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Beiträge von Robert le Diable
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Rezensionen verfasst von
Robert le Diable (Hamburg)

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Portraits - The Clarinet Album
Portraits - The Clarinet Album
Preis: EUR 16,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachtstimmungen..., 15. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Portraits - The Clarinet Album (Audio CD)
Andreas Ottensamers Album "Portraits" ist eine musikalisch vollauf gelungene Wanderung durch das Klarinettenrepertoire. Von den Jazz-Farben bei Gershwin, den sehr berührenden Stimmungsbildern bei Copland, Debussy und Amy Beach (ein wirklich interessantes Statement ein Werk dieser wenig bekannten amerikanischen Komponistin mit aufzunehmen), zum romantischen Pathos im Klarinettenkonzert No. 1 von Spohr schlägt das Album musikalisch einen großen Bogen ohne das man beim Hören je den Eindruck hätte, dass hier im Kern ungleiches vermischt wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Konzert von Domenico Cimarosa. Zu dessen Lebzeiten war die Klarinette gerade erst in der Entstehung. Das Konzert ist ein Arrangement eines Komponisten des 20. Jahrhunderts, basierend auf Klaviersonaten von Cimarosa. So klingt es dann auch irgendwie spätbarock-formelhaft und modern, heiter und augenzwinkernd, alles zur gleichen Zeit.

Eine tolle Ergänzung und ein Schaulaufen für den Solisten. Ottensamer hat einen wunderschön warmen, biegsamen Ton und spielt mit großer Inspiration und Musikalität. Für jedes der Stücke findet er den richtigen Stil und bleibt dabei doch seiner eigenen Spielart stets verpflichtet. Nezet-Seguin und Rotterdam Philharmonic begleiten mit viel Ausdrucksstärke und Engagement.

Eine super Aufnahme, nicht nur für Klarinettenfreunde. Perfekter abendlich-nächtlicher Hörgenuss.


Le Sacre du Printemps/Apollon
Le Sacre du Printemps/Apollon
Preis: EUR 14,11

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geht doch noch besser..., 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Le Sacre du Printemps/Apollon (Audio CD)
...an Sacre-Einspielungen mangelt es aktuell ja nun wirklich nicht. Das die Berliner Philharmoniker sich nun einmal mehr mit diesem Werk verewigen mussten... naja, die Welt hat nicht darauf gewartet. Die Aufnahme ist an sich schon gelungen - guter Sound, starke dynamische Abschattierungen, sehr viel Drive. Aber was Neues hat sie dennoch nicht zu sagen. Künstler dieses Formats könnten bei der Repertoire-Wahl durchaus etwas mehr Ehrgeiz entwickeln.


Brahms: Violinkonzert Op. 77 / C. Schumann: 3 Romanzen Op. 22
Brahms: Violinkonzert Op. 77 / C. Schumann: 3 Romanzen Op. 22
Preis: EUR 16,54

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nur Mittelmaß..., 9. März 2013
Lisa Batiashvili ist aus meiner Sicht die beste Geigerin ihrer Generation. Die Intensität und absolute Hingabe mit der sie sich die immer sorgfältig ausgewählten Repertoire-Stücke aneignet verdienen größten Respekt, zumal in einer Zeit wo fast jeder Solist fast jedes Repertoire spielt. Ihre letzte Aufnahme Echoes of Time, vor allem das Shostakovich Konzert darauf, war herausragend. Umso enttäuschter war ich von dieser Brahms Aufnahme. Es ist zwar Enttäuschung auf hohem Niveau, den Batiashvili spielt auch hier mit größtem Können und interpretatorischer Tiefe. Aber es gibt doch einige Faktoren die hier nicht so recht zusammenpassen:

- Das Koordination mit Thielemann ist offenkundig schwierig. An vielen Stellen geht das Orchester überhaupt nicht auf die Feinheiten und Farbgebungen ein, an denen Batiashvili sich abarbeitet. So steht oft eine sehr fein ausschattierte und mitunter eigenwillige Violinstimme neben einem mit groben Gesten daherfegenden Orchester.

- Die Mischung des Konzerts ist irritierend. Es ist sehr viel Hall auf der Violine, deutlich mehr als auf dem Orchester. Erzeugt für mich ein etwas künstliches Klangbild das die Geigerin eigentlich nicht nötig hätte.

- Die Kopplung mit den Clara Schumann Romanzen ist ganz schön, aber ich hätte mir ein substantielleres Stück gewünscht als die süsslichen Miniaturen. Die Paarung mit Alice Sara Ott erscheint mir auch nicht die beste zu sein. Musikalisch treffen sich die beiden Damen hier nicht auf gleicher Augenhöhe.

- Ich lese für gewöhnlich die Begleithefttexte nicht, aber in diesem Fall habe ich es mal getan. Batiashvili hat sich dafür entschieden die Busoni-Kadenz im Brahms zu spielen, anstatt der vom Komponisten autorisierten Joachim-Kadenz die eigentlich jeder spielt. Bezeichnenderweise ist dieser einzige wirklich interessante weil ungewöhnliche Programmfaktor im Text mit keinem Wort erwähnt. Dafür gibts viel Gesäusel zum Verhältnis von Brahms, Clara Schumann und Joachim.

