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Rezensionen verfasst von
Trainhardt

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Lenovo H530 Desktop-PC (Intel Core i5 4460, 3,4 GHz, 4GB RAM, 500GB HDD, Intel HD Graphics 4600, DVD-R, kein Betriebssystem) schwarz
Lenovo H530 Desktop-PC (Intel Core i5 4460, 3,4 GHz, 4GB RAM, 500GB HDD, Intel HD Graphics 4600, DVD-R, kein Betriebssystem) schwarz
Preis: EUR 399,00

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränkte Kaufempfehlung > viel Leistung für wenig Geld, 25. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe den Lenovo H530 in der Version mit Intel Core i5 4460 ( + integrierter Intel HD 4600 Grafik ), 4GB Ram, 500GB Festplatte und ohne Betriebssystem gekauft. Windows 7 konnte ich binnen weniger Minuten via USB-Stick installieren. Entsprechende Treiber findet man ganz auf der Lenovo-Seite. Dem PC selbst liegt eine Treiber CD für Windows 8.1 bei. Ich glaube aber, dass viele der Windows 8.1 Treiber auch zu Windows 7 kompatibel sind. Ach ja: Maus und Tastatur liegen ebenfalls bei.

Für den von mir bezahlten Preis ( 299 Euro ) ist der Rechner ein absoluter Preiskracher, wenn man bedenkt, was allein der i5 4460 kostet. Dann noch die 4GB Speicher ( ein 1600er DDR3-Riegel von Ramaxel ), die 500GB ( ich tendiere generell lieber zu mehreren kleineren als einer 2TB Festplatte ) Barracuda Festplatte, der DVD-Brenner, Netzteil, Mainboard, Lüfter, Gehäuse - das wird man beim Selbstzusammenbauen nicht günstiger hinbekommen. Auch das Gehäuse macht einen wertigen und optisch edlen Eindruck.

Der Rechner selbst läuft für meine Ohren verhältnismäßig leise. Die Lüfter sind jederzeit dezent zu hören, drehen aber auch unter Last (komplexer Photoshop-Filter + Datenübertragung + HD-Video) nicht weiter auf. Temperaturmäßig liegt die CPU laut SIW unter Last bei knapp 40 Grad. Im Normalbetrieb bei ca. 30 Grad.

Da noch ein Steckplatz für einen zusätzlichen Speicherriegel frei ist, habe ich insgesamt auf 8GB Arbeitsspeicher aufgerüstet.

Der Windows 7 Leistungsindex misst die Performance des Systems folgendermaßen ( bei einem Maximalwert von 7.9 ):

Prozessor: 7.5
Arbeitsspeicher: 7.7
Grafik: 6.6
Grafik (Spiele): 6.6
Festplatte: 5.9

Photoshop CC läuft damit ohne Probleme (lief es allerdings mit einigen Abstrichen unter meinem Intel Core 2 Duo Notebook mit T8300 CPU und 4GB Ram auch). Die USB 3.0 Schnittstelle war für mich Neuland und dementsprechend beeindruckend, wenn die USB 3.0 Festplatte endlich mal mit über 100MB/s Daten ausliest. Auf mich macht die Performance jedenfalls einen sehr, sehr guten Eindruck. Ich habe noch keine Spiele mit dem Rechner ausprobiert, aber die in den Prozessor integrierte Grafikeinheit Intel HD 4600 ist generell kein Spielemonster. Ändert aber nichts daran, dass mit reduzierten Details und Auflösungen unter Full HD auch Spiele wie Skyrim, Crysis 2 und Co. noch ganz gut laufen sollen ( für nähere Informationen einfach nach Benchmarks zu Intel HD 4600 googlen ). Der Rechner wird auch mit einer Radeon R5 235 angeboten. Ob das Sinn macht kann ich nur schwer beurteilen. Fakt ist, dass die i5 4460 CPU bereits mit dem Intel HD 4600 Grafikprozessor ausgestattet ist und dieser in allen mir bekannten Benchmarks deutlich vor der R5 235 liegt.

Minimal schade finde ich, dass in dem PC nur ein 280 Watt Netzteil (von FSP) verbaut wurde. Das zeigt zwar, dass der Rechner mit verhältnismäßig wenig Strom auskommt, macht aber z.B. den Einbau einer separaten Grafikkarte (ich hätte eine Radeon HD 7700 ganz gut gefunden) zum Risiko. Da müsste man vermutlich auch gleich in ein stärkeres Netzteil investieren.

Aber angesichts der Tatsache, dass ich den Rechner nicht zum Spielen gekauft habe, kann ich nur meine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben. Mehr Leistung für weniger Geld wird man aktuell nur kaum irgendwo anders finden ...
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2014 2:07 AM CET


...Bis Neulich 2014
...Bis Neulich 2014
Preis: EUR 17,99

27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ConAnima hat's schon wieder getan: genialer aber "alter" Pispers, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: ...Bis Neulich 2014 (Audio CD)
Die Rezension zur neuen Volker Pispers Doppel-CD "Bis neulich 2014" KÖNNTE man kurz machen: Wer Volker Pispers Fan ist und schon lange (damit meine ich länger als zwei Jahre) nichts mehr von Pispers gehört und gesehen hat, der kann sich diese "Platte" ohne zu zögern zulegen.

Aufnahmetechnisch ist das Teil nahezu perfekt gelungen und hervorragend abgemischt. Vor allem auch deswegen, weil das Publikum - im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen (auch anderer Kabarettisten) - keinen Störfaktor darstellt: niemand, der Gags vorwegnimmt und (kaum) jemand, der mit permanent schrecklichem, übertrieben lautem Gelächter ständig nervt. Finde ich super.

Ansonsten erhält man wieder mal einen gewohnt genialen Volker Pispers, der es schafft politisch extrem verworrene Dinge so zu erklären, dass man am Ende das Gefühl hat, tatsächlich die verborgenliegenden Zusammenhänge zu verstehen. Und spätestens dann stellt sich diese faszinierende Mischung aus Absurdität (was läuft hier bei uns eigentlich falsch ?) und Humor (als möglicherweise letzte Waffe gegen den Wahnsinn ?) ein. Ich jedenfalls kann Volker Pispers gut zuhören und für mich macht auch das was er sagt Sinn. Analytische Berichte, die seine Thesen stichhaltig widerlegen, sind mir noch nicht untergekommen. Auf jeden Fall regt Pispers zum Nachdenken über das an, was tagtäglich um uns herum geschieht bzw. mit uns gemacht wird. Und damit wird die Basis geschaffen, sich selbst zu informieren und eigene Meinungen abseits des nicht hinterfragten Mainstreams zu bilden.

