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KalyanaMitrah (Wien)

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Grenzenlose Erleichterung: Bewusst und glücklich sein
Grenzenlose Erleichterung: Bewusst und glücklich sein
von Felix Gronau
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,80

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwing dich zu nichts, lass geschehn was geschieht und genieß das Leben., 8. April 2011
Das ist einfach. Und gar nicht so leicht.

Insgesamt breitet Felix Gronau seine Erfahrungen und Erkenntnisse mal in plaudernder Erzählform, mal Versen (Haikus) und mal in aufzählender Weise aus. Die knapp über 300 Seiten zogen sich manchmal dahin, zugegeben.. ich habe dann einfach das Buch gerne mal weggelegt, ein anderes gelesen, um dann wieder darauf zurückzukommen. Das ist für michein gutes Zeichen, weil ich interpretiere das so, dass der Inhalt einfach eine Zeit lang verdaut werden musste, bevor ich mich mit Felix - er wächst einem so richtig ans Herz - wieder auf die gemeinsame Reise Richtung Erleichterung begeben konnte. Es gab einige sehr wertvolle Textpassagen für mich, besonders die Schilderungen des persönlichen Werdeganges und die immer wiederkehrenden "Gedanken!"-Muster: Bin ich nun soweit? Bin ich angekommen? Ist es das wirklich schon? Und wie kann ich denn nun diese Stille ins tägliche (laute) Treiben auf der bunten Straße des Lebens bringen? Kann ich als Niemand in der Welt überhaupt funktionieren? Ja, viel besser, denn ich steh mir selbst nicht mehr im Weg. Was mache ich mit der unweigerlich auftretenden Konfusion? Wertfrei beobachten, wie es ist. Auch das geht vorüber...

Die Selbstironie gefällt mir. Auch die klaren Ansagen, was Konzentration-Meditation-Versenkung-Erleuchtung bedeutet. Die ruhigen, leeren, weit offenen Bewusstseinszustände (Samadhi) fand ich sehr gut beschrieben, so gut wie es eben mithilfe von Subjekt-Prädikat-Objekt-Konstruktionen möglich ist. Auch die Kette Gedanken-Vorstellungen-Überzeugungen-Tatsachen fand ich hilfreich. Nach und nach lösen sich die Knoten auf und das Buch wird immer weniger (be)greif-bar. Kausale Zusammenhänge werden als illusorisch (auf der absoluten Ebene der Realität) angesehen, doch wird diese Ansicht nicht gleich als Dogma propagiert, sondern als weitere zu erfahrende Einsicht in die Tiefe der Wirklichkeit dargestellt. Es wird zwar geschrieben, so sei es nun mal. Aber wie das zu verstehen ist, lesen wir auf den letzten drei Seiten, die wirklich äußerst gelungen sind. Wer das Eine, Ungeborene, wer sich selbst als DAS erkennt, gut!, wer nicht, der möge freilich voll Freude in der wunderbar gestalteten Illusion, eine Person in einer Welt zu sein, weiter leben. Ich empfehle dir das Buch, wenn du bereits auf dem spirituellen Pfad unterwegs bist, und ich lege es dir ans Herz, solltest du vor allem die jhanas (Samadhi) üben, also die acht Stufen der Versenkung.

"Wozu Erleuchtung? Alles bleibt, wie es ist" Diese Einsicht teilt der Autor mit uns auf Seite 238. Damit hat er die Essenz des Buches finde ich sehr schön in drei Zeilen verpackt. Diese Rezension bezieht sich übrigens auf das Buch mit dem Untertitel: "Mystische Erkenntnisse eines Glücklichen" (Kamphausen-Verlag, 1. Aufl., 2004, 308 Seiten).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 21, 2012 2:03 PM MEST


Das Tor des Erwachens
Das Tor des Erwachens
von Jack Kornfield
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vor dem Erwachen: Praxis. Nach dem Erwachen: Praxis., 26. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Tor des Erwachens (Gebundene Ausgabe)
Kennst du das? Ein Buch, dessen Lektüre länger braucht, einfach aufgrund der hohen Dichte und weil es so wertvoll erscheint zurückzublättern, um etwas noch einmal zu lesen, weil es so schön ist?

