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Beiträge von Helga König
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Rezensionen verfasst von
Helga König
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Schuh Guide für Männer
Schuh Guide für Männer
von Bernhard Roetzel
  Gebundene Ausgabe

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für den Mann von Welt,,, 22. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Schuh Guide für Männer (Gebundene Ausgabe)
Ob ein Mann wirklich gepflegt ist, erkennt man blitzschnell an dessen Schuhen und an diesen auch kann man seinen Geschmack am besten ablesen. Bitte nicht gleich widersprechen, sondern lieber erst mal gezielt beobachten... Sie werden sich wundern, was Schuhe Ihnen über dessen Träger zu berichten vermögen. Sie nämlich sind ganz schön entlarvend.

Im vorliegenden Buch geht es nicht um Schuhpsychologie, sondern um Warenkunde. Der Autor Bernhard Roetzel berichtet zunächst einmal Wissenswertes zur Schuhgeschichte und vergisst nicht zu erwähnen, dass Schuhmode ein "wahrhaft, visueller Zeitzeuge" ist, der nicht wenig über die Lebensumstände der Menschen berichtet. Einst wurde Schuhe von Generation zu Generation weitergegeben. Die Materialien wurden aus fremden Ländern herbeigeschafft und von sehr guten Handwerkern zu "wahren Kunstwerken" verarbeitet.

Im Schuh Guide werden die modischen Vorlieben des 20. Jahrhunderts aufgelistet und es werden kultige Schuhe gezeigt, die damals und noch heute von jungen Männern getragen wurden und werden. Nicht aus der Mode gekommen sind die Pennyloafers. Gibt es noch Gesundheitslatschen? Wie gut, dass ich mich an dieser Stelle nicht über die Psyche der Träger auslassen muss.

Die europäische Schuhmode begann übrigens mit den griechischen und römischen Sandalen. Wie Schuhe hergestellt werden, erfährt man in diesem bemerkenswerten Sachbuch natürlich auch und lernt, dass Passform, Größe, Ledersorte und Machart das Aussehen eines Schuhs prägen. In der Folge wird man sehr gut über Passform und Leisten, das Größensystem und über das Leder und dessen Verarbeitung und die Sorten aufgeklärt und liest auch welches Leder für hochwertige Schuhe zum Einsatz kommt. Aufmerksam habe ich die Methoden der Schuhherstellung studiert. Jede Machart hat Vor- und Nachteile, die aufwendigste ist übrigens die rahmengenähte Verarbeitung.

Man lernt viel über die Schuhsohlen und erhält immer wieder Antworten auf Fragen, die sich rund um den Schuh ergeben. Vorgestellt werden u.a wichtige Schuhmodelle. Diese werden genau beschrieben und man erhält auch einen visuellen Eindruck davon. Mir gefallen hochwertige Loafers an Männerfüßen sehr gut. "Tassels" mit diesen albernen Zierbommeln finde ich weibisch. Immer wieder schön ist natürlich der "Budapester" und Gefallen finde ich auch an dem Malton von Trickers, der sehr gut auf schwarzen Jeans ausschaut.

Über diverse Arten von Schuhläden liest man Näheres und erhält gute Tipps für den Schuhkauf, erfährt Interessantes zu rahmengenähten Schuhen und kann sich in die großen Marken edler Schuhe vertiefen zudem liest man Näheres über Maßschuhmacher aus aller Welt und ist hinterher mal wieder etwas aufgeklärter, was sich als Vorteil beim Neuerwerb von Schuhen erweist.

Freizeitschuhe werden auch zur Sprache gebracht, sogar Hausschuhe und Sandalen, dabei sind auch diese spießigen Birkenstockteile, strandtaugliche Leinenschuhe und Sneakers und man staunt, wie viele Marken es doch gibt. Auch Männer lieben schöne Schuhe, sieht man mal von den ignoranten Schuhmuffeln ab. Das lernt man spätestens in diesem Buch, zugegeben, ich weiß es schon seit Jahrzehnten. Schon mein Urgroßvater schätzte qualitativ hochwertige Schuhe und erläuterte immer wieder den Vorteil: Die Langlebigkeit.

Golfschuhe, Laufschuhe, Stiefel, Wanderschuhe und Bergschuhe werden vorgestellt und es wird sogar erklärt, wie ein Gummistiefel entsteht. Bei den Stiefeletten gelten braune Chukka Boots als das Muss für den eleganten Herrn. Männern, die Cowboystiefel tragen, fehlt es an Eleganz.

Wie man Schuhe hegt und pflegt wird gut erklärt, auch was getan werden muss, damit ein Schuh lange lebt. Gezeigt wird, was man zur Pflege benötigt, wie man Schuhspanner einsetzt, Rauhleder reinigt, wie Schuhe repariert werden und weshalb man Schuhanzieher nutzen sollte.

Sehr gut legt der Autor dar, wie man Schuh und Kleidung kombiniert, natürlich spielt für das Gesamtbild auch der Strumpf eine nicht unwesentliche Rolle.

Toll finde ich Überschuhe von SWIMS, um hochwertige Leder- Lack- und Wildlederschuh bei Schmutzwetter zu schützen. Nichts schlimmer als garstige Schneeränder auf Rauhlederschuhen.

Ein sehr gutes, hilfreiches Buch. Hoffentlich gibt es bald ein Pendant für Damenschuhe.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2016 2:38 PM MEST


100 Contemporary Fashion Designers: 2 Volumes (25)
100 Contemporary Fashion Designers: 2 Volumes (25)
von Terry Jones
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Be true to what you believe in and follow your passions." (Giorgio Armani), 19. September 2013
In einem schön gestalteten Schuber befinden sich zwei Bildbände, die Modefreunde, das kann ich versichern, wirklich begeistern werden. Vorgestellt werden 100 zeitgenössische Designer mittels Textporträts, die in englischer, deutscher und französischer Sprache abgedruckt sind. Zudem hat man die Chance, Interviews in englischer Sprache mit den einzelnen Designern zu lesen. Dazu gibt es noch jeweils eine Reihe von schönen Modefotos, die dem Betrachter einen Eindruck vom gestalterischen Können der einzelnen Designer verschaffen.

