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Rezensionen verfasst von
illinVillain (Bonn, Nordrhein-Westfalen)

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Coma Chameleon [Digi-Pack]
Coma Chameleon [Digi-Pack]
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feinster Alternative aus Deutschland - ehrlich und energiegeladen, 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Coma Chameleon [Digi-Pack] (Audio CD)
Die Donots sind eine Alternative Rock-Band aus Deutschland, die seit 1993 besteht und mit "Coma Chameleon" ihr siebtes Studioalbum releast hat. Obwohl sie schon vorher zu Recht nicht unbekannt waren, habe ich erst von der Band erfahren, als die Single "Stop The Clocks" Radio und Musik-TV eroberte. Der Song hat mich mit seinem lockeren, eingängigen Charakter sofort in seinen Bann gezogen, sodass ich mir nur aufgrund dieser Single das Album gekauft habe. Bei all dem Sc***ß, der so im Radio läuft, passiert das heutzutage kaum noch.
Der erste Eindruck sagt ja bekanntlich viel über den Inhalt aus und hier trifft das auf jeden Fall zu: Das Layout ist sehr cool und mutet nicht nur optisch an, sondern gibt auch einen guten Vorgeschmack auf die Muik, die einen erwartet. Auch die Texte sind im schön gestalteten Booklet gut leserlich abgedruckt und alles wirkt aufwendig und gut durchdacht - so soll's sein!
Nun aber zur Musik: Schon beim ersten Hören bin ich ziemlich hingerissen von der Attitüde der Band: Aus jeder einzelnen Strophe lässt sich die Freude heraushören, mit der die Jungs zu Werke gehen: Ingo singt und schreit sich die Seele aus dem Leib, sein Bruder Guido macht tierischen Lärm an der Gitarre und Eike bearbeitet das Schlagzeug, welches mit seinen schnellen, federnden Rythmen immer wieder deutlich herausschticht. Auch die anderen beiden legen sich kräftig ins Zeug, sodass man das Gefühl bekommt, die Band sei eine einzelne Person, so gut ist alles aufeinander abgestimmt. Da stört es auch gar nicht, dass Ingo keine unfassbar geniale Stimme hat und die Band auch musikalisch nichts neu erfindet.
Das Album startet mit einem interessanten Intro, welches etwas melancholisch rüberkommt, aber gleichzeitig einen fetzigen Charakter hat und direkt in das kräftige, mitreißende "Break My Stride" überleitet. Die erste Singleveröffentlichung ist direkt eins der besten, kompromisslos-rockigsten Stücke der Platte.
Der dritte Track fängt da an, wo Break My Stride aufgehört hat: Federnd und ziemlich alternativ hält "Pick Up The Pieces" Tempo und Niveau oben und dürfte auch den letzten Zweifler überzeugen.
Mit "Headphones" folgt meiner Meinung nach die erste, kleine Schwachstelle des Albums, da der Gesang schnell nervig wird und die Verses seltsam melodie- und konzeptlos dahinplätschern. Entschädigend sind dafür das mitreißend federnde Schlagzeug und die, an einer Stelle tierisch abgehende, Gitarre.
"New Hope For The Dead" macht aber sofort alles wieder gut: Unglaublich abgehend und etwas bedrohlich fetzt der Song daher, steigert sich immer weiter und explodiert am Ende förmlich in einem, musikalisch wie gesanglich mitreißendem, Finale. Auch textlich stellt der Track einen der Höhepunkte der Platte dar und ist somit mein persönliches Lieblingslied auf Coma Chameleon.
Auf das lockere "Anything" mit dem schön gesungenen, euphorischen Refrain, folgt das coole "To Hell With Love", bei welchem Ingo's Bruder und Gitarrist Guido für die Verses am Mic steht und mit seiner ziemlich unschönen Stimme seine Gefühle herausbrüllt. Das Stück ist extrem schnell, wirkt aber durch den tollen Refrain von Ingo trotzdem ziemlich "easy". Auch Guido's "Gesang" weiss nach mehrmaligem Hören durchaus zu überzeugen, wirkt er doch so ehrlich und direkt aus dem Herzen heraus, dass der Tonfall einfach angemessen scheint: "Liebe ist halt nicht immer schön!" Auch textlich brennt der Track so einiges ab - insgesamt also vielleicht einer der besten Songs des Albums, auf jeden Fall aber einer der interessantesten.
Das nächste Lied ist das schon angesprochene "Stop The Clocks", welches im Gegensatz zum Rest der Platte sehr ruhig und nachdenklich rüberkommt. Gesang und Instrumental stecken so voller Sehnsucht, dass man bei wirklich jedem Hören in die entsprechende Stimmung versetzt wird. Das erstaunlichste an dem Track ist die Tatsache, dass er auch nach zig-mal Hören tatsächlich GENAUso gut klingt wie am Anfang und ich finde das macht einen musikalischen Geniestreich aus, als welchen man dieses Lied meiner Meinung nach bezeichnen kann.
Leider folgt darauf mein persönlicher Tiefpunkt des Albums: "The Right Kind Of Wrong" klingt in meinen Ohren vom ersten bis zum letzten Moment ziemlich furchtbar, was vor allem auf das einseitige Instrumental und den nervig leiernden Gesang von Ingo zurückzuführen ist. Da hilft auch der ansprechende Text nicht mehr die gähnende Langeweile zu vertreiben - ein klarer Ausrutscher, den man sich hätte sparen können.
Nachdem "This Is Not A Drill" dann wieder ordentlich Tempo macht und mit seinem leicht agressiven Charakter zum Kopfnicken auffordert, haut "Killing Time" als ein weiterer Höhepunkt noch einmal richtig rein. Der Track ist besonders punkig geraten und gerade im Refrain kann man deutlich die Bad Religion-Einflüsse bei den Donots heraushören. Der Song wirkt unglaublich treibend und aufmunternd und wird neben "New Hope For The Dead" am häufigsten von mir gehört. Beide Lieder sind wohl auch ein wenig miteinander vergleichbar, sind es doch die punkigsten und härtesten auf der Platte.
Abschluss des Albums ist das nachdenkliche und fröhlich-optimistische "Somewhere Someday", welches diese Rolle perfekt übernimmt und nach dem Klicken beim Auslaufen der CD den glücklichen und zufriedenen Hörer wieder freigibt.
Glücklich und zufrieden bin auch ich mit diesem Album, selten hört man nämlich so eine Freude und Zuversicht aus Musik sprechen. Doch auch wenn ich liebend gerne fünf Sterne vergeben würde, halten mich "Headphones" und vor allem "The Right Kind Of Wrong", sowie einige durchschnittliche Lückenfüller ("Anything, "This Is Not A Drill") davon ab. Trotzdem kann ich dieses Album nur weiterempfehlen und werde mir auch noch andere Werke der Band zulegen.

