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Beiträge von Helga König
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Rezensionen verfasst von
Helga König
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Die heilende Kraft der Zahlen und Symbole: Universelle Energiequellen praktisch nutzen
Die heilende Kraft der Zahlen und Symbole: Universelle Energiequellen praktisch nutzen
von Susanne Oswald
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich lasse alte Schwingungen los, mache mich frei und nehme neue Lebensenergie auf." (Affirmation: Wasserfall),,, 16. Januar 2014
Dieses Buch der in Freiburg geborenen Autorin Susanne Oswald, die sich mit ganzheitlichen Themen befasst, thematisiert die universellen Energieträger "Zahlen und Symbole". Grundgedanke ist der Ansatz der Quantenphysik, die davon ausgeht, dass alles Energie ist, schwingt und sich gegenseitig beeinflusst. Darüber schreibt auch der von mir sehr geschätzte Dr. Dahlke, insofern war mir das Thema nicht fremd.

Das Buch hat einen theoretischen und praktischen Teil. Eine Vielzahl von Symbolen wird genau skizziert und es gibt jeweils eine Affirmation dazu. Beispiel: Die Blume des Lebens, die Ganzheit und Schutz schenken soll. Bemerkenswerterweise wurde dieses Symbol in vielen Kulturkreisen schon vor Jahrtausenden benutzt. Das Symbol besteht aus 19 Kreisen und inspirierte zahlreiche Künstler, speziell im Hinblick auf Sakralbauwerke, weil es als Sinnbild für die Verbundenheit und für die kosmische Ordnung gilt. Unter den Symbolen befindet sich auch das berühmte Pentagramm, der Regenbogen, das vierblättrige Kleeblatt und der Wasserfall, der dabei helfen soll, negative Schwingungen loszulassen.

Sehr interessant ist die Bedeutung von Zahlen. Möge das stimmen, was im Hinblick auf meine persönliche Zahl, die sich aufgrund meines Vornamens und Nachnamens ergibt, dort nachzulesen ist. Diese Zahl taucht übrigens einige Male in meinem Leben auf, selbst die Hausnummer des Hauses, wo ich geboren wurde, hat diese Zahl.

Über die Energie von Farben habe ich schon viel gelesen und weiß um deren Wirkung. Meine Affinität zu Rot und Orange, zeigt mir, womit ich gerne schwinge. Es stimmt. Ich staune.

Man erfährt mehr über Bachblüten. Für mich ein relativ neues Thema und wird mit Achtsamkeitsübungen, Atemübungen und Autogenem Training vertraut gemacht. Auch darüber habe ich viel gelesen und kann deshalb feststellen, dass die Themen sehr gut abgehandelt sind.

Inspirierend finde ich die Anleitungen zu einem visualisierten Bad und noch besser die Farbvisualisierungen, sie bewirken tatsächlich emotionale Veränderungen.

Im Praxisbereich finden sich viele gute Übungen, die unsere Energie stärken und uns noch kreativer werden lassen.

Ach ja, senden Sie Energieräubern Liebe und hüllen Sie sich in strahlendes Licht. Energieräuber scheuen das Licht. Immer.

Empfehlenswert.


Wunderwelt Warenhaus: Eine internationale Geschichte
Wunderwelt Warenhaus: Eine internationale Geschichte
von Jan Whitaker
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderwelt Warenhaus:, 14. Januar 2014
Nachdem ich gestern die beeindruckende Autobiographie des Gründers und Aufsichtsratsmitglieds der dm-Drogeriemärkte Götz W. Werner rezensiert habe, möchte ich heute einen Prachtband über die internationale Geschichte der "Wunderwelt Warenhaus" durch eine Rezension vorstellen. Verfasst wurde dieses reich bebilderte Buch von der Soziologin Jan Whitaker und aus dem Englischen von Birgit Fricke, Dörte Fuchs und Jutta Orth übersetzt.

Bevor ich die informativen Texte zu lesen begann, habe ich mich erst einmal ausgiebig in die Bilderwelt vertieft und mich gefreut ein uraltes Foto des Pariser Edelkaufhauses Bon Marché zu entdecken. Grandios ist die Architektur der alten und neuen Kathedralen der Konsumkultur, über die es viel zu erfahren gibt.

Das Werk ist in 7 Kapitel untergliedert:
Von der Weltausstellung zum Warenhaus
Ein endloser Einkaufsbummel
Kathedralen der Konsumkultur
Buhlen um die Gunst der Kunden
Im Bann der Schaufenster
Die hohe Kunst der Präsentation
Der Kunde ist König

Wissen sollte man, dass sich Warenhäuser und Weltausstellungen gewissermaßen Hand in Hand entwickelt haben. Die Weltausstellungen zwischen 1855 und 1914 dienten Warenhäusern als Inspirationsquelle und lieferten Modelle für ihre Bauweisen und Präsentationsmethoden. Gefördert wurde das Wachstum der Warenhäuser auch durch Fortschritte im Transportwesen. In den Weltwirtschaftskrisen 1890er und 1930er Jahre wurden die vom Publikum geschätzten Kaufhäuser seitens kleiner Händler als besonders bedrohlich empfunden, weil die Warenhäuser ein größeres Werbebudget hatten, niedrigere Preise kalkulieren konnten und deshalb in vielen Segmenten den Markt beherrschten.

Das Bon Marché in Paris galt bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als das größte Warenhaus der Welt, wurde aber schließlich von der Pariser Galeries Lafayette überflügelt. Gleichwohl waren es im 20. Jahrhundert amerikanische Warenhäuser, die Paris den Rang als Metropole der Warenhäuser abliefen.

