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Rezensionen verfasst von
Séamus Kennan "Dunnie77"

Anzeigen:  
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Don't Believe the Truth/CD+DVD
Don't Believe the Truth/CD+DVD
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 11,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal wieder was ordentliches von den Herren Gallagher, 6. Juni 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Don't Believe the Truth/CD+DVD (Audio CD)
Eins vorneweg: vier Sterne gebe ich deshalb, weil man sich bei einigen Songs schon fragt: Gab es das nicht schon mal? Wo habe ich das gleich noch mal gehört? Die Melodien sind also nicht wirklich neu, und auch die Texte sind - aber das kennen wir von den Gebrüdern Gallagher ja - nicht gerade sophisticated. Aber okay Jungs, es ist schon schwer, bei der Flut an neuen Songs auch wirklich neue Melodien zu kreieren ;-)
Zum Album selbst: Man hat sich zu den Voralben auf jeden Fall gesteigert. Meine Empfehlungen: "Love Like a Bomb" von Liam und "The Importance of Being Idle" von Noel. Alles in allem klingt das zwar immer noch sehr nach Beatles, aber das Mehr an Instrumenten und Varianten macht diese Ähnlichkeit doch ein bißchen nebensächlich. Überhaupt hat es Oasis gut getan, daß sie nun nicht mehr nur aus Noel bestehen, sondern auch die anderen Bandmitglieder mal zum Zuge kommen. Das bringt Frische und Vielfalt und läßt auf noch einige gute Alben hoffen.
Allerdings frage ich mich wirklich, was die DVD soll, die in der Limited Version mitgeliefert ist. Insgesamt nur 22 min. lang bringt sie das Video zu "Lyla" und ein paar Aussagen über die Entstehung der einzelnen Titel, die ähnlich uninspiriert und aussagelos sind wie die auf der DVD zu "Definitely Maybe". Das nächste Mal also besser weglassen oder ein paar interessantere und v.a. mehr Infos draufpacken; man sollte es nicht glauben, aber es paßt 'ne Menge drauf auf so eine Scheibe!!


Der Untergang (Premium Edition, 2 DVDs)
Der Untergang (Premium Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Bruno Ganz
Preis: EUR 15,49