Im ersten Band sind die Designer, deren Nachnamen mit A- K beginnen, versammelt; die Designer, deren Nachnamen mit L-Z anfangen, werden im 2. Band vorgestellt.

Herausgeber des Werkes ist TerryJones, der seine Karriere in den siebziger Jahren als Art-Direktor bei Vanity Fair und Vogue UK begann und sich in der Modewelt wie kaum ein anderer auskennt. Bei der Auswahl von ursprünglich 160 Namen, hat er versucht einen Querschnitt zu bieten und zwar von "hochverehrten Titanen der Branche bis hin zu aufregenden neuen Talenten, die noch permanent ums Überleben kämpfen." Terry Jones philosophiert eingangs über Mode und weiß, dass jede Saison eine neue Herausforderung bedeutet. Über diese Herausforderungen schreibt er zunächst, bevor die Designer und deren Ideen des Schaffens dokumentiert werden.

Die vielen Porträts und Interviews sind zu unterschiedlich, als dass ich sie auf einen Nenner bringen könnte. Insofern versuchte ich in den Werken der einzelnen Designer die unterschiedliche Interpretation des Zeitgeistes zu erforschen und zu ermitteln, was mir gefällt und weshalb.

Giorgio Armani bewundere ich aufgrund seines Könnens und seiner Fähigkeiten. Nach fast 50 Jahren harter Arbeit umfasst seine Marke heute sechs große Modelinien, aber auch andere Bereiche, die im Buch erwähnt werden. Dass er einen Teil seines materiellen Erfolgs für Hilfsprojekte zugunsten unterprivilegierter Kinder nutzt, macht mir diesen wunderbaren Designer sehr sympathisch, weil er durch sein Engagement beweist, dass er mit seiner Gabe, dankbar umzugehen in der Lage ist. Das können nur wenige.

Zunächst wollte ich alle Designer im Buch hier auflisten, kam von diesem Vorhaben aber wieder ab. Wann ist jemand in der Branche wirklich fähig? Marc Jakobs ist es, denn er schafft es, Saison für Saison vorherzusagen, was Frauen in der Welt überall tragen möchten. Er hat ein Gespür für den Zeitgeist, der sich in der Mode niederschlägt und hier in Farbe und Form und bestimmten Materialien.

Ich halte Wolfgang Joop für einen der intellektuellsten Köpfe in der Branche, neben Lagerfeld natürlich und meine, dass Wolfgang Joop ein sehr feines Gespür für den Zeitgeist hat. Das Interview mit ihm habe ich mit großem Interesse gelesen und in wenigen Worten, die so viel beinhalten, erfahren, was seine Philosophie und seine Definition von Schönheit ist. Einen solchen geistigen Hintergrund braucht man neben dem Gefühl für den Zeitgeist auch, um ein wirklich guter Designer zu sein.

Beim Buchstaben L werden die Leser durch drei große Namen erfreut- Christian Lacroix, Karl Lagerfeld und Ralph Lauren. Dabei ist Karl Lagerfeld selbstverständlich der Inbegriff des Modeschöpfers, der mich nicht nur wegen seines Könnens als Designer beeindruckt, sondern auch wegen seiner Privatbibliothek, die 230 000 Bände umfasst.

Die Antworten auf die Fragen, die die Designer gestellt bekommen, sind sehr verschieden und hängen wohl auch mit der Sozialisation und den Erfahrungen der Einzelnen zusammen. Diese fließen in die Betrachtung des Moments mit ein und führen zu unterschiedlichen Überlegungen, die sich im jeweiligen Design niederschlagen.

Bei allem Schauen und vielleicht auch spontanem Beeindruckt-Sein kehre ich am Ende zu Armani zurück. Ihn begreife ich am besten, sei es in seiner Philosophie oder seiner Definition von Schönheit und in allem, was er kreiert. In irgendeiner Form ist seine Betrachtung des Zeitgeistes zeitlos. Er schafft es, die Ewigkeit des Moments zu gestalten, schlicht und elegant zugleich. Einfach wunderbar.

Sehr empfehlenswert.


Dan May's Chili Kochbuch: Fabulously fiery recipes for chilli fans
Dan May's Chili Kochbuch: Fabulously fiery recipes for chilli fans
von Dan May
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manche mögen es heiß. Bitte sehr, hier finden Sie alles, was Sie benötigen, auch Chipotle,, 19. September 2013
Eine Rezeptsammlung, die als Chili-Kochbuch auf den Markt gelangt, macht mich per se neugierig, weil mir die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Chili seit ewigen Zeiten bekannt sind und ich Chiliflocken aus diesem Grund täglich an diverse Speisen, die ich zubereite, verwende. Chili, Chiliflocken aber auch Chilipulver enthalten Capsaicin. Dieser Wirkstoff stärkt das Immunsystem, erweitert die Gefäße, regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an. Fette Speisen werden bekömmlicher und man fühlt sich rascher satt.

Der Autor dieses Buches ist Dan May. Die vielen schönen und zudem appetitanregenden Fotos hat Peter Cassidy realisiert.

Zunächst erfährt man Wissenswertes über die Geschichte und die Verbreitung der Chilis, die übrigens ursprünglich aus dem nördlichen Amazonas-Becken stammen. Als älteste Sorte gilt dabei der wild wachsende Tepin. Spanische und portugiesische Mönche des 16. Jahrhunderts experimentierten bereits in ihren Küchen mit Chilis. Diese vermochten sich aber nicht von dort direkt in Europa ausbreiten, sondern nahmen den Umweg über Indien. Wie man erfährt, werden heute weltweit jährlich über sieben Millionen Tonnen Chilis angebaut.

