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Beiträge von Helga König
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Rezensionen verfasst von
Helga König
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Provence - Zeit für das Beste: Highlights - Geheimtipps - Wohlfühladressen
Provence - Zeit für das Beste: Highlights - Geheimtipps - Wohlfühladressen
von Folker Kraus-Weysser
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Dieses schöne Land lebt nur durch das Licht" (Alphonse Daudet), 6. Mai 2014
Dieser Taschenbuchreiseführer mit 50 Highlights, vielen Geheimtipps und Wohlfühladressen wurde von dem Autor Folker Kraus-Weysser und dem Fotografen Franz Marc Frei auf den Weg gebracht.

Da ich schon sehr oft die Provence besucht habe, war es mir ein besonderes Vergnügen, die Texte und Bilder zu studieren. Gleich zu Beginn lernt man die TOP –Ten der Sehenswürdigkeiten der Region kennen. Hocherfreut sah ich, dass "Les-Baux-de Provence" dabei ist.

Nach einer mehrseitigen Einleitung, der man allgemein Wissenswertes zur Provence entnehmen kann, so auch einen historischen Überblick, der vor einer Million Jahren beginnt, werden die Highlights in fünf Kapiteln vorgestellt. Dabei handelt es sich um:

Die Nordprovence
Das historische Zentrum
Der Midi
Aix und der Osten
An der Küste

Das erste Kapitel beginnt mit der Präsentation der Weinstraße. Gezeigt werden die schönsten Dörfer und vorgestellt wird der beste Wein der Gegend. Eine Fülle von Adressen zu Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken, Übernachten, Aktivitäten werden im Rahmen eines jeden präsentierten Highlights kurz angesprochen, so dass man bestens ausgerüstet, die Region erkunden kann.

Natürlich ist das historische Zentrum mit Städten wie Nîmes und Avignon sehr sehenswert. Bestens beschrieben ist der Papstpalast, den ich schon besichtigt habe. Die genannten Hotels sind gut. Ich selbst habe im Hotel d`Europe übernachtet. Der Autor schreibt "Unbedingt!" Das finde auch ich. Ein unvergessliches Erlebnis. Man speist dort übrigens hervorragend.

Sehr gut auch ist der "Mont Ventoux" beschrieben. Das ist der heilige Berg der Provence. Ein Traum sind die Orte im Medi und hier der Lubéron, der Garten der Provence, die Apilles, dann auch Saint-Rémy und mein Lieblingsort Le Baux de Provence.

Schön sind Orte wie Aix –en- Provence beschrieben und auch die Orte an der Küste, die mir wieder bewusst machen, wie sehr ich die Gegend liebe, die mit vielen traumhaften Erinnerungen verbunden ist. Der Reiseführer zeigt mir, dass es noch immer viel zu erkunden gibt. Bandol macht mich neugierig, auch Orange und noch manch anderer Ort.

Die Reiseinfos zum Schluss sind auch brauchbar. Alles in allem hervorragend.

Fast hätte ich es vergessen zu erwähnen: Auf der Innenseite des aufklappbaren Buchdeckels befindet sich eine Landkarte der Provence.

Sehr empfehlenswert


Warum nicht: Über die Möglichkeit des Unmöglichen
Warum nicht: Über die Möglichkeit des Unmöglichen
von Uwe Böschemeyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

5.0 von 5 Sternen Warum nicht, 5. Mai 2014
Der Psychotherapeut Prof. Dr. Uwe Böschemeyer hat erneut ein bemerkenswertes Buch vorgelegt, mittels dem er den Lesern zeigen möchte, "dass wir freier sind als wir denken, weil wir reicher sind als wir ahnen, dass sich unser Lebensgefühl wenden kann, wenn wir mehr als bisher die eigene, bisher nicht geglaubte eigene Größe und Kraft entdecken." Dabei geht es um verdeckte, verkapselte, verdrängte und verleugnete Fähigkeiten, die durch gegenwärtige Frustrationen oder aufgrund bereits vergangenen Lebens verdrängt worden sind. Der Autor will zum Leben ermuntern und Freude wecken, dass viele " begeisterungslos verbringen". Er möchte dafür werben, dass ein primär wertorientiertes Leben bei Weitem attraktiver ist als ein primär problemorientiertes.

Zunächst hilft der Psychotherapeut den Lesern dabei zu ermitteln, wo sie heute stehen. Möchte man sich verändern, muss man fühlen, wieso man nicht mehr so weiterleben will wie bisher. Erst der Widerstand gegen das, was uns missfällt, macht es möglich, die eigene Trägheit zu überwinden. Psychische Lebenskraft verfügt- das muss man wissen- eine bedeutende Trägheit. Man erfährt, weshalb die Seele widersprüchlich reagiert und auch, was geschieht, wenn man das Gute in sich nicht akzeptiert. Solche Personen projizieren die Selbstablehnung auf andere, meinen andere seien gegen sie und verhalten sich destruktiv. Solche Personen lieben nicht, sondern lehnen ab, die Welt, in der sie Leben und das einzige, was sie haben,- sich selbst, (vgl.: S. 36).

Der Autor sieht als Hauptursache für die Möglichkeit der Selbstablehnung in der Macht des inneren Gegenspielers. Er begreift sie als Personifizierung der Lebensverneinung. Wer sich mit ihr gedanklich nicht befasst, kann sehr rasch in ihren Sog geraten mit entsprechenden Ergebnissen. Es ist alles andere als sinnvoll, seinen Blick einseitig zu fokussieren und damit keine Hoffnung auf Veränderung zuzulassen. So läuft man Gefahr existenziell frustriert zu werden.

