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Rezensionen verfasst von
pree (CH)

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Apfelkomplott
Apfelkomplott
Preis: EUR 3,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Autorin schöpft ihr Potential nicht aus, 11. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Apfelkomplott (Kindle Edition)
Ich habe bereits einige Bücher der Autorin gelesen, bislang meist mit grossem Vergnügen. Nach "Urlaub mit dem Ex" ist dieses nun das zweite Buch von ihr, das mich irgendwie unzufrieden zurück lässt. Ich habe das Buch nicht mit einem Lächeln, sondern eher mit einem Fragezeichen im Gesicht beendet.

Frau Lamberti hat einen schönen Schreibstil. Auch dieses Buch lässt sich angenehm lesen und kommt fehlerfrei daher. Inhaltlich hingegen hatte ich bei dieser Geschichte oft das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, so unverständlich war mir oft die Handlungsweise der Protagonisten. Und zunehmend unverständlicher, je mehr das Buch dem Ende zuging und die einzelnen Punkte eigentlich aufgelöst wurden. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass es fatale Folgen haben kann, wenn man nicht (mehr) miteinander redet.

Der Anfang ist, wie man es nach der Kurzbeschreibung erwartet. Freddy schmeisst kurz entschlossen während der Erntezeit ihrem desinteressierten, faulen und offenbar trunksüchtigen Mann alles vor die Füsse und beschliesst, mit ihrer besten Freundin Hillu zwei Wochen Wellness Urlaub zu machen. Die beiden begegnen sich schon länger sehr gleichgültig und der Ton unter den Eheleuten ist eher agressiv. Doch anstatt sich um die Ernte und den Hof zu kümmern, so lange seine Frau weg ist, entlässt ihr Mann die Erntehelfer und beauftragt einen Makler mit dem Verkauf des Hofes und der Suche nach einer Immobilie im Ausland. Aufgrund eines für sie sehr ungünstigen Ehevertrages würde Frederike nichts von diesem Geld bekommen. Und da ihr Mann ihre eiserne Reserve sowie ihre Altersvorsorge ohne ihr Wissen ebenfalls bereits aufgebraucht hat, würde Freddy nach 17 arbeitsreichen Ehejahren völlig mittellos da stehen.

Danach gibt es für meinen Geschmack für die Länge des Romans eigentlich zu viel Hin und Her und zu viele Nebenstränge (auf die ich hier nicht wirklich eingehen kann).

***** Achtung Spoiler *****

Als Freddy herausfindet, was ihr Mann getan hat, will sie gleich wieder nach Hause fahren. Ihre Bankkarte wird jedoch eingezogen, so dass sie mittellos festsitzt. Ihre Freundin Hillu hilft ihr aus. Sie konnte Freddys Mann ohnehin noch nie leiden und rät ihr, sofort bei ihm auszuziehen. Aufgrund ihres Ehevertrages sieht sich Freddy jedoch in einer schlechten Position und beschliesst, dass der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen sei. Ihr Mann sitzt eindeutig am längeren Hebel und lässt sie das auch schadenfroh spüren. Gleichzeitig kommt sie dahinter, dass er eine Affäre zu haben scheint. Er will mit der jungen Dame nach Griechenland fliegen, um sich dort Immobilien anzusehen.

Eigentlich weiss man gar nicht so recht, worauf sie wartet, so wirklich eine Chance hat sie rechtlich gesehen ja nicht. Da fällt ihr Mann nach einer Feier des Neffen von der Leiter und verletzt sich schwer, läuft aber noch davon. Er wird an einer Bushaltestelle liegend gefunden und mit 3 Promille und Gedächtnisverlust in eine Klinik eingeliefert. Von jetzt an siezt er Freddy, scheint keine Erinnerung mehr an seine Frau und sein vorheriges Leben zu haben und Hillu wird plötzlich seine beste Freundin und Fürsprecherin. Er scheint wie ausgewechselt und erhofft sich noch eine Chance mit Freddy.

Er meint, sie hätten ihre Probleme nur gehabt, weil sich Frederike nie damit abfinden konnte, dass sie keine Kinder bekommen konnten. Sie müsse mit dem Thema abschliessen. Er hätte sie ja immer geliebt, aber es sei ihm klar gewesen, dass eine einfache Entschuldigung seinerseits nicht ausgereicht hätte, um sie zurück zu gewinnen. Daher der vorgetäuschte(!) Gedächtnisverlust. Und da hab ich dann doch echt Mühe gehabt. Es war ja nicht so, dass sie sich nur irgendwie auseinandergelebt hatten. So, wie er vorher beschrieben wurde, war er ja wirklich ziemlich auf den Hund gekommen, oft betrunken, antriebslos, hat seine Frau nicht beachtet und mit der Arbeit alleine gelassen. Auf Versuche ihrerseits, sich wieder anzunähern, hat er nicht reagiert und hat sich insgesamt eher fies verhalten. Das ganze Schauspiel wäre doch gar nicht nötig gewesen, wenn er sich vorher mal etwas normaler verhalten und das Gespräch mit seiner Frau gesucht hätte. Im Gegensatz zu ihm denke ich nämlich schon, dass eine "einfache Entschuldigung" und ehrliche Bemühungen etwas genutzt hätten.

