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Rezensionen verfasst von
Kaufrausch

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Sigma BP-41 Li-Ion Akku
Sigma BP-41 Li-Ion Akku
Preis: EUR 28,00

4.0 von 5 Sternen Der original Ricoh-GR-Akku zu einem erträglichen Preis., 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sigma BP-41 Li-Ion Akku (Zubehör)
Ich konnte heute den Sigma BP-41 Akku eingehend mit meinem doppelt so teuren Ricoh DB-65 vergleichen: Die einzigen feststellbaren Unterschiede sind das Layout des silberfarbenen Aufdrucks und die unterschiedlichen Prägekennzeichen auf den Seitenflächen.

Ich bin überzeugt: die Akkus sind nicht nur vom selben Hersteller – sie sind vom selben Fließband! Da es bei den zugehörigen Ladegeräten (von Ricoh nicht mitgeliefert) ähnliche Preisunterschiede gibt, verwende ich dieses von Panasonic/Lumix: Original Ladegerät Panasonic Lumix CGA-S005 DE-A12A

Einen Stern ziehe ich ab, weil ich eine Schutzkappe zur Kennzeichnung des Ladezustands vermisse, wie sie z. B. bei Canon-Akkus üblich ist.


Original Ladegerät Panasonic Lumix CGA-S005 DE-A12A
Original Ladegerät Panasonic Lumix CGA-S005 DE-A12A
Wird angeboten von akku-net
Preis: EUR 22,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lader zur Ricoh GR, 30. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich den Preis des BJ-6 Laders zur Ricoh GR doch etwas happig fand, habe ich mich für diesen offensichtlich baugleichen Panasonic-Lader entschieden. (Ein dritter Anbieter ist Sigma.) Der Verzicht auf das Ricoh-Logo beschert mir 50% Preisvorteil. Der Lader ist für Ricoh Akkus Typ DB-60 und DB-65 geeignet. Die Lieferung durch Akku-net war prompt. Der versiegelte Lader wurde in einem ungebrandeten Karton ohne Anleitung oder sonstige Panasonic-Papiere geliefert. (Die simple Bedienung ist aber in der Kameraanleitung beschrieben.) Möglicherweise wird das Gerät von Panasonic gar nicht einzeln verkauft, sondern nur als Ersatzteil distribuiert. Mir egal – ich habe einen kompakten, zuverlässigen Lader zu einem fairen Preis.

Fast hätte ich es vergessen: Das Netzkabel ist mit 1,80 m ungewöhnlich lang. Falls Sie mit dem Gerät verreisen, bevorzugen Sie vielleicht auch ein kürzeres.


Case Logic TBC403K Compact Point&Shoot Camcorder Case Kameratasche Schwarz
Case Logic TBC403K Compact Point&Shoot Camcorder Case Kameratasche Schwarz
Wird angeboten von Noracom
Preis: EUR 10,44

4.0 von 5 Sternen Gute erste Erfahrungen mit Ricoh GR, 27. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einer Empfehlung im Web folgend bestellte ich die preiswerte TBC403K für meine Ricoh GR Kompaktkamera. Dank der untypisch detaillierten Produktabbildungen hier gibt es zur Ausstattung kaum noch etwas zu erläutern.

Eine Rico GR passt in der Breite exakt hinein, nach oben hin bleibt etwa ein cm Luft, der Raum für z. B. einen sehr dünnen Schulterriemen (oder auch für eine kräftigere Handschlaufe) bietet. Mein kurzer Neopren-Nackengurt musste draußen bleiben. Dank der durchdachten Reißverschlussposition (schließt auf der Ecke) kann man jegliche Riemen und Bändchen aber auch einfach zum händischen Tragen aus der geschlossenen Tasche baumeln lassen.