Negative Gedanken bringen nicht nur negative Gefühle hervor, sondern auch unerwünschte körperliche Reaktionen, (vgl.: S.57). Solange uns unsere Untiefen emotional in Beschlag nehmen, kann man nicht wirklich sehen, was man auch noch ist, was an uns wertvoll erscheint, was uns Gründe liefert, mit uns befreundet zu sein. Der Autor zeigt, wie man ermitteln kann, wer man im Hier und Heute ist, indem er neun Typen näher beschreibt mit ihrer Sinnproblematik und dem jeweilig weiterführenden Wert.

Er verdeutlicht auch, weshalb man durchaus werden kann, der man sein könnte und macht klar wie wichtig Hoffnung ist. Dabei skizziert er die beiden Arten der Hoffnung und hilft zu erkennen, was man unter Hoffnungslosigkeit zu verstehen hat, zeigt auch wie man zu neuer Hoffnung gelangen kann und dass es manchmal nur an dem Moment der Versöhnung fehlt, um neues Hoffen entstehen zu lassen. Man liest von Wertimaginationen, die neues Hoffen entstehen lassen und dass schon die Suche nach Sinn Hoffnung bewirkt.

Um ein glückliches Leben zu führen, sollte man ein wertorientiertes Leben führen, denn dieses bewahrt vor Sinnkrisen.

Das vorliegende Buch hilft dabei, den Weg zu finden.

Empfehlenswert.


Living in Style New York
Living in Style New York
von teNeues Verlag
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Living in Style New York ..., 1. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Living in Style New York (Gebundene Ausgabe)
Wissen Sie wie man dynamische Gegensätze in Räumen erzeugt?

Vanessa Weiner von Bismarck hat gemeinsam mit Jean Nayar diesen wunderbaren Bildband auf den Weg gebracht. Die die Fotos begleitenden Texte sind in englischer, deutscher und französischer Sprache zu lesen. Gezeigt wird facettenreich gehobener Lebensstil in der New York.

Wie Vanessa Weiner von Bismarck in der Einleitung schreibt, hat sie in verschiedenen Metropolen Europas gelebt und hat dabei in Erfahrung bringen können, dass im Gegensatz zu den Einwohnern besagter europäischer Städte die New Yorker ihren Designerideen freien Lauf lassen. Dass sie ihre Eindrücke vermutlich in ihrem sozialen Umfeld gesammelt hat, schmälert meines Erachtens die Aussage nicht. Die Aristokratin lebt seit 15 Jahren in New York und vermittelt im vorliegenden Buch gekonnt ihre Eindrücke. Das Buch macht deutlich, dass man sich im Mekka für die Avantgarde befindet und einflussreiche Trendsetter dort stilbildend sind. Anhand diverser fantastisch eingerichteter Wohnungen gewinnt man einen Eindruck vom Stilempfinden in dieser Stadt. Man erfährt jeweils Eckdaten zu den Wohnungen und wer sie gestaltet hat, auch worauf jeweils besonderen Wert gelegt wird, bzw. welches Konzept der Gestaltung zu Grunde liegt.

Besonders gut gefällt mir ein Loft in TriBeCa, das einem Kunstliebhaber gehört. Der Architekt Dirk Denison und die Innenarchitektin Sara Story haben es entwickelt. Die Innenarchitektin hat moderne und Einrichtungsgegenstände aus dem 19. Jahrhundert zur Gestaltung gewählt und diese Gegenstände teilweise aus Paris und Buenos Aires zusammengetragen. Schöne Blautöne mit sehr guten Bildern passen harmonisch zueinander.

In einer der Luxuswohnungen wird mit Lindgrün und hellem Türkis aufgewartet. Das finde ich äußerst gewöhnungsbedürftig, auch Pink ist nicht jedermanns Sache. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Stattdessen bewundere ich die Viefalt origineller Ideen und die hervorragende optische Wiedergabe.

Interessant finde ich die Gestaltung eines Appartements von Neil Denari mit einer Pflanzenwand von Laurent Corradi, die etwa 350 Pflanzen aufweist. Die Sessel mit rose-farbenen Wildleder-Blütenblättern korrespondieren fantastisch dazu.

Erfreulich häufig finden sich große Bücherwände in der Wohnungen und tolle Ausblicke sorgen für viel Licht.

Insgesamt wirken die Wohnungen jung sowie dynamisch und reflektieren eine damit Geisteshaltung, die ich mag. Sehr gut ist durch Wort und Bild im Buch alles wiedergegeben. Insprierend für alle, die gerne gestalten oder umgestalten und auf Ideensuche sind.

Empfehlenswert.


Lernen im Kühlschrank: Wie wir die Lerntemperatur unseres Bildungssystems mit Emotionen erhöhen können
Lernen im Kühlschrank: Wie wir die Lerntemperatur unseres Bildungssystems mit Emotionen erhöhen können
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Lernen im Kühlschrank, 29. April 2014
Wann entsteht Wohlbefinden? Wenn es mehr intensiv erlebte positive Emotionen, Gedanken und Ereignisse gibt als negative." (Zitat: Michael Kobbeloer, S.71).

Michael Kobbeloer, der Autor dieses Buches, das keineswegs nur Eltern, Lehrer, Wissenschaftler und Politiker lesen sollten, befasst sich mit dem Thema emotionales Lernen.