25 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Zeitdokument ersten Ranges, 17. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Premium Edition, 2 DVDs) (DVD)
Sofort am ersten Tag des Deutschlandstarts bin ich in "Der Untergang" ins Kino gegangen, weil ich wußte, daß er einfach gut sein würde, wenn Bruno Ganz den Hitler spielt. Obwohl doch im Kino mit all den störenden Nebengeräuschen dieser Film anders wirkt als zu Hause, wenn man viel intensiver auch noch die letzte Gemütsregung erkennen kann. Deshalb sehne ich schon jetzt das Erscheinen der DVD sehnlichst herbei!
Nun aber zum Film selbst: Er beginnt 1942 mit der Einstellung von Traudl Junge als Hitlers Sekräterin, auf deren Erinnerungen der Film gemeinsam mit Joachim Fests gleichnamigem Buch "Der Untergang" basiert. In der nächsten Einstellung steht bereits das Ende des Krieges kurz bevor. Im Bunker sind Artillerieeinschläge zu hören, die Front steht mitten in Berlin, das deutsche Militär ist bis auf wenige versprengte Haufen nicht mehr vorhanden, zuletzt werden sogar Kinder mobilisiert, um die unsinnigen Kämpfe um weitere Tage, Stunden, Minuten zu verlängern. In mehreren Besprechungen im Bunker scheint es, als hätte Hitler den Sinn für jegliche Realität verloren. Auf der Karte schiebt er Armeen hin und her, die nur noch in seinem Kopf existieren. Niemand wagt, etwas gegen ihn zu sagen. Findet doch einmal jemand negative Worte, schmettert ihm Hitler seine ganze Litanei an Haßtiraden entgegen und ergeht sich in Selbstmitleid, wenn er wieder Luft geholt hat. Dazwischen sieht man immer wieder Szenen von den zerstörten Straßen Berlins (gedreht in St. Petersburg), Bombeneinschläge, Kinder in Hitlerjugenduniformen, die quasi religiösphanatisch "ihrem Führer" sogar bis in den Tod folgen würden. Dann der Geburtstag Hitlers: Eva Braun organisiert eine riesige Feier, deren traumhafte Inszenierung von der Realität jedoch schnell eingeholt wird - ein Einschlag vernebelt die gesamte Halle. Mit seinen selbstsuggestiven Reden versucht Hitler noch an ein erfolgreiches Kriegsende für ihn zu glauben, doch irgendwann, als sogar Albert Speer und Heinrich Himmler (eine kurze aber glänzend gespielte Rolle von Ulrich Noethen) sich von ihm abwenden, ist für ihn das Ende gekommen. Kurz nach der Hochzeit mit Eva Braun tötet er sich selbst, seine Frau nimmt eine Giftkapsel. Beide werden außerhalb des Bunkers mit Benzin übergossen und verbrannt. Nun versucht Joseph Goebbels das Ruder in die Hand zu nehmen. Er nimmt Hitler beim Wort: Auch für ihn kommt eine Kapitulation Deutschlands nicht infrage. Doch auch er weiß, daß der Krieg verloren ist. Seine Frau Magda kann und will ihre sechs Kinder nicht in einer Zeit ohne Nationalsozialismus aufwachsen lassen - in letzter Konsequenz vergiftet sie die Kinder bevor ihr Mann sie und sich selbst erschießt. Doch die Kampfhandlungen hören nicht auf. Immer noch gibt es Menschen, die sich für die, ihnen jahrelang eingeimpften, Ideologien einsetzen. Sogenannte Landesverräter werden noch Stunden vor der Kapitulation aufgehängt. Am Ende ergeben sich die letzten Reste der deutschen Armee, unter ihnen auch Traudl Junge, der roten Armee. Sie versucht, durch die Reihen der Russen zu laufen, um so der Gefangennahme zu entgehen, als plötzlich Peter Kranz, ein Junge, der ein paar Tage zuvor noch von Hitler dekoriert worden ist, ihre Hand ergreift, so daß beide unbehelligt ziehengelassen werden.
Die Kritik hat dem Film vorgeworfen, er würde zuviel Menschliches an Hitler zeigen. Dadurch könne man in die Versuchung kommen, zu sehr mit ihm zu fühlen, ihn gar als tragische Figur wahrnehmen. Das alles ist jedoch Unsinn. Natürlich wird Hitler "als Mensch" dargestellt, denn er war ein Mensch. Natürlich konnte er auch zuvorkommend und onkelhaft sein - schließlich kann kein Mensch über 15 Jahre auf ein ganzes Volk so eine ungeheure Wirkung haben, wenn er durch und durch schlecht und böse gewesen wäre. Hitler hat es verstanden, mit seiner ganzen Art und Weise einen derartigen Nimbus um seine Person aufzubauen, daß an seiner Autorität bis zuletzt nicht gezweifelt wurde - jedenfalls in seiner näheren Umgebung, um die es in dem Film ja geht. Und gerade diese Autorität, diese Macht stellt Bruno Ganz so glänzend dar, daß man Gänsehaut bekommt, wenn man ihm zuschaut. Er stellt ihn auf der einen Seite menschlich und zuvorkommend dar, auf der anderen Seite so dermaßen menschenverachtend, daß da einfach kein Mitleid aufkommen kann. Zudem wird durch sein intensives Spiel klar, daß Hitler selbst weder für die Deutschen noch die Juden noch sonstwen anderen Mitleid empfindet, sondern nur für sich selbst, weil er an der Umsetzung seiner Idee der Stadt "Germania" und der Welteroberung gescheitert ist. Wer da Mitleid oder auch nur irgendetwas für diesen Menschen empfindet, ist einfach nur unglaublich beschränkt.


Das wilde Kärnten: Menschenkind. Der Ackermann aus Kärnten. Muttersprache. Drei Romane (suhrkamp taschenbuch)
Das wilde Kärnten: Menschenkind. Der Ackermann aus Kärnten. Muttersprache. Drei Romane (suhrkamp taschenbuch)
von Josef Winkler
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,00

