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Rezensionen verfasst von
Christina Liebeck (Media-Mania)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Siberia 56: Band 2. Morbius
Siberia 56: Band 2. Morbius
von Christophe Bec
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,80

4.0 von 5 Sternen Der lebensfeindliche Planet und seine Kreaturen spielen hier die Hauptrolle, 28. Mai 2015
"Morbius" ist der zweite Teil der Sci-Fi-Reihe "Siberia 56" und setzt dort an, wo der erste Band "Die 13. Mission" endete. Der größte Teil des dreizehnten Teams wurde grausam vernichtet, doch einer der Forscher hat die Basis der menschlichen Siedler lebend erreicht. Gemeinsam mit den anderen versucht er nun, die Geheimnisse von Siberia 56 zu enthüllen - vor allem jenes um den geheimnisvollen "Morbius", eine Kreatur, die so erbarmungslos wie unbesiegbar erscheint.

Erneut schaffen es Autor Christophe Bec und Zeichner Alexis Sentenac, die lebensfeindliche, eisige Atmosphäre von Siberia 56 großartig einzufangen und in eindrucksvolle Bilder umzusetzen, die den Betrachter fesseln und beeindrucken. Grau, Blau und Weiß dominieren die Zeichnungen eines schroffen Planeten, der nicht nur tödliche Eisstürme und Temperaturen bis minus 200 Grad Celsius bietet, sondern auch eine Reihe von fremdartigen Monstern, die Jagd auf die Siedler machen und sich durchaus auch gegenseitig dezimieren. Der Morbius, das rätselhafteste unter diesen Wesen, bleibt aufgrund seiner Unsichtbarkeit natürlich auch zeichnerisch erstmal verborgen, auch wenn es nun endlich Hinweise gibt, wie er aussieht. Man darf gespannt sein, ob und wie es im dritten und letzten Teil der Reihe zur vollen Konfrontation mit dem Wesen aus dem Eis kommen wird. Bis dahin folgt der Leser Ned und den anderen Siedlern durch Eiseskälte und karge Landschaften und hinein in ausgezeichnet in Szene gesetzte Innenansichten von Raumschiffen und verlassenen Forschungsstationen.
Neben all den Wundern und Schrecken von Siberia 56 wirken die Menschen, die dort herumstapfen und meistens einen gewaltsamen Tod finden, wie bloße Statisten. Sie besitzen einen Namen und sonst eigentlich keinerlei Merkmale, an denen man sie festmachen könnte. Die Figuren haben wenig Tiefe, der Planet und seine monströsen Bewohner spielen hier die Hauptrolle. Und wenn der Protagonist Ned auf sich allein gestellt ist, führt das bisweilen zu absurden Texten, denn wie in einem Ein-Mann-Hörspiel kann Ned mit niemandem interagieren und kommentiert, was er tut - "Ich muss so schnell rennen, wie ich kann", ruft er oder feuert sich selbst an "Schnell! Er ist fast da!"

Wo der erste Band eher wie ein Vorgeplänkel wirkte und wie ein sehr aussichtsloses Katz- und Mausspiel gegen die Zeit und gegen die zahllosen Gefahren des Eisplaneten, erhöhen Bec und Sentenac nun das Tempo und bringen auch mehr Handlung ins Spiel. Es gibt mehrere interessante Rückblenden auf die Missionen der vergangenen Jahre, die ein paar Hinweise geben, was bisher auf Siberia 56 geschah.

"Morbius" ist stärker als "Die dreizehnte Mission" - die Geschichte kommt in Fahrt, Teile der Vergangenheit werden enthüllt und die Atmosphäre verdichtet sich. Kühle Farben, trostlose Landschaften und eine durch und durch lebensfeindliche Umgebung bilden eine tolle Kulisse für diese packende Sci-Fi-Story. Auf den dritten Band kann der Leser sich freuen, auch wenn nach wie vor die Charaktere sehr austauschbar sind und keine bleibende Erinnerung und auch kaum Emotionen beim Betrachter hervorrufen.


Pink Elephant Cooking: Vegane Rezepte und Yogi-Weisheiten
Pink Elephant Cooking: Vegane Rezepte und Yogi-Weisheiten
von Heather Donaldson
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Kochbuch, sympathisch präsentiert und toll aufgemacht, 2. Mai 2015
"Pink Elephant Cooking" präsentiert auf knapp 150 Seiten zahlreiche wunderbare und originelle Rezepte für eine Küche voller Lebensfreude und Spaß an gesunder und lebendiger, dabei aber äußerst leckerer Ernährung. Dazu gibt es Yoga-Weisheiten, kleine Anekdoten, allerhand Wissenswertes und Interessantes zu lesen und anzuschauen.
Der Pinki-Style, wie die beiden Autoren ihre Art zu kochen nennen, beruht auf sechs Grundprinzipien: vegan - zuckerfrei - sojafrei - rohkostreich - gespickt mit Superfood - Freestyle. Das liest sich für Einsteiger ins Thema möglicherweise recht strikt und asketisch, wer aber einmal quer durch das kunterbunte Kochbuch blättert und die vielfältigen Rezepte entdeckt, wird rasch vom Gegenteil überzeugt: rohkostreich heißt eben nicht "ausschließlich roh"; "zuckerfrei" bedeutet keinesfalls, dass es hier keine süßen Rezepte und leckeren Nachtische zu entdecken gibt! Und der Verzicht auf Soja (zum Beispiel in Form von Schnetzeln und Würfeln oder Tofu) ist für viele Veganer auf jeden Fall eine schöne Abwechslung, denn in den meisten veganen Kochbüchern dreht sich ziemlich viel um Produkte auf Sojabasis.