Sein Werk enthält neben Eingangsbetrachtungen zehn Kapitel, in denen er seine 10 Thesen jeweils ausführlich erörtert und zum Schluss ein Fazit aus allem zieht. Jedes Kapitel beginnt mit einem oder mehreren klugen Zitaten, die den Leser bereits erahnen lassen, worum es geht und welch Geistes Kind der Autor ist, noch bevor man sich ausgiebig mit dessen Lernmethoden befasst hat.

Wie Kobbeloer hervorhebt, wird der positive Umgang mit Emotionen im Privat- und Berufsleben, beim Lernen und im Umgang mit anderen Menschen mit Erfolg belohnt, während der negative Umgang nicht selten zum Gegenteil führt. Hunderte von Emotionen bzw. emotionalen Zuständen gibt es, so der Autor. Es werden einige Basisemotionen genannt, die weitere emotionale Zustände beinhalten, zudem wird auf Stimmungen hingewiesen, die länger oder kürzer andauern als besagte Basisemotionen. Soll Bildung ganzheitlich sein, so muss man den gesamten Menschen berücksichtigen und damit natürlich auch seine Emotionen.

Ich liste an dieser Stelle zunächst die Thesen auf, um dann auf die Inhalte näher einzugehen. Diese Vorgehensweise soll Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, worum es dem Autor konkret geht.

These 1: Die gefühlte Temperatur des Bildungssystems ist eisig
These 2: Emotion erhöht die Lerntemperatur
These 3: Lernende verursachen den Lernkurzschluss im Kühlschrank
These 4: Unterkühlung- Lernende sind in emotionaler Gefahr
These 5: Das Tiefkühlfach- Bildungsmanagement führt in emotionale Kälte
These 6: Eltern, wärmt eure lernenden Kinder!
These 7: Lernräume sind kalt und emotionslos
These 8: Emotionale Kompetenz ist die "warmhaftige" Schlüsselkompetenz
These 9: Emotionale Kompetenz von Anderen zu lernen- bedeutet den Stecker zu ziehen
These 10: Der Lern-Kühlschrank muss abgetaut werden.

Obschon Kobbeloer zum Schluss ein Fazit aus all seinen Thesen zieht, bietet er dem Leser nach jedem Kapitel ein Zwischenfazit zur Bewusstwerdung des Sinns seiner emotionalen Lernmethoden. Ich selbst hege an diesen Lernmethoden keine Zweifel, weil ich im Laufe meines Studiums viele Nachhilfeschüler (zumeist in Latein) zur Lernerfolgen mit entsprechenden Lernmethoden verholfen habe, d.h. die emotionalen Aspekte niemals außer Acht ließ.

Es ist schon erstaunlich, dass sich Begriffe wie "Freude", "Lernfreude" oder "Emotion" nur im Berliner Schulgesetz und in Passagen des Schulgesetzes von NRW wiederfinden, wo die Freude eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass man sich ausgiebig mit dem Gegenstand des Lernens freiwillig befasst.

Noch immer schaffen 50 000 Kinder ihren Schulabschluss nicht, nach wie vor sei die Schule das Spiegelbild der Fabrikkultur aus dem Industriezeitalter (vgl.: S.34). Es mangele an Kreativität, Eigeninitiative und Leidenschaft, diese Eigenschaften können nur gedeihen, wenn Schüler und Lehrer sich wohlfühlen. Nur dann könne diesen neuen Fähigkeiten zum Durchbruch verholfen werden. Es geht darum, dass Schüler Ideenreichtum entwickeln, denn von diesen hängt die Zukunft der Gesellschaft ab.

Der Autor macht klar, weshalb in Emotionen stets ein Handlungsansatz vorhanden ist und erläutert, was sich im Gehirn abspielt im Hinblick auf Emotionen, zudem zeigt er, wie das Lernen im Gehirn funktioniert. Nachhaltiges Lernen ist offenbar nur möglich, wenn man den Sinn erkennt. Wer also Leistung möchte, sollte Sinn anbieten, daran jedoch mangelt es zumeist.

Kobbeloer erwähnt immer wieder Gerald Hüther, der wissenschaftlich nachgewiesen hat, dass Lernprozesse dann am besten gelingen, wenn die Lernenden erfahren, dass Bildung einen Wert hat, dass sie die Chance erhalten, die Welt aktiv mitzugestalten, dass sie Freiräume erhalten, kreativ zu sein, dass sie nicht überfordert werden, dass sie Schwierigkeiten und Probleme selbstständig zu lösen vermögen und auch mit dem jeweiligen Bedürfnissen und Wünschen wahrgenommen werden. Offenbar hängt dies alles damit zusammen, dass das Gehirn am besten funktioniert, wenn es Probleme lösen darf, (vgl.: S. 60).

Man erfährt in der Folge wie man erfolgreich emotional lernen kann und wundert sich eigentlich, weshalb sich diese sinnstiftenden Methoden noch immer nicht überall herumgesprochen haben. Der Autor erläutert was die Schulunlust steigert und was die Zusammenarbeit mit Schülern verbessert, schreibt über Stress, Angst, Gewalt und Schulverweigerung. Wie überall, wo etwas gut gedeihen soll, ist Vertrauen und damit Angstfreiheit und ein gutes Klima notwendig.

Aufgelistet sind u.a. acht Faktoren der emotionalen Selbstwirksamkeit von Erzieherinnen und Erziehern, die man als Erziehender wirklich selbstkritisch beleuchten sollte und genannt werden zudem die fünf Regeln (nach Andreas Zeuch), wonach sich Unternehmen und wohl auch Schulen garantiert auf Misserfolg programmieren. Für den Autor ist es keine Frage, dass Emotionen aus der Tabuzone in Schulen herausgeführt werden müssen, denn nur so ist eine Veränderung zum Positiven möglich.