63 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Winklers Erstlings-Trilogie, 30. Mai 2004
Die Trilogie „Das wilde Kärnten" des Schriftstellers Josef Winkler ist eine Kompilation seiner drei ersten Romane „Menschenkind", „Der Ackermann aus Kärnten" und „Muttersprache". Alle drei zusammengenommen bilden von der wild-wüsten Anklage in „Menschenkind" hin zu einer etwas distanzierten Haltung in „Muttersprache" die Auseinandersetzung des Österreichers mit seinem Vater, dem Patron, der Haßfigur, an der er sich abarbeitet. Auch heute noch lebt Winkler in dem erzkatholischen Kärtner Dorf Kamering, obwohl er dort als „Anderer" kaum angesprochen, fast überall angefeindet wird. Doch Winkler braucht diese Umgebung, um überhaupt erst schreiben zu können, schließlich ist er über sein Anders-Sein erst zum Schreiben gekommen. Ausschlaggebend dafür war der Selbstmord zweier 17jähriger Jungen aus seinem Dorf. Dem einen war Winkler - damals 21jährig - derart eifersüchtig, daß er nicht ihn mit in den Tod genommen hat, daß er zu dem Zeitpunkt begann, „Menschenkind" zu schreiben.
Zum Teil ist Winklers Schreiben Selbsttherapie. Das Motiv der beiden Jungen und deren Selbstmord taucht immer wieder auf, geschmückt in den unterschiedlichsten farbigen Metaphern, verbunden mit obszönen Darstellungen homosexueller Sexualpraktiken, wüsten Schimpftiraden auf den Vater, den Katholizismus, die Kärntner Scheinidylle. Mit „Menschenkind" scheint er sich zum Teil therapiert zu haben. Die Abruptheit, die Explosivität der Sätze ist teilweise gewichen, der Leser gerät nicht ständig in ein Wechselbad der Gefühle, auf eine Achterbahn der Emotionen. Winkler hat noch nicht seinen Frieden gefunden, das gelingt ihm wohl erst mit „Natura morta", doch indem er sein katholisches Leiden auf eine derart schockierende Weise beschrieben hat, öffnet sich ihm in der Realität der Weg nach draußen, in sein Leben mit einem gewissen Abstand zum Vater, dem er zu nichts mehr verpflichtet ist.
Fazit: Josef Winkler polarisiert; man muß sich in ihn einlesen und v.a. auch etwas über den Hintergrund seines Schreibens, die österreichische Mentalität kennen, um sein Werk zu verstehen. Und obwohl gerade „Menschenkind" vor Obszönitäten nur so strotzt, kommt man einfach nicht davon los immer weiter zu lesen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 1, 2011 5:38 PM CET


Der Partyschreck (Gold Edition) [2 DVDs]
Der Partyschreck (Gold Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Peter Sellers
Wird angeboten von corleone29
Preis: EUR 26,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hrundi Sellers - eine katastrophale Verbindung, 28. Mai 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Peter Sellers als indischer Statist Hrundi Bakshi ist die ultimative Waffe gegen jedes Zwerchfell. Und es wurde wirklich Zeit, daß dieser Film endlich auf DVD zu haben ist!
Zur Handlung gibt es wenig zu sagen: Hrundi Bakshi, seines Zeichens unbeholfener, tolpatschiger, indischer Statist bringt mal wieder einen Regisseur zur Verzweiflung, als er in seiner unnachahmlichen Art die Kulissen in die Luft sprengt. Prompt wird er gefeuert, landet jedoch wenig später, auf versehentlicher Einladung seines letzten Regisseurs, auf dessen Party. Dort spielt sich dann der Rest des Films ab, der praktisch komplett von Mimik und Gestik Peter Sellers' lebt, der als Hrundi die als nettes Fest angedachte Feier zu einer Katastrophe verkommen läßt. Höhepunkt des ganzen: die Kloszene mit der Endlosspülung und der sich komplett abwickelnden Klorolle!
Fazit: Obwohl sich der Spruch abgedroschen anhört, aber diesen Film muß man einfach gesehen haben, und ich sehne den 8.Juni herbei, da ich diese DVD in meinen Händen halte und dieses Meisterwerk von Blake Edwards endlich auch im Original genießen kann! Also: Kaufen und lachen!!


