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Naftade "naftade" (Camelot)

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Olympus M.Zuiko Digital ED 12-40 mm 1:2.8 Top Pro Objektiv für Micro Four Thirds Objektivbajonett, schwarz
Olympus M.Zuiko Digital ED 12-40 mm 1:2.8 Top Pro Objektiv für Micro Four Thirds Objektivbajonett, schwarz
Preis: EUR 999,00

51 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edles Glas in überragender Qualität, 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich das Objektiv bestellte, kostete es 999,00 Euro. Kein Pappenstiel. Doch dann kommt natürlich der unumgängliche Vergleich mit den entsprechenden Produkten der Konkurrenz (also die gebräuchlichen 24-70er f 2.8 für das Vollformat), und schon scheint der Preis geradezu bescheiden. Die Frage, die man sich stellen kann, ist allenfalls , ob das Objektiv sich tatsächlich mit diesen Gläsern der Konkurrenz vergleichen lässt. Doch dazu später mehr.

Das Olympus bietet mit seinen 12-40 mm (entspräche bei Kleinbild 24-80) einen leicht erweiterten Brennweitenbereich bei der gleichen Lichtstärke von konstant 2.8. Das Chassis ist aus Metall gefertigt und sogar der Objektivdeckel mit Innenpinch ist aus Aluminium.
Das Objektiv wiegt knapp 400 Gramm (erheblich viel leichter als irgendein Vollformat 24-70er jemals sein kann) und liegt gut in der Hand. Angesetzt an die EM5 fühlt sich das Ganze allerdings nicht perfekt ausgewogen an. Für die kleine EM5 ist das Teil wohl ein bisschen groß (würde an der EM1 sicherlich anders sein).
Eine Sonnenblende gehört zum Lieferumfang dazu und ein kleines Säckchen zur Aufbewahrung ebenfalls. Auch die Verpackung macht durchaus etwas her, auch wenn das vielleicht nicht so wichtig ist.
Von den Äußerlichkeiten passt alles bestens. Der schwarze Lack steht dem Objektiv sehr gut und die Verarbeitung wirkt insgesamt makellos. Fokus und Zoomring drehen beide sehr geschmeidig und auch der Umschaltmechanismus von Manuell zu Autofokus macht einen guten Eindruck. Insgesamt meiner Meinung nach klar das bestverarbeitete Olympus-Objektiv für Micro-Four-Thirds (MFT). Die Qualität der Wetterfestigkeit habe ich allerdings nicht ausgetestet.

Die optischen Qualitäten sind meiner Ansicht nach ebenfalls sehr gut, auch wenn ich zugeben möchte, dass ich das Produkt nur sehr kurz getestet habe und mir hier noch keine wirklich tiefe Überzeugung bilden konnte. Die Schärfe ist bereits bei f 2.8 super und bei den meisten Brennweiten (sehr subjektiv beurteilt) mindestens auf Niveau des 17ers f1.8 von Olympus.
Toll ist, dass mann in allen Brennweiten sehr nah an das Motiv rangehen kann. Die Naheinstellgrenze ist vergleichsweise sehr kurz. Dadurch verschwimmt der Hintergrund sehr deutlich und dies in recht ansehnlichen Verläufen.
Der Autofokus funktionierte an meiner EM5 ebenfalls gut, wenn auch nicht ganz sooo toll wie erwartet. Vor allem bei etwas weniger Licht ging es nicht immer ganz in der von Olympus gewohnten Quasi-Lichtgeschwindigkeit. Man sagt allerdings, dass das bei der EM1 besser sein soll.

Und was ist jetzt mit Vergleich zu den Vollformat 24-70igern?
Meiner bescheidenen Meinung nach braucht sich das Olympus 12-40 in Sachen Schärfe, Kontrast und Farben nicht zu verstecken. Die Ergebnisse mit der EM5 sind sehr überzeugend. Dass in schlecht beleuchteten Garagen und Kellern nicht die gleichen Ergebnisse erzielt werden wie mit einer Vollformatkamera ist klar, hat aber nichts mit dem Objektiv zu tun, sondern mit dem System. Das genau sollte man sich vor dem Kauf aber vielleicht auch durchaus nochmals bewusst machen. Denn anders als mit den super Festbrennweiten, die es für MFT inzwischen gibt, spielen die Lichtverhältnisse bei einer Blende von 2.8 natürlich schon recht oft eine erschwerende Rolle. Für Abendveranstaltungen käme das Produkt für mich daher nur dann in Frage, wenn es gar nicht anders ginge. Ansonsten muss man m.E. weiterhin auf Festbrennweiten zugreifen. Die etwas mangelnden Low-Light-Fähigkeiten des Systems kommen sonst schon etwas zum Tragen.
Und noch etwas (auch dies systembedingt): In Sachen Tiefenschärfe kann das 12-40 an einer MFT-Kameras den Vollformatern mit 24-70ern natürlich in keiner Weise das Wasser reichen. Das war mir auch im Vorfeld klar. Allerdings hatte ich doch nicht erwartet, wie tief die Schärfentiefe über den gesamten Brennweitenbereich tatsächlich schon ist. Wer eine Person als Ganzes abbilden möchte, kann den Hintergrund fast gar nicht mehr verschwimmen lassen. Für Bokeh-Addicts ist das Objektiv daher meiner Meinung nach nur im Nahbereich geeignet. Diesen Umstand empfinde ich (obwohl das Gerät nicht das geringste dafür kann) als sehr bedauerlich. So bedauerlich, dass ich mich letztlich trotz der tollen Leistungsdaten im Übrigen, gegen den Kauf entschieden habe. Da der Punkt allerdings sehr subjektiv zu bewerten ist, habe ich ihn bei der Wertung nicht berücksichtigt (wäre ja so als ob ich einer Vollformatkamera vorwerfen würde, ihr Sensor sei zu groß) und gebe 5 Sterne.