Über den gesundheitlichen Nutzen wird man sehr gut aufgeklärt, liest auch Näheres zur botanischen Bestimmung, erhält einen brauchbaren Leitfaden für die eigene Chili-Aussaat und ausführliche Informationen darüber, woher die Schärfe im Chili kommt.

Nach den allgemeinen Erläuterungen folgen die Rezepte. Untergliedert in:

Suppen und Salate
Vorspeisen und Snacks
Hauptgerichte
Beilagen
Saucen, Salsas und Marinaden
Desserts und Getränke

Die Rezepte werden alle schrittweise und gut erklärt. Es werden stets spezielle Chilis für das jeweilige Gericht empfohlen und zumeist hilfreiche Tipps erteilt. Ein Foto vom Kochergebnis rundet stets die Rezeptvorstellung ab.

Sehr delikat sind übrigens die "Gegrillten Garnelen in Chili-Soja-Marinade", ein Snack, der sich als Imbiss eignet, wenn Gäste unerwartet kommen. Außerordentlich gute Hauptgerichte, speziell für Fleischesser, darunter "Stracotto die Manzo", ein italienischer Schmorbraten, das "Extrascharfes Texas –Chili", das bislang beste Chili-Rezept, das ich kennen lernen durfte und ein "Provenzalischer Lammtopf" warten darauf zubereitet zu werden. Allen Speisen gemeinsam sind interessante Würznoten, die durch Vielfalt und harmonische Abstimmung beeindrucken.

Bei den Fischgerichten empfehle ich besonders den "Gebratenen Lachs mit Salsa-Verda-Füllung", "Cacciucco", ein italienisches Fischragout, sowie ein hocharomatischer "Fischeintopf nach Cajun-Art".

Sehr neugierig haben mich die Saucengerichte werden lassen. Überzeugt hat mich hier am meisten die "Oliven-Kapern-Sauce", die ganz hervorragend zu hauchdünnen Nudeln passt.

Wer mag, kann die "Ingwer-Chili- Trüffelpralinen" zubereiten oder alternativ eine "Perfekte Bloody Mary". Die Rezepte machen auch in diesem Fall neugierig.

Ich habe mich soeben für ein "Indisches Linsengericht" entschieden, dem ich noch etwas "Umami" beizufügen gedenke und freue mich schon jetzt auf das Geschmacksergebnis.

Empfehlenswert.


Das große Buch der Pasteten (TEUBNER Edition)
Das große Buch der Pasteten (TEUBNER Edition)
von Teubner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 79,90

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Kochbuch., 13. September 2013
"Das große Buch der Pasteten", versehen mit drei Lesebändchen, ist in einem braunen Schuber verborgen. Das ist viel besser als einst die normalen Schutzumschläge, die aufgrund des häufigen Gebrauchs des jeweiligen Buches irgendwann entsorgt werden mussten und insofern ihren Zweck nicht mehr erfüllten.

Zunächst Grundsätzliches: Die vielen appetitanregenden Fotos in diesem Buch stammen von Michael Holz. Nach einer kurzen Einleitung ist das Buch in drei große Abschnitte untergliedert: Warenkunde, Küchenpraxis, Rezepte. Dazwischen gibt es dann 18 hochinformative Beiträge, sogenannte "ausgeplauderte Küchengeheimnisse" rund um die Pasteten, die dieses großartige Werk wissensmäßig abrunden.

Mit einem Beitrag aus den ausgeplauderten Küchengeheimnissen nimmt das Buch seinen Anfang. Hier geht es um die "Pastenbäckerei: Eine kulinarische Erfolgsgeschichte". Pasteten wurden bereits in der Antike zubereitet, später dann waren sie im Orient an den Höfen der Kalifen sehr beliebt und gelangten aufgrund von Handelsverbindungen schließlich an die Höfe des spätmittelalterlichen Europas.

In der Form wie wir heute Pasteten kennen, gelangten sie aus Italien nach Frankreich. Dort wurde die Paté zur Domäne spezieller Pastetenbäcker oder Patissiers. Wer mehr über die Geschichte der Pasteten erfahren möchte, sollte diese kulinarische Erfolgsgeschichte erst lesen, um sich anschließend in die Pasteten-Zutaten zu vertiefen. Abgehandelt werden zuallererst die Grundzutaten. Hier wird auch ausdiskutiert, welches das geeignetste Pastetenmehl verkörpert.

Farcen und Füllungen kommen zur Sprache und eine Fülle von Pastetengewürzen sowie diverse Kräuter für Pasteten und Terrinen. Auch Salze, Wein und andere Würzmittel, sowie Binde- und Geliermittel werden vorgestellt. All dies muss man aufmerksam lesen, wenn man sich wirklich auf das Projekt "Pastete" einlassen möchte. Dann erst sollte man sich damit befassen, wie man Pasteten zubereitet. Aufgeklärt wird man in einem dieser Küchengeheimnis-Beiträge über die notwendigen Küchengeräte und erfährt auch wie man Pastetenmürbeteig, Pastetenblätterteig und Pastetenhefeteig zubereitet. Besonders interessant finde ich, wie man Blätterteigpasteten bäckt. Das habe ich auch sofort ausprobiert, weil mir die Pastetenhäuser aus dem Supermarkt nicht gefallen und man vor Ort leider keine anderen bekommt. Man kann die Pasteten für Ragout Fin auf Vorrat herstellen und genau das habe ich getan.

Gewürzmischungen beziehe ich normalerweise bei Alfons Schuhbeck, das hat mich aber nicht daran gehindert, die Gewürzmischungen aus dem Buch herzustellen, um damit die Farcen zu würzen, die hier im Einzelnen bestens vorgestellt werden. Sehr gut wird erläutert wie man Farcen zubereitet, Pasten füllt, dekoriert und bäckt.

