Profil für Helga König > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Helga König
Top-Rezensenten Rang: 143
Hilfreiche Bewertungen: 12438

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Helga König
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Mindfuck - Das Coaching: Wie Sie mentale Selbstsabotage überwinden
Mindfuck - Das Coaching: Wie Sie mentale Selbstsabotage überwinden
von Petra Bock
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neugierde, Vertrauen und Freude an Erfahrung zeichnen kreative und erfolgreiche Menschen aus,, 3. September 2013
Dr. Petra Bock hat mit ihrem wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Überwindung mentaler Selbstsabotage laut Angaben des Verlags einen mehrfach preisgekrönten Beitrag zur Weiterentwicklung im Coaching geleistet und sehr vielen Menschen dabei geholfen, innere Blockaden zu überwinden als auch ihr volles Potential zu entfalten.

Zunächst erläutert die Autorin in ihrem Praxisbuch was man unter Selbstsabotagemustern zu verstehen hat und listet die wichtigsten Gedanken und Muster auf, mit denen wir uns selbst sabotieren. Eines der Muster besteht darin, sich selbst und andere immerfort bewerten und kritisieren zu wollen und zwar in einer Form, die uns unter Druck setzt und entmutigt. Ein anderes Muster besteht darin, sich selbst zu verleugnen und alles mit sich geschehen zu lassen. Solche Verhaltensmuster gilt es zu überwinden.

Im Rahmen eines Fragebogens lernt man solche Muster von normalem Verhalten zu unterscheiden und gewinnt ein Gespür dafür, was was unserer Weiterentwicklung nicht zuträglich ist. Wer seinen Gaben gemäß leben möchte, muss die Muster erkennen und beseitigen, mittels denen man sich selbst blockiert und Fehlentscheidungen trifft. Diesbezüglich hilft das Buch, das ich gerne schon alleine wegen des umfangreichen Praxisteils empfehle.


DARIO FO: Malerei/ Paintings 1945-2012
DARIO FO: Malerei/ Paintings 1945-2012
von Dario Fo
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Grotesk ist die Politik, nicht das Theater" (Daro Fo),,, 3. September 2013
Dies ist der Katalog zur Ausstellung "Dario Fo", die vom 6. Juni bis 31. August 2013 in der Galerie "Die Galerie" in Frankfurt/Main gezeigt wurde.

Das Vorwort zum Katalog hat Peter Femfert verfasst, der gemeinsam mit seiner Gattin, Dott. Stefania Canali, "Die Galerie" betreibt und mit ihr und dem Künstler diesen bemerkenswerten Katalog auf den Weg gebracht hat.

Ich habe nahezu 250 Kunstbände rezensiert, aber selten so viel Freude beim Lesen entwickelt wie bei diesem Katalog, der hochinformativ und dabei sehr kurzweilig verfasst ist. Begleitend zu den rund 60 Werken aus der 60 jährigen Schaffenszeit Fos hat man Gelegenheit, aufgrund von Texten Dario Fos, Dott. Stefania Canalis und Sarantos Zervoulakos mehr über den italienischen Künstler und dessen Bilder in Erfahrung zu bringen. Die Texte sind nebeneinander in deutscher und englischer Sprache abgedruckt.

Dario Fo hat gleich zu Beginn ein Vademecum für die Ausstellung in Frankfurt verfasst. Er berichtet dort von seinem Werdegang als Künstler und vergisst nicht zu erwähnen, dass sich unter den Malereien, die derzeit in Frankfurt präsentiert werden, einige Arbeiten finden, die durch die Zeichnungen der ersten Theaterjahre angeregt wurden und andere, die von Bildern rühren, die er sich angeeignet hatte, während er auf der Akademie war. Er ließ sich damals von bestimmten Malern, deren Bilder in einer der bedeutendsten Pinakotheken der Welt der "Braidense" zu sehen sind, inspirieren und war besonders stark von Leonardo da Vinci begeistert, dessen Zeichnungen in seinen berühmten Codices, Dario Fo "mit großer Emotion abzeichnete und neu interpretierte", (vgl. S.15).