Jack Kornfield ist gut vertraut mit dem spirituellen Weg und spricht aus eigener Erfahrung. Zugleich schöpft er aus vielen Gesprächen mit spirituellen Freunden, Lehrerinnen usw. Er zeigt verschiedene Tore des Erwachens, d.h. Zugänge zur Erfahrung der Wahrheit (1. Erbarmen, 2. Leere, 3. Allverbundenheit, 4. Ewige Gegenwart) und betont schließlich, dass das "Eingestehen des eigenen Nichtwissens der Nährboden der Weisheit" (S. 337) ist. Ich verstehe nun ein wenig besser, warum die gemeinsame Praxis in der Gemeinschaft (die letztlich auf alle Wesen ausgedehnt zu verstehen ist) so wesentlich ist (Kap. 15) und wie ich mich mit meiner persönlichen Geschichte versöhnen kann (u.a. im Kapitel 14: "Das Familienkarma akzeptieren"). Der Autor weist darauf hin, dass spirituelle Erfahrung nicht von ekstatischen Erfahrungen oder bestimmten außergewöhnlichen Ereignissen abhängt, sondern von der aufrichtigen Intention, Weisheit und Mitgefühl im täglichen Leben zu verwirklichen. Deshalb finde ich den englischen Originaltitel "After the Ecstasy, the Laundry" auch so passend, während der deutsche Titel (samt Untertitel) wie so oft etwas irreführend erscheint. Die Lektüre befreite mich momentan von Idealvorstellungen, Ehrgeiz und unerreichbaren Zielvorgaben, so als wäre Nirvana bzw. Erleichterung dort und ich hier... was zu tun bleibt: diese Einsicht umzusetzen. Die Kernaussage des Buches ist: Vor dem Erwachen üben wir. Nach dem Erwachen üben wir.

Es ist für mich ein sehr ermutigendes und liebevoll geschriebenes Buch, voller Beispiele, Zitate und Anekdoten, die zu eigener Einsicht verhelfen. Bedeutende LehrerInnen, MeisterInnen, Nonnen, Mönche, Laien etc. haben mitgewirkt, z.B. Gary Snyder, Ram Dass, Ajahn Chah, Thich Nhat Hanh, Chogyam Trungpa, Pema Chödrön, Mary Oliver, Joanna Macy, T.S. Eliot, Rumi, Walt Whitman, Stanislav Grof etc etc., eine unglaubliche Fülle an spirituellen BegleiterInnen, die Jack Kornfield, Pschologe und Psychotherapeut, Gründer des Spirit Rock Center und Insight Meditation Center, zu seinen FreundInnen und in diesem Buch zu Wort kommenden InterviewpartnerInnen zählen darf.


Meine Welt: Blind, taub und optimistisch. Leben und Lernen der Helen Keller
Meine Welt: Blind, taub und optimistisch. Leben und Lernen der Helen Keller
von Werner Pieper
  Taschenbuch

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Vermächtnis einer taubblinden Seherin: 1908 erschienen, zeitlos, unendlich wertvoll, 26. März 2011
"Das Unglück, blind zu sein, ist unermeßlich, unersetzlich. Aber es beraubt uns nicht unseres Anteils an den Dingen, auf die es ankommt: an Hilfsbereitschaft, Freundschaft, Humor, Phantasie, Weisheit."