Fazit: für den Die-Hard-MFT-User klare Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (18) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 14, 2014 11:46 PM MEST


Olympus M.ZUIKO DIGITAL Objektiv 17mm 1:1.8 Pancake silber
Olympus M.ZUIKO DIGITAL Objektiv 17mm 1:1.8 Pancake silber
Preis: EUR 520,91

116 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DAS Reportage-Objektiv für Mu43, 23. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das neue 17mm von Olympus ist eines dieser Produkte, die schon halb totdiskutiert sind, bevor sie überhaupt in die Läden kommen. In diesem Fall gab es die eine oder andere positive Kritik und dann einen richtigen Verriss auf Lenstip.com. Die Wogen in den Foren waren gewaltig. Nicht zuletzt wegen des doch recht stolzen Preises. Seit einiger Zeit ist es nun erhältlich und ich habe mir gedacht: "probierst' es halt einmal aus!".
Nach einigen Wochen der Nutzung kann ich nur sagen "was für ein Glück!".

Zu Beginn fällt gleich mal wieder auf, wie klein Mu43-Objektive sein können. Die Verpackung ist regelrecht winzig. Ein Würfelchen von etwa 8cm Kantenlänge. Dafür ist dann in der Tat auch nicht besonders viel drin (doch dazu später mehr). Die sehr kompakten Ausmaße sind jedenfalls sicherlich den ersten Pluspunkt wert.

Wenn man es dann an die Kamera ansetzt, kommt mein erster Kritikpunkt. Ich finde, wer schwarze und silberne Kameras verkauft, sollte auch SCHWARZE UND SILBERNE Objektive dazu liefern. So schwer kann das doch nicht sein. Auf meiner schwarzen EM-5 sieht das relativ hochwertig wirkende und aus Metall gefertigte silberne Objektiv nicht gerade preisverdächtig hübsch aus. Noch unverzeihlicher allerdings finde ich, dass die Farbe auch nicht wirklich zu den silbernen Modellen von Olympus Mu43-Kameras passt. Jungs!

Nun ja, Äußerlichkeiten sind bekanntlich nicht alles. Irgendwann sollte man auch mal anfangen ZU FOTOGRAFIEREN.
Hierbei fällt sofort auf, dass der Bildwinkel besonders für Indoor-Aufnahmen von Menschen sehr angenehm ist. Nicht zu weit und nicht zu eng. Der Autofokus ist sehr schnell und sitzt meist präzise (und wenn nicht, dann wohl hauptsächlich weil die Fokusfelder bei Olympus so groß sind). Der manuelle Fokus funktioniert ebenfalls gut. Obwohl es kein echt manueller Fokus ist, hat man das Gefühl ziemlich direkt kontrollieren zu können, was läuft. Da freut es dann natürlich umso mehr, dass das Umschalten von Auto- auf manuellen Fokus bei dem 17er so super einfach geht. Einfach den Fokusring nach hinten ziehen und los gehts. Eine Entfernungsskala ist gleich auch noch dabei. So viel zu den technischen Aspekten.

Warum soll man sich aber überhaupt eine FESTBRENNWEITE im Bereich von 17,5 mm (=35mm im klassischen Format) besorgen?
Antwort:
Weil diese Brennweite zusammen mit den klassischen 50mm nicht von ungefähr als DIE REPORTAGENBRENNWEITE gesehen wird. Wer mit 35mm fotografiert, wird automatisch gezwungen, nah an das Motiv heranzugehen. Aufgrund der dadurch entstehenden Perspektive entsteht ein Bildeindruck, der auf den Betrachter des fertigen Fotos wirkt wie MITTENDRIN STATT NUR DABEI.
Das Objektiv ist sicher nicht die erste Wahl für Kopf und Schulter-Portraits und für manche Architekturaufnahme mag es auch schon zu lang sein.
Es gibt aber m.E. keine bessere Brennweite um SOZIALES MITEINANDER (oder manchmal auch Gegeneinander) besser einzufangen als 35mm. Klar, theoretisch kann man das natürlich auch mit einem Zoom-Objektiv erreichen. Das Problem ist nur: man tut es oftmals einfach nicht, weil man zu faul ist und zoomt. Außerdem.....

....lässt das Olympus 17mm 1.8 - obwohl es viel kleiner ist - VIERMAL SO VIEL LICHT IN DIE KAMERA wie ein KIT-Objektiv. Die Lichtstärke von f1.8 ist natürlich ein ganz wichtiges Argument für eine Festbrennweite. Abends kann man ISO 800 verwenden, wenn beim Kit-Objektiv schon ISO 3200 nötig wären. Außerdem sorgt ein Kit-Zoom mit einer Lichtstärke von f3.5-5.6 oder 6.3 natürlich immer für eine sehr hohe Tiefenschärfe. Wer eine gewisse Trennung seines scharfgestellten Motivs vom weichen Hintergrund wünscht, braucht mit einem Kit-Zoom bei Mu43 gar nicht erst anzufangen. Da geht nun wirklich nicht viel. Anders beim Oly 17 1.8. Wegen der recht kurzen Brennweite und des kleinen Sensors ist die Tiefenschärfe zwar immer noch recht hoch. Für eine Betonung des Motivs reicht es aber in den meisten Situationen trotzdem.