Man lernt neben den alten Warenhäusern in den USA auch solche in England kennen, wobei beispielsweise Harrods 1849 noch ein kleines Lebensmittelgeschäft war. Auch deutsche Warenhäuser kommen zu Sprache. So entstand das erste Karstadt-Haus 1881 in Wismar,des Weiteren lernt man das Stammhaus von Leonhard Tietz in Köln visuell kennen, um schließlich mehr über Gründerinnen und Gründer zu erfahren, zumeist Menschen, die sich lieber außerhalb des Rampenlichts aufhielten. Nicht wenige waren erstaunlicherweise Außenseiter, ohne Macht, Kapital und Beziehungen. Gerade jüdischen Gründern schlug seitens von Beamten und Konkurrenten harte Feindseligkeit entgegen.

Nach dem Tod des Gründers wurden viele Warenhäuser als Körperschaften geführt und interessanterweise spielten zahlreiche Warenhausgründer und ihre Nachfolger in der Kunstwelt eine bedeutende Rolle, sei es als Sammler oder Museumsgründer, (vgl.:S. 55). Zahlreiche Gründer wurden mit Auszeichnungen überhäuft und der Sohn des Gründers Timothy Eaton sogar zum Ritter geschlagen.

Man erfährt, wie das Einkaufen modernisiert wurde. Das Warenhaus wurde zu einem Ort, an dem man sich an einer angenehmen Umgebung und der Gesellschaft vieler Menschen erfreuen konnte, während man schöne Dinge betrachtete, (vgl.S.64). Thematisiert wird, wie man Massen anlockte; man liest auch von Weihnachtsaktionen von Verkaufsspektakeln, wie etwa einer "Weißen Woche" in der Kaufhauskette von Ludwig Tietz, über das man näher unterrichtet wird. Nicht selten überbrückten Warenhäuser umsatzschwache Monate mit Verkaufsausstellungen.

Die Warenwelten werden zur Sprache gebracht. So hatte das Bon Marché etwa als Stoff- und Kurzwarenhandel begonnen und das Sortiment um Damenmäntel und – umhänge erweitert. Bemerkenswerterweise entzündete sich eine Art Kontroverse am Verkauf von Büchern in Warenhäusern, weil man meinte, dass dies den Werte der Bücher schmälere.

Über die Erweiterung des Sortiments in Warenhäusern wird man aufgeklärt und sieht Parallelen zu dem, was derzeit virtuell geschieht. Dabei wird man ein wenig wehmütig, wenn man sich all die schönen alten Konsumpaläste anschaut, die in unserer neuen Welt dem Untergang geweiht sind. Grund genug, sich dieses Buch in die hauseigene Bibliothek zu holen. Nichts geht über schöne Erinnerungen.

Über die große Ära der Warenhausbauten liest man Wissenswertes und kann sich aufgrund vieler Fotos einen Eindruck verschaffen, wie die Architektur dieser Paläste einst ausschaute. Beeindruckend in diesem Zusammenhang ist die imposante Art- nouveau-Glaskuppel der Galeries Lafayette in Paris. Art nouveau und Jugendstil, aber auch die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Stahlskelettbauweise werden thematisiert, auch die Architektur modernerer Zeiten bleibt in der Betrachtung nicht ausgespart, so etwa die Galeria Kaufhof in Frankfurt am Main. Ein schönes Gebäude.

Nicht uninteressant sind die Werbestrategien, so auch in Zeitschriften und Zeitungen, später im Radio oder Fernsehen, über die man hier mehr erfährt und schließlich die Schaufensterdekorationen, die als Indikator des Zivilisationsgrades galten. Schaufensterauslagen waren die grundlegende Form der Werbung. Man bediente sich der Repräsentationstechniken des Theaters. Oft agierten arbeitslose Bühnenbildner als Schaufensterdekorateure.

Was alles man bot und bietet, um den Kunden fühlen zu lassen, dass er ein König ist, ist wahrlich spannend zu lesen. Zum Schluss wird gefragt, was geschehen wird, wenn die Warenhäiser nicht mehr existieren und was an ihre Stelle rücken könnte? Wir wissen es bereits, denn wir befinden uns ja schon in der Alternativwelt, sei es als Kunden oder Schaufensterdekorateure. Aber nicht zu voreilig. Es gibt da noch andere Möglichkeiten. Darüber in meiner nächsten Rezension mehr.

Empfehlenswert.


Womit ich nie gerechnet habe: Die Autobiographie
Womit ich nie gerechnet habe: Die Autobiographie
von Götz W. Werner
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Womit ich nie gerechnet habe:, 13. Januar 2014
"Wer zynisch und verachtend mit seinen Kunden umspringt, behandelt in gleicher Weise seine Mitarbeiter."

(Götz W. Werner) Dies ist die überaus spannend zu lesende Autobiographie des Gründers und Aufsichtsratsmitglieds der dm-Drogeriemärkte, Goetz Werner, der am 5. Februar seinen 70. Geburtstag feiern wird. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass dieses Buch weitaus mehr als das verkörpert, was man üblicherweise unter einer Autobiographie versteht, denn es ist zugleich ein unglaublich gut geschriebenes, praktisches Betriebslehrebuch, aber auch ein Ratgeber für angewandte Ethik.

Untergliedert in einen Prolog, 16 Kapitel und einem Epilog, entfaltet sich das Leben und Wirken dieses humanistisch handelnden, in vieler Hinsicht erfolgreichen Kaufmanns, der zunächst über Evidenzerlebnisse nachdenkt, denen er immer eine besondere Achtung schenkt, weil sie richtungsweisend für ein erfolgreiches Leben sind. Evidenz verschafft Goetz W. Werner Erkenntnis, nämlich die das Richtige zu tun. Der Autor empfiehlt, sich für Evidenzerlebnisse zu sensibilisieren, indem man in die Welt hinausgeht, offen sowie neugierig schaut und sich darauf einlässt, wer oder was uns begegnet und wofür man sich erwärmt, (vgl.: S.16).

