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Rezensionen verfasst von
Re-Aktionär (Wien)

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The Scarecrow (Limited Edition CD+DVD)
The Scarecrow (Limited Edition CD+DVD)
Preis: EUR 11,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erster Höhepunkt des Jahres, 27. Januar 2008
Tobias Sammet, seines Zeichen Chef der in jüngster Vergangenheit populär gewordenen Power-Metal-Band "Edguy", tanzte schon in jungen Jahren auf mehreren Hochzeiten. Mit "Avantasia" verband er über zwei hochklassige Alben eine epische Geschichte mit entsprechend epischen und melodiedurchtränkten Kompositionen. Leider ruhte das Projekt in den vergangenen 5 Jahren auf Eis, doch umso größer war die Freude unter der Fangemeinde, als Sammet eine Wiederbelebung ankündigte. Erste Vorboten sandte Sammet mit den beiden EP's "Lost in space I und II" Ende vergangenen Jahres unter die Warteten - und versetzte der Vorfreude damit einen Dämpfer, denn auf den beiden Scheiben gab es vorrangig popdienliche Austauschbarkeit zu hören. Mit Metal hatte das Meiste nicht viel zu tun.
Aber fast scheint es, als wollte uns Sammet damit bewusst auf eine falsche Fährte locken, so dass der Überraschungseffekt umso größer ist. Und das ist ihm gelungen, denn "The Scarcrow" donnert gleich mit dem Opener mächtig gewaltig aus den Boxen - und gibt damit die Marschrichtung für das Album vor. Außer bei den beiden wunderschönen Balladen "What kind of love" und vor Allem "Cry just a little" dominiert das volle Heavy-Metal-Brett. Über die Single "Lost in space" kann man sicher geteilter Meinung sein, aber Ohrwurmqualitäten kann man ihr kaum absprechen. Ansonsten jagt ein Höhepunkt den nächsten. Insbesondere der Titeltrack sowie das von Alice Cooper gesungene "The toy master" verdienen besondere Erwähnung. Auffallend ist, dass sich das Album stilstisch deutlich von seinen Vorgängern unterscheidet. Während diese durchaus dem Kitsch-Metal zugeordnet werden konnten (was man nicht unbedingt negativ verstehen sollte), gehen Sammet & Co. auf "The Scarecrow" deutlich gereifter, erwachsener und vor Allem düsterer zu Werke. Auch die Story um Isolation und "Wahrnehmungstörungen" zeugt von einem größeren Reifegrad. Tobias Sammet hat seinen jugendlichen Spieltrieb unter Kontrolle ohne an Einfallsreichtum, Spielfreude und Leidenschaft eingebüßt zu haben. Ein großartiges Werk eines begnadeten Künstlers.


Land of the Free II (Limited Edition)
Land of the Free II (Limited Edition)
Preis: EUR 18,30

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Des Titels absolut würdig, 17. November 2007
Zugegeben: nach dem arg durchwachsenen "Majestic" waren meine Erwartungen an das nächste Album der Gammestrahlen äußerst gering und sie wurden noch geringer, als bekannt wurde, dass der hauseigene Klassiker fortgesetzt werden sollte. Wie sich aber nach mehreren Hördurchgängen herausgestellt hat, waren die damit verbundenen Sorgen unnötig. Zwar kann das Album den direkten Vergleich mit dem ersten Teil nicht ganz bestehen, aber für sich genommen ist es die beste Veröffentlichung seit POWERPLANT. Die Riffs sitzen, die Melodien bleiben im Gedächtnis und die Adrenalinausstöße folgen in fast schon beängstigend dichter Reihenfolge. Während man bis einschließlich des 6. Titels ("Leaving hell") zwar überdurchschnittliche, aber konventionelle Gamma Ray - Kost serviert bekommt, nimmt das Album ab "Empress" Klassiker-Qualitäten an. Bis zum grandiosen Ende mit "Insurrection" liefern Gamma Ray mehr als die Vollbedienung in Sachen Melodic-Power-Metal, wobei neben dem angesprochenen "Empress" vor Allem "Real world" hervorzuheben ist. Ohne Zweifel: diesen Refrain wird man im Gedächtnis behalten. Schlichtweg der Hammer!
Somit ist der Titel des Albums eigentlich ein Ärgernis, da er das Album in einem schlechteren Licht erscheinen lässt, als es sich verdient hat. Alles in Allem ist das Album ein weiterer Beleg dafür, dass alte Besen eben doch am besten kehren.