BILDQUALITÄT
Zu Hause am Rechner geht der Spaß weiter. Entgegen den Unkenrufen liefert das Olympus 17mm f1.8 durchgängig schöne Ergebnisse. Es ist scharf, liefert guten Kontrast und im Bereich feiner Texturen und Farbnuancen auch sehr guten Mikrokontrast. Das Olympus 17mm f1.8 ist eines dieser Objektive, die einfach "Spaß machen". Hören Sie bitte nicht auf diese Mäkler, die nur darauf rumreiten, dass es im Vergleich zu dem einen oder anderen Objektiv von Panasonic oder Olympus nicht die gleichen Auflösungswerte erreicht. Nach meiner Erfahrung spielt das in der Praxis überhaupt keine Rolle. Das Ding ist SCHARF (viel schärfer als das 12-50 Kit-Objektiv der EM-5), die Bilder des 17ers wirken knackig und glasklar. Was interessiert es mich da, ob ein Leica Summicron oder ein Zeiss Planar im Labor noch drei Linienpaare mehr abbilden kann?

ZUBEHÖR und PREISLEISTUNGSVERHÄLTNIS
Ich finde, dass das Olympus 17mm sehr teuer, wenn nicht sogar zu teuer verkauft wird. Wie bereits angedeutet, findet sich in der Packung außer dem Objektiv und etwas Papierkram NICHTS VON WERT. Eine Sonnenblende wird nicht nur nicht mitgeliefert, sie soll auch noch 65€ kosten. Das ist schlicht frech. Man kann sich zwar mit günstigeren Alternativen von Drittanbietern behelfen, die ihre Funktion ebenfalls erfüllen sollten.
Trotzdem: der Preis ist m.E. der Wermutstropfen bei dem Stück und auch der Grund für den Punktabzug.

ALTERNATIVEN
Wer sich überhaupt dafür entscheidet eine relative kurze Festbrennweite zu kaufen, der wird vermutlich auch noch ein zwei weitere Kandidaten ins Auge fassen. So z.B. das

- Panasonic/Leica 25mm f 1.4 Summilux
Diese Objektiv ist nach dem Olympus 17mm meinem Eindruck nach in optischer Hinsicht leicht überlegen. Leider ist es aber für Innenaufnahmen oftmals schon etwas zu lang. Von daher kann es das 17er nicht wirklich ersetzen. Auch wenn es weh tut: ich würde dringend dazu raten, BEIDE ZU KAUFEN! Der Schmerz vergeht die Freude bleibt.

- Panasoic 20mm f 1.7
Dieses gute Stück ist ebenfalls verdammt scharf. Vermutlich auch schärfer als das Olympus 17mm. Ich fand die Brennweite aber oft nicht wirklich passend. Außerdem lieferte es bei mir teilweise geradezu schlechte Kontrastwerte, was ich persönlich fast noch wichtiger finde als Schärfe.

- Olympus 12mm f 2.0
Auch nett. Allerdings wäre mir das 12er für den täglichen Einsatz zu weitwinklig. Wenn Sie Menschen an den Bildrand setzen, können die schon ganz schöne Eierköpfe bekommen wegen der Verzerrung.

SONSTIGES
Das Objektiv hat einen 46mm Filteranschluss. Das ist gut, weil dies genau die Größe etlicher Festbrennweiten im Mu43-System ist. So braucht man nicht für jedes Objektiv eigens passende Filter zu kaufen.

FAZIT
Das Olympus 17mm f 1.8 ist ein ungeheuer vielseitiges und wegen seiner Kompaktheit auch sehr praktikables Objektiv mit guten optischen Eigenschaften. Wenn der etwas überzogene Preis nicht wäre, würde man sich an den wundervollen Ergebnissen noch ein bisschen uneingeschränkter erfreuen.

Trotzdem Klare Kaufempfehlung
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2014 10:26 AM MEST


Dot.Foto Qualitätsakku für Olympus BLN-1 mit Dot.Foto InfoChip - 7,6v / 1220mAh - Garantie 2 Jahre - 100% kompatibel
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Wird angeboten von digital.media - Lieferung 6-9 Werktage
Preis: EUR 13,49

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Kompatibilität, miese Kapazität !, 3. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kann mich der guten Rezension von Trisom nicht anschließen. Das Teil funktioniert zwar tadellos. Es lässt sich im Originallader laden und die Kamera zeigt auch einigermaßen zuverlässig die verbleibende Power an. Das ist bei 3rd-party Akkus für Olympus nicht selbstverständlich....so weit so gut.
Die Ausdauer liegt aber nicht mal in der Nähe, derjenigen des Originals. Das Ding ist wirklich sehr schnell leer.
Allein der doch wirklich seehr günstige Preis retten dem dot.foto Akku die drei Sterne.


Olympus OM-D Wickeltasche für E-M5
Olympus OM-D Wickeltasche für E-M5
Preis: EUR 19,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas trashig und schlecht geeignet für OM-D mit Kit-Objektiv, 7. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es hier nicht allzu viel zu berichten. Für 20 € macht das Täschchen einen eher billigen Eindruck. Es wurde kein sehr hochwertiges Material verwendet und auch die Klettverschlüsse scheinen eher von der einfachen Sorte zu sein.
Was mich aber am meisten stört, ist dass die Wickeltasche kaum groß genug ist, um die OM-D mit dem Kit-Objektiv reinzubekommen. Und wenn man es dann doch geschafft hat, macht das Ganze auch keinen besonders stabilen Eindruck mehr. Ich werde das Ding zwar behalten, in der Regel wird meine OM-D aber wohl doch in einer designierten Kameratasche transportiert werden. Es geht eben doch einfach nicht anders.