Wie der Künstler weiter erwähnt, hat er verschiedene Bilder, die in Frankfurt ausgestellt sind, dem griechischen Theater gewidmet, die er teilweise während Ausstellungen in Athen und Korinth gezeichnet hat. Dario Fo scheut sich nicht zu bekennen, Ideen großer Künstler übernommen und mit diesen dann gespielt zu haben, um etwas Neues zu gestalten.

Dott. Stefania Canali schreibt über die Malerei dieses Erzählers und vergisst dabei nicht zu erwähnen, dass im Oktober 1997 Dario Fo der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, obgleich man den Schriftsteller Jahrzehnte lang angefochten, boykottiert und zensiert hatte. Wie Dott. Canali festhält, besteht die Größe dieses Künstlers darin, namenlose, unbekannte, vergessene Menschen wieder zum Leben zu erwecken, aber auch Texte der Geschichte und Kunstgeschichte neu zu schreiben und zwar mit einem Wechsel der Perspektive, konkret, von unten anstatt von oben, (vgl.: S. 27/28).

Interessant ist, dass Dario Fo die Geschichte Italiens "erlebt, beschrieben und bemalt" hat und nicht zuletzt unbequeme Position bezog, (vgl.: S.33). Es führt zu weit, im Rahmen der Rezension Bilder zu interpretieren, erwähnen möchte ich den Hinweis Dott. Canalis, dass das Bewegende an dieser fabulierenden Malerei drei Leitmotive sind.

Sie lässt den Leser wissen, dass das erste, offensichtlich der tiefe Respekt für den Menschen, sowie die ethische Spannung sei, die aus jedem Bild herauszuspringen scheint und auf uns stürzt. Der Betrachter werde involviert und sei eingenommen, damit aktiver Teil des Geschehens, er spüre, er selbst sei Kommitent dieser Kunst, die er klarer und besser lesen könne, als jeden anderen geschrieben Text. Das zweite Leitmotiv sei der Reichtum an Themen und Techniken, zugleich ein beträchtliches Archiv kollektiven, kulturgeschichtlichen Gedächtnisses des Landes und als dritte Prägekraft, nennt Dott. Canali die Aura der Reinheit des Künstlers Dario Fo, die es ihm ermöglicht, spielerisch, aber gnadenlos einen König auszuziehen und ihn nackt zur Schau zu stellen, (vgl.: S. 36ff).

Dies alles hat man Gelegenheit auf den Bildern zu erforschen, während man in weiteren Texten des Katalogs sich immer intensiver mit Fo befassen, auch in eine mehrseitige Biografie Dario Fos und seiner gerade verstorbenen Frau vertiefen kann und dadurch einen sehr intensiven Zugang zu den Bildern erhält.

Im Bildregister zum Schluss kommentiert Dario Fo seine Werke. Diese Texte sollte man nicht vergessen zu lesen, denn sie führen zu einem letzten Verständnis seiner Bilder.

Ein gelungener Katalog. Empfehlenswert.


Namenlose Empfindung: Jean Paul und Goethe im Widerspruch
Namenlose Empfindung: Jean Paul und Goethe im Widerspruch
von Konrad Heumann
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die schlimmsten Fehler werden gemacht in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gut zu machen." (Jean Paul),, 1. September 2013
Dies ist der Katalog zu Ausstellung "Namenlose Empfindung- Jean Paul und Goethe im Widerspruch", die vom 28. August bis 13. Oktober 2013 im Goethehaus in Frankfurt gezeigt wird. Die Ausstellung habe ich bereits gesehen. Die Kuratoren Dr. Konrad Heumann und Bettina Zimmermann haben beim Ausstellungsrundgang darauf hingewiesen, dass man bereits während eines Ausstellungsbesuch sich im Katalog kundig machen möge, um das, was es in den Schaukästen zu sehen gibt, - Handschriftliches der beiden Dichter- besser zu verstehen.