Irgendwie kommen sie jedenfalls wieder zusammen, machen gemeinsam einen mehrwöchigen Liebesurlaub in Italien und nachdem es ihr mehrere Tage gesundheitlich schlecht geht, stellt ein Arzt fest, dass sie schwanger ist. Sie freut sich total, er sagt, das Kind könne aus medizinischen Gründen nicht von ihm sein (sie hatte eine kurzzeitige Beziehung zu einem anderen Mann) und verlangt von ihr die Abtreibung. Da sie sich schon immer Kinder gewünscht hat, kann sie das nicht. Daraufhin verlässt er sie und zieht in ein Haus im Süden *augenreib*. Und das alles kurz vor Ende des Buches.

Aber keine Sorge, die Auflösung, nachdem sich herausgestellt hat, dass er heimlich versucht hat, seine Fruchtbarkeit zu verbessern und das Kind eindeutig doch nur von ihm sein kann, ist sehr endgültig. Und überaschend. Es wird also keine Fortsetzung des Romans geben. Ich sage nicht, dass ein Roman nicht so enden kann. Aber man rechnet hier nicht wirklich damit.

***** Ende Spoiler *****

Das Buch ist nicht schlecht. Aber es ist auch nicht wirklich so gut, wie ich gehofft hatte und wie ich es von der Autorin gewohnt war. Allerdings sind die Geschmäcker bekanntlich verschieden und so sollte sich jeder selbst ein Bild machen. Andere Leser hatten ja offensichtlich mehr Freude an dem Buch. Ich hoffe, dass die Kummerkeks-Reihe, die sich bereits auf meinem Reader befindet, wieder eher meinem Geschmack entspricht. Für dieses Buch kann ich persönlich keine Leseempfehlung geben. Die Autorin kann es besser :-)

Wenn die Rezension als nicht nützlich empfunden wird, freue ich mich über einen Kommentar, was ich verbessern kann. Wer einfach nur meine Meinung über das Buch nicht teilt, möchte doch bitte eine eigene Rezension schreiben. :-)


Schmidt Spiele 40535 - Kniffel Kids
Schmidt Spiele 40535 - Kniffel Kids
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht wirklich logisch für Kinder, 15. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aufgrund der durchaus begeisterten bisherigen Rezensionen habe ich das Spiel als Geschenk gekauft. Persönlich überreicht und auch gleich eine Runde mit den Kindern gespielt (3 und fast 6).

Erstens fanden die Kinder das Spiel mässig spannend, da sie sich doch recht gelangweilt haben, so lange sie nicht selbst dran waren mit würfeln. Fünf Teilnehmer waren nach meinem Dafürhalten zu viel. Ich glaube, es ist ihnen auch nicht so recht klar, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Bei einem Brettspiel z.B. bewegen sich die Spielfiguren weiter, man muss was machen etc. Bei Kniffel geht es am Ende, auch in dieser Version für Kids, um die Gesamtpunktzahl. Gerade für Kinder, die noch nicht in der Schule sind, doch eher eine abstrakte Idee und daher fehlte die Motivation während des Spiels.

Zweitens ist das Punktesystem für Kinder nicht nachvollziehbar - für mich auch nicht! Oben macht das Ganze ja noch Sinn: eine Maus=1 Punkt, zwei Mäuse=2 Punkte etc. Dann hat das grössere Kind einen Zweierpasch gewürfelt, also 2x2 gleiche Symbole. Freute sich und sagte: zwei und zwei macht vier! Genau, nur hier gibt es leider für 2x2=3 Punkte! Drei gleiche Symbole geben 2 Punkte, drei und zwei gleiche Symbole geben 4 Punkte, fünf verschiedene 5 Punkte und ein Kniffel (=fünf gleiche Symbole) 10 Punkte.

Was sollen die Kinder dabei lernen? Schlimm genug, dass es am Ende doch nur mit Zahlen und rechnen geht. Aber dann doch bitte so, dass es für Kinder, die noch nicht in der Schule sind, auch nachvollziehbar ist und nicht das bisschen Mathe, das sie schon können, über den Haufen wirft! Beim Zusammenzählen muss dann ohnehin ein Erwachsener helfen, damit sie überhaupt mitkriegen, wer gewonnen hat. Dass die Zahlen weiss auf hellgrau geschrieben sind, macht es auch nicht leichter für die Kids.

Fazit: ich dachte, die Idee mit den Tieren ist ganz nett, das Spiel sei für jüngere Kinder angepasst und könnte diesen das Rechnen mit kleinen Zahlen auf spielerische Weise etwas näher bringen. Die Würfel sind ganz gut gemacht und die Zettel sind schön bunt. Für Qualität und Aufmachung also zwei Sterne. (Wobei, das mit den Farben war auch gleich missverständlich, die Kinder wollten sich nämlich eine Spielfarbe aussuchen. Man hätte nur die Tiersymbole ist den Reihen farbig machen können und die Spalten statt der Reihen in einer Farbe gestalten, dann wissen die Kinder auch eher, wo sie ihre Würfe eintragen müssen...).