Tamron 18-200mm F/3.5-6.3 Di III VC Nex Objektiv für Sony NEX-Serie schwarz
Tamron 18-200mm F/3.5-6.3 Di III VC Nex Objektiv für Sony NEX-Serie schwarz
Preis: EUR 479,00

148 von 153 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Kaufempfehlung !!!, 27. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Tamron 18-200 für die NEX ist bei Weitem nicht das erste Megazoom, was ich testen konnte.
Jeder passionierte Amateur kennt diesen Zwiespalt: Auf der einen Seite will man ein gewisses Level an Bildqualität nicht unterschreiten. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Situationen, in denen das ständige Wechseln von Objektiven nervt.
Deswegen hab ich schon zu meinen Canon-Zeiten (EOS 550D) immer wieder Megazooms ausprobiert. Keines konnte aber meinen Ansprüchen genügen. Doch das hat jetzt ein Ende.
Das Tamron 18-200mm f/3.5-6.3 Di IIIVC bietet ohne Wenn und Aber ein so hohes Maß an Bildqualität, dass ich meine Objektiv-Sammlung getrost zu Hause lassen kann, wenn ich mal keine Lust auf die Schrauberei habe.

Ich hatte mal ein Canon 18-200 IS, ein Tamron 18-270 PZD für Canon und ein Sigma 18-200 3.5-6.3 DC HSM OS II (also das neue Modell mit dem fluoritartigen Glas).
Keines dieser Modelle kann dem dem Tamron 18-200 für NEX auch nur entfernt das Wasser reichen. Sie alle waren im Telebereich etwas weich und nie richtig knackscharf. Klar mann kann von einem Megazoom nicht die Schärfe einer Festbrennweite erwarten. Aber die genannten Modelle waren so weit davon entfernt, dass das alles einfach keinen echten Spaß mehr gemacht hat. Ich fand sie kurz gesagt nicht gut genug.

Im Detail

SCHÄRFE
Das Tamron für die NEX ist SCHARF. Und zwar nicht nur im Bereich von 18-100mm wie man es bei Megazooms oft erlebt. Nein, auch bei 200mm bin ich regelrecht beeindruckt.
So was hab ich bei Megazooms kaum je erlebt. Zum Glück muss man auch nicht unbedingt abblenden (die Lichtstärke ist ja sowieso nicht so der Reißer). Auch bei Offenblende passt die Schärfe absolut.

KONTRAST
Hier hatte ich meine liebe Not mit dem ansonsten nicht schlechtem Tamron 18-270 PZD (für Canon). Besonders im Telebereich werden Magazooms oft sehr verwaschen. Das gilt hier ebenfalls nicht. Der Kontrast ist durch alle Brennweiten absolut in Ordnung.

FARBEN
Sind gut. Wie so oft bei Tamron meine ich im direkten Vergleich mit dem SEL 18-55 eine leichte Gelb-Braunverschiebung wahrzunehmen. Ist aber nicht störend. Die Bilder tendieren zu einer eher herbstlichen als sommerlichen Stimmung.

VERZEICHNUNGEN
die Verzeichnungen werden durch die NEX 5N teilweise korrigiert. Aber auch wenn man in Raw aufnimmt, fallen die Verzerrungen in der Praxis nur wenig ins Gewicht. Architektur bei 18mm unkorrigiert sieht allerdings nicht so doll aus.

VIGNETTIERUNGEN
Die Randabschattungen werden von der NEX teilweise ausgeglichen. Auch sie finde ich aber so oder so nicht weiter störend.

CHROMATISCHE ABBERATIONEN
Gibt es leider. Aber - ich wiederhole mich - sie fallen nicht übermäßig stark aus und werden außerdem teilweise kameraintern korrigiert.

AUTOFOKUS
Der könnte besser sein. Ich hatte zwar bislang kein echtes Problem, aber in dieser Disziplin gibt es bessere Konkurrenten. Der AF des Tamron 18-200/NEX ist zwar sehr schön leise aber bei schwachem Licht etwas lahm. Hin und wieder liegt er außerdem schlicht daneben. Da lobe ich mir die DMF-Funktion (direct manual focus) der NEX 5N, mit der ich in solchen Fällen superschnell eingreifen und das Problem lösen kann.
UPDATE nach 5 MONATEN:
Nee Nee Nee, der AF bei dem guten Stück ist wirklich nicht der Burner. Vor allem im Dunklen liegt er doch sehr oft deutlich daneben. Ich habe auch schon erwogen, deswegen die Bewertung auf 4 Sterne zu reduzieren. Tue es aber deswegen nicht, weil mir nach wie vor kein besseres Superzoom untergekommen ist. Meine Frau hatte zwischendurch ein Tamron 18-270 PZD an ihrer Sony Alpha und da war der AF definitiv auch nicht besser.
Schade trotzdem

BILDSTABILISATOR
Der Stabi des TAMRON 18-200 ist sehr gut. Ich glaube, ich hatte sogar noch nie einen so guten Stabi bei irgendeinem anderen Objektiv. Das mit den vier Blendenstufen stimmt m.E. auch hier nicht. Die Funktion ist aber wirklich so gut, dass mann die etwas schwache Lichtstärke durchaus verkraften kann.

VIDEO
Das Tamron eignet sich sehr gut zum Filmen. Der Bildstabilisator tut hier sein übriges. Letzteren kann man ebenso wie den Autofokus hören. Die Geräusche sind aber so leise, dass sie nur in den allerseltensten Fällen stören sollten.

VERARBEITUNG
Hier gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Tamron hat m.E. einen sehr guten Kompromiss zwischen Solidität und Leichtigkeit gefunden. Das Objektiv ist nicht auf ZEISS-Level. Es muss sich aber auch keineswegs hinter der Konkurrenz verstecken.