Es geht in dieser Ausstellung und auch im Katalog um das schwierige Verhältnis zwischen Jean Paul und Goethe. Die beiden Dichter nämlich haben sich immer wieder aufeinander bezogen, aber ihr Verhalten war eines wenig gelassener Konkurrenten. Jean Paul, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährt, hat keine Gelegenheit ausgelassen, sich in seinen Werken, Briefen und Gesprächen mit Goethe auseinanderzusetzen. Dabei soll er stets zwischen bedingungsloser Gefolgschaft und trotziger Selbstbehauptung geschwankt haben. Dies zeigt sich in seinen Schriften durch Worte der Bewunderung, aber auch mittels vernichtender Kritik. Goethe ignorierte Jean Paul, verhielt sich gönnerhaft herablassend und demonstrierte ab und an emphatische Zustimmung, aber bloß wegen gewisser kunstpolitischer Voraussetzungen.

Im Katalog werden die handschriftlichen Texte von Goethe und Jean Paul gezeigt, die in den Schaukästen der Ausstellung zu sehen sind. Die Texte im Buch sind jeweils in Maschinenschrift übertragen und auf diese Weise besser lesbar. Zu allen Schriften gibt es ausführliche Erläuterungen, die in ihrer Gesamtheit dann die Beziehung der beiden für den Betrachter begreifbar machen.

Auf den letzten Seiten findet man Informationen über den Nachlass von Jean Paul, der für Verwirrung gesorgt hat und hat Gelegenheit einen Blick in den Rokokosaal der Weimarer Bibliothek zu werfen, wo man normalerweise Schwanthalers Gipsbüste von Jean Paul, die derzeit im Goethehaus in Frankfurt positioniert ist, bewundern kann.

Als ich in Weimar in der Anna- Amalia-Bibliothek war, nahm ich die Büste nicht wahr, weil ich mal wieder nur Augen für Goethe hatte, der wie man aufgrund der Ausstellung "Namenlose Empfindung" nun spätestens weiß, auch seine Schattenseiten hatte.

Selbst ein Gott aus Weimar ist letztlich aus Fleisch und Blut. Deshalb auch konnte er am 26.August 1813 "Gefunden" dichten, um die Verse seiner Frau Christiane als Ausdruck tiefster Verbundenheit in Erinnerung an ihr gemeinsames Gestern zu schenken. Verzeihen wir ihm also seine Unentspanntheiten gegenüber Jean Paul und einigen anderen seiner Kollegen, ich denke spontan an Lenz.

Ich staune über Goethes diszipliniertes Schriftbild. Es ist so verschieden von Jean Pauls Schrift. Dass die beiden Herrn ein Problem miteinander hatten, lassen die Schriften schon erahnen, lange bevor man den Inhalt der Texte gelesen hat.

Empfehlenswert.


Philosophische Schriften (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Philosophische Schriften (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
von Alexander Becker
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,00

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Diderot ist Diderot, ein einzig Individuum; wer an ihm oder seinen Sachen mäkelt, ist ein Philister,, 25. August 2013
und deren sind Legionen." (Johann Wolfgang von Goethe)

Das vorliegende Taschenbuch enthält philosophische Schriften des französischen Aufklärers Denis Diderot,(1713-1784). Goethe soll übrigens in ihm einen Seelenverwandten des Sturm und Drang gesehen haben.

Der vorliegende Band beinhaltet drei zentrale philosophische Schriften des französischen Aufklärers:

"Brief über den Blinden, zum Gebrauch für die Sehenden" von 1749
"D `Alemberts Traum" von 1769
"Nachtrag zu Bougainvilles Reise" von 1772

Im Vorwort wird darauf hingewiesen, dass die Auswahl nicht repräsentativ für Diderots umfangreiches Werk sei, aber geeignet in die verschiedenen Formen des Schreibens des Philosophen einzuführen, weil die ausgewählten Texte thematisch den "weiten Bereich klassisch philosophischer Texte" erfassten, von der Erkenntnistheorie über die Metaphysik bis hin zur Moral.

