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Rezensionen verfasst von
s.edelhagen "Carona"

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The Wire - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
The Wire - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
DVD ~ Dominic West
Preis: EUR 9,97

1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ehrlich und hart, 28. August 2012
Wohl keine Serie ist so realistisch wie The Wire. Das wundert nicht, denn die Vorlage stammt von David Simon, der lange Jahre als Polizeireporter bei der Baltimore Sun gearbeitet hat. In den ersten beiden Staffeln standen Polizei und Gewerkschaften im Vordergrund, in der dritten Staffel gerät die Politik in den Fokus.

Bürgermeister Royce will unbedingt die nächste Wahl gewinnen und versucht deshalb die Kriminalitätsrate zu drücken. Der Polizeichef wird zu seinem willigen Gehilfen, er manipuliert die Statistik und lässt seine Beamten nicht mehr die großen Bosse jagen sondern kleine Straßendealer festnehmen.
Zwei Männer widersetzen sich: McNulty (Dominic West) ermittelt heimlich weiter gegen einen der großen Bosse. Kommandant Colvin (Robert Wisdom) will die Beschaffungskriminalität senken, indem er Sonderzonen für den legalen Drogenhandel einrichtet. Origineller Name: Hamsterdam.

The Wire ist nicht für den schnellen Konsum geeignet, es gibt keine großen Showeffekte. Die Serie lässt sich Zeit, Personen und Handlungsstränge werden gründlich und mit vielen Details geschildert. Gesetzeshüter und Gesetzeslose bekommen gleich viel Aufmerksamkeit, der Zuschauer sieht ihre Stärken und Schwächen. Alle Darsteller wirken authentisch, wohl auch deshalb, weil sie zum Teil direkt von der Straße ins Casting kamen.
Unverständlich, warum es so lange gedauert hat, bis die dritte Staffel bei uns auf DVD veröffentlicht wurde. Ich hatte die ersten beiden Staffeln auch gesehen, aber vieles bereits wieder vergessen. Deshalb einen Stern weniger.


Die Auswerterin: oder Das Ende von Auschwitz
Die Auswerterin: oder Das Ende von Auschwitz
von Elk von Lyck
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend und provokant, 10. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein typisches Lyck-Buch. Der Autor wagt sich dorthin, wo sich sonst niemand hinwagt. Warum Auschwitz nicht früher von den Allliierten befreit wurde, ist eines der großen Tabus unserer Zeit. Erstaunlich, in Büchern und Fernsehsendungen wird das Thema in allen Einzelheiten durchgekaut, nur um zwei Fragen machen die Autoren immer einen großen Bogen. Wann haben die Alliierten von den Gräueltaten erfahren? Und was hätten sie dagegen tun können?

Dass sie davon wussten, ist klar. Agenten und Flüchtlinge haben darüber berichtet, Funksprüche wurden abgehört und es gab die Luftaufklärung. Emily Brown ist eine der Personen, die die Luftbilder auswerten. Sie entdeckt auf den Bildern ein Konzentrationslager und verlangt von ihren Vorgesetzten, dass sie dagegen vorgehen. Sie tun es aber nicht. Deshalb nimmt Emily die Sache selbst in die Hand. Sie schnappt sich eine Pistole, hält sie dem Luftmarschall Arthur Harris vor die Nase und verlangt, eine Bomberstaffel zu dem Lager umzuleiten. Harris beugt sich, er schickt einen entsprechenden Funkspruch an die Piloten. Dann beginnt das Warten. Harris versucht Emily umzustimmen, beide liefern sich ein scharfes Wortgefecht. Harris nennt Emily eine Wahnsinnige, ' dabei ist er ein Schreibtischtäter, der jeden Tag tausende Menschen umbringen lässt. Harris glaubt sich im Recht. Erst hat er in den Kolonien gegen Feinde gekämpft, dann im ersten und im zweiten Weltkrieg und nun sieht er die Kommunisten als die nächsten Feinde an.

