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Beiträge von Helga König
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Rezensionen verfasst von
Helga König
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Dumaines Wilde Gemüseküche: 100 unkomplizierte Rezepte mit Wildpflanzen und Gemüse
Dumaines Wilde Gemüseküche: 100 unkomplizierte Rezepte mit Wildpflanzen und Gemüse
von Jean-Marie Dumaine
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn ein Rezept "Tomaten-Sehnsucht" heißt, dann kann dieses nur von einem poetischen, französischen Koch kreiert worden sein., 25. März 2014
Den wirklich ausgesprochen charmanten Franzosen Jean –Marie Dumaine lernte ich durch Zufall auf der Leipziger Buchmesse kennen. Dort präsentierte er am Stand des AT Verlages sein Kochbuch "Dumaines Wilde Gemüseküche".

Da ich ein Faible für gute Kochbücher habe, machte ich mich kundig, denn am Stand war großer Andrang. Ein Zeichen dafür, dass ein besonders interessantes Buch angeboten wurde. Es wurde Sekt getrunken und diskutiert. Ich hörte zu und nahm zur Kenntnis, dass Dumaine von seiner Herkunft Normanne ist, aber in Sinzig ein Restaurant betreibt und dort delikate Wildkräutergerichte zubereitet. Das Buch, in welches man am Stand einsehen konnte, interessierte mich schon nach wenigen Seiten. Nun liegt es mir hier vor und ich habe bereits das ein oder andere Gericht daraus zubereitet. Sehr gute Zutatenzusammenstellungen ergeben ein entsprechend erfreuliches Ergebnis.

Nach einem Vorwort von Thomas Vilgis und der Einleitung Jean –Marie-Dumaines, der dazu einlädt seine Welt der "einfachen Rezepte" kennen zu lernen, weiß der Leser, dass die schönen Fotos von dem Fotografen Andreas Thumm sind und die begleitenden Texte von dem Gastrosophen Nikolai Wojtko stammen.

Bevor ich kurz auf einige der 100 Rezepte eingehe, die in die Rubriken: Artischocke, Aubergine, Chicorée, Hülsenfrüchte und Saaten, Kräuter, Kohlgemüse, Kürbis, Früchte, Pilze, Rote Beete, Sellerie und Wurzelgemüse, Spargel, Tomate und Walnuss untergliedert sind, zunächst kurz etwas zu den Texten.

Hier erfährt man Wissenswertes über die Kindheit des Kochs, der in den 1950er Jahren in der Normandie geboren wurde. Interessant für den Leser, zu erfahren, was man damals zu hohen Festen und Hochzeiten in Nordfrankreich auf den Tisch brachte und wie man die pikanten Saucen für Fleischgerichte zubereitete. Man erfährt von den Spezialitäten seines Vaters, von sinnlichen Eindrücken, so etwa den Duft von Heu und Kräutern und all dem, was Dumaine auf dem Bauernhof seiner Eltern in der Normandie erlebte. In diesem Zusammenhang stellt er neben den Rezepten, der oben genannten Kapitel einige Rezepte für Gerichte aus seiner Familie vor, so etwa für eine "Schweineleberterrine nach Art meiner Großmutter", aber auch für ein vorzüglich mundendes "Baguette" und eine köstliche Rezeptinterpretation für ein delikates "Coq au vin", um nur einige der Rezepte zu nennen.

Man erfährt über Kräuter und Geschmackserlebnisse in der Normandie Wissenswertes. So liest man nicht nur von Äpfeln und was bekanntermaßen in der Normandie daraus hergestellt wird, sondern auch von Mispeln beispielsweise, die Dumaine in seiner Manufaktur zu Mispel-Ketchup verarbeitet.

Des Weiteren hat man die Chance, sich eine "kleine Geschichte des Vieux Sinzig" zu Gemüte zu führen und erfährt, wann der Koch und seine Frau in jungen Jahren nach Deutschland kamen und wie aus dem Restaurant "Alt Sinzig" das "Vieux Sinzig" wurde. Auch über die Kräuterliebe und die Manufaktur "Vieux Sinzig" wird man unterrichtet und möchte am Liebsten sofort aufbrechen, um alles vor Ort kennen zu lernen.

Dieser Wunsch verstärkt sich, nachdem man sich intensiv mit den Rezepten befasst hat. Schon beim Lesen und dem Betrachten der Gerichte anhand der Fotos läuft einem das Wasser im Munde zusammen.

Tolle Rezepte, sehr gut erläutert, zumeist- doch nicht immer- für vier Personen gedacht, habe ich mich zunächst mit den Wildkräuterrezepten näher befasst. Der "Wildkräutersalat nach Großmutters Art" ist eine Spezialität des Hauses. Die Zutaten überzeugen. Gefallen auch hat mir das Rezept für "Tannenspitzenpesto". Passt sehr gut zu Hirschsteak.

Wenn man wie ich bemüht ist, saisonale Produkte zu verwenden, kommt ein Kochbuch wie dieses gerade gerufen. "Perlgraupen mit Spargel und Hopfen" werde ich demnächst ausprobieren, auch den "Spargel in Blätterteig mit Limetten-Vinaigrette". Den Blätterteig kann man küchenfertig kaufen. Die Füllung aus weißem und grünem Spargel ist ausgesprochen delikat. Ich folge dem Vorschlag und wähle als Begleiter zu dieser Köstlichkeit Garnelen. Ein österliches Festessen, das mit einem Glas Riesling gewiss vorzüglich munden wird. Zum Dessert gibt es dann "Pappelknospen-Charlotte auf Birnenspiegel".