Um die Texte besser zu verstehen, empfehle ich das umfangreiche Nachwort Prof. Dr. Alexander Beckers zuerst zu lesen. Hier erwähnt Becker gleich eingangs, dass in Diderots Todesjahr Immanuel Kant seine Antwort auf die Frage "Was ist Aufklärung?" veröffentlicht hat, aber Diderot schon 30 Jahre zuvor sich um eine Antwort bemüht hat. Beide Formulierungen stünden für das gleiche Verständnis von Aufklärung: "fähig zu werden, Urteile über Wahrheit und Falschheit aus eigener Autorität, aus eigenem Wissen und eigener Überlegung heraus zu fällen." (S.205).

Prof. Dr. Becker erläutert die drei im Buch abgedruckten Texte von Diderot ausführlich. Folgt man seinen Ausführungen, widerspricht man ihm nicht, wenn er sagt, dass Diderot offenbar den monistischen Naturalismus als metaphysische Position ernst nahm, sondern ihn sogar in Bereiche hinein verfolgte, die das Selbstverständnis als Person anbelangt sowohl im Hinblick auf die eigene Identität als auch in Fragen der Moral, (vgl.S.269).

Auch wenn man den Überlegungen Diderots nicht immer zustimmen mag, kann man seine Art und Weise des naturalistischen Philosophierens aufgrund der ausgewählten Schriften gut nachvollziehen, meint Prof. Dr. Becker. Dieser Meinung schließe ich mich an.

Anbei eine Textstelle aus D`Alberts Traum:

"Fräulein von L`Espinasse: Also unterliegen wir im Physischen wie im Moralischen wohl der Möglichkeit, uns für größer zu halten, als wir sind?

Bordeau: Die Kälte macht uns kleiner, die Wärme dagegen größer, und ein bestimmtes Individuum kann sich zeitlebens für größer halten, als es in Wirklichkeit ist. (...)", S.123.

Empfehlenswert.


Interiors Now! 3
Interiors Now! 3
von Margit J. Mayer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Haus ist genauso groß wie die Seelen, die darin wohnen." Andreas Tenzer,, 24. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Interiors Now! 3 (Gebundene Ausgabe)
In diesem schönen Bildband werden 34 Wohnsitze im Stil unserer Zeit gezeigt. Man lernt im Rahmen der Bilderwelten zahlreiche Koproduktionen zwischen kreativen Klienten und Innenarchitekten kennen. Hinzu kommen eine Menge zeitliche und örtliche Grenzüberschreitungen beim Gestalten und Kombinieren von Raum, Mobiliar und Kunst.

Man erfährt stets Wissenswertes zu den einzelnen gezeigten Wohnungen, so auch zur Größe und wo sie lokalisiert sind. Die Gestalter werden genannt und die gezeigten Räume werden näher beschrieben, übrigens in deutscher und englischer Sprache. Auf den letzten Seiten schließlich lernt man dann die Fotografen kennen.

Besonders beeindruckt bin ich von einem Gästehaus in Lissabon. Juan de Mayoralgo wollte die Gärten von Lissabon in den Interieurs spiegeln. Dies ist ihm gelungen. Der Landschaftsarchitekt hat gemeinsam mit dem Architekt José Adriao in diesem Haus die alten Dielen, Türen und "azulejos" bewahrt. Sehr schön sind die alten Schäferteppiche und andere handwerkliche Gegenstände in der ansonsten modern eingerichteten Wohnung mit weißen Wänden und offenen Türen.

Ein Ort zum Wohlfühlen ist die Atelierwohnung von Marina Faust in Wien mit den vielen Kunstwerken und Büchern und ganz nach meinem derzeitigen Geschmack ist ein von Pierre Jorge Gonzalez und Judith Haase gestaltetes Apartment in Berlin. Klar und hell ist diese Wohnung mit einem tollen Holzboden, vielen Büchern und sehr guten Bildern, die bestens angeordnet sind, so dass die Räume nicht überladen wirken.

