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Rezensionen verfasst von
Robert le Diable (Hamburg)

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Kate Royal
Kate Royal
Preis: EUR 17,19

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Große Stimme - Mittelmäßige CD, 18. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Kate Royal (Audio CD)
Kate Royal ist sicherlich eine der aufregensten Sopran-Entdeckungen der letzten Jahre. Eine schöne, individuelle Sopranstimme, dunkel abgetönt aber dennoch kräftig in der Höhe. Auf ihrer ersten Arien-CD beweist sie zudem die Fähigkeit zur intelligenten Interpretation in sehr unterschiedlichen Partien. Hierin liegt meines Erachtens nach aber auch der hauptsächliche Schwachpunkt der CD: die Repertoirewahl bietet von allem ein bisschen aber nichts richtig. Süsslich-schmalzige Partien überwiegen. Hier scheint mir all zu sehr in eine "Best of" Richtung gedacht worden zu sein. Ein bisschen mehr Konsequenz in der Repertoirewahl, und an mancher Stelle ein bisschen mehr Biss, hätten der CD gut getan.
Dennoch läßt das Album erahnen das von Kate Royal in der Zukunft noch vieles zu erwarten ist. Unbedingt im Auge behalten!


American Doll Posse
American Doll Posse
Preis: EUR 6,99

25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Kern!, 1. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: American Doll Posse (Audio CD)
Tori Amos ist und wird wohl auf alle Zeit mit einem großen Markel behaftet sein. Nämlich dem, das sich ihre Fans, zumindest diejenigen der ersten Jahre (und das sind viele aus ihrer überaus treuen Fangemeinde), doch eigentlich irgendwie die rotbeschopfte Frau zurückwünschen die allein und verloren am Bösendorfer sitzt und einem was von der Welt erzählt: der da draussen und vor allem der in ihr drinnen.

Aber Tori Amos wäre keine wirkliche Künstlerin wenn sie, mittlerweile 43, noch bei der "a girl and her piano" Nummer geblieben wäre, mir der sie mit den Alben von 1991 und 1994 bekannt wurde. Die Dame hat sich, ebenso wie die Welt um sie herum, weiterentwickelt.

Nun also das neue Album "American Doll Posse" - Konzept und Titel klingen zunächst ein wenig abenteuerlich. Tori entwickelt insgesamt fünf weibliche Charaktere (von denen einer immerhin noch sie selbst ist), die sich in einer Art Girlgroup zusammenschließen und auf einem gemeinsamen Album ihre Sichtweise auf die Dinge kundtun die die Welt so bewegen (kurzgesagt). Das erinnert ein bisschen an das Coveralbum "Strange little girls" bei dem zumindest die Optik in diese Richtung ging. Das schöne ist, wenn man die CD erst in Händen hält, das Booklet mit den Kurztexten pro Charakter durchliest und auch einen Blick auf die zugehörigen Songtexte wirft merkt man schnell: es ist verstiegen, verkopft und irgendwie schräg, aber es hat einen genialen Kern und Frau Amos meint es mit ihrer Idee, wie immer, durchaus ernst. Marketingtaugliche Werbegags a la "ich gründe eine Girlgroup mit mir selbst" gibt es hier nicht...dazu ist die Sache in ihren Einzelteilen viel zu schwer zu schlucken.

Bezüglich der Musik läßt sich auf jeden Fall eines festhalten: American Doll Posse ist das am besten produzierte Tori Amos Album bis dato überhaupt - und es hat eine Richtung. Letzteres war das große Manko des Vorgängeralbums "The Beekeper", bei dem man das Gefühl bekam das Frau Amos gleichzeitig über zu viele Themen reden und musikalisch in zu viele Richtungen rennen wollte. Da ging es dann letztendlich um alles und nichts, und viele schöne einzelne Momente fügten sich nicht zu einem wirklichen Ganzen. Dies ist auf "American Doll Posse" anders... auf schräge Keyboard-Sounds wird zugunsten eines auf Live-Auftritte ausgerichteten Band-Sounds verzichtet in dem das Klavier immer vorhanden aber nie übermäßig präsent ist. Einige Nummern (Teenage Hustling, You can bring your dog...) kommen mit fetten E-Gitarrensounds daher, was hier zum ersten mal bei Amos nicht künstlich, sondern nach einem wirklichen Band-Sound klingt. Andere Songs bewegen sich eher in dem Tori Amos so eigenen angeschrägten Pop-Segment (Bouncing off Clouds, Secret Spell, Big Wheel). Und dann blitzen doch auch immer wieder die so intensiven Momente auf in denen es einem kalt über den Rücken läuft...so bei Code Red, Almost Rosey, Girl Disappearing, Dragon. Da merkt man das sich das Songwriting trotz aller erreichten Geschliffenheit doch nicht gänzlich von der emotionalen Unmittelbarkeit verabschiedet hat, das die ersten drei Amos-Alben prägte. Da ist dann doch wieder das Mädchen am Klavier das einem etwas von sich selbst und der Welt erzählt.