Ich empfehle das Buch all jenen Menschen, die ein zartes Gemüt haben und die Natur lieben, und zugleich auch all jenen Menschen, die der Meinung sind, dass die vollkommene Welt- und Selbsterfahrung vom Funktionieren der fünf Sinne abhängig ist. Zugegeben, Frau Keller war nicht unbedingt der Partyclown, und manche Kritiker sagten ihr nach, sie sei gar "humorlos", und auch für Sex hatte sie angeblich kaum was übrig. In beinahe ständiger Begleitung durch Annie 'Teacher" Sullivan (die in fortgeschrittenem Alter mit Krankheit und Depressionen zu kämpfen hatte) und danach auch Betreuerin Polly verwandelte sie sich in eine unermüdlich lernende, pazifistische, tierfreundliche, sprachbegabte, naturliebende und über weite Strecken ihres Lebens von Grund auf glückliche Frau. Sie erfreute sich der Freundschaft mit verehrten und liebgewonnenen Begleitern wie Albert Einstein und Mark Twain, mit Emanuel Swedenborg, Alexander Graham Bell, Charlie Chaplin und Maria Montessori. Vieles in diesem Buch erinnerte mich an Emersons Naturromantik und im gelungenen Nachwort von Werner Pieper, in dem er das Leben und Wirken Helen Kellers beschreibt, fand ich auch den Hinweis auf Emerson, der zusammen mit Goethe und Kant zu den großen Geistern zählte, die Helen Keller auf mannigfache Weise (Naturphilosophie, Dichtung und Romantik, abstraktes Denken) inspirierten. Sie erlebte (und "sah voraus") den Ausbruch zweier Weltkriege, engagierte sich zur Zeit des Ersten WK politisch auf Seite der Arbeiterbewegungen und Frauenrechtlerinnen, im Zweiten kümmerte sie sich aufopfernd um Kriegsversehrte und betreute Behinderte. Sie hielt unzählige Vorträge in vielen Ländern über Gott, die Liebe, die Freude, das Leben und erhielt zwei Ehrendoktorwürden. Eine ganz außergewöhnliche Schriftstellerin, die oft kritisiert und/oder für fremde Zwecke (z.B. Kirche, Wirtschaftsmythen) instrumentalisiert worden ist.

"Das menschliche Gehirn ist so von Farbe durchdrungen, dass es sogar die Sprache des Blinden färbt."


Natur
Natur
von Ralph W Emerson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die befreite Seele als Beobachterin, das Leben als ihre Schule, 25. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Natur (Taschenbuch)
Der Autor - Dichter, Philosoph, Essayist, Prophet... - malt im Jahre 1836 "die endlosen Kreisläufe göttlicher Barmherzigkeit" (S. 20), die den Menschen erhalten, auf die im Laufe der Lektüre zunehmend farbenfrohe Landkarte des Geistes. Er verwendet die bildhafte Sprache auf virtuose Weise wie kaum ein anderer und wurde auf eine Ebene mit Shakespeare, Longfellow, Goethe und Schiller gestellt, was sein poetisches Schaffen betrifft. Was wir hier lesen, ist wahrhaftige, erfrischende, erheiternde Poesie! Stets die Beziehung zum Ganzen im Auge, versteht Emerson es meisterhaft, sein tiefes Verständnis der Schönheit und des Wertes der Natur zu vermitteln. Er tut dies mit den Mitteln einer ebenso einfachen wie glasklaren Sprache.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass er unmöglich irgend einer Gruppierung zuzuteilen ist, es sei denn derjenigen vollkommen aufrichtiger Menschen, war er Transzendentalist oder/und Idealist oder/und Metaphysiker, und zwar von daher, dass er Geist über Materie stellt und betont, dass die Seele die Wahrnehmung der Vorgänge und Erscheinungen in der Natur bestimmt. Das bedeutet auch, dass es die menschliche Vernunft ist, der göttliche Funke in uns, der dem Antlitz der Natur Würde, Schönheit und Erhabenheit verleiht statt sich in plumpen Nützlichkeitsberechnungen und Entwicklungsprognosen zu erschöpfen.

Emerson wollte wie Thoreau (der 1841/42 bei der Emerson-Family wohnte und sich danach zurückzog, um das Kunst-Stück "Walden" zu verfassen) unabhängige Menschen sehen und bezog unablässig Stellung gegen die Sklaverei. Er wollte, dass du erkennst, "dass die Welt für dich besteht. Für dich ist die Erscheinung vollkommen. Nur was wir sind, können wir sehen... Baue darum deine eigene Welt. In dem Maße, wie du dein Leben mit der reinen Idee in deinem Geiste in Übereinstimmung bringst, wird sie ihre großartigen Verhältnisse entfalten. Eine entsprechende Umwälzung in den Dingen wird das Einströmen des Geistes begleiten." (S. 96)


Selbstbetrachtungen
Selbstbetrachtungen
von Marc Aurel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 11,90