Inspiration bieten alle gezeigten Wohnungen, jede einzelne sagt viel über die Gestalter aus. So auch die Kompositionen von John Robshaw, der in sein New Yorker Appartement indonesische Textilien, einen Tisch aus Syrien, ein antikes Schild aus Papua –Neuguinea und Speere aus Nagaland in Ostindien integriert hat.

Ein sehr schöner Bildband, den ich gerne weiterempfehle, an alle, die sich gerne mit Gestaltung und Ästhetik von Wohnräumen befassen.


Hessische Weiberwirtschaften: Refugien für Leib und Seele - 30 Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte
Hessische Weiberwirtschaften: Refugien für Leib und Seele - 30 Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte
von Barbara Goerlich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,80

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen und kommenden Monat besuche ich die "Curry Manufaktur" Wiesbaden.,, 23. August 2013
In diesem wunderbaren, reich bebilderten Buch der Autorin Goerlich und der Fotografin Francisca Endress werden dreißig Wirtinnen in Hessen und deren Lieblingsrezepte vorgestellt.

Zu Beginn hat man Gelegenheit, sich mittels einer Landkarte kundig zu machen, wo genau die beschriebenen Orte liegen.

Fotos von den Wirtinnen, deren Restaurants und den Rezeptergebnissen begleiten die Texte. Stets werden ausführlich und sehr gut die Wirtinnen und ihre Restaurants beschrieben. Man erhält zudem Ausflugtipps und des Weiteren drei Rezepte, mittels denen man sich sehr gut einen Eindruck von dem jeweiligen Kochniveau des Hauses beschaffen kann.

Die äußerst ansprechenden Rezepte sind alle gut beschrieben und lassen sich bestens nachkochen. Die Kontaktdaten und die jeweilige Homepage werden stets genannt, die Öffnungszeiten und Ruhetage werden auch nicht vergessen.

Mich haben natürlich zunächst die Restaurants im Rhein-Main-Gebiet besonders interessiert, denn hier lebe ich. Dabei fand ich ziemlich zu Anfang bereits das Portrait über die Direktorin im Restaurant Opéra und die Alte Oper Gastronomie sehr lesenswert. Das Restaurant ist mir nämlich nicht unbekannt. Ich finde es gut beschrieben. Als Ausflugsziel von dort aus, den Palmengarten zu nennen, ist eine gute Idee. Tolle Rezepte, nicht zuletzt für das Dessert "Erdbeer-Tiramisù mit süßer Frankfurter Grüner Sauce" sind es wert, ausprobiert zu werden, sei es in dem Restaurant selbst oder zu Hause.

Neugierig haben mich einige Restaurants im Odenwald gemacht und noch neugieriger ein Restaurant in Rüdesheim. Hier begann ich mich in das Porträt der Wirtin und ihres Restaurants "Breuer`s Rüdesheimer Schloss" erst einzulesen, nachdem ich mich in das Rezept "Handkäs`mit Rheingauer Musik" vertieft hatte. Dieses Rezept ist mit Abstand das beste für Handkäse, das ich kenne. Das hängt wohl mit den Haselnüssen, den Rosinen und dem guten Rieslingessig zusammen.

Die anderen Rezepte aus diesem Hause sind auch erste Sahne. Mein Vorurteil gegen die Rüdesheimer Gastronomie ist nach Jahren endlich relativiert worden. Schön, dass als Ausflugsziel die Abtei St. Hildegard genannt wurde, denn erst kürzlich haben wir die Weine von dort getrunken und vorgestellt.

Mein nächstes Ausflugsziel wird Limburg sein. Dort möchte ich nicht nur den Dom besichtigen, sondern auch das Restaurant "Himmel und Erde" besuchen. Wie die "Kaninchenkeule und-filet mit heller Balsamico-Sauce" schmecken wird, ahne ich, denn ich kenne ja schon die Ingredienzien.