Gambling With the Devil
Gambling With the Devil
Preis: EUR 11,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glückskürbisse, 28. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gambling With the Devil (Audio CD)
Helloween bewiesen bereits mit ihrem letzten Album, dass sie immer noch eine Bank im Power-Metal-Sektor sind, obwohl sie von vielen nach dem erbärmlichen Hasen-Album schon abgeschrieben wurden. Damals zeigte sich die Band in einer derart schwachen Verfassung, dass für das dritte Keeper-Album mindestens das Schlimmste befürchtet wurde. Rückblickend dürfte das jedoch die Initialzündung für einen neuen kreativen Output gewesen sein. "The legacy" überzeugte nicht nur quantitativ, sondern hatte vor Allem auf der ersten CD einige Hochkaräter zu bieten. Befürchtungen, dass dies ein letztes Aufbäumen vor dem Totalabsturz gewesen sein könnte, werden bereits mit dem ersten Song auf "Gambling with the devil" zerstreut. "Kill it" zeigt Helloween von ihrer besten, weil düsteren Seite. Das Lied hätte sich auf dem Millennium-Meisterwerk "The dark ride" hevorragend eingefügt. "Kill it" kann als Wegweiser für das gesamte Album herhalten, da sich Helloween hier keinerlei größere Schwächen leisten. Manche Songs sind zwar stark geschmacksabhängig ("Final fotune", "Can do it") und andere sind mir persönlich etwas zu konventionell ("Paint a new world", "Dreambound"), aber der Rest ist über jeden Zweifel erhaben. Neben "Kill it" dürften sich Power-Metal-Liebhaber vor Allem bei "As long as I fall", "The bells of the 7 hells" und "Fallen to pieces" vor Freude ins Höschen machen.
Wenn man sich das Album als Glücksrad mit 12 Feldern vorstellt, dann sind mindestens 8 davon Gewinnfelder. Helloween gelingt das Kunststück, ein Album abzuliefern, das trotz seiner Düsternis und Reife unglaublich viel Spaß macht. Das beste Mittel zur Bekämpfung von Herbstdepressionen, das man für Geld kaufen kann!


Rapid Eye Movement/Spec.ed.
Rapid Eye Movement/Spec.ed.
Wird angeboten von Lowe Records
Preis: EUR 24,40

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sonderpreis für Atmosphäre, 6. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Rapid Eye Movement/Spec.ed. (Audio CD)
Porcupine Tree haben durch eine neue Härte an Originalität zugelegt, Dream Theater konnten an alte Glanzzeiten anknüpfen und Phideaux hat das vielseitigste Prog-Album des Jahres abgeliefert. Im Jahr 2007 sind Liebhaber des progressiven Stiles schon jetzt voll auf ihre Kosten gekommen. Ich kann mich an keinen Jahrgang erinnern, in dem so viele qualitativ herausragenden Prog-Alben veröffentlicht wurden. Da dürfen natürlich auch Riverside mit dem Abschluss ihrer "Reality Dream" - Trilogie nicht fehlen. Jene Trilogie handelt von Selbstentfremdung, Sinnsuche und bitterer Einsamkeit - entsprechend düster fällt die Musik aus, wobei "Rapid Eye Movement" noch eine Ecke schwermütiger und kompakter daherkommt als "Second life Syndrom" und als "Out of myself" sowieso. Ich möchte mich gar nicht in Einzelheiten ergehen, aber festgestellt wissen, dass Riverside mit diesem Werk nicht nur der beste Teil ihrer Trilogie, sondern auch das bisher mit Abstand atmosphärischeste und nahegehendste Prog-Album dieses außergewöhnlichen Jahres gelungen ist. Würde man das Album ohne jegliche Emotionalität nüchtern analysieren, könnte man sicherlich kritisieren, dass die angesprochene Kompaktkeit und Düsternis etwas zu Lasten der Einzigartigkeit und des Abwechslungsreichtums geht, aber was letztendlich zählt, ist die Wirkung, die das Album auf den Hörer hat. Und diesbezüglich muss ich sagen, dass mich kein anderes Prog-Album dieses Jahres so bewegt hat. Das mag auch daran liegen, dass ich mich in diesem Album wiederfinde.
Auf meiner Jahresendabrechnung wird "Rapid Eye Movement" wahrscheinlich nicht ganz oben stehen, dafür ist die Konkurrenz einfach zu stark. Aber in der Kategorie "Atmosphärischstes Album des Jahres" ist ihm der erste Platz nicht mehr zu nehmen.