Mir persönlich gefällt dabei auch Pispers "Derbheit". Wenn er z.B. Politiker nicht gerade mit zimperlichen Namen betitelt, bei denen man sich schon mal das Resultat selbst aus den Wörtern "Loch", "dumm" und "Ar***" zusammenbauen darf. Dabei handelt es sich aber nie um klassische Beleidigungen, sondern lediglich um eine Darstellung des verzeifelten Versuches, nach Worten für Dinge zu suchen, für die es keine Worte gibt: Ein (aus Gründen des friedlichen Miteinanders) Werfen mit Wattebäuschen gegen Menschen, die zuvor mit schweren Stiefeln über einen getrampelt sind.

Verteilt auf knapp zweieinhalb Stunden behandelt Pispers Themen wie die Stellung Angela Merkels in unserer Gesellschaft, den arabischen Frühling, die Folgen des Kapitalismus, Riesterrente, Schuldenkrise und vieles mehr ... wieder mal ?

Volle fünf Sterne ... wäre da nicht diese mittlerweile in meinen Augen extrem nervige, nicht abschätzbare Update- bzw. Non-Update-Politik des (vermutlich) ConAnima Verlages. Wie ich zu Beginn der Rezension schon geschrieben habe, gilt meine uneingeschränkte 5-Sterne-Bewertung für all diejenige, die eine längere Pispers Pause eingelegt haben.

Für alle, die wie ich seit der "Live 2012" CD auf neues Material gewartet haben, ist die aktuelle Veröffentlichung (erneut) wie ein Schlag ins Gesicht. Ähnlich wie bereits bei "Bis Neulich 2010" und "Live 2009" liegt die Übereinstimmung des Materials zwischen der aktuellen und der letzten Veröffentlichung bei geschätzt weit über 80% (inkl. exakter Wortlaute und exakter Miteinbeziehung des Publikums - was immer dann besonders störend wirkt, wenn man bei der letzten Veröffentlichung noch an spontane Einfälle gedacht hatte, einem aber jetzt die Einstudiertheit und Routine so richtig bewusst wird - da fällt das erneute Lachen umso schwerer). Mir sind eigentlich nur die Ausführungen über das Medien-Monopol und die eine oder andere Zusatzinfo zu den Methoden der Kreditvergabe bei den Banken als "neu" in Erinnerung geblieben.

Auf den Punkt gebracht zahle ich erneut Geld für eine Doppel-CD, für die ich in fast der selben Ausführung bereits vor zwei Jahren (!!!) bezahlt habe. Wer also "Live 2012" bereits besitzt, kauft mit "Bis neulich 2014" das nahezu gleiche Programm noch einmal.

Das wäre doch mal ein neues Thema für Volker Pispers Programm: "Mit welchen Methoden ziehen Verlage den selben Leuten für das selbe Produkt mehrmals das Geld aus der Tasche ? Und warum duldet dies der Künstler ?"

Die letzte Zeit ist so viel passiert: hätte man da nicht noch ein paar Monate warten können um dann eine Aufnahme mit wirklich aktuellem Programm zu produzieren ?

Für die Lieblosigkeit dieser Veröffentlichung spricht auch das Cover mit zwar schönem Pispers Foto aber völlig wahllosem Hintergrundgekrissel. So nach dem Motto: der Platz muss irgendwie genutzt werden. Im Inneren findet man dann noch drei mal (!!!) das selbe schlecht photogeshopte Foto von Pispers (nur mit anderem Gesichtsausdruck) mit drangeschraubtem linken Arm inkl. komplett abgeschnittenem Daumen.

Kritik erhält von mir auch der Ablauf der Veröffentlichung:
Die meisten Händlern listeten den Preis zwischen 22 und 26€. Die 19,50€ hier bei Amazon bei sofortiger Verfügbarkeit haben von heute auf morgen einen Preis von über 23€ bei dreiwöchiger Lieferzeit abgelöst (Nachtrag: Preis und Verfügbarkeit sind immer wieder am schwanken).

Das ist eine klare Botschaft an den eingefleischten Volker Pispers Fan, der ungeduldig auf jede Neuveröffentlichung wartet: "Lass dir beim nächsten Mal Zeit. Der Preis wird binnen Tagen erst angepasst und eventuell erfährst du durch jemanden der - so wie du früher - es nicht mehr erwarten konnte, dass sich die Investition diesesmal gar nicht lohnt."

Eine finale Bewertung fällt mir schwer. Das Programm wird durch die nur leicht veränderte Neuauflage nicht schlechter (was ich mit meiner uneingeschränkten Empfehlung an diejenigen, die länger pausiert haben, deutlich gemacht haben müsste). Dass der ConAnima Verlag mir aber erneut mein Geld für eine bereits von mir bezahlte zwei Jahre alte Veröffentlichung aus der Tasche zieht finde ich hart. Angesichts dieser undurchschaubaren Veröffentlichungspolitik bin ich aus Gründen der Fairness wirklich für die Einführung eines Stickers auf der CD, der in Prozent die Übereinstimmung mit altem Material angibt (die Idee hatte ich auch schon bei der "Bis neulich 2010" Platte). Dafür wird es doch spätestens seit Wikileaks auch irgendeine Software geben ...

Von mir gibt es im Schnitt verwässerte drei Sterne: 5 für Pispers und einen für diese Veröffentlichung.

Nachtrag am 09.09.2014:

Weil es mich als langjährigen Kunden (ich habe stets sämtliche Pispers-Veröffentlichungen des Verlages gekauft) einfach interessiert hat, habe ich dem ConAnima-Verlag eine Email geschrieben, und mich als interessierter Käufer der "bis neulich 2014" CD ausgegeben. Ich habe angeführt, dass ich bereits die Live 2012 CD habe und gerne wüßte, was an der Kritik dran sei, dass bis neulich 2014 und Live 2012 sehr ähnlich seien. Christian Franzkowiak - seines Zeichens Geschäftsführer von ConAnima - hat sich persönlich die Mühe gemacht darauf zu antworten. Mehr dazu in den Kommentaren zur Rezension ...
Kommentar Kommentare (19) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2014 5:29 PM CET


Rambo: The Video Game - 100% uncut - [PC]
Rambo: The Video Game - 100% uncut - [PC]
Preis: EUR 9,99

6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Spiel, das man lernen kann - und dann macht's Spaß ..., 2. März 2014
Nachdem ich "Rambo - The Video Game" jetzt durchgespielt habe, bleibt erstmal festzuhalten: Ich habe mit diesem Titel mehr Zeit am Stück verbracht, als mit einem GTA V.