Die Fronttasche ist erfreulich groß, sie erstreckt sich nach allen Seiten bis zu den Außenkanten. Die Reißverschlussposition auf 3/4 Höhe erschwert zugleich das Rausfallen des Inhalts. Zur Befestigung am Rucksack o. ä. liegt ein hübscher aber billiger Alukarabiner bei. Nach meiner Erfahrung halten solche Dinger meist nicht lange; ambitionierten Wanderern und Globetrottern würde ich was robusteres empfehlen. Desweiteren:

Gut:
• einwandfreie Verarbeitung
• ideal dezentes, neutrales Styling
• gute Polsterung (aber nicht versteift)
• Reißverschluss nach innen abgedeckt (schützt vor Kratzern)
• handliche Reißverschluss-Griffe
• bisher fairer Preis

Nicht ganz so gut:
• Gürtelschlaufe nicht zu öffnen (erschwert Verlust, aber auch das Anlegen)
• keine Angaben zum Nässeschutz (vermutlich minimal)


Ricoh DB-65 Li-Akku für Digitalkamera
Ricoh DB-65 Li-Akku für Digitalkamera
Preis: EUR 45,89

3.0 von 5 Sternen Sparausstattung zum Premiumpreis, 20. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe den überdurchschnittlich teuren Akku zähneknirschend bestellt, weil deutlich fairere Alternativen (wie der identische Sigma BP-41) nirgends lieferbar waren. Der Akku kam dann auch nicht im Billig-Blister, sondern in einer eleganten, schwarzen Faltschachtel mit üppigen Instruktionspapieren.

Trotz des saftigen Preises reichte das Budget offenbar nicht für eine Schutzkappe, die all meine anderen Kamera-Akkus besitzen. Vor Kurzschluss mag ja auch eine interne Überlastschaltung schützen – um die Kontakte sauber zu halten und um den Ladezustand des Akkus zu kennzeichnen, braucht man die Kappe trotzdem. Im Fluggepäck ist sie zudem Vorschrift.

Falls Sie ebenfalls Fremdakkus in Betracht ziehen, beachten Sie, dass viele Akkus, die für die Ricoh GR angeboten werden, nicht zum aktuellen DB-65 kompatibel sind, sondern nur zum fast identischen Vorgänger DB-60 (den man an den flacheren Aussparungen in den Ecken erkennt). Die beiden Akkutypen sind nur abwärtskompatibel.

Tipps zum Lader: Das besonders kompakte Original-Ladegerät für Ricoh DB-60 und -65 fand ich identisch unter drei Markenbezeichnungen zu sehr verschiedenen Preisen (nicht zu verwechseln mit billigen Fremdprodukten, die irreführend unter den Typbezeichnungen der Kamerahersteller angeboten werden):

• Ricoh BJ-6 (sinnlos teuer)
• Sigma BC-41
• Panasonic/Lumix DE-A12

Ich kaufte den original Panasonic-Lader (Made by Matsushita), der funktioniert prima: Original Ladegerät Panasonic Lumix CGA-S005 DE-A12A


Columbia Herren Hemd Silver Ridge Long Sleeve Shirt, black, S, AM7453
Columbia Herren Hemd Silver Ridge Long Sleeve Shirt, black, S, AM7453

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr gutes Hemd – hier mit Defekt, 20. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor allem im Sommer und auf Tropenreisen sind Synthetikhemden Gold wert: strapazierfähig, farbbeständig, schnell trocknend, bügelfrei, leicht, langlebig. Deshalb trage ich seit vielen Jahren Hemden von Mammut und Columbia. Die Qualität der Silver Ridge Hemden ist tadellos; bei den aktuellen Modellen ist auch der Sitz sehr gut. Columbias Hemden fallen allerdings amerikanisch üppig aus: Größe S passt mir (Konfektionsgröße 48, 1,78m groß) bequem; die Ärmellänge passt exakt, die Rumpflänge ist gerade ausreichend. Die Kragenweite schätze ich auf 40 cm. Das matte Gewebe der Hemden hat einen angenehmen, weichen Griff.