Zu allen eingangs genannten Produkten werden delikate Rezepte präsentiert. Der Chicoréesalat mit Senfdressing schmeckt sensationell. Das Rezept habe ich bereits ausprobiert unter Verwendung von grobem, französischen Senf. Überzeugend. Vorgestellt wird zum Schluss zudem ein mehrseitiges Pflanzenverzeichnis. Hier erhält man stets Auskunft über typische Merkmale, die Erntezeit und den typischen Geschmack der vorgestellten Kräuter.

Ein gelungenes Kochbuch, das ich gerne weiter empfehle.


Gelassenheit: Was wir gewinnen, wenn wir älter werden
Gelassenheit: Was wir gewinnen, wenn wir älter werden
von Wilhelm Schmid
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Gelassenheit ist das Gefühl und der Gedanke, sich in einer Unendlichkeit geborgen zu wissen, für die nicht wichtig ist, welche,, 24. März 2014
Namen sie trägt." (S.106)

Prof. Dr. Wilhelm Schmid wartet in diesem Bücherfrühling mit einem bemerkenswerten kleinen Büchlein auf, das so gar nicht in den Frühling passen will, denn er thematisiert das Älterwerden. Der Autor zählt derzeit gerade mal 60 Lenze, sieht sich aber dennoch bereits genötigt, über zukünftige, möglicherweise weniger erquickliche Lebensphasen nachzudenken. Nicht viele tun dies in einer Zeit, wo die meisten, ewige Jugend anstreben und sich diesbezüglich pausenlos stressen.

Vor einigen Tagen habe ich auf Facebook das Bild und den Bericht über die derzeit älteste Frau auf der Welt verlinkt, weil sie gerade Geburtstag feierte. Ich wollte wissen, wie FB-Freunde darauf reagieren und freute mich über die Resonanz. Angst vor dem Älterwerden haben wir vermutlich nur dann, wenn wir keine betagten und dabei gesunden Menschen kennen gelernt haben, sei es persönlich oder aufgrund von Berichten. Dann verwechseln wir unter Umständen Alter mit Krankheit und das ist ein schwerer Fehler.

Mich fasziniert es seit meiner frühen Kindheit, wenn Menschen in ihrer vierten Lebensphase erkennbar entspannt und fröhlich sind. Mein 1871 geborener Urgroßvater war es und mein über 90 jähriger Onkel ist es auch, der übrigens davon überzeugt ist, dass Nachfolgegenerationen die Chance haben, weit über 100 Jahre alt zu werden, wenn sie sich gesund ernähren, sich ein wenig bewegen und eine positive Grundhaltung haben. Eines jedoch ist notwendig, man muss akzeptieren, dass das Leben endlich ist.

Diesbezüglich scheinen Menschen im Hier und Heute allerdings Probleme zu haben. Schmid reflektiert in 10 Kapiteln, was wir gewinnen, wenn wir älter werden. Ein toller Ansatz, der schon auf dem Cover deutlich macht, dass das Älterwerden keinesfalls nur Verlust bedeutet, wie die Werbung und die Schönheitschirurgen aus Profítgíer es nicht selten uns allen weiß machen möchten.

Gleich auf den Seiten 10/11 schreibt Schmid "Gelassen leben kann ein Mensch nur mit dem, was er als wahr akzeptiert- ansonsten benötigt er alle Kraft für die Leugnung des angeblich Unwahren, das dennoch existiert." Genau deshalb ist es notwendig, die Endlichkeit auch körperliche Veränderungen, die mit dem Älterwerden zu tun haben, zu akzeptieren. Je mehr man sich gegen den natürlichen Prozess krampfhaft stemmt, umso mehr Fahrt nimmt er auf, so jedenfalls meine Beobachtungen. Schmidt bringt es auf den Punkt, indem er schreibt "Art of Aging statt Anti-Aging- eine Kunst des Älterwerdens, um mit diesem Prozess zu leben, statt dagegen anzuleben."

Es macht Sinn, sich diverse Fragen zu stellen, wenn man sich bewusst mit dem eigenen Älterwerden auseinandersetzen möchte. Schmidt artikuliert solche Fragen in seinem Buch und er vermutet ganz ähnlich wie ich übrigens, dass es ein "Auswuchs des überschießenden Ichimus der modernen Zeit" ist, der das ewig junge Ich propagiert.

Schmidt fragt sich, ob er dazu in der Lage ist, zeitliche Grenzen der reifen Fülle des Lebens zu akzeptieren. Diese Frage sollte sich jeder stellen. Er denkt in dieser Beziehung über Gelassenheit nach, eine Eigenschaft, über die schon griechische Philosophen nachgedacht haben, weil sie der Schlüssel für ein schöneres Leben ist. Schmid versucht in 10 Schritten die Gelassenheit ausfindig zu machen, die uns entspannter in die Zukunft schauen lässt.