Es gibt in der Tat gute Gründe, warum ein Online-Magazin wie Gamespot das Spiel mit immerhin 6 von 10 Punkten bewertet. Oder das kritische Edge-Magazin (4 Punkte für Lords of Shadows 2, 6 Punkte für Crysis 3) verhältnismäßig moderate 5 Punkte verteilt.

Eines steht jedoch fest: es ist nicht populär, dieses Spiel zu mögen. Wer ein "dieses Game ist kacka" aus einer seiner Gehirnwindungen schrauben kann, wird hingegen zum Held des Tages. Ich sehe das Ganze ein wenig anders und habe mich ausführlicher (das heißt mehr als 5 Minuten) mit dem Spiel beschäftigt:

Die Entwickler von "Rambo - The Video Game" haben viel falsch gemacht - oder besser gesagt - viel geschlampt. Das dürfte mittlerweile dem Letzten klar geworden sein.

Trotzdem hat mir das Spiel erstaunlich viel Spaß gemacht und ich war auf jeden Fall motiviert, es zu Ende zu spielen. Auch darüber hinaus liefert das Spiel Anreize, die einzelnen Levels nochmal zu spielen, um bestimmte Bonusfertigkeiten und neue Waffen freizuschalten.

Installiert wurde das Spiel auf einem Notebook mit einem schon in die Jahre gekommenen Core 2 Duo mit 2,4 Ghz, sowie einer Geforce 8600m GT. Das sind nicht mal die Mindestanforderungen, trotzdem lief das Spiel in einer 1240er Auflösung einwandfrei.

Gespielt habe ich es mit einem PS3-Controller und auch wenn es sich bei dem Spiel eigentlich vom Prinzip her um einen Lightgun-Railshooter handelt, so ist das Zielen dank einer recht gut funktionierenden Auto-Aiming-Funktion sehr gut möglich. Ohne Auto-Aiming kann man es jedoch nahezu vergessen.

Positiv hervorheben muss man eindeutig den Soundtrack des Spiels, der teilweise 1:1 aus den Filmen entnommen und teilweise selbst komponiert wurde. Zu den Spielszenen passt das oft extrem gut und sorgt für zusätzliche Atmosphäre. Nicht wirklich gut ist hingegen die Tatsache, dass einige Themes zu kurz sind und sich dementsprechend in längeren Levels schnell wiederholen. Colonel Trautman und Rambo selbst wurden mit den Originalaufnahmen (in englisch) aus den Filmen synchronisiert. Auch wenn die Qualität der Samples wirklich nicht gut ist, so hauchen diese paar Sätze bestimmten Szenen eine Atmosphäre ein, die man auch bei größeren Produktionen so nicht häufig findet. Ich denke da z.B. an die Szene, in der Rambo Sheriff Teasel das Messer im Wald an den Hals setzt und ihm erklärt, dass er aufhören soll, sonst bekommt er einen "war you won't believe". Das Spiel ist auf jedenfall voller Szenen, in denen die Originalstimme von Sylvester Stallone einfach ziemlich gut wirkt und funktioniert. Allein schon wenn Rambo am Ende einer jeden Mission ein völlig erschöpftes "Mission acomplished" vom Stapel lässt, dann kommt das einfach gut.

Entgegen allen Meinungen, dass es sich bei "Rambo - The Video Game" um ein hässliches Spiel handelt, muss ich schreiben: das stimmt so nur teilweise. Ja, viele Charaktermodelle sehen umwerfend mies aus. Fast schon unverschämt ist es dann, wenn z.B. zentrale Hauptfiguren (wie Sheriff Teasle) tatsächlich auch als einfach Polizisten-Pappkameraden mehrfach im eigentlichen Spiel auftauchen. Rambo selbst bewegt sich in den Zwischensequenzen teilweise absolut lächerlich und manche Umgebungsgrafik ist einfach schlecht gemacht. Auf der anderen Seite scheint die Qualität sämtlicher Elemente über den Spielverlauf hin zu variieren. Gerade in den letzteren Levels sieht Rambo stellenweise tatsächlich wie Stallone aus und bewegt sich weitaus realistischer als am Anfang. Da sieht dann der Rücken auch tatsächlich aus wie ein durchtrainierter Rücken und nicht wie schlecht zusammengeklebte Fleischklumpen. Und im Camp der Russen bekommt man es mit Lichteffekten bei den Scheinwerfern zu tun, die einfach "schön" sind. Ohne wenn und aber. Auch die Zwischensequenzen gewinnen im späteren Verauf an Qualität und scheinen mit mehr oder anderen Filtern überarbeitet worden zu sein. Auf einmal blendet das Sonnenlicht realistisch und die Animation des Wassers wirkt so, wie man es sich vorstellt. Was die Umgebungsgrafik angeht, so bekommt ebenfalls zum Ende hin fast fotorealistische Texturen inkl. Blureffekt zu sehen (z.B. in der Szene, in der Rambo die Felswand zur Russenfestung hinaufklettert). Aber auch schon im ersten Level wirkt ein über ein Militärcamp fliegender Helikopter samt Raketenbeschuss alles andere als billig oder schlecht inszeniert. Ideenreich sind stellenweise auch die vorgegebenen Kamerafahrten. Da erlebt man das Geschehen aus Rambos Perspektive und auf einmal fährt die Kamera um die Ecke, man denkt, Rambo läuft einem Gegner vor die Nase, dabei hat sich die Kamera unbemerkt aus der Ich-Perspektive gelöst und schwenkt auf Rambo, der hinter der Ecke auf den Gegner wartet. Keine Ahnung, wie viele Zocker sich für sowas interessieren, aber für mich sind das Details, die trotz aller Schlampereien zeigen, dass es auch Leute im Entwickler-Team gab, die sich Gedanken gemacht haben.