In Rückblenden wird erklärt, wie Emily dazu kam, eine solche Wahnsinnstat vorzubereiten und durchzuführen. Eigentlich wollte sie es nicht, sie wollte ein ganz normales Leben führen. Doch dann entdeckte sie einen kleinen Jungen auf den Fotos. Jacques, ein Jude, der aus Frankreich deportiert wurde. Emily hilft, weil niemand sonst hilft.
Das ist das eigentliche Thema des Buches. Was kann man tun? Soll man immer so weitermachen? Immer neue Waffen bauen, immer neue Kriege führen? Oder gibt es einen Ausweg? Kann man die Dinge grundsätzlich anders machen, sodass es nie mehr zu Kriegen kommt?
Diese Fragen sind heute noch aktuell. Jeder sollte mal darüber nachdenken.

Besonders gut hat mir der Schluss gefallen, wo die Handlung zwei unerwartete Wendungen nimmt. Eine echte Pointe, so überraschend wie das ganze Buch.


Der Kolonialismus: Geschichte der europäischen Expansion (marixwissen)
Der Kolonialismus: Geschichte der europäischen Expansion (marixwissen)
von Ludolf Pelizaeus
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut und günstig, 20. Juni 2012
Eines vorweg: Es stimmt, das Buch enthält einige Druckfehler, aber es ist nicht so schlimm wie in einigen Bewertungen behauptet wird. Ein preisgünstiges Produkt darf man nicht mit denselben Maßstäben messen wie ein Premiumprodukt. Das Buch besteht aus 250 eng beschriebenen Seiten, die Fülle der Informationen ist beachtlich. Der Aufbau ist klar und logisch, die Kapitel sind chronologisch und geografisch gegliedert. Auch die Grundlagen kommen nicht zu kurz, der Autor erläutert beispielsweise die vier Typen von Kolonien.
Zu bemängeln ist nur die geringe Anzahl von Fotos. Ein paar Tabellen und Schaubilder hätten den Text aufgelockert.
Empfehlenswert ist das Buch für junge Leute und Einsteiger in das Thema Kolonialismus. Die einzelnen Kapitel machen neugierig und regen an, in anderen Büchern weiter zu lesen.

Fazit: Vollständiger Überblick über den Kolonialismus, leicht verständlich und gut lesbar.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2013 5:58 PM MEST


Ugly Betty - Die komplette zweite Staffel [5 DVDs]
Ugly Betty - Die komplette zweite Staffel [5 DVDs]
DVD ~ America Ferrera

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig und romantisch, 17. Januar 2012
Und wieder ein Juwel aus dem US-Serienschatz, das bei uns leider fast unbekannt ist.
Das Besondere hierbei sind zwei Punkte:
1. Die Serie ist wirklich witzig. Wer nicht gerade ein totaler Griesgram ist, kann in jeder Folge mindestens einmal herzlich lachen, man hat immer ein Schmunzeln auf dem Gesicht. Es ist sogar Platz für ein bisschen Satire, die Autoren machen sich lustig über die US-Fernsehlandschaft, über Seifenopern, versteckte Werbung usw.

2. Die Serie ist hoch romantisch. Die Geschichte von dem hässlichen Entlein, das sich in einen schönen Schwan verwandelt, ist natürlich uralt, man kennt sie von Hans Christian Andersen ebenso wie aus "Verliebt in Berlin". Und man erkennt natürlich auf den ersten Blick, dass Hauptdarstellerin America Ferrara eine schöne Frau ist, die auf hässlich geschminkt wurde. Aber das macht nichts. Es kommt darauf an, wie eine alte Geschichte neu erzählt wird - und hier ist es sehr gut gelungen. Die Sorgen und Nöte von Betty, ihr kleinen und großen Liebesaffären sind liebevoll und glaubwürdig umgesetzt. In jeder Folge gibt es mindestens einen Moment, in dem ich zum Taschentuch greifen muss.

Auch nicht zu verachten: 30 Minuten Featurettes und 16 entfallene Szenen.


The Big C - Die komplette erste Season [3 DVDs]
The Big C - Die komplette erste Season [3 DVDs]
DVD ~ Laura Linney
Preis: EUR 11,97

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider verkannt, 29. Juni 2011
Die Serie The Big C ist bei uns kaum bekannt, zu Unrecht, wie ich finde. Vielleicht liegt es am schwierigen Thema. The Big C handelt von der Krebserkrankung der Lehrerin Cathy (Laura Linney). Die Serie ist eine Mixtur aus Drama und Comedy. Trotzdem macht sie sich aber nie lustig über die Opfer der Krankheit, sondern über die Unfähigkeit der Gesellschaft, damit umzugehen, über die Menschen, die verschämt zur Seite sehen oder Mitleid heucheln.