Liest man diese Autobiografie, so stellt man alsbald fest, dass Götz W. Werner sich stets sehr offen gegenüber allem Neuen gezeigt hat und eine sehr kluge Strategie sein eigen nennt, nämlich sich nicht überstürzt von Altem zu trennen, wenn das Neue ihn auf seinem Weg weiterbringt. Dabei allerdings hat er stets die Menschen im Auge, mit denen er zu tun hat, die für ihn niemals Mittel, sondern stets Ziel seiner Handlungen sind.

Der in Heidelberg geborene Drogist schreibt von den Anfängen seines Berufslebens, vom Betrieb seines Vaters, den er umkrempeln wollte als er erkannte, dass der gesamte Einzelhandel im Umbruch war. Als sein Vater seine Idee nicht mittragen wollte ging Werner seinen eigenen Weg und eröffnete 1974 seinen ersten Laden, nachdem die Preisbindung gefallen war. Man liest von seinem Konzept mit weniger Waren mehr Umsatz zu tätigen, aufgrund attraktiverer Preise und er vergisst dabei nicht zu erwähnen, dass der Umsatz letztlich der Applaus der Kunden ist.

Der Unternehmer berichtet wie er seine Firma aufgebaut hat und welche Kriterien er bei den Bewerbungen für das Filialnetz seiner Führungskräfte als wichtig erachtet hat. Er schreibt von bestimmten Handlungsmustern des unternehmerischen Erfolgs und warnt vor empirischem Handeln, weil man stets neue Fähigkeiten benötigt, um auf die Herausforderungen des Marktes zu reagieren, (vgl.: S.56).

Der Autor schreibt auch wie er zum anthroposophischen Denken kam und wie ihm klar wurde, dass er dieses Denken in sein unternehmerisches Handeln umsetzen müsse. Unter Anthroposophie besteht man übrigens die Weisheit vom Menschen. Für Werner ist sie zur Quelle geworden, um die Welt und die Menschen besser zu verstehen. Sie veranlasste ihn lösungsorientiert und nicht problemorientiert zu handeln. Für diesen Unternehmer gilt: "Wenn ein Unternehmer die Welt und seine Mitmenschen nicht liebt, wird er auf Dauer nicht erfolgreich sein." (Zitat S.66)

Man liest vom Werner`schen Kundengrundsatz, der ihn immer wieder vor Herausforderungen gestellt hat. Sein Ziel war es "Kundenbedürfnisse zu veredeln", d. h. Bedürfnisse zu befriedigen ohne sie "billig zu stimulieren", (vgl.S.70). Für ihn war klar: "Wer den Menschen nur zum Mittel macht, nicht zum Zweck, wird nicht den Menschen bedienen, sondern den Geldbeutel", (Zitat S.72). Werner legte von je her Wert auf ehrliche Kommunikation, was man ihm völlig abnimmt, wenn man dieses Buch gelesen hat.

Man erfährt wie er schon früh ökologisch und nachhaltig dachte und handelte, liest Wissenswertes zu Alnatura- Produkten, die in seinen Märkten angeboten werden, erfährt auch Näheres zu den dm-eigenen Produkten und der Idee, die dahinter steht.

Natürlich schreibt er auch über seine beiden Frauen und seinen sieben Kinder. Einfach hat dieser Mann er sich nicht gemacht als seine erste Frau krank wurde, sich trennte und schließlich Selbstmord beging. Werner ist ein Familienmensch ohne kostspielige, exklusive Hobbys, ein Mensch, der es versteht zwischen Berufs- und Privatleben keine künstliche Trennlinie zu ziehen, ein Mensch mit viel Herz. Sehr berührend.

Er schreibt in seinem Buch auch von seinem Umgang mit seinen Mitarbeitern und wie er sich vom Hierarchiebewusstsein in seiner Firma verabschiedete, um es in ein Prozessbewusstsein zu verwandeln. Die Folge dieser Verwandlung ist, dass der Maßstab der Mitarbeiter nicht mehr der Chef, bzw. Vorgesetzte, sondern der Kunde ist, (vgl. S. 101). Für Werner heißt Wirtschaft füreinander tätig zu sein und Arbeit ist für ihn dazu da, dass man sich entwickelt, dass man über sich hinauswächst, (vgl. S.103).

Man liest über professionelles Projektmanagement und auch über die beiden Dinge, die ein erfolgreicher Unternehmer benötigt: Eine klare Vision und die liebe zum Detail, (vgl. S.125). Dabei ist beides gleich wichtig. Er schreibt darüber, wie notwendig es ist, dass Mitarbeiter angstfrei über Verbesserungen in der Firma reden können. Nur so kann ein Unternehmen sich täglich neu erfinden und Schwachstellen beseitigen. Werner weiß, dass konstruktive Unzufriedenheit mit herrschenden Umständen die Voraussetzung für Innovation darstellt, (vgl.: 134). Er ist selbstbewusst genug, sich dieser konstruktiven Unzufriedenheit zu stellen, um zu lernen.

Er schreibt über die vier Schritte von Veränderung und verdeutlicht, dass der richtige Rhythmus zwischen Kontinuität und Kreativität die eigentliche Herausforderung erfolgreichen Unternehmertums darstellt. Geistesgegenwart ist wichtig. Werner ist immer präsent, bewusst zukunftsgewandt und lösungsorientiert. Für ihn, der an Reinkarnation glaubt, besteht das Leben in Aufgaben, die es zu lösen gilt und er weiß, dass es immer einen Weg gibt, für einen Menschen, der wirklich unternehmerisch disponiert ist, (vgl. S.151).