So habe ich für eine Aufnahme der ich sehr entgegen gefiebert habe am Ende leider nur zwei Sterne zu vergeben. Batiashvili ist eine ganz große Geigerin. Ich hoffe bei ihrem nächsten Projekt kann sie das wieder zeigen.


For Now I am Winter
For Now I am Winter
Preis: EUR 16,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Album!!!!!!!!, 2. März 2013
Rezension bezieht sich auf: For Now I am Winter (Audio CD)
Ich kenne Olafur Arnalds Musik erst seit ca einem Jahr und war sehr gespannt auf das neue Album. Dem gingen ja viele Ankündigungen voraus: erstmals mit Orchester, erstmals (teilweise) mit Gesang, erstmals auf einem Major Label. Mich überzeugt das Album voll und ganz. Es ist schon anders als die Vorgänger aber aus meiner Sicht spricht gerade das für das kreative Potential des Künstlers. So sehr ich die Vorgängerwerke mag, vor allem ...and they have escaped the weigth of darkness, noch ein Album mit 90% langsamen Klaviermelodien zu Streichquartett-Klängen wäre eine Enttäuschung gewesen. Ein Künstler muss sich ja auch weiter entwickeln und das ist hier absolut der Fall. Vom alten Arnalds Stil gibt es auf dem neuen Album ja auch noch einiges. Zum Beispiel Words of Amber oder das wirklich wunderschöne Only the Winds. Vocals gibt es auf 4 der neuen 12 Songs.
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Andere Stücke sind dagegen etwas poppiger und aufwendiger produziert als man es gewöhnt ist. Allerdings ist beim genauen Hinhören auch hier viel vom alten Arnalds zu hören, nur eben in neuer Form. Der Song For now I am Winter zum Beispiel, mit seinem langen Aufbau, einer unglaublich intensiven Stimmung und den sehr homogen sich einfügenden Vocals. Oder die ziemlich ausgeflippte Orchestrierung unter den Beats von Old Skin, die wohl vom amerikanischen Komponisten Nico Muhly stammt.

Stimmungsvoll, mitreissend, unheimlich gut produziert...ein Künstler der sich weiterentwickelt und neuen Herausforderungen stellt. So soll es sein. Das Album ist einfach top.

Aus meiner Sicht uneingeschränkte Kaufempfehlung!!


Damals in Ostpreußen: Der Untergang einer deutschen Provinz
Damals in Ostpreußen: Der Untergang einer deutschen Provinz
von Andreas Kossert
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Interessant..., 1. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
...allerdings mit Abstrichen. Grosse Teile des Buches decken sich mit anderen Veröffentlichungen des Autors zu Ostpreussen. Das wirkt ein bisschen unehrlich....ich hätte weitere Recherchen und zusätzliche Inhalte erwartet. Trotzdem gute Lektüre wenn man sich für das Thema interessiert.


The Killing
The Killing
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 13,80

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Soundtrack zu einer tollen Serie!, 23. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Killing (Audio CD)
In einigen Ländern, unter anderem Dänemark und Gross Britannien, sind die Geschichten um Kommissarin Lund mit ihrer grimmigen Haltung zum Leben und den ewigen Norweger-Pullis absoluter Kult. Auch in Deutschland ist die Serie sehr beliebt. Nun ist zum Start der dritten Serienstaffel der Soundtrack erschienen und der ist wirklich ein Glückstreffer, zumal für eine Fernsehserie. Hier sind Stücke aus allen drei Staffeln vereint: stimmungsvoll, melancholisch, düster, hochgradig spannend. Die Musik ist atmosphärisch dichter als so mancher Hollywood Soundtrack von heute. Und wann immer ich das Titel-Thema The Killing höre habe ich wieder die Bilder von der ersten Staffel im Kopf... absolut suggestiv. Besser geht's kaum für einen Soundtrack. Ein muss für jeden Fan der Serie und jeden Soundtrack-Fan!!


Chopin
Chopin
Preis: EUR 7,97

34 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mittelmaß, 31. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Chopin (Audio CD)
Die Pianistin Olga Scheps spielt sich seit längerem durch die deutschen Konzertsäle und Festivals ohne dabei übermäßig viel Aufmerksamkeit erregt zu haben...wieso sie nun auf einmal als "neuer Stern am Chopin Himmel" aufgegangen sein soll wird wohl für immer das Geheimnis ihrer Plattenfirma bleiben. Es mag auch an ihrem ansprechenden Äusseren liegen.