Insgesamt ist "American Doll Posse" seit "From the Choirgirl Hotel" das gelungenste Tori Amos Album...nicht weil die Alben dazwischen schlecht gewesen wären, sondern weil hier das erste mal wieder eine Ausgewogenheit von Aussage und musikalischen Mitteln erreicht ist. Ein phantastisches Album an dem man lange zu knappsen haben wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 11, 2013 3:35 AM MEST


American Doll Posse
American Doll Posse
Preis: EUR 24,19

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Kern!, 1. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: American Doll Posse (Audio CD)
Tori Amos ist und wird wohl auf alle Zeit mit einem großen Markel behaftet sein. Nämlich dem, das sich ihre Fans, zumindest diejenigen der ersten Jahre (und das sind viele aus ihrer überaus treuen Fangemeinde), doch eigentlich irgendwie die rotbeschopfte Frau zurückwünschen die allein und verloren am Bösendorfer sitzt und einem was von der Welt erzählt: der da draussen und vor allem der in ihr drinnen.

Aber Tori Amos wäre keine wirkliche Künstlerin wenn sie, mittlerweile 43, noch bei der "a girl and her piano" Nummer geblieben wäre, mir der sie mit den Alben von 1991 und 1994 bekannt wurde. Die Dame hat sich, ebenso wie die Welt um sie herum, weiterentwickelt.

Nun also das neue Album "American Doll Posse" - Konzept und Titel klingen zunächst ein wenig abenteuerlich. Tori entwickelt insgesamt fünf weibliche Charaktere (von denen einer immerhin noch sie selbst ist), die sich in einer Art Girlgroup zusammenschließen und auf einem gemeinsamen Album ihre Sichtweise auf die Dinge kundtun die die Welt so bewegen (kurzgesagt). Das erinnert ein bisschen an das Coveralbum "Strange little girls" bei dem zumindest die Optik in diese Richtung ging. Das schöne ist, wenn man die CD erst in Händen hält, das Booklet mit den Kurztexten pro Charakter durchliest und auch einen Blick auf die zugehörigen Songtexte wirft merkt man schnell: es ist verstiegen, verkopft und irgendwie schräg, aber es hat einen genialen Kern und Frau Amos meint es mit ihrer Idee, wie immer, durchaus ernst. Marketingtaugliche Werbegags a la "ich gründe eine Girlgroup mit mir selbst" gibt es hier nicht...dazu ist die Sache in ihren Einzelteilen viel zu schwer zu schlucken.

Bezüglich der Musik läßt sich auf jeden Fall eines festhalten: American Doll Posse ist das am besten produzierte Tori Amos Album bis dato überhaupt - und es hat eine Richtung. Letzteres war das große Manko des Vorgängeralbums "The Beekeper", bei dem man das Gefühl bekam das Frau Amos gleichzeitig über zu viele Themen reden und musikalisch in zu viele Richtungen rennen wollte. Da ging es dann letztendlich um alles und nichts, und viele schöne einzelne Momente fügten sich nicht zu einem wirklichen Ganzen. Dies ist auf "American Doll Posse" anders... auf schräge Keyboard-Sounds wird zugunsten eines auf Live-Auftritte ausgerichteten Band-Sounds verzichtet in dem das Klavier immer vorhanden aber nie übermäßig präsent ist. Einige Nummern (Teenage Hustling, You can bring your dog...) kommen mit fetten E-Gitarrensounds daher, was hier zum ersten mal bei Amos nicht künstlich, sondern nach einem wirklichen Band-Sound klingt. Andere Songs bewegen sich eher in dem Tori Amos so eigenen angeschrägten Pop-Segment (Bouncing off Clouds, Secret Spell, Big Wheel). Und dann blitzen doch auch immer wieder die so intensiven Momente auf in denen es einem kalt über den Rücken läuft...so bei Code Red, Almost Rosey, Girl Disappearing, Dragon. Da merkt man das sich das Songwriting trotz aller erreichten Geschliffenheit doch nicht gänzlich von der emotionalen Unmittelbarkeit verabschiedet hat, das die ersten drei Amos-Alben prägte. Da ist dann doch wieder das Mädchen am Klavier das einem etwas von sich selbst und der Welt erzählt.

Insgesamt ist "American Doll Posse" seit "From the Choirgirl Hotel" das gelungenste Tori Amos Album...nicht weil die Alben dazwischen schlecht gewesen wären, sondern weil hier das erste mal wieder eine Ausgewogenheit von Aussage und musikalischen Mitteln erreicht ist. Ein phantastisches Album an dem lange zu knappsen haben wird.


Aria Cantilena
Aria Cantilena
Preis: EUR 20,62

44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum!, 21. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Aria Cantilena (Audio CD)
Nachdem ich Elina Garancas umwerfenden Auftritt beim Dresdner Opernball gesehen hatte, habe ich mir sofort ihre neue CD besorgt. Das Album ist ein absolutes Erlebnis. Das Repertoire ist eine recht bunte Zusammenstellung verschiedener Stile und gibt gerade deshalb ein so vollkommenes Bild der Qualitäten dieser Sängerin ab. Selbst im Koloraturfeuerwerk der Rossini-Arien klingt ihre Stimme warm und leidenschaftlich. Umsomehr in dem romantisch schwelgerischen Parien wie dem Finale des Rosenkavaliers oder Massenets Werther. Gesangstechnisch ist Garanca perfekt, dabei immer ausdrucksstark.