Auch Eltern sollten sich um emotionale Kompetenz bemühen, die für das Familienklima notwendig ist. Es ist einfach klar, dass emotional intelligente Eltern Vorteile beim Lernen in der Schule bieten können. Um wirklich erfolgreich lernen zu können, benötigt man ein liebevolles, ausgeglichenes, motivierendes Umfeld. Nicht grundlos erwähnt Kobbeloer Stanley Greenspan, der den zielführenden Satz formulierte "Bindung geht Bildung voraus", (S.125). Es geht um emotionale Stabilität. Diese entsteht, wenn Gefühle gezeigt werden dürfen und Eltern emotional kompetent sind.

Der Autor schreibt u.a. auch über Lernräume, die nicht kalt und emotionslos sein sollten und führt Aspekte, die den räumlich-emotionalen Bildungsraum prägen, an. Die vier Säulen des Konzepts "Bauen für Geborgenheit" überzeugen mich, ebenso wie die vielen realistischen Verbesserungsvorschläge, die in dem Buch angeführt werden.

Es ist einfach wahr, dass die emotionale Kompetenz die "warmhaftige" Schlüsselkompetenz darstellt. Der Zustand des Flow ist erreichbar für alle Schüler, wenn die emotionalen Bedingungen stimmen. Gezeigt wird, was geschieht, wenn die emotionale Kompetenz nicht vorhanden ist und auch wie sich meta-emotionale Lehrende verhalten. Es geht darum, Gefühle anderer zu entschlüsseln und zu verstehen, achtsam zu sein und zu motivieren.

Jeder, der einen Funken emotionales Gespür aufweist, begreift sofort, dass man die Neugierde und Lernfreude von jungen Menschen nur dann wirklich stärken kann, wenn ein emotionsgünstiges Schul- und Klassenklima vorhanden ist. Lachen und Humor fördern Kreativität und Fantasie und diese ist für eine erfolgreiche Zukunft jedes Einzelnen und der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit ungemein wichtig, weil ansonsten nur die Kreativität des Gestern verwaltet wird und was dies für uns alle bedeutet, dürfte klar sein.

Ein gelungenes Buch, dessen detailreiche Tiefe man in einer Rezension leider nicht ausführlich darstellen kann.

Sehr empfehlenswert.


Kirsche & Aprikose
Kirsche & Aprikose
von Bettina Snowdon
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Samen der Sonne, so nannte man im antiken Persien und Armenien die Aprikosen.",, 26. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Kirsche & Aprikose (Gebundene Ausgabe)
Bettina Snowdon hat ein sehr schönes, reich bebildertes Rezeptbuch auf den Weg gebracht, in dem Gerichte präsentiert werden, in denen Kirschen oder Aprikosen eine wesentliche Rolle spielen. Die hübschen, appetitanregenden Fotos stammen von Karl Newedel.

Untergliedert ist das Buch in zwei Abschnitte:
Rezepte mit Kirschen
Rezepte mit Aprikosen

Jedes Rezept ist gut nachvollziehbar schrittweise erläutert. Die Dauer der Rezeptzubereitung und die Anzahl der Portionen werden genannt. Wer glaubt, das Buch enthalte nur Rezepte für Desserts, der irrt. Allerdings sind die Dessertrezepte eindeutig in der Überzahl vertreten. Bei den Kirschrezepten überzeugen mich besonders die "Rosmarinkirschen mit buntem Pfeffer" als Beilage zu dunklem Fleisch oder Käse und der "Ricotta-Quark-Kirschkuchen".

Bei den Rezepten mit Aprikosen- meine Lieblingsfrucht- gefällt mir die "Aprikosen-Mandel-Tarte" von den Zutaten her sehr gut, des Weiteren die "Marillenknödel mit Zimtbutter", aber auch die "Gebackenen Aprikosen" mit köstlicher Amaretti-Brandy-Füllung, das "Buttermich-Aprikosen-Eis" und die "Schweinesteaks mit Aprikosensauce". Die Rezepte sind unkompliziert und dennoch raffiniert gestaltet.

Empfehlenswert für alle, die in der bevorstehenden Kirsch- und Aprikosensaison nach delikaten Zubereitungsarten dieser Früchte Ausschau halten.


Affen der Welt - Welt der Affen
Affen der Welt - Welt der Affen
von Thomas Marent
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,99

5.0 von 5 Sternen Affenwelt, 25. April 2014
Dieser beeindruckende Bildband mit wundervollen Tierbildern von Thomas Marent und Texten von Fritz Jantschke befasst sich mit Affen. Das Geleitwort hat Dirk Steffens verfasst und das Vorwort stammt von Jane Goodall, deren Werk "Mein Leben für Tiere und Natur" ich vor einigen Jahren gelesen und rezensiert habe.

Das vorliegende Buch ist in die Rubriken:
Halbaffen
Neuweltaffen
Altweltaffen
Menschenaffen
untergliedert.

Es zeigt und erläutert sowohl die Vielfalt als auch die Schönheit dieser Tiere und soll die Wertschätzung für "den wilden Teil unserer Familie" erhöhen. Vorgestellt werden 100 Arten von den derzeit 480 Affenarten auf unserer Erde.

Fritz Jatschke hat das Vorwort verfasst und erklärt kurz, was es in den einzelnen Rubriken zu sehen gibt und was man unter den vier Gruppen zu verstehen hat. Neben breitangelegten Textteilen wird man immer wieder mit Fotos konfrontiert, die alle erläutert werden, sodass man nach der Lektüre des Buches einen wirklich guten Überblick hat.