Spielerisch finde ich das Game auch alles andere als stupide. Es gibt sehr wohl taktische Elemente, wenn es z.B. darum geht, die Deckung zu nutzen. Bei normalen Railshootern wird non-stop geballert. Hier kann man teilweise in der Deckung verweilen und auf den "richtigen Moment" warten um gezielt einzelne Gegner auszuschalten (was gerade mit dem Bogen Laune macht). Im späteren Verlauf kann es aber passieren, dass einzelne Deckungen vom Gegner mit der Zeit zerstört werden (z.B. Holzkisten), andere Gegner laufen plötzlich um die Deckung herum oder ein Grenadier wirf Granaten hinter die Deckung. Apropos Grenadier: schießt man auf dessen geworfene Granaten, so kann man in schwierigen Szenen harte Gegner vor der eigenen Deckung durch die entstandene Explosion ausschalten. Das ist teilweise Taktik pur und macht - sobald man die taktischen Elemente erkannt hat und sie nutzen kann - einfach Spaß. Und dann gibt es noch die Wutanzeige, die man immer dann einsetzen muss, wenn man wenig Energie hat und viele Gegner auf dem Bildschirm auftauchen. Jeder (in Zeitlupe) erledigte Gegner gibt einem dann Energie zurück. Manche Szenen im Spiel scheinen unmöglich zu schaffen zu sein ohne eine aufgefüllte Wutanzeige. Erst relativ spät habe ich festgestellt, dass mit dem Bogen erledigte Gegner viel schneller die Wutanzeige auffüllen, als mit einer Schusswaffe erledigte. Das Spiel liefert also erstaunlich viele teils aussichtlos erscheinende Momente, die mit der richtigen Taktik absolut lösbar sind.

Dabei haben die Entwickler die einzelnen Checkpoints oft gut und manchmal nervig und frustrierend gesetzt. Nervig dann, wenn kurz nach dem Checkpoint eine nicht abbrechbare Sequenz immer wieder und wieder angekuckt werden muss, gut dann, wenn man direkt vor der schwierigen Stelle wieder anfangen darf.

Zur taktischen Seite des Spiels gehört auch noch die Verteilung von verdienten Fertigkeitspunkten. Hier gibt es fast ausschließlich sinnvolle Verbesserungen, die den Spielverlauf teils völlig verändern bzw. vereinfachen können. Bei jedem Nachladen hat man z.B. die Möglichkeit durch einen zweiten Druck der Taste im richtigen Moment die doppelte Munition zu erhalten. Da sich das Nachladerad aber so schnell dreht, ist es fast unmöglich den richtigen Moment zu erwischen (was dann zur nervigen Ladehemmung mit -50% Munition führt). Später im Spiel hat man dann die Möglichkeit eine 25%ige Verlangsamung des Nachladerades durch den Einsatz einer bestimmten Fähigkeit zu erreichen und dann ist es plötzlich kein Hexenwerk mehr, den Bonus mit doppelter Munition zu erhalten. Andere Fertigkeiten bestimmen die Anzahl von Granaten, Sprengpfeilen oder Verzögerungssprengfallen, andere wiederum lassen die Wutanzeige langsamer abfallen oder lassen Rambo mehr Treffer einstecken. Ich könnte noch viel darüber schreiben, aber das wichtigste: diese Fertigkeiten machen Sinn und man kann die erhalten Bonuspunkte nach jedem Level komplett neu verteilen und so viele unterschiedliche Kombinationen ausprobieren.

Die im Spiel enthaltenen Quicktime-Events sind verhältnismäßig leicht und so für mich niemals nervig. Und auch wenn ich kein QTE-Fan bin, so waren diese für mich bei "Rambo - The Video Game" eine entspannte und willkommene Abwechslung. Wer gar nicht auf QTE's steht, der kann recht früh im Spiel einen Bonus einsetzen, der dazu führt, dass kein QTE mehr fehlschlägt.

Ebenfalls spielerisch und atmosphärisch gut umgesetzt fand ich teilweise die Zerstörbarkeit der Umgebung. Deckungen der Gegner lassen sich wegballern, Brocken aus Steinsäulen zerbröseln und in den Seqenzen, in denen man z.B. einen Helikopter fliegt, lassen sich Hütten, Fahrzeuge bzw. ein ganzes Militär-Camp zerlegen. Auch wenn sich vor allem die Fahrzeugsequenzen teilweise schwierig steuern lassen (jedenfalls mit aktiviertem Auto-Aiming) so setzt beim in Schutt und Asche legen der Umgebung ein echtes "Rambo besiegt keiner" - Feeling ein. Mir hat das jedenfalls Spaß gemacht.

Negativ haften geblieben sind mir neben den bereits erwähnten Patzern in Sachen Animation und Grafik viele furchtbar schlechte Soundsamples. Ganz mies z.B. das "Schneide- und Stich"-Sample des Messers. Egal ob damit ein Seil oder eine Kehle durchgeschnitten wird, es klingt immer gleich. Und das auch noch gleich schlecht. Und wenn Rambo die Sprengkapsel auf seinen Pfeil schraubt, dann klingt das so, als würde man mit einem Akkuschrauber eine Schraube irgendwo hineindrehen. Das ist schlecht gemacht, stört die Atmosphäre und wäre so leicht zu vermeiden gewesen. Auch gibt es einige frustrierende Stellen im Spiel, bei denen man einen finalen Schuss (z.B. gegen einen Helikopter) immer wieder daneben setzt, in Folge dessen stirbt, und man irgendwie nicht weiß, was das Spiel eigentlich von einem will. Irgendwann klappt es dann aber immer. Ferner stört mich, dass Rambo gerade zu Beginn des Spiel teilweise unglaublich schlecht und hässlich in Szene gesetzt wurde. Das ändert sich Gott sei Dank im Laufe des Spiels. Abgestürzt ist mir das Spiel hingegen nur ein einziges mal. Das konnte ich verkraften.

Alles in Allem hatte ich mit "Rambo - The Video Game" meinen Spaß. Was mich nervt ist die Schlampigkeit der Entwickler. Meiner Meinung nach fehlt nicht viel, um dieses Spiel richtig zu optimieren. Das sieht man z.B. an den ruckelnden Zwischensequenzen. Auf dem PC findet man diese Sequenzen im Spieleordner versteckt als Videodateien und kann diese völlig ruckelfrei abspielen. Die Entwickler wollten Ladescreens vermeiden und so wird der Film während des Ladens abgespielt. Es scheint mir jetzt keine Hexerei zu sein, sowas in den Griff zu bekommen. Im schlimmsten Fall hätte man einen 10-sekündigen Ladescreen in Kauf genommen und somit das Ruckeln umgehen können.