Die einzelnen Schritte werde ich nun nicht in Kurzform wiedergeben, auch nicht das Inhaltsverzeichnis aufnotieren, denn ich möchte den Lesern nicht die Neugierde auf das Buch nehmen. Interessante Fragen wie etwa "Was ist mir wichtig, was sollte ich besser nicht länger aufschieben?" sollte man sich in einer stillen Stunde selbst beantworten. Ich denke am wichtigsten ist es, gelassen im Jetzt zu leben, nicht an Verlust von Kraft in der Zukunft zu denken, sich dieses potentiellen Verlustes aber bewusst zu sein. Wir wissen nicht wie das letzte Viertel ausschaut, klar, aber wir können vieles für unsere Gesundheit tun, dann müssen wir keineswegs zerbrechliche Knochen und andere Schwierigkeiten bekommen, lieber Prof. Dr. Schmid.

Der Autor schreibt über bestimmte Interessen, die sich im Älterwerden steigern, so etwa die Lust am Reisen, die Lust an der Erinnerung, die Lust am Gespräch. Die Lust zu reisen und zu diskutieren hat man als aufgeschlossener Mensch eigentlich auch in jungen Jahren. Erinnern? Ja, wenn man Erkenntnisse daraus ziehen kann, ansonsten ist das Vergangene nach meiner Ansicht uninteressant, unergiebiger Ballast und führt nur zu nostalgischen Anwandlungen, die man für ein heiteres Leben im Jetzt nicht braucht. Dann doch lieber fröhliche Stunden im Garten, der auch auf einer Fensterbank gestaltet werden kann.

Schön, dass Schmid die Frage stellt, wieso Menschen Gärten lieben und diese Frage auch vortrefflich beantwortet. All meine betagten Verwandten sind passionierte Hobbygärtner, meine mittlerweile verstorbenen über 90 jährigen Großtanten waren es übrigens auch. Wer bewusst im Garten das Werden und Vergehen beobachtet, geht gelassener mit der Endlichkeit um und wer täglich Blumen blühen sieht, spürt deren Lächeln und lächelt zurück. Im Lächeln und im Charme liegt das eigentliche Geheimnis entspannten Älterwerderns vermute ich seit langem.

Weltschmerz und Einsamkeit treten dann ein, wenn man mit seinem Lächeln geizt. Lächeln ist eine intensive Form der Berührung und "Die Berührung ist eine Aufmerksamkeit, ohne die ein Mensch seelisch und schließlich körperlich auszudörren und zu verwelken droht." (S.69)

Ein gelassenes, unaufdringliches Lächeln steht nicht selten am Beginn von Freundschaften und wie Schmid es ja so treffend formuliert "Ein Mensch genügt, um gemeinsam mit ihm dem Leben Sinn zu geben. Das ist der Schlüssel dafür, lange jung zu bleiben." (S.81)

Nichts schlimmer als Isolation im Ich-Gefängnis, das gewiss im fortschreitenden Alter die Hölle darstellen muss. Wohl dem, der Freundschaften pflegt und das Prinzip des Gebens und Nehmens begriffen hat, dem nämlich bleibt die Hölle eines unerquicklichen, einsamen Alters erspart.
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Sehr empfehlenswert.


Warum Stress dick macht - ...und warum wir entspannt schneller abnehmen
Warum Stress dick macht - ...und warum wir entspannt schneller abnehmen
von Ronald Pierre Schweppe
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Und so sind die meisten Menschen, die zu viel essen, im Grunde nicht so sehr auf der Suche nach körperlicher Sättigung als viel, 23. März 2014
mehr auf der Suche nach Glück." (S.23)

Die Bücher von Ronald Pierre Schweppe sind nicht nur informativ, sondern zeugen zudem von der Klugheit dieses Autors.

Warum Stress dick macht und warum wir entspannter schneller abnehmen, sind Fragen, die man sich noch nicht all zu lange stellt, denn erst in den letzten 50 Jahren wurde Übergewicht zur "Volksseuche", wie Schweppe so zutreffend formuliert und es gibt gute Gründe nach den Ursachen der "Seuche" zu forschen.

Das Buch ist in drei große Abschnitte untergliedert. Diese lauten:

Warum Stress dick macht…
Kein Stress- kein Fett! Strategien für eine neue Leichtigkeit
Gelassen abnehmen- einfache Strategien für den Alltag.

Wie Schweppe gleich zu Beginn hervorhebt, ist Stressabbau für übergewichtige Menschen eine der essentiellsten Voraussetzungen für Gewichtsreduktion. Diesbezüglich sind sich Psychologen, Ernährungswissenschaftler, Gehirnforscher und Mediziner einig, (S.12). Stress wurde von der WHO mittlerweile zur größten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts erklärt, denn die Anzahl übergewichtiger Zeitgenossen beträgt weltweit über eine Milliarde Menschen, (S.14). Nicht jeder reagiert bei Stress mit Übergewicht, aber alle versuchen Stress durch irgendetwas auszugleichen. Die einen durch Kalorienbomben, der anderen durch Zigaretten oder Alkohol und die Stressmanagement-Kundigen durch Bewegung.

Schweppe nennt die drei typischen Arten von Stressoren, die Stress auslösen und erläutert ausführlich, was man unter Stress zu verstehen hat. Man erfährt, wann Stress zum Dauerzustand wird. Dann nämlich befinden sich Körper und Hirn im pausenlosen Alarmzustand, was zur Folge hat, dass die Energiespeicher im Körper immer leerer werden. Dies macht krank.