Man erhält bemerkenswerte Einblicke in die Pastetenküche, lernt auch Terrinen herzustellen. Im Gegensatz zur Pastete kommt die Terrine übrigens ganz ohne Teighülle aus. Es wird u.a. auch gezeigt wie man Timbale zubereitet und wie man Mousse, Parfaits und Sülzen, auch Fonds sowie Jus herstellt. Zudem lernt man Deck- und Füllgelee zuzubereiten, ferner auch Deckensaucen und begleitende Saucen zu kreieren.

Vielleicht fühlt sich der eine oder andere etwas überfordert, wenn er sich das erste Mal in die umfangreichen Informationen vertieft. Keine Angst, es funktioniert relativ einfach, wenn man genau das tut, was im Buch vorgegeben ist.

Der Rezeptteil ist in fünf Kapitel untergliedert:
Gemüsepasteten und -Terrinen
Fischpasteten und -Terrinen
Fleischpasteten und –Terrinen
Wild- und Geflügelpasteten
Käse- und Dessertpasteten

Die einzelnen Rezepte sind schrittweise sehr gut erläutert und man hat die Gelegenheit anhand der Fotos sich einen Eindruck von den Rezeptergebnissen zu verschaffen.

Da mein Gatte und ich an Wochenenden stets Verkostungen sehr hochwertiger Weine vornehmen, über die wir dann auch schreiben, kommt mir dieses Buch überaus entgegen, weil ich stets kleine Speisen zubereite, die mit den Weinen harmonieren sollen. Für heute Abend habe ich übrigens die "Pfifferlingsterrine mit Petersilienbrioche und Apfelpesto" (dazu gibt es ein Glas Moselriesling) zubereitet und die Zutaten auf 2 Personen runtergerechnet. Zudem habe ich noch eine "Kalbfleisch-Schinken-Pastete" kreiert. Dazu werden wir einen Rotwein aus dem Piemont trinken. Auf den Madeiragelee als Deko habe ich verzichtet, weil er geschmacklich vermutlich nicht so gut mit dem Rotwein harmoniert. Sowohl die Terrine als auch die Pastete ließen sich einfach zuzubereiten.

Ich habe alle Rezepte im Buch aufmerksam gelesen, dabei festgestellt, dass man sich stets sehr viel Mühe bei der Auswahl der Ingredienzien gegeben hat und die Speisen geschmacklich insofern sehr verschieden sind. Viele sehr gute Vorspeisen, auch Rezepte für Tellergerichte an Weinabenden, köstliche Nachspeisen und Rezepte für festliche Menüs lassen die Herzen der Hobbyköche höher schlagen.

Die "Tomatensaftsülze Caprese" mit Büffelmozzerella empfinde ich als ideale Vorspeise zu einem mediterranes Fischmenü. Dabei denke ich an Doraden in der Salzkruste gegart als Hauptgang.

Die "Steinpilzterrine" wiederum ist der ideale Beginn eines Wildmenüs. Durch den Kümmel erhält die Terrine eine pikante Note. Zudem sind die Pilze verdaulicher.

Die Fischterrinen werde ich in diesem Herbst alle zubereiten, weil sie bestens mit Weißweinen harmonieren. Hergestellt habe ich bereits die "Lachsterrine mit Wasabicreme". Sie hat sehr gut zu einem Glas trockenen Rheingauriesling geschmeckt und ließ sich problemlos zubereiten. Auch die "Krabbensülze aus dem Glas" war vorzüglich und hat Freunden ebenfalls gemundet.

Demnächst plane ich die "Thunfisch-Garnelen-Empanadas" zuzubereiten. Die Füllung mutet ostasiatisch an, der Teig eher südamerikanisch. Für Weinabende mit Freunden finden sich hier im Buch tolle Rezepte für Gerichte wie etwa "Hackfleischpastete","Kasseler im Brotteig mit Macadamianüssen", auch "Terrine vom Schwein im Parmaschinkenmantel". "Rustikale Leberpastete" oder auch eine "Bauernpastete vom Lamm". Alles problemlos zuzubereiten, wie ich weiß, da ich viel Erfahrung im Herstellen von Terrinen und Pasteten gesammelt habe und die Tücken in Rezepten beim Lesen aufzuspüren in der Lage bin.

Die "Wildschweinterrine mit Äpfeln und Sellerie" werde ich im November zubereiten und meinen Eindruck dann in die Rezension einfügen. Das Rezept selbst klingt wahrlich vielversprechend. Dazu werden wir eine Flasche Barolo trinken. An Weihnachten ist dann wohl als Vorspeise "Fasanenterrine mit Haselnusscrumble" angesagt. Ob es als Nachspeise "Marzipanpasteten mit Apfelrosinen Füllung" gibt oder aber eine "Eisterrine mit Baumkuchenmantel", weiß ich noch nicht. Der Baumkuchenmantel ist eine echte Herausforderung. Genau solchen stelle ich mich immer gerne, weil ich wissen will, ob ich es kann, bzw. wie lange ich üben muss, bis ich es kann.

Dieses Buch ist ein Traum. Überirdisch gute Rezepte für alle Anlässe im niveauvollen Rahmen.

Sehr, sehr empfehlenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2014 9:55 PM CET


Living in Style Mallorca (Styleguides)
Living in Style Mallorca (Styleguides)
von Tiny von Wedel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Menschen, die das Schöne lieben. Sehr inspirierend.,, 13. September 2013
Herausgeberin dieses wunderschönen Bildbandes ist die in zeitweilig auf Mallorca lebende Aristokratin Christine von Auersberg. Sie hat die Türen bemerkenswert wohlgestalteter Domizile auf Mallorca für dieses Buch-Projekt geöffnet und präsentiert das interessante Zusammenspiel von Farbe, Licht und edlen Materialien dem geneigten Leser und Betrachter.