Weniger erfreulich ist ein Mangel, der zwei meiner drei von Amazon bezogenen, schwarzen Hemden betraf: vom Größenaufkleber auf der Brust war Klebstoff ins Gewebe übergetreten – vielleicht durch zu warme Lagerung. Der Klebstoff widerstand warmem Wasser und schien daher nicht auswaschbar. Ich habe das betroffene Hemd zurückgeschickt. Ein Ersatzexemplar hatte denselben Mangel. Diesmal griff ich zu Isopropanol aus der Apotheke, ein bewährtes und vor allem schonendes Hausmittel gegen Aufkleberrückstände. Damit konnte ich die Flecken problemlos auswischen.

Nach meiner Erfahrung schwanken die Preise der Silver Ridge Hemden übrigens stark. Es lohnt daher, zu vergleichen oder nach Restbeständen außerhalb der Saison zu schauen.


Aputure Pro AP-WTR3C Coworker II Fernauslöser für Canon 1D/5D Mark II/III
Aputure Pro AP-WTR3C Coworker II Fernauslöser für Canon 1D/5D Mark II/III
Preis: EUR 50,45

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Gerät – mit einer Schwachstelle, 8. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein Nervenkostüm wurde über mehrere Tage erheblich strapaziert beim Bemühen, im Dschungel zumeist baugleicher und offenbar gleich mangelhaft durchdachter Timer-Remotes ein Gerät zu entdecken, das an der Canon 6D annähernd professionellen Ansprüchen genügt und auch auf abgelegenen Reisepfaden hinreichend verlässlich wäre. Die Amazon-Kundenbewertungen und die technischen Daten des Aputure Pro Coworker II boten zumindest Hoffnung – so habe ich das Gerät, in der Version mit Canon N3-Anschluss, bestellt.

Der von seinen Schöpfern so getaufte "Arbeitskollege" kommt in einer attraktiven chinesisch/englischen Markenverpackung. Die großformatige Anleitung in sauberem Layout und Druck ist in englischer und chinesischer Sprache und (für mich) gut verständlich. Auch alle Batterien sind dabei.

Hardware:
Der Packungsaufdruck verspricht die "kleinste Timer-Fernbedienung der Welt" und das könnte sogar stimmen: Die Fernbedienung im Marsriegelformat ist hosentaschentauglich und besitzt eine angenehm kleine, geschmeidige Handschlaufe. Der Empfänger ist wenig über streichholzschachtelgroß. Beide Geräte sind nicht nur aufgeräumt und formschön, sondern auch verblüffend leicht, was möglicherweise schlecht beim Fallenlassen, mit Sicherheit aber gut in der stets überladenen Fototasche ist.

Funktionsumfang:
Das Gerät vereint die Funktionen von Funkfernauslöser und programmierbarem Timer. Alle Funktionen können wahlweise drahtlos oder über das mitgelieferte kurze Spiralkabel an die Kamera übertragen werden. Die simple Drahtauslöserfunktion arbeitet auch bei stromloser Fernbedienung. Der Timermodus erlaubt programmgesteuerte Serienaufnahmen mit vorwählbarer
- Startverzögerung,
- Belichtungszeit in Sekunden (wirksam bei Kamera in Dauerbelichtungsmodus)
- Aufnahmeintervall und
- Aufnahmeanzahl (1 bis 999, alternativ unbegrenzt).

Alle Zeitangaben sind sekundengenau bis zu 100 Stunden einstellbar. Obwohl die Fernbedienung auch die Uhrzeit anzeigt, kann der Aufnahmestart nur als Verzögerungszeitspanne, nicht hingegen als Uhrzeit eingegeben werden.

Im Timerbetrieb wird ca. zwei Sekunden vor jeder Auslösung fokussiert. Eine Spiegelvorauslösung ist nicht programmierbar.