Schweppe listet die Folgen auf und nennt Hörsturz, Diabetes mellitus, Herzerkrankungen und Infarkt, auch bestimmte Formen von Krebs etc.

Nicht wenige Menschen versuchen sich, über bestimmte Lebensmittel, so etwa Industriemüll (Weißmehl, Transfette, Zucker) positive Gefühlskicks zu besorgen und auf diese Weise Stress zu kompensieren. Hinter all diesem steht die Sehnsucht nach Gelassenheit. Mit einem Wort "Stressprobleme sind Spannungsprobleme!" (S.24)

Entscheidend ist, wie man Stress und Spannungen abbaut. Offenbar benötigt man hierzu in erster Linie Reslienz. Diesbezüglich habe ich übrigens zwei gute Bücher rezensiert und teile die Meinung Schweppes. Resilienz kann man stärken. Wie das funktioniert erläutert der Autor dezidiert. Sich mit dem Thema Resilienz zu befassen, ist nicht nur gut für die Figur, sondern beispielsweise auch für kreatives Tun. Doch dies nur nebenbei.

Der Autor macht klar, wie wichtig es ist, zu entspannen, achtsamer zu werden, seinen Körper besser zu spüren und seine Gefühle meditativ zu erforschen und erläutert sehr gut die Strategien für eine neue Leichtigkeit. Dabei nennt er die drei wichtigsten Regeln. Eine der Regeln lautet "Nicht werten, nicht urteilen". Schweppe hat ja so Recht, wenn er sagt, dass man sich weit mehr Raum schaffen kann, wenn man davon absieht, gemachte Erfahrungen zu bewerten, (S.39).

Übergewichtige Menschen, die mir in meinem bisherigen Leben begegnet sind, waren fast immer gestresste Personen, die pausenlos bewertet und abgewertet haben und deshalb auch bin ich überzeugt, dass darin der Kern allen Übels zu suchen ist. Dieses Nicht-zu- Genügen (in der Liebe, im Berufsleben etc) und die damit verbundenen abwertenden Projektionen machen dick und vermutlich noch unglücklich dazu.

Schweppe erörtert in der Folge die Prinzipien für eine neue Leichtigkeit und überzeugt mich völlig. Wer sich gelassen und entspannt voller Achtsamkeit genussvoll ernährt, wird nicht dick. Wer beim Essen gedanklich wo anders ist und in sich hinein stopft, darf sich nicht wundern.

Bewusst atmen, bewusst den Moment erleben, gelassen sein Tagwerk verrichten, führen dazu, dass man sich auch bei Tisch Zeit nimmt, bewusst genießt und dabei schlank wird oder bleibt, wenn man dies entspannt möchte. Merke: Bloß nicht verkrampfen!

Es ist wahr. Gelassenheit und Achtsamkeit sind die effektivsten Möglichkeiten abzuspecken, doch Gelassenheit hat noch weit mehr Vorteile. Darüber werde ich dann morgen schreiben...

Ein gutes Buch. Sehr empfehlenswert.


Farbwelten: Perfekte Kompositionen für individuelles Wohnen
Farbwelten: Perfekte Kompositionen für individuelles Wohnen
von Stephanie Hoppen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Können Sie den farblichen Unterschied zwischen den Rottönen Jaipur, Kadmiumrot und Venizianischrot benennen?, 22. März 2014
Dieser Bildband über perfekte Farbkompositionen für individuelles Wohnen gehört zu den besten Büchern in diesem Segment, die ich kenne. Das möchte ich gleich vorab mehrfach unterstreichen. Auf den Weg gebracht hat es die britische Galeristin Stephanie Hoppen. Die Texte stammen von Joanna Coppestick.

Zunächst erfährt der Leser allgemein Wissenswertes über den Umgang mit Farbe, die ein wichtiges Mittel zur Gestaltung des Interieurs darstellt. Zunächst wird man mit Farbenlehre vertraut gemacht. Es war Isaac Newton, der den ersten Farbkreis entwickelte. Er hatte entdeckt, dass weißes Licht in Spektralfarben zerlegt wird, wenn es durch ein Prisma fällt. Sichtbar wird dann ein regenförmiges Lichtband aus sieben Farben. Rot, Orange Gelb, Grün, Cyanblau, Dunkelblau und Violett, (vgl. S. 14).

Farbe und Licht ist ein Thema und in der Folge Farbe und Raumwirkung. Ausgiebig werden in einzelnen Kapiteln eine Fülle von Farben und Farbnuancen erörtert. Dabei nimmt die Farbe der Sommersonne den Anfang. Gelb wird mit guter Laune gedanklich in Verbindung gebracht. Man erfährt, welche Gelbtöne in welche Räume passen und kann sich aufgrund der gezeigten Farbpalette einen sehr guten Eindruck verschaffen. Einige Gelbtöne konnte ich bislang noch nicht benennen, auch bei anderen Farbtönen ging es mir ähnlich. Das Gelbspektrum reicht von zartem Primel- über gedämpften Ockernuancen hin zu intensivem Kadmiumgelb. Wie man die Farbtöne mit anderen Farben so in Verbindung bringt, dass der Raum eine heitere Leichtigkeit verströmt oder kühl daherkommt wird sehr gut erläutert. Auf diese Weise lernt man immer mehr Farben und ihre Nuancenvielfalt kennen und begreift die psychologische Wirkung dieser Farben im Raum.