Eingeteilt sind die Rezepte in die Rubriken "Yogi Breakfast" (viele Frühstücksideen von Porridge über Misosuppe bis hin zu Reisgerichten - ja, auch zum Frühstück!), "Yogi on the Road" (Gerichte zum Mitnehmen, für die Pause, für unterwegs ...), "Raw Foods/Salate" (Rohes wie etwa Salate aus gekeimten Sprossen oder Zucchinispaghetti), "Mahlzeit!" (hier sind satt machende, warme Hauptmahlzeiten versammelt, von der Suppe bis zur veganen Bolognese) und "Götterspeisen" (gemeint sind Nachtisch und Süßes).

Wer gleich loslegen will, sollte sich trotz der "Freestyle"-Vorgabe - spontan aus dem Bauch heraus kochen gehört zu den Grundsätzen des Pinki-Styles - erst mal einen guten Überblick über vorhandene Vorräte machen und eine Einkaufsliste schreiben. Vieles, was benötigt wird, ist exotisch und teils nur in gut sortierten (Bio-)Märkten oder Asialäden erhältlich (und dort leider oft zu stolzen Preisen). Veganer sind hier leicht im Vorteil, da sie Zutaten wie Datteln und Mandelmus, Tahin oder Agavendicksaft meist schon zuhause haben.
Ist alles vorhanden, können originelle und leckere Gerichte wie "Adzukibean-Burger mit Avocado", "Couscous vom Blech" oder "Super Nori Rolls" gezaubert werden. Das Buch enthält auch eine Vielzahl von Rezepten für (grüne) Smoothies und Shakes, für Dips und Saucen wie etwa Kürbiskernpesto, Mango-Ketchup oder "Holy Guacamole".
Alles klingt ausgesprochen lecker und sieht auch so aus - die Gerichte sind mit schönen Fotos in Szene gesetzt, die direkt Hunger machen. Überhaupt macht die grafische Gestaltung des Buches Spaß: "Pink Elephant Cooking" ist wie eine große Collage aufgemacht und bietet neben den Rezepten zahlreiche Schnipsel mit Tipps und Weisheiten oder mit nützlichen kleinen Infos rund um Lebensmittel. Sehr sympathisch ist auf jeden Fall die Freude der Autoren, die aus diesem Buch spricht - Freude am Kochen und Essen, Freude am gesunden Leben, die hier ohne Dogma, ohne schmerzhaften Verzicht und ohne belehrenden Zeigefinger präsentiert werden.

"Pink Elephant Cooking" ist ein originelles und optisch toll gemachtes Kochbuch, das sich an alle richtet, die ihren Yoga-Lebensstil auf die Bereiche Kochen und Essen erweitern möchten und die Lust auf mehr Energie und Wohlbefinden durch abwechslungsreiche Ernährung haben.


Die Veggie-Lunchbox - Vegetarisches & Veganes für die Mittagspause
Die Veggie-Lunchbox - Vegetarisches & Veganes für die Mittagspause
von Chandima Soysa
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfach und schnell was für Pause zaubern, 2. Mai 2015
Zunächst springt beim Durchblättern von "Die Veggie-Lunchbox. Vegetarisches & Veganes für die Mittagspause" die wirklich nette optische Gestaltung ins Auge. Die einzelnen Rezepte sind mit Illustrationen von Obst, Gemüse und Kräutern modern und frisch in Szene gesetzt, die zubereiteten Speisen sind gelungen fotografiert und machen Lust, die Rezeptvorschläge umzusetzen. Eingeteilt sind diese in die Unterkapitel "Zum Auftakt etwas Müsli", "Leckere Pausenbrote", "Für den kleinen Hunger: Köstliche Kleinigkeiten", "Schnell gemachte Suppen", "Grünzeug und mehr: Salate", "Für den großen Hunger etwas zum Erwärmen" und "Zum Abschluss das Dessert". Dem Rezeptteil hat die Autorin ein kleines Vorwort und einige kurze Tipps für Lunchboxen vorangestellt, am Ende des Buches finden sich ein Register aller Rezepte und erneut ein paar Tipps zur Zubereitung.