Den Fotos, die das Innenleben der Domizile zeigen, sind erläuternde Texte in englischer, französischer und deutscher Sprache beigegeben. Für Menschen, die sich schöner Dinge neidlos erfreuen können, ist ihr Werk, das schon einmal vorweg, ein wahrer Hochgenuss.

Die Texte stammen von Tina von Wedel, die seit 2001 primär auf Mallorca lebt. Für mich, die ich ein Faible für interessant eingerichtete Wohnungen habe, befriedigen die Bilder meine Neugierde. Es gibt so viel zu sehen. Wohlgeformter Luxus in traumhaften Farben, Kunst sehr gut platziert, Bücher wohlgeordnet oder hübsch drapiert und Vorhänge, die die Leichtigkeit des Südens spiegeln.

Gezeigt wird u.a. ein ehemaliger Bischofssitz aus dem 13. Jahrhundert, den der Architekt Antonio Obrador neu gestaltet hat. Auf einer Wohnfläche von 800 Quadratmetern leben die Eigentümer in einer harmonischen Mischung aus zeitgenössischer Kunst und Antiquitäten. Es ist ein großes Vergnügen einzelne Räume bestaunen zu können, nicht zuletzt ein Speisezimmer mit orangefarbenen Vorhängen und einem Geschirrschrank in dieser Farbe, die bekanntermaßen appetitanregend ist. Sogar eine Kapelle scheint es in diesem Haus zu geben. Hoffentlich zeigt der vermögende Besitzer seine präsentierte Frömmigkeit auch durch gute Taten.

Immer wieder lernt man umgestaltete alte Herrenhäuser und Paläste kennen, die geschmackvoll eingerichtet sind, so auch die Räume in einem Stadtpalast aus dem 16. Jahrhundert in der Altstadt Palmas, die von Skandinaviern bewohnt werden. In die bodenlangen Vorhänge habe ich mich sofort verliebt: Cremefarbene Seide mit zwei weinroten Streifen am unteren und oberen Rand. Verliebt auch habe ich mich in die Bibliothek, die vielleicht ein wenig mehr Licht benötigt.

Auch modern eingerichtete Räume lernt man kennen, sehr schön, aber nicht immer meinem Geschmack entsprechend. Gefallen hat mir "Son Silvestre" ein traditionell mediterranes Herrenhaus, modern umgesetzt. Einer der gezeigten Räume besticht durch die Terrakotta-Wandfarbe. Sie bricht das helle Farbkonzept des Hauses. Tolle Idee.

Unmöglich all die Domizile zu beschreiben. Wichtig ist, sich inspirieren zu lassen. Man muss kein Haus in Mallorca planen, noch nicht einmal eine Wohnung neu einrichten, es genügen einige Veränderungen bereits im häuslichen Umfeld und man hat das Gefühl eines Neuanfangs.

Allen, die in diesem wunderbaren Wohnungen leben, wünsche ich vor allem Freude, Dankbarkeit und Demut. Es ist eine Gnade in solch schöner Umgebung leben zu dürfen und man sollte jeden Tag ein kleines Opfer bringen, um Fortune gnädig zu stimmen. Fortune ist ein scheues Reh. Dessen muss man sich immer bewusst sein.

Sehr empfehlenswert.


Musica: Die großen Komponisten und ihre Zeit
Musica: Die großen Komponisten und ihre Zeit
von Dr. Dorottya Fabian
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jede Inspiration ist nur eine Erfahrung." (Charles Ives), 9. September 2013, 9. September 2013
Dieser Prachtband wird all jene erfreuen, die klassische Musik lieben und deshalb auch etwas über die Komponisten und ihre Zeit wissen möchten.

Nach einer mehrseitigen allgemeinen Einführung von Dr. Dorottya Fabian und vorangegangener Vorstellung der Mitwirkenden an dem Projekt "Musica" hat man Gelegenheit sich zunächst in nachstehende Kapitel zu vertiefen:

Komponisten des Vorbarock- Musik vor 1600
Barock um 1600-1750
Klassik um 1750-1820
Romantik um 1800-1890
Spätromantik um 1860-1920
Neue Musik- Nach 1900 geborene Komponisten

Jedes dieser Kapitel nimmt mit einer epochenbezogenen Einführung seinen Anfang. Man erfährt dabei zu allererst, dass im 12. Jahrhundert die Musik überwiegend für religiöse Zwecke komponiert wurde und die meisten Notenblätter aus Klöstern und anderen Bildungsinstituten stammten. Die erste Person im Buch, die wegen ihrer Kompositionen vorgestellt wird, ist übrigens eine Frau: Hildegard von Bingen (1098-1179). Ihr Leben und Werk wird vorgestellt, auch ihre Visionen und schließlich erfährt man darüber hinaus mehr über sie als Komponistin. Das von ihr stammende Musikdrama "Orda virtutem" ist das einzige mittelalterliche Musikdrama dessen Komponist bekannt ist. 18 Sängerinnen stellen in diesem Drama die Tugenden und deren Königin, die Demut dar.

Über Europa im 11. und 12. Jahrhundert wird man aufgeklärt, liest über Troubadoure und Kreuzzüge, um anschließend mehr über den berühmtesten Komponisten und Dichter im Frankreich des 14. Jahrhunderts, Gaullaume de Mauchaut, zu erfahren. Auf diese Weise setzt sich das Buch fort und stellt eine Vielzahl von Komponisten in ihre Zeit, lässt darüber nachdenken wie politische Stimmungen Komponisten beeinflussten und wie diese den Zeitgeist in die Musik einfließen ließen.