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsicht und Selbsterkenntnis säen, Güte und Gleichmut ernten, 21. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Selbstbetrachtungen (Gebundene Ausgabe)
"Niemand wird es müde, sich helfen zu lassen. Helfen aber ist eine Handlung gemäß der Natur. Werde daher nicht müde, dir helfen zu lassen, indem du anderen hilfst." (Buch VII, Aph. 74) Der römische Kaiser (121-180) Marc Aurel: ein außergewöhnlicher Charakter! Sein Ziel: gerecht, besonnen, gemeinschaftlich, vernunftbetont und gelassen zu denken und zu handeln und sich bei all dem Treiben am kaiserlichen Hof seine Seelenruhe zu bewahren wie einen Schatz, der es wert ist behütet und gepflegt zu werden. Er schrieb diese Aphorismen für sich selbst. Die Wiederholungen erklären sich zum einen eben dadurch; zum anderen aus dem Wissen, dass Marc Aurel seinen Sinn darin gefunden zu haben scheint, sich über jeglichen weltlichen Zweck des Daseins erheben, die materielle Welt der Meinungen und des Scheins zu überwinden, all die Einbildungen, Vorstellungen und Vorurteile als solche zu erkennen und über sie hinauszugehen, um seine menschliche Natur durch ein geduldiges, gleichmütiges, manchmal resignativ anmutendes Leben gemäß der Allvernunft quasi aus der Vogelperspektive nach und nach zu verwirklichen. Und nachdem ich das Buch erstmals vor 8 Jahren las und mir nun ein weiteres Mal auf einer Berghütte zu Gemüte führte, komme ich nicht umhin, meine Bewunderung für diesen Charakter auszudrücken. "Streng' dein Denken aufs äußerste an, das, was gesagt wird, zu erfassen. Versenke deinen Geist in das, was geschieht, und in das, was die Ursache davon ist." (Buch VII, Aph. 30)

Ich empfehle dieses Büchlein jedem Menschen, der bisher nur vom Hörensagen weiß (oder zu wissen glaubt) was stoische Ruhe, Leidenschaftslosigkeit und die Hingabe an den von der Allvernunft gelenkten Weltenlauf bedeuten. Wie Nietzsche vollkommen erfasst hat, sind die Ermahnungen, die Marc Aurel hier an sich selbst richtet und die Beobachtungen und Erkenntnisse, die er mit dem/r Leser/in teilt, von unschätzbar hohem Wert und führen als seelisches Stärkungsmittel zu einer unerschütterlichen Ruhe gegenüber den Wechselfällen Schicksalsschlägen des Lebens. Wenn auch manche Selbstbetrachtungen radikal erscheinen, so doch nur, weil sie an die Wurzel (lat. radix) rühren. Im Kontext des Ganzen, d.h. als Teil des gesamten Werkes sind auch die scheinbar radikalsten Aphorismen - v.a. in Bezug auf die Vergänglichkeit aller Dinge - schlüssig und verständlich. "Der Zeitpunkt ist nah, wo du alles vergessen hast, und nahe der Zeitpunkt, wo alle dich vergessen haben." (Buch VII, Aph. 21)

Für mich persönlich klangen immer wieder Einsichten an, die mich an Vergänglichkeit, Tao, Karma, wechselseitig bedingtes Entstehen und Vergehen, Tugendhaftigkeit und Furchtlosigkeit erinnerten. Auch die Tatsache, dass nur du selber dir wirklich schaden kannst und niemand sonst. "Wer sündigt, der sündigt zu seinem eigenen Schaden; wer unrecht tut, der tut sich selber unrecht, denn er macht sich selber schlecht." (Buch IX, Aph. 4) In tiefer Dankbarkeit denke ich an die Lektüre zurück und weiß, dass ich dies Büchlein nicht zum letzten Mal in der Hand hatte. "Mein liebes Herz aber lachte." (Buch XI, Aph. 31)


The Dice Man
The Dice Man
von Luke Rhinehart
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,20

4.0 von 5 Sternen A bit lenghty..., 6. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Dice Man (Taschenbuch)
I like the idea of basing your decision-making upon the dice. Yet the book got to be too long-winded for me and as I can see it seemed a drag for some other readers as well. One gets the feel somehow that he keeps repeating himself in order to fill the pages cuz the dice told him to do so. So you can't really make anyone responsible for not stopping to read but yourself, right? But which self? The puritan in me who always wants to finish what he has started? The worried who thinks I might miss something valuable if I close the book now? The buddhist who thinks it is vital to stay equanimous at all times? The dice-man who thinks it doesn't matter anyway and the decision should really rest upon the die instead of what I think is 'I' or 'me'?