Violetttöne mit einer Andeutung von Rosa können sehr schön aussehen, aber zu meinen Lieblingsfarbtönen zählen eher Rot- und Gelbtöne. Es ist unmöglich die vielen Farbbeispiele aufzuzählen. Begeistert bin ich auch von Grüntönen und ihrer Wirkung.

Das Buch ist überaus inspirierend und macht Lust auf einen neuen Wohnungsanstrich. Es gibt viel zu bedenken. Doch eines ist gewiss. Die Sonne des Südens soll sich in den Räumen spiegeln, damit man täglich gut gelaunt den Tag beginnt.

60 verschiedene Farbpaletten mit insgesamt 350 Farbtönen. Wessen Wohnung nach der Lektüre und der praktischen Anwendung des Buches noch langweilig erscheint, sollte einen Augenarzt aufsuchen.

Ein tolles Buch. Ein absolutes Schnäppchen. Ein überwältigendes Preis-Leistungsverhältnis. Sehr, sehr empfehlenswert.


Das große Wohnbuch
Das große Wohnbuch
von SCHÖNER SCHÖNER WOHNEN
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wussten Sie das schon? "In der Sonne wirkt klares Gelb leicht übertrieben. Besser passt das sogenannte Schinkelgelb, ein,, 22. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Das große Wohnbuch (Gebundene Ausgabe)
zum Terrakotta hin abgetönter Farbton." (S.62)

Dieses reich bebilderte Lifestyle-Buch wurde von Juliane Zimmer und Anne Zuber auf den Weg gebracht. Juliane Zimmer war 35 Jahre Mitglied der SCHÖNER WOHNEN- Redaktion, davon 20 Jahre stellvertretende Chefredakteurin. Anne Zuber begleitet heute diese Position. Die beiden Damen wissen also, wovon sie schreiben. Es handelt sich um sehr gut ausgebildete Fachfrauen mit exzellentem Sachverstand.

Zunächst erfährt man, weshalb es so wichtig ist, das Zuhause zu gestalten. Dann wird alsbald verdeutlicht, was eine Wohnung eigentlich sein soll: Keine Bühne, sondern Lebensmittelpunkt. Aufgelistet sind die wichtigsten Wohnbedürfnisse und es wird erläutert wie man Atmosphäre in einen Raum bekommt. Anhand von unzähligen Fotos, die allesamt gut nachvollziehbar erläutert werden, erhält man viele inspirierende Ideen.

Begründet wird, weshalb man natürliche Materialien wählen und man auf Qualität setzen sollte und was man tun kann, um die Atmosphäre zu retten. Dass man wichtige Lichtquellen immer auch dimmen kann, damit sie sich der Helligkeit anpassen, ist nur ein Moment unter vielen. Merken und beherzigen sollte man nachstehenden Satz: "Je größer die Fläche, desto ruhiger sollte die Farbgebung sein."

Über Ordnung und Stauraum liest man Wissenswertes, aufgeräumte Räume wirken größer. Diesbezüglich sollte man sich die Platzregeln zu Gemüte führen, die auf Seite 37 aufgelistet sind.

Man lernt u.a. die wichtigsten Kriterien beim Dekorieren kennen und erhält gute Anregungen, um kreativ zu werden. Des Weiteren erfährt man viel Wissenswertes zum Thema Licht speziell mittels der sogenannten besten Lichtrezepte und hier, dass Licht stets auch Schatten benötigt, damit ein Raum Tiefe erhält.

Über Farben wird man sehr gut unterrichtet, z. B. über Farbfamilien. Wichtig ist u.a. zu wissen, dass warme Farben Licht inszenieren. Man lernt Farbkombinationen kennen und auch deren Sinn zu verstehen, liest Wichtiges zur Harmonie von Decke, Wand und Boden, erhält gute Tipps wie man Fehler kaschiert, beispielsweise, was man tun kann, um die Akustik im Raum zu verbessern.

Man erfährt viel über Muster und deren Spielregeln, die man befolgen sollte und auch Garten- und Balkonideen werden zur Sprache gebracht, bevor man mit Gestaltungsideen des Flurs etc. vertraut gemacht wird.

Über das richtige Sofa kann man sich kundig machen, ferner über Esstische und wie man ein einladendes Ambiente kreiert. Hier finde ich die Ideen zur perfekten Tischrunde hilfreich, aber auch die Infos zu Betten und Bädern sind wirklich lesenswert.

Dieses Buch nimmt man immer wieder gerne zur Hand, weil es überaus inspirierend ist und eine Fülle von wohldurchdachten Tipps enthält, mittels denen man Wohnräume wirklich schöner gestalten kann. Besonders lobenswert sind die dezidierten Begründungen für die vielen Vorschläge. Diese lassen die Konzeptionen erkennen und machen begreifbar, dass alles, was hier geschieht Sinn hat. Die beiden Autorinnen haben wirklich mit beachtlichem Sachverstand und viel Liebe zum Detail gearbeitet.

Empfehlenswert.