Der Löwe im Winter
Der Löwe im Winter
DVD ~ Peter O'Toole
Wird angeboten von derdvdler
Preis: EUR 17,85

68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen We're a knowledgable family!, 5. September 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Dieser Film von 1968 muß jedem ans Herz gelegt werden, der einmal wieder geschliffene Dialoge, eine atemberaubende Handlung und glänzende Schauspieler, die eine vernünftige, klare Aussprache (und denen man ihre Bühnenerfahrung wirklich anmerkt!!) besitzen, sehen will. Auch werden bei "Lion in Winter" keine romantischen Vorstellungen von mittelalterlichen Königshöfen geweckt (überall Gold, bis es schmerzt und klinische Sauberkeit), sondern hier wurde ein Szenarium geschaffen, das wohl eher der Realität entsprochen haben dürfte: auf dem vor Schlamm stehenden Innenhof von Chinon (dem Schloß) laufen die Hühner frei herum, und die Zimmer sind äußerst spartanisch eingerichtet. Schon für diese Äußerlichkeiten allein müßte es schon fünf Sterne geben. Doch alle Schauspieler in ihrem glänzenden Zusammenspiel treiben alles noch auf die Spitze, allen voran Kathrine Hepburn und Peter O'Toole, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen angetrieben haben; doch am meisten begeistert mich, je häufiger ich den Film sehe, Timothy Dalton, in einer seiner ersten Kinorollen als König Philip II. von Frankreich, der es glänzend versteht, selbst Pausen zu einem wahren Genuß zu machen.
Alles in allem ein glänzender Film, den man gesehen haben muß.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 26, 2013 11:47 PM CET


Jeffrey Bernard Is Unwell [UK Import]
Jeffrey Bernard Is Unwell [UK Import]

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen O'Toole at his best!, 14. Mai 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jeffrey Bernard Is Unwell [UK Import] (DVD)
Die Story dieses Bühnenstücks ist schnell erzählt: Jeffrey Bernard, Säufer und Frauenliebhaber, nebenher noch ein wenig Journalist und Glossenschreiber, häufiger jedoch in illegale Pferderennenwetten verwickelt, findet sich eines Morgens in einem Londoner Pub wieder - noch halb betrunken, allein und eingeschlossen. D.h. er muß nun irgendwie versuchen, den Pubbesitzer über Telephon zu erreichen, um ihn da rauszuholen und sich bis dahin irgendwie die Zeit vertreiben. Das tut er, indem er uns - dem Publikum - aus seinem bewegten Leben erzählt. Von seiner verstorbenen Frau, die noch aus dem Grab zu ihm spricht, weil er ein Tonbandgerät hinter ihrem Grabstein deponiert hat, von aus dem Stehgreif organisierten Katzenrennen, weil die legalen alle ausgefallen sind oder von dem bekannten Drei-Hütchenspiel, diesmal jedoch abgewandelt mit drei Babys.
Neben einem brillanten Peter O'Toole in der Hauptrolle spielen Timothy Ackroyd, Royce Mills, Annabel Leventon und Sarah Berger verschiedene Personen, die in Bernards Leben wenigstens eine kleine Rolle gespielt haben. Ansonsten lebt das Stück natürlich vom Spiel Peter O'Tooles, dem die Rolle beinahe auf den Leib geschrieben zu sein scheint.
Die Qualität der DVD ist außerordentlich gut. Die wechselnden Einstellungen passen und stören den Fluß der Erzählung nicht. O'Tooles gelungener Pub-Trick wird in Zeitlupe gezeigt, was den verblüffenden Effekt noch verstärkt. Da die DVD ein UK Import ist gibt es selbstverständlich keinen deutschen Untertitel. Manche Textpassagen nuschelt O'Toole im Stile eines echten Betrunkenen so sehr herunter, daß ein Verstehen für den Nicht-Muttersprachler beinahe unmöglich ist. Deshalb sei zum Schluß noch auf die englische Textausgabe dieses Stückes von Keith Waterhouse verwiesen, die dann ja übersetzt werden kann. Es lohnt sich!


Der letzte Kaiser
Der letzte Kaiser
DVD ~ John Lone
Wird angeboten von rezone
Preis: EUR 9,99

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschende DVD-Fassung, 9. Mai 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kaiser (DVD)
Als ich den Film im Fernsehen gesehen hatte, fand ich ihn sehr angenehm - das meint in meiner Sprache, daß er seine Geschichte nicht aufdringlich erzählt und besonders in seinen Bildern, der Komposition der verschiedenen Szenen wirkt. Die Schauspieler stechen weniger hervor, was durchaus positiv sein kann.
Nun habe ich mir den Film auf DVD gekauft, um endlich auch das Original sehen zu können (v.a. wegen O'Tooles stimmlichen Qualitäten!). In der Annahme, daß ein relativ moderner Streifen wenigstens Original und deutsche Übersetzung liefert, habe ich natürlich nicht auf technische Details geachtet, wurde beim Anschauen der DVD dann umso mehr enttäuscht. Wozu kauft man sich denn eine DVD, wenn nicht, um das Original sehen zu können? Wenn ich nur die deutsche Fassung will, kaufe ich eine VHS!
Deshalb nur drei Punkte.