Ah, what the fuss all about dude.. after taking a break for two weeks (maybe to digest what I had found by reading the first 200 pages?) I continued on page 200-sthg and finished it. I enjoyed reading about the transformation that takes place in the people described and I found the scenes of sex and thriller quite a pleasure to read, too.

The book shows what personality traits are unspoken and under-represented in daily life because others wouldn't approve of my behaving in an unusual way. I don't think it supports my being happy, though. What the book might do is to help me a lot when I am unhappy because my mind tells me I failed or did something unskilful. Cuz i'll never be afraid of failure once i really understand what constitutes failure in life. So what means 'failure' actually? Either it is an action that displeases other adults or it is an action that does not lead to satisfaction, i.e. one that frustrates and inhibits your desires (see chapter 17). Now as a psychiatrist, G. Cockcroft/Luke Rhinehart certainly knows a lot about Freud, Lacan, Jung et.al. and of course, a man gets bored sometimes, not only bored i guess but existentially bored and thus, indifferent, surrendering one's own will to the will of the die, praying 'Not my will, oh Die, but Thy will be done' and preaching the same to his disciples. One thing is for sure: No one who read this book to the end is gonna be indifferent. In other words, everyone who read 'The Dice Man' will be transformed in one way or the other. The author foresees this in chapter forty-one: 'Ah, Reader, you never should have let me be born. Other selves bite now and then no doubt. But the Dice Man flea demands to be scratched at every moment: he is insatiable. You will never know an itchless moment again - unless, of course, you become the flea.')

The author presumably let his life be led by dice in the 60s and 70s in California. He seems to have used beginner's mind to help him find a way to justify his actions. The philosophy of Zen is well known to legitimize all kinds of shit when interpreted by greedy or unhappy people. If you want to find out about loneliness, sex, marriage, psychology and how to rid yourself of any remorse, please be aware that it might be useful to attend a vipassana course before you start turning your life upside down and inside out by clinging to a dice-life. By doing that you will be able to resist the impulse to scratch without becoming the flea. Otherwise it might lead to total lack of understanding human responsibility because fleas do not know what they're doing...


The Stars My Destination (S.F. Masterworks)
The Stars My Destination (S.F. Masterworks)
von Alfred Bester
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,40

5.0 von 5 Sternen Bester is best, 6. Februar 2011
My brother gave me some of his beloved sf novels. He advised me to read Bester's title first. So i did. Once I got started I finished it in two days only. You know, I seldom read sf novels but this one really gripped me from cover to cover. Like PK Dick's 'Three Stigmata...' I just could not put it down til I had reached the last page!

I have heard it is one of the best sf novels ever written. Don't know about that but one thing rest assured: It's clearly a 5* sf novel for me. No doubt. I highly recommend it - read it - and even if you can't get yourself to jaunte soon you might as well prepare yourself and broaden your horizon.


Vom Spass zur Freude: Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts
Vom Spass zur Freude: Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts
von Herbert Pietschmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dialektik mitmenschlich gesehen, 6. Februar 2011
Die Message: "Unterscheide, ohne zu trennen!" und "Vereine, ohne zu egalisieren!" (S. 200)

Von der aristotelischen Logik ausgehend, haben wir das Uni(Multi)versum zunehmend in paarweise Extreme aufgespalten und hören nicht auf, miteinander um Begriffe und Definitionen zu streiten. Der Autor nimmt sich ein Herz und unterbreitet uns eine scheinbar recht simple, dabei jedoch nur indirekt vermittelbare Theorie der Gestaltung der jeweils persönlichen Wirklichkeit aufgrund der augenblicklich "gegebenen" immerzu unerreichbar bleibenden Realität. Er hilft uns dabei, die eigenen kulturellen Vorurteile und "Standards" als solche zu erkennen und gewährt im Zuge dessen manchmal auch dem Trivialen RaumZeitRaum. Das Schöne daran, er verliert sich nicht darin. Wir haben es hier mit einem sokratischen Wissenschaftler zu tun, der das eigene Wissen in Frage stellt und die Bedingungen des stets für selbstverständlich Gehaltenen hinterfragt. Er betreibt damit natürlich auch Begriffsarbeit und es liegt an dir, liebe Leserin, lieber Leser, die zugrunde liegende Absicht zu verstehen, die er schließlich im dritten und letzten Kapitel offen legt.

