akkus nicht wechseln muss und die Lampe per Ladegerät wieder auflädt, für den stellt das sowieso kein Problem dar.

Ein Ladegerät mit Mini-USB-Anschluss ( also Netzstecker auf Mini-USB ) liegt der Lampe bei.

Der Mini-USB-Anschluss ist durch eine Gummiabdeckung geschützt. Ich hatte bisher erst eine Regenfahrt und die hat die Lampe heil überstanden.

Die Lampenhalterung finde ich eigentlich ganz okay. Im Gegensatz zum Akkufach braucht man hier für die Montage kein Werkzeug. Ein geöffneter Ring wird über den Lenker gespannt und anschließend per befestigter Rändelschraube fixiert. Im Ring selbst sind verschiedene Gummi-Adapter, die je nach Dicke des Lenkers entfernt oder eingesetzt werden können. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass die Halterung an besonders dünnen Lenkern nicht genügend halt findet. Aber in diesem Fall würde ich den Lenker einfach mit einer Art Griffband "verdicken". Wird die Rändelschraube mit einem gewissen Widerstand verschlossen, so sitzt die Halterung gut und fest. Die Lampe wird nun aufgeschoben und rastet ein. Hat man das Bike Light also ordentlich montiert, so wackelt und verrutscht da gar nichts mehr. Auch nach Bordsteinkanten, Schlaglöcher und Co. bleibt die Lampe fest ( wobei ich hier aber auch davon überzeugt bin, dass man selbst die schwächste Lampenhalterung mit ein wenig Eigeninitiative so aufpimpen kann, dass sie hält ).

Da ich nur immer kurze Strecken fahre, kann ich zur eigentlichen Betriebsdauer leider keine genauen Angaben machen. Ich bin allerdings der Meinung, dass man sich so eine Lampe auch nicht kauft, um sie am Rad zu montieren, dann das Rad alle paar Wochen aus der Garage holt und irgendwann enttäuscht ist, dass die Akkus plötzlich leer sind. Will heißen: Wenn man regelmäßig über einen bestimmten Zeitraum unterwegs ist und das Aufladen nach einer Anzahl an Fahrten zur Routine wird, dann sollte man eigentlich stets Licht haben. Eine Komination aus Eco- und Full-Power-Modus ist jedenfalls problemlos über mehrere Stunden möglich. Eventuell lohnt sich auch ein Umstieg auf hochwertige Markenakkus ala Eneloop. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch die Zuverlässigkeit und Betriebsdauer nochmal gesteigert werden kann.

An der Lampe selbst ist eine dreistufige, blau leuchtende LED-Anzeige. In der Theorie zeigen 3 Lämpchen an, dass die Akkus voll sind ( dann zwei, dann eins ... ). Wenn nicht mehr genügend Leistung vorhanden ist, blinkt irgendwann das letzte Lämpchen auf und der Betrieb ist ausschließlich noch im Eco-Modus möglich ( bei mir noch ca. eine Stunde ). Wie zuverlässig diese Akkustandsanzeige in der Praxis tatsächlich ist, kann ich noch nicht 100%ig sagen. Hatte ich damit bisher nie Probleme, so habe ich gestern ( nach ca. 4 Wochen Nutzung ) miterlebt, wie die Anzeige von drei Lämpchen während der Fahrt direkt auf das blinkende Lämpchen umgesprungen ist. So ein Verhalten kenne ich eigentlich nur von z.B. günstigen NoName-Kamera-Akkus. Ich gehe also davon aus, dass das kein Problem des Bike Lights, sondern der verwendeten Batterien ist.

Ganz lange Rede - kurzer Sinn: Ich habe für meine Zwecke die perfekte Fahrradlampe gefunden. Dabei will ich aber nochmal betonen, dass das Bike Light von Philips definitiv kein Licht ist, dass ich jedem empfehlen würde. Nicht, weil es in irgendeiner Art und Weise schlecht wäre, sondern weil diese Lampe optimal nur unter bestimmten Bedingungen ausgenutzt werden kann und für die meisten Standardsituationen schlichtweg zu schade ist.

So gesehen hat die 100€-Lampe die gleiche Daseinsberechtigung, wie die 30€ Lampe oder sogar die, die man von seiner Bank geschenkt bekommen hat. Für jeden gibt es das optimale Licht. Für mich ist es eben dieses hier. Und wenn ich bedenke, dass ich für die Hälfte des Preises auch auf einen gewaltigen Anteil Komfort und Sicherheit verzichtet hätte, dann bin ich im Nachhinein froh, mich für diese Lampe entschieden zu haben.

Noch ein Hinweis am Schluss: Es gibt vom Philips Bike Light eine alte und eine neue Version ( vermutlich bereits Ende 2010 ). Laut diversen Berichten im Internet ist die alte Version aus gebürstetem Aluminium und die neue Version hat eine gleichmäßige rauhe Oberfläche. Einige Elektronik-Profis haben festgestellt, dass die neue Version einen Timer verpasst bekommen hat, der nach einer bestimmten Zeit ( hier ist von knapp über einer Stunde die Rede ) automatisch in den Eco-Modus schaltet um nicht plötzlich ohne Licht dazustehen. Abhängig von den verwendeten Akkus ist der Betrieb im Eco-Modus dann noch mehrere Stunden möglich. Bessere Akkus führen auf Grund des Timers danach nicht zu einer längeren Betriebszeit mit voller Leistung, sondern zu einer längeren Betriebsdauer im Eco-Modus ( inwiefern hier das kurze Herausnehmen der Batterien Abhilfe schaffen könnte weiß ich nicht ). Die Akkustandsanzeige scheint in Kombination mit NiMH-Akkus nicht sonderlich zuverlässig zu sein ( was mein oben geschildertes Problem erklären könnte ). Ich habe übrigens die neue Version.

Nachtrag am 12.08.: Laut dem ( sehr kompetenten ) Philips Kundenservice, wurde tatsächlich in die neue Version ein Timer integriert. Während die alte Version der Lampe mit Hilfe eines elektrischen Sensors die Restleistung überprüft und dann gegebenfalls in den Eco-Modus schaltet, wird in der neuen Version dieser Sensor zusätzlich durch einen Timer unterstützt, der nach 63 Minuten in den Eco-Modus schaltet ( unabhängig der noch vorhandenen Restleistung ). Eine konkrete ( und nachvollziehbare ) Begründung für diese Entscheidung seitens der Entwickler scheint es nicht zu geben. Der Messtimer sollte durch 30-45 sekündiges Herausnehmen der Batterien wieder zurückgestellt werden können ( also kurzes Herausnehmen z.B. nur einer Batterie scheint nicht zu reichen ). Durch die integrierte USB-Schnittstelle ( zum Aufladen per USB-Netzteil ) besteht die Chance, dass es in Zukunft per Firmware möglich sein könnte, das Bike Light in dieser Hinsicht zu verändert. Konkrete Pläne liegen allerdings anscheinend noch nicht vor. Herzlichen Dank dem freundlichen und kompetenten Service-Mitarbeiter von Philips für diese Informationen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 6, 2012 4:27 PM MEST


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