SONSTIGES
Im Netz kursieren Gerüchte, man könnte mit dem Tamron keine Sweep-Panoramas machen. Das stimmt nicht. Ich habe es probiert und es hat auf Anhieb geklappt. Weiß auch nicht, was die Kollegen das für Probleme hatten, aber jedenfalls mit der NEX 5N kann man sehr wohl Panoramas machen (tue ich allerdings nicht, weil mir die Auflösung im Pano-Modus zu mickrig ist).

Vergleich zum SONY SEL 18-200
Das Megazoom von Sony besaß ich nur kurz und konnte es nicht sehr ausgiebig testen. Deswegen halte ich mir hier etwas zurück.
Das SONY SEL 18-200 schien mir optisch in etwa genauso gut wie das Tamron. Es ist aber wesentlich teurer und vor allem so riesenhaft, dass ich es allein deswegen nicht behalten wollte. Es sieht m.E. etwas lächerlich aus an der kleinen NEX5N. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Autofokus des Sony-Modells besser gefallen hat als der des Tamron. AF und Bildstabilisator sind beim Sony-Modell außerdem lautlos, was für passionierte Filmer wichtig sein könnte.

DIE SACHE MIT DER LICHTSTÄRKE
Ein weiterer Punkt, über den man in den Vergleichen zwischen dem Tamron hier und dem SONY SEL 18-200 fast nie etwas liest, ist die Lichtstärke. Obwohl hier beide dieselben Eckwerte aufweisen (3.5 -6.3), muss ich doch zugegen, dass mir der Verlauf beim SONY besser gefällt. Es hält die f5.6 wesentlich länger (bis weit über 100mm) als das Tamron, das schon bei etwas mehr als 70mm auf f6.3 geht. F6.3 ist natürlich nicht so der Hit, wenn das Licht mal nicht gut ist.
Das ist aber ein Problem, dass man mehr oder weniger bei allen Megazooms hat. Der Unterschied zwischen 5.6 und 6.3 macht da auch keinen Sommer mehr aus.
Ich würde daher allen NEX-Besitzern raten: Kaufen Sie sich (auch wenn es noch so bequem ist) nicht NUR ein Megazoom, sondern auch noch wenigstens eine kleine und lichtstarke Festbrennweite. Tagsüber braucht man die wegen der guten High-ISO-Fähgkeiten der NEX und wegen des guten Stabis des Tamrons nicht und kann sie bei Wanderungen absolut zu Hause lassen.
Abends jedoch erweitert man so seine Möglichkeiten extrem. Außerdem bietet eine Festbrennweite natürlich auch in kreativer Hinsicht noch eine deutliche Erweiterung der Möglichkeiten. Ich für meinen Teil habe ein das SEL 16mm f2.8 und ein Voigländer Nokton 40mm f1.4 und habe mich um das Thema Lichtstärke daher nicht weiter gesorgt. Das Tamron erfüllt für mich sowieso nur die Funktion als Reise- oder Ausflugszoom und das macht es klasse.

FAZIT
DAS TAMRON 18-200 für die NEX ist ein super gelungenes Stück Technik.
Man könnte bei der Gesamtwertung wegen der Verzeichnungen, der CAs und des etwas langsamen AF nur anfangen rumzumäkeln. Ich bewerte das Objektiv aber im Vergleich zur direkten Konkurrenz der MEGAZOOMS. Und da findet man diese Problemchen überall. Das Tamron bietet diesbezüglich vergleichsweise sehr gute Leistungen und insgesamt einfach ein gutes Gesamtpaket.
Wer ein Reiseobjektiv für die NEX sucht, sollte unbedingt zugreifen. Mehr noch. Das gute Stück hat mich in der Überzeugung bestärkt, dass der Wechsel von der Canon 550D zur NEX richtig war. Denn nach meiner Erfahrung ist ein so gutes Megazoom für CANON schlicht nicht verfügbar. Mit diesem Teil, dem Kitobjektiv und ein bis zwei Festbrennweiten hat man wirklich alles was man braucht, um mit der NEX für jede Situation gewappnet zu sein.
Ich bin wirklich SEHR ZUFRIEDEN

UPDATE nach 5 MONATEN:
meine Begeisterung ist einfacher Zufriedenheit gewichen. Die Schärfe ist halt doch nur im Vergleich zu anderen Superzooms gut, sonst eher Durchschnitt und vor allem der teilweise doch recht unzuverlässige Autofokus haben meine anfängliche Begeisterung mittlerweile doch etwas abgekühlt.
Kommentar Kommentare (28) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2012 10:18 PM CET


Voigtländer 40mm F/1.4 Nokton classic MC schwarz für Leica M
Voigtländer 40mm F/1.4 Nokton classic MC schwarz für Leica M