Alles in allem ein wunderbares Werk, das die Extreme, in die wir uns durch die sogenannte HX-Verwirrung verrennen, klar darstellt und dialektische statt logische Paare anbietet, die sich im Alltag (so die Hoffnung) leben und er-leben lassen. Einige dieser dialektischen Paare, die sich wechselseitig ergänzen und brauchen, seien hier (nebst in Klammern gesetzten einander ausschließenden Paaren) angeführt:
Erinnern und Vergessen (statt Speichern oder Löschen)
Freiheit (statt Willkür und Ordnung (statt Regelung)
Toleranz (Gefahr: Gleichgültigkeit) & Auseinandersetzung (Grenze: Streit)
Phantasie (Extrem: Wahn) & Utopie (Extrem: Illusion)
Freude & Ernst (statt Spaß oder Trostlosigkeit).
Wir verfallen den Extremen, weil wir bspw. Trostlosigkeit als "Feind" bekämpfen und spaß-süchtig werden anstatt einzusehen, dass "der schmale Grat des wahren Weges" im Aufeinander-bezogen-sein von Freude und Ernst liegt. Oh, in dem Buch steckt noch viel mehr als diese Einsicht!

Ich finde, dieses Buch sollte von vielen Menschen gelesen werden. Ich empfehle es allen Philosophinnen und Wirtschaftswissenschaftlern und allen philosophischen Wirtschaftswissenschaftlerinnen und allen wirtschaftenden Philosophen, allen Vertretern des Physikalismus, Pragmatismus und Spiritualismus, und allen, die sich nicht mehr streiten wollen um sich danach einzugestehen, mein Gott war das unnötig! Eine Empfehlung an alle, denen folgende Gedankenkette nicht unbekannt ist:

"Warum hat er oder sie das nur gesagt oder getan?
So könnte es freilich gewesen sein!
Das muss es wohl auch gewesen sein!
Ja, das war es auch!"
(S. 129)


On Love and Loneliness
On Love and Loneliness
von Jiddu Krishnamurti
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,20

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essential eternal/timeless easy-to-read teachings, 16. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: On Love and Loneliness (Taschenbuch)
If you are interested in the true meaning of love, truth, mind, thought and ego, if you feel the urge to know beauty, pleasure, pain, suffering, loneliness and aloneness and take them for what they really are, if you wanna find out about the source of real happiness, bliss, passion, then Krishnamurti will help you to find the essence of these by turning the attention back to your own felt sense experience. He does so in a language anyone who is willing to open his heart can understand. Again and again you are invited to follow the talk not only verbally and intellectually but to ponder and realize what it means for your own daily life. The conversations in this marvellous book will surely guide you to develop your heart and to alter your state of being because Krishnamurti talks are full of wisdom: a deep understanding of what is real, and compassion: a heart that is free from jealousy, fear, anxiety, greed, attachment, delusion, a heart that is open to spread unconditional love. Can you imagine that? Can you love everyone? Start with yourself. Start with how you treat your mother. Start here. Now.