Besondere Geheimtips sind die spanischen Nummern auf der CD. Das Titelstück Aria Cantilena von Villa-Lobos ist einfach ein Traum!

Also: Uneingeschränkt Empfehlenswert!


Russian Album (Ltd. Deluxe Edt.) (CD + DVD)
Russian Album (Ltd. Deluxe Edt.) (CD + DVD)

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschafft!, 1. November 2006
Von den einen viel geliebt, von den anderen hart kritisiert ist die Netrebko dieser Tage. Letzteres wohl der Preis für den Starrummel der um die russische Operndiva gemacht wird, denn mit ihrem neuen Album beweist sie für mich nun endgültig das sie es vornehmlich verdient hat, geliebt zu werden. Schon nach wenigen Minuten wird einem schlagartig klar wo der glutural gefärbte, dunkel abgetönte, stets gedeckte Klang dieser Sängerin herkommt...er entspricht so perfekt, so ultimativ dem Geist dieser Musik und dem der russischen Sprache das es mir schwer fällt, mir die meisten dieser Arien überhaupt mit einer anderen Stimme vorzustellen.

An jeder Ecke merkt man dem Album an das es eine Herzensangelegenheit aller Beteiligten ist. Wunderschöne Musik, lyrisch, melancholisch, winterlich...einfach zum dahin schmelzen. Ein besonderes Highlight ist das zweite Stück der CD, ein eher unbekanntes Orchesterlied von Rachmaninov. Zum niederknien! Netrebkos Stimme leuchtet über dem grauen Glanz des Orchesters wie eine Laterne in einer Winterlandschaft.

Mit diesem Album hat es die Netrebko für mich endgültig geschafft! Da sitzt einfach alles...ein perfektes Album, und alles was man sich wünscht ist: mehr davon!!


Das Mozart Album
Das Mozart Album
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 24,99

33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Happy Birthday Mozart!, 26. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Mozart Album (Audio CD)
Der polemischen Kritik meines "Vorredners" kann ich mich ganz und gar nicht anschließen. Ich habe den Kauf des Mozart Albums nicht bereut. Im Gegenteil, es ist bei mir seit Tagen im Einsatz. Einfach eine tolle Zusammenstellung, eine Nummer stärker als die andere...und was sonst als Recycling von älteren Aufnahmen in Billo-Aufmachung daher kommt, ist hier alles extra für diesen Zweck neu eingespielt worden.

Die Sängerriege ist erste Sahne: René Pape der momentan beste Bass überhaupt, ein unglaublich starker Bryn Terfel der bei Mozart seine humoristischen und kommunikativen Talente besonders gut ausspielen kann. Thomas Quasthoff, mehr ein Lied- als ein Opernsänger, bringt sehr ausgefeilte, mit feinstem Humor arbeitende Interpretationen der berühmten Register- und Papageno-Arien und ist ein perfekter einfühlsam-verführerischer Don Giovanni im Duett mit der Zerlina Anna Netrebkos. Absolut brilliant ist die lettische Mezzo-Sopranistin Elina Garanca. Ihr "Parto, Parto" ist der dramatische Höhepunkt der CD. Anna Netrebko ist keine gebohrene Mozart-Sängerin, verleiht dieser Musik aber mit ihrem glutural abgetönten, anrührenden Sopran eine emotionale Direktheit die man nur selten hört. Ihr Mozart ist nicht perfekt, aber er geht direkt unter die Haut! Der absolute Höhepunkt der CD: das Liebes-Duett aus Clemenza di Tito mit Elina Garanca und Anna Netrebko. Die Stimmen passen perfekt zueinander - eines der schönsten Liebes-Duette der Opernliteratur, zum sterben schön dargebracht. Wer da nicht vor Rührung vergeht ist selber schuld!

Eine Sammlung kurzer, eingängiger, eigenständiger Nummern, eine schöner, ergreifend, mitreißender als die nächste - für mich funktioniert dieses Album fast wie eine Pop-CD, und zeigt damit wiederum das unerschöpfliche Potential von Mozarts Musik.


Violinkonzert / Ouvertüren
Violinkonzert / Ouvertüren
Preis: EUR 10,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brahms zweites Violinkonzert?, 19. Januar 2001
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert / Ouvertüren (Audio CD)
Das Violinkonzert No. 3 von Joseph Joachim, Zeitgenosse und enger Freund von Johannes Brahms, stellt eine ungeahnte Bereicherung für das Konzert-Repertoire des 19. Jahrhunderts dar. Obwohl das Konzert eines Virtuosen ist hier technische Brillianz nie Selbstzweck. Das Orchester kommt zu voller Entfaltung, die Violine wirkt als Soloinstrument nie aufdringlich. Wer sich am Violinkonzert von Brahms "satt" gehört hat, wird Joachim lieben!


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