Ladys in Gummistiefeln - Noch mehr Damen mit dem grünen Daumen
Ladys in Gummistiefeln - Noch mehr Damen mit dem grünen Daumen
von Claudia Lanfranconi
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wo die Blumen selbst die Planung des Gartens übernommen haben, ziehe ich mich höflich zurück, denn sie sind die Intelligenzien,, 22. März 2014
die das Geschehen lenken und greifen dort an, wo wir stümpern." (Norah Lindsay, S.25)

Mit diesem schönen und dabei informativen Buch ist es möglich, sich in die Frühlingszeit einzustimmen, besonders dann, wenn man Gärten und Grünanlagen liebt und Menschen schätzt, die sich diesbezüglich engagieren.

Vorgestellt werden in diesem reich bebilderten Werk namhafte Gartgestalterinnen mit Stil, Pflanzenjägerinnen, Pionierinnen der Blumendekoration und zudem auch Blumenmalerinnen.

Die Kunstgeschichtlerin Claudia Lanfranconi hat bereits einige sehr bemerkenswerte Bücher veröffentlicht. Alle ihre Werke zeichnen sich dadurch aus, dass sie gut recherchiert sind. Wie sie bereits in ihrer Einleitung schreibt, ist die Gartengeschichte reich an faszinierenden und auch schillernden Frauen, die ihre Aufgabe darin sahen, ihre schöpferische Kraft in die Kultivierung, Dekoration und Darstellung von Pflanzen zu investieren.

Generell zählte das Botanisieren in adeligen und bürgerlichen Kreisen zu den Betätigungen, die für Damen als angemessen galten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in England und den USA die ersten Gartenbauschulen für Frauen in Leben gerufen. Ein Meilenstein für Frauen im Bereich der Emanzipation als Gartenarchitektinnen.

Was berühmte Gartengestalterinnen zu Wege brauchten, kann man kann man dann dem ersten Kapitel entnehmen. Hier werden nachstehende Damen porträtiert: Ganna Walska, Norah Lindsay, Deborah Cavendish, Herzogin von Devonshire, Gabriella Pape und Isabelle Van Groenigen, Alicia Amherst und Sabine Freifrau von Süsskind.

Auch in den dann folgenden Kapiteln geht es um Porträts interessanter Frauen, hier aber nicht um Gestalterinnen schöner Gärten, sondern beispielsweise um Sammelleidenschaft. Aus dieser Leidenschaft heraus reisten Frauen der Gesellschaft in ferne Länder, um neue Pflanzen zu entdecken.

Blumenkünstlerinnen sind ebenfalls ein Thema, deshalb auch lernt man u.a. Julia Clements kennen, die den erkenntnisreichen Satz formulierte "Ich glaube, dass die wichtigste Eigenschaft, ihnen die es keinen wahren Künstler und keine wahre Kunst geben kann, Empfindsamkeit ist."

Die vorgestellten Blumenmalerinnen kannte ich bereits und bin hauptsächlich von den Arbeiten Rosi Sanders begeistert. Sie schätzt "starke Pflanzen mit erotischer Wirkung", wie etwa Papageientulpen mit ausgefransten und geflammten Blütenblättern (vgl.: S.127). Dabei malt sie in der Tradition botanischer Künstler der Vergangenheit und vertieft sich in die Stille Arbeit an ihren botanischen Blumenporträts, die sie wie man erfährt im Stehen kreiert.

Ein schönes Buch über interessante, naturverbundene Frauen. Sehr gut konzipiert und einfühlsam porträtiert.

Empfehlenswert.


Gärtnern (fast) ohne Gießen - Mit wenig Wasser zum Gartenglück
Gärtnern (fast) ohne Gießen - Mit wenig Wasser zum Gartenglück
von Dorothée Waechter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der Nordwind ist ein rauer Vetter, doch er bringt beständig`s Wetter" (S.105), 21. März 2014
Dorothée Waechter hat ein bemerkenswertes Gartenbuch geschrieben, das den Untertitel "Mit wenig Wasser zum Gartenglück" trägt. Ein Buch dieser Art habe ich schon lange gesucht, denn ich bepflanze Sandboden, der dann, wenn er mit den falschen Pflanzen bestückt wird, nur wenig Freude bereitet.

Für Pflanzen ist Wasser eine Lebensgrundlage. Durch Wasser, Licht und Kohlendioxid können sie erst Energie gewinnen. Es ist das Licht, das es möglich macht, dass in den Blättern die Umwandlung zu Traubenzucker und Sauerstoff erfolgt. Besagten Prozess nennt man Fotosynthese. Wasser hilft der Pflanze beim Temperaturausgleich. Dazu erfährt man im Buch Wissenswertes, auch über das Wunder der Welke bleibt man nicht in Unkenntnis. Wenn Triebspitzen und Blüten hängen, dann fehlt es der Pflanze an Wasser, aber auch andere Gründe können Ursache sein. Diese erfährt man im Buch, in dem man auch Wetterbeobachten nahe gebracht bekommt und ausgiebig über den Boden, die Grundlage für pflanzliches Leben bestens informiert wird.

Man erfährt, weshalb man Faserstoffe in den Boden einarbeiten soll, liest über den Sinn von Urgesteinsmehl als mineralischer Bodenverbesserer und erhält sehr gute Informationen im Hinblick auf vorbehandelte Zuschlagsstoffe mit gutem Wasserspeicher als auch für Rezepte für Substrate, die zufriedenstellend Wasser speichern.