Ein gelungenes Buch.

PS: Werde jetzt auf den Wochenmarkt gehen und die Zutaten für das "Hessische Kräutersüppchen" besorgen. Das werde ich morgen Mittag kochen, bevor ich mich wieder in meine Bücher vertiefe.


Kluge Gedanken für kluge Frauen
Kluge Gedanken für kluge Frauen
von -
  Pappbilderbuch
Preis: EUR 12,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die größte Klugheit einer klugen Frau besteht darin, ihre Klugheit nicht zu zeigen." (Virgina Woolf), 22. August 2013
Dieses Zitate-Büchlein aus dem Elisabeth-Sandmann-Verlag besticht durch den gelungenen Mix hintergründiger Schwarz-Weiß-Fotos und kluger Sentenzen von klugen Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten für Frauen, die klug sind oder es vielleicht noch werden wollen.

Zitate und Aphorismen schätze ich sehr, weil man durch sie an Erkenntnissen Dritter in wenigen Minuten teilhaben kann und eventuell etwas daraus zu lernen vermag.

Ich nutze Zitate mit Vorliebe als Kopfzeile für Rezensionen, aber auch in Facebook oder auf Twitter, um dort zu sehen, wie meine Leser auf bestimmte Sätze reagieren. Mitunter entwickeln sich daraus sehr bereichende, kleine Dialoge, die ich sehr zu schätzen weiß.

Die Fotos aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts im Buch zeigen unbeschwerte, selbstbewusste, fröhliche Frauen. Dabei werden fotografisch und in kleinen Texten, die Gartenliebe, das Selbstbewusstsein, Katzenglück und Lebenslust thematisiert.

Von allen Sentenzen im Buch hat mir die nachstehende am besten gefallen. Ich stimme der Verfasserin Elisabeth Cady Stanton inhaltlich unumwunden zu, vielleicht weil Mut, (nicht zu verwechseln mit grenzwertigem Übermut) meine Lieblingstugend verkörpert, denn sie erfordert die Überwindung von Ängsten, die einem selbstbestimmten Leben zumeist nur schaden.

"Der beste Beschützer, den eine Frau haben kann, der ihr jeder Zeit und an jedem Ort zur Seite steht, ist Mut. Diesen Mut bekommt sie nur durch eigene Erfahrung, und Erfahrung gewinnt nur, wer etwas wagt."

Dem Personenregister konnte ich entnehmen, dass Stanton eine Pionierin der amerikanischen Frauenbewegung war und von 1815-1902 lebte. Sie wusste demnach, wovon sie sprach.

Ein gelungenes Büchlein, das zum Nachdenken anregt.


Köstlich kochen mit Tee. - Einfache und inspirierende Rezepte.
Köstlich kochen mit Tee. - Einfache und inspirierende Rezepte.
von Tanja Bischof
  Broschiert
Preis: EUR 4,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kochen wir also zukünftig mit Genmaicha und Pao Chon,, 20. August 2013
Tanja und Harry Bischof haben mit diesem kleinen, reich bebilderten Taschenbuch eine bemerkenswerte Rezeptsammlung auf den Weg gebracht, die ich als ungewöhnlich einstufen möchte.

Vorgestellt werden Gericht, in denen Tee eine wichtige Zutat darstellt.

Zunächst lernt man Wissenswertes zu Kräutertees, Früchtetees, Stauch- und Baumtees kennen und wird auch über die feinen Unterschiede von grünem, schwarzem und weißem Tee aufgeklärt. Zu den einzelnen Teesorten erfolgen dann wichtige, allgemeine Aufgussempfehlungen, anschließend gelangt man zum Rezeptteil.

Die Rezepte werden alle sehr gut erläutert. Die Neugierde ließ mich sofort zur Tat schreiten. Probiert habe ich "Fenchelgemüse in Mateee" als Beilage zu pochiertem Fisch. Eine sehr gute Kombi, die irgendwie japanisch anmutet.