Cathy will beides nicht, sie will das Leben noch einmal so richtig genießen. Sie trennt sich von ihrem Mann (Oliver Platt), kauft ein Cabrio, beginnt eine Affäre und kümmert sich um eine übergewichtige Schülerin. Sie versucht auch, ihrem Bruder wieder näher zu kommen, der die Gelegenheit aber nutzt, eine Affäre mit ihrer Kollegin Rebecca (Cynthia Nixon aus Sex and the City) einzugehen. Inzwischen versucht Paul, seine Ex-Frau zurückzugewinnen.

Alle Geschichten sind ebenso liebevoll wie humorvoll geschildert, und auch die Dramatik kommt nicht zu kurz, z.B. wenn Cathy Vorbereitungen für ihren Tod trifft. Die Rollen sind ideal besetzt. Laura Linney ist für mich die am meisten unterschätzte Schauspielerin des US-Fernsehens, auch den sympathischen Oliver Platt würde ich gerne öfter sehen.

Schade nur, dass das Featurette nur 15 Minuten lang ist. Obendrauf gibt es die üblichen Interviews und entfallenen Szenen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2012 1:49 AM MEST


Sehnsucht nach Leben: Mit Bildern von Eberhard Münch.
Sehnsucht nach Leben: Mit Bildern von Eberhard Münch.
von Margot Käßmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach richtig!, 21. Juni 2011
Margot Käßmann ist ein Phänomen, noch phänomenaler ist der Hype, der um ihre Bücher veranstaltet wird. Anne Will widmete ihr eine volle Sendung, viele Zeitungen brachten Kritiken, die meisten waren im Grundton negativ. Frau Käßmann wird "intellektuelle Unredlichkeit" (siehe Videoclip Eine für alle auf Youtube) und das Verbreiten von Allgemeinplätzen vorgeworfen, einige Publizisten halten sie sogar für gefährlich, weil sie einfache Antworten auf schwierige Fragen gibt.

Ich kann diese Argumentation nicht verstehen. Obwohl ich mich intensiv mit Philosophie und Naturwissenschaft beschäftige, wie die Liste meiner Empfehlungen beweist, hat mir Sehnsucht nach Leben sehr gut gefallen. Aus zwei Gründen:
Erstens: die Grundstimmung des Buches ist positiv, es ist mit spürbarer Liebe zu den Menschen geschrieben, und das überträgt sich auf den Leser. Viele Beiträge über Frau Käßmann sind in ihrem Grundton negativ, z.B. die Artikel, die auf Spiegel Online nachzulesen sind. Offenbar gehen die Autoren davon aus, dass die Menschheit - oder auch nur ein Teil davon - im Kern schlecht ist. Auch das überträgt sich auf den Leser.

Zweitens: die einfachen Antworten. Die Grundwahrheiten des Lebens sind einfach. Jeder von uns kennt die Sehnsüchte, die in dem Buch beschrieben werden. Man muss sich nur über sie bewusst werden und sie in die Realität umsetzen. Beispiel: Frieden. Wer in Frieden leben will, muss selbst friedlich sein. In Libyen erleben wir das Gegenteil davon. Lange haben europäische Politiker und Wirtschaftsbosse das Öl von Gaddafi gekauft und ihm Waffen geliefert. Als aber die arabische Revolution ausbrach, haben sie ihm plötzlich den Krieg erklärt. Ist das etwa intellektuell redlich? Nein, denn diese Leute haben ihre Sehnsucht nach Frieden unterdrückt, stattdessen ihrer Angst und Gier nachgegeben. Eine Politik, die auf den "Allgemeinplätzen" von Frau Käßmann basiert, würde so etwas ausschließen. Beten ist besser als bomben. Das ist einfach richtig.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2013 12:39 PM MEST


Wendezeit: Bausteine für ein neues Weltbild
Wendezeit: Bausteine für ein neues Weltbild
von Fritjof Capra
  Taschenbuch