P.S. Außerdem sind die Donots auch ein heißer Live-Tipp, weil sie es schaffen die angesprochene Freude beim Musikmachen auch auf der Bühne beizubehalten. Vor allem "To Hell With Love" und "Killing Time" sind dann einfach geil!


Stadium Arcadium
Stadium Arcadium
Preis: EUR 6,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Softes Album mit viel Charakter, 7. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Stadium Arcadium (Audio CD)
Mit "Stadium Arcadium" gelang den Red Hot Chilli Peppers im Jahr 2006 ein Album, welches für viele, wie auch für mich, nahe an einem Meisterwerk dran ist. Es ist ihr neuntes Studioalbum und vielleicht auch ihr letztes, auf jeden Fall aber das letzte mit Gitarrist John Frusciante, der unmittelbar nach dem Ende der Welttournee zu Stadium Arcadium die Band aus nicht wirklich klaren Gründen (nicht im Streit!) verließ und diesmal, glaubt man seinen Worten, wohl nicht mehr zurückkehren wird.
Wie die musikalische Entwicklung der Chilli Peppers seit "Californication" im Jahr 1999 vermuten ließ, ist Stadium Arcadium insgesamt ziemlich soft, viele Songs haben auch einen leicht poppigen Charakter ("Wet Sand"), was, im Gegensatz zu den teilweise zu Mainstream-beeinflussten Songs auf der Vorgängerplatte "By The Way", nicht unbedingt als Nachteil verstanden werden muss, der charakteristische Peppers-Sound ist nämlich in fast jedem Lied wunderbar herauszuhören.
Damit wären wir auch schon bei dem angelangt, was diese CD für mich so besonders macht: Jedes Lied hat diesen schwer beschreibbaren Red Hot Chilli Peppers-Style, und wirkt doch nicht ausgelutscht oder gar langweilig. Die Chilli Peppers erfinden sich auf dem Album zwar nicht neu(viel genutzter Standardsatz für Rezensionen:), verbindlichsten Dank dem, der ihn eingeführt hat), haben sich aber doch gegenüber dem Vorgänger positiv weiterentwickelt, womit genau das eingetreten ist, was sich viele Fans erhofft haben.
Der erste Track "Dani California" bildet allerdings direkt eine der wenigen Ausnahmen. Der wahrscheinlich jedem bekannte Song geht gut ab und hat bei mir als erste Singleauskopplung damals so richtig Lust auf das Album ausgelöst.
Weiter geht es mit dem ebenfalls bekannten "Snow (Hey Oh)", dass zwar recht gut ist, allerdings so oft im Radio/TV rauf und runter gelaufen ist, dass es einem irgendwann nur noch auf die Nerven geht.
"Charlie" ist eines dieser Lieder, die die Peppers in früheren Jahren auszeichneten. Ein wunderschön gesungener Refrain trifft auf wilde, verrückte Verses - einfach ein klasse Lied.
Die restlichen Tracks der ersten Disc sind allesamt bis auf wenige Ausnahmen ("Stadium Arcadium", "Hump De Bump","Hey") gut, wobei Balladen und rockig-funkige Songs in ungefähr gleicher Anzahl vorhanden sind. Besonders hervorzuheben sind:

"Slow Cheetah": wunderschön; Leadsinger Anthony Kiedis und John Frusciante in Topform; ganz Stil des Albums
"Especially In Michigan": klingt wie eins der älteren
"Warlocks": klingt auch wie eins der älteren; für mich das Highlight der ersten Disc
"C'mon Girl": könnte auch von By The Way stammen; wäre dort einer der besten Tracks, hier ist er es auch

Beständ Stadium Arcadium nur aus dieser einen CD, wäre es schon ein klasse Album, doch auch auf der zweiten, im Vergleich leider deutlich schwächeren Disc gibt es noch einige echte Bereicherungen.
Zum einen wäre da "She Looks To Me", welches etwas an "Road Trippin'" von Californication erinnert und ansonsten auch gut auf die 99er Platte gepasst hätte.
"So Much I" ist wieder sehr Stadium Arcadium-Style und gefällt mit klasse Feeling und gefühlvollem Gesang von Kiedis.
"Turn It Again", wie auch das poppige "Death Of A Martian" bilden den gelungenen Abschluss eines wunderbaren Albums der unbestreitbar besten Funk-Rock Band aller Zeiten.
Mit dem Wort "Klassiker" halte ich mich ganz bewusst zurück, das beste Werk der Band ist es entgegen der Meinung einiger "Experten" (Rolling Stone Magazine) auf keinen Fall.

"Blood, Sugar, Sex, Magik"? "Californication"? Na, klingelt's? Dann ist ja gut...

Trotzdem hat die Scheibe ganz locker 4 Sterne verdient, auch wenn ich mich in dem Punkt einem meiner Vorredner anschließe, dass eine "Reduktion auf 14-16 Tracks" (meiner Meinung nach dürfen es ruhig auch 18-20 sein) der Platte gut getan hätte.

"Warlocks in Wonderland
I've got Megatropolis in my hand
And a ... subterranean marching band
Makin' noise for the boys in the Vatican"

Warlocks


By the Way
By the Way
Preis: EUR 5,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön und sehr solide, aber etwas zu weich, 23. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: By the Way (Audio CD)
Nachdem mich "Californication" vollauf begeistert hatte, habe ich mir auch von dem im Jahr 2002 erschienenen "By The Way" viel erwartet. John Frusciante blieb glücklicherweise bei der Band und da dieser den Stil von Californication doch sehr im positiven Sinne beeinflusst hat, hoffte ich, dass das gleiche auf diesem Album geschehen würde.
Fest steht, dass der Stil, den die Band bei dem Vorgänger eingeschlagen hat und der sich deutlich von den früheren Sachen unterscheidet, da er viel weniger funklastig ist, sich auch auf By The Way fortsetzt. Die gefühlvollen Balladen finden sogar in noch größerer Anzahl Eingang, gute Beispiele sind der Opener "By The Way", "Midnight" und "Venice Queen". All diese Lieder sind hervorragend, wenn auch keines an "Scar Tissue" von "Californication" heranreicht, was vor allem daran liegt, dass sie recht schnell langweilig werden.
Währenddessen sind auch ungefähr fünf funkig-rockige Tracks vorhanden, die zwar fast alle überzeugen können, doch ich hätte mir gewünscht, dass sie etwas mehr aus der Masse der oft recht poppigen(schade) Balladen herausstechen.
Damit wäre auch das Problem angesprochen, dass dieses wirklich gute Album meiner Meinung nach daran hindert, zu einer CD zu werden, die man als Klassiker in der Geschichte der Red Hot Chilli Peppers bezeichnen könnte: Das mangelnde Vorhandensein echter Geniestreiche. Ohne Frage, ist By The Way allen ans Herz zu legen, Chilli Peppers-Fans und Leuten, denen Californication gefallen hat sowieso. Gründe dafür gibt es genug:

1. Anthony Kiedis begeistert einen mit seiner Stimme zu jedem Zeitpunkt, seine Ausdruckskraft ist einfach unvergleichlich.
2. John Frusciante ist ein Virtuoso an der Gitarre, Balladen, wie "Don't Forget Me" liegen ihm ganz hervorragend.
3. Der o.g. Track ist eigentlich gar keine Ballade. Er ist zwar relativ langsam aber auf keinen Fall bei den Liedern der Marke "By The Way"(Song) einzuordnen. Damit ist er einer der Songs, die für meine Begriffe kurz vor einem Geniestreich sind. (andere sind: "Throw Away Your Television" und "The Zephyr Song")
4. Die Red Hot Chilli Peppers haben noch nie wirklich enttäuscht und werden es bestimmt auch nie tun.