Sehr praktisch ist, dass jedes Rezept im Buch mit einem kleinen Blatt-Symbol gekennzeichnet ist. Ein Blatt bedeutet "vegetarisch", zwei Blätter bedeuten "Kann leicht in ein veganes Rezept abgewandelt werden" (etwa durch Ersatzprodukte wie Hafersahne, Sojamilch etc.) und drei Blätter stehen für "vegan". So hat der Leser direkt eine Orientierung und erkennt schon beim Blick ins Inhaltsverzeichnis - aber eben auch im Register und bei jedem Rezept selbst - für wen was geeignet ist. Die einzelnen Kreationen sind natürlich nicht nur für Veganer und Vegetarier interessant, sondern bieten auch "Omnis" leckere Anregungen für die Mittagspause.

Die Rezeptideen im Buch sind größtenteils sehr einfach gehalten - für viele Gerichte im Buch werden einfach Brote belegt, wird Obst geschnippelt und ein Müsli eingepackt oder werden ein paar Zutaten kleingeschnitten und auf Spießchen angerichtet, fertig ist der unkomplizierte Pausensnack. Die Zutatenliste ist jeweils überschaubar, die Zubereitung auch für Kochanfänger immer leicht zu meistern und wenig zeitaufwändig. Da es in der Mittagspause für die allermeisten Menschen eben schnell und unkompliziert gehen muss und die Gerichte sich zudem noch leicht transportieren lassen müssen, ist diese Einfachheit hier auf jeden Fall ein dicker Pluspunkt, wenn auch oft nicht innovativ oder gar raffiniert. Die Erbsensuppe aus Erbsen, Gemüsebrühe und Crème fraîche hätte es nicht unbedingt in ein Kochbuch schaffen müssen; auch wie man einen ganz normalen Grießbrei oder Milchreis kocht, weiß fast jeder. Hier fehlt manchmal noch der letzte Pfiff, der das Gericht von anderen zumindest leicht unterscheidet.
Wer ein paar neue Anregungen sucht, wird eher bei den warmen Gerichten im Buch fündig. Hier locken zum Beispiel die "Zucchini-Trifft-Cashew-Tarte" oder der "Couscous mit Karotten aus dem Ofen". Auch das Kapitel "Salate" punktet und präsentiert unter anderem "Knackige Bohnen mit Bratkartoffeln", "Feine Belugalinsen mit Gemüsewürfelchen" oder "Asiatische Glasnudeln mit Biss".

Fazit: Als appetitanregende, wenn auch etwas zu teure Ideensammlung für gesunde Abwechslung in der Mittagspause & unterwegs ist dieses Buch auf jeden Fall gut geeignet. Es richtet sich an Vegetarier und Veganer, dürfte aber auch alle anderen auf der Suche nach frischen und schnellen Lunchbox-Ideen ansprechen, die nicht müde machen, sondern leicht bekömmlich sind. Die Gestaltung ist wirklich schön, die Rezepte sind allesamt einfach und schnell umzusetzen - teils etwas zu unspektakulär für ein Buch, aber für den stressigen Arbeitsalltag damit genau richtig.


Die ganze nackte Wahrheit: Roman
Die ganze nackte Wahrheit: Roman
von Mark Lowery
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Komisch und unterhaltsam, 2. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Die ganze nackte Wahrheit: Roman (Broschiert)
Mit "Die ganze nackte Wahrheit" setzt Mark Lowery noch einen auf die Ereignisse aus "Das peinlichste Jahr meines Lebens" drauf und lässt den Leser erneut mit Michael Swarbrick leiden - aber vor allem auch lachen. Denn was Michael alles zustößt, ist mit Worten kaum zu beschreiben und sehr komisch, jedenfalls solange man nicht selbst betroffen ist.
Aus der Sicht seines eigenwilligen Protagonisten gibt Lowery einen schrägen Einblick in die Welt eines Vierzehnjährigen, dem nach und nach alles aus dem Ruder läuft. Dabei setzt der Autor mehr noch als in Teil eins auf überzeichnete und alberne Szenen: die erste Party, der erste Kuss, alles endet in haarsträubendem Chaos. Die Handlung knüpft nahtlos an die Ereignisse aus dem ersten Roman an und beginnt mit dem Bad im Meer, mit dem dieser endete. Zwar ist das, was Michael infolgedessen alles an Peinlichkeiten zustößt, zumeist extrem unwahrscheinlich und teils schon jenseits von Gut und Böse - vor allem Michaels Mutter benimmt sich sehr grenzwertig -, aber es macht trotzdem großen Spaß, seinen tagebuchartigen Aufzeichnungen und seinen trocken vorgetragenen Katastrophenmeldungen zu folgen.
Trotz oder gerade wegen seiner nerdigen Art ist Michael Swarbrick ein sehr sympathischer Charakter, der sich auf liebenswerte Weise pausenlos im Weg steht und der nicht versteht, wie das Leben läuft - tatsächlich wirkt neben ihm Sheldon aus The Big Bang Theory geradezu normal. Irrwitzige Entwicklungen und die skurrilen Nebencharaktere lassen keine Langeweile aufkommen und machen den Roman zu einem kurzweiligen Vergnügen auch für ältere Leser, auch wenn vieles arg weit hergeholt ist. So ist "Die ganze nackte Wahrheit" ein lustiges Jugendbuch mit hohem Unterhaltungsfaktor, das die Probleme des Erwachsenwerdens in sehr amüsanter Form schildert. Wenn der Leser dann nochmal die eigenen erlebten Peinlichkeiten vor dem inneren Auge vorbeiziehen lässt, wird er wahrscheinlich erleichtert aufatmen: So schlimm wie bei Michael Swarbrick wird es schon nicht gewesen sein!