Bedienung:
Die Bedienung ist erfreulich logisch: Die große, zweistufige Taste an der Fernbedienung ersetzt zu jedem Zeitpunkt den vertrauten Kameraauslöser: Fokussieren – Auslösen! Synchronisierte, zweifarbige LEDs am Sender und Empfänger informieren zweifelsfrei über den Auslöseerfolg. Auslösen über drei Sekunden hinaus startet den Dauerbelichtungsmodus, der (bei entsprechendem Kameraprogramm) den Verschluss bis zum erneutem Auslösen offen hält. Bei meinen Testaufnahmen fand ich das Gerät jederzeit komfortabel und zuverlässig. Lediglich die Kanaländerung ist m. E. nicht völlig intuitiv.

Programmierung:
Easy: über ein Navigationstastenkreuz wird zwischen drei Displayseiten (Uhr, Fernauslöser, Timer) gewechselt und nach Drücken der zentralen "Set"-Taste editiert. Eine "Start/Stop"-Taste startet oder unterbricht den Programmablauf, eine weitere Taste startet die sehr gute Displaybeleuchtung (bläulich weiß, zehn Sekunden lang) und die Tastensperre.

Stromversorgung:
Die Achillesferse anscheinend aller chinesischen Fotogadgets – aber nicht hier. Die Fernbedienung nutzt zwei Batterien/Akkus im AAA-Standardformat. Fotografen bevorzugen AA (Mignon), aber für Taschenblitz oder -Lampe hat man auch die kleineren Dinger meist dabei oder kauft sie an der Ecke. Das Batteriefach ist ohne Werkzeug bequem zu öffnen. Der Sender besitzt statt eines Hauptschalters eine gut bedienbare Tastensperre, die anscheinend alle Funktionen außer der Beleuchtung blockiert. Ich halte eine Entladung beim Transport bisher für unwahrscheinlich. Der Sender besitzt keine Pufferbatterie für die Uhr, daher muss nach jedem Batteriewechsel die Uhr gestellt werden. Die angezeigte Uhrzeit hat aber keinerlei Einfluss auf die Funktion, und das Einstellen geht besonders flott.

Die Empfangseinheit verwendet eine leichte 3V CR2 Lithiumbatterie, die man nicht im Supermarkt bekommt. Zum Glück besitzt der Empfänger einen verlässlichen Schiebe-Hauptschalter, und der Hersteller verspricht 20.000 Auslösungen bei monatelangem Non-Stop-Betrieb. Eine Reservebatterie für vier Euro braucht man trotzdem. Auch die Empfängerbatterie ist bequem zugänglich.

Reichweite:
Bei einem ersten Indoor-Test erzielte ich über verwinkelte Büroflure und -Türen ohne Sichtkontakt zum Empfänger eine Reichweite von mindestens 50 Metern. Bei einem Versuch im Freien wurde ab grob geschätzten 90 Metern keine Auslösung mehr angezeigt. Die Herstellerangaben erscheinen somit in etwa realistisch.

Mängel:
Ja, die gibt es: die fehlende Blitzschuhbefestigung. Der seitlich exponierte Empfänger sitzt auch ohne Arretierung einigermaßen fest in der zierlichen Fernbedienungsbuchse der Canon 6D, diese starre Verbindung ist aber deutlich bruchgefährdet. Sie erscheint mir insbesondere schlecht geeignet für ferngesteuerte Actionaufnahmen mit z. B. an Fahrzeugen montierter Kamera. Auch beim Hantieren mit Stativ, Kameragurt etc. ist, inbesondere im Dunkeln, besondere Vorsicht vonnöten. Adäquate Verlängerungskabel zur mechanischen Entkopplung gibt es für Canons exotisches N3-System nicht.

Nervig ist ferner, dass es keine PDF-Anleitung gibt – obwohl der Hersteller das Gegenteil behauptet. Der entsprechende Link – mit einem archaisch anmutenden Flash-Viewer – funktioniert nicht, bei niemandem. (Nachtrag: Monate später fand ich woanders eine Anleitung per Google.)