Also: Auch wenn das Album auf keinen Fall an Meisterwerke wie "Blood, Sugar, Sex, Magik" und Californication heranreicht (im Vergleich zu diesen CDs also nur 4 Sterne), tut es der Genialität der Peppers keinen Abklang. Die Entscheidung über ihren Sound liegt ja voll und ganz bei ihnen und wenn sie dieses Mal halt ein etwas ruhigeres, weicheres Album kreieren wollten, dann haben wir Fans das zu verstehen und das Gute darin zu sehen. Da wir hier über die Chilli Peppers reden, wird es nicht lange dauern, bis wir auch dieses Album ins Herz geschlossen haben.


Blood Sugar Sex Magik
Blood Sugar Sex Magik
Preis: EUR 5,00

5.0 von 5 Sternen Der frühe Stil der Chilli Peppers in Perfektion, 5. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Blood Sugar Sex Magik (Audio CD)
Wenn man von dem Album "Blood, Sugar, Sex, Magik" spricht, dann spricht man von dem Album, das wie keines andere für den Namen "Red Hot Chilli Peppers" steht. Es verkörpert den funkigen Rock-Stil, den die Peppers schon immer gepflegt haben, allerdings nie so viel, wie in der Anfangsphase. Diesen haben sie in BSSM perfektioniert und eine CD präsentiert, die immer noch die unnachahmlich verrückten gute-Laune-, und Partytracks, dabei aber auch sehr nachdenkliche und ruhige Songs enthält. Irgendwie ist sie damit die letzte ihrer Art. One Hot Minute war zwar auch noch sehr funkig, ist aber wohl doch anders einzuordnen. Also: Blood, Sugar, Sex, Magik ist auf jeden Fall eins der besten Werke der Chilli Peppers. Mit diesen hohen Erwartungen darf man dann auch ans Hören gehen.
Während der Kopfnick-Song "Power Of Equality" etwas anders klingt als der alte Stuff, präsentiert sich "If You Have To Ask" gewohnt funkig und leicht verrückt.
Das folgende "Breaking The Girl" hat mich als erstes Lied der Platte richtig begeistert. (Wie so oft bei den Peppers sind es auch hier die ruhigeren Lieder, die mich am meisten überzeugen.) Es hat sowohl eine federnde, beschwingende Art, als auch eine nachdenkliche Note, die den Track zu einem meiner liebsten von den Red Hot Chilli Peppers machen.
Bei "Funky Monks" ist mit dem Titel alles gesagt, das folgende "Suck My Kiss" ist auch sehr funkig, allerdings nicht so sehr auf Party ausgelegt, sondern eher auf den Konzert-mitgröl-Effekt (ist aber trotzdem tiefsinnig und hat einen klasse Text, aber das ist auf dieser Platte Standard!).
Die restlichen Lieder sind bis auf "Under The Bridge" alle funkig und meistens etwas wilder, bis auf "Apache Rose Peacock" sind alle verdammt gut, beschreiben kann man sie schwer, sie sind halt typisch Peppers in den späten 80ern und frühen 90ern. Besonders hervorzuheben sind "The Righteous & The Wicked", "Give It Away" und und "Sir Psyco Sexy".
Eins unterscheidet sich natürlich deutlich von den anderen: Under The Bridge, welches wahrscheinlich sowieso jedem Fan bekannt bekannt ist, sticht mit seinem ruhigen, entspannten Lagerfeuer-Flair stark hervor. Es hat eine wunderschöne Melodie, die sich gnadenlos einprägt (gestern noch habe ich es geschafft, den ganzen, 90-minütigen Lateinunterricht an die Wand zu starren und im Geiste eine einzige Zeile zu wiederholen).
Mein Gesamteindruck von der Platte ist, dass sie recht entspannt ist und ein Mitsing-Verlangen weckt - und natürlich, dass sie verdammt gut ist.
5 Sterne - gar keine Frage!