The Agency of Anomalies: Gedankeninvasion
The Agency of Anomalies: Gedankeninvasion
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Im Vergleich zu den anderen Teile der Reihe schwächer, dennoch unterhaltsam, 10. April 2015
Vor allem durch diverse Thriller und Krimis sowie durch Filme wie "Einer flog über das Kuckucksnest" gelten Klinken, Heilanstalten und Sanatorien als dankbarer Schauplatz für skurrile, bedrohliche spannende Geschichten aller Art. Das Wimmelbild-Adventure "The Agency of Anomalies: Gedankeninvasion" bedient sich ebenfalls dieser Kulisse - inklusive böser Krankenschwester - und baut sie geschickt in die Handlung ein.

Die Macht der Gedanken ...

Der Spieler, der bereits zum vierten Mal für die Agency of Anomalies im Einsatz ist, findet sich nach der Einleitung in einem Sanatorium in den Alpen eingeschlossen wieder. Er muss nun nicht nur sich selbst befreien, sondern vor allem in die Köpfe und damit in die Gedankenwelten von vier Patienten einsteigen, um diese ebenfalls aus den Klauen des bösen Klinikleiters zu befreien. Diese Grundidee ist gut und wurde optisch und atmosphärisch stimmig umgesetzt, vor allem die Gedankenwelten der einzelnen Patienten sind surrealistisch inszeniert und dadurch sehenswert. Die Grafiken sind stets scharf und mit vielen tollen Details versehen, hier gibt es nichts zu bemängeln - die Kulissen sind einfach schön und wurden liebevoll umgesetzt! Passende Sounds und die Dialoge sorgen für die richtige akustische Untermalung.

Viele Objekträtsel - nicht immer logisch

In der Rolle des ermittelnden Agenten erkundet man nun Raum für Raum das Sanatorium und löst dabei zahlreiche Rätsel, Wimmelbilder und Knobelspiele. Das Inventar, das wie üblich am unteren Bildschirmrand zur Verfügung steht, füllt sich rasch mit allerlei nützlichen Gegenständen, die darauf warten, am richtigen Ort zum Einsatz zu kommen.
Wie leider in den meisten Wimmelbild-Abenteuern üblich, erschließt sich die Logik hinter dem festen Einsatzzweck dieser Objekte dem Spieler nicht unbedingt. Oft gibt es im Spielverlauf Hürden, die im realen Leben lächerlich einfach zu überwinden wären, im Spiel kann ein bestimmtes Hindernis aber natürlich nur mit einem ganz bestimmten Gegenstand überwunden werden. Dabei wäre es ja eigentlich egal, ob man ein Messer, eine Schere oder eine Rasierklinge verwendet, um etwas auf- oder durchzuschneiden. Wie auch immer, die Objektsuche und die damit verbundenen Rätsel nehmen einen großen Teil des Spielgeschehens ein und sorgen teils auch für viel Laufarbeit.

Abwechslungsreiche Suchbilder, teils schlecht erklärte Minispiele

Zusätzlich gibt es knapp 20 Wimmelszenen, die durchforstet werden wollen. Sie funktionieren zum Teil klassisch mit Wortlisten, manchmal müssen aber auch Gegenstände an ihren logischen Platz gesetzt werden oder es wird anhand von Umrissen gesucht. Diese Abwechslung im Ablauf macht Spaß und sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird. Zudem sind nicht alle Objekte von den Wortlisten immer unmittelbar zu finden; sind die Suchbegriffe farbig markiert, ist zunächst eine Aktion im Wimmelbild notwendig, um sie ausfindig zu machen. Neben Inventarrätseln und Hidden-Object-Szenen warten auch einige Minispiele auf den mutigen Agenten. Diese sind vom Schwierigkeitsgrad her ziemlich durchwachsen und oft sehr schlecht erklärt, so dass nicht klar wird, was zu tun ist. Manche aber doch gut gemacht. So soll der Spieler etwa einen bestimmten Text auf einer widerspenstigen Schreibmaschine tippen, einen Türschließ-Mechanismus in Form eines Labyrinths durchqueren (eher eine Geduldsprobe, wie lange man die linke Maustaste festhalten kann) oder diverse Schieberätsel meistern. Wer lange genug wartet, kann die Minispiele wie üblich überspringen.

Insgesamt ist "Gedankeninvasion" kein schlechtes Spiel, allerdings hat die Reihe "Agency of Anomalies" sich selbst recht hohe Maßstäbe gesetzt und damit kann dieser vierte Spieleteil nicht durchgängig mithalten. Das Spiel macht Spaß und man ist für knapp vier Stunden beschäftigt, der ganz große Knaller ist es aber nicht. Dennoch ist es für alle Fans von Wimmelbild-Adventures sicher einen Blick wert!