Sensibilisiert wird man für die richtige Auswahl von Pflanzen und liest zudem, wie man die Wasseraufnahme optimieren kann. Das funktioniert, indem die Pflanzen ein tiefreichendes Wurzelsystem aufbauen.

Typische Pflanzen für die Prärie, für Kiesgärten etc. werden vorgestellt und man lernt Pflanzen gegen das Austrocknen kennen. Dazu gehören spezielle Bodendecker und Polsterpflanzen.

Wenn Wasser knapp ist, empfiehlt sich ein Topfgarten. Darüber, aber auch über den sparsamen Umgang mit Wasser, Düngung und vieles andere mehr wird man erstaunlich gut aufgeklärt, so dass man hoffnungsvoll in die nächste Gartenperiode schauen kann.

Empfehlenswert.


Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet
Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet
von Paul Klee
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Kunst ist ein Erinnern an das Uralte, Dunkle, von dem Fragmente noch im Künstler leben." (Paul Klee , 1879 - 1940),, 20. März 2014
Dies ist der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung "Die Tunisreise 1914- Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet, die vom 14. März.- 22. Juni 2014 im "Zentrum Paul Klee" in Bern gezeigt wird, weil sich im April dieses Jahres das Ereignis der legendären Tunisreise der drei Künstlerfreunde Paul Klee, August Macke und Louis Moillet zum hundertsten Mal jährt.

Schon lange habe ich mir ein Buch über diese legendäre Tunisreise der Künstler gewünscht. Nun endlich ist der Wunsch Wirklichkeit geworden und meine Freude ist sowohl, was die Bilder als auch die informativen Texte anbelangt, sehr groß.

Während des zweiwöchigen Aufenthaltes in Tunesien schuf Macke 33 Aquarelle und 79 Zeichnungen in drei Skizzenbüchern, Paul Klee 30 Aquarelle und 13 Zeichnungen und Louis Moilliet 3 Aquarelle und 11 Zeichnungen.

Ziel der Ausstellung war es, möglichst viele der auf der ganzen Welt verstreuten Bilder zusammen zu führen, um den bildnerischen "Wettstreit" der Künstler, der diese zu Höchstleistungen motivierte, einem interessierten Publikum zeigen zu können. Zu sehen gibt es nun 75 Werke von Paul Klee, 57 von August Macke und 29 von Moilliet, des Weiteren werden Werke der Künstler gezeigt, die dem Umfeld der Tunisreise zuzuordnen sind.

Anhand einiger sehr informativer Essays gewinnt man Einblicke, so etwa in das Erlebnis Orient, worüber Ernst-Gerhard Güse sehr anschaulich schreibt. Er begreift die Reise der Künstler übrigens als ein Beispiel für die vielfältigen, kulturellen Begegnungen des Okzident mit dem Orient. Es führt zu weit, im Rahmen der Rezension auf Details einzugehen. Nicht unerwähnt jedoch möchte ich lassen, dass es Macke und Klee bei ihrer Reise in erste Linie um eine Auseinandersetzung mit Licht, Farbe und Form ging. Diese wurde vor der Reise durch die Bildwelt Delaunays angeregt.

Man liest bei Ursula Heidereich zur Farbe bei August Macke in den Jahren 1911-1914 und kann sich dann in erste Bilder vertiefen, die vor der Reise so etwa in Bonn, entstanden sind. Mehr zu den Tunis-Aquarellen Mackes erfährt man von Erich Franz. Diese Bilder breiten ihre Motive, Anordnungen und Farben gleichwertig über die gesamte Fläche des Blattes aus.

Für mich ist es eine wahre Freude speziell Mackes Tunis-Aquarelle zu sehen, nachdem diese zuvor sehr gut erläutert worden sind. Ähnlich wird anschließend mit den Tuniszeichnungen von Macke vorgegangen. Michael Baumgartner befasst sich danach mit Paul Klees Reise nach Tunis, bevor man die Reisebilder dieses Malers bewundern kann. Interessant wie verschieden die Betrachtungsweisen visualisiert werden, aufgrund eines erkennbar unterschiedlichen Farb- und Formgefühls. Auch über Moilliet und dessen Tunisreise wird berichtet und auch seine Bilderwelt wird vorgestellt.

Mir geht es bei der Betrachtung nicht um den wertenden Vergleich, sondern darum, die Vielfalt zu bestaunen und diese ist beachtlich.

Über die Kameradschaft der drei Reisenden liest man in der Folge und hier über die Konstellationen und die Rollenverteilung, ja man erhält sogar Einblicke in Klees Tagebuch "Die Reise nach Tunesien", aber auch Postkarten und Briefe bleiben nicht ausgespart. Sogar Fotos von der Reise aus dem Album des im 1. Weltkrieg bereits verstorbenen August Macke kann man sich ansehen und begreift aufgrund all der vortrefflichen Informationen die gezeigten Werke intensiver.

Die Chronologie zum Schluss rundet diesen gelungenen Katalog zur Ausstellung, die ich besuchen werde, ab.

Empfehlenswert.