Californication
Californication
Preis: EUR 8,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig und nicht zu übertreffen, 29. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Californication (Audio CD)
Die 90er waren für die Red Hot Chilli Peppers die Zeit, in der viel experimentiert und nach dem eigenen Sound gesucht wurde. Bandmitglieder kamen und gingen, die gravierendsten Veränderungen waren wohl der Abgang von Gitarrist John Frusciante nach Blood, Sugar, Sex, Magik und der Zugang von Dave Navarro, der einen komplett neuen Charakter in die Musik der Chilli Peppers brachte. Nach dem zwar ungewöhnlichen, aber keinesfalls schlechten Album "One Hot Minute", welches im Jahr 1995 erschien war, war der "Spuk" aber auch schon wieder vorbei und Frusciante kehrte zur Band zurück.
Das Album, welches sie mit ihm im Jahr 1999 veröffentlicht haben stellt alle anderen, von mir bisher gehörten Rock-Alben in den Schatten. (Die einzigen, die ansatzweise mithalten können: Rage Against The Machine mit gleichnamigen Album, Oasis mit "What's The Story, Morning Glory"). Die Peppers erreichten mit Californication unglaubliche Verkaufszahlen, wobei das Album keineswegs kommerziell ist, sondern schlichtweg so gut, dass es einfach jedem gefällt.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass auf dem Album Lieder für jeden Geschmack drauf sind, von wütend, über melancholisch bis zu entspannt, die alle genial sind. Das hört sich jetzt vielleicht so an, als ob das Album nur auf Verkaufszahlen ausgelegt wäre, doch finden auch Fans, die eigentlich eher auf die schnelleren Stücke der Peppers stehen, Gefallen an Liedern wie dem göttlichen "Scar Tissue".
Nach dem ersten Hören, werden sich viele von euch vielleicht fragen, warum ich von diesem, eurer Meinung nach vielleicht nur "sehr guten", aber keinesfalls "beinahe perfekten" Album so schreibe, als ob es nie mehr etwas besseres geben würde. Zugegeben, mich hat es beim ersten Hören auch nicht unbedingt vom Hocker gehauen (bis auf Scar Tissue und einige andere Songs), doch dies hier ist die CD, die in meinem Player absolut bevorzugte Behandlung genießt, einen festen Stellplatz hat, und diesen auch regelmäßig nutzt, nachdem sie, zweifelsohne geschmeichelt von den Freudentränen in meinen Augenwinkeln, mit spitzen Fingern aus dem Regal gezogen wurde. Soll heißen: Diese CD werde ich immer regelmäßig hören und genießen, auch wenn ich dafür irgendwann einmal mein Hörgerät anschalten muss, während die globale Erwärmung bei mir in Bonn Affen vor dem Fenster rumturnen lässt. Word! Das schwöre ich!
Peace, vielleicht kommt ihr mich dann ja mal besuchen, wir können uns dann auch über die einzelnen Lieder unterhalten, auf die ich hier nicht mehr weiter eingegangen bin, da sie schlichtweg unbeschreiblich sind (Schluchz).
Wenn ich dieser CD keine 5 Sterne gebe, welcher dann?