Um mit diesem Spiel jedoch seinen Spaß haben zu können, muss man erst lernen, damit umzugehen. Setzt man z.B. allein das Auto-Aiming nicht oder falsch ein, so kann ich absolut verstehen, wenn man nach 5 Minuten den Controller gegen die Wand wirft und das Spiel verteufelt. Setzt man seine Fertigkeitenpunkte nicht richtig ein oder weiß um die Besonderheiten des Bogens nicht Bescheid (der die Wutanzeige schneller füllt), so sind bestimmte Stellen des Spiel schwer bis gar nicht schaffbar. Pfeift man auf die Deckung und interessiert man sich auch nicht für die taktischen Möglichkeiten, die einem z.B. die Granaten werfenden Gegner eröffnen, so verliert das Spiel wieder gewaltig an Attraktivität. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich das erste Levels anfangs mit der Maus spielen wollte und dann mit dem Controller ohne aktiviertem Auto-Aiming. Ich habe keine 25% des Levels geschafft und bin ein ums andere mal gestorben. Mittlerweile absolviere ich diesen Level ohne Lebensverlust mit teilweise 20 und mehr Kills pro Minute, sowie einer Treffergenauigkeit jenseits der 60% (mit dem Controller). Auch vormals für unmöglich gehaltene Bonusaufgaben wie z.B. "50 Kopftreffer" oder "30 Polizisten entwaffnen" (durch einen gezielten Schuss auf die Waffe), sind mittlerweile nahezu problemlos möglich.

Hier gibt es also eine Lernkuve. Und hat man den Dreh heraus, so macht "Rambo - The Video Game" vor allem eines: Spaß ! Für ein paar unterhaltsame Stunden reicht es allemal. Und ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal ein Spiel so lange am Stück gespielt habe (und ich bin auch schon seit C64-Zeiten mit dabei und nehme auch aktuelle Titel wie The Last of us, Assassins Creed Black Flag oder GTA V mit).

Nicht ganz verdiente 4 Sterne, aber ein wenig um das Gleichgewicht hier bei den Rezensionen wieder herzustellen, dann doch irgendwie gerechtfertigt. Schade, dass kaum ein Tester eines (Online-)Magazins auch nur ansatzweise das Spaßpotenzial eines "Rambo - The Video Game" entdecken konnte.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 12, 2014 4:12 PM MEST


Schattengrenzen: Geschäfte mit dem Leben
Schattengrenzen: Geschäfte mit dem Leben
von Barbara Kreuß
  Broschiert
Preis: EUR 10,00

5.0 von 5 Sternen Komplex, bewegend, gemütlich - mehr Arbeit für das Ermittler-Duo Langer & Staudinger, 2. November 2013
Auf eines sollte man sich vor dem Lesen von "Schattengrenzen" gefasst machen: Komplexität.

Der neue Kriminalroman von Barbara Kreuß spielt geschickt mit einer Vielzahl an Schauplätzen, Personen und Handlungssträngen. Das alles ergibt ein sinnvolles Ganzes, das zu Beginn des Buches noch zersprengt vor einem liegt. Und fast schon selbst zum "Kriminaler" werdend, fügt sich vor den Augen des Lesers Stück für Stück der Geschichte um die Ermittlungen der beiden Polizeibeamten Langer und Staudinger zusammen.
Und die stehen nach dem Auffinden des ersten Toten (bei dem es folglich nicht bleiben wird) erst am Anfang eines sich immer weiter verzweigenden Falles.

Lässt man sich darauf ein, nicht ständig die Kontrolle über das Gelesene zu haben, so trägt dies unheimlich zur Atmosphäre bei, da man sich direkt in die Rolle der Ermittler versetzt fühlt. Und diese Ermittlungen sind eben - wie im richtigen Leben auch - nicht von ständiger Erfolgskrönung geprägt, sondern verlaufen auch mal im Sand oder sorgen für neue Ratlosigkeit. Beim Sortieren des Gelesenen hilft - wie bereits im Vorgängerroman "Grenzwerte" - die sogenannte "Gedankenziehharmonika" des leitenden Ermittlers Langer. Dabei handelt es sich um eine immer wieder geschickt in das Buch integrierte Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse. Und diese ist angesichts der Komplexität der Handlung eine gelungene und sinnvolle Idee der Autorin.

Hat man spätestens nach dem Lesen des Buches den kompletten Überblick über die raffiniert zusammenlaufenden Handlungsstränge, so führt ein erneutes Durchlesen zu einem völlig anderen Erlebnis. Erst jetzt weiß man ganz zu schätzen, wie durchdacht die Autorin die einzelnen Puzzlestücke nach und nach zusammensetzt. Und vormals fragwürdige Entscheidungen und Aktionen der handelnden Personen erhalten ihre berechtigte Bedeutung.

Dem lebendigen Erzählstil ist es zu verdanken, dass der Leser sich nach und nach ein Bild der einzelnen, immer wiederkehrenden Schauplätze und Personen machen kann. Barbara Kreuß beschreibt Details und malt dadurch förmlich die Kulissen und Protagonisten zu ihrem eigenen Buch. Personen bleiben nicht nur leere Hüllen, sondern gewinnen nach und nach an Substanz. Die einzelnen Orte werden zu Plätzen, an die man gerne zurückkehrt . Besonderen Wert legt die Autorin dabei auf die Schilderungen der heimischen Fauna, die lebendige Beschreibung des Wetters, sowie die kulinarischen Ausflüge der handelnden Personen.

Diese Kombination aus der Jagd nach einem Mörder (oder mehreren Mördern ?) und der lebendigen Beschreibung der Umstände macht für mich den eigentlichen Reiz des Buches aus. Bei "Schattengrenzen" handelt es sich nicht um einen lauten, krachenden Krimi, sondern um die stille Aufarbeitung einer mehr als bewegten und bewegenden Kriminalgeschichte.

Wer der bayrischen Sprache nicht mächtig ist, dem könnte es vor allem zu Beginn des Buches Schwierigkeiten bereiten, einzelnen Dialogen zu folgen. Aber man gewöhnt sich als "Nicht-Muttersprachler" schnell daran und der gesprochene (nur auf wenige Personen bezogene) Dialekt trägt zur Atmosphäre des Regionalkrimis bei.