Gerade noch vier Sterne.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2014 9:49 AM CET


Tamrac MX5383 s M.A.S. Flash A. Pocket Medium schwarz
Tamrac MX5383 s M.A.S. Flash A. Pocket Medium schwarz
Wird angeboten von okluge
Preis: EUR 18,69

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideal für Canon 430EX und Thinktank Retrospective 7, 24. September 2013
Der beliebte Canon 430EX II-Blitz wird mit einem soliden, ansonsten aber sinnfreien Etui ohne jegliche Befestigungsösen ausgeliefert. Zum Glück passt er (plus zwei Akkusätze plus ggf. Standfuß) genau in die Tamrac MX5383, und diese wiederum genau an die Zubehörgurte auf den Seitenflächen der genialen Thinktank Retrospektive 7 Tasche (FALLS man deren seitliche Außenfächer nicht vollgestopft hat). Die Befestigungslasche mit übergroßer Klettfläche plus Druckknöpfen schließt bombenfest – eigentlich etwas ZU fest.

Dank der Tamrac kann ich den selten benötigten Blitz plus fertig konfiguriertes Zubehör bequem mitnehmen, wenn ich ihn wirklich brauche. Zu einem in meinem Fall besonders günstigen Preis habe ich vorsorglich gleich zwei der Taschen angeschafft. Ich bin begeistert.


Manfrotto MKBFRA4-BH Befree Reisestativ
Manfrotto MKBFRA4-BH Befree Reisestativ
Preis: EUR 140,89

111 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Stativ, seltsames Marketing, 19. September 2013
Da dieses Produkt relativ neu und offensichtlich polarisierend ist, schreibe ich meinen schlichten Praxisbericht etwas früher: Ich mache vorwiegend anspruchsvolle Dokumentar- und Reisefotografie; ich reise mit zwei Canon 6D Bodys plus drei Linsen im Handgepäck und einem einzigen Koffer. Stative – genau wie Blitze – benutze ich allenfalls für seltene Spezialaufgaben oder wenn anders überhaupt kein Bild zu bekommen ist. Daheim benutze ich Manfrottos populäres 055XPROB – und dessen Vorläufer (damals noch "Multiblitz") aus den 80er Jahren.

Bei einem Projekt in Asien wurden letztens hunderte Reprofotos nötig, und ich hatte keine Lust, EUR 800 für ein Carbon-Gitzo zu verblasen, das unterwegs beschädigt, aus dem Gepäck geklaut oder vom deutschen Zoll kassiert wird. Also habe ich vor Ort in Japan ein außergewöhnlich günstiges Befree via Amazon bestellt:

Das Stativ ist wirklich unerhört kompakt, für ein Alustativ sehr leicht, sauber verarbeitet, und durchaus schick. Die Ausstattung mit zweifach variablem Schenkelanschlag und umkehrbarer Mittelsäule ist gut. Alle Klemmen arbeiten präzise, sicher und gleichmäßig; ein Inbus zur Justage liegt bei. Der kleine Kugelneiger hält eine 6D mit 24-70 mm 2.8 L und Kompaktblitz (knapp 2 kg) auch bei 90° Neigung sicher. Beim Transport findet der aufrechte Neiger Platz zwischen den geschlossenen Beinen, bei aufgesetzter Schnellwechselplatte ragt er, zur Seite geschwenkt, zwischen den Beinen hervor und braucht dann nur unwesentlich mehr Platz. Der Kopf ist nicht panoramafähig (separat schwenkbar). Eine robuste Gummimanschette erlaubt das freie Tragen des Stativs ohne erfrorene Finger. Das Ein- und Auspacken aus der dünn gepolsterten Transporttasche geschieht blitzschnell und fast ohne hinzusehen.

Wie steht das Ding nun? Ich würde sagen: bei nur drei genutzten Beinsegmenten und 93 cm Höhe steht es im Direktvergleich gefühlt so einwandfrei wie Manfrottos großes 055XPROB mit voller Beinlänge. Bei vier Segmenten und 121 cm Höhe ist es immer noch brauchbar. Indoor oder bei geringem Wind ist auch die Mittelsäule (üblicherweise tabu) mit etwas Sorgfalt und möglichst Spiegelvorauslösung verwendbar. Lediglich auf rutschigen Böden wird die geringere Steifigkeit der Beine – und deren größerer Spreizwinkel – deutlich spürbar. Die Mindesthöhe mit aufrechter Kamera ist übrigens 35 cm.