Zahlreiche der vorgestellten Komponisten des Vorbarock kannte ich bislang noch nicht und bin hocherfreut, dass man neuerdings die Chance hat, sich einige von deren Stücken im Internet spontan anzuhören.

Nicht nur die Komponisten und ihre Zeit werden thematisiert, auch Instrumente, die man heute kaum noch kennt, wie das Cembalo. Bei allen Beschreibungen faszinieren natürlich die Bilder dieses Nachschlagewerkes, die dem Leser die beschriebenen Zeitläufte ganz nahe bringen.

Ich vertiefe mich in die Informationen zu Corelli (1653-1713), dessen Kompositionen ich so sehr liebe und erfahre mehr über seine Sonaten, die sich in zwei Hauptarten untergliedern lassen. Auf den Seiten 86-87 lerne ich Barockinstrumente kennen. Außer der Gambe war mir bislang keines der vorgestellten Instrumente vom Namen her geläufig, wohl habe ich sie schon auf Gemälde gesehen, wusste sie jedoch nicht zu bezeichnen. Nun kann ich es und weiß genau wie sie funktionieren.

Sehr gut wird der von mir geliebte Tomaso Albioni (1671-1751) porträtiert. Er war einer der bedeutendsten Komponisten des italienischen Spätbarock. Natürlich erfährt man Näheres zu seinen Werken. Das Adagio in g-Moll gehört nicht dazu, denn dieses wurde von Remo Giazotto verfasst.

Ein Fülle von Daten und Fakten warten auf den Leser, auch was Johann Sebastian Bach anbelangt und man kann sich später dann mit den Grundsätzen des Barock befassen. Es führt zu weit, im Rahmen der Rezension all die Komponisten zu nennen, die im Buch aufgeführt sind. Sehr gut ist Mozart porträtiert. Hier auch liest man, dass Mozart glaubte, die Klarinette ähnle der menschlichen Stimme. Das empfinde ich genau so, wenn ich sein Klarinettenkonzert in A, K vernehme. Habe das Stück zur Veranschaulichung auf Twitter verlinkt. Hören Sie bitte aufmerksam zu und achten darauf, was die Stimme Ihnen sagt.

Ich lese über Beethoven und denke an eine Zeit zurück als ich ihn Stunde um Stunde hörte und betete, dass die Zeit nicht weiter voranschreiten möge. Sie tat es dennoch und mit der fortschreitenden Zeit begann ich mich auch von meiner Affinität zu Chopin zu lösen, über den man hier im Buch sehr gut unterrichtet wird. Die Liebe zu Beethoven ist unvergänglich. Neuerdings mag ich Satie, der zu Beginn seiner Karriere seine berühmtesten Stücke schrieb, kurze Klavierstücke, einfach wiederholend und modal. Dieser Vorläufer des Minimalismus wird übrigens sehr gut im Buch dargestellt.

Ihm folgt eine Vielzahl anderer Komponisten, auch Rachmaninow, dessen Sinfonie No.1 ich gerade neu erworben habe. Dazu zählt der von mir sehr geschätzte Joaquin Rodrigo, über den ich endlich mehr in Erfahrung bringen kann, denn bislang kannte ich nur seine Musik. Doch ich will Neues kennen lernen, darin liegt stets mein Bestreben und werde Seite um Seite bereichert, höre mir im Internet Stücke der vorgestellten Komponisten an und erfreue mich wie so oft der Vielfalt. Nichts ist schöner als die Vielfalt. Sie nämlich ist göttlich.

Aufmerksam lese ich mehr zu Samuel Barber und informiere mich über seinen Stil im Kontext der Zeit, finde dass die Seiten zu Leonard Bernstein gelungen sind. Das meine ich beurteilen zu können, da ich vor einigen Monaten erst eine Biographie über ihn gelesen habe. In Bernstein muss man sich verlieben. Es bleibt einfach nicht aus.

Sehr gut gefällt mir die Beschreibung der vielen Musikinstrumente, die Erläuterungen zum Aufbau eines Orchesters die visuelle Präsentation großer Konzerthäuser im letzten Teil des Buches, das ich als wirkliche Bereicherung meiner Bibliothek empfinde. Sehr empfehlenswert.


Werke der Freiheit: Woyzeck Lenz Dantons Tod Leonce und Lena (Klassiker der Weltlitartur)
Werke der Freiheit: Woyzeck Lenz Dantons Tod Leonce und Lena (Klassiker der Weltlitartur)
von Georg Büchner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 6,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!",, 9. September 2013
(Georg Büchner, Dantons Tod, II. Akt 5. Szene, S.49)

"Woyzeck", "Lenz", "Dantons Tod" und "Leonce und Lena" habe ich immer wieder einmal gelesen, nicht zuletzt weil mich mit Georg Büchner, dem Autor dieser Werke, der Geburtsort verbindet und er mich als Person von Kind an fasziniert hat, weil er sich aufgrund seiner Freiheitsliebe und seines sozialen Engagements von vielen seiner Zeitgenossen abhob.

Gerade gestern Nachmittag ging ich an seinem Geburtshaus erneut entlang und musste, wie so oft, an seinen Mut denken. Mut ist in meinen Augen die wichtigste aller Tugenden.

Shakespeare sagte einst: "Der echte Adel weiß von keiner Furcht". Büchner besaß diesen Seelenadel, von dem Shakespeare, wie ich vermute, in seiner Sentenz spricht und diese Furchtlosigkeit machte Büchner zu einem Ausnahmemenschen.

Von der Obrigkeit verfolgt und vom einfachen, von der Obrigkeit manipulierten Volk gehasst, ließ er sich trotz seiner jungen Jahre nicht beirren. Heinrich Böll sagte zu Recht "Die Unruhe, die Büchner stiftet, ist von überraschender Gegenwärtigkeit, sie ist da, anwesend hier im Saal. Über fünf Geschlechter hinweg springt sie einem entgegen." Schön, dass der Marixverlag dieses Zitat auf der Rückseite des Buchumschlags verewigt hat und lobenswert auch die gesprengte Kette auf der Vorderseite. Diese gesprengte Kette hätte Büchner für seine "Werke der Freiheit" gewiss gefallen.