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Exquisite Qualität - besondere Empfehlung für Sony NEX, 20. Januar 2012
Ich kann mich den Ausführungen meines Vorredners nicht anschließen. Ich benutze das Objektiv mit einem Novoflex-Adapter an einer NEX 5N und bekomme regelmäßig ganz tolle Ergebnisse.
Das Bokeh bei f1.4 ist zwar in der Tat nicht besonders hübsch, es bessert sich aber erheblich, wenn man auf f2 abblendet. Für das Spiel mit der Tiefenschärfe bleibt da immer noch viel Raum.
Die mechanischen Qualitäten des Objektivs sind beinahe über jeden Zweifel erhaben. Ich habe noch nie eine so super verarbeitete Optik benutzt. Dass man manuell fokussieren und auch die Blende manuell einstellen muss, finde ich nicht schlimm, sondern im Gegenteil gerade reizvoll. Man lernt auch einiges dazu, wenn man dauernd gezwungen ist, praktisch alles selbst einzustellen.
Ebenfalls erwähnenswert finde ich im Übrigen die genial kleinen Abmessungen. Obwohl das Teil sogar am Vollformat einer Leica oder Bessa funktionieren würde, ist es wesentlich kleiner als bspw. das Sigma 30mm 1.4. Auch das ist ein Grund, warum die Besitzer von spiegellosen Systemkameras mal einen Blick auf die Objektivserie von Voigtländer werfen sollten. Das Ding passt einfach super auf diese neuen kleinen Superknipsen (und schlecht aussehen tut es auch nicht).
Voigtländer bietet das Objektiv übrigens in zwei Versionen an. Bei der sog. S.C.-Version sind die Linsen nur einfach beschichtet (s.c. = single-coated). Dadurch ist der Kontrast nicht so gut wie bei modernen mehrfach vergüteten Linsen. Was jetzt zunächst mal nur nachteilig klingt, macht für manche Leute durchaus Sinn. Man muss nur mal betrachtet, wie viel Mühe sich viele Fotonarren heutzutage geben, um mit aufwendiger Nachbearbeitung einen Look hinzukriegen, wie ihn Kameras vor 40 Jahren erzeugt haben. Mit der S.C.-Version ist das kein Problem. Sie eignet sich auch sehr gut für Schwarz/Weiß-Fotographie.
Wer auf hohe Kontraste Wert legt, sollte sich dagegen besser die m.c. (=multi-coated) Variante holen. Beide sind in der Regel etwa gleich teuer.
Ich habe mich für die SC-Version entschieden und bin mit dem Look der Bilder seeehr zufrieden. Sehr gedämpfte Farben und eine Bildcharakteristik, die ich einfach "klassisch" nennen will.
Die Schärfe ist auch beeindruckend. Bei f1.4 sind die Ränder zwar nicht wirklich toll und auch der Kontrast könnte besser sein. Im Zentrum geht es aber schon ziemlich gut. Abgeblendet wird das Nokton bei f2 gut und ab ca. f3.5 richtig SCHARF. Außer meinem Canon 50mm 1.8 II, welches in etwa gleichauf liegt, kann da keines meiner anderen Objektive mithalten, nicht das Tamron 17-50 2.8, non V.C. nicht das Canon 15-85 IS und schon gar nicht das bereits erwähnte Sigma 30 1.4, welches ich jetzt, wo ich die NEX und dieses Voigtländer Nokton besitze, kaum noch verwende.
Ja, und warum dann nur 4 Sterne?
Weil ich nunmal sehr hohe Ansprüche an die Top-Bewertung habe und das Nokton nicht frei von Schwächen ist.
Das erwähnte Bokeh bei Offenblende ist für mich ein Wermuthstropfen. Das möchte ich nicht leugnen. Und sehr schade ist auch, dass die Naheinstellgrenze bei ca. 70cm liegt. Das ist im engen Gewühl so mancher Abendveranstaltung, für die das gute Stück ja an sich gemacht ist, etwas zu viel für meinen Geschmack. Es wäre jedenfalls toll, wenn man manchmal zumindest eine Hand breit näher ans Motiv ran könnte.
Dass ein guter Adapter gleich mit mehr als 100 Euro zu Buche schlägt ist natürlich auch ziemlich blöd, aber das möchte ich dem Nokton jetzt nicht vorwerfen. Es ist schließlich nunmal kein NEX-Objektiv, sondern ein Leica/Bessa.

FAZIT:
So lange das Sony SEL 50 1.8 noch nicht verfügbar ist (und vielleicht auch danach noch), ist das Voigtländer Nokton 40 1.4 für NEX-User auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
Für Micro-Four-Thirds-Kameras würde ich das Objektiv vielleicht nicht unbedingt empfehlen, weil es mit dem M.Zuiko 45 f1.8 einen sehr guten Konkurrenten hat, der zudem auch noch billiger ist.
Das manuelle Spiel mit einer Optik dieser mechanischen Qualität macht aber auf jeden Fall Spaß und auch Lust auf MEHR. Das Color-Heliar 75 f2.5 habe ich mir jedenfalls schon vorgemerkt.


Tiffen Filter 49MM CIRCULAR POLARIZER FILTER
Tiffen Filter 49MM CIRCULAR POLARIZER FILTER
Preis: EUR 49,20

4.0 von 5 Sternen gutes Produkt aber sehr hoch gebaut, 21. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Rezension bezieht sich auf den Filter im Durchmesser von 49mm!
Ich hatte den Filter nur für kurze Zeit muss ich gestehen. Deswegen ist mein Urteil über die optischen Leistungen vielleicht mit etwas Vorsicht zu genießen. Ich konnte allerdings keine Probleme mit Reflexionen feststellen.
Die Abdunklung bewegte sich im normalen Bereich. Der Verlust betrug knapp zwei Blendenstufen (haargenau so viel wie bei meinem Polfiltern von Marumi.
Das Teil wird in einer kleinen Plastikbox geliefert (wie üblich). Die Verarbeitung des Tiffen-Filters ist sehr gut. Der Lack über dem Metallring hält allerdings scheinbar nicht besonders toll.

Wichtig für Sony-Nex-Nutzer:

Der Filter vignettiert sowohl am 16mm Pancake, als auch am Kit-Objektiv. Das hätte ich nicht vermutet. Allerdings ist das gute Stück schon recht hoch gebaut. Jedenfalls musste ich ihn deswegen zurückgeben.