Ich hatte sehr viel Freude mit dem Befree: Einige hundert Vertikalrepros – flott erledigt. Indoor-Stillifes mit dem 135mm L – scharf. Landschaft mit 24-70mm L – sauber. Sensoji-Tempel, Tokyo, in tiefer Nacht – ebenfalls scharf (die letzten drei Beispiele bei Maximalhöhe und Windstille). Ein flüchtiger Vergleich im Kamera-Megastore in Akihabara ergab gleichfalls, dass das Ding deutlich solider dasteht als zahllose preiswertere Kompaktstative von Manfrotto und anderen. Als besonderen Praxisvorteil erlebte ich die beachtliche Handlichkeit des Stativs: bei nur 40 cm Packlänge incl. Kopf ist das Befree ein gutes Stück kürzer als die meisten Carbonreisestative. So kann man es selbst auf einem entspannten Abendbummel in der schmucken Tasche lässig mitführen, und es schlägt dann locker ein Profistativ, das im Hotel rumliegt.

Mein Urteil: Das Befree kann unter halbwegs günstigen Bedingungen mit bis zu mittelschweren Kameras in den meisten Fällen ein dickes Reportagestativ ersetzen und belohnt dann mit besonders hoher Mobilität und akzeptablem Preis. Falls Sie jedoch Brennweiten ab 200 mm oder Kameras über 2 kg auf Schulterhöhe nutzen wollen, falls akrobatische Makros mit extremen Arbeitspositionen oder Panoramen Ihr Ding sind, falls Sie über 1,90m groß sind, falls Sie auch unter schlechten Bedingungen keinen einzigen Schuss verpassen dürfen, oder falls Sie einfach nur regelmäßig mit Stativ arbeiten – dann wollen Sie vermutlich was größeres oder noch besseres. Falls Ihre Ausrüstung versichert ist, nehmen Sie vielleicht ein Gitzo 1542T, erschwinglichere Carbon- und Reisestative gibt's z. B. auch von Benro und Sirui.

In allen anderen Fällen ist das Befree eine saubere und sehr angenehme Sache. Weniger sauber ist Manfrottos um mindestens 5% geschönte Gewichtsangabe – auf meiner Küchenwaage wiegt das Stativ ohne Kameraplatte 1475g.

... [Nov. 2013] Aus aktuellem Anlass noch mehr zum Thema Sauberkeit: Experten schätzen, dass etwa ein Drittel der Amazon-Kundenbewertungen gefälscht sind. Bei diesem Produkt hier dürften es eher zwei Drittel sein. Die detaillierte Begründung finden sie in der Produktdiskussion unterhalb der Rezensionen. Lesen Sie insbesondere Höchstbewertungen kritisch! Informieren Sie sich über die bekannten Fälschungsmerkmale von Rezensionen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2014 9:59 PM MEST


Canon EF 85mm/ 1,8/ USM Objektiv (58 mm Filtergewinde)
Canon EF 85mm/ 1,8/ USM Objektiv (58 mm Filtergewinde)
Preis: EUR 351,99

26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Preis-/Leistungsverhältnis im Canon-Sortiment, 4. Juni 2013
Ich fotografiere nicht professionell, aber häufig für professionelle Anwendungen mit entsprechender Ausrüstung und auch Ausbildung. Mein Normalobjektiv an der (Vollformat) 6D ist das Canon 24-70mm 2.8 L II, das bereits bei Maximalblende und bei jeder Brennweite sehr, sehr scharf ist. 90% meiner Aufnahmen entstehen bei Maximalblenden. Canons EF 85mm 1.8 hatte ich relativ spät im Visier, weil es ein wenig im Schatten des spektakulären EF 85mm 1.2 L steht, und vielleicht auch des populären (obwohl technisch schlechteren) EF 50mm 1.4, das ich ebenfalls besitze.