Grim Tales: Bloody Mary
Grim Tales: Bloody Mary
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Tolle Optik und gruselige Atmosphäre trösten über kleinere Schwächen hinweg - spannendes Game!, 5. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Grim Tales: Bloody Mary (Computerspiel)
Die "Grim Tales" sind, ganz wie der Serientitel schon verspricht, für ihre düsteren Settings bekannt und das Kapitel "Bloody Mary" kann definitiv mit einer großen Portion Grusel aufwarten! Der Schauplatz des Wimmelbild-Adventures ist ein unheimliches und verlassenes Internat - verlassen bis auf einige Schreckgestalten und Monster, die dem Spieler immer wieder in den Szenenbildern und Zwischensequenzen begegnen, während er sich durch zahlreiche Inventar- und Objekträtsel, Suchbilder und Minispiele kämpft.

Die Hintergrundstory ist ziemlich unterhaltsam und unheimlich; tatsächlich wurde der Mythos der Bloody Mary, eines Spiegelgeistes, der mittels Beschwörung herbeigerufen wird, bereits als Horrorfilm auf die Leinwand oder zumindest in den Verleih gebracht. Auch optisch darf man "Grim Tales: Bloody Mary" als gelungen bezeichnen. Die düster anmutenden, sehr detailreich inszenierten Schauplätze sind grafisch makellos und gestochen scharf; die einzelnen Szenen werden jeweils von kleinen Animationen aufgelockert, wobei sich die Macher von Elephant Games auch hier auf den Gruselfaktor verlassen haben: Kinderzeichnungen erwachen zum Leben, ebenso wie Puppen, die sich bewegen, Kinderwagen, die wie von Geisterhand rollen oder Schatten, die vorbeihuschen. Hin und wieder landet der Spieler in Spiegelwelten von Bloody Mary, dort wird es optisch noch unheimlicher und geradezu surreal.

Akustisch wird dies mit fiesem Kinderlachen und anderen unheimlichen Geräuschen gelungen untermalt. Hin und wieder treiben animierte Zwischensequenzen die Handlung voran und sorgen für den einen oder anderen kleinen Schauer oder Schreck beim Spieler. Der muss das unheimliche Abenteuer zum Glück nicht allein durchstehen: Begleitet wird er von dem hilfreichen und putzig gemachten Streifenhörnchen Chucky. Das winzige Tierchen ist ein guter Kletterer und kann daher Orte, die für den Spieler unzugänglich sind, durchstöbern und Objekte einsammeln, die sonst unerreichbar wären. Auch eine Karte mit Sprungfunktion, auf der offene Aufgaben und noch unbekannte Areale markiert sind, ein Tagebuch mit Notizen und ein Tippgeber erleichtern das Spiel, das mit einer Dauer von rund vier Stunden recht lang für Unterhaltung sorgt.

Spielerisch gesehen weist "Bloody Mary" keine bahnbrechenden Inventionen oder sensationellen Einfälle auf; die gute Optik und die dichte Atmosphäre täuschen geschickt über die eine oder andere Schwäche hinweg. Für passionierte Wimmelbild-Spieler dürfte dieser Teil der Grim Tales keine besonders große Herausforderung darstellen; die Wimmelbilder sind schnell durchsucht, die Minispiele, etwa in Form von Schieberätseln oder "Finde zwei gleiche Objekte", sind teils extrem einfach, wenn auch optisch wirklich schön ins Spiel integriert. Was die Inventar- und Objekträtsel betrifft: Wie im Genre meist üblich, wird der Spieler sehr oft hin und hergeschickt, um einen bestimmten Schlüssel oder ein anderes begehrtes Objekt zu ergattern - vom Dachboden zur Eingangshalle zum Garten zum Schlafsaal ... und wieder zurück. Das kostet Zeit und ist auch nicht wirklich spannend - aber, wie bereits erwähnt: Die sehr schöne grafische, akustische und atmosphärische Umsetzung tröstet über kleine Durststrecken hinweg.

So ist "Grim Tales: Bloody Mary" ein unterhaltsames Gesamtpaket, das einige Stunden vor dem Bildschirm fesselt und auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist für alle, die sich gerne ein bisschen gruseln.


Kartenspiele - Deluxe Box Edition 20 in 1 (PC)
Kartenspiele - Deluxe Box Edition 20 in 1 (PC)
Preis: EUR 29,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Breit aufgestellte Box mit 20 populären Kartenspielen - gut gemacht, 11. März 2015
Die "Kartenspiele Deluxe Box Edition" enthält insgesamt 20 Spiele, von denen 17 gesammelt installiert werden können. Dies sind:

• Mau Mau
• Schwimmen
• Rommé
• Canasta
• Skat
• Schafkopf
• Doppelkopf
• Jass
• Hearts
• No Limit Poker
• Pot Limit Poker
• Split Limit Poker
• Schnapsen
• Sechsundsechzig
• Black Jack
• 17 und 4
• Gin Rummy

Jeweils einzeln installieren lassen sich dann noch die folgenden Kartenspiele:

• Mau Mau Twist Edition
• Schnauz
• Schwarzer Peter

Für jede Installation muss eine Seriennummer angegeben werden.