Werner vermutet, dass seine sportliche und unternehmerische Grundhaltung ihn vor großen Krisen bewahrt hat. Weil er stets sensibel für Veränderungen war, kann er auf eine kontinuierliche Entwicklung ohne wesentliche Rückschläge zurückblicken, (vgl.: S. 151).

Es führt zu weit, auf all die Einzelheiten seines im Buch dargelegten, betriebswirtschaftlich sinnvollen Handels einzugehen. Erwähnen möchte ich allerdings die "dialogische Führung". Werner erkannte, dass am Abteilungsdenken die Gemeinschaft zerbricht und es anstelle von Kooperation nur Konkurrenz gibt in Firmen mit diesem Grundmuster, das kontraproduktiv ist für den Firmenerfolg. Ein wesentlicher Teil der Entwicklung bestand für Werner in seinem Unternehmen in der Reflexion des Tuns, der Organisation und Firmenkultur. Für ihn ist es wichtig, dass Mitarbeiter aus eigener Einsicht und eigener Verantwortung handeln. Bei dem von ihm bevorzugten dialogischen Führungsstil geht es darum, dass im Gespräch auch immer Sinn vermittelt wird. Die Art dieses Umgangs fördert die Selbstbestimmung des Einzelnen.

Werner schreibt auch von dem Wechselspiel zwischen Wachsen und Schrumpfen und darüber, dass Frauen viel eher bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, während Männer zunächst fragen, wer eigentlich dafür zuständig ist, (vgl.: S. 198).

Es ist schon interessant zu lesen, dass der Umbau und die Verflachung der Hierarchie ein wesentlicher Schritt für den weiteren Erfolg vom dm war. Das hatte ich fast vermutet, nachdem ich viele Jahre als Kundin meine Personalbeobachtungen dort angestellt habe. Ich kenne sonst keinen Markt, der so viel Freundlichkeit und Harmonie ausstrahlt. Das ist sicher auch ein Ergebnis der Prozessorientierung.

Werner hat sich viele Gedanken über den Wert der Arbeit eines Jeden gemacht und er begreift ein Unternehmen als einen sozialen Organismus. Diesen Gedanke, den er näher ausführt (S. S. 225ff) sollten sich viele Unternehmer bewusst machen. Es würden manche Schwierigkeiten nicht entstehen, weil man den nötigen Respekt voreinander spürt, um bereits zu sein, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Werner streift auch die Fehlentwicklungen bei Schlecker, deren Ursachen sehr schnell klar werden. Aber auch Werners Idee eines Grundeinkommens bleibt im Buch nicht ausgespart und auch nicht seine Professur und der Rückzug aus dem operativen Geschäft seiner Firma. Doch ich möchte nicht zu viel verraten...

Besonders gut gefallen hat mir nachstehender Gedanke des Autors, mit dem ich die Rezension beenden möchte:"Der Mensch ist ein Wesen auf der Suche nach Sinn. Er braucht eine spezifische Aufgabe, die darauf wartet, von ihm gelöst zu werden. Er lebt in der Hingabe an eine solche Aufgabe." (Zitat: S. 256)

Ich bin völlig fasziniert von Götz W. Werner, dessen Lebensklugkeit und dessen großes soziales Engagement mich völlig gefangen nimmt. Seine Autobiografie kann man nicht genug loben.

Ein Buch, das ich nachdrücklich empfehle.


Mit Blumen wohnen: Deko-Ideen für jeden Raum
Mit Blumen wohnen: Deko-Ideen für jeden Raum
von Jane Packer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

5.0 von 5 Sternen Mit Blumen wohnen: Deko-Ideen für jeden Raum ..., 9. Januar 2014
Die renommierte britische Floristin Jane Packer hat gemeinsam mit der Fotografin Catherine Gratwicke dieses Buch mit vielen inspirierenden Bildern auf den Weg gebracht.

Die Grundidee besteht darin, jeden Winkel des Hauses mittels Blumen zu beleben. Um diesem Ziel näher zu kommen, erläutert Packer zunächst, worauf man beim Einkaufen, Pflegen und Auffrischen achten soll. So erfährt man, dass durch Blumenfrischhaltemittel aufgrund der darin enthaltenen Nährstoffe sich die Knospen besser öffnen und dass solche Mittel verhindern, dass sich Bakterien in der Vase vermehren. Man erfährt, wie man mit schönen gebundenen Blumensträußen verfährt, die man geschenkt bekommt und hängende Blumenköpfe wieder auffrischt. Die Methode, die beschrieben wird, funktioniert sogar bei Rosen. Ich kannte sie bislang nicht.

Anschließend setzt die Autorin die Leser über ihre Designphilosophie in Kenntnis, um alsdann über Lieblingsblumen einige Überlegungen anzustellen. In der Folge dann stellt Packer Blumendesignbetrachtungen für die Diele, das Wohnzimmer, die Küche und den Essbereich sowie für Schlafzimmer und Bad an. In diesem Zusammenhang kann man eine Vielzahl von Bildern bewundern und die Gestaltungsideen zuhause umsetzen.

Sehr gut gefallen mir Hortensienköpfe unter Glas. Die Idee werde ich in etwas abgewandelter Form übernehmen und mit Moos und blauen Hyazinthen morgen einen Versuch starten. Gardenien in weißen Übertöpfen sind sehr edel, passen natürlich nur in ein entsprechendes Umfeld: Grün, Weiß, maximal einige Brauntöne.

Die Gestaltungsideen mit Blumen aus allen Jahreszeiten für jeden Wohnbereich werden Blumenliebhaber entzücken. Dabei gefallen mir für die Küche besonders die Zierapfelzweige, aber auch Hagebuttenzweige- und Paprikastiele.