Mein Engel beschützt mich: Fantasievolle Gebete für Kinder
Mein Engel beschützt mich: Fantasievolle Gebete für Kinder
von Bernadette Saphira Huber
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Am Anfang liebte ich alles was schön ist. Jetzt liebe ich Alles - weil so alles schön ist!" (Bernadette Saphira Huber), 20. März 2014
Die Autorin Bernadette Saphira Huber kommt aus Bayern. Sie zählt zu jenen Menschen, die eine unglaublich positive Ausstrahlung haben. Für die schöne Mutter eines hübschen Mädchens steht außer Frage, dass jeder Mensch einen Schutzengel hat.

Huber hat ihrer Tochter beim Beten zugehört und in der Folge poetische Gebete für Kinder geschrieben. Atheisten können mit diesem Buch sicher nichts anfangen. Mir allerdings gefällt es, denn ich erinnere mich sehr gut an das kleine Bild eines Schutzengels, das meine böhmische Großmutter mir von einer ihrer Wallfahrten mitbrachte und das dann über meinem Kinderbett hing, mir damals vierjährigen mitunter Fantasiegepeinigten die Angst vor der Dunkelheit nahm, weil ich davon überzeugt war, dass der schöne Engel auf dem Bild, mich vor bösen Geistern schützten würde. Das hatte meine Großmutter mir überzeugend vermitteln können.

Allein die Vorstellung der Existenz eines Schutzengels wirkt ungemein beruhigend auf Kinder, wenn sie allein sind, weil sie sich dadurch niemals verlassen fühlen.

Das Buch enthält eine Fülle von Gebeten, die sich an den "lieben Engel" oder den "lieben Gott" richten. Diese Gebete sind in einzelne Kapitel untergliedert, denen Texte vorgeschaltet sind, in denen das Mädchen Luna bekundet, wieso sie beispielsweise abends, oder vor dem Essen, bei Angst etc. betet.

Indem ein Kind durch ein Gebet um Positives bittet oder Dankbarkeit bekundet, auch für Frieden, Gerechtigkeit und Segen auf der Erde bittet, entwickeln sich ethische Ansätze, die auch für das Miteinander im späteren Leben positiv sind.

Die Danke-Meditation im Buch hat mir besonders gut gefallen. Danke zu sagen, heißt auch demütig zu sein und Demut ist die Basis für ein gutes Zusammenleben. Ohne Demut kann es keine Toleranz, aber auch kein Verzeihen geben.

Das Buch ist mit hübschen Engelbildern illustriert, die die kindliche Fantasie anregen. Damit Sie eine Vorstellung haben, worauf sich Ihre kleinen Mädchen und Buben einlassen sollen, hier ein Gebet aus dem Buch:

"Ich möchte heute mal danke sagen.
Danke für die Tiere, weil ich Tiere mag.
Danke für die Sonne, denn sie wärmt mich oft am Tag.
Danke für alle Menschen, die ich liebe und die mich glücklich machen.
Danken könnt ich wohl noch für tausend Sachen.
Danke noch mal für alles, was es Schönes gibt.
Danke auch meinem Engel, weil er immer da ist und mich liebt." (S.135)

Empfehlenswert.


Natürlich süß!: Rezeptideen für Kuchen, Desserts und mehr. Alternativ süßen ohne Industriezucker
Natürlich süß!: Rezeptideen für Kuchen, Desserts und mehr. Alternativ süßen ohne Industriezucker
von Johanna Handschmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genuss ohne Reue. Das gibt es tatsächlich., 20. März 2014
Johanna Handschmann stellt in ihrem reich bebilderten Rezeptbuch Ideen für Kuchen, Desserts und mehr vor, die ohne Industriezucker zubereitet werden. Das ist nicht nur für Diabetiker interessant, sondern auch für Menschen, die nicht zuckerkrank werden wollen.

Lust auf Süßes haben viele und meinen deshalb, sie könnten nicht auf raffinierten Haushaltszucker verzichten. Das aber ist ein Irrtum. Die Autorin klärt gut über den Hinkefuß "Haushaltszucker" auf. Der Bundesbürger verzehrt im Schnitt täglich 20 Teelöffel Zucker. Unglaublich. Das ist nicht gesund, weil das Risiko an Diabetes zu erkranken sich aufgrund solcher Haushaltszuckerorgien immens erhöht. Wie viel Zucker tolerierbar ist, kommt zur Sprache und man erfährt auch, welche sonstigen Gesundheitsstörungen aufgrund eines übermäßigen Zuckerkonsums entstehen können. Dann wird man über die Alternativen zu Zucker aufgeklärt. Dabei überzeugt mich Kokosblütenzucker aufgrund der vielen Nährstoffe und Mineralien am meisten, auch der niedrige GI-Werte von 35 lässt aufhorchen.

Es wird eine Fülle von Alternativen näher erläutert und auch gezeigt, wofür sie sich am besten eignen, bevor der Rezeptteil seinen Anfang nimmt.

Untergliedert ist dieser in:

Kuchen, Tartes & Torten
Muffins, Kleingebäck & Waffeln
Süße Hauptgerichte
Süße Snacks, Desserts & Eis
Feine Kleinigkeiten, Aufstriche & Drinks.

Die einzelnen Rezepte sind schrittweise und sehr gut erläutert. Zubereitungszeit, auch die Kühl- und die Backzeit werden genannt.

Wer gerne Süßes isst und dies sorglos tun möchte, dem sei dieses Buch an Herz gelegt. Die Rezepte überzeugen, weil sie Genuss ohne Reue versprechen und auch halten.

Empfehlenswert.


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