Aber das war's auch schon. Am Spielkonzept selbst hatten die Kinder eher nicht so viel Freude und wer sich das mit den Zahlen ausgedacht hat, hat anscheinend vergessen, für wen er das Spiel gemacht hat. Kniffel ist wohl doch erst was für die Grösseren, wenn sie schon rechnen können - und dann kann man auch gleich das richtige Kniffel kaufen. Die 15 Euro sind für mich leider rausgeschmissenes Geld.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2016 10:50 PM MEST


Küss mich, Kaktus
Küss mich, Kaktus
Preis: EUR 2,99

31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Stachelige Lektüre, 7. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Küss mich, Kaktus (Kindle Edition)
Die Grundidee, die Geschichte aus Sicht beider Protagonisten zu erzählen und die Kapitel jeweils mit ihrem Namen entsprechend zu kennzeichnen, finde ich gut. Schön wäre allerdings, wenn die Geschichte, die die beiden erzählen, trotz unterschiedlicher Perspektive inhaltlich die gleiche wäre! Die Erzählungen der Protagonisten stimmen in den Schnittpunkten oft genug nicht überein. Und auch in den Abschnitten der einzelnen Autoren selbst widersprechen sich die Aussagen. Oft. So oft, dass es mir wirklich keinen Spass mehr gemacht hat, das Buch zu lesen.

Ich hatte für die Rezension angefangen, ein paar Stellen raus zu schreiben, die mir negativ aufgefallen waren. Aber es sind insgesamt zu viele, um sie alle hier aufzuführen. Angefangen hat es schon damit, dass die zeitlichen Zusammenhänge nicht gepasst haben.

********** Achtung Spoiler **********
Greta steht nach einer durchwachten Nacht vor dem Spiegel und richtet sich her. Vor dem Kaffee klingelt ihr Handy „zornig im Hintergrund“(!) und ihre beste Freundin ist dran. Sie frägt Greta, ob alles okay sei mit ihr. „Ja, bis auf die Tatsache, dass ich nicht geschlafen habe, keine Lust habe, zur Arbeit zu gehen, und mich die Tatsache nervt, dass ich noch immer Single bin.“ Im Verlauf des Gesprächs fragt Greta Jeanette: „Sag mal, hast du was getrunken?“ „Für wen hältst du mich eigentlich? Es ist Mittag! Natürlich habe ich nichts getrunken.“ Greta legt auf. Dann geht sie in die Küche, um sich einen Salat zuzubereiten. Eben ist noch Morgen und sie will Kaffee trinken, dann ist schon Mittag und sie bei Salat und Rotwein. Von der Arbeit keine Rede mehr…

Nach dem Salat klingelt es und ihr Ex-Freund steht vor der Wohnungstür. Er ist unrasiert, hat Schatten unter den Augen und ist kurz vorm Heulen. Seine Freundin, wegen der er Greta verlassen hatte, hat ihn rausgeschmissen (seither hatten er und Greta aber durchaus häufiger Sex zusammen). Sie lässt ihn rein, sie trinken ein (weiteres) Glas Wein und im Gespräch ist sie „irritiert, dass er die Tatsachen zu seinen Gunsten verdrehte.“ Trotzdem haben sie schnellen (ungeschützten) Sex. Als sie fertig sind, befindet er „Das war echt nett“ und geht dann wieder zu seiner Freundin heim, die ihn doch angeblich rausgeschmissen hatte. Greta „klappte sinnbildlich die Kinnlade nach unten[…]“.

Tim feiert am „Samstag, 31.05.2014“ seinen 35. Geburtstag (nicht den 30., wie es in der Kurzbeschreibung steht). Dort trifft er Greta zum ersten Mal bewusst und bekommt von seinem besten Freund Nick und dessen Freundin Jeanette eine Teilnahme an einem Speed-Dating geschenkt (wo er Greta später dann wieder trifft). Den Termin hierfür hat sich Jeanette bereits vor(!) seinem Geburtstag telefonisch bestätigen lassen: „[…]nächsten Freitagabend, den zweiundzwanzigsten, weisst du? Kannst du da?“ (Und hier sind wir noch nicht mal bei 10% des Buches…)

Vorher hat Tim Greta im Park mit dem Fahrrad, das er sich gerade gebraucht gekauft hatte, fast über den Haufen gefahren. Als sie ihn auf der Party das erste Mal sieht, kommt er ihr irgendwie bekannt vor. Aber sie erkennt ihn nicht wieder und auch im ganzen restlichen Buch gibt es keinen Bezug mehr auf diese vorher so ausführlich beschriebene Szene. Das passiert immer wieder. Es wird etwas ausführlich geschildert, so dass man das Gefühl hat, dass das nochmal wichtig sein würde. Aber dann kommt man nicht mehr darauf zurück.