Geschichte der Kreuzzüge (dtv Sachbuch)
Geschichte der Kreuzzüge (dtv Sachbuch)
von Steven Runciman
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,90

31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wollte Gott es wirklich?, 3. Januar 2003
Meine Vorredner haben im Grunde schon vieles über dieses Meisterwerk von Steven Runciman gesagt, so daß ich dies nicht noch einmal wiederholen will. Nur soviel: Im Gegensatz zu vielen anderen Werken über die Kreuzzüge kommt Runciman mit einer erfreulichen Neutralität was die sich gegenüberstehenden Religionen betrifft aus. Er schreibt ohne Vorurteile und stellt so hervorragend dar, wie auch die Kreuzzüge schließlich zu einem nicht unbeträchtlichen Keil wurden, die Christentum und Islam seit dieser Zeit immer stärker voneinander entfernten. Runciman schreibt zudem in einem äußerst flüssig zu lesenden Stil, der beinahe vergessen läßt, daß das Buch mit mehr als 1000 Seiten ein wenig Zeit braucht.
So kann auch ich dieses Buch jedem anraten, der sich ernsthaft mit den Kreuzzügen und der Kultur der sich damals gegenüberstehenden Parteien auseinandersetzen will.


Die sieben Säulen der Weisheit. Lawrence von Arabien.
Die sieben Säulen der Weisheit. Lawrence von Arabien.
von Thomas E. Lawrence
  Taschenbuch

26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subjektiv-poetisches Glanzwerk, 5. Dezember 2002
Wer eine realitätsnahe Berichterstattung über die Ereignisse während des arabischen Aufstandes im Ersten Weltkrieg erwartet, greift besser zu einem anderen Buch, denn Thomas Edward Lawrence wollte mehr eine sehr subjektive Darstellung verfassen. Die ist ihm jedoch in beeindruckender Weise gelungen.
Der Leser erfährt viel über Land und Leute, über die Beziehungen zwischen Beduinen und Briten, über alltägliche Nöte und zwangsläufig auftauchende Interessenkonflikte.
Über die Autentizität einzelner Schilderungen, wie die eindringliche Beschreibung des Ereignisses in Dera, streitet sich die Forschung bis heute, doch kann sie die Poesie von Lawrence' Werk nicht wegdiskutieren. Sie bleibt und inspiriert dazu, das Buch, obwohl mit fast 700 Seiten äußerst umfangreich, auch ein zweites Mal zu lesen.


Sulla
Sulla
von Karl Christ
  Gebundene Ausgabe

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur für völlige Neulinge der Alten Geschichte geeignet, 4. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Sulla (Gebundene Ausgabe)
Nachdem L.Cornelius Sulla bis vor kurzem von deutschen Althistorikern fast gänzlich links liegengelassen wurde, hat ihn Karl Christ endlich mit einer kleinen Biographie gewürdigt. Die Schrift ist solide und lesbar geschrieben, gibt jedoch nur allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse wieder, keinesfalls tiefergehende Facetten der Forschung.
Für Neulinge, die von Sulla überhaupt keine Ahnung haben, also an diesen in höchstem Maße interessanten und charismatischen Mann herangeführt werden wollen, ist das Buch also durchaus zu empfehlen, auch wegen eines klaren Vorzuges, nämlich der Einbeziehung der antiken Quellen; für den passionierten Althistoriker finden sich jedoch keine Neuigkeiten, es lösen sich allenfalls vereinzelte Stoßseufzer, wenn nicht ganz so klare Fakten als unumstößlich sicher hingestellt werden (wie Sullas angeblich auch noch im Jahre 80 v.Chr. andauernde Dictatur und schließlich daraus gefolgerte Abdankung als Dictator im Jahre 79 v.Chr.).
Immerhin rundet eine gute Bibliographie das Buch ab, die dazu dienen kann, sich ein etwas differenzierteres Bild von Sulla anzulesen.


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