Audioline V100 BabyCare drahtlos Babyphon
Audioline V100 BabyCare drahtlos Babyphon

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen gefährliche Macken und schlechte Haltbarkeit, 2. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kann die vielen pos. Rezensionen hier nicht ganz nachvollziehen.

Es stimmt zwar schon, dass die Ausstattung des Gerätes mit der Kamera etwas tolles ist. Und auch die Schlafliedfunktion hat unserer Tochter gut gefallen.

Es muss aber doch gesagt werden, dass die Reichweite des Funkteils wirklich sehr schlecht ist. Ab zwei Wänden aufwärts wird der Empfang zur reinen Glückssache.

Ganz mies finde ich auch, dass es kein akustisches Warnsignal gibt, wenn der Akku lehr geht. Es gibt zwar ein Lämpchen, das für eine Weile blinkt statt durchgängig zu leuchten. Wenn man gerade selber schläft oder abgelenkt ist, sieht man das aber nun mal nicht. Diese Macke finde ich geradezu gefährlich. Man kauft das Teil schließlich gerade deswegen, weil man glaubt, so immer zu wissen was im Kinderzimmer vor sich geht.

Letztgenannter Punkt wird dadurch noch verschärft, dass der Akku extrem anfällig für den Memory-Effekt ist. Wir haben das Gerät jetzt seit einem knappen halben Jahr und er hält jetzt nur noch wenige Minuten - auch wenn er vorher stundenlang geladen wurde. Ohne die Ladestation ist das Empfangsteil jetzt also vollkommen nutzlos. Wir werden das Gerät daher reklamieren und uns ggf. ein anderes besorgen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 24, 2011 6:25 AM MEST


Sonnenblende JJC LH78E ähnlich EW78E für Canon EF-S 1:3.5-5.6/15-85mm IS USM
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Wird angeboten von Timetrends24 - Schnellversand aus Deutschland
Preis: EUR 8,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein paar grundsätzliche Gedanken, 18. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Blende ist von JJC der Objektivdeckel ein No-Name-Produkt.

Im Gegensatz zum Canon-Original ist die Sonnenblende innen weder mattiert noch (so wie etwa bei Tamron üblich) geriffelt. Von daher mag es sein, dass hin und wieder in kleines Fitzelchen Licht vom Innenrand der Blende ins Objektiv reflektiert wird.
Dazu möchte ich aber sagen, dass Sonnenblenden für Zoom-Objekive sowieso nicht jeden überflüssigen Lichteinfall verhindern können, da die Ränder der Sonnenblende ja immer nur so weit nach vorne ragen dürfen, wie es die äußerste Weitwinkelstellung des jeweiligen Objektivs erlaubt. Ansonsten gäbe es Vignettierungen.
Aus diesem Grunde sollte man von der Wirksamkeit einer Sonnenblende für ein 15-85mm Objektiv ohnehin nicht zu viel erwarten. Jenseits der 15mm Einstellung kann die Blende seitlich einfallendes Licht nicht mehr vollständig blocken.
An den mechanischen Schutzeigenschaften einer Sonnenblende ändert das aber natürlich nichts.
Da ich diesbezüglich auch nicht erkennen kann, wie das Canon-Original das Objektiv besser vor Stößen schützen sollte als die hiesige JCC-Variante, sehe ich keinen Grund, warum man das Geld für den Aufpreis ausgeben sollte.
Von daher würde ich jedem, der sich - trotz der genannten Einschränkungen - überhaupt eine Sonnenblende für sein 15-85 mm besorgen möchte, zu diesem Modell hier raten.

Beide gelieferten Teile machen von der Verarbeitung her übrigens einen ausreichend guten Eindruck. Da das verwendete Plastik aber doch recht billig wirkt, gebe ich im Ergebnis dennoch "nur" 4 Sterne.

Die Abwicklung des Kaufes mit dem Lieferanten Timetrends hat super geklappt.


Tamron 18-270mm F/3,5-6,3 Di II VC PZD Objektiv (62mm Filtergewinde) für Canon
Tamron 18-270mm F/3,5-6,3 Di II VC PZD Objektiv (62mm Filtergewinde) für Canon
Preis: EUR 362,91

1.195 von 1.232 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie gut ist gut genug?, 14. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für dieses Objektiv müsste man eigentlich zwei Beurteilungen abgeben. Eine gute für das Produkt als Superzoom und eine eher mäßige für das Produkt als Objektiv wie alle anderen auch.
Es ist nichts neues, dass Superzooms optisch nicht die höchste Auflösung, nicht den besten Kontrast etc. bieten. Auf der anderen Seite kann ich aber auch nicht einfach so tun, als gäbe die Einschränkungen nicht und so sind es eben "nur" drei Sterne. Ich hoffe aber, dass jeder Leser sich hier das Bild macht, das für ihn gerade interessant ist.

AUF DEN ERSTEN BLICK
Schon beim Auspacken des guten Stücks fällt auf, dass es wieder mit der wirklich sehr großzügigen 5-Jahresgarantie kommt (vorausgesetzt man registriert das Produkt). Außerdem ist man wirklich baff, wie klein, leicht und kompakt ein Zoom mit derartigem Brennweitenbereich sein kann. RESPEKT, Tamron! Das habt Ihr wirklich toll gemacht.
Dass die Sonnenblende mitgeliefert wird, ist auch schön abgesehen von den bösen Canon aber auch normal.
Die Qualitätsanmutung des Objektivs ist ganz gut. Nichts besonderes allerdings. Der Zoomring geht relativ schwer. Das fand ich persönlich nicht schlimm, zumal es Lens-Creep wirksam verhindert. Weniger gut hat mir da schon der manuelle Fokusring gefallen. Er verläuft viel zu steil und ist viel zu leichtgängig. Manuelles Fokussieren macht so jedenfalls keinen Spaß.