Auch die Abschnitte über Gretas Mutter fallen in die Kategorie überflüssig. Gretas Vater ist vor Jahren gestorben und nach zwei Monaten Trauerzeit wurde die Mutter zur lustigen Witwe, die ihr Leben geniesst und sich jüngere Liebhaber hält. Und sie lässt ihre Tochter an ihrem Liebesleben teilhaben, indem sie ihr mitteilt, dass dieser oder jener „Lover“ im Bett so viel besser sei, als ihr Vater das war. Also doch eher unkonventionell. ;-) Trotzdem hält sie ihrer Tochter bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit vor, dass sie nicht jünger wird und sich langsam mal um Mann und Kinder kümmern muss, wenn sie keine alte Jungfer werden will.

Überhaupt Kinder. Während Greta ihrer besten Freundin beim Telefonat am Anfang noch vorjammert, dass ihre biologische Uhr tickt und sie sich Mann und Familie wünscht, stellt sie später fest: „Ich mochte Kinder, aber nur aus der Entfernung und nur für kurze Zeit. Das war auch der Grund, warum ich den Gedanken, selbst einmal eigene Kinder zu haben, noch weit von mir schob.“ Ja was denn nun?

Die Geschichte um den Bar-Besitzer hätte man in meinen Augen weglassen können. Auch sein Hintergrund wurde unterschiedlich beschrieben (mal wurde er von Mitgesellschaftern ausbezahlt, mal hat er an Heuschrecken verkauft, aber immerhin noch eine zweijährige Vertragsverlängerung für seine Mitarbeiter rausgehandelt). Hier könnte ich jetzt noch auf die berufliche Situation von Tim eingehen, aber das führt schon wieder zu weit. Nachvollziehbar war sie für mich jedenfalls nicht.

Die Geschichte mit dem Lieblingsautoren von Greta fand ich sehr unrealistisch. Erst scheint er ein ganz netter Typ zu sein. Dann macht er nach einem (einseitigen) Kuss einen Heiratsantrag vor versammelter Mannschaft? *augenreib* Und ganz zum Schluss, nachdem möglichst viel Chaos herrscht, machen sie alles wieder gut und Tim kommt wie einst Patrick Swayze in Dirty Dancing auf die Bühne zu getanzt und holt sich sein Mädchen wieder. Na dann…
********** Ende Spoiler **********

Im Roman fragt die Protagonistin: „Was wäre ein guter Liebesroman ohne ein Drama?“ Hier wurde für meinen Geschmack etwas Zuviel des Guten getan…

Greta heisst mit Nachnamen mal Marquart, Marquand, Marquard oder Marquardt. Sandra von der Party ist erst eine frühere Kollegin von Tim („Sandra war ja keine Ex“), später aber anscheinend doch seine Ex-Freundin. Und der Kaktus zum Geburtstag (der nicht mal Gretas Idee war) kommt eigentlich auch nicht mehr vor in der Geschichte. Nicht mal im metaphorischen Sinn.

Ich könnte das jetzt noch ewig fortsetzen, aber die Rezension ist ohnehin schon viel zu lang. Man hätte die Geschichte locker um die Hälfte kürzen und eine Menge der vorkommenden Personen einfach weglassen können, da sie für die eigentliche Geschichte überhaupt keine Rolle gespielt haben.

Fazit: gute Grundidee, aber viel zu lang und ausschweifend und für mich kein Vergnügen zu lesen. Wenn ein Thema gross aufgemacht wird, dann aber stillschweigend im Sande verläuft, stört mich das. Wenn die zeitlichen Abläufe in einer Geschichte wieder und wieder nicht stimmen und ich ständig nachschlagen muss, ob ich nicht doch was verpasst habe, macht mir das Lesen keinen Spass. Bevor so ein Buch in den Verkauf geht, sollte es wenigstens halbwegs korrigiert und geprüft sein. Das scheint hier nach meinem Dafürhalten nicht der Fall. Nicht mal die Unstimmigkeiten zwischen den Teilen der beiden Autoren wurden von diesen beseitigt, das ist schwach.

Die Bücher von Frau Gercke und ich, das geht anscheinend nicht zusammen und für mich war dieses das letzte Buch von ihr, für das ich Geld ausgegeben habe. Was die Autorin vermutlich freuen dürfte, dann gibt es künftig auch keine konstruktiven Rezensionen mehr von mir ;-)

Edit: wenn die Rezension als nicht nützlich empfunden wird, würde ich mich über einen Kommentar freuen, was ich beim nächsten Mal verbessern kann. Wer einfach nur eine andere Meinung hat, möge bitte eine eigene Rezension schreiben :-)
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2016 11:52 PM MEST


One-Night-Stand mit Nachspielzeit: Liebesroman
One-Night-Stand mit Nachspielzeit: Liebesroman
Preis: EUR 1,49

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht mein Fall..., 26. Februar 2016
Wo fange ich an? Ich habe die erste Geschichte durch und bin leider nicht so begeistert davon, wie die anderen Rezensenten.