Breite Auswahl populärer Kartenspiele - für jeden etwas

Die "Kartenspiele Deluxe Box Edition" bietet eine breite Auswahl an populären Kartenspielen von leicht und unterhaltsam bis schwer und komplex, sodass für jeden Spieler und jede Altersklasse etwas dabei sein dürfte. Die 17 Spiele, die gesammelt installiert werden können, sind jeweils mit dem gleichen Layout umgesetzt worden. Der Spieler kann dazu jeweils noch Einstellungen nach seinem Geschmack vornehmen. So kann etwa die Optik der Kartenrückseite angepasst werden, das Kartenbild kann nach deutscher, französischer oder englischer Art gewählt werden und auch die Spielumgebung ist leicht variabel: Der Spieler entscheidet, ob er an einem Holz-, Glas- oder Marmortisch spielen möchte, oder, ob er die Runde doch lieber in eine Gruft oder an einen Pokertisch verlegt. Auch weitere Variablen des Spiels können eingestellt werden, etwa die Spielgeschwindigkeit, die Art des Austeilens (alle zusammen oder einzeln), die Spielrichtung (mit oder gegen den Uhrzeigersinn) und vieles mehr.

Angenehm unaufdringliche Optik rückt den Spielspaß in den Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stehen natürlich die Kartenspiele selbst, die in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden (leicht - normal - Profi) und mit wählbarer Anzahl an Mitspielern und Spielrunden gestartet werden können. Für alle Spiele ist eine gut verständliche Anleitung verfügbar, die das Spiel erklärt und mögliche Variationen aufzeigt. Das Spielgeschehen selbst ist optisch angenehm umgesetzt und besticht durch die saubere 3D-Grafik. Die Spieler sind nicht durch Abbildungen von Personen dargestellt, sondern durch in der Luft schwebende Karten, die der Spieler und die Gegner gerade auf der Hand haben; die Verteilung der Karten und das Ausspielen sind flüssig und angenehm animiert. Die Computergegner kommentieren bisweilen das Geschehen, dies kann man jedoch ein- oder sogar ganz abstellen. Die angenehm-unaufdringliche Darstellung lenkt den Blick aufs Wesentliche, das Spiel selbst. Dies funktioniert einwandfrei, die Bedienung ist flüssig und einfach, durch die vielfachen Einstellungsmöglichkeiten kann jeder das Kartenspiel nach seinen Vorlieben anpassen.

Für Jüngere: Mau Mau Twist Edition, Schwarzer Peter und Schnauz

Die drei separat installierbaren Kartenspiele - Mau Mau Twist Edition, Schnauz und Schwarzer Peter - unterscheiden sich vor allem optisch von den anderen 17 Spielen, sie sind wesentlich kindlicher und bunter in Szene gesetzt und dürften daher vor allem junge Spieler ansprechen. Gerade die "Mau Mau Twist Edition", die sich vom klassischen Mau Mau durch zahlreiche zusätzliche Sonderkarten, ähnlich wie bei "Uno", unterscheidet, und das lustig gestaltete "Schwarzer Peter" mit den netten Tierkarten bringen Kindern den Spaß am Kartenspiel nahe. Anders als in den 17 anderen Kartenspielen sind bei den drei separaten Games cartoonhafte Computergegner vorhanden und auch der Spieler selbst kann sich einen Avatar auswählen.

Fazit: eine breite Auswahl an bekannten und beliebten Kartenspielen, die für jeden etwas bietet und stundenlange Unterhaltung verspricht. Der Preis von knapp 30 Euro ist zwar recht hoch, allerdings erhält man dafür auch 20 populäre Spiele, die in der PC-Version optisch ansprechend und qualitativ gut umgesetzt wurden. Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten kommen dem Spieler entgegen - nicht nur die Optik und der Sound können angepasst werden, sondern auch die Spielerzahl, der Schwierigkeitsgrad, die Spieldauer und vieles mehr. Eine gute und umfangreiche Sammelbox für alle, die sich gerne mit Kartenspielen am PC die Zeit vertreiben.