Mit "Schattengrenzen" hat Barbara Kreuß einen lebendigen, auch amüsanten und gleichzeitig ruhigen Kriminalroman geschaffen, der die Beleuchtung der menschlichen Seite nie zu kurz kommen lässt und somit der mitunter kühlen kriminellen Energie seiner Täter stets wärmende Unterhaltung überstreift.


Hirschmann EDU04F Antennendose BK-/SAT Stichdose 2-fach
Hirschmann EDU04F Antennendose BK-/SAT Stichdose 2-fach
Wird angeboten von Händlershop depot8 alle Preis inkl. MwSt
Preis: EUR 15,50

5.0 von 5 Sternen S02/03 Kanäle sind mit dieser Breitbanddose zu empfangen, 6. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Dose hat das Problem mit den durch die alte Dose herausgefilterten S02/03 Kanälen (Sat1, RTL, PRO7) gelöst. Und damit hat diese Dose genau den Zweck erfüllt, für den ich sie gekauft habe.


Angeber der Karibik
Angeber der Karibik
von Martin Perscheid
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Perscheid mit ordentlich neuem Material, 2. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Angeber der Karibik (Broschiert)
Was den Perscheid-Fan am meisten interessieren dürfte: Lohnt sich "Angeber der Karibik", wenn ich bereits andere Perscheid Bücher zu Hause habe ?

Gerade die Angabe "Eine Auswahl der besten Cartoons(...)" in der Artikelbeschreibung deutete eher auf Recycling von bereits bekanntem hin. Dazu kommt das eine oder andere Review im Internet bei dem ebenfalls bekannte Cartoons zu sehen waren.

Nach dem Kauf des Buches kann ich jedoch offensichtlich Entwarnung geben: Auf 142 Seiten gibt es in etwa 10 Cartoons, die ich schon vorher kannte (z.B. Leihbrillen-Entschmalzer, Computerspiele für Frauen). Der Rest war für mich (in meinem Besitz: Abnehmen mit dem Mond, Der Dicke Perscheid, auch Männer können..., Beste Bilder, Meisterwerke, etc. ) komplett neues Material.

Es ist zwar nicht auszuschließen, dass ein weiterer Teil der Cartoons bereits an anderer Stelle veröffentlicht worden ist, allerdings haben viele Cartoons einen relativ aktuellen Bezug (z.B. Beerdigung von Steve Jobs), so dass ich tatsächlich von wirklich neuen Arbeiten ausgehe.

Ansonsten gilt zu sagen, dass Perscheid auch diesmal Perscheid bleibt. Fans finden ihn wie immer gut, alle anderen werden auch mit dieser Veröffentlichung nicht überzeugt werden können. Auch wenn es den einen oder anderen erstaunlich flachen Cartoon gibt (z.B. der Gynäkologe im Ruhestand) so fand ich "Angeber der Karibik" in seiner Gesamtheit wieder mal sehr, sehr witzig.

Meine Favoriten: "Deutschland (außer Martin Perscheid) sucht den SuperStar" und die "Ich will nie wieder Sex Frisur".


Volker Pispers ... live  2012
Volker Pispers ... live 2012
Wird angeboten von Kabaretto
Preis: EUR 16,90

100 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne für Pispers und sein 2012er Update, sowie ein Lob an die Technik ..., 27. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Volker Pispers ... live 2012 (Audio CD)
Wenn ich so die zurückliegenden Bühnenprogramme der letzten Jahre von Volker Pispers in Gedanken Revue passieren lasse, dann stelle ich fest, dass der Mann stets eine konsequent hohe Kabarett-Leistung abzuliefern weiß, die keinen Schwankungen unterliegt: Auf jeder CD erlebt man Volker Pispers in Höchstform. Politische und soziale Beobachtungen, damit zusammenhängende Gedankengänge, deren Aufbereitung, Rhetorik, Intonation, Bühnenpräsenz (auch ohne Bild) ... alles spitzenmäßig ... von Jahr zu Jahr ... immer wieder aufs Neue.

Damit stelle ich für mich fest, dass man über den Kabarettisten Volker Pispers prinzipiell jedes Mal ein und die selbe Rezension verfassen könnte. Fast schon langweilig, oder ? Das beinhaltet, dass Volker Pispers Fans auch dieses Mal ihren Spaß mit dieser Veröffentlichung haben werden, Volker Pispers Neulinge auch mit dieser CD einen erfolgreichen Einstieg ins anspruchsvolle und nachvollziehbare Polit-Kabarett wagen können und Volker Pispers Nicht-Fans schon wieder nicht bekehrt werden können.

Will ich also nicht ein und die selbe 5-Sterne-Rezension immer wieder und wieder schreiben, so muss ich für mich andere Kriterien (als das, was der Mann leistet) finden. Und in diesem Fall bieten sich zum einen Umfang und Inhalt des "bis neulich 2012" Updates sowie die Bedingungen der Live-Aufnahme an.

Zu Ersterem ist zu sagen: Ja, "... live 2012" bietet genügend neue Kost für alle alt eingesessenen Pispers-Fans. Habe ich an der letzten "bis neulich 2010" CD herbe kritisiert, dass diese zu größten Teilen den Inhalt der "... live 2009" CD recycelt (und eigentlich nur als DVD-Veröffentlichung ihre Berechtigung hatte), so ist "... live 2012" wieder eine echte "neue" Pispers Veröffentlichung.

Damit hält sich bereits Bekanntes arg in Grenzen und das politische Tagesgeschehen der letzten Monate (u.a. Christian Wulff, Sarrazin, arabischer Frühling, etc.) wird von Pispers aufbereitet und in gewohnt nachvollziehbar Manier kritisch präsentiert.

Also halte ich fest: Volker Pispers 5 Sterne und 2012 Update 5 Sterne. So weit so gut.