Die Halbaffen leben in Asien, Afrika und Madagaskar. Es handelt sich bei ihnen um Einzelgänger, die maximal paarweise oder in kleinen Gruppen leben. Diese Lemuren zeigen ihre Vielfalt in Madagaskar wohl am überzeugendsten. Irgendwo inmitten der Lemuren-Aufnahmen lese ich den Satz Charles Darwins "Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück" und schaue mir den Gesichtsausdruck der Tiere genauer an. Ja, es stimmt, man sieht die Gefühle der Tiere ganz deutlich. Man erfährt wie die Lemuren auf die Insel Madagaskar kamen, liest über deren Aktivitäten und ist begeistert von den schönen Tieren, die nicht einfach zu fotografieren sind, wie Thomas Marent überzeugend erläutert. Man liest über die Namensgebung der Affenarten seitens der Zoologen, auch welche Nahrung sie zu sich nehmen. Dann lernt man die Neuweltaffen kennen, die in Mittel- und Südamerika zuhause sind. Diese Primatengruppe hat die Wälder nicht verlassen. Es ist insofern mühsam sie zu finden und im Regenwald und im Amazonasgebiet zu finden, wo sie vorwiegend leben.

150 Arten von Neuweltaffen gibt es, farbig sind sie eher selten. Der rote Brüllaffe ist es aber. Ein selbstbewusstes Tier, das in Süd-Brasilien lebt. Weshalb es brüllt erfährt man ebenso wie Wissenswertes zu Fortpflanzung höherer Primaten und findet beim Betrachten der vielen Bilder ein zauberhaftes Zwergseidenäffchen, das nur 140 Gramm wiegt. Man hat Gelegenheit in die Innenflächen der Affenhände zu blicken, die ausschauen wie Menschenhände, auch bei Altweltaffen, die man dann kennenlernt. Diese leben in Asien, Afrika und Europa. Hier liest man über Farben diverser Tiere im Gesicht, die an Schminke erinnern, lernt Verhaltensmuster kennen und erfährt, dass keineswegs alle Affen auf Bäumen hocken. Dass es sogenannte Schneeaffen gibt, wusste ich bislang nicht. Sie leben in Japan. Darüber hinaus lernt man eine Reihe anderer wunderschöner Affen kennen. Viele Gesichter zeigen einen Ausdruck, der uns Menschen nachdenklich werden lassen sollte.

Von heiligen und unheiligen Affen liest man und staunt über eine männliche Affenschönheit, die in Kambodscha lebt und sich ihres Aussehens durchaus bewusst ist. Menschenaffen schließlich leben in Afrika und Südasien. Es handelt sich um unsere nächsten Verwandten. Erst vor 8 Millionen Jahren trennten sich die Wege der Schimpansen und der Menschen. Man liest alles Wissenswerte über die Verhaltensmuster der Menschenaffen, liest von der Treue der Gibbons, von der Geselligkeit der meisten Primaten und der Haremsstruktur diverser Arten. Über die Aggression der Menschenaffen erfährt man auch viel Erhellendes, aber auch wie bedroht diese tatsächlich sind. Dass sie nicht dumm sind, wird ebenso deutlich gemacht und an Beispielen gezeigt.

Im Anhang schließlich werden alle Primaten der Welt aufgelistet und kurz skizziert.

Ein wunderschönes und dabei sehr lehrreiches Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt und sich dabei wünscht, dass so mancher Mensch mehr vom Gorilla hätte, denn "Gorillas sind von Natur aus friedlich. Sie wirken stoisch, zurückhaltend, introvertiert. Ihr ganzes Gefühlsleben spiegelt sich in ihren sanften, dunkelbraunen Augen wider", so die Worte George Schallers, die man auf Seite 172 lesen kann.

Empfehlenswert.


Ich war doch nicht blöd: Der Gründer von Media Markt gibt Einblicke in eine etwas andere Erfolgsgeschichte. Eine spirituelle Reise durch Politik, Ökologie, Philosophie Glauben und Religion
Ich war doch nicht blöd: Der Gründer von Media Markt gibt Einblicke in eine etwas andere Erfolgsgeschichte. Eine spirituelle Reise durch Politik, Ökologie, Philosophie Glauben und Religion
von Walter Gunz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Transformation des W.G., 24. April 2014
Hätte ich in einer Buchhandlung einen Blick auf das Cover dieses Buches geworfen, wäre ich nicht motiviert gewesen, mich mit dem Inhalt näher zu befassen, sondern hätte stattdessen meine Vorurteile genüsslich gepflegt, vielleicht noch eine zynische Bemerkung gemacht und mich alsdann anderen Büchern zugewandt, solchen beispielsweise, die philosophischen und spirituellen Inhalt bereits aufgrund des Covers vermuten lassen. Der Satz "Ich war doch nicht blöd" lässt alles Mögliche vermuten, nur nicht das, was das Buch tatsächlich ist: Eines der besten Bücher, die ich trotz jahrzehntelangem Viellesen kennen lernen durfte. Eine Verpackung, die abschreckt und dabei besten Inhalt verbirgt, lässt mich an den Froschkönig denken und hat eine Lektion aufgefrischt, die ich als Kind schon gelernt, aber beinahe vergessen hatte.

Eine Bekannte hat mich auf diesen geistigen Schatz aufmerksam gemacht. Er ist ein Mix aus philosophischem, religiösem und pragmatischem Denken und erinnert an Texte griechischer, römischer aber auch fernöstlicher Philosophen, dann aber auch an betriebswirtschaftliche Texte, bleibt aber selbst hier letztlich philosophisch und spirituell.