Über den Inhalt der vier Werke, die mittlerweile gottlob an vielen Schulen gelesen werden, wissen jüngere Generationen, so hoffe ich, Bescheid. Dass es Büchner in diesen Werken darum ging, gesellschaftliche Zwänge, in denen wir uns letztlich alle befinden, darzustellen und zu zeigen was die Zwänge aus Menschen machen, auch wie sie hierdurch zu Handlungen getrieben werden, die sie vielleicht gar nicht wollen, das ist das Thema des Dichters aus Goddelau, der in Zürich im Alter von 23 Jahren an Typhus sterben musste.

Ich schätze Büchners Werk "Dantons Tod" am meisten, habe vor Jahren dazu auch eine Rezension verfasst.

Woyzeck ist mir stets fremd geblieben, ein Getriebener, kein handelndes Subjekt.

Büchners zeitsatirisches Lustspiel "Leonce und Lena" mag ich, nicht zuletzt wegen seiner politischen Anspielungen und der literarischen Seitenhiebe. Ich hatte das Vergnügen es vor vielen Jahren in einem Landestheater zu sehen. Das arrogante Bildungsbürgertum klatschte an den falschen Stellen. Ein satirischer Moment, der von Büchner gewiss vergnügt zur Kenntnis genommen worden wäre.

Das Novellenfragment "Lenz" sollte man lesen und mit Freunden über den Inhalt des Fragments diskutieren. Das lohnt sich, sofern die Freunde aufgeschlossene Intellektuelle sind.

Da man vier Werke im Rahmen einer Rezension nicht breitgefächert abhandeln kann, bleibt es bei obigem gemeinsamem Betrachtungsergebnis, in dem angeführt wird, worum es Büchner letztlich in all diesen Werken geht. Inhaltsangaben sind nicht Thema dieser Rezension. Hierzu schreibt Wikipedia für Nichtkenner Wissenswertes.

Wer Büchners Werke der Freiheit in seinem Bücherschrank als Sammelband besitzen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist außerordentlich gut. Meine uralten Reclam-Heftchen habe ich trotz des Neuzugangs nicht entsorgt. Ich brächte dies einfach nicht übers Herz.

Empfehlenswert.

PS: Amazon hat das falsche Cover abgebildet.


Zart, leicht & locker Biskuit
Zart, leicht & locker Biskuit
von Oda Tietz
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verlockend locker., 9. September 2013
Als einen der schlimmsten Angriffe auf den Ruf exzellenter Backwaren begreife ich die Biskuitbilligprodukte aus dem Supermarkt. Besagter Industriemüll hat diese köstliche französische Leckerei in Verruf gebracht. Ganz zu Unrecht, denn ein selbst hergestellter Biskuit mit ausgewählten Produkten kann überaus gut schmecken, wenn man die richtigen Rezepte zur Hand hat.

In diesem reich bebilderten Buch findet man viele solcher Rezepte, die in die Rubriken

-Köstliche Törtchen und Desserts
-Fruchtige Rollen und Torten
-Zarter Biskuit mit Schokolade, Nuss und Vanille

untergliedert sind.

Oda Tietz, die Autorin dieses Rezeptbuches sagt eingangs sehr zutreffend, dass es sich beim Biskuitteig um den Feinsten, Zartesten, Edelsten unter den Teigarten handelt. Stimmt, sofern es kein Industrieprodukt ist.

Zunächst lernt man die Zutaten für diesen Teig kennen und erfährt, was man bei der Zubereitung des Biskuits tunlichst unterlassen soll. In fünf Arbeitsschritten mit entsprechenden Fotos wird gezeigt, wie man den Teig perfekt zubereitet. Der Backvorgang wird bestens beschrieben und es wird sehr anschaulich demonstriert wie man eine Biskuitrolle und Torten zubereitet sowie unterschiedliche Füllungen herstellt.

Die Rezepte, die dann folgen, werden schrittweise und gut erläutert. Es wird immer auch mitgeteilt, welche Küchengeräte notwendig sind. Backzeit, Ofentemperatur und Anzahl der Stücke bleiben lobenswerter Weise nicht ungenannt.

Mir gefällt, dass die Backergebnisse, was deren Dekoration anbelangt, minimalistisch daherkommen. Barocke Torten lassen auf Kalorienbomben schließen, die kein Mensch braucht.

Aus der Fülle der Rezepte möchte ich drei hervorheben, die mir besonders gut gefallen:

"Orangen-Karamel-Törtchen", gefüllt mit einer Quarkcreme
"Erdbeersahnetorte", mit dunklem Biskuitteig
"Apfel-Sahne-Torte", vielleicht das besten Rezepte im Buch.

Das Rezept für den Frankfurter Kranz hat mich nicht überzeugt. Ich vermisse die Johannisbeeren-Note.

Gefallen haben mir die gut beschriebenen Backregeln zum Schluss und lehrreich sind die handwerklichen Erläuterungen wie man Marzipanrosen formt.

Ach ja, die "Birnenrolle mit Joghurtcreme" werde ich demnächst mal ausprobieren, um zu checken, ob das Backergebnis wirklich zufriedenstellend ist. Das Rezept liest sich vielversprechend. Nach meiner bisherigen Erfahrung rollt sich Schokobiskuit nicht so problemlos wie ein heller Biskuit. Ich bin gespannt.

Empfehlenswert.