Die Protagonistin wacht mit Kopfschmerzen in einem fremden Schlafzimmer auf und verflucht sich erstmal im Stillen dafür, "dass sie in keiner Zeitschrift nachgelesen hatte, wie man sich in so einem Fall am besten verhielt." Genau, das wäre auch mein erster Gedanke gewesen. ;-)

Wie auch immer, sie selbst hat nach den vielen Tequilas mit ihrer Freundin am Vorabend einen totalen Blackout, was den schlafenden Mann im Bett angeht. Ihre Freundin hingegen hat nicht nur den Namen des gutaussehenden Mannes parat, als sie sich kurz nach Lilis Aufwachen per SMS schreiben, sondern hat am Vorabend glücklicher Weise sogar mitbekommen, wo er wohnt (obwohl sich die beiden unbemerkt davon geschlichen haben und Lili selbst keinen Schimmer hat, wo sie ist) und sagt, dass sie sie in 20 Minuten abholen kommt. Lili zieht sich nach dieser SMS schnell an, geht lautlos aus dem Schlafzimmer, wirft noch kurz einen Blick ins Wohnzimmer und auf die herumstehenden Umzugskartons, verlässt die Wohnung und fährt mit dem Aufzug nach unten. Und wie sie aus dem Gebäude tritt, steht ihre Freundin auf der gegenüberliegenden Strassenseite und winkt ihr zu. Donnerwetter, wie schnell doch 20 Minuten vergehen!

In der darauffolgenden Woche tritt sie ein dreimonatiges Praktikum beim besten Fussballclub Londons an, dessen Manager ihr Onkel Max ist. Trotzdem weiss sie nicht mal, wo der Eingang zu dem Gebäude ist, in dem sie arbeiten soll. Dort läuft sie zu ihrer Überraschung gleich am ersten Tag ihrem unbekannten One Night Stand wieder über den Weg. Den trifft die Erkenntnis wie ein Schlag, dass es sich bei ihr zweifelsohne nur um ein Groupie handeln kann, das ihm auflauert. Dass das im wie Fort Knox gesicherten Gebäude (Zugang nur mit Code, Security Leute, etc) und ausgerechnet vor dem Büro des Vereinsmanagers irgendwie ziemlich unwahrscheinlich ist, kommt ihm nicht in den Sinn.

Gut, damit ist die Grundgeschichte skizziert und es geht jetzt hin und her zwischen Lili, die Damian sehr anziehend findet, aber keine Ahnung hat, warum er so unhöflich und abweisend ist und Damian, der zwar abweisend zu Lili sein will und ihr immer wieder unfreundliche Dinge an den Kopf wirft, sich aber doch unerklärlicher Weise zu ihr hingezogen fühlt. Auch ich als Leser verstehe es nicht.

************Achtung Spoiler************
Es gibt eine Szene, in der Lili alleine nachts eine Bar verlässt und von einem Typ mit Kapuzenmaske angegriffen und geschlagen wird. Sie sinkt zusammen und ruft um Hilfe. Zufällig kommt Damian gerade um die Ecke, der eigentlich noch zur Bar wollte, und rettet sie. Er nimmt Lili mit zu sich, um sie zu schützen, denn er hat den Angreifer erkannt. Am nächsten Tag muss er für mehrere Tage für ein Auswärtsspiel wegfahren. Lili ist wieder in ihrer Wohnung zuhause und weiss immer noch nicht, wer nun der Angreifer war und warum er das getan haben könnte. Sie nimmt sich vor, Damian zu fragen, wenn er wieder kommt. Ihre Freundin ist entsetzt, ich bin es auch. Echt jetzt!?

Nach seiner Rückkehr gehen die beiden essen. Sie frägt ihn nach dem Angreifer. Während des Gesprächs schauen sie sich noch über die Speisekarte an, nach wenigen gewechselten Sätzen wird dann bereits das Essen serviert. Dass der Kellner irgendwann dazwischen mal die Bestellung aufgenommen hat, ist mir wohl entgangen. Und während sie sich in einem Moment noch sicher ist, "erst dann einen Bissen runterzubekommen, wenn Damian ihr endlich erzählte, wer sie angegriffen hatte", widmet sie sich dann doch sofort und widerspruchslos ihrem Teller, als er schweigt. Ist ja auch nicht so wichtig, wer das war.
************Ende Spoiler************

Und so setzt sich das fort. Die Handlungsweisen der Protagonisten waren für mich meist nicht nachvollziehbar, die Beweggründe unverständlich und auch die Hintergrundinformationen haben mich mehr als einmal ratlos zurück gelassen, da ich sie nicht schlüssig und zum Teil widersprüchlich fand. Der Schreibstil hat mich nicht genug angesprochen und es waren mir auch ein bisschen zu viele Fehler im Text. Die Geschichte ist recht vorhersehbar vor sich hin geplätschert. Mich konnte sie leider nicht fesseln und ich werde sie auch nicht weiter empfehlen. Anscheinend haben andere aber mehr Freude daran. Immerhin haben vier von neun Rezensenten für dieses oder andere Bücher der Autorin ihre erste (und teils ihre bis dato einzige) Bewertung abgegeben.