Der Autor Walter Gunz ist ein belesener, sehr nachdenklicher Mensch, dass er zudem ein überaus erfolgreicher Unternehmer ist, zeigt die Bandbreite dieses Mannes, dessen Gedankenwelt mich wirklich sehr fasziniert. Sein Buch beginnt er mit der Frage, wer oder was das Selbst sei und listet in der Folge erst einmal die Quelle seiner Inspiration auf. Als ich die Liste studierte, wurde ich immer neugieriger auf das Buch, weil mir viele der Denker nicht unbekannt sind und ich zu einigen Schriften dieser Autoren bereits Rezensionen verfasst habe. In welcher Weise sie Walter Gunz inspiriert haben, wollte ich nun genau wissen.

Der Autor betont, dass er sein Werk nicht als Biographie eines erfolgreichen Managers gedacht habe, sondern dass er vielmehr eine ideelle und spirituelle Initialzündung weitergeben möchte, (S.24). Gunz schreibt von Begegnungen mit Menschen, die ihn spirituell geprägt haben, scheut sich nicht, seine religiöse Geisteswelt vor dem interessierten Leser auszubreiten und durch eine Fülle von klugen Sätzen näher zu bringen. Ich nicke sofort als ich lese, "Liebe und Barmherzigkeit sind die wesentlichen Säulen aller Weltreligionen" und werde immer neugieriger auf das, was mich auf den kommenden Seiten erwartet. Da ist beispielsweise die Frage, ob Erfolg planbar sei.

Gunz, der 1979 mit zwölf Mitarbeitern sein Unternehmen begann, das 2013 dann 60. 000 Mitarbeiter zählte, wird gewiss eine Antwort darauf haben, dachte ich und fand seine Antwort überzeugend. Man müsse seinen Erfolg teilen können, wenn es ein großer Erfolg werden soll und Kreativität müsse an oberster Stelle stehen, alle Beteiligten müssen das Spielen erneut lernen, "jeder Angestellte eines Unternehmens sollte seine Ideen mitteilen dürfen", weil in jedem der Entdeckergeist geweckt werden solle,(S.44). Genau.

Nach Auffassung von Gunz existiert nämlich bereits schon alles, was uns einfallen könnte und zwar in der Welt der Ideen. Unsere Aufgabe besteht darin, diese Ideen im Hier und Jetzt zu heben. Gemeinsam.

Für Gunz ist klar, dass die Fokussierung auf die materiellen Fakten bei gleichzeitiger Vernachlässigung der ideellen Domäne erfolgsmindernd wirkt, weil es dann an Spirit und Intuition mangelt. Auch Handeln aus reiner Pflichterfüllung und nicht aus dem Herzen heraus ist wertlos, so der Autor und es gibt noch eine Reihe anderer Sachverhalte in puncto Erfolg, die er festhält. Zitieren möchte ich hier nachstehende Zeilen: "Erfolg und Macht betrachten wir gerne als Krönung unseres Schaffens. Doch Vorsicht! Die beiden stellen uns vor eine große Prüfung, die wir charakterlich meist nicht unbeschadet bestehen..(...)...Nicht umsonst gilt als gefährlichste Eigenschaft Mephistos die Überheblichkeit. Zwei große Prüfungen des Lebens führen demnach häufig zum Absturz des Menschen: die Prüfung durch den Erfolg und die Prüfung durch die Not." (S.50).

Natürlich schreibt Gunz auch immer von seinen Erfahrungen mit seinen geistigen Kindern "Media Markt" sowie "Saturn" und vergisst nicht zu erwähnen, dass bei aller Arbeit und kreativen Leistungen auch sein Erfolg nur möglich war, weil Fortune ihm hold gewesen sei. Er artikuliert auch, worin erfolgreiche Führung besteht und sagt, sie orientiere sich an Potentialen, blicke nicht zurück, lebe im Jetzt und gestalte aus der Vision die Zukunft. Wir alle seien mit der Quelle der Schöpfung verbunden. Worauf es ankomme, um die Verbindung wahrzunehmen, erfährt man dann auch.(S.65)

Als Eigenschaften, die im Alltag wichtig sind, um erfolgreich zu sein, nennt er: Achtsamkeit, Ehrlichkeit, Offenheit, Vertrauen, Abschied vom Ego, Glaube an das Selbst in mir, Liebe, Hoffnung, (S.68).

Gunz hält nichts davon, Böses zu brandmarken, denn er weiß, dass es dann auf Rache sinnt. Diese Erkenntnis hat er von Lao-Tse übernommen, wie er anführt. Eine offenbar sehr kluge Erkenntnis. Führen aus Vision ist ein Thema im Buch, insofern auch die Reflektion von Leader-Qualitäten und irgendwann lese ich den Satz "Jede starke Abhängigkeit von der äußeren Welt erzeugt starke Angst, dass wir entweder nicht bekommen, was wir haben wollen, oder verlieren, was wir schon gewonnen haben." (S.80). Daraus muss man seine Schlüsse ziehen.

Glück und Sinnfragen beschäftigen den Autor und er erinnert sich gerne an Prof. Friedrich Weinreb, der ihm viel vermitteln konnte. Hier erwähnt er das Buch "Der göttliche Bauplan der Welt", das mich neugierig macht. Visionen sind die Voraussetzung für Schöpfungsakte. Die Mystik bestehe darin, dass durch Bündelung seiner Gedanken auf eine konkrete Idee, diese Idee zur materiellen Verwirklichung führe. Wie das funktioniert, zeigt Gunz auch an einem schönen visuellen Beispiel.