Die ursprüngliche Aufnahme im Forum Wasserturm in Meerbusch vom 23.02.2012 krankte genau an einer für mich lästigen Sache:

Leider passiert es immer mal wieder, dass im Publikum während den Aufnahmen zu einer Live-CD irgendwo Menschen sitzen, die sich über die gesamte Aufnahme hinweg auf irgendeine unangenehme Art und Weise bemerkbar machen. Angefangen von Leuten, die jeden zweiten Satz von Pispers mit einem zustimmenden "HmmmHmmmm" kommentieren bis hin zu Pointen, die von übereifrigen Kennern des Gags vorweggenommen werden. Besonders krass war aber eine Frau, die in regelmäßigen Abständen laut kreischend lachte: Eine Mischung aus hohem AHHHHHH-Schrei und anschließendem HaHaHaHaHaHa-Abstottern. Nicht sympathisch nett und zum Mitlachen animierend (ich lache gerne mit), sondern einfach irgendwann nur noch nervtötend. Vor allem deshalb, weil Volker Pispers Humor in meinen Augen und Ohren ein leiser Humor ist, bei dem der typische Schenkel-Klopfer-Charakter allein schon auf Grund der Ernsthaftigkeit der Themen in den meisten Fällen (natürlich gibt es auch Ausnahmen) wenig angebracht erscheint.

Gott sei Dank haben sich jedoch die Techniker bei der Nachbearbeitung der Aufnahme diesem Problem so gut es ging angenommen. Während die gekürzte Ausstrahlung im Radio noch massiv an den Störungen aus dem Publikum krankte, bietet "... live 2012" einen nahezu störungsfreien Hörgenuss: Zwischenrufer wurden entfernt und vor allem die furchtbare Lache der Dame aus dem Publikum wurde erfolgreich abgeschwächt und ist meistens nur noch gedämpft im Hintergrund zu hören. Ein enormer Qualitätsgewinn gegenüber der unbearbeiteten Aufnahme. Respekt an die Technik.

Ansonsten: Erneut ziehe ich meinen Hut vor Volker Pispers und seiner gewohnt genial und nachvollziehbaren Aufbereitung des politischen und sozialen Geschehens der letzten Monate und Jahre.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 22, 2012 11:33 PM MEST


Silent Hill: Downpour
Silent Hill: Downpour
Preis: EUR 22,47

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Passt zwar gut zum Spiel, ist für sich betrachtet aber doch eher schwach, 24. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Silent Hill: Downpour (Audio CD)
Der Soundtrack zum neuen Silent Hill Downpour ist - betrachtet man ihn als Bestandteil des Spiels - sicherlich nicht schlecht. Die Musik passt zum Spiel und trägt die Atmosphäre wunderbar.

Ganz anders sieht die Sache allerdings aus, wenn man die einzelnen Tracks vom Spiel trennt und nacheinander via CD-Spieler und Co. hört.

Hier macht sich recht schnell Langeweile breit, was einfach daran liegt, dass die eingehenden melodiösen Parts der Vorgängersoundtracks so gut wie fehlen. Noch schmerzhafter vermisst man Song im Stile derer, die in der Vergangenheit von einer Frauenstimme gesungen wurden. Sowas in der Art gibt es auf dem Downpour-Soundtrack leider nicht mehr ( dafür bekommt man als Opener einen Song von/mit Jonathan Davis, der irgendwas mit der Band Korn zu tun hat, was ja nun echt kein Ersatz für Fans der Vorgängersoundtracks ist ).

Dabei fand ich an den Vorgängersoundtracks gerade die Lieder am eingängstigen und nachhaltigsten, die aus einer Kombination aus akkustischer Gitarre und Frauenstimme bestanden. Da war es dann auch etwas erträglicher, mitunter fast nur aus ( Industrial-) Samples bestehende Songs zu "überhören".

Der neue Silent Hill Soundtrack beinhaltet nun zwar definitiv weniger dieser nervigen "Geräusch-Songs", lässt aber eben auch die Highlights schmerzlich vermissen.

Unterm Strich plätschert der Downpour OST deswegen arg vor sich hin und man hört sich recht schnell satt. Man wird quasi ständig daran erinnert, dass man es mit einem Soundtrack zu tun hat, der nunmal zu einem Spiel gehört und nicht für sich allein gehört werden will/soll.

Handwerklich also ein gut gemachter Soundtrack, der jedoch lieber dort bleibt, wo er hingehört: nämlich zum Spiel.

Die Aufmachung der CD ist leider wie so oft extrem "sparsam": Hülle, CD und aufklappbares Cover mit nur den allernötigsten Informationen und zwei Screenshots aus dem Spiel. Da ginge definitiv noch mehr.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2014 8:47 PM CET


Narrow
Narrow
Preis: EUR 15,99

22 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurze Platte mit einigen Höhen und mindestens ebenso vielen Tiefen, 13. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Narrow (Audio CD)
Soap & Skin's "Newcomer-Bonus" ist weg und allein dadurch bekommt das zweite Album bereits einen faden Beigeschmack.

Lebt man jetzt in der Vorstellung, dass hier eine junge Frau ganz individuell und im "Stillen" ihre Persönlichkeit ausdrückt, so meint man kaum das Recht zu haben, überhaupt irgendeine Art der Kritik üben zu dürfen. Hat man jedoch eingesehen, dass hier ein Produkt vermarktet und zu Geld gemacht wird (was ich generell bei dieser extremen Art der offensichtlichen Selbstdarstellung kritisch sehe), sind auch negative Kritiken gegen das Produkt (nicht den Künstler dahinter) meiner Meinung nach problemlos möglich. Und so höre ich auf "Narrow" eine Menge Dinge, die meinen persönlichen Geschmack nicht treffen.

Zwar hat man Bewährtes mit Wiedererkennungswert beibehalten, man ist aber auch den einen oder anderen neuen Weg gegangen. Die Produktion selbst hat nochmal eins draufgesetzt und bei dem einen oder anderen Song wurde sich v.a. sample-seitig schon (zu ?) ordentlich ausgetobt. Das finde ich umso negativer, da die meisten Samples einfach zu wenig neues bieten und so oder so ähnlich schon von zig Künstlern zuvor eingesetzt worden sind.

Im Gegensatz zu so teilweise überladen wirkenden Songs (z.B. Deathmental) liegen Soap & Skin's Stärken für mich persönlich nach wie vor im dezenten Arrangement zwischen Klavier, Stimme und dem minimalen Einsatz weiterer "Instrumente" (z.B. Wonder). Wird hier die alte Soap & Skin Formel beibehalten, so findet man den einen oder anderen Song auf der Platte, der nach wie vor mindestens als "gut" durchgeht.

Aber auch bei diesen dezenteren Stücken gibt es Tiefpunkte. Ich hatte nicht selten das Gefühl, da sitzt irgendwer an seinem Klavier, klimpert spontan irgendwas aus dem FF und überlegt sich gleichzeitig den Text dazu (z.B. Lost). Das Ganze wirkt dann extrem wenig raffiniert, wenig motiviert und geht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.