Die "Hibiskusblütengötterspeise" mit Himbeeren, Johannisbeeren und Erdbeeren sollte man sich nicht entgehen lassen. Sehr feine Aromen.

Ein rasch zubereitetes Tagesgericht ist beispielsweise das "Linsengemüse in Thymiansauce". Sehr gute Gewürze und Thymiantee sorgen hier für nicht alltägliche Geschmacksnuancen.

Die Salatvinaigrette mit Earl-Grey-Tee habe ich heute zum Tomatensalat verwendet und kann diese Verbindung weiterempfehlen.

Geplant sind in den nächsten Tagen "Gambas in Genmaichateesauce", von den Zutaten her auch nicht uninteressant.

Die fernöstliche Komponente in den Gerichten ist sehr inspirierend. Endlich mal etwas Neues.

Daumen hoch für dieses Rezeptbüchlein.


Aromaküche: Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen
Aromaküche: Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen
von Sonja Hönig, Sabine Obmann, Jürgen Stamms, Peter Aßmuth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "Asia-Garnelen" aus dem Wok sind ein Geheimtipp.,, 18, 18. August 2013
Dass man ätherische Öle auch zum Kochen verwenden kann, ist mir noch nicht lange bekannt. Ich nutzte sie viele Jahre nur zur Raumbeduftung und für Aromabäder.

Die Köchinnen Sabine Hönig und Ursula Kutschera zeigen in ihrem reich bebilderten Kochbuch, wie man mit ätherischen Ölen würzt. Dabei informieren sie zunächst über das Wesen von ätherischen Ölen und erläutern wie man diese gewinnt. Ferner sensibilisieren sie den Leser für Qualitätskriterien beim Einkauf. Die Qualität eines ätherischen Öls bestimmt sich nicht zuletzt dadurch, dass es keine Denaturierung durch Moleküle synthetischer Stoffe geben darf, auch kein Entzug einzelner Anteile mittels Nachdestillation und es muss von Terpenen befreit sowie nicht überoxidiert sein, (vgl.: S.13).

Man erfährt, wodurch Qualitätsminderung zustande kommt, lernt auf die Mindestbeschriftung zu achten und kann sich in eine Reihe von Richtlinien einlesen, die eine sichere Anwendung gewährleisten. Generell gilt, dass man nur naturreine ätherische Öle nutzen sollte, die übrigens zum körperlichen Wohlbefinden beitragen.

Man wird in die Grundlagen der Anwendung sehr gut eingeführt und hat Gelegenheit, sich über mehrere Seiten in Auflistungen der beliebtesten ätherischen Seiten vertiefen, erfährt stets wie man sie in der Aromaküche anwenden kann und liest auch immer die Vorsichtsgebote.

Aufgeklärt wird man des Weiteren über Hydrolate. Das sind Nebenprodukte, die bei der Destillation von ätherischen Ölen entstehen.

Bevor der Rezeptteil beginnt, erfährt man wie man aromatische Vorräte anlegt. Hier werden Rezepte für Würzöle, Würzessige, Würzsalze etc. vorgestellt, zudem erhält man hilfreiche Tricks für die Aromaküche und es wird bestens erläutert, wie man das Kochbuch verwenden soll.

Der Rezeptteil ist untergliedert in:
Kalte Vorspeisen
Warme Vorspeisen und Suppen
Hauptgerichte
Beilagen
Desserts
Getränke
Das passende Menü für fast jeden Anlass

Die Rezepte sind gut erklärt. Es werden viele sinnvolle Tipps gegeben. Die Gerichte sind zumeist mediterran oder asiatisch, was mir sehr gut gefällt. Die vorgestellten Menüs sind zudem wohl durchdacht und finden allesamt meine Zustimmung.