Der Autor lässt den Leser nicht über die Hintergründe seiner Werbeslogans im Ungewissen, wobei ich den Slogan von Saturn ("Geiz ist geil") für mehr als nur bedenklich halte. Nach meiner Ansicht passt er nicht zur Geisteswelt von Gunz, aber Slogans sind bekanntermaßen das Denkergebnis von Marketingleuten. Kann man bei aller Griffigkeit eines Slogans jeden Slogan nutzen, auch dann, wenn er ethisch fragwürdig ist?

Dann lese ich später seine Ausführungen zu Geld und wie man dazu kommt. Geízig scheint Gunz nicht zu sein, aber er weiß, dass man ohne Wertschätzung des Geldes zu diesem nicht gelangen kann (S.157) und überzeugt durch seine Betrachtungen, auf welche Weise Menschen mit Geld umgehen und zu angemessenem Reichtum kommen."Was man mit Liebe weggibt, kommt auch wieder zurück. So bleibt das Geld im Fluss." (S.160).

Er erläutert, was zu tun ist, dass Niederlagen in der Folge nicht zu einer Abwärtsspirale führen, reflektiert Dämonen wie Angst, Verleumdung, Hochmut, Habenwollen etc und so vieles andere mehr, kommt immer wieder auf das Buch "Alles Boulevard" von Mario Vargas Llosa zu sprechen, das ich auch rezensiert habe und ist sich völlig darüber im Klaren, dass Angst und Neid Energieräuber sind. Er weiß, dass dort, wo Hierarchie und Angst regieren, wertvolle Ressourcen und Ideen, Kraft und Zuversicht vernichtet werden und weil er das offenbar schon sehr lange weiß und viel Demut besitzt, deshalb auch kann er aus Erfahrung sehr tiefsinnig über Erfolg und so vieles andere, wonach Menschen streben, schreiben, vor allem über die Liebe, die Walter Gunz in allem, was er tut, antreibt.

Empfehlenswert.


Brasilien, das Land des Fußballs und des Karnevals in Rio de Janeiro. Ein außergewöhnlicher Reiseführer und Bildband über ein vielseitiges Reiseziel, präsentiert in eindrucksvollen Bildern
Brasilien, das Land des Fußballs und des Karnevals in Rio de Janeiro. Ein außergewöhnlicher Reiseführer und Bildband über ein vielseitiges Reiseziel, präsentiert in eindrucksvollen Bildern
von Francesca Piana
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein vielseitiger Makrokosmos., 2, 23. April 2014
Simina Stoppa hat diesen schönen Bildband auf den Weg gebracht, der den Lesern einen guten Eindruck über Brasilien vermittelt. Das Buch ist in vier große Anschnitte untergliedert. Dabei handelt es sich um folgende:

-Brasilien, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft
-Der Triumpf der Natur
-Urbane Kontraste
-Farben, Rhythmen, Tradition

Nach einen kurzen Einleitung wird man mit einer imposanten Bilderwelt konfrontiert, die stets aufs Neue durch informative Texte unterbrochen wird und den Leser auf diese Weise immer intensiver für die Schönheiten und die Vielfalt dieses Landes einnimmt.

Zunächst wird man über der Geschichte in Kenntnis gesetzt. 2000 indigene Stämme wurden von den Europäern ausgerottet, nachdem sie Brasilien erobert hatten. Das geschah im 15. Jahrhundert. Einige Stämme konnten sich in entlegene Regionen des Regenwaldes retten und ihre kulturelle Identität bewahren. Die europäische Kolonialisierung wird sehr gut abgehandelt, auch die Herrschaft Spaniens und Portugals bestens skizziert. Ich meine dies beurteilen zu können, weil ich mich im Rahmen meines Studiums ausgiebig mit Lateinamerika und der dortigen Geschichte befasst habe. Der geschichtliche Abriss endet im Heute und wird mit dem Kapitel "Der Triumpf der Natur" fortgeführt. Hier nun wartet eine Bilderfülle auf den Leser und Betrachter, die mit den Iguacu- Wasserfällen beginnen. Aufgeklärt wird man über die Artenvielfalt der brasilianischen Fauna und Flora und es ist die Rede von einem schwimmenden Paradies, einem Labyrinth aus Flüssen, Seen, Lagunen und Sümpfen. Über Amazonien, die grüne Lunge des Planeten und deren Farbenpracht wird man unterrichtet, auch über Wasserwunderwelten und die Tiere dort, über die unberührte Wildnis der Hochebenen mit ihrer geradezu magischen Atmosphäre, dazu noch über unberührte Küsten und Strände und man sieht Bilder, die einen so in ihren Bann ziehen, dass man sich fast auf Reisen fühlt.

Es folgen urbane Kontraste. Hier lernt man beeindruckende Städte kennen. Die einzelnen Städte werden durch ihre Besonderheiten im Vorfeld schon gekennzeichnet. Es ist übrigens weder Rio de Janeiro noch Sao Paulo, die ich zuerst in Augenschein nehme, sondern das grüne Manaus, mit seinem "Taetro Amazonas", dessen Kuppel 36.000 bunte Keramikfliesen enthält, die bestaunt werden wollen.

Spannend zu lesen ist das Kapitel "Farben, Rhythmen, Traditionen". Hier liest man nicht zuletzt auch Wissenswertes zu den Wurzeln der brasilianischen Religiosität, auch über Kaffee, den schwarzen Reichtum der Erde und nicht zuletzt auch über den Karneval, die sinnlichen Tänze, märchenhaften Kostüme, die mitreißende Musik und das farbenfrohe Durcheinander. Ohne die Sambaschulen von Rio wäre das alles nicht möglich. Mein Blick geht zurück zu den Wasserfällen von Iguacu. Nichts ist imposanter als dieses Naturschauspiel.