Bewusst eingesetzte Disharmonien waren für mich auf dieser Platte stellenweise auch nur recht schwer zu ertragen. Allen voran am Ende des Openers "Vater", der auch schon auf Grund des deutschen Textes und der dadurch bedingten, andersartigen Artikulation recht grenzwertig ertönt. Auch hier gilt: Als individueller, persönlicher Ausdruck ist so ein Song nicht zu kritisieren. Als zum Verkauf stehendes Produkt schon.

Nach unter 30 Minuten ist der ganze Spuk dann auch schon wieder vorbei. Grundsätzlich sagt die Dauer einer Platte nichts über die Qualität derselbigen aus (30 Minuten gute Musik sind mir allemal lieber als 60 Minuten schreckliche Musik). Wenn man allerdings bedenkt, dass allein 5 Minuten davon durch ein Cover belegt sind (Voyage, Voyage - das darüber hinaus noch mit die raffiniertesten Harmonien besitzt) und einige Songs in meinen Ohren nahe am Totalausfall vorbeischrammen, dann bleibt am Ende nicht mehr so wahnsinnig viel Bemerkenswertes übrig.

Somit schlägt das zweite Soap & Skin Album das erste definitiv im Bereich der Kurzlebigkeit. Denn während sich das erste Album die eine oder andere Woche in meinem CD-Spieler drehte bevor es aussortiert wurde, hatte ich von "Narrow" In seiner Gesamtheit bereits nach dem vierten Durchhören genug.

Einzelne, wenige Songs bleiben hingegen durchaus länger im Ohr (für mich reduziert sich das auf "Narrow", "Wonder" und "Big Hand Nails Down") . Prinzipiell also das perfekte Album zum individuellen Download der Songs, die einem gefallen.

Soap and Skin's künstlerischer Anspruch ist nach wie vor hoch zu bewerten. Und die Vorstellung, dass da eine Anja Plaschg irgendwo sitzt und an ihren Songs arbeitet, finde ich mehr als gut. Das, was jedoch schlussendlich auf "Narrow" präsentiert wird, kann mich in seiner Gesamtheit nicht überzeugen - auch wenn das Potenzial an manchen Stellen nach wie vor extrem großartig durchblitzt.

Von mir gibt es deshalb 2,5 Sterne - für eine arg kurze Platte mit einigen Höhen und mindestens ebenso vielen Tiefen. Allein schon auf Grund der Gegenströmung zum sonstigen Einheitsbrei wird auf 3 Sterne aufgerundet...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 18, 2012 6:08 PM CET


Mikrowellenofen Melissa 653067 17 Liter 700W weiss
Mikrowellenofen Melissa 653067 17 Liter 700W weiss

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diese Mikrowelle mikrowellt - Punkt., 7. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Melissa Mikrowelle gehört zu den Mikrowellen, die nur das nötigste leisten und auf die eigentliche Funktion einer Mikrowelle reduziert sind: Ein Regler für die Leistung, ein Regler für die Zeit - Ende.

Ein Vorteil dieses reduzierten Leistungsumfangs kann sein, dass die Mikrowelle weniger anfällig für Defekte ist. Bei meiner letzten Mikrowelle war z.B. der integrierte Grill nach wenigen Wochen schon hinüber. Auch das kurze, mechanische "Bing" am Ende der Garzeit wird wohl länger halten als irgendein elektronisches Gefiepse. Und Digitalanzeige und Co. gibt es ebenfalls nicht ...

Wer also die Mikrowelle hauptsächlich benutzt um Speisen und Getränke aufzuwärmen, der braucht keinen weiteren Schnick-Schnack. Die Melissa Mikrowelle tut hier genau das, was sie soll.

Die 700W Leistung sollten völlig ausreichen. Laut diversen Berichten wird empfohlen, Speisen in der Mikrowelle mit ca. 600W zuzubereiten. Mikrowellen, die 1000W+ bieten, scheinen also zwar marketingtechnisch interessant, aber für den Endverbraucher ziemlich unnötig zu sein. Und wenn eine erhöhte Leistung eine schnellere Garzeit bedeuten sollte, dann spielt das in meinem Fall auch keine Rolle: Ob die Milch nun in 30 oder 45 Sekunden heiß ist, ist mir völlig schnurz.

Ansonsten gibt es auch von der Verarbeitung her nichts zu bemängeln. Die Melissa Mikrowelle macht einen robusten Eindruck, die Regler lassen sich einwandfrei bedienen und die Tür sicher und leicht öffnen/schließen. Der Glasteller dreht sich ordentlich und die Beleuchtung im Inneren ist dezent und erfüllt ihren Zweck ( kucken, ob das Essen noch da ist ).

Einzig negativ aufgefallen wäre mir ein leichtes "Schnarzen", wenn die Mikrowelle in Betrieb ist. Dieses Geräusch liegt über dem eigentlichen Betriebsgeräusch und klingt in etwa so, als ob irgendetwas im Inneren der Mikrowelle vibrieren würde. Es ist aber nicht immer zu hören und wenn, dann stört es nicht sonderlich. Eventuell ist bei meinem Modell einfach irgendein Teil oder Metallblech im Inneren locker.

Lange Rede - kurzer Sinn: Die Melissa Mikrowelle konkurriert mit einer ganzen Menge anderer Simpel-Mikrowellen, die sich in Funktion und Form kaum bis gar nicht voneinander unterscheiden. Am Ende war für mich der Preis ( als B-Ware ) ausschlaggebend für den Kauf der Melissa.

Noch kurz zur Größe: Die angegebenen 45x24x29 (BxHxT) kommen schon ganz gut hin. Wenn man genau misst, dann sind es 25cm in der Höhe. Die Tiefe müsste man fast mit 31cm angeben, da der Türgriff ein Stück hervorragt. Beachten sollte man, dass die Mikrowelle für die Belüftung nach fast allen Seiten nochmal ein paar Zentimeter Platz braucht. Also in ein passgenaues 45x24x31cm großes Regal würde ich sie deswegen nicht schieben. Das Stromkabel ist wie bei fast allen Geräten dieser Art recht kurz: Ich habe nicht nachgemessen, tippe aber mal auf etwa einen Meter. Manchmal wäre mehr, dann halt doch etwas mehr ...


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