Gestern habe ich den "Avocadosalat mit Shrimps und Limettenöl-Dressing" zubereitet und bin von dem Ergebnis noch immer sehr angetan, weil durch das Limettenöl der Salat noch weitaus fruchtiger daherkommt als mit bloßen ausgepressten Limetten.

Sehr gut auch schmeckt die "Kalte Gurkensuppe mit Koriandersamenöl", die ich mit einem Löffel Shrimps anreicherte und als kalte Vorspeise vor dem Avocadosalat als leichtes Hauptgericht (eigentlich ist er ja eine Vorspeise) auftischte. Den frischen Dill sollte man sehr klein hacken, dann kommt das Aroma besser zu Geltung.

Zum Nachtisch gab es "Obstsalat mit Sanddornöl". Als Früchte verwendete ich 1 Apfel, 1/2 Banane, 10 weiße Trauben, 1 Orange, einige rote Stachelbeeren und eine Bio-Limette. Die Ingredienzien, die im Kochbuch für die Aromatisierung angegeben sind, können sie dort auf Seite 132 nachlesen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass im Buch sehr gute Fleisch- und Fischgerichte zu finden sind, darunter eine "Gefüllte Saiblingroulade mit Paprikasauce", die wirklich überirdisch gut mundet.

Ein Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle, weil es in die Geheimnisse von ätherischen Ölen beim Kochen einweiht und sehr raffinierte Rezepte beinhaltet.


Messe in H-Moll
Messe in H-Moll
Preis: EUR 19,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Bach ist Anfang und Ende aller Musik."  Max Reger,,, 13. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Messe in H-Moll (Audio CD)
Zu hören ist die Messe in h –moll BWV 232 von Johann Sebastian Bach. Die Gesamtspielzeit beträgt 3 Stunden 33 Minuten und 2 Sekunden.

Den drei CDs ist ein Begleitheft beigelegt. Hier erfährt man die Gesamtspielzeit der einzelnen CDs und natürlich auch, was auf den diesen jeweils zu hören ist. Die Lieder sind textlich zudem angedruckt.

Dieses grandiose Werk hat Bach übrigens gegen Ende seines Schaffens verfasst. Die H-Moll-Messe war, wie ich vor Zeiten irgendwann mal von einem Musiklehrer erfuhr, nicht als Zeremonie in der Kirche und möglicherweise auch nicht für eine Aufführung konzipiert.

Bach hat Teile davon aus früheren Stücken übernommen. Dabei stammen einige Sequenzen aus Kantaten. Die Gesamtkomposition ist in 25 Abschnitte gegliedert, von denen zahlreiche unübertroffene Beispiele für die Vielseitigkeit und das Genie Bachs verkörpern. Dieser Komponist war handwerklich souverän, ein außerordentlicher Dramaturg und zudem ein musikalischer Poet.

Gesagt werden muss, dass die Verbindung von Gebet und Gesang, von Überlieferung und Gegenwart nicht nur überwältigend, sondern auch sehr einnehmend ist. Diesem Barockkomponisten gelingt es religiöse Gefühle und eine allgemeine Preisung der Menschlichkeit in Einklang zu bringen.

Zu hören ist das Münchener Bach-Orchester unter der Leitung Karl Richters, sowie der Münchener Bach-Chor. Die vorliegende Bachinterpretation aus dem Jahr 1961 gilt als ein Meilenstein unter den Bachinterpretationen.

Dabei zählt Karl Richter noch immer zu den legendären Bach-­Interpreten. Seine von spätromantischer Musiziertradition geprägten Ausdrucksmittel haben zu einer hochexpressiven Gestaltung geführt, erfährt man in den Begleittexten und man erfährt außerdem, dass mit Solisten wie Dietrich Fischer-­ Dieskau, Hertha Töpper, Ernst Haefliger und vielen anderen diese historische Einspielung ein Muss für jeden Bach-­Liebhaber sei. Die möchte ich bestätigen.

Als Bonus enthält diese CD­Box die Kantate BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“.

Sehr empfehlenswert.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20