Man erwirbt in diesem Buch ein gewisses Stilempfinden in der Sache, sofern man es zuvor noch nicht hatte, d.h. welche Blumen sich für welchen Raum am besten eignen. Ich liebe blaue Skabiosen. Dass diese in Porzellankrügen ganz zauberhaft ausschauen, will ich nicht unerwähnt lassen. Eine schöne Idee der Floristin.

Ein wenig Grün im Badezimmer, warum nicht? Alles sehr verlockend und inspirierend.

Für alle, die Freude an Blumen haben, ein wirklich gelungenes Buch. Die Bilder sind Balsam für die Seele, besonders im Winter.

Empfehlenswert.


Platz da?: Stauräume schön & praktisch
Platz da?: Stauräume schön & praktisch
von Margaret S Wills
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Platz da?: Stauräume schön & praktisch ..., 9. Januar 2014
Dieses kleine, reich bebilderte Büchlein von Margaret Sabo Wills finde ich ganz ungemein inspirierend und lehrreich. Gezeigt wird wie man seine sieben Sachen, die man nicht täglich benötigt, gut verstaut und Platz in der Wohnung schafft.

Untergliedert ist der Ratgeber nach einleitenden Betrachtungen mit dem Motto "Organisation ist alles" in die Rubriken: Wohnen, Arbeitsplatz, Küchen, Bäder, Garderoben und Nutzräume.

Sehr erhellend sind die Tipps im Hinblick auf Regale. Hier habe ich mich der Bücher, DVDs und CDs wegen gerne beraten lassen und bin dank des Ratgebers auf ganz neue Lösungen gekommen.

Auch für die anderen genannten Räume findet man sehr gute Anregungen, Dinge platzsparend aufzubewahren. Sehr schön sind die Beispiele für offene Küchenregale, auch die Ideen für ein aufgeräumtes, wohnliches Bad und für Stauräume in Dielen im Hinblick auf Schuhe etc.

Man staunt wie aufgeräumt alles sein kann, wenn man mit System vorgeht. Ein Buch, mit dem man gerne das Jahr beginnt, speziell wenn man die Mentalität eines Eichhörnchens hat, sprich gerne sammelt, aber keinen chaotischen Zuständen Vorschub leisten möchte.

Empfehlenswert.


Farbe bekennen!: Wohnen mit kräftigen Tönen
Farbe bekennen!: Wohnen mit kräftigen Tönen
von Sarah Lynch
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Farbe bekennen!: Wohnen mit kräftigen Tönen ..., 9. Januar 2014
Sarah Lynch ist die Autorin dieses bemerkenswerten, reich bebilderten Büchleins, das für alle die im Frühjahr ihre Wohnung verschönern möchten, sehr hilfreich ist.

Hier findet man wertvolle Inspirationen, Ideen und Tipps für die Verwendung kräftiger Farben in Wohnräumen. Dabei ist der Ratgeber nach einem einleitenden Teil in die Rubriken: Blau; Orange; Lila; Gelb; Rot; Grün; Rosa; Schwarz untergliedert.

Aufgeklärt wird man im Vorfeld über benachbarte Farben, Komplementärfarben und auch vom Nichtvorhandensein von Farbe und welche Wirkung dies im Einzelnen hat.

Pro Rubrik werden einzelne Farbnuancen gezeigt und die Wirkung der jeweiligen Farbe erläutert. Meine Lieblingsfarbe ist Orange, weil diese Farbe einem Raum fernöstliches Flair, Wärme sowie gute Laune einhaucht. Sehr schöne Inspirationen in dieser Farbe werden vorgestellt, das übrigens gilt auch für die Farbe Gelb, der idealen Bürofarbe. Sie macht munter und aktiv, das weiß ich aus eigener, jahrelanger Erfahrung.

Der Farbe Lila kann ich nichts abgewinnen. Mir unverständlich, wie man sich dieser Farbe freiwillig aussetzen kann. Sie soll schon Leute in den Suizid getrieben haben, wie mir zu Ohren kam. Eine auberginefarbene Wand und entsprechende Möbel (siehe 50-51) lösen beim mir schon beim bloßen Anblick Beklemmungen aus.

Ziegel- und Zinnoberrot findet mein Gefallen, letztlich jedoch sind es die Blautöne, die in Verbindung mit Cremeweiß am elegantesten wirken und die man noch nach Jahren nicht satt hat.

Nach der Lektüre des Büchleins ist dem Leser das Phänomen Farbe bewusster und er weiß, was er in einer Wohnung damit bewirken kann: Ruhe oder Sturm, je nach Gusto.

Ein gelungenes Buch.


Die Frau, die nicht lieben wollte: Und andere wahre Geschichten über das Unbewusste
Die Frau, die nicht lieben wollte: Und andere wahre Geschichten über das Unbewusste
von Stephen Grosz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen "Die Zukunft ist kein Ort, zu dem wir unterwegs sind, denn sie ist heute schon eine Idee in unserem Kopf., 7. Januar 2014
Sie ist etwas, was wir erschaffen, und von der wir wiederum erschaffen werden. Die Zukunft ist eine Phantasie, die unsere Gegenwart prägt." (Stephan Grosz, S.167)

Das Buch enthält eine Reihe höchst nachdenklich stimmender, wahrer Geschichten, die der amerikanische Psychoanalytiker Stephen Grosz seinen Lesern offeríert, vielleicht damit diese ein wenig besser die menschliche Psyche verstehen.

Das Geschichten wurde in 14 Sprachen veröffentlicht. Ins Deutsche übersetzte es Bernhard Robben, der übrigens für sein Lebenswerk mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet wurde.