Hohle Erde 1 - Animare
Hohle Erde 1 - Animare
von Carole E. Barrowman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,80

3.0 von 5 Sternen Die Macht der Fantasie - spannend für jüngere Leser, 7. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Hohle Erde 1 - Animare (Gebundene Ausgabe)
"Animare" ist der erste Teil der "Hohle Erde"-Reihe aus der Feder der Geschwister John und Carole E. Barrowman. John Barrowman dürfte vielen vor allem als Schauspieler bekannt sein, unter anderem in seiner Rolle als Captain Jack Harkness in "Dr. Who" (aus der sein eigenes Spin-Off "Torchwood" resultierte) oder in seiner Rolle als Malcolm Merlyn in "Arrow".
Mit "Hohle Erde: Animare" haben er und seine Schwester einen spannenden Fantasy-Roman für Kinder ab etwa zehn Jahren geschrieben, der trotz einiger kleiner Schwächen gut unterhält und mit vielen interessanten Einfällen und lebhaft beschriebenen Szenerien aufwartet. Zwar ist die Idee der zum Leben erweckten Bilder nicht neu, aber durch die Verknüpfung mit der Theorie der "Hohlen Erde", die schon Schriftsteller wie Jules Verne, Edgar Allan Poe und viele weitere inspirierte, und der darin eingesperrten Dämonen ergibt sich eine packende Mischung. Auch die Beschreibung der schottischen Küste, der Natur und der (fiktiven) Inseln Auchinmurn und Era Mina gefällt und lässt die Schauplätze der Handlung authentisch und lebendig erscheinen.

An manchen Stellen holpert das Buch zwar ganz schön, die Beschreibungen sind nicht immer ganz stilsicher und szenenweise geht es relativ wirr zu, im Großen und Ganzen ist der erste Teil der "Hohle Erde"-Trilogie aber gut und vor allem für jüngere Leser spannend und mitreißend. Den ebenfalls bei Cross Cult erschienenen zweiten Teil "Knochenfeder" sollten Fans sich dann am besten direkt auf ihren Wunschzettel schreiben, denn die Handlung von Band 1 ist nur bedingt in sich geschlossen: Obwohl der Roman mit knapp 360 Seiten recht lang ist, zahlreiche Charaktere und eine komplexe Handlung aufweist, wird auf den letzten Seiten deutlich, dass es sich tatsächlich nur um einen Auftaktband handelt. Es geschieht zwar durchgehend sehr viel, aber am Ende steht man fast ratloser als vorher da; die beiden Autoren geben die Geheimnisse und Hintergründe der Handlung nur langsam preis. Viele lose Fäden warten also darauf, in den beiden nächsten Romanteilen noch verknüpft zu werden!

"Animare 1: Hohle Erde" ist ein zumeist spannender und unterhaltsamer Lesespaß mit interessanten Charakteren, wenn auch nicht übermäßig gut geschrieben. Für jugendliche Fans actionreicher Fantasy vor schottischer Kulisse aber auf jeden Fall einen Blick wert, zumal das toll gestaltete, knallbunte Cover mit dem fiesen Dämon jedem Lust aufs Lesen macht!


Hide and Seek - Kein Entkommen
Hide and Seek - Kein Entkommen
DVD ~ Moon Jung-Hee
Preis: EUR 13,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packender Thriller, zunächst subtil beunruhigend, dann brutal-blutig, 12. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Hide and Seek - Kein Entkommen (DVD)
"Hide and Seek" aus dem Jahr 2013 (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen US-Film von 2005) ist ein spannender südkoreanischer Psychothriller von Regisseur Huh Jung, der den Zuschauer zunächst langsam in seinen Bann zieht, ihn dann immer tiefer in die beklemmende Handlung verwickelt und ihn schließlich bis zum brutalen Finale nicht mehr loslässt. Geschickt fährt der Film nach einer verstörenden Eingangssequenz erstmal das Tempo zurück und zeigt das perfekt anmutende Leben von Seong-soo (überzeugend dargestellt von Son Hyun-joo). Dass es doch nicht so ganz perfekt ist, wie es nach außen wirkt, offenbaren zunächst Kleinigkeiten: Seong-soo hat einen Waschzwang, ekelt sich vor Bakterien und Schmutz, wirkt zwanghaft und manchmal abwesend. Als die wie aus dem Ei gepellte Familie in dem schäbigen Wohnblock von Seong-soos Bruder eintrifft, wirkt der Kontrast zwischen beiden Welten erschütternd. Hier die adretten Kinder (Kim Ji-Young und Jung Joon-Won) und die in einen teuren Mantel gehüllte Ehefrau (Jeon Mi-Sun) im schicken Auto, dort die heruntergekommenen, teils geisteskrank wirkenden Anwohner des Appartementblocks. Die Grundidee, dass ein Mensch mit einem wohlgeordneten und friedlichen Leben plötzlich brutal aus ebendiesem herausgerissen und gezwungen wird, um seine Familie zu kämpfen, ist nicht neu, wurde von Huh Jung aber wirklich gut in Szene gesetzt. Fieserweise zielt der Regisseur und Autor auf den letzten privaten Rückzugsort ab, den Menschen in der Großstadt haben: die eigene Wohnung, das eigene Reich. In "Hide and Seek" wird aus diesem Rückzugsort, bei dem man die Tür vor der Welt draußen verriegeln kann, ein Ort des Schreckens - auch in der heilen Welt von Seong-soo, wo es Zugangscodes, Wachdienste und Überwachungskameras gibt.