Entscheidend bei Objektiven dieser Art ist, ob sie tatsächlich bei Offenblende nutzbar sind, und das ist hier der Fall: Die Schärfe des EF 85mm 1.8 ist bereits bei Offenblende sehr gut. Die für lichtstarke konventionelle Objektive typische sphärische Aberration (Überstrahlung heller Konturen) ist bei Offenblende vorhanden aber maßvoll und bei typischen Anwendungsgebieten (Portrait, Indoor) kaum spürbar. An extrem hellen Konturen werden bisweilen schmale, magentafarbene Farbsäume sichtbar, die aber im externen RAW-Processing problemlos verschwinden. Alternativ kann um eine Stufe abgeblendet werden. Die Verzeichnung ist praktisch nicht wahrnehmbar. Der Autofokus arbeitet so schnell, präzise und geräuscharm wie bei meinem L-Zoom - und vor allem deutlich schneller als am 85mm 1.2 L! Im Gegensatz zum EF 50mm 1.4, das einen etwas trägeren, rauhen (und dem Vernehmen nach auch anfälligen) Mikromotor nutzt, besitzt das 85er einen zackig arbeitenden Ringmotor und Hintergliedfokussierung ("außen bewegt sich nichts"). Das Bokeh ist traumhaft, mit achteckigen Blendenflecken bei Abblendung.

Mit dem EF 85mm 1.8 bekommen Sie für vergleichsweise sehr wenig Geld (an einer Vollformat-Kamera):
- ein kompromissloses, reisetaugliches, professionell nutzbares Portraitobjektiv mit unnachahmlichem Tiefeneindruck,
- ein wendiges Indoor-Tele für stimmungsvolle Schnappschüsse bei vorhandenem Licht,
- ein dämmerungstaugliches, diskretes Objektiv für nicht ganz klassische Streetfotografie mit etwas "Sicherheitsabstand" oder Portraitschwerpunkt,
- ein tadelloses Werkzeug zur Bühnenfotografie aus kurzer Distanz,
- ein Objektiv mit actiontauglichem Autofocus für Indoorsport, Kinder, Haustiere, etc.
- für Spezialisten ein Objektiv für besonders stimmungsvolle Landschaftsdetails,
- eine erschwingliche, schnellere Alternative (oder vielleicht auch Einstimmung) zum fünfmal so teuren EF 85mm 1.2 L.

An einer Cropformat-Kamera erzielen Sie einen Bildausschnitt wie mit 135mm am Vollformat. Das ist eine exzellente Brennweite z. B. für plakative Kopfportraits, Hallensport, Bühne und unbemerkte Schnappschüsse. Für allgemeine Portraits und typisches Indoor ist die Brennweite hier jedoch unpraktisch lang.

Für mich ungewohnt ist die (wie beim 1.2 L) etwas lange Naheinstellgrenze, die kein engeres Aufnahmefeld als etwa DIN A4 Größe zulässt, im Vollformat wohlgemerkt. Für minimalistische Stillleben, Naturstudien und definitiv für Gesichtsdetails ist das eine Spur zu weit. Ebenfalls etwas ungewohnt ist die als Extra erhältliche Gegenlichtblende, die nicht die übliche Bajonettbefestigung besitzt, sondern per Taster zu entriegelnde, filigran anmutende Rastnasen. Die Blende ist m. E. komfortabler anzubringen als manch widerspenstiges Bajonett-Exemplar, sitzt dafür aber nicht unbeweglich fest sondern etwas lose klappernd. So what.