One Hot Minute
One Hot Minute
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Preis: EUR 7,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnliches, aber ganz wichtiges Album für die Band, 22. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: One Hot Minute (Audio CD)
Im Jahr 1995 entsteht das 6. Studioalbum der Alternative-Rockband "Red Hot Chilli Peppers" um Sänger Anthony Kiedis, das gleichzeitig das einzige ist, an dem der Gitarrist Dave Navarro beteiligt ist. Somit unterscheidet sich dieses Album auch deutlich von allen anderen CDs der Band. Es sind sowohl starke Veränderungen im Sound zu finden, die u.a. durch die Heavy-Metal angehauchten Gitarrenriffs von Navarro entstehen, als auch andere Themenschwerpunkte bei den Texten, wodurch bei dem Hören dieses Albums eine völlig andere Stimmung entsteht, als bei anderen Werken der Chilli Peppers.
Dreht sich bei älteren Aufnahmen meist alles um den Sex, Drugs & Rock'n Roll-Lifestyle, so werden hier vorrangig Themen, wie Drogenkonsum und Frustration angesprochen. Kiedis weiss dabei, wovon er spricht (Der Sänger der Band steckte zu dieser Zeit in schweren Drogenproblemen, nachdem er seit dem Beginn der 90er sauber geblieben war) und versteht sich darauf, den Hörern seine Gefühle authentisch zu vermitteln. Das bedeutet aber nicht, dass der funkige Sound der Peppers düster und depressiv geworden ist. Auch das Thema Sex findet hier im Vergleich zu den nachfolgenden Werken noch sehr viel Eingang ("Coffe Shop", "Pea"...).
Wie die Songs jetzt tatsächlich klingen, ist schwer zu beschreiben. Ich besitze dieses Album schon seit ich elf bin. Damals habe ich mir nicht so richtig die mühe gemacht, alle Texte zu verstehen, was auch an meinem noch dürftigen Englisch gelegen hat. Doch auch wenn die Texte deutsch wären, ist es für jüngere Hörer oft schwierig, sie zu verstehen, da einem in diesem Alter meist die Kenntnis über die Folgen von Drogenkonsum und die damit verbundenen Gefühle fehlt. So hat man unter Nichtbeachtung der Texte oft das Gefühl, die Musik würde einem eine verrückte, lustige Traumwelt vermitteln wollen. Verrückt mag sie sein, aber lustig ist sie ganz bestimmt nicht. Aus diesem Grund bedarf es bei dieser CD mehrmaligen, intensiven Hörens, um die Aussage zu erfassen.
Wenn man das erst einmal geschafft hat, weiss das Album auf jeden Fall zu gefallen, die Lieder unterscheiden sich zwischen solch merkwürdigen, wie dem bekannten "Aeroplane", auf welches die Beschreibung mit der Traumwelt passt und solchen, wie "Walkabout", die recht locker und nachdenklich klingen.
Die ersteren überwiegen jedoch auf dieser CD, was irgendwann nerven kann und es einem im Prinzip unmöglich macht sie im Hintergrund zu hören. Wenn schon hören, dann richtig - ich denke das war auch, was die Peppers bezwecken wollten.
Ich kann irgendwo verstehen, dass die CD kommerziell eine Enttäuschung war, sie ist halt sehr speziell und nicht gerade leichte Kost, aber jeder, der sich etwas intensiver damit beschäftigt, wird hier ein ganz besonderes Stück Bandgeschichte finden, Fans der Chilli Peppers sowieso, auch wenn sie vielleicht erst mal stutzig sind.
Auf eine Bewertung einzelner Lieder verzichte ich hier ganz bewusst, da alle Lieder irgendwo gut sind und sich die Geschmäcker sowieso sehr stark unterscheiden werden.
Am Ende sind es dann doch nur 4 Sterne geworden, da die CD durch den hohen Nervfaktor, der auftritt, wenn man versucht sie nebenbei zu hören, einen sehr geringen Wiederhörwert hat und mir einige wenige Lieder einfach nicht so richtig gefallen wollen.
P.S. Cooles Cover und Booklet (wie immer mit Texten)


The Bridge (Limited Bonus Edition inkl. 2 Bonus-Tracks / exklusiv bei Amazon.de)
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Preis: EUR 18,45

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so überzeugend, 19. Juni 2010
Nachdem 2008 ja etwas unter dem Stern der Comeback-Alben und Abschiede (Q-Tip: The Renaissance, LL Cool J: Exit 13) stand meldet sich im Folgejahr etwas verspätet der Pionier Grandmaster Flash wieder zu Wort und droppt mit "The Bridge - Concept Of A Culture" seit einer gefühlten Ewigkeit endlich noch einmal etwas anderes als ein Best-Of.
Der erste Eindruck ist auf jeden Fall gelungen: Ein sehr cooles, modernes Cover und Backcover mit einem Grandmaster in Macht ausstrahlender Pose, ganz so, als wollte er den Hip-Hop-"Künstlern", die sich heute vielleicht ein gaaanz bisschen zuviel dem kommerziellen Erfolg verschrieben haben (hust...Lil' Wa...hust) zeigen wo's langgeht. Dieser Eindruck bestätigt sich dann auch während dem Hören, auf dem Album tauchen nämlich immer wieder Songs auf, die dieses Thema ganz explizit ansprechen ("We Speak Hip-Hop" feat. Abass, Afasi, Kase-O, KRS-One & Maccho). Ich muss zugeben, dass ich keinen von diesen Namen, außer Abass und natürlich den Blastmaster schon einmal gehört habe, das ist auch bei anderen Titeln so und hat einen guten Grund: Flash versucht nämlich, etablierte Hip-Hop-Größen (Q-Tip, Busta Rhymes...) zusammen mit jungen Rappern, die Wert auf die Erhaltung des echten Hip-Hop legen, ans Mic zu stellen.
Das ist ein klasse Konzept, doch in der Ausführung hapert es dann meiner Meinung nach doch etwas.
So gefallen mir die Legenden deutlich besser, als die jungen MCs, deren zweifellos sehr gute Raps leider oft nicht so richtig zu den Beats und vor allem zu Flash selber passen wollen. Heraus kommen teils Lieder mit sehr nervigem Hook und teils alberne, amateurhaft wirkende Texte, wahrscheinlich weil Flash den Jungs gesagt hat: "Hey Mann, wie wär's mit 'nem kleinen Gettho-Lovesong, sowas ham' wa noch nich auf dem Album. Und das, obwohl Flash's Beats auf diesem Album so gar nicht zu solchen Liedern passen wollen und der jeweilige Youngster-Rapper anscheinend auch nicht unbedingt der Typ ist, der solche Tracks schreiben und rappen sollte.
Natürlich ist das nicht jedes Mal so. Bei den 19 Tracks + 2 bereichernde Remixes sind fast genauso viele richtig gute Songs dabei, wie solche, die in die Hose gegangen sind. Klasse Lieder sind z.B.:
Bounce Back feat. Busta Rhymes
What If feat. KRS-One
Can I Take You Higher feat. Grandmaster Caz, Mister Cheeks & Tito
...
Allerdings reicht das nicht, um die vielen nervigen Tracks zu aufzuwiegen.
Trotzdem befürworte ich dieses Projekt vom Grandmaster auf jeden Fall, er bemüht sich hier nämlich nicht nur um echten Hip-Hop, sondern weiß auch, dass Stillstand Rückstand bedeutet und bringt einen neuen Sound, der wahrscheinlich einfach nur noch zu ungewohnt und unausgereift ist, in einer weiterentwickelten Form aber so richtig geil werden könnte.
P.S. Ich habe Snoop Dogg und Big Daddy Kane als Features noch gar nicht erwähnt, die hier ebenfalls gute Arbeit abliefern. Trotzdem:
Irgendetwas über 3 Sterne, aber 4 waren mir doch zuviel. Trotz allem hoffe ich auf eine Fortsetzung.