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paradigmenwechsel, 23. März 2011
Kaum zu glauben, dass dieses Buch bereits Anfang der achtziger Jahre geschrieben wurde. Anbetrachts der jüngsten Ereignisse, Atomkatastrophe in Japan, Krieg in Libyen, wirkt es hochaktuell. Weniger aufgrund der beschriebenen Probleme, sondern vor allem wegen der Lösungen.
Noch vor Tschernobyl empfiehlt Capra, die erneuerbaren Energien auszubauen, er prophezeit den Beginn eines Solarzeitalters. So ist es dann ja auch gekommen - jedenfalls in einem Teil der Welt. Hätten wir mehr auf Leute wie Capra oder Franz Alt gehört, wäre die gesellschaftliche und technische Entwicklung viel weiter, wir hätten wahrscheinlich effiziente Solarkraftwerke, die einen großen Teil des Weltenergiebedarfs decken könnten.

Hauptthema des Buches ist das ganzheitliche Denken. Capra beschreibt die Krise, in der sich die Menschheit befindet, sichtbar in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Ökologie und Gesundheit. Ursache ist das mechanistische Weltbild, das auf den Ideen von Descartes und Newton fußt. Die Vorstellungen dieser beiden Herren bestimmen noch immer unser Denken: Kosmos und Körper sind Maschinen, die nach eigenen Gesetzen funktionieren. Geist und Körper sind voneinander getrennt. Nur was sich nachrechnen und in Experimenten beweisen lässt, ist exakte Wissenschaft.
Dieser "Glaube" an die Wissenschaft hat u. a. zu Tschernobyl und Fukushima geführt.
Die menschliche Gesellschaft definieren wir als Kampfzone, in der nur die Stärksten überleben. Das beste Mittel zum Überleben ist technisches und wirtschaftliches Wachstum. Dieses Denken hat u.a. zu den Kriegen im Irak und in Libyen geführt. Alles ist erlaubt, Geschäfte mit Diktatoren ebenso wie Kriege gegen Diktatoren - Hauptsache wir halten uns an die mechanistischen Gesetze.

Capra ist gelernter Physiker, studiert hat er u.a. bei Werner Heisenberg. In der Physik hat sich im 20. Jahrhundert ein Paradigmenwechsel vollzogen. Die Trennung von Subjekt und Objekt wurde im Mikrokosmos aufgehoben. Zitat: "Subatomare Teilchen können nicht als isolierte Einheiten verstanden werden, sondern lassen sich nur durch ihre Wechselbeziehungen definieren." D.h. wir sind nicht von unserer Umwelt getrennt, sondern wir sind ein Teil von ihr. Deshalb kommt alles was wir in die Welt setzen zu uns zurück - entweder sofort oder später. Der Bau von Kriegswaffen verursacht eines Tages Krieg, jedes Restrisiko wird eines Tages Realität. Eigentlich eine klare Sache. Nur in Wirtschaft und Politik hat man vom Paradigmenwechsel noch nichts mitbekommen - siehe Japan und Libyen.

Mich wundert, dass Capra immer wieder mit Esoterik und New Age in Verbindung gebracht wird, meistens um seine Werke ins Lächerliche zu ziehen. Was ist daran lächerlich, wenn man sich um seine Umwelt und seine Mitmenschen kümmert? Wie viele Kriege und Katastrophen brauchen wir noch, bis es zu einem Umdenken kommt?


The Good Wife - Season 1.1 [3 DVDs]
The Good Wife - Season 1.1 [3 DVDs]
DVD ~ Julianna Margulies

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielschichtig, 20. März 2011
Rezension bezieht sich auf: The Good Wife - Season 1.1 [3 DVDs] (DVD)
Das Cover von The Good Wife sieht aus wie eine normale Anwaltsserie à la Ally McBeal. Der Eindruck täuscht. Obwohl die Serie von Tony und Ridley Scott produziert wird, ist sie nicht mit optischem Firlefanz überfrachtet, mindestens ebenso wichtig nimmt man die Geschichte.

Darum geht es: Alicia Florrick (ein Seitenhieb auf Calista Flockhart?) ist Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. Ihr Mann, der Staatsanwalt von Chicago, muss wegen Veruntreuung von Geldern und Besuch bei Prostituierten ins Gefängnis. Das bringt Alicia dazu, wieder in ihrem alten Beruf als Anwältin zu arbeiten. Nach fünfzehn Jahren ist ein Neustart schwierig, sie muss sich gegen Konkurrenten durchsetzen, sich den Avancen des Kanzleichefs widersetzen und die Unschuld ihres Mannes beweisen.