Untergliedert sind die Geschichten in fünf große Abschnitte, deren Oberbegriffe Anfänge, Lügen, Lieben, Veränderung sowie Gehen/Verlassen lauten. Diese Themen sind in den spannend zu lesenden Texten zu finden.

Der Autor meint in seinem Vorwort, dass es ihm in seinen Episoden um unseren Wunsch zu reden, zu verstehen und verstanden zu werden gehe, gleichwohl auch ums Zuhören, nicht bloß darum, den Worten zu lauschen, sondern auch um Stille, die Lücken dazwischen. Das, was er beschreibe, sei kein magisches Geschehen, sondern Teil unseres Lebens.

Natürlich macht es keinen Sinn an dieser Stelle die über 30 Geschichten kurz nachzuerzählen, um anschließend deren Inhalt zu analysieren oder zu problematisieren. Dies ist wohl eher die Aufgabe eines mehrwöchigen Psychologie-Seminars.

Man liest Geschichte um Geschichte und lernt auf diese Weise menschlich unbewusstes Verhalten kennen, vielleicht auch sein eigenes. Gerade vor einigen Tagen unterhielt ich mich mit einem sehr nachdenklichen Mann über das Attentat auf das World Trade Center, weil mir noch immer unklar ist, weshalb die Menschen nicht sofort die Türme verlassen haben. Verblüfft stellte ich jetzt fest, dass eine der Geschichten im Buch genau von dieser Problematik handelt. Grosz macht darin deutlich, dass die Ursachen hierfür in der Angst vor Verlust liegt und genau diese Angst es ist, die dazu führt, dass Menschen alles verlieren.

Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für das Unbewusste in unserem Verhalten interessieren und diesbezüglich neue Erkenntnisse gewinnen möchten.

Empfehlenswert.


Meine Dukan Diät: Das 9-Wochen Erfolgsprogramm
Meine Dukan Diät: Das 9-Wochen Erfolgsprogramm
von Pierre Dukan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Meine Dukan Diät:, 6. Januar 2014
Dr. Pierre Dukan hat dieses Diät- Buch weltweit 11 Millionen Mal verkauft. Grund genug sich damit näher zu befassen. Übergewichtig bin ich nicht, aber ich möchte im Frühling einfach gerne ohne Zwicken und Zwacken in meine 28er Sommerjeans passen, zudem möchte körperlich fit bleiben. Da kommen mir gute Ratschläge sehr zu Pass. Gleich heute Morgen haben ich mit Kniebeugen und Sit-ups begonnen, zudem war ich eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs und bin ferner eine halbe Stunde gejoggt. Das hätte Dr. Dukan gut gefallen, weil ich mehr gemacht habe als er erwartet hat.:-))

Dr. Dukan ist in Frankreich der bekannteste Ernährungsspezialist und betreibt eine interessante Website. In den aufklappbaren Innenseiten der Buchdeckel erhält man einen guten Überblick über die Dukan –Diät, die in 4 Phasen untergliedert ist: Angriffsphase, Aufbauphase, Stabilisierungsphase und Erhaltungsphase. Hier bereits wird kurz skizziert, was man im Einzelnen zu tun hat und welche Ergebnisse erzielt werden können.

Je nach abzunehmendem Gewicht dauert die Angriffsphase an, in der nur Eiweißprodukte verzehrt werden dürfen. 72 proteinreiche Nahrungsmittel kommen in Frage. Essen darf man davon soviel man möchte. Hinzu kommt eine bestimmte Menge Haferkleie, die sich durch eine besondere Absorptionsfähigkeit und durch natürliche Viskosität auszeichnet.

Dr. Dukan informiert über gesundheitliche Aspekte, nennt Figurentypen und empfiehlt tägliche Übungen für Menschen die jung und sportlich sind und solche die zur Generation über 50 plus zählen und mäßig Sport treiben. Dabei steigert er das Übungspensum täglich ein wenig. Tag für Tag und Woche für Woche wird alles bestens erläutert und mittels Motivation und einem Diättagebuch dem Abnahmewilligen zur Seite gestanden.-

Es macht Freude Dr. Dukans Botschaften täglich zu lesen und ihn gewissermaßen an der Seite zu haben. Immer wieder kann man auch Rezepte nachlesen und diese problemlos zubereiten. Sein immerwährendes Postulat "Seien Sie aktiv!" programmiert man schnell ins Gehirn ein und handelt entsprechend danach.

Eine Fülle von Fakten warten täglich auf den Leser, der ganz konsequent die täglichen Infos lesen und beherzigen und die täglichen sportlichen Übungen realisieren sollte, weil sie nicht nur schlanker machen, sondern auch verjüngend wirken.

Die erlaubten Lebensmittel für die einzelnen Phasen kann man der Innenseite des hinteren Buchdeckels entnehmen und damit kreativ umgehen. Das gefällt mir gut, weil es mir Freiraum beim Zubereiten von Speisen lässt.

Nachdem ich das Buch erst einmal gelesen und mir einen Eindruck verschafft habe, bin ich zum Ergebnis gelangt, dass es überaus motivierend ist. Mein erklärtes Ziel ist es nach 57 Tagen 70 Sit-ups und 24 Kniebeugen zu schaffen. Eine halbe Stunde Bewegung in Form von Spaziergang oder Joggen am Tag ist für mich ohnehin normal.

Abnehmen mit der Methode Dr. Dukan ist kein Problem. Die Lebensmittelauswahl lässt nichts anderes zu. Eine gelungene Alternative zur Strunz-Diät, mit ähnlichen Grundgedanken. Ideal auch für Männer, die ihr Übergewicht loswerden wollen.
Keine komplizierten Rezepturen, viel Eiweiß. Da freut sich das Testosteron.