Kill Bill Vol. 1
Kill Bill Vol. 1
Preis: EUR 6,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtausstattung, 20. September 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kill Bill Vol. 1 (Audio CD)
Quentin Tarantinos Musikgeschmack ist mindestens so ungewöhnlich wie seine Filme. Selbst wenn sich auf dem Soundtrack zu "Volume 1" seines cineastischen Rache-Epos ein paar bekannte Lieder und Melodien eingeschlichen haben, sind mir ein Großteil der Stücke im Vorfeld gänzlich unbekannt gewesen. Die exotischen Kompositionen zwischen HipHop und japanischem Rock sind allesamt vom Feinsten. Mir haben es insbesondere "Bang bang (My baby shot me down)" von Nancy Sinatra, "The grand duel" von Luis Bacalov, "Battle without honor or humanity" von Tomoyasu Hotel, "The flower of carnage" von Meiko Kaji und "The lonely shepherd" von Quincy Jones angetan. Herausragendes Highlight ist aber ganz klar die über 10 Minuten lange Version von "Don't let me be misunderstood" (Santa Esmeralda). Stillsitzen ausgeschlossen! Überhaupt: beim Hören beschleicht einem eher der Eindruck, es mit dem Soundtrack zu einem beschwingt-fröhlichen Tanzfilm zu tun zu haben, als zu einer martialischen Rachestory. Aber es ist genau diese Dissonanz, die (neben einigen anderen Besonderheiten) die Originalität und Einzigartigkeit beider "Kill Bill" - Teile ausmacht. Den Soundtrack jedenfalls kann sich jeder mit einem gewissen Faible für "andere" Klänge bedenkenlos in den Schrank stellen. Genial!


Systematic Chaos
Systematic Chaos
Preis: EUR 9,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Album seit 1999, 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Systematic Chaos (Audio CD)
Man muss schon weit zurückgehen, um in der Diskographie der Prog-Götter ein Album zu finden, auf das sich so gut wie jeder einigen konnte. Das letzte Werk, das fast alle zufriedenstellte, war "Scenes from a memory". Seit dem dieses Überalbum im Jahre 1999 erschien, wurden alle Veröffentlichungen mehr oder weniger kontrovers diskutiert. Zu überladen, zu hart oder zu belanglos waren in chronologischer Reihenfolge die Vorwürfe, mit denen sich die entsprechenden Alben konfrontiert sahen.
Sicherlich wird es auch über "Systematic chaos" kritische Stimmen geben, aber mit der Zeit wird sich höchstwahrscheinlich bestätigen, dass es, wenn nicht gar das beste, doch wenigstens das konsensfähigste Album seit "Scenes from a memory" ist. Dies liegt vor Allem in dem enormen Abwechslungsreichtum begründet. Auf "Systematic chaos" bieten Dream Theater alles auf, wofür sie in ihrer über 20jährigen Bandgeschichte berühmt wurden. Hier gibt es gewaltige Epen ("In the presence of enemies I + II) genauso wie schöne Balladen ("Forsaken"), Härte ("The dark eternal night"), Melancholie ("Repentance") und Experimentierfreude ("Prophets of war"). Fans der ersten Stunde (und insbesondere von "Images & words") werden die Rückkehr zu großen Melodien begrüßen. Mit "The ministry of lost souls" haben Dream Theater einen ihrer besten Longtracks geschaffen. Gänsehaut pur!
"Octavarium" war bei weitem kein schlechtes Album, auch wenn es den ein oder anderen Ausfall beinhaltete. Im Vergleich mit "Systematic chaos" geht es jedoch ziemlich unter. Selbst wenn es in den letzten Jahren nicht immer den Anschein machte: Dream Theater bleiben fest im Prog-Sattel, geben ihrem an vorderster Front laufenden Gaul die Sporen und reiten einer sonnigen Zukunft entgegen.