In der Serie werden die großen Menschheitsthemen Schuld, Sühne und Vergebung behandelt. Nur nicht so platt wie sonst in US-Serien. Das simple Rechts-Links-Muster verkneift man sich, die Folgen sind gut durchdacht, selbst Nebenfiguren sind interessant und vielschichtig. Von der Qualität her kann die Serie ohne weiteres mit Mad Men - Season 1 [4 DVDs] mithalten, eine Serie die ich ebenfalls wärmstens empfehlen kann.

Das Bonusmaterial überzeugt: Untertitel, entfallene Szenen, Promo-Clips und eine Aufzählung diverser Skandale, die in der Serie verarbeitet wurden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2011 10:37 AM MEST


Die Kunst, kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält
Die Kunst, kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält
von Richard David Precht
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

29 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts Neues, 10. Februar 2011
Ich halte Richard David Precht nicht für einen Philosophen, auch wenn er immer wieder als solcher bezeichnet wird. Er ist ein Journalist, allerdings ein ziemlich guter. Darum ist auch "Die Kunst, kein Egoist zu sein" ein journalistisches Buch - nicht mehr und nicht weniger. Nach all den guten Kritiken und Bewertungen erwartete ich, eine wirklich neue Sicht auf das Thema "Gut und Böse" sowie Erfolg versprechende Lösungsansätze für die Probleme unserer Zeit präsentiert zu bekommen. Leider wurde ich enttäuscht.

Auffällig ist, dass die "Philosophen" der Gegenwart vor allem rückwärts orientiert sind, sie wagen nichts Neues, haben keine Ideen und keinen Mut. Manchmal wird schon im ersten Kapitel auf ein historisches Vorbild verwiesen. In diesem Buch zitiert Precht bereits in der ersten Zeile (!) Josef Kirschner, danach kommen viele weitere Zitate.
Ich glaube aber nicht, dass wir den großen Problemen, vor denen wir heute stehen, mit Rezepten begegnen können, die schon in der Vergangenheit nicht funktioniert haben. Denn diese alten Ideen führten zur Veränderung des Weltklimas, zum Artensterben, zur Migration von Millionen Menschen und unzähligen Kriegen.
Die Politikerschelte, die Precht im letzten Teil betreibt, und die Aufforderung zu mehr gesellschaftlichem Engagement haben wir schon von vielen anderen gehört. Die täglichen Nachrichten zeigen, dass das nicht genug ist. Die Ursachen der Probleme scheinen tiefer zu liegen und erfordern deshalb auch tiefer greifende Lösungen. Natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden - aber man sollte wenigstens mal darüber nachdenken.

Wer geistige Anregungen sucht, dem empfehle ich Regeln für den Menschenpark: Ein Antwortschreiben zu Heideggers Brief über den Humanismus (edition suhrkamp) von Peter Sloterdijk, der sich Gedanken über den Humanismus macht, oder Die Fischnetz-Theorie von Elk von Lyck, der ein völlig neues Weltmodell vorstellt.


Zeit und Wissen
Zeit und Wissen
von Carl Friedrich von Weizsäcker
  Gebundene Ausgabe

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Standardwerk, 9. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Zeit und Wissen (Gebundene Ausgabe)
Weizsäcker hat mit diesem über 1100 Seiten starken Buch ein Standardwerk zu den Themen Naturwissenschaften und Philosophie vorgelegt und zugleich eine Bilanz seines Forscherlebens gezogen. Die Spanne reicht von erkenntnistheoretischen Vorüberlegungen aus dem Jahr 1948 bis zur Religionsphilosophie aus dem Jahr 1990.
Die Mehrzahl der Texte ist zwar schon etwas älter, wie z.B. die Abhandlung über das Schöne von 1975, aber das sehe ich nicht als Nachteil an, weil sich unser Verhältnis zur Schönheit seitdem nicht wesentlich geändert hat.

Zum einmaligen Durchlesen halte ich das Buch für nicht geeignet, weil die Sprache teilweise schwer verständlich und etwas trocken ist. Ich benutze es als Nachschlagewerk, wenn mir die Erklärungen von Wikipedia nicht ausreichen.


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