Der Film besitzt einen konstant steigenden Spannungsbogen, der hin und wieder mit echten Schockmomenten aufwartet und von Anfang bis Ende fesselt. Immer mehr kleine Störer häufen sich und hinterlassen beim Zuschauer ein stetig wachsendes Gefühl der Beklemmung: ein schweigender Mann mit Motorradhelm, ein Mädchen mit einem zugeklebten Auge, Bleistiftmarkierungen an den Wohnungstüren, ein Aufzug, der (natürlich) immer nur extrem langsam kommt ... Die Zeichen, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, mehren sich rasant, doch der Protagonist merkt es viel zu spät. Fast schlafwandlerisch tappt Seong-soo durch die Szenerie, forscht nach dem Verbleiben seines Bruders und realisiert erst, als es beinahe zu spät ist, worum es hier eigentlich geht. Und dann geht es auch im Film ordentlich zur Sache, der Psychothriller lässt alle Subtilität fallen und es wird brutal und blutig, teilweise könnte der Streifen dann fast als Horrorfilm durchgehen.

Bis auf ein paar kleine Unstimmig- und Unglaubwürdigkeiten ist "Hide and Seek - Kein Entkommen" eine runde Sache: atmosphärisch dicht, packend bis stellenweise nervenzerreißend inszeniert, gut gespielt (ebenso überzeugend mit bekannten deutschen Stimmen synchronisiert) sowie die gesamte Spielzeit hindurch kurzweilig.

Als Bonus beinhaltet die DVD ein Making-of, ein "Behind the Scenes" sowie den Trailer zu Film.


Phantasiereise "Palast des Reichtums": Geführte Meditation und Entspannungstechnik mit Hypnose und Suggestionen
Phantasiereise "Palast des Reichtums": Geführte Meditation und Entspannungstechnik mit Hypnose und Suggestionen
von Nils Klippstein
  Audio CD
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne, bilderreiche und entspannende Phantasiereise, die angenehme Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt, 10. Februar 2015
Schon wenn Sprecher Daniel Wandelt den Hörer begrüßt, fallen die angenehm tiefe Stimme und die ruhige, klare Sprechreise auf. Zu Beginn wird kurz darauf hingewiesen, dass man entspannt sitzen oder liegen soll und dass lockere, bequeme Kleidung von Vorteil ist, dann geht es nach einigen Malen tiefem Aus- und Einatmen auch schon los.

Daniel Wandelt entführt den Zuhörer auf eine Reise zu einem wunderschönen Palast - es ist eine Rückkehr nach Hause, denn der Palast gehört dem Hörer. Dabei werden die Umgebung, die das Gebäude umgebende Parkanlagen, und die Räume selbst so detailreich ausgemalt, dass das Beschriebene deutlich vor dem inneren Auge auftaucht. Die vielen ausdrucksstark beschriebenen optischen, taktilen und sensorischen Eindrücke sorgen dabei jederzeit für eine lebhafte innere Vorstellung des Imaginierten. Fühlen, riechen, schmecken - alles wird mit einbezogen.

Gemäß dem Titel "Palast des Reichtums" geht es bei dieser Meditation darum, äußeren und inneren Reichtum zuzulassen und zu verinnerlichen, innere Blockaden bei der Einstellung gegenüber Reichtum zu lösen und Chancen zuzulassen. Mit ruhiger Stimme beschreibt Daniel Wandelt die Ausstattung des Palasts, der von Attributen wie rosafarbenem Marmor, reich geschnitzten Türen, kostbaren Gobelins und Gemälden und kunstvollen Blumenarrangements geprägt ist. Da der Reichtum sowohl materiell als auch geistig oder psychisch angestrebt werden kann, wirken diese Beschreibungen tatsächlich prachtvoll und harmonisch und nicht etwa oberflächlich. Positive Bestärkungen, die der Hörer verinnerlichen soll, wiederholt der Sprecher dabei mehrmals, aber ohne aufdringlich zu wirken, etwa "Alles, was ich brauche, ist im Überfluss vorhanden. Ich bin von Fülle umgeben" oder "Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe". An mehreren Stellen kommen Techniken zum Einsatz, die aus der Hypnose bekannt sind, wie etwa das langsame Rückwärtszählen, wenn man im Geiste Treppenstufen hinaufsteigt.
Das langsame Sprechtempo und die ruhige, tiefe Stimme sorgen dabei garantiert für Tiefenentspannung und eine angenehme halbe Stunde, sei es in der Mittagspause oder zu einer anderen Auszeit. Sehr gut eignet sich diese Phantasiereise auch dafür, beim Einschlafen gehört zu werden, sodass die beschriebenen inneren Bilder angenehm im Halbschlaf auftauchen. Lediglich das Outro mit der E-Gitarre wirkt im Vergleich zum vorher Erlebten etwas zu rockig und zu aufgedreht, was aber vielleicht nicht schlecht ist, um nach der Tiefenentspannung wieder wacher zu werden.

"Palast des Reichtums" ist eine schöne, bilderreiche und entspannende Phantasiereise, die angenehme Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt. Empfehlenswert!


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