Unia
Unia
Wird angeboten von AMZ 19/03
Preis: EUR 13,79

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer besser und besser, 29. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Unia (Audio CD)
Sonata Arctica sind mit ihrem unverwechselbaren, aber sehr veränderlichen Stil auf dem besten Wege zu meiner absoluten Lieblingsband aufzusteigen. An der Verbindung eingängiger Melodien mit progressivem Anspruch haben sich schon viele versucht und sind gescheitert. Die Finnen hingegen haben bereits auf ihrem letzten Longplayer "Reckoning Night" bewiesen, dass sie diesen Drahtseilakt mühelos beherrschen. Dabei fing mit "Ecliptica" und "Silence" alles so bodenständig und ursprünglich an. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Manche mögen es bedauern, ich kann nur Beifall klatschen. Im Grunde handelt es sich bei "Unia" um die logische Fortsetzung des letzten Albums, nur das alles noch eine Spur experimenteller, komplexer, kurz: progressiver, geworden ist. Auf erhabene Melodien muss trotzdem nicht verzichtet werden. Dafür garantieren allein schon die beiden wundervollen Balladen "The worlds forgotten, the words forbidden" und "Good enough is good enough". Hin und wieder kommen die Sonaten der Grenze zum Kitsch gefährlich nahe, aber sie überschreiten sie nicht. Illusionen darüber, dass man hier artifziellen Rock der Marke Tool geboten bekommt, sollte man sich trotzdem nicht machen. Hier trifft Melodic-Power-Metal mit all seinen Eigenschaften auf die Essenz progressiven Rocks. Und das ist so unwiderstehlich, das man es hören muss. Anspieltipps aus diesen 13 wundervollen Kompositionen herauszusuchen fällt schwer, aber die Single "Paid in full" sowie "It won't fade", "Under your tree", "Caleb" und die besagten Balladen dürften sich wohl am besten eignen, um einen ersten positiven Eindruck zu gewinnen.

Unterm Strich ist "Unia" nicht nur das reifste und anspruchsvollste Werk von Sonata Arctica, sondern auch das beste. Dringendst empfehlenswert!


Two Worlds
Two Worlds
Wird angeboten von AB Games
Preis: EUR 4,95

19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Frustresistent? Anspruchslos? Absoluter Rollenspielfreak, der alles braucht? Zugreifen!, 13. Mai 2007
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Two Worlds (Computerspiel)
Ich kann vor dem Erwerb dieses Spieles nur warnen. Hätten es einschlägige Medien nicht ungerechtfertigterweise zum Oblivion-Killer aufgebauscht, kaum jemand würde Notiz davon nehmen. Und das zu Recht. Denn das beste, das man noch über "Two Worlds" sagen kann ist, dass es wie ein ambitioniertes Projekt eifriger Hobbyentwickler wirkt. Das merkt man vor Allem daran, dass gute Ansätze nicht konsequent verfolgt wurden und dass das Spiel einen merkwürdig unprofessionell und unrunden Eindruck macht. Insbesondere die für solche Spiele wichtige Präsentation ist fast vollkommen in die Hose gegangen. Das Intro ist ein schlechter Witz und aus der technisch guten Grafik wurde stilistisch nichts herausgeholt. Überhaupt bekommt man hier in Sachen Fantasy nur absolute Standardkost vorgesetzt. Ein Lob verdient lediglich die (allerdings nur auf den ersten Blick) recht unkonventionelle Story (die jedoch mangels dramatischer Höhepunkte ebenfalls kaum mitreißt), ansonsten hat man das alles schon mal gespielt, gelesen, gesehen, gehört - und zwar besser. Und wieso sehen eigentlich fast alle Gesichter aus, als wäre ein Traktor drübergefahren? Mut zur Hässlichkeit wird in Hollywood ja oft mit einem Oskar belohnt, aber dafür ist die Produktionsfirma leider in der falschen Branche.