Weinwissen: In 2 Tagen zum Kenner
Weinwissen: In 2 Tagen zum Kenner
von Ina Finn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Weinkenner werden möchte, muss lesen, nicht nur trinken.,, 7. September 2013
Die Weinberaterin Ina Fin ist die Autorin dieses bemerkenswerten Büchleins, mittels dem sich Interessierte sehr gut Weinwissen aneignen können. Ich selbst habe etwa zwölf Dutzend Weinbücher im Laufe meines Lebens gelesen und gehe deshalb sehr respektvoll mit Weinen bei Verkostungen um. Ist einem erst einmal klar, wie viel Wissen, Erfahrung und Arbeit in guten Weinen stecken, trinkt man bedächtig und nur in Maßen, um bei vollem Bewusstsein alle Nuancen zu erkunden.

Mir sind Menschen bekannt, die in ihrem Leben viele sehr gute Weine getrunken haben, aber kein theoretisches Weinwissen besitzen. Natürlich brachte ihnen das Trinken der Weine eine gewisse Erfahrung. Praxis allein jedoch genügt nicht, um ein Weinkenner zu werden. Wer sich in Büchern kundig macht, wird viele Fehler beim Weinkauf, beim Weingenuss und der Weinlagerung nicht begehen, die sich leider ergeben können, wenn man ahnungslos ist.

Ines Fin untergliedert ihr Büchlein drei Abschnitte:
Theorie, Praxis und Service

Im Theorieabschnitt listet sie zunächst die Weintypen und Weinstile auf, schreibt über die Weinfarbe, die alkoholische Gärung und erläutert allgemein Wissenswertes zum Weißwein, Rotwein, Roséwein sowie Schaumwein und macht begreifbar, was bei der klassischen Flaschengärung geschieht.

Die Struktur des Weißweins und der Rotweins wird sehr gut beschrieben und man erhält einen ersten Überblick über die Weinanbaugebiete in der alten und neuen Welt, bevor man sich in eine kleine Rebsortenkunde vertiefen kann und hier auch die entsprechenden Anbauländer und Anbaugebiete entgegengebracht bekommt.

Die Bedeutung der Herkunft wird sehr gut beleuchtet und in diesem Zusammenhang natürlich auch das Terroir, aber auch der Einfluss der Winzers bleibt nicht ausgespart und zudem wird man über Flaschenverschlüsse und das Etikett bestens informiert.

Im Abschnitt Praxis haben mir die Erläuterungen zur Vorbereitung einer Weinverkostung sehr gut gefallen und sehr aufschlussreich fand ich die Einführung in die Weinsensorik, die jeder bewusste Weintrinker lesen sollte, weil der Weingenuss auf diese Weise erst zu einem wirklichen Fest der Sinne werden kann.

Es folgen hervorragend dargestellte Weinproben zum Riesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Noir, Merlot und zum Cabernet Sauvignon, die man ausgiebig studieren sollte, bevor man zur Tat schreitet und plötzlich Dinge erkennen kann, die möglicherweise zuvor böhmische Dörfer waren.

Im Abschnitt Service geht es dann u.a. darum, wie man Weine richtig lagert, aber auch um Trinktemperaturen etc. und Erörterungen, wo man Weine sinnvollerweise kauft.

Für Einsteiger aber auch für reine Praktiker ein wichtiger Ratgeber, der auch Weintrinker begeistern wird, die bei dicken Büchern entsetzt abwinken. Hier steht Grundsätzliches auf 93 Seiten, sehr gut nachvollziehbar geschrieben und bestens strukturiert.

Empfehlenswert.


Ätherische Öle: ganzheitlich anwenden mit zahlreichen Rezepturen
Ätherische Öle: ganzheitlich anwenden mit zahlreichen Rezepturen
von Maria M. Kettenring
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bergamotte-Duft, wirklich wunderbar.,, 4. September 2013
Die Aromagesundheitspraktikerin Maria M. Kettenring zeigt in ihrem Buch wie man ätherische Öle ganzheitlich anwenden kann. Interesse an den Informationen entwickelte ich deshalb, weil ich neuerdings einen Zimmerbrunnen in meinem Büro stehen habe und nach Düften für das Wasser Ausschau hielt. Wissen wollte ich mehr über die psycho-physische Wirkungstendenz verschiedener Düfte und wurde im Buch auch fündig.

Darüber hinaus habe ich viele andere Informationen zu ätherischen Ölen in Kettenrings Werk in Erfahrung bringen können, so etwa über den historischen Hintergrund der Duftkultur und über die Herstellungsverfahren.

Natürlich wird man zunächst erst mal darüber aufgeklärt, was man unter ätherischen Ölen zu verstehen hat, bevor man über Herstellungsverfahren wie etwa die Wasserdampfdestillation, über die Kaltpressung von Zitrusölen, über die Alkohlextraktion und über die Absoluegewinnung mehr erfährt. Zur Sprache gebracht werden auch Angaben auf dem Etikett, bevor man sich in die Ölporträts vertiefen kann und stets allgemein Wissenswertes, den biochemischen Schwerpunkt, die psycho-physische Wirkungstendenz, den Duft, die Kombinationen, die Aromawellness und die Dosierung erfährt. Auf die einzelnen Affirmationen wird auch hingewiesen.

Meinem Brunnenwasser habe ich derzeit Bergamotte-Duft beigegeben, der u.a. die Konzentration steigern soll, zudem auch stimmungsaufhellend wirk, was ich bestätigen kann. Prof. Hatt, den die Autorin benennt, sagt Düfte beruhigen und aktivieren. Sie fördern das Wohlbefinden und sollen Erinnerungen an angenehme Situationen wecken, (vgl.: S.79).

Aufgeklärt wird man u.a. auch über Aromamassagen. Die Fitnessmassage für die Füße werde ich bei dem nächsten Besuch der Buchmesse abends dann ausprobieren.

Das Buch beinhaltet viele gute Ratschläge und Infos zu ätherischen Ölen und ist von daher empfehlenswert.


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