Empfehlenswert.


Business Energy: Mit minimalem Aufwand maximale Leistung erzielen
Business Energy: Mit minimalem Aufwand maximale Leistung erzielen
von Yorck von Prohaska
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,95

5.0 von 5 Sternen Business Energy, 6. Januar 2014
Der Managementberater Yorck von Prohaska lotet in seinem Buch die Möglichkeiten aus, wie man die Effizienz in Firmen erhöhen kann. In seinen Untersuchungen hat er dabei festgestellt, dass im Bereich der Effizienzsteigerungen von Unternehmen, Abteilungen und Teams stets die gleichen Hindernisse aufgetauchen.-

Um die Leser für das Thema zu öffnen, macht er von Prohaska zunächst mit seinem Business Energie-Modell vertraut und veranschaulicht dessen Wirkungszusammenhänge. Er zeigt in der Folge, weshalb wir uns mit Energieverlusten in Firmen befassen müssen, die vorliegen, wenn die verfügbare Energiemenge kleiner ist als die aufgewendete. Der Autor untergliedert in produktive, unproduktive und kontraproduktive Energie, erläutert jeweils, was man darunter versteht und welche Folgen sich daraus ergeben.

Zur Sprache gebracht wird, dass nicht zuletzt in großen Unternehmen Strukturen vorliegen, die Ineffizienz und Unproduktivität nicht nur zulassen, vielmehr sogar begünstigen. Kleine Firmen würden bei besagten Strukturen recht schnell zugrunde gehen. Gemeint sind beispielsweise Machtspiele in Großfirmen. Erläutert wird gut nachvollziehbar, weshalb sogenannte "weiche Faktoren" (die in einer Firma gelebten Werte) erfolgsentscheidend sind.

In diesem Zusammenhang listet der Autor vier Grundtypen der Organisationskultur auf:

Eine Kultur der hohen Leistung und des hohen Vertrauens
Eine Kultur niedriger Leistung und hohen Vertrauens
Eine Kultur hoher Leistung und niedrigen Vertrauens
Eine Kultur niedriger Leistung und niedrigen Vertrauens

Genau erklärt wird, wodurch sich diese Unternehmenskulturen auszeichnen und zu welchen Ergebnissen sie führen. Jedem vernunftbegabten Führungsmenschen dürfte sofort klar sein, dass eine leistungsorientierte Vertrauenskultur am effizientesten ist, nicht nur weil die Leistung hoch ist, sondern weil der Managementaufwand für Absicherungs- und Kontrollmaßnahmen nahezu entfällt.-- Weshalb Vertrauen die Basis für eine effiziente Kooperation darstellt, wird gut erläutert und es wird nicht unerwähnt gelassen, dass derjenige, der vertraut sich abhängig macht von der Redlichkeit des anderen. Menschen, die in einem Umfeld arbeiten, in dem Misstrauen herrscht, verwenden eine Menge Zeit darauf, sich abzusichern (S. 52), weil generell schlechte Absichten unterstellt werden. Wegen der extremen Absicherung und Kontrolle fehlt Energie für die eigentliche Arbeit. Sehr rasch wird klar, dass Vertrauen eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit ist, um eine Top- Leistung zu erbringen und Höchstleistungen in Betrieben nur in Verbindung von hoher Leistung und Vertrauen möglich sind.

Yorck von Prohaska zeigt, wie man eine leistungsorientierte Vertrauenskultur aufbaut und verdeutlicht dabei sehr gut, dass eine Vertrauenskultur mit einem Minimum an Kontrolle auskommt. Ziel ist es, das Personal zur Selbststeuerung zu befähigen, auf hinderliche Hürden zu verzichten und hierdurch die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Natürlich ist die Auswahl der Mitarbeiter entscheidend. Diese müssen zur Unternehmenskultur passen. Wichtig sind Leistungsbereitschaft und Vertrauenswürdigkeit. Fachliche Mängel können bei entsprechender Leistungsbereitschaft zumeist schnell behoben werden, Persönlichkeitsschräglagen bei umwerfendem Leistungsnachweis allerdings wohl kaum.

Sieben Punkte erläutert der Autor gut verständlich und ausgiebig, die notwendig sind, um eine leistungsorientierte Vertrauenskultur aufzubauen und er zeigt auch wie man negative Veränderungen vermeidet und wie man beispielsweise eine patriarchalische Harmoniekultur dynamisieren kann.

Sehr gut wird erklärt wie man Energie freisetzt und erhält. Wer erfolgreich führt, für den muss Respekt eine unabdingbare Grundhaltung sein. Ferner muss eine solche Führungskraft berechenbar und konsequent und natürlich fair sein. Zur Sprache gebracht wird die richtige Kommunikation, die Leistungsenergie fördert und es werden die Auswirkungen der unterschiedlichen Unternehmenskulturformen aufgezeigt. Man wundert sich, wie bescheuert mitunter Führungskräfte sein müssen, wenn sie eine "leistungsarme Misstrauenskultur" nicht abstellen und mindere Effizienz längerfristig in Kauf nehmen. In der Regel kann es sich bei solchen Personen m.E. nur um Hierarchieaufsteiger im Sinne des Peter-Prinzips handeln, die völlig fehl am Platz sind. Eine kluge Führungskraft wird alles unternehmen, um die Rendite zu maximieren und dabei seine Mitarbeiter auf Kurs zu halten. Mangelnde Loyalität des Personals ist das Ergebnis einer falschen Unternehmenskultur, die das Unternehmen schwächt, anstelle es zu stärken.

Sehr empfehlenswert.