Bei dieser Rezension handelt es sich um meine persönliche Meinung. Ich schwanke im Moment zwischen enttäuschten ein bis zwei Sternen. Da ich aber die zweite Geschichte nicht mehr gelesen habe und sie vielleicht besser ist als die erste, gebe ich zwei.


Hollywood Love (Liebesroman)
Hollywood Love (Liebesroman)
Preis: EUR 3,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Rolle ihres Lebens..., 21. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hollywood Love (Liebesroman) (Kindle Edition)
Die Geschichte ist etwas ungewöhnlich :-) Laurens Eltern, esotherisch angehaucht, wollten die Reinkarnation Humphrey Bogarts zeugen, und herausgekommen ist Lauren - ein Mädchen. Der Vater ein verhinderter Regisseur, auch durch den frühen Tod der Mutter, Lauren eine zwar talentierte, aber doch erfolglose Schauspielerin, weil sie vom Typ her nicht weiblich genug ist. Als sie ihre Schauspielambitionen gerade an den Nagel hängen und sich einen "normalen" Job mit Entwicklungsmöglichkeiten suchen will, erfährt sie vom Casting für die bereits im Vorfeld hoch gehandelte Verfilmung von Humphrey Bogarts Leben. Das Problem: die einzige noch unbesetzte Rolle, für die sie in Frage kommen würde, ist die des männlichen Hauptdarstellers. Ihr beste Freundin ist Visagistin und hilft ihr, sich in Kim zu verwandeln...

Mit dem Einstieg in den Roman hatte ich Mühe. Achtung Spoiler: Lauren wacht nach einer durchzechten Nacht bei einem fremden Mann auf. Dieser eröffnet ihr uncharmant, dass er wohl recht betrunken gewesen sein müsse, als er sie abgeschleppt habe, er eine Freundin hat und sie doch bitte über die Feuerleiter die Wohnung verlassen soll, damit sein Mitbewohner sie nicht sieht und ihn bei seiner Freundin verpetzt. Sie geht, trinkt bei Starbucks einen Kaffee, er kommt zufällig auch dorthin, lädt sie zu einem Frühstück ein und die beiden landen (nochmal) im Bett. Dann verschwindet er wieder. Da hab ich mir schon erstmal die Augen gerieben und mich gefragt, was das nun soll. Die Beweggründe waren mir hier für beide Seiten nicht nachvollziehbar und ich war schon etwas skeptisch, wohin sich das Ganze entwickeln wird...

Allerdings hat der Roman danach viel Boden gut gemacht. Die Geschichte wird gut und auch glaubhaft weiterentwickelt. Lauren lässt sich auf das Versteckspiel ein, bekommt tatsächlich als Newcomer die Hauptrolle in diesem grossen Filmprojekt und verstrickt sich im Verlauf des Buches mehr und mehr in dem Netz aus Lügen und Täuschungen, das sie spinnen muss, um nicht aufzufliegen. Mit wachsender Bekanntheit und zunehmenden privaten Verwicklungen wird das immer schwerer. Dazu macht sie natürlich auch einige Anfängerfehler im Umgang mit der Presse, die sie in Schwierigkeiten bringen.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut und das Buch lässt sich flüssig lesen. Ein nettes Detail fand ich die Zitate zu Beginn der Kapitel. Ein Hollywood-typisches Happy End gibt es auch, was will man mehr... Über alles gesehen hat mir das Buch gut gefallen, einen Stern Abzug für den holprigen Einstieg. Für mich vier Sterne.


Geheimnis der Gesundheit: Natron
Geheimnis der Gesundheit: Natron
Preis: EUR 2,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Überblick, 20. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein medizinischer Laie schreibt für Laien. Zu Beginn berichtet der Autor von seinen gesundheitlichen Problemen, seinem Weg durch das Gesundheitssystem und seinem letztendlichen Erfolg durch eigene Recherche. Er konnte seine Beschwerden auf ein Ungleichgewicht im Säure- Basenhaushalt zurückführen und diese anscheinend unter anderem durch die Anwendung von Natron bessern oder beseitigen.

In dem Buch werden verschiedene Anwendungsbereiche von Natron, innerlich wie äusserlich, vom Autor kurz vorgestellt und erklärt. Einiges davon scheint er selbst probiert zu haben. Für jemanden, der sich bisher gar nicht oder nur am Rande mit dem Thema beschäftigt hat, ein interessanter Überblick.

Der Autor verweist mehrfach darauf, dass er selbst Laie ist und man sich daher bitte vor der Anwendung von Natron mit einer Fachperson besprechen möge. Ausserdem weist er darauf hin, dass die Wirkung bei verschiedenen Personen durchaus unterschiedlich ausfallen kann und man daher auf seinen Körper hören muss und die Anwendung gegebenenfalls den persönlichen Bedürfnissen anpassen.