Green Street (Rvg)
Green Street (Rvg)
Preis: EUR 10,98

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Virtuoso an der Gitarre, 8. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Green Street (Rvg) (Audio CD)
Erst mal vorweg: Ich bin kein Jazz-Kenner, deshalb bitte ich die echten Cracks in dieser Richtung meine Rezension gar nicht zu beachten, ich versuche nämlich vor allem diejenigen anzusprechen, denen es wie mir geht, nämlich so, dass ihnen Jazz eigentlich viel zu fremd und anstrengend ist. Doch viele werden sich wie ich denken: Ich kann nicht einfach eine komplette Musikrichtung trotz ihrer oft gepriesenen Genialität völlig unbeachtet lassen, zumal wohl kaum ein Genre so viel kulturelle Hintergründe besitzt wie dieses, dessen Wurzeln auf uralte, melodien und Rythmen afrikanischer Stämme zurückzuführen sind. Vor allem als Hip-Hop-Fan muss man dem Jazz besondere Beachtung zuwenden, Guru hat uns das mit seinem "Jazzmatazz"-Projekt eindrucksvoll klar gemacht. Außerdem finde ich, dass jeder, der klare, akustische Gitarrenklänge liebt hier einen Blick drauf werfen sollte, egal welchem Genre er zugewendet ist.
Die Trackliste hat mich erst mal etwas stutzig gemacht: Sieben Songs, schon klar, im Jazz sind die Lieder halt ziemlich lang (Hier: zwischen Sieben und Zehn Minuten), was mich verwundert hat ist, dass zwei der Lieder sogenannte "Alternate Takes" von zwei schon in anderer Form auf der CD vorhandenen Songs sind, allerdings war mir bereits nach dem ersten Hören klar: Bei Grant Green ist der Name "Alternate" Programm. Die Lieder sind komplett anders interpretiert und klingen völlig unterschiedlich, doch genial.
Gleich der erste Song "No.1 Green Street" überzeugt mich am meisten. Grant Green schafft es hier, einen mit seinen, sich oft wiederholenden Gitarrenklängen in einen fast tranceartigen Zustand zu versetzen, das sanfte Schlagzeug im Hintergrund untermalt den ruhig groovenden Charakter des Stückes noch.
"'Round About Midnight" ist aus der Hand des großen Jazzers Thelonius Monk, der eher für ziemlich kräftige Klänge bekannt ist, wodurch dieses Stück auch zum "pompösesten" der Platte wird.
Die nächsten Lieder finde ich auch nach mehrmaligem Hören schon ziemlich anstrengend, "Alone Together" ist dagegen ein nettes, sehr entspannendes Stück.
auch Die beiden "Alternate Takes" gefallen mir sehr gut, "Green With Envy" sogar besser als die ursprüngliche Version.
Ich empfehle dieses Album allen Freunden entspannter Gitarrenklänge, sowie allen Hip-Hop-Heads die an den Wurzeln ihrer Lieblingsmusik interessiert sind, und dass sollten im Idealfall alle sein. Echten Jazzern natürlich auch! 4 Sterne.
R.I.P. Grant Green.