Das EF 85mm 1.8 gilt gilt vielen Fans als besonders hochwertiger Geheimtipp im Canon-Sortiment; dies um so mehr, als es für dreistellige Beträge keine wirklich gleichwertige Alternative von Canon gibt (vom 100mm-Zwilling mal abgesehen). Hervorheben möchte ich, dass das Objektiv bei gleichem Preis in mechanischer und für meine Belange auch in kreativer Hinsicht deutlichen Mehrwert gegenüber dem populären 50mm 1.4 bietet (dessen Bildstimmung ich sehr schätze). Falls Sie den größeren Bildwinkel nicht ausdrücklich bevorzugen oder z. B. wegen eines Crop-Sensors benötigen, oder falls Sie schon ein gutes Standardzoom besitzen, rate ich bei Canon zum 85er.

Update:
Ich habe inzwischen das legendär scharfe EF 135mm 2.0 L und das 100mm 2,8 L Makro angeschafft und exakte Vergleichsaufnahmen mit all meinen Objektiven gemacht. Mein erster Eindruck hat sich bestätigt: das 85 1.8 schlägt sich wirklich wacker neben den L-Linsen. Auffällige Unterschiede gibt es weniger in der Schärfe als im Kontrast - und der erwähnte Farbfehler bei Offenblende.

Der einzige Grund, das Objektiv eventuell nicht anzuschaffen, wäre in meinen Augen, falls Sie mit dem 135mm 2.0 L (für Vollformat) liebäugeln. Das tut nämlich fast alles, was das 85er tut – aber noch besser.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2013 6:00 PM CET


Behringer MON800 Minimon Monitormatrix-Mixer
Behringer MON800 Minimon Monitormatrix-Mixer
Preis: EUR 53,88

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Schrott, 4. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte den MON800 für mein Desktop-Studio zur Verwendung als Monitor-Controller angeschafft, und um einen unabhängig regelbaren Kopfhörerausgang zu haben, den mein Yamaha MG102 Mixer nicht bot. Behringers bunt leuchtende Plastebox im altmodischen Soft-Design sieht aus wie ein Sat-Receiver aus dem Pfandleihhaus - aber das Ding ist umfangreich ausgestattet und macht seinen bescheidenen Job wirklich gut! Im Direktvergleich auf meinen kompakten Yamaha HS50M Monitoren konnte ich keine signifikante Klangverfälschung wahrnehmen. Der Kopfhörerausgang ist rauschfrei (beim Lautsprecherausgang entfiel der Test, denn die HS50M rauschen ganz von allein erheblich). Die Qualität von Gehäuse, Schaltern und Potis ist einfach aber absolut zweckmäßig.

Zu beachten ist, dass es zwar drei Paar (Aktiv-) Lautsprecherausgänge (1 x Klinke, 2 x Cinch) und drei Stummschalter gibt, aber nur zwei Pegelregler. Das reicht für meine Abhörmonitore und einen unabhängig zu regelnden Subwoofer. In meinem kleinen Synth-Studio beschert mir der MON800 komfortable Monitorkontrolle und als Zugabe ein paar Extra-Eingänge, die nicht unnötig den Mixer "verstopfen". Zur Aufnahme verwende ich den MON800 übrigens nicht.

Übliche Rügen zum MON800 betreffen die ungenügende Standsicherheit des leichten Gerätes bei üppiger Verkabelung und das Fehlen von professionellen XLR-Anschlüssen, was bei meiner Anwendung aber kaum ins Gewicht fällt. Seltener erwähnt wird, dass der MON800 einen ziemlich heftigen Einschaltimpuls auf die Lautsprecher schickt, der nur durch Stummschalten der Ausgänge vermeidbar ist.

Ich komme zu dem gleichen Urteil wie viele Anwenderberichte und einschlägige Tests: Im Amateurstudio oder bei Entertainment-Anwendungen ist der MON800 den vergleichsweise sehr geringen Preis zweifellos wert und eine ungemein praktische, vielfältig nutzbare Anschaffung mit unerwartet guter Klangqualität.

Und was ich schon immer mal loswerden wollte: Layout und Ausstattung des MON800 gleichen auffallend dem doppelt so teuren Samson C-Control, und ich vermute, dass die Geräte 99% baugleich sind.


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