An vielen Stellen im Buch bringt der Autor Quellenangaben und weiterführende Links unter. Ich bin diesen nicht nachgegangen, habe mich aber gefreut zu sehen, dass die Inhalte soweit es dem Autor möglich war wohl recherchiert und auch belegt waren. Das ist bei vielen Ratgebern leider nicht der Fall.

Technisch gibt es an dem Buch nichts zu meckern. Frei von Rechtschreibfehlern, klar gegliedert und mit einem funktionierenden Inhaltsverzeichnis versehen. Für mich war es interessant und hat einige neue Anregungen gebracht. Vier Sterne.


Vertraglich verliebt: Shanghai Love Affairs 1 / Liebesroman
Vertraglich verliebt: Shanghai Love Affairs 1 / Liebesroman
Preis: EUR 2,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen (eben nicht) vertraglich verliebt, 11. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An diesem Roman scheiden sich anscheinend die Geister :-)

Mir persönlich hat er gut gefallen. Die Geschichte ist gut aufgebaut, die Entwicklung sowohl der Geschichte als auch der Charaktere stimmt für mich und die Autorin kann schreiben. Mir gefällt, wie sie formuliert und dass der Text weitgehend fehlerfrei ist, ist zur Abwechslung auch mal schön.

Stimmt schon, man kann sich ziemlich früh denken, worauf es hinauslaufen wird. Aber das ist doch bei den meisten Liebesromanen so. Deswegen liest man sie :-) Und ich persönlich fand, dass die Autorin den Weg dahin sehr schön ausgearbeitet hat. Der Roman erscheint mir rund, alle wichtigen Erzählstränge sind am Ende aufgearbeitet.

Allerdings, und daher auch der eine Stern Abzug: ich muss mich der Kritik einiger anderer Rezensenten anschliessen. Der Schluss war dann ein bisschen zu zackig, nachdem es vorher doch lange hin und her ging. Zu glatt, zu - naja, irgendwie unbefriedigend. Nicht das Ergebnis, aber wie es dazu kam und wie schnell es dann ging.

Trotzdem habe ich den Roman mit einem guten Gefühl beendet und freu mich auf den nächsten Teil, den ich mir im Anschluss runtergeladen habe. Ein bisschen Luft nach oben ist noch, daher gebe ich vier Sterne.


Liebe stand nicht im Vertrag
Liebe stand nicht im Vertrag
Preis: EUR 2,99

28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider schwache Fortsetzung, 5. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liebe stand nicht im Vertrag (Kindle Edition)
Es ist schon ein Weilchen her, dass ich den ersten Teil ("Liebe kommt im Schottenrock") gelesen habe. Ich fand das Buch damals sehr unterhaltsam. Daher habe ich mir auch diese Fortsetzung gekauft.

Ich bin eben damit durch und doch leider eher enttäuscht. Die Protagonistin wird derart facettenreich beschrieben, dass sie nicht wirklich greifbar wird für mich als Leser. Das macht es schwierig, mit ihr mitzufühlen.

Einige Szenen sind für mich schon sehr unrealistisch, z.B. die Szene in der Bar, nach dem verlorenen Spiel. Manche Sachen gehen auch einfach vergessen. An einem Nachmittag sieht Taylor Matt mit einer schönen Frau in einem Cafe, mit der er sehr vertraut zu sein scheint. Der Handlungsstrang geht einfach verloren, die Frau taucht später nicht wieder auf. Und an manchen Stellen wundert man sich ob der kreativen Stilblüten: "Glitzernde Kinderaugen und Erwachsene mit gestressten Gesichtern hetzten über den Gehsteig."

Was ich aber wirklich mühsam fand, war der Schreibstil. Ich bin mehrfach hängen geblieben, weil sich aufeinander folgende Sätze inhaltlich widersprochen haben. Eben noch hat sie gedankenverloren den Teebeutel in der Tasse geschwenkt. Im nächsten Moment trinkt sie einen Schluck dampfend heissen Kaffee. Sie geht in die Knie, um auf Augenhöhe mit den Kindern zu sein. Nachdem ein paar Worte gewechselt wurden, geht sie (wieder) in die Knie. Ihre Schwester berichtet ihr am Telefon freudig, was ihr Mann Ben ihr zu Weihnachten geschenkt hat. Nur leider heisst der eigentlich Paul. Das zieht sich durch das ganze Buch durch, wenigstens hat es sich beim Lesen so angefühlt.

Wirklich schade. Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Aber es überwiegt der Eindruck, als hätte man es eilig gehabt, das Buch zu veröffentlichen, anstatt der Geschichte einen Feinschliff zu verpassen - und den würde sie sowohl inhaltlich als auch in der Form vertragen. Nur zwei Sterne von mir.