Crown Royal
Crown Royal
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 4,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders, aber gut, 7. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Crown Royal (Audio CD)
Fast zehn Jahre nach ihrem letzten Release wagen Run-D.M.C. ein Comeback. Und jetzt mal so vorweg: Egal was man als Hörer musikalisch von der Scheibe hält, die Jungs verdienen verdammt großen Respekt, da sie es schon wieder geschafft Hip-Hop frisch und anders klingen zu lassen, und das im Jahr 2001!
Zuerst einmal möchte ich sagen, dass hier kein Comeback zu erwarten ist, welches immer noch dem guten, alten Old-School-Stil frönt, was seinen guten Grund hat: Kein Künstler findet es erstrebenswert, musikalisch auf der Stelle zu stehen, Run-D.M.C. wohl am Wenigsten. Doch Ich denke das war von Vornherein klar.
Das Album fängt mit "It's Over", mit einem dramatischen Track an, der von einem bombastisch klingenden Jam Master Jay-Beat gestützt wird, der einen ganz gehörig aufhorchen lässt: Jay scheint sich weiterentwickelt zu haben. Nicht, dass er das nötig hätte, doch es klingt halt völlig anders als der alte Stuff. Dieser Eindruck setzt sich auch in jedem einzelnen anderen Song fort, denen allesamt moderne, saugute Beats zugrunde liegen. In Sachen Dramatik und Up-Tempo lässt Jay die meisten Jungspunde meilenweit hinter sich. Aber auch die ruhigeren, entspannten Töne beherrscht er ganz hervorragend.
Dies zeigt sich bereits im zweiten Track, "Queens Day", welcher mit Nas und Prodigy die absoluten Vorzeigerapper aus Queens und eigentlich auch aus ganz NY featured. Jays Beat in Verbindung mit genialen Raps von zwei der besten Rapper aller Zeiten und einer ebenfalls sehr guten Vorstellung von Run ergeben einen Song, mit einer so fantastischen Atmosphäre, dass er für mich auf jeden Fall das Highlight des Albums darstellt und sogar in den Top 25 meiner absoluten Lieblingssongs zu finden ist.
Auch Run hat sich übrigens rhymetechnisch weiterentwickelt: Er rappt schneller und flüssiger, was sich zwar wirklich gut anhört, allerdings sehr zu Lasten seines früheren, unverwechselbaren Stils fällt. Außerdem vermisst man auf Crown Royal die legendären Abwechslungen mit DMC, da dieser kaum Anteil an der Platte hat (auf den letzten beiden Liedern und zwischendurch im Hook).
Der Rest der, bis auf "Let's stay Together feat. Jagged Edge", allesamt guten Tracks besteht in etwa gleich großen Teilen aus Rock-Crossovern wie in alten Zeiten, und ebenso überzeugenden Rap-Tracks. Die imposante Feature-Liste von Fred Durst (Limp Bizkit), über Everlast, bis zu Method Man erlaubt dies.
Abschließend muss ich sagen, dass das Album mir wirklich gut gefallen hat. Es ist sowohl Run-D.M.C.-Fans zu empfehlen, die offen für Weiterentwicklungen und leichte Stiländerungen sind, als auch Hip-Hop-Fans, die vorher überhaupt nichts mit den Oldschoolgöttern am Hut hatten und sie noch nicht einmal besonders mochten. 4 Sterne, aber locker! Für 5 waren zu wenige Bombtracks drauf.
One Love!
R.I.P. Jam Master Jay. You still live on in your music!


Best of
Best of
Preis: EUR 6,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lieblose Best-Of der legendären Hip-Hop-Crew, 7. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Best of (Audio CD)
Natürlich, im Grunde ist es richtig und wichtig eine Run-D.M.C.-Best-Of mit den Liedern aus ihrer Blütezeit herauszubringen. So eine hat man hier auch vor sich. Ein Blick auf die Rückseite der CD verspricht einem den "Genuss" ihrer größten Hits aus den Achtzigern.
Dabei handelt es sich vorrangig um ihre größten kommerziellen Erfolge (Rock Box), sowie ihre einflussreichsten Innovationen (Walk This Way feat. Aerosmith).
Wenn unter den 15 Tracks natürlich viele absolut geniale Songs ("You Be Illin'") sind, gibt es doch auch einige eher gewöhnungsbedürftige Lieder (z.B. das o.g. "Walk This Way"), für die es auf jeden Fall bessere Alternativen gegeben hätte.
Letzendlich ist die Tracklist aber auch nur ein Punkt, wo sich einfach die Geschmäcker unterscheiden. Ein Punkt, an dem es allerdings nichts zu diskutieren gibt ist derweil die wirklich enttäuschende Soundqualität, eine unnötige Sache, hätte doch die Möglichkeit bestanden all diese grossartigen (mit Außnahmen) Lieder auf eine CD zu pressen, die einem uneingeschränkten Hörgenuss liefert.
Dies, und die lieblose Gestaltung des Booklets reichen nur für knappe 3 Sterne, da wäre deutlich mehr drin gewesen.Schade!
R.I.P. Jam Master Jay. You still live on in your music!


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