Typisches Trittbrettfahrersyndrom. Epische Fantasyrollenspiele sind derzeit schwer angesagt (naja, wie immer eigentlich), obwohl Oblivion und insbesondere Gothic 3 meiner Meinung nach auch nicht das Gelbe vom Ei waren. Da wollte man sich vom großen Kuchen eben ein Stück sichern. Stattdessen haben die Entwickler eine Torte ins Gesicht verdient. Finger weg!


Snakes & Arrows (Limited Edition Digipack)
Snakes & Arrows (Limited Edition Digipack)
Preis: EUR 14,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein bisschen leise, 11. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ehrlich gesagt konnte mich die Musik der Band bisher nie wirklich überzeugen. Selbst mit den vermeintlichen Meisterwerken "2112" und "Moving pictures" bin ich nie richtig warmgeworden und eigentlich hatte ich die Band schon abgehakt.
Nun hörte ich aber vor Kurzem zufällig die Single "Far Cry" und war überaus angetan. Geht sofort ins Ohr und bleibt dort. Verbreitet gute Laune und rockt amtlich die Hütte. Normalerweise kaufe ich wegen eines einzigen Songs nicht gleich ein Album, aber bei "Snakes & Arrows" hatte ich trotz negativer Erfahrungen ein gutes Gefühl. Gott sei Dank kann ich mich in musikalischer Hinsicht auf mein Gefühl in 98% aller Fälle verlassen. Und so wurde ich auch hier nicht enttäuscht. "Snakes & Arrows" befindet sich seit Tagen auf Dauerrotation. Die Ohrwurmdichte, die die drei Herren hier auf Platte gebannt haben, ist fast schon unheimlich. Neben "Far Cry" versetzt mich vor Allem "Workin' them angels", "The larger bowl" und "Faithless" in eine geradezu orgasmusartige Freudenstimmung. Klar, manche Songs brauchen ein wenig Zeit um sich zu entfalten, aber so soll es genretypisch ja auch sein. Nach und nach bohren sich die Melodien tiefer in die Hinwindungen. Ich bin jedenfalls hellauf begeistert von dieser Scheibe. Sie verleugnet nicht ihre Herkunft und klingt trotz des Alters der Herren wundersam luftig, frech und unverbraucht. Großartiges Werk! Das zweite Prog-Highlight des Jahres nach dem neuen Porcupine Tree - Album. Und so ganz nebenbei die ultimative Gute-Laune-Sommer-Platte.


Blackfield
Blackfield
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 24,48

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholischer Pop in Vollendung, 11. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Blackfield (Audio CD)
Melancholische Musik gibt es wie Sand am Meer. Aber solche, die wirklich berührt, tief unter die Haut geht und extrem nachdenklich stimmt, hat Seltenheitswert. Die Kollaboration zwischen Aviv Geffen und Steven Wilson ist die vielleicht fruchtbarste Verbindung auf dem Gebiet anspruchsvoller Popmusik seit Simon & Garfunkel. Obwohl die beiden über die Schattenseiten des Lebens singen, spendet ihre Musik selbst den traurigsten Seelen irgendwo Hoffnung. Wer die emotionale Veranlagung dazu hat, wird in beiden Blackfield-Alben mehr finden als nur schöne Musik.


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