Open: Das Selbstporträt
Open: Das Selbstporträt
von Andre Agassi
  Gebundene Ausgabe

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leidensweg des Tennisprofis und Prüfstein für die Geduld des Lesenden, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Open: Das Selbstporträt (Gebundene Ausgabe)
Ich muss gestehen, ich bin geteilter Meinung über dieses Buch. Das ist auch der Grund, warum ich 3 Sterne vergebe. Es ist eben für mich bloß ok, nicht mehr, nicht weniger. Zunächst einmal: Er war in meiner Jugend ein Vorbild für mich und ist mir mit den Jahren immer sympathischer geworden. Die ersten 200 Seiten haben mich echt gefesselt. Die restlichen 300 empfand ich dann teilweise als Durststrecke, sprich langatmig.Die Beschreibungen von Tennismatches sind durchweg spannend und lesen sich flüssig und waren für mich eher Oasen... Ein Zwiespalt also. Es ist definitiv kein Buch, das ich ein zweites Mal zur Hand nehmen werde. Aber schließlich wurde es ja auch nicht für mich, sondern für seine Kinder geschrieben, für die sich der Autor nichts Sehnlicheres wünscht, als dass sie nicht in die gleichen Fallen tappen mögen wie er selbst... ich teile seinen Wunsch. Wenn sie also von den Ups and Downs ihres Papis lesen, lassen sie womöglich ihre Finger vom Leistungssport. Ähnlich wie die zerrissene Person, die Andre auf dem Tennisplatz war. Niemand (außer Steffi) versteht ihn, wenn er sagt: "Ich hasse Tennis". Nach diesem Buch verstehe ich ihn schon etwas besser.

Mir gefällt an dieser Biografie, wie aufrichtig sie geschrieben wurde. Da erzählt jemand von seinem gespürten Mangel an schulischer Ausbildung spricht mit uns über die Ironie, als endlich-Erwachsener seinen Lebenssinn in der von ihm selbst gegründeten Preparatory Academy zu finden. Andre spricht zu uns über die Scheinbeziehung zu Brooke Shields und sein Bammeln vor der Hochzeit 1997, über die Schauspieler-"Friends" seiner Gattin. Er spricht über den anfänglichen Krampf mit den Presseleuten, die einen entweder runtermachen oder in den Himmel loben und wie er beginnt über die Meinung anderer über ihn hinauszuwachsen. Ja, auch ein Drogenkonsumerlebnis wird geschildert, was ihn m.E. nur menschlicher werden lässt. Agassi erzählt von persönlichen Erfahrungen und familiären Hintergründen abseits der sensationslüsternen Schlagzeilen-Geier. Er beschreibt die schöne Liebesgeschichte mit der schönen Steffi Graf und zeigt uns auf diese Weise den Menschen Andre Agassi, den verletzlichen, unsicheren, kämpfenden, verzweifelten, verliebten Niederlage-Sieg-Niederlage-Sieg-Menschen, der hinter dem Bild, das von ihm in der Öffentlichkeit gezeichnet worden ist. Und dafür können wir alle dankbar sein.

Oder ist das Buch nur ein weiteres Mosaik dieses Bildes? Wie ist das mit dem Image jetzt? Vermutlich ist es Teil der Aufmachung, ja, aber diesmal kommt er wenigstens wirklich selber zu Wort und beantwortet Fragen, die ihm selbst wesentlich erscheinen anstatt darüber nachzudenken, was die Leute hören und lesen wollen. Und er steckt eine gute Portion Herzensweisheit hinein für uns "Leute": Am schlimmsten sind die Niederlagen, bei denen man keinen Schimmer hat, was man daraus lernen kann (S. 429). Und er offenbart, wie Wut und Rache, Selbsthass und Feindbilder zunächst auf aggressive Weise motivieren und schon nach etwa einem Jahr furchtbar auslaugen. Er schildert wie es ist, der Hölle des Perfektionismus zu entkommen, indem du dich auf das konzentrierst, was jetzt und hier getan werden kann.

Ich habe viel Neues über Agassi entdecken dürfen. Zum Beispiel sein Verhältnis zum Vater, der in Teheran ein junger Bantamgewicht-Boxer war und der vl. Andre zu der Aussage inspiriert haben mag, dass Tennis ein Faustkampf ohne Körperkontakt ist. (S. 328) Er zeigt uns was es bedeutet, Vater zu sein und neue Prioritäten im Leben zu setzen... Aber jetzt mal ehrlich - Sie hassen Tennis doch nicht wirklich, Mr. Agassi? Doch. Und Pete, immer wieder Pete... der disziplinierte Antipode, der Antagonist mit toller Haarpracht, gegen den er im Laufe der Karriere mehr als 30 Duelle bestritten hat.


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