Blind Date und die Folgen
Blind Date und die Folgen
Preis: EUR 3,50

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Beziehungsreigen, 28. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Blind Date und die Folgen (Kindle Edition)
Das wird ja langsam zum Hobby... Da der Autor sein Buch bereits zum dritten Mal mit leicht geändertem Cover neu einstellt, erlaube ich mir, meine Bewertung vom 25.05.2014 bzw. 15.04.2015 ebenfalls nochmals einzustellen. Persönlich finde ich es schon komisch, wenn ein Autor auf diese Weise versucht, unliebsame Rezensionen "loszuwerden". Man sollte auch eine negative Meinung mal so stehen lassen können, wenn man ein Buch veröffentlicht, respektive könnte sie sogar als konstruktive Kritik verstehen.

Angesprochen hat mich der Titel. Blind Date und Urlaubsbuch, klingt nicht schlecht. Die Kurzbeschreibung fand ich eher abschreckend, eine Aneinanderreihung von Fragen, auf die das Buch verspricht, eine Antwort zu geben.

Kurzes Fazit vorab: ich hätte meiner Einschätzung der Kurzbeschreibung vertrauen sollen. Bereits nach 10% des Buches war ich versucht, aufzuhören. Für die Rezension wollte ich es der Fairness halber zu Ende lesen.

Der Inhalt ist soweit eigentlich okay, Beziehungsgeschichte eben, in der die Leute nach einiger Zeit feststellen, dass sie doch lieber mit einem anderen Partner würden. Und das auf eine geradezu unglaublich direkte und offene Art tun, alles wird besprochen und offen behandelt. Von einem inneren oder äusseren Konflikt der Personen ist nichts zu spüren, alles wird ganz rational, ohne grosse Emotionen geregelt.

Und das ist auch schon das Problem. Zwar wird versucht, den Personen durch eine jeweilige Hintergrundgeschichte Profil zu verleihen, aber emotional bleiben sie so flach, wie sie nur sein können. Ich habe selten so wenig ansprechende Dialoge gelesen, so emotionslos handelnde Personen erlebt. Die Teenager (14 und 16) benehmen sich wie sechsjährige und sind nur anstrengend. Die in der Kurzbeschreibung extra erwähnten, "mit Vergnügen erzählten" erotischen Szenen beschränken sich entweder darauf, überhaupt nur zu erwähnen, dass es zu Sex kam, oder diesen mit Worten wie "Zauberstab" o.ä. zu beschreiben. Zu einem Schmunzeln konnte mich das Buch leider kein einziges Mal bewegen.

Kurz und gut, der Funke springt zu keinem Moment über und ich habe den Autor ob seiner anscheinend üblichen Ferienliteratur bedauert, wenn dieses Buch das ist, was er sich immer gewünscht hat. Ich werde das Buch niemandem empfehlen, freue mich aber, wenn andere Leser Freude daran haben und den Geschmack des Autors eher teilen können, als ich. Denn letztlich ist es doch immer nur das, eine Frage des persönlichen Geschmacks.


Zimtsternwunsch
Zimtsternwunsch
Preis: EUR 1,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Geschichte (nicht nur) fuer die Weihnachtszeit, 25. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zimtsternwunsch (Kindle Edition)
Die Autorin schafft es, in ihren Kurzroman ganz schön viel Geschichte zu packen. :-)

Juna bekommt von ihrer Mutter eine Schachtel Zimtsterne geschenkt und wird von ihr in eine alte Familientradition eingeweiht, nach der man sich etwas wünschen kann, das auch in Erfüllung geht, wenn man im Advent bei Vollmond die Zimtsterne isst. Eigentlich glaubt sie nicht daran, ist aber romantisch genug, es trotzdem auszuprobieren. Der "Erfolg" lässt nicht lange auf sich warten. Ihr bislang recht geregeltes Leben kommt durch eine Reihe nicht ganz gewöhnlicher Ereignisse etwas aus dem Tritt.

Die Geschichte ist schön aufgebaut. Nach und nach erfährt man mehr über Juna und ihre Vergangenheit, warum sie sich in manchen Situationen verhält, wie sie es eben tut. Sie ist sehr sympathisch geschildert, nicht zickig oder zu anstrengend, wie das in anderen Büchern zuweilen vorkommt. Es ist schön zu sehen, wie sie und Robin sich mit der Zeit näher kommen und wie sie die Probleme, die sich bei der Arbeit und in ihrem Privatleben ergeben, in den Griff bekommt.

Die Zimtsterntradition wird am Ende zwar nochmal kurz aufgegriffen, kommt mir aber insgesamt doch etwas zu kurz. Woher die Tradition genau kommt oder seit wie vielen Generationen sie bereits besteht, erfährt man leider nicht. Schade, die Idee fand ich nämlich sehr nett. Das hätte die Geschichte für mich noch etwas abgerundet.

Das Buch ist insgesamt gut geschrieben und hat mir einen angenehmen und unterhaltsamen Nachmittag beschert. Empfehlenswert, wenn man romantische Geschichten mag, und verdiente vier Sterne :-)


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