Der Gen-Code - Das Geheimnis der Epigenetik - Wie wir mit Ernährung und Bewegung unsere Gene postiv beeinflussen können. Der Schlüssel zu mehr Lebensfreude; Fitness und optimalem Fatburning.
Der Gen-Code - Das Geheimnis der Epigenetik - Wie wir mit Ernährung und Bewegung unsere Gene postiv beeinflussen können. Der Schlüssel zu mehr Lebensfreude; Fitness und optimalem Fatburning.
von Ulrich Strunz
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Der Gen-Code, 5. Januar 2014
Dieses Buch von Dr. Ulrich Strunz kommt völlig ohne Bilder aus. Das ist sehr ungewöhnlich für Strunz-Publikationen und hat mich sofort neugierig werden lassen, weshalb der Autor sich dazu entschieden hat, dieses Mal sich auf sehr dichte Texte zu beschränken.

Zunächst habe ich natürlich den Klappentext gelesen, um mir einen kurzen Überblick zu verschaffen, worum es geht. Ganz zum Schluss finden sich hier zwei Sätze, die mich gewissermaßen aufhorchen ließen: "Und alles liegt in unserer Verantwortung: Denn jeder Handlung hat Einfluss auf das Verhalten unserer Gene."

Unsere Gene sind gesund, wenn wir Folgendes bei uns feststellen können: Körperliche Fitness, starke Nerven, positive Stimmungslage, verjüngte Körperzellen, optimales Fatburning und mehr Lebensfreude.

Die Genforschung wurde übrigens 1843 von Gregor Mendel begründet. Dr. Strunz erläutert zunächst Wissenswertes zum Genom und lässt den Leser wissen, dass sich Genetiker derzeit in erster Linie für die Rolle der nichtcodierten Gene, sprich der Introne interessieren. Erklärt wird, was man unter Punktmutation zu verstehen hat. Diese entstehen durch Veränderungen in den Grundmustern der DNS-Strukturen. Teilweise können sie durch entsprechende Therapien behandelt werden. Wie es sich mit so genannten Epigenetics verhält wird auch erklärt, bevor man erfährt, wie man damit die biologische Altersuhr zurückdrehen kann.

Erklärt wird, wieso Wassermangel uns früher altern lässt. Dehydrierte Zellen, sprich solche, denen Flüssigkeit entzogen wird, bauen Mitochondrien ab. Welche Folgen dies für das Herz und den Gesamtstoffwechsel hat, wird gut erläutert. Kalium scheint in diesem Zusammenhang sehr wichtig zu sein, weil der Verlust von Zellwasser die Zellen schneller schrumpfen lässt und sie dadurch leichter von freien Radikalen, Bakterien, Viren, sowie von Schade- und Giftstoffen angegriffen werden können.

Was freie Radikale sind wird zur Sprache gebracht und hervorgehoben, dass man gegen sie mittels Vitamin A, C, E und dem Spurenelement Selen zu Felde ziehen kann. In welchen Lebensmitteln diese Vitamine und das Spurenelement vorhanden sind, erfährt man natürlich auch. Dass Eiweiß jünger macht, wissen Strunz-Jünger schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Auch in seinem neuen Buch, darf man sich dies abermals klar machen. Je weniger Eiweiß man am Tag zu sich nimmt, umso geringer ist die Fähigkeit mit den Herausforderungen des Alltags fertig zu werden, so die Untersuchungsergebnisse. Dabei wird die Proteinverdauung verbessert, wenn man Eiweiß in Verbindung mit Obst isst. Fleisch ist kein notwendiger Eiweißlieferant. Strunz nennt eine Fülle pflanzlicher Eiweißprodukte, die reich an Protein sind. Er schreibt auch über die Jungmacher Vitamin B6 , B 12 und Folsäure und was geschieht, wenn Folsäuremangel vorherrscht.

Über Haut und Haare und wie man diese jung hält wird man auch in Kenntnis gesetzt, liest in dem Zusammenhang Näheres über Biotin. Dass man mit der Methode Strunz schlank werden oder bleiben kann, kann ich allen versichern. Ich lebe seit sehr langer Zeit nach seinen Erkenntnissen. Schlank ist eine Frau dann, wenn ihr Bodymaß-Index weniger als 24 beträgt. Wer viel Eiweiß und Vitamin C zu sich nimmt, produziert einen Fatburner, der sich noch mehr potenziert, wenn man Jod, Obst und Sonne zur Hilfe nimmt. Aufgelistet werden diverse Lebensmittel, die schlank und auch solche, die dick machen. Dann liest man über die gesundheitliche Wirkung von Kurkuma und Ingwer, grünem Tee, Trauben, Tofu und Kohl und schließlich das Wichtigste über unsere Gene.

Diese bedürfen allerdings nicht nur einer gesunden Ernährung, sondern auch des seelischen Wohlbefindens. Wie man dieses erreicht, wird durch das vorliegende Buch sehr schnell klar und man hat auch Gelegenheit sich die unablässigen Angriffe der Umwelt bewusst zu machen, die in bestimmten Gebrauchsgegenständen, Lebensmitteln, Haushaltsprodukten, Kosmetika und anderen Toxínen enthalten sind.

Dr. Strunz spricht von 170 000 Umweltgiften und deren Derivaten, die unserem Immunsystem zu schaffen machen. Gesunde Ernährung, viel Bewegung, Sauerstoff und ausreichend Schlaf sind das natürliche Rüstzeug, das wir brauchen, um uns mit dem Thema Umweltgifte lösungsorientiert auseinanderzusetzen.

Was mir an dem neuen Buch gefällt ist die komprimierte Darstellung von Strunz-Erkenntnissen, nicht reißerisch, sondern "Fakten, Fakten Fakten". Gratulation

Sehr empfehlenswert.


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