Empfehlenswert.


Extravagante Engländerinnen: adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty
Extravagante Engländerinnen: adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty
von Luise Berg-Ehlers
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Kuss auf die Wange ist zur Begrüßung wirklich vollkommen ausreichend, schließlich sind wir nicht beim französischen, 19. April 2014
Militär" (Lady Diana Cooper, S.114)

Das Cover dieses Buches kannte ich bereits, denn es wird in einem Buch über Hühner, das ich im Herbst vergangenen Jahres rezensierte, auch gezeigt und hat mich des etwas eigenwilligen Motivs wegen schon damals amüsiert.

Die Autorin Luise Berg-Ehlers steht britische Aristokratinnen zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerpartie vor, speziell solche, die aus dem engen Korsett gesellschaftlicher und familiärer Konventionen auszubrechen versuchten.

Das Buch ist bebildert. Unter den Bildern sind auch alte Fotos zu finden, so etwa von der Gräfin Elisabeth von Arnim, deren Buch "Elisabeth und ihr Garten" ich vor langer Zeit gelesen habe. Sehr gut geschrieben und dabei informativ ist das Kapitel im vorliegenden Buch, das sich mit England als Land der Gärten und adeligen Gärtnerinnen befasst, ein Thema, das immer wieder in Gartenbüchern zu Sprache gebracht wird und diese Damen mit ihren grünen Daumen sehr sympathisch macht. Auf dem Cover ist übrigens die Herzogin von Devonshire abgebildet, eine tüchtige Dame, die aufgrund ihrer Tüchtigkeit in ihrem "farmshop" den Unterhalt ihres großen Anwesens generieren konnte.

Man lernt adelige Schriftstellerinnen und Lyrikerinnen aus England kennen, so etwa die von mir geschätzte Virginia Woolf und auch Sybille Bedford, deren Bücher mir auch sehr gut gefallen, einige davon habe ich rezensiert. Eine intelligente Autorin, die hervorragend schreiben kann.

Doch ich will nicht zu viel verraten. Wer sich über die Ladys und ihre Gepflogenheiten kundig machen möchte, wird das Buch mit Vergnügen lesen. Erwarten Sie bitte keine Yellow-Press- Nachrichten. Die finden Sie hier nicht. Ich sage nur: "sophisticated".

Empfehlenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 14, 2016 5:30 PM MEST


Filmrezepte: 25 Menüs inspiriert von den schönsten kulinarischen Filmen
Filmrezepte: 25 Menüs inspiriert von den schönsten kulinarischen Filmen
von Thomas Struck
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Filmrezepte: 25 Menüs inspiriert von den..., 18. April 2014
Dieses Kochbuch ist außergewöhnlich, denn die 25 Menüs, die hier seitens 12 namhafter Sterne-Köche und einem ZEN-Priester zubereitet worden sind, wurden durch Filmrezepte inspiriert.

Bei den Köchen und Köchinnen handelt es sich um: Léa Linster, Christian Lohse, Sonja Frühsammer, Bobby Bräuer, Marco Müller, Cornelia Poletto, Tim Raue, Johannes King, Michael Kempf, Kolja Kleeberg, Michael Hoffmann, Edward Espe Brown und Adoni Aduriz.

Von den Filmen, die genannt werden, sind mir nur einige bekannt, nicht zuletzt "Das große Fressen" und "Der diskrete Charme der Bourgeoisie"

25 Filme werden jeweils kurz skizziert, die Protagonisten werden genannt, auch wer sie gemimt hat. Filmzitate kann man nachlesen und man erhält sehr gute Zubereitungsanleitungen zu vorzüglichen Rezepten.

Den Film "Julie & Julia" habe ich rezensiert. Das ist schon einige Jahre her, so dass ich mich an einzelne Gerichte nur bedingt erinnern kann. Cornelia Poletto hat aufgrund der Gerichte im Film, zwei tolle Rezepte entwickelt, darunter ein "Boeuf Bourguinon", das sehr raffiniert komponiert ist.

Das Buch macht neugierig auf die Filme, die beschrieben werden, neugierig auch auf die Köche, von denen man mehr erfahren möchte, vor allem aber neugierig auf die Umsetzung der Rezepte am heimischen Herd. Die Rezepte sind so unterschiedlich wie die Filme, von denen hier die Rede ist. Der Monat April enthält noch ein "R". Muschel dürfen also noch unbedenklich zubereitet werden. Insofern lockt das Rezept für "Sylter Muscheleintopf" dazu kreiert zu werden. Der Sylter Koch Johannes King hat ein wunderbares Rezept entwickelt, das man unbedingt nachkochen sollte, noch bevor der Mai beginnt.

Ganz zum Schluss werden die Sternköche- Köche und der ZEN- Priester kurz porträtiert, so das man bestens im Bilde ist.

Wer zu Ostern einen "Kaninchenrücken St. Stephano" zubereiten möchte, sollte sich sputen, denn Kaninchen sind derzeit ähnlich wie die Feldhasen im Einsatz.

Zur Erinnerung: Sie legen Eier, bunte, hartgekochte... Vielleicht sollte man sich dann doch lieber mit "Warmem weißer Spargel mit brauner Butter" anfreunden. Das Rezept finden Sie auf Seite 142.

Sehr empfehlenswer


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