Scheps ist sicherlich eine talentierte Pianistin, gleichwohl aber keine herausragende, was auch an dieser ersten CD-Einspielung deutlich wird. Solide Anschlagskultur, Ballance, Phrasierung...alles in Ordnung, aber es fehlt dennoch die Persönlichkeit und Individualität die aus einem 'schönen' Chopin (und das 'schöne' in Chopins Musik läßt sich ja selbst von minderbegabten Pianisten kaum wegspielen) einen hervorragenden macht. Auch etwas störend ist die sinnfreie Zusammenstellung der Werke. Die vermeindlich hübschesten Chopin-Bonbons auf einer CD zusammenzustellen wirkt doch ziemlich anbiedernd. Wenigstens eines der gewichtigeren (dabei nicht weniger schönen) Werke des Komponisten hätte es schon sein dürfen.

Alles in allem noch 2 Sterne für eine solide Arbeit von Frau Scheps. Dennoch absolut keine Kaufempfehlung. Wer künstlerisch herausragendes Chopin-Spiel der jungen Pianistengeneration hören möchte sollte sich lieber bei zum Beispiel Rafal Blechacz oder Alice Sara Ott umsehen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 6, 2010 2:09 AM MEST


Beethoven & Britten Violin Concertos
Beethoven & Britten Violin Concertos
Preis: EUR 14,98

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jansen in Topform, 10. Oktober 2009
Janine Jansen ist definitiv eine der Top 5 Geigerinnen unserer Zeit. Ein schöner, warmer Ton gepaart mit einer unvergleichbaren Agilität und Energie zeichnen sie aus. Wer sie schon einmal live erlebt hat, weiss wovon ich rede: egal ob Kammermusik oder großes Violinkonzert, man kann sich ihrer zupackenden, hoch musikalischen Herangehensweise nicht entziehen.

Diese macht auch ihr neues Album zu einem absoluten Genuss. Das so viel gespielte Beethovenkonzert klingt bei ihr entschlackt und vital...eine wunderbare Abwechslung im Vergleich zu der sehr viel häufigeren "romantisierenden" Herangehensweise an dieses Stück. Bei Jansen und Järvi (der mit der Kammerphilharmonie Bremen ja zuvor auch schon einen bemerkenswerten Beethoven Sinfonien-Zyklus vorgelegt hat) hat das Konzert einen natürlichen Fluss in dem sich die so unterschiedlichen Einflüsse und Stilelemente in diesem Stück ganz selbstverständlich zu einem Ganzen zusammenfügen.

Das weniger häufig gespielte, aber dennoch durchaus populäre Britten-Violinkonzert zeigt Jansen dann mit all ihrer Energie und ihrem Feuer. Ein mitreißendes, packendes Stück, dem sie hier in beeindruckender Weise Leben einhaucht.

Kurzum: der Kauf lohnt sich!


Vivaldi
Vivaldi
Preis: EUR 18,67

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant, 11. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Vivaldi (Audio CD)
Eine wirklich brilliante künstlerische Leistung aller Beteiligten...eine CD die man sich immer wieder anhören kann, und die einem immer wieder Schauer über den Rücken treibt. Besonders interessant finde ich, daß der Komponist Vivaldi hier in allen seinen Facetten dargestellt wird. Durch seine Instrumentalkonzerte oft als betont virtuoser "Schrubbel"-Komponist abgestempelt, zeigt dieses Album das Vivaldi in seinen Opern mehr konnte als ausufernde Koloraturen zu schreiben. Alle möglichen Facetten der Oper werden hier angerissen und keine andere Sängerin als die Kozena könnte sie so formvollendet darstellen. Absolut empfehlenswert!!


Die Kunst der Fuge
Die Kunst der Fuge
Preis: EUR 15,79

47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchste Subtilität, 16. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Fuge (Audio CD)
Selten wagt sich die heutige Pianistengeneration an dieses vielleicht größte Meisterwerk Johann Sebastian Bachs. Das Wohltemperierte Klavier und die Goldbergvariationen scheinen den meist vornehmlich an der Musik des 19. Jahrhunderts geschulten Geistern sehr viel näher zu kommen. Nicht dagegen Pierre-Laurent Aimard dessen Auseinandersetzung mit der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts stets im Zentrum seiner Arbeit stand. Dies scheint auch seinen Zugriff auf die Kunst der Fuge hörbar zu beeinflussen. Keine unpassende "Romantisierung" der Musik Bachs, keine Suche nach Beethovenscher großer Geste. Aimards Kunst der Fuge ist ein Höhepunkt an musikalischer Subtilität. Seine Interpretation bewegt sich durchweg auf einer "Mittellage", dynamisch und ausdrucksmäßig. Dieses ermöglicht ihm, mit geringsten Veränderungen von Dynamik, Tempo und Farbgebung die einzelnen Stimmen herauszuarbeiten und ihnen ihren Charakter zu geben, ohne dabei sofort in ein romantisches Klangidiom zu verfallen. Wer sich die Zeit nimmt genau hin zu hören wird reich belohnt. Aimards Bach ist so reich an Schattierungen und Farben wie ich es selten zuvor gehört habe!


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