Bildqualität
1. Auflösung
Die Auflösung des Tamron 18-270 pzd ist viel besser, als ich gedacht habe. Es gibt zwar ein paar Stellen auf der Zoomskala, die wirklich mies aussehen (und leider sind das sehr wichtige Stellen). Wer seine Bilder nicht übermäßig groß ausdruckt oder in der 100%-Ansicht bewundert, der sollte aber in der Mehrzahl der Fälle zufrieden sein. Schade, dass die Abbildungsleistung ausgerechnet bei 18mm und bei 250-270mm (jeweils offen) besonders problematisch ist. Das ist vor allem im Tele ein Problem. Denn hier kann man die Qualität zwar durch Abblenden verbessern, hat dann aber ein echtes Lichtproblem. 270mm (432mm Kleinbild) bei f8 wollen schließlich erst mal ruhig gehalten werden. Außerdem erschwert das Abblenden natürlich das Freistellen eines Motivs.

2. Kontrast
In dieser Disziplin konnte mich das Tamron 18-270 pzd nicht überzeugen. Von den 5 Objektiven, die ich besitze (davon keines ein "L") bot es den mit Abstand schlechtesten Kontrast. Ebenso wie die Auflösung wird auch der Kontrast durch Abblenden erheblich verbessert. Aufgrund der Lichtverhältnisse will oder kann man aber eben nicht immer abblenden.

3. Chromatische Aberrationen
Sind leider reichlich vorhanden (wenn auch weniger in der Bildmitte). Abblenden hilft, aber....

4. Verzeichnung
Ich fand die Verzeichnung insgesamt tragbar. Sie ist in den meisten Brennweitenbereichen durchaus sichtbar, m.E. aber nur im Weitwinkel störend.

5. Farben
Die Farbwiedergabe leidet etwas unter dem mäßigen Kontrast. Ich hatte teilweise auch den Eindruck, dass die Linse etwas gelblich färbt.

6. Flares
sind mir nicht aufgefallen

AUTOFOKUS
Das Piezo-Drive des Tamron war für mich einer der Kaufgründe (ich dachte, ich könnte so mein lahmes 55-250 IS in Rente schicken). Tatsächlich ist der Fokus sehr angenehm leise und funktioniert zuverlässig. Leider arbeitet er keineswegs schneller als ein herkömmlicher Mikromotor. Im Gegenteil. Ich glaube, dass z.B. das Canon 18-200 schneller ist als der Testkandidat.

BILDSTABILISATOR
Antishake funktioniert gut beim Tamron 18-270 und gibt nur ein leises Geräusch von sich. Die Wirkung liegt allerdings sicher nicht bei 4 Blendenstufen (schafft die Konkurrenz aber auch nicht), sondern wohl eher bei guten 2.
Bei Testaufnahmen zu Hause habe ich außerdem festgestellt, dass sich der Stabi wirklich gar nicht mit Stativen verträgt. Ich weiß, das sagt man über alle Bildstabilisatoren. Ich habe den negativen Effekt aber noch nie so deutlich gesehen wie hier.

FAZIT
Als Superzoom macht das Tamron 18-270 pzd eine gute Figur. Gewicht und Ausmaße machen es zu einem tollen Reisebegleiter, und die Schärfe dürfte für die allermeisten Urlaubsfotos oder Bilder von Parties und Familienfeiern ausreichen. Das Maß an Verzeichnung und CAs geht angesichts der weiten Brennweite noch in Ordnung. Nicht gut finde ich allerdings den wirklich schwachen Kontrast sowie die Ausfälle in der Schärfe bei 18 und bei 270mm bei Offenblende. Die Lichtschwäche schränkt die Allround-Fähigkeiten der Linse ein, und der leise Autofokus müsste schneller sein. Außerdem finde ich auch den Preis angesichts der Leistungen der Konkurrenz (und dazu zählen m.E. auch Bridge-Kameras mit Superzoom) etwas happig. Insgesamt würde ich für das Superzoom die NOTE 2- vergeben.

Wertet man die bauartbedingten Kompromisse nicht als Entschuldigung, sieht die Sache natürlich anders aus. Da haben wir ein vergleichsweise teures Objektiv, das in keiner Einstellung 100%ig scharf wird, licht- und kontrastschwach ist und mit Verzeichnungen und CAs nicht spart. Es bietet eine Art Ultraschallmotor, fokussiert aber nicht schnell. Es besitzt einen Bildstabi, eignet sich aber wegen der schwachen Lichtstärke trotzdem nicht für Low-Light-Situationen. Als ENDNOTE wäre für mich bei ganz nüchterner Betrachtung daher nicht mehr als eine glatte 4 drin.
Ich bin froh, dass ich das Objektiv testen konnte. Wenn ich auf der nächsten Wanderung wieder über die ständig notwendigen Objektivwechsel oder über das Gewicht meines Rucksacks fluche, weiß ich wenigstens wieder, warum ich das tue. Den Hobby-Fotographen unter Ihnen, denen Bildqualität wichtig ist, rate ich davon ab, dieses Objektiv zu kaufen.
Wer seine Prioritäten anders als ich voll auf Flexibilität setzt, der darf meine Bewertung dagegen gerne als 4-Sterne-Rezension lesen. Denn wer in Kenntnis all der notwendigen Kompromisse ein Superzoom haben möchte, der ist mit dem TAMRON 18-270 sicherlich gut beraten.
Kommentar Kommentare